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Äöeifen \ Duard ia und bas Kabinett die Möglichkeit der I Je um Bewaffnung b er 08-^.-Schiffe, die un- iffenftißj! er der Flagge von Panama fahren, m LI bereits geprüft haben. Das von der Regierung des 1 ^urch die 08-^.-Machenschaften gestürzten Präsiden- j :en Arias erlassene Verbot, Handelsschiffe zu be-

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als sich den

Heller aus Bischofsheim, Kreis Hanau, hat Flieger an fast allen Fronten dieses Krieges lusgezeichnet. Gauleiter Sprenger sprach ihm )ank des Gaues Hessen-Nassau aus.

vassnen, so heißt es in der Meldung, werde wahr- cheinlich bald aufgehoben werden.

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Vornan von ^jorft BLernath

(Schluß.)

Kathi schwenkte die Pfanne über der Flamme:I ößife scho, bees is bes mit ben Strahlena, bie wo d^rch und durch genga ..."

..Tanz recht, Kathi, es sind Strahlen, mit welchen nan einen Menschen durchleuchten kann. Man ver-

nenbet fie aber auch zu Heilzwecken."

Bei Krepps", sagte Kathi und zog em Schnitzel d-rchs Ei und bestaubte es mit Paniermehl,nur Mitzen tut's nix!" . ..

iOho!" rief Trix,es gibt ^aße, in ^benen die -lÜntgenbehandlung Wunder gewirkt hat.

|Einige wenige!" widersprach Kathi mit ^stimmtheit.Den Postoffizial Huglfinger Ham \ lstrahlt, b.is er halb damisch worden is, zwei Mo­li t später war er hi!" Sie legte bas Schnitzel m Die Panne. Das Fett prasselte laut auf. --Aber was i i ch fragen wollt' ... z'wegen dem Durchleuchten ... noan ,.. siecht ma da oi's?"

-»Ich habe Sie nicht ganz verstanden, Kathi ...

-Oob man da alles sieht!" wiederholte Kathi über- Wittich. ___

, -,6a, gewiß, nachher auf der Platte nuf)t etwa ldon, wenn man die Strahlen auf den Körper des pCitienten richtet. Die Strahlen sind nämlich unjicht- ixr ... Es ist sehr schwer zu erklären ..."

-.Aber auf der Plattn sieht man alles? vergewls- frte sich Kathi. . ..

-.Bei einiger Hebung schon. Sie wurden, wenn ich ! ^-'Tien mal eine Röntgenplatte zeigen wurde, wah Reinlich nur den Knochenbau erkennen ... .

-Und Sie fqn geübt?" fragte Kathi unermüdlich.

-Ja, ich habe es doch gelernt, die Platten richtig Kathi wendete die Schnitzel und führte em Stuck : te an der Messerspitze um den Rand der Pfanne

vorbereitetes Attentat gegen eine Gruppe po­sitiv zu Deutschland eingestellter Schriftleiter Han- bette, die feit langem aus der Erkenntnis heraus, Ihr Volk auf den richtigen Weg führen zu müssen, immer wieder aufklärende und warnende Worte an ihre Volksgenossen richteten. Die P r o t e k t o ° ratsregierung wird den ermordeten Haupt­schriftleiter Laznowsky in feierlicher Form bestatten und hat auf Anordnung des stellvertretenden Reichs­protektors ---Obergruppenführer H e y d r i ch die Versorgung der Witwe bes Verstorbenen über­nommen.

Die Hintergründe des Staatsstreiches in Panama.

Dem Oberbefehlshaber des Heeres, Generalfeld- xrarfchall von Brauchitsch, sind zur Dollen- lung seines 60. Lebensjahres neben einer Fülle von Glückwünschen aus allen Kreisen des deutschen Vol­kes auch zahlreiche Glückwünsche von führenden Persönlichkeiten der befreundeten und verbündeten Staaten zugegangen, so vom Duce, vom rumäni­schen Staatsführer, Marschall Antonescu, Feldmar- Ichall Mannercheim und anderen Führern der ver- -iünbeten Armeen.

*

Der Führer hat dem Präsidenten der slowakischen Republik Dr. T i f o zum Geburtstag nachstehen- i les Telegramm übermittelt:Eurer Exzellenz «breche im zum Geburtstage meine herzlichsten Glückwünsche aus. Ich gedenke hierbei zugleich der upferen slowakischen Soldaten, die an der Seite 'er deutschen Wehrmacht den Sieg über die zer- 'örenden Kräfte bes Bolschewismus miterringen jelfen. Mit besten Grüßen Ihr Adolf Hitler."

Der Führer hat den Bibliotheksdirektor a. D. Prof, dr. Johannes Luther in Greifswald aus Anlaß ler Vollendung seines 80. Lebensjahres in Anerken- lung feiner wissenschaftlichen Verdienste um die Ge- chichte des Buchdrucks der Reformationszeit die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft ver- 'ehen.

Der Tag der Hispanität ist in ganz Spanien ge- > Hert worden. Während in Barcelona Kultur- | nstitute eröffnet und in Saragossa die traditionel- 1 In Feste um dieJungfrau von der Säule" be- I pngen wurden, hat in Madrid der Rat der Hi­lf anität unter dem Vorsitz des Staatschefs seine I c'ste Tagung abgehalten.

*

Zum Abschluß des internationalen Frauentreffens I scßte die Reichsfrauenführerin Scholtz-Klink in einer ! Ansprache die Ergebnisse der Tagung zusammen, vn diesen Tagen seien Verbindungen geknüpft mor­t' b:n, die zeigen, daß die führenden Frauen der Län- Iter Europas als Wächterinnen der großen Be- k (riffe, die uns in diesem Raume alle einen, zusam- »stenstehen.

Das Ergebnis

der 1. Reichsstraßensammlung.

Berlin, 11. Oft. (DRV.) In diesen Zeiten, die ?on tiefer Freude und Dankbarkeit über die Siege inserer Wehrmacht erfüllt sind, bringt auch bie Heimat freubig ihr Opfer. Dies beweist bas Ge­samtergebnis von 17 524 887,05 RM. der ersten Reichsstraßensammlung des Kriegs-WHW. 1941/42 :m 27./2S. September, die von Sammlern und Sammlerinnen des Reichsbundes für Lei- jesübungen, der NSV. und der NS.« ^rauenfchaft durchgeführt wurde. Die Sarnrn- ung erbrachte damit 2 183 552,71 RM., also rund 4 v. H. mehr als die gleiche Sammlung bes Zorfahres.

Meine politische Nachrichten.

Dberfelbroebel Richarb Heller wurde anläßlich einer kürzlich erhaltenen Auszeichnung des Ritter- Jrcuges von Gauleiter und Reichsstatthalter Spren­ger im Adolf-Hitler-Haus zu Frankfurt empfangen.

ReichchM igte die ra d, die im zwei Kulm > wurde i it 14 Dar 200 j leichsmimW \m degllH die von « all aufgen^j' gleichnaini:« s unter It ich Dr. W Er behrnH örtifkntir^l jrenen Kam erzogen I rermrt] rifüeiier $4 ^meinen Fl mhörige r | ach einett 1 hrenden

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gen hg,. Neuyork, 12. Oft. (DNB. Funffpruch.) Die ldezn Qbi Hintergründe des Staatsstreiches in Panama wer- m f-t 4 ben schlagartig beleuchtet durch eine Meldung bes Korrespondenten derNew Porf Times" aus Pa- lama-Eity, nach der der neue Präsident de la

Aus der Giadt (Ließen.

Ernster Sinn im heiteren Spiel.

Klein Alice, kurz Ali genannt, hatte bald ihre anfängliche Scheu vor denvielen fremden Kin­dern" verloren und ist zutraulich und kamerad- schafllich. Die Eingewöhnung im Kindergarten ist dem Kinde, das inmitten einer großen Schar kleiner Kameraden aus der Nachbarschaft im fröhlichen Spiel aufwächst, nicht schwer geworden.

Heute hat Alice ihrer Mutter etwas Neues zu berichten. Und die Mutter, die weiß, daß ihr Kind nicht nur zur Bewahrung in den Kindergarten auf« Genommen wurde, hört aufmerksam zu, denn ihr scheint, daß die herrlichen Kriech- und Hopsspiele, von Denen bas Kind so begeistert erzählt und bei denen man die Bewegungen von Tieren nachah­mend durch Reisen und Bänken hindurchkriecht, ge« wiß mehr zu bedeuten haben, als nur einen Spaß, ben bie lustige Tante sich ausgedacht hat.

Weißt du was, Ali, bas werde ich mir einmal ansehen, bas interessiert mich." Und als sie am näch­sten Tag Klein-Ali zum Kindergarten bringt, fragt

verdunkelungszeil

13. Oktober von 18.31 bis 7.41 Uhr.

sie die junge Leiterin nach denneuen Spielen". Ach", lacht sie vergnügt,2111 meint unsere Gym- na>stik, die wir jetzt miteinander betreiben. Wir ma­chen diese Hebungen zur Kräftigung der kindlichen Muskulatur, und wir müssen sie unseren Kleinen doch irgendwie schmackhaft machen und sie in einer kinogemäßen Form bringen. Kommen Sie doch heute Vi Stunde früher zum Abholen, bann kön­nen Sie bas selbst einmal sehen."

Alis Mutter nickt und findet sich pünktlich ein. Unb nun sieht sie die Kleinen in ihren Spielhöschen wie bie~ Katzen schleichen, wie Frösche hüpfen und wie Störche einherstelzen. Dann kriechen sie über nebeneinander gestellte Bänke, springen über ein Tau und einen Strick, um endlich im Kreis nieder­zusitzen und mit den Zehen Gras auszurupfen und nach kleinen Steinchen zu greifen.

Sehen Sie!" Die Kindergärtnerin wendet sich zur Mutter um.Diese Hebungen dienen z. B. Der Vorbeugung späterer Fußschäden oder einer recht­zeitigen Heilung, Denn sie stärken Die Fuß- und Zehenmuskulatur, während die Nachahmuna von Tierbewegungen Arme, Beine, Hüft- und Scyulter- muskeln kräftigt und entwickelt."

Sie klatscht in die Hände. Die Kleinen erheben sich, unb während der Gong den Takt angibt, gehen die Kinder bald schnell, bald langsam im Kreis, heben und senken Arme und Beine oder beugen den Rumpf.

Vergnügt geht Klein-Ali an Mutters Hand heim­wärts, eifrig weiter plaudernd von den neuen Er­lebnissen im NSV.-Kindergarten, während ihre Mutter nachdenklich Dahinschreitet. Eigentlich, über­legt sie, war ich ja Damals, als der Mann einge­zogen wurde und ich mich für eine kriegswichtige Arbeit zur Verfügung stellte, schon froh und zu­frieden, daß mir die Sorge um das Kind abgenom­men wurde. Nun sehe ich täglich von neuem, wie­viel mehr das alles ist als nur Notbehelf und wie dankbar wir fein können, daß unsere Kinder nicht nur vor Kriegsschäden bewahrt bleiben, sondern überdies eine Wertvolle Kräftigung ihrer Gesund­heit erfahren.pma

lagesfalenber für Montag.

Gloria-Palast, Seltersweg:Clarissa". Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Der Edelweißkönig". Oberhessischer Kunstverein: Ausstellung von 17 bis 18 Hhr im Foyer Des Stadttheaters.

Für unsere Verwundeten.

Am vorigen Donnerstag konnte der Lazarettbe­treuer der NSKOV. Danf Hnterstützung von der Kreisamtsleitung der NSV. mit 40 Verwundeten und Pflegepersonal aus hiesigen Lazaretten einen Ausflug nach Bad-Nauheim unternehmen. Nach Besichtigung der Kur- und Badeanlagen wurde ;im kleinen Kursaal der Kaffee eingenommen. An einer hingen, geschmückten Tafel in der Mitte des Saales lauschten die Verwundeten Den Klängen des Nachmittagskonzertes. Für alle Kameraden eine schöne Erinnerung. Um das Gelingen hatten sich Frauen der NS.-Frauenschaft in Bad-Nauheim und der Kameradschaftsführer der NSKOV. be­müht. Die Ortsfrauenschaft in Alsfeld sandte einige Zentner Aepfel, 'bie an die hiesigen Lazarette verteilt wurden. Durch Vermittlung unseres Kreisleiters, Pg. Backhaus, wurden von der Sammelstelle Hvchweisel etwa 20 Zentner Aepfel an die hiesige Kreisfrauenschast übersandt. In nächster Zeit werden die in den Lazaratten be­treuenden Frauen den llZerwundeten das Obst über­bringen.

herum, bis es zerlief.Unb was beleuchten Sie ba fo alles?" forschte Sie nach einer kleinen Pause.

Alle Patienten, bei benen eine Durchleuchtung für notmenbig gehalten wird besonders bei kom­plizierten Brüchen oder Verletzungen, bei denen ein Fremdkörper in der Wunde zurückgeblieben ist."

Also Frauen, Kinder ..."

Trix nickte zustimmend. Kathi sah sie plötzlich von unten heraus mit einem fast drohend beschwörenden Gesichtsausdruck scharf an.Und Mannsbilder auch?" fragte sie kurz und scharf.

Selbstverständlich!" antwortete Trix unbefangen.

Kathi schloß für eine Sekunde wie betäubt bie Augen.Naaa!" stieß sie hervor unb sah Trix mit einem flehenden Blick an, als bäte sie, Trix möge gestehen, daß sie sich jetzt nur einen üblen Scherz erlaubt habe.

Stellen Sie sich doch nicht blöd an!" sagte Trix ärgerlich unb errötete unwillkürlich über Kathis albernes Getue.

Schämen tat i mi!" keuchte Kathi in aufflammen­der Entrüstung.Unb Das soll eine Peschäftigutig für Eahna sein, nacklichte MannsbilDer durchleuch­ten?! Deswegen fahren Sie nach Berlin und lassen uns hier sitzen. Die Kinder und den Herrn Doktor?!"

Sie sind ja total übergeschnappt, Kathi!" rief Trix zornig,und außerdem kann ich doch nicht ewig hier bleiben. Auch nicht, wenn ich einen Ihrer Mei­nung nach anständigeren Beruf hätte ..."

So, können Sie nicht, können Sie nicht!" höhnte Kathi,und warum können Sie nicht ? Weil Sie kein Herz nicht haben! Da sieht mans wieder, was dabei rauskommt, wenn die Weiber ihre Händ' in Sachen stecken, wo sie nicht hingehören. Gefühlloser als die qibts überhaupt nichts mehr. -Jetzt versteh' ich alles. Jetzt versteh' ich auch, warum der Herr Doktor hier kreuzunglücklich umeinanberläuft unb droben in feim Zimmer wie ein Narrischer zu sich selber red't und jetzt wird die Arbeit zum Teufel gehn, und nächstens wird er womöglich wieders Saufen an- fangen. Und alles nur, weil Sie fein Gefühl unb feinen Blick nicht haben, wies um ihn steht unb

Theater der Universitätsstadt Gießen.

Kapelle Zoe Bund: Zauber der Meiod-.e

Selten war bas Theater so gebrängt voll wie am Sonntagabend, der mit einem durch einheimische Solisten bereicherten Gastspiel der vom Rundfunf her bekannten Kapelle Joe Bund anspruchslos un­beschwerter Hnterhaltung gewidmet war. Die 23er-' anftaltung startete unter dem TitelZauber der Me­lodie 1000 Tafte Musik, Gesang und Tanz". Nach einem Abstecher in die seriöse Programm-Musik mit der Humoreske von Dvorak unb dem Lied der Sol­veig von Grieg hörten mir eine Folge der volks­tümlichsten zeitgenössischen Schlager. Zwar hatte man taktvollerweise das Wolgalied gestrichen, Dafür waren aberAm Abend auf der Heide",Drunf in der Lobau", ,^omm zurück",Nur nicht aus Liebe meinen" (Mackeben) undDas blonde Kätchen" un- bestrittene Höhepunkte der Vortragsfolge, nicht zu vergessen Peter Kreuders GlanzstückWenn es Frühling rnird" (aus dem FilmKora Terry") und Ich bin heute ja so verliebt" (aus Willy Forsts Operette").

Aus dem geschmeidig und akkurat zusammenspie­lenden kleinen Orchester hebt sich die Solooioline Joe Bunds mit virtuosen Effekten heraus: der Eindruck verstärkt sich durch die Vortragsmeise, bie deutlich auf unmittelbare Wirkung zielt und mit häufig gebrauchtem Dämpfer, mit wohlberechneten Pausen, Trillern, Schleifern und Schlagzeug-Akzen­ten nicht nur die einzelne Nummer, sondern sozu­sagen jede einzelne Passagebringt".

Vom einheimischen Ensemble hatten sich eine Reihe solistisch mitroirfenber Kräfte zur Verfügung ge­stellt. Der Komiker und Busso Herr Kratz machte den Ansager, fand stürmische Heiterkeit mit seiner Moser-Parodie unb überraschte mit schmetternder Stimmentfaltung, indem er, für feinen erkrankten Kollegen Walter Ecfy einspringend, Lehärs belieb­ten SotttzFreunde, Das Leben ist lebenswert" zum Besten gab, der sogleich wiederholt werden mußte. Gabriele Pof sinke erfreute die Hörer mit Le­härs SchlagerMeine Lippen küssen so heiß" unb dem besonders hübsch gebrachtenFrühling in Wien". Herr D r u s ch e l setzte sein fülliges, warmes Organ für das zeitgemäße LiedAuf der 5>eibe blühn die letzten Rosen" ein. Annemarie Schwind fang in bester SoubrettenlauneWas eine Frau im Frühling träumt", Liefe! Schröter-Beckers entfal­tete ihren Koloratursopran in dem SchlagerErst eine Walzernacht, dann ein Kuß". Ballettmeister 23 o l p e r t tanzte witzig und mit sauberer Technik denKomiker", Brigitte Dietz einen orientalischen Tanz und später mit Volpert zusammen einen halb­laut begleiteten, temperamentvollen Tango. Am Flügel wirkte korrekt und unvordringlich Carl Willy Hahn.

Das Publikum unterhielt sich ausgezeichnet und dankte mit rauschendem Beifall. Hans Thyriot.

Oberhessischer Kunstverein.

Gedächtnisausstellung für Professor Hugo von Ritgen.

Der Oberhessische Kun st verein begann seine Winterarbeit mit einer am Sonntagoorrntttag im Foyer bes Stadttheaters eröffneten Gedächtnis­ausstellung fürHugovonRitgen (18111889), den ersten Professor für Baukunst in Hessen und ersten Vertreter des Gießener kunstmissenschastlichen Ordinariats. Wir haben bereits am Samstag, worauf bei dieser Gelegenheit ausdrücklich rück­verwiesen sei, einen Aussatz von Stadtbaudirektor G r a v e r t veröffentlicht, der Leben und Leistung Ritgens einer überschauenden Würdigung unter­zieht. Der Gedanke einer Ausstelluna zum Gedächt- nis eines ehemaligen Gießener Professors geht auf Anregungen der Ludwigsunioersität zurück; die vorbereitenden Arbeiten bildeten gleichzeitig die Grundlage für eine vom Kunstverein in Verbin­dung mit dem Oberhessifchen Geschichtsverein ge­plante Veröffentlichung von Stadtbaubirektor Gravert.

Die Ausstellung umfaßt Originalzeichnungen und Aquarelle Ritgens sowie Lichtbilder verschiedener von ihm ausgeführten Bauten: bie Aquarelle bil­den nur einen Bruchteil der 200 Arbeiten umfas­senden Sammlung im Besitze bes Oberhessischen Kunstvereins. Aquarelle, Zeichnungen und Photos werden ergänzt durch das monumentale Wartburg- Werk und einige literarische Arbeiten Ritgens über die Geschichte der Burgen Gleiberg und Staufen­berg, auch feine DoktorarbeitVon den Construc- tionen in Holz und Eisen", und die Briefe an den damaligen Burghauptmann der Wartburg, Bern­hard von Arnswald. Wenn auch im bildlichen Teile der Ausstellung die Aquarelle den größeren Raum einnehmen,'lag doch naturgemäß der Nachdruck von Ritgens weitschichtigem Lebenswerk auf der Architektur, für bie, der damaligen Kunstaussassung entsprechend, Malerei und Plastik im wesentlichen als Begleiterscheinungen gewertet wurden.

Zwar erfreut sich von altersher die Architektur bei Besuchern von Kunstausstellungen nur eines mäßigen Interesses, doch darf in diesem Falle Darauf hingewiesen roerDen, daß Die architektoni­schen Arbeiten, Die hier als ein Ausschnitt aus Hugo v. Ritgens Lebenswerk vorgestellt werben, zu einem nicht unwesentlichen Teile neben Dem rein künst­lerischen auch ein lokalgeschichtliches Interesse be­anspruchen Dürfen, wie in Dem einsührenDen Aufsatz von StaDtbauDirektor Gravert bereits Des nähe­ren Dargelegt rourDe: man sieht hier eine Reihe von Gießener Bauten, die Professor v. Ritgen ihre Ent­stehung verDanken, wie beispielsweise fein Wohn­haus in Der Frankfurter Straße, Die Tabakfabriken von Gail unD Schirmer und Die Villa FerD. Gail in der Wilhelmstraße, ferner auch Die Entwürfe zur Umgestaltung der Burg Gleiberg, Die auf meh­reren Blättern als architektonisch-malerisches Mo­tiv erscheint.

Es wäre sehr reizvoll, an HanD dieser Ausstellung Eitwicklung unb Wanblung von Ritgens architek­tonischem Stilbegriff zu verfolgen, wozu hier leider Der Raum fehlt. Immerhin sei wenigstens auf die

romantisch beeinflußte Verbindung von Architektur unb Landschaft hingewiesen, wie sie hier in ver­schiedenen charakteristischen Beispielen zutage tritt. Von hohem Reiz sind auch bie Architektur- unb Landschaftsstudien, von denen einige der hübschesten Stücke gezeigt werden (Schiffenberg, Staufenberg, Gleiberg und Münzenberg). Glanzstücke der Aus­stellung sind die Originalentwürfe für den Innen­ausbau der Wartburg. Auch der Laie wird trotz der unzulänglichen Beleuchtung im Foyer zweifellos die ungeheuer penible zeichnerisch-kon­struktive Leistung zu würdigen wissen, wie sie etwa die perspektivistisch gegebene Deckenlösung im großen Saale Des Pallas darstellt; ähnliches gilt auch für die Ansichten der Wartburg, auf denen man wieder­um die damals bevorzugte Verbindung von Archi­tektur und Landschaft bemerken kann.

Ueberaus anziehend wirken Die Aquarelle, Die in großer Zahl ebenfalls architektonische Motive be» hanDeln wie Den Gleiberg ober rein lanbschastliche wie ben Lohmühlenbach bei Gießen (eines ber ma­lerisch liebensmürbigften Blätter), Daneben auch. Er­innerung an ReiseeinDrücke, Seestücke von Rügen, Helgolanb unD Capri. Fast alle Diese Aquarelle finD von ausgesprochener Stimmung unD bewahren zarte romantische Nachklänge: mehrfach fühlt man sich hier leise an C. D. FrieDrich unb an Schinkel erinnert, besten 100. Geburtstag im Oktober be­gangen wirb. Endlich sei auf die sehr schönen Baumstudien aufmerksam gemacht, in Denen sich Der romantische Stimmungsgehalt mit liebevoll ein­gehender Behandlung Des Details verbindet.

Hans Thyriot.

Auf Hmweoen ...

Licht geht auch um Drei Ecken herum! Das wird bei Der Verdunkelung oft vergessen. Wenn ein Roll­vorhang nicht breit genug ist unb nicht fest anliegt, schleicht sich bas Licht an dem Seiten herum und bringt ins Freie. Wir wollen unsere Derbunke­lunasvorrichtungen baraufhin einmal überprüfen. Rollvorhänge an den Fenstern müssen breiter als das Fenster fein unb an der Wand gut unb lichtdicht anliegen.

Bei Schnupfen

tritt meist eine Verstopfung der Nasenöffnungen ein, bie auf Anschwellung ber Schleimhäute zurück­zuführen ist. Diese lästigen Erscheinungen werden oft durch Klosterfrau-Schnupfpulver behoben, ebenso wie Die anDeren BeschwerDen, die als Begleiterschei­nungen des Schnupfens auftreten. Es wird aus wirksamen Heilkräutern von Der gleichen Firma hergestellt, die Den bekannt guten Klosterfrau-Me­lissengeist erzeugt. 3877V

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roie's inwendig in ihm aussieht, und wie er an Ihnen hängen tut ... Aber fahren Sie nach Ihrem geliebten Berlin! Fahren S' nur, wenn Sie meinen, daß ber Himmel nur oben bei Preußen blau ist, und daß Sie nicht leben können ohne Ihren fauber- nen Beleuchtungsapparat ..."

Die Luft in der Küche verfinsterte sich merkwür­dig, und plötzlich zog ein scharfer Brandgeruch heran.Jesses, die Schnitzl!" schrie Kachi auf und riß die Pfanne vom Feuer. Für zwei Schnitzel kam die Hilfe zu spät. Kathi drehte sich um. Ihr Ge­sicht war eine einzige Anklage.Auch Das haben wir Ihnen zu verdanken!" wollte sie sagen. Ader Trix war wie durch ein Zauberkunststück verschwun­den. Kathi starrte düster in die Pfanne.

Jetza gibts zwoa Möglichkeiten", sinnierte sie, entweder sie packt ihre Kosser--ober ich mach

für die Kinder rasch noch ein Spaghetti." Der­weil hörte sie aber auch schon, daß Der Wagen in Die Garage einsuhr. Hellwang kam mit Den KinDern ins Haus. Sie sahen Trixens Hut unb Jacke an Der Garderobe hängen unb stürmten in Die Küche, weil sie meinten, Trir bei Kathi zu finden.

Wo ist meine Schwägerin, Kathi?" fragte Hell­wang.

Ich weiß net, Herr Doktor, vor paar Minuten war sie noch bei mir in Der Küche. Vielleicht ist sie oben in ihrem Zimmer..."

Sie hörten eine Tür gehen unb Trirens Stimme: Ich bin in Deinem Arbeitszimmer, KonraD ich suchte mir gerade ein Buch heraus." Hellwang stieg Die Treppe empor. Die KinDer liefen ihm nach. Kathi erwischte Lydia am Kleid unb Söhnchen am Hosenbund.Da bteibt's!" zischte sie unb zog die Kinder in Die Küche.

Ich will aber zu Tante Trix!" strampelte Söhn­chen.

Sei stad!" fuhr Kathi ihn an,sonst hat's sich für ewige Zeiten ausgetrixt!" Er verstand sie nicht, aber es war etwas in ihrer Stimme, was Den klei­nen Mann veranlaßte, jeden weiteren Wiberstanb aufzugeben.

Hellwang trat in fein Arbeitszimmer. Er legte zwei Zigarrentüten auf den Ravckstisch und öffnete den eingelegten Kasten, um Die Zigarren Darin zu verwahren. Sein Haar war frisch geschnitten und er verbreitete einen intensiven Duft nach Friseur- laben. Trix schnupperte, als er an ihr vorüber ging. Alle Wohlgerüche Des Orients ..."

Ich weiß nicht, womit die Kerle einen immer einftfimieren", murmelte er,ich habe Kölnisch Wasser verlangt. Ist es sehr schlimm?"

Es geht vorüber..." tröstete sie ihn. Hellwang angelte den Weidenkorb unter dem Schreibtisch hervor. Er zerknüllte die Tüten und warf sie hinein.

Nun?" fragte er,was macht Britta?"

Sie ist fast fieberfrei, unb der Belag geht zu­rück."

Hellwang nickte. Er fuhr sich mit zwei Fingern durch den Kragen, wo ihn einige Haare zu kitzeln schienen.

Unb wie hat sie die Nachricht von deiner bevor­stehenden Abreise ausgenommen?"

Trix verstrickte die Finger.

Ich habe mich nicht getraut, es ihr zu sagen", gestand sie mit kleiner Stimme.

Also ich nehme es dir nicht ab!" rief er heftig; unb da es dir doch nicht erspart bleibt, ist es bes. ser, du bereitest sie rechtzeittg vor!"

Trix senkte den Kopf. Sie stand auf ber Teppich­kante wie auf dem Rande einer Brücke, und es war ihr, als strudelten tief unter ihr die Wasser eines Stromes rauschend und brausend um zitternde Pfeiler.

Gibt es denn gar keine Möglichkeit, darum her­umzukommen?" fragte sie fast unhörbar.

Es war etwas in ihrer Ho'ltung und in ihrer Stimme, was Hellwang auffchauen ließ. Er spürte, wie sein Herz plötzlich laut gegen die Brust häm­merte. Ja, es gab eine Möglichkeit, eine ganz ein­fache Möglichkeit... Er sah, daß sie ihm einen flei­nen Schritt entgegenkam, unb streckte bie Hände vor. Wenn sie für immer bei ihm blieb.