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haben, ein Gesicht ohne Vorbild zeigen, wenn auch die kriegstechnischen Mittel und damit die taktischen Elemente im wesentlichen die gleichen bleiben. Hier war auf einer im ganzen genommen gradlinig ver­laufenden Front ein Gegner anzufassen, der im Unterschied zu den Franzosen die Bedeutung der Motorisierung und insbesondere der Pan­zer w a f f e im modernen Kriege rechtzeitig erkannt und sich entsprechend gerüstet hatte, der über eine außerordentlich starke Luftwaffe verfügte, und der überdies R e s e r v en ins Feld führen konnte, die einen entsckeidenden Durchbruch so lange aus- schlossen, als even solche Reserven ausreichend zur Verfügung standen. Dieser vielfachen Mauer von Menschen und Material gegenüber gab es nur ein Mittel: Ihre Bewältigung und allmähliche Auf­zehrung in Vernichtungsschlachten.

Dabei mußte noch folgendes im Unterschied zu früheren Feldzügen dieses Krieges erschwerend ins Gewicht fallen: Die schlechten Wegeverhält­nisse in Sowjet-Rußland, wo ein Regenguß ge­nügt, um die Straßen in unergründlichen Schlamm zu verwandeln, behindern die Beweglichkeit gerade der motorisierten Truppen. Je mehr die deutschen Truppen in die Weite des östlichen Raumes vor- drangen, um so mehr entfernten sie sich von ihrer Versorgungsbasis, während die Nachschublinien des Gegners sich verstärkten. Für die rückwärtigen Ver­bindungen aber war man wiederum auf die mise­rablen Wege und aus ein mit europäischem Maß­stab gemessen wenig ausgebautes Eisenbahnnetz, das dazu mit seiner größeren Spurweite die Ver­wendung deutschen Eisenbahnmaterials nicht ohne weiteres gestattete. Ueberdies aber mußte die für die Durchbruchsoperationen so bedeutsame lieber- raschung des Gegners, die ohnehin bei den heu­tigen Aufklärungsmöglichkeiten weit schwieriger ist als früher^ nach dem ersten Ansturm doppelt er­schwert sein angesichts einer Front, an der in ihrer gesamten Ausdehnung fast pausenlose Kämpfe im Gange waren. Führung und Truppe sind über alle diese Schwierigkeiten Herr geworden. Die Truppe war ausreichend verpflegt, stets waren die erforder­lichen Kampfmittel an entscheidender Stelle verfüg, bar, und zwar in einer Fülle, die jeden Weltkriegs­kämpfer mit Neid erfüllen mußte. Und immer wie­der glückten Ueberaschungsaktionen selbst an Stellen, an denen man, auch ohne ein großer Stratege zu sein, ein deutsches Zugreifen erwarten konnte.

So gelang die Folge großer Vernich­tung s f ch l a ch t e n , die dem Feldzug im Osten sein einzigartiges Gepräge geben.

Am Anfang steht als eine Frucht des Durch­bruchs durch die Sowjetischen Grenzstellungen die am 10. Juli abgeschlossene große Doppelschlacht von Bialystok und Minsk, die 323 000 Gefangene einbrachte. Drei Wochen später, nach dem Durch, bruch durch die Stalin-Linie, folgte die Vernich- tungsschlacht im Raum von Smolensk mit ihren 310 000 Gefangenen und die unmittelbar dar­auf, am 7. August, vollendete Einkreisungsschlacht in der Ukraine nordostwärts U m a n, bei der 103000 Gefangene gemacht wurden. Als weitere Umzingelungsschlacht östlich der Stalin-Linie folgten die um den 20. August beendeten Schlachten von G o m e I (aus halbem Wege zwischen Smolensk und Kiew) und W e l i k i j Sufi (nördlich Wftebsk) mit dort 84 000, hier über 30 000 Gefangenen bei un­gewöhnlich blutigen Verlusten des Gegners.

Es wurde September, und der Gegner mochte bereits hoffen, seine Front in den Winter hinein retten zu können. Da leitete die als Schlacht bei Kiew bekannt gewordene Riesenumfassung im DnjeprDesna-Bogen, die Ende September mit der Gefangennahme von 665 000 Sowjets endete, die Reihe der Entscheidungen ein, die mit den Um­fassungsschlachten nördlich des Asowschen Meeres sowie im Raume von Wjasma und Brjansk in der ersten Oktoberhälfte zur Vernich­tung der sowjetischen Front führten.

Damit rundet sich das Bild, und dem rückblicken­den Betrachter wird deutlich, daß auch der Feldzug im Osten im Zeichen einer aus der Besonderheit der Verhältnisse geborenen operativen Idee steht, die ohne Vorgang, das heißt schöpferisch ist. So ist denn in der Strategie alles sehr einfach", sagt Clausewitz,aber nicht auch alles sehr leicht." Das Genie des Feldherrn, dem das unvergleichliche Instrument der deutschen Wehrmacht zur Verfügung stand, hat'sich in diesem Triumph des Geistes über die Masse abermals erwiesen.

Franco beglückwünscht den Führer.

Berlin. 12. Oft. (DNB.) Aus Anlaß der letzten großen deutschen Waffenerfolge sandte der spa­nische Staatsches General Franco an den

Windstärke Null.

Von Erich Paetzmann.

Sie sind zu dritt an Bord, Herr Hansen, Conny und Annett. Eigentlich wäre ja Conny als letzter äu nennen, denn er ist nur ein unscheinbarer Terrier. Aber als Bordhund gehört er zur Besatzung. Was man von Annett nicht sagen kann.

Dafür ist aber Fräulein Annett auch schon zwanzig Jahre alt und durchaus nicht unscheinbar. Im Gegenteil, sie hat eine recht augenfällige Art, bei jeder ein wenig zu erschrecken uni) sich voll reizender Verwirrung an den Masten festzuhalten. Conny findet das fo seltsam, daß er wie gebannt hinter ihren langen Mädchenbeinen hertrottet.

Was Herr Hansen sindet, ist nicht zu erkennen. Er sitzt stumm an seinem Ruderplatz und raucht. Da kommt Annett nach achtern und stellt sich neben ihn an den Besanmast. Der Wind hat gerade auf- gefrischt und weht ihr Röckchen fast um seine Ohren. Aber er zieht nur die Mütze tiefer in die Stirn und macht sich offenbar nichts draus.

Sie find nicht gerade unterhaltend heute", sagt sie daher angriffslustig,oder denken Sie über irgend etwas Schwieriges nach?"

Nein, höchstens über die Frage, ob wir nicht bald wenden müssen. Wenn wir nämlich vor der Dunkelheit an Land sein wollen"

Meine Güte, bis dahin ist noch endlos viel Zeit. Nein, jetzt segeln wir erstmal bis zu der schwarzen Boje da vorn," verlangt sie sehr bestimmt.

Segeln wir? Erstens ist die Boje rot, und zweitens wird der Kurs immer noch von Käptn Hansen bestimmt."

Und drittens scheint dieser unliebenswürdige Käptn nicht mehr ganz zu wissen, daß er den Wunsch eines Gastes an Bord und dazu noch einer Dame respektieren muß."

Ach, so ist das?" sagt Herr Hansen und lächelt unmerklich. Und dann steuert er galant die Boje an, obwohl er kreuzen muß.

Es hat bereits zu dämmern angefangen, als sie endlich auf der Heimfahrt sind. Annett sitzt oben auf dem Kajütdach, mit dem Rücken gegen den Groß­mast und träumt ein bißchen in den Abendhimmel.

fen. Ich begrüße es mit dankbarer Freude, daß auch spanische Freiwillige an dieser endgültigen Zerschlagung des militärischen Bolschewismus mit­kämpfen. Aus dem gleichen Anlaß fand ein herzlicher Telegrammwechsel zwischen dem spani­schen Außenminister Serrano S u n e r und dem Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop statt.

Führer nachstehendes Telegramm: Im eigenen Namen und im Namen des spanischen Volkes spreche ich Eurer Exzellenz meinen begeisterten Glückwunsch zu den letzten und endgültigen Er­folgen der ruhmreichen deutschen Wehrmacht über den Feind der Zivilisation aus. Der Führer dankte dem spanischen Staatschef mit folgendem Telegramm: Eurer Exzellenz danke ich für die herz­lichen Glückwünsche zum Erfolg bet deutschen Was-

Deutsche Ostraumwirtschast.

Keichswirtschastsmimster Funk bei der Eröffnung der Ostmeffe.

Königsberg, 12. Okt. (DNB.) Die Eröffnung der 29. deutschen Ostmesse nahm Reichswirtschafts­minister und Reichsbankpräsident Funk zum An­laß, um die Probleme der deutschen Ostraumwirt­schaft darzulegen. Der europäische Osten zwischen Ostsee und Schwarzem Meer kann nunmehr roieoer seiner wirtschafts- und verkehrsgeographischen Struktur gemäß in einen unbeschränkten. Güter­austausch mit Ostpreußen eintreten. Aus dem stän­dig' bedrohten Grenzland ist jetzt das Zentrum eines großen nordosteuropäischen Wirtschaftsraumes geworden. Es bildet die wichtigste Verkehrsbrücke zwischen West- und Nordostdeutschland. Noch größer ist seine Bedeutung als zentraler Sammelplatz, auf dem die Rohstoffe und landwirtschaftlichen lieber» schlisse des Hinterlandes zusammenströmen, um über die eisfreien Häfen in die Bedarfsgebiete geleitet zu werden. Für die skandinavischen Staaten be­deutet Königsberg dann das wichtigste Einfallstor nach Südosteuropa. Damit werden hier auch In­dustrie und Gewerbe, wenn sie sich den besonderen Gegebenheiten dieses Raumes anpassen, einen gün­stigen Standort finden.

Die Aufgaben, die die Baltenländer in der europäischen Lebens- und Arbeitsgemeinschaft künf­tig zu erfüllen haben, seien durch die geopolitische Struktur des Raumes deutlich umrissen. Weit über 60 v. H. der rund 5Vr Millionen Menschen in die­sen dünn besiedelten Gebieten sind in der Land- wirtschaft tätig. Der agrarische Grundcharakler tritt auch in der Ausfuhr klar in Erscheinung. Im letzten normalen Wirtschaftsjahr 1938 hatte die Ausfuhr an Nahrungs- und Genußmitteln einen Wert von 110 Millionen RM. Allein an Butter wurde für 64 Millionen RM. ausgeführt. Das ent- spricht wertmäßig etwa der Hälfte der jährlichen deutschen Buttereinfuhr vor dem Kriege. Daraus ergibt sich, welch wertvollen Beitrag die baltischen Ueberschußgebiete in Zukunft für die Ernährung Europas liefern können.

Anders sieht es mit den altsowjetischen Ländern, deren gewaltige landwirtschaftliche und industrielle Kapazität von Deutschland erst dann voll ausgewertet werden kann, wenn drei Voraus­setzungen erfüllt sind: Es müssen die schlimmsten Kriegsschäden und die völlige wirtschaftliche Des-

Organisation beseitigt werden, die Menschenfrage, insbesondere die Führungsfrage, gelöst werden; schließlich aber muß dieser Raum in der Wirtschafts­planung sowie organisatorisch und verkehrstechnisch auf seine neue europäische Aufgabe hin ausgerichtet werden. Die in den deutschen und europäischen Wirtschaftszyklus eingeschlossenen osteuropäischen Rohstoffgebiete (die Howjetwirtschaft stand außer­halb Europas!) werden eine magnetische Anzie­hungskraft auf die weiterverarbeitende Industrie ausüben. Es könnte also eine Art von Industrie- Wanderung nach Osten einsetzen. Natürlich nicht in die Rohstoffgebiete selbst, denn diese müssen die Rohstoftgebieisstruktur vielleicht noch klarer als bis­her erhalten. Aber der alte Osten des Rei­ches, der eine gesunde Mischung von agrarischem und industriellem Charakter sehr wohl verträgt, käme hierfür in Frage. Auf diese Weise würde in den alten Industriegebieten des Reiches, bei denen eine starke Massierung von Industrie und Menschen vorliegt, eine gesunde Auflockerung und Entlastung eintreten, die wirtschaftlich wie sozial gesehen von Vorteil sein könnte.

Europa hat einen Gebietszuwachs erhalten, der feinen schöpferischen Kräften reiche Gelegenheit zur Entfaltung gibt und feine Wirtschaftskapazität auf das glücklichste ergänzt und'verstärkt. Der europäische Kontinent hat feine internen Ergänzungsmöglichkei- ien bisher bei weitem noch nicht ausgenutzt. Kein vernünftiger Mensch denkt daran, eine chinesische Mauer um Europa zu ziehen. Wir bejahen den Ge­danken des Welthandels durchaus, was wir be­kämpfen, das ist der Mißbrauch von Handel, Kredit und Kapital zu machtpolltischen Bestrebungen, den England über ein Jahrhundert lang getrieben hat, und der die Grundursache der beiden großen Kriege unserer Zeit bildet. Wir wollen den internationalen Handel zu einem sauberen Instrument gegenseitiger Wirtschaftsförderung neugestalten; wir wollen zwei­tens, daß der Schwerpunkt des Europahandels, vor allem in den Ernährungsgrundstoffen und den lebenswichtigen Rohstoffen, im europäischen Macht­bereich bleibt; denn künftige Kriege werden am sichersten dadurch unterbunden, daß wirtschaftliche Kampfmaßnahmen keine Aussicht auf Erfolg mehr bieten.

Der Film als nationales Erziehungsmittel.

Or. Goebbels zur Eröffnung der Zugendfilmstunden.

Berlin, 12. Oktober. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels hielt am Sonntag anläßlich einer Film-Feierstunde der Hitler-Jugend im Berliner Ufa-Palast eine Ansprache, in der er den deutschen Film als ein in die Tiefe reichendes nationales Erziehungsmittel proklamierte und seinen überaus günstigen Einfluß in seiner Idealform auf die seelische und geistige Ausrichtung der deutschen Jugend pries. Man dürfe nicht verkennen, so führte der Minister aus, daß der Film natürllch als große und in die Tiefe dringende M a s s e n f u n ft in stärkster Weise auch der Unterhaltung zu die­nen habe. Aber in einer Zeit, in der der gesamten Nation so schwere Lasten und Sorgen aufgebürdet würden, sei auch die Unterhaltung, staatspolitisch ge­sehen, von großem Wert. Daneben müsse der Film in seiner modernen Entwicklung als nationa­les Erziehungsmittel erster Klasse gelten. Damit übe er gerade am bildungsfähigsten und bil­dungshungrigsten Teil des deutschen Volkes, a n seiner Jugend, seine Mission als nationaler Erzieher aus. In feiner Breitenwirkung fei er fast mit der Volksschule zu vergleichen, nur mit dem Unterschiede, daß die Volksschule dem jungen Menschen das elementare Wissen beibringe, das nicht so stark an das Weltanschauliche und Erziehe­rische herangreife, während der Film dem erwachse-

Nanu?" ruft sie plötzlich,wir kommen ja nicht mehr von der Stelle. Was ist denn das?"

Flaute!" ruft er zurück. Dann steigt er durch das Luk hinunter und kommt nach einer Weile mit einem dicken Pullover und einer Oeljacke drüber wieder hoch.

Ich habe Ihnen unten einen Grog angesetzt", sagt er nebenhin,weil Sie doch für eine Nachtfahrt nicht angezogen sind."

Für eine Nachtfahrt? Um Gotteswillen, wir können doch nicht bis Mitternacht hier auf dem Wasser liegen bleiben!" Und da er nur mit der Achsel zuckt, geht sie nach unten, setzt sich bekümmert auf die Bank und nimmt Conny auf den Schoß. Es wird nun völlig still ringsum, als wäre man außer­halb der Welt. Auch Conny regt sich nicht mehr. Annett nimmt ab und zu einen Schluck von dem Grog und trinkt auf diese Weise das ganze Glas leer. Davon wird ihr etwas wohler, aber auch ein wenig wirr im Kopf. Sie merkt noch, wie dieser Kopf immer schwerer wird, dann sinkt er auf den Kartentisch, und Annett ist eingeschlafen.

Don einem Gluckern an der Bordwand wacht sie auf. Im Dunkeln fühlt sie, daß sie einen warmen Pullover auf den Schultern liegen hat und eine Oeljacke darüber.Herr Hansen", ruft sie hinaus, ist denn endlich wieder Wind da?"O ja, ich denke, in zehn Minuten legen wir an."Wieviel Ubr ist es denn jetzt?"Na, fo in einer halben Stunde geht die Sonne auf."

Wie? Die Sonne geht schon auf?" schreit sie und kommt an Deck.Um Himmelswillen, was soll ich bloß meinen Eltern sagen?"

Ja, das ist nun eine schwere Frage", antwortet Herr Hansen ruhig,am besten, ich gehe mit und sage alles, wie es wirklich war."

Ach Gott, wenn man uns nun nicht glaubt."

3a, bann bann müßen wir eben bie Kon­sequenzen ziehen und müssen uns heiraten." Sie starrt ihn an, als sei es ihr unverständlich, wie jemand in solcher Lage noch frivole Späße machen könne. Aber ba merkt sie erst, wie übernächtig er aussieht, unb baß er in ber Morgenkühle roeber Pullover noch Jacke anhat.

Ich habe mich nämlich", fährt er fort,mit dem Gebauten schon seit Mitternacht beschäftigt Es kommt jetzt nur daraus an, wie Sie darüber denken."

nen und reifen Volk ununterbrochen seine nationale Einwirkung und Erziehung zuteil werden lasse. Der nationalsozialistische Staat könne daher auch nicht dieses nationale Führungsmittel politisch neutralen ober gar zerstörenden Kräften im öffentlichen Leben überlassen, wie das die demokratische Republik ge­tan habe. ,/Die großen Erfolge", fo erklärte Dr. Goebbels,bie der deutsche Film vor allem in den vergangenen zwei Kriegsjahren unter dem Beifall des gesamten filmliebenden Publikums im Reich und weit über unsere Grenzen hinaus erreichen konnte, fiyd in der Hauptsache einer außerordent­lich starken staatlichen Förderung zu ver­danken. Die größten Filmkunstwerke aus den ver­gangenen zwei Jahren sind Ergebnisse van Auf­tragserteilungen der staatlichen Führungsinstanzen gewesen. Filme wieWunschkonzert",Bismarck", Jud Süß",Ohm Krüger",Annelie",Ich klage an" ober Heimkehr" sind in der Hauptsache auf staatliche Aufträge zurückzuführen, und ich muß zur Ehre der deutschen Filmkünstler feststellen, daß sie diese nationalen Aufträge mit größter Begeisterung und mit einem künstlerischen Fanatismus, der höchste Anerkennung verdient, in Angriff genommen ha­ben." Unsere stärksten nationalen Filmstofte stellten bie stärksten künstlerischen Wirkungen bar, unb die stärksten künstlerischen Erfolge erzielten auch bie

Aber sie antwortet ihm nicht. Sie hockt sich nur still neben ihn auf bie Ruderbank. So sitzen sie eine ganze Weile unb starren in den Morgenhimmel. Hann nimmt sie bie Oeljacke und legt sie ihm um bie Schultern, sehr sorglich unb behutsam unb gar nicht wie ein frembes junges Fräulein einem frem- ben Kapitän.

Napoleon will es nicht glauben.

Anekdote von Fritz Nölle.

Auch große Leute haben dann und wann Lange­weile, und wenn nichts anderes zur Hand ist, lassen sie einen Geringeren kommen und spiegeln sich in ihm; bann merken sie erst, wie groß sie selbst sind. Zu gewissen Zeiten standen dafür Hofnarren bereit, später > fanden sich andere wie auch früher, und was sie sagten, war manchmal das Dümmste nicht. Deshalb wohl ging ber Weltbeherrscher Alexanber zum Diogenes unb seiner Tonne, und an ihn backte vielleicht ber erste Napoleon bei nach- folgenber Gelegenheit, wie er sich ja ben Griechen­könig in manchen Dingen zum Vorbild genommen hat.

Als ber Korse von Paris aus zu seinen Truppen eilte, um mit ihnen nach Rußlanb zu ziehen, hielt er eines Mittags in einer kleinen westfälischen Stabt Rast, bafelbft bas Essen einzunehmen, bas burch Dorreiter bestellt worden war: Fünf Gänge mit einer süßen Nachspeise, wie es einem solchen Manne zusteht. Aber bas Mahl währte nicht solange wie die Jnstanbsetzung eines Schadens am Reisewagen, unb da der Bürgermeister an ber Tafel teilgenom­men hatte, fragte ihn ber Kaiser, ob keine Merk- würbigkeit in ber Stabt sei, die ihm die Zeit kürzen könne. Denn er dachte bie zahlreichen Romane, die er mitzunehmen pflegte, für Zeiten aufzuheben, da ihm nichts anderes zur Unterhaltung bliebe. Der Bürgermeister überlegte, unb ba die Stadt außer der alten Kirche unb bem Beinhaufe nichts an Ge­bäulichkeiten befaß, bas einen Kaiser zur Besich- tigung hätte verlocken können, sagte er, er wüßte nichts als einen uralten Bürger von über hunbert ä?l).rcn.' ber im Orte lebe vielleicht wünsche bie Majestät mit bem zu sprechen.

Da nun kaum mehr Leute auf Fürstenthrone kommen als es Hundertjährige gibt, nahm dies der

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bat, sondern daß diese Bitte von bem besiegten- Frankreich ausging.

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Die Neuyorker Zeitung ,I)aily Mirror" verSf fentticht einen angeblichen Geheimoer trag ben Abrniral Darlan unb ber Führe während der letzten vierzehn Tage unterzeichnet ba ben sollen. In diesem Geheimvertrag soll Deuts land als Gegenwert für gewiße französische Zugr ftändniße versprochen haben, baß es Frankreich ge gen alle italienischen Forderungen schützen moit Diese Meldung ift w i e amtlich m i t g e tei(j wird, von Anfang bis zu Ende erlogen, ist offenbar zu bem Zweck erfunden worden, Deutf land Italien gegenüber als einen unehrlichen 93er bünbeten hinzustellen. Derartige plumpe Schwind^ manöoer werfen ein bezeichnenbes Licht auf die 9lo ber Pluto-Bolschewisten, die anscheinend glaube burch solche schmutzigen Lügenmethoden die stähle Front der erwachenden Nationen auftösen zu köj nen.

nach oolkserzieherisch kvirkt. Wenn büfe \W Kunst dadurch, daß sie an Güte kaum noch zu üfar.JF >m treffen ist, gleichzeitig werbend für uns und untere j Mer ( Auffassungen wirkt, so kann das als erwünschte ieger Zugabe zu unteren künstlerischen Erfolgen gebuht W'

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zu bieten. Wir führen die Jugend in die Filmthe­ater hinein, da sie heute nicht mehr Brutstätte hnfl fei staatsfeindlicher Anschauungen, sondern nationale .üifmii

Berlin, 11. Oktober. (DNB.) Die amerikanisch, Nachrichtenagentur Associated Preß meldet, es seien Gerüchte im Umlauf, wonach Deutschland der Sowjetunion einen 9B a f f e n ft i 11 ft a itb angeboten habe. Die Agentur fügt hinzu, un. terrichtete Kreise in ben Bereinigten Staaten bei trachteten ein Solches Angebot als burchaus möge1 lich und als eine für bie Deutschen zu einem ber«] artigen Zeitpunkt ganz normale Sr Demgegenüber wird von zuständiger b e uup , , Scher Seite kategorisch festgestellt, baß es sich Im M ' biefemGerücht" um eine ber dümmsten Enten! handelt, bie jemals erfunben worden sind.

nehmen, daß Deutschland in einem Augenblick, ii, dem es feinen Gegner zu Boden gefchlagen hat, bki1 b:iM Sen um Waffenstillstand hittet, ist geradezu abfutbl bn W1 unb im höchsten Grabe lächerlich. Wenn behauptet: wirb, ein Solches Angebot wäre eine von Seitenl . ber Deutschen ganz normale Hanblungsweife, Sa| genügt es, bemgegenüber barauf hinzuweifen, daz es ja auch im vergangenen Jahr nicht D e u t'f ch l a n b war, das Frankreich um Wassenstillsta

werden. Wir bettachten es als unsere Aufgabe, M d auch der Jugend in diesen harten Zeiten Erb >

höchsten Kassengewinne. Wir wollen mit unseren! Filmen keine Propaganda treiben. Wir wollen mit ihnen Kunst schaffen, bie ihrem höchsten Sinnet

>F : Äh Moll flj Sei chs Ähe-1 n

Erholungs. unb Erziehungsstätten im wahrsten 'Sinne bes Wortes sind. Der beutfdje Film hat unter unserer Einwirkung nun endlich seine Kinderkrank« feinten heften überrounben. Er ist aus den Flegeljahren fen Si heraus. Welche Entwicklung können mir damit ver- M 3J buchen! Dom Kintop zur Filmkunst! inMer

Der bevollmächtigte Vertreter des Reichsjugead- führers, Stabsführer M ö ck e I, würdigte die film« schöpferische Tätigkeit ber Hitler-Jugenb, bie im oer- .r.....

gangenen Jahre 14 Schmalfilme unb zwei Kultur« s lei filme heroorbrachte. Zum ersten Male würbe auch in ber Berufsaufklärung ber Film mit 14 Schau« Awü filmen aus bem Baugewerbe, unb zwar 200 Ko« gieren pien zum Einsatz gebracht. Nachbem Reichsminiftik t beu: Dr. Goebbels, von braufenben Heilrufen begleitet, die Feierstätte verlaßen hatte, erfolgte bie von btn Jungen und Mädeln mit größtem Beifall aufgenon« mene Uraufführung des nach bem gleichnamige Roman von. Alfreb Weibemanns unter der Spielleitung unb nach dem Drehbuch Dr. Frig Buchs gebrehten FilmJak ko". Er behandelt die Schicksale eines vereinsamten Artistenkinde;, bas durch das Erlebnis ber verschworenen Kam!« rabschaft ber HI. zur Gemeinschaft erzogen wir).

Tschechischer Haupischristleiter ermordet

Prag, 12. Okt. (DNB.) Hauptschriftlefter M Laznowsky ist das Opfer eines gemeinen poli­tischen Mordes geworden, ben lonbonhörige tfÄr- chifche Elemente angestiftet haben. Nach einer Ein­ladung im Hause einer ehemals führenben tfdjp chifchen Persönlichkeit erkrankten plötzlich mehreu schechijche Hauptschriftleiter an schweren Ver- giftungserscheinungen. Die Unterfudjurfl ergab einwanbfrei, baß es sich um ein planmäßig

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Kaiser für eine königliche Unterhaltung. Der 20 würbe geholt unb war zittrig auf ben Beinen, M "och hell bei Verstanb. Er mußte sich bem Impe­rator gegenübersetzen, ein Dolmetscher war auch ti und nun begann ein Gespräch, das wohl wert tit ausgezeichnet zu werden, wenn es auch nicht zu Den geistreichen gehört.

Wie kommt es, daß Ihr so alt geworden seid?' fragte ber Korse.Ich habe nach jedem Effen einen Wacholder getrunken", antwortete ber ©reu.

Was muß nach Eurer Meinung ber Mensch be­sitzen, um glücklich zu sein?"Eine Frau, M N'cht Schimpft, aber gut kocht, täglich Arbeit, urh am Abenb Frieden."

Welchen Wunsch habt Ihr, ben Ihr Euch niSt erfüllen könnt?"Ich möchte noch einm-cl 20 Jahre alt fein und immer einen Taler in Der Tasche haben."

Der Kaiser, ber verschiebentlich lachte unb roo21 de" Schalk in ben Augen bes Alten gewahrte wollte jetzt auf beffen Art eingehen und ließ fraget So möchtet Ihr nicht Kaiser ber Franzosen fetnS Nein, bas nicht."Unb warum nicht?"

Der Alte wollte nicht mit der Antwort he^' aus, bas merkte man, boch der Kaiser ließ itin sagen, er solle frei sprechen, was er meine, gleid, was es sei.

Da sagte der weißhaarige Mann:Einmal, wel nicht Französisch kann und somit meine eigenen Lanbsleute nicht verstünde, wenn ich ihr KaiS-c würde; dann, weil ich eben keinen Franzosen leihen mag, denn sie sind alle zu wippig, und zum dritten und letzten, weil dort Kaiser sein ein unsichere; Geschäft ist, denn den vorigen auf bem Thron Habei sie ja in seiner eigenen. Stabt Paris geköpft, w k ich gehört habe ober wißt Ihr anberes barübe; weil Ihr doch borther kommt?"

Und obwohl ber Alte bem Kaiser alle Fragen beantwortet hatte, wartete er vergeblich, benn d-c Kaiser ftanb auf, als ihm bas übersetzt worden war, unb ging burch die Tür, ohne das Gnader« gescheut, das er sonst zu geben nie unterließ.

Unb was sagte ber Alte, als nun nach bem A' fammenbrud) bie Freiheitskriege kamen, bie Rapa" leon nach Elba unb später noch weiter hinau? brachten?

Ich habe es ihm prophezeit aber die jungem Leute können ja nicht hören.« ------

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