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Montag, 13. Gktober 1941

Gietzener Anzeiger

, Jahrgang Nr. 243

(beim täglich autzer ,mttags und feiertags

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llßsß'fVrantfSan. vrLhlscheUniverfttätr-ruckerel». Lauge

General-Anzeiger für Oberheffen

lehener Familienblätter ymat anBild-DieScholle

Bezugspreis:

pnatlich.......RM 1.80

Mellgebühr... ,, -.25 M bei Nichterscheinen ifi einzelnen Nummern jplöe böberer Gewalt

Ans 1200 Kilometer Breite in vollem Angriff nach Osten

Torpedoflugzeug vor dem Start

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ment entwickelt worden, das den Briten bereits

großen Schaden an Handels- und Kriegsfchiffsraum

acht es zugefügt hat. Neben dem Schiffstorpedo wurde da- Schläge durch auch der Flugzeugtorpedo zu einer wirksamen

Gegen den Aegierungsoptimismus in England

nachstoßend die

örper rette:

Die Motoren der He 111 laufen bereits auf hohen Touren. Der Schütze hat soeben in der Bugkanzel Platz genommen, denn in wenigen Minuten " auf Feindflug, um den Engländern neue < , auf See zu versetzen. (Scherl-Bilderdienst-Stöcker- M.) In der deutschen Luftwaffe ist dos Torpedo- flugzeug seit Kriegsausbruch zu einem Kampfinstru-

Waffe und somit zu einer ständigen Gefahr für die britische Schiffahrt auf allen Meeren.

und Wjasma eingeschlossenea Kräfte macht ebenfalls schnelle Fortschritte, verzweifelte Durch- bruchsverfuche des Gegners brachen überall im An­griff der deutschen Truppen zusammen. Gefangenen- und Beutezahlen wachsen ständig.

vor Leningrad scheiterten auch gestern alle Ausbruchsversuche des Gegners. In dreitägigen Kämpfen wurden allein im Abschnitt einer Infan­terie-Division 28 überschwere Panzer abgeschossen. Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Nacht kriegswichtige Einrichtungen in Moskau und Leningrad sowie Eisenbahnlinien.

In einem Hafen der Färöers verfenkte bei Tage ein Kampfflugzeug zwei Handelsschiffe mit zusammen über 2500 BRT. und traf zwei weitere Schiffe schwer. In der Nacht zum 11. Oktober bom­bardierten Kampfflugzeuge einen wichtigen Hafen an der britischen Ostküste sowie Hafenanlagen in Südweslengland.

In Nordafrika griffen deutsche Kampfflug­zeuge in der Nacht zum 10. Oktober den britischen Flugplatz Abur Smeith an. Lin weiterer wirksamer Luftangriff richtete sich gegen das britische Oelzen- trum Haifa in Palästina. Bei Luftkämpfen in Nord­afrika wurden ohne eigene Verluste drei britische Flugzeuge abgeschossen.

Britische Bomber warfen in der letzten Nacht Spreng- und Brandbomben auf verschiedene Orte in Nordwest- und Westdeutschland. Die Zivilbevölke­rung hatte geringe Verluste. An einzelnen Stellen wurden Häuser zerstört oder beschädigt. Flakartil­lerie schoß sechs der angreifenden Bomber ab.

schnell zusammengeraffte Ersatzoerbände dem deut­schen Dorgehen entgegenwerfen. Eine reguläre Armee oder Armeegruppe besteht hier nicht mehr. Das Donezbecken ist aber die schwerindustrielle Basis der Sowjetunion. Rund zwei Drittel der sowjetischen Kohlenproduktion und ein Drittel der gesamten sowjetischen* Schwerindustrie sind hier vereinigt. Nachdem die Sowjets schon das Erzbecken von Kriwoi Rog, die Industrien von Leningrad und Kiew verloren sowie die Industrie von Moskau und Char­kow nicht mehr voll arbeiten kann, weil die Luft­waffe in diesen Bezirken die Arbeitsmöglichkeiten unterbindet, wird den Sowjets nunmehr mit der baldigen Ausschaltung des Donezbeckens die Aus­sicht genommen, jemals wieder auch nur einen teil­weisen Ersatz des verlorenen Kriegsmaterials produ­zieren zu können. Die Schlacht nördlich des Asow- schen Meeres hat also nicht nur eine strategisch- taktische Bedeutung, sondern trägt weiterhin zur entscheidenden Zerstörung der Kriegs- r ü st u n g s b a s i s des Gegners bei.

Der Wehrmachtbericht vom Gamstag.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier. 11. Oft Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Nördlich des Afowschen Meeres steht die Vernichtung des auf engstem Raum zusammen­gedrängten Gegners vor dem Abschluß. Auf dem Schlachtfeld wurde die Leiche des Oberbefehlshabers der 18. sowjetischen Armee aufgefunden.

Die Vernichtung der lm Raum oon Brjansk

Itst um England zwei Handelsschiffe mit zu- smnen 9000 BRT. Ein großes Handelsschiff wurde i3tanb geworfen. Weitere wirkungsvolle Luft- riffe richteten sich gegen Flugplätze forote gegen Mswlchtige Anlagen an der Südoft- und Südwesk- H der britischen Insel.

trüge britische Bomber warfen in der letzten kni an mehreren Stellen Nordwesldeutschlands peng- und Brandbomen, die nur unerheblichen kktz ben verursachten.

Oie Schlacht am Afowschen Meer.

't'änben am 8. Oktober genommen.

C« Gruppe Budjennys ist also ebenfalls ver- 'Hst worden. Damit ist die letzte Truppenm ss.

! lich noch schützend vor das D 0 n e Z b weggeräumt. Die Sowjets tonnen nur )

Winmähig überlegenen Bolschewisten dum am,y ßflsen. Dadurch konnte ein Verband der Waffen-77, entlang der Küste des Asowschen Meeres nach ije-b j ansk vorstieß, am 7. Oktober den von Nor- F kommenden Panzerkräften die Hand reichen die Einschließung der sechs bis sieben bolsche- »Efllchen Divisionen, die zum Kampf gestellt w - W waren, vollenden. Der Oberbefehlshaber de Uf wjetischen Armee flüchtete daraufhin mit dem iTJ^eug, während der Oberbefehlshaber der 1 vstischen Armee später auf dem Schlachtfeld tot fefunben würbe. Der Stab der 9. sowietischen ^nre wurde gefangen genommen. Die «owiei sichten verzweifelt auszubrechen. Bis zu yun-

Panzer stießen vor, wurden aber blutig ab- fcaefen. Der Ring wurde ständig enger zusammen- stgen. Drei Keile wurden in den Kessel vorg ÜXN, die Sowjetverbände schließlich m den 0

Ijbeffel aufgefpalten und v°rmckM- Damit san° l Schlacht am Asowschen Meer ihren Abschluß. 8-Reste der geschlagenen S°w,ets die noch nach ausweichen konnten, wurden schon wahren

rfr Einkesselung und Vernichtung der 9. und 18. »--tischen Armee scharf versalzt. Die am As-W % Meer gelegene Hasen- und Sndustr eschdt ^t'iupol wurde von den nachstoßenden deutsch

iWfadje und höchster Vlutopfer vermögen die hier cheschlossenen Kräfte des Gegners ihr Las nicht

I wir zu ändern. Schon jetzt find über 2 0 0 0 0 0 i ^Fangens gemeldet. Diese Zahl ist ständig im

1RV. Aus dem Führerhauptquartier, IlDftober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt Waat:

ii Fie die gestrige Sondermeldung bekanntgab, ist fr|i Schlacht nördlich des Afowschen Wieres abgeschlossen. Im Zusammenwirken mit C| Luftflotte des Generalobersten Löhr hat die Idtee des Generals der Infanterie von IN a n - b( n, die rumänische Armee des Korpsgenerals W,vi i l r e s c u und der Panzerarmee des General- Wrfften von K l e i st die Masse der 9. und 18. Mff<tischen Armee geschlagen und vernichtet. Bei Mersten blutigen Verlusten hat der Gegner E;25 Gefangene. 126 Panzerkampfwagen und 519 Whiitze verloren. Infanterie- und Gebirgsdivi- haben an diesen Erfolgen entscheidenden An- N Mit den genannten Armeen und den verbün- Ifci italienischen, ungarischen und slowakischen wippen hat die Heeresgruppe des Generalfeldmar- L--°n R u n d st e d t feit dem 26. September Hamehr i rz s g e f a m t 106 365 Gefangene gemacht Jhic 212 Panzerkampfwagen und 672 Geschütze IMvtet.

\\ Ne ebenfalls schon durch Sondermeldung be- Met, Haden die schweren Vernichtungsschläge, die ly Beginn dieses Monats der sowjetischen Wehr- mcit zugefügt worden sind, zu einem neuen 21b- i,ittder Operationen geführt. Vom Asow- M. INeer bis zum waldaigebirge südostwärts des 3lvnjee5, d.h. auf einer Breite von 1200 omeler, find die deutschen und verbündeten Zvopen in voller Angriffsbewegung mi) Osten. Die Schlachtfelder von Brjansk und I rma liegen bereits weit hinter der Front. Trotz ! Umveifelter Gegenwehr, fortgesetzter Ausbruchs-

kiiulsche Verbände hatten im Zusammenwirken «1 italienischen Streitkräften während der Woche i»n 28. September bis 5. Oktober in zwei Haupt- sfamitten nordostwärts des Brückenkopfes Dnjepro- Ptwwsk und nördlich des Dnjepr-Ufers den Weg j i m e u e n Operationen f r e i g e k a m pf t. ,tn deutsche, durch italienische, ungarische und slo- pot|fd)e Verbände verstärkte Panzerarmee stieß ivmehr in der neuen Woche seit dem 5. Oktober P«5 Süden zum Asowschen Meer vo r. Sie M die Sowjets frontal an, schlug sie und schnitt in Sowjettruppen, die zwischen Melitopol und Aflroschje noch standhielten, den Rückzug nach Rm ab. Der Versuch der Sowjets, sich noch im Mtm Augenblick durch eiligen Rückzug der drohen- Umklammerung zu entziehen, mußte fRettern, deutsche und rumänische Kräfte von Westen " ' Verfolgung aufnahmen und die jenen Bolschewisten zum Sanwt

Stockholm, 11. Ott. (Europapreß.) Angriffe, dieNews Chronicle" gegen den britischen Botschaf­ter in den Vereinigten'Staaten. Lord Halifax, wegen optimistischer Aeußerungsn zur Kriegsläge richtete, werden mit deutlicher Spitze gegen Chur­chill vomDaily Herald" aufgegriffen. Das Blatt roenbet sich gegenbequeme britische Staatsmänner, die mit ihrem Optimismus die Vereinigten Staaten über den Kriegsbedarf Englands und der Sowjet­union hinter das Licht führen. Die Nordamerikaner haben feit dem Eintritt der Sowjetunion in den Krieg die Ansicht verantwortlicher britischer Staats­männer schwarz auf weiß gelesen, daß Hitlers An­griff gegen die Sowjetunion ein schwerer Fehler gewesen ist Das nordamerikanische Volk hat von den englischen Phantasien vernommen,' daß der Sieg sicher ist. Erst vor ein paar Tagen hat das Volk die Erklärung entgegengenommen, daß die britische Nation einem glücklicheren Weihnachten entgegen­siebt als im letzten Jahr. Man muß deshalb das nordamerikanische Volk entschuldigen, wenn es sich in dem Glauben wiegt, daß die britische Nation - »hinter einem großen Berg von Lumpen verschanzt die nordamerikanische Hilfe nicht allzu dringend brauchtDie tragisch langsame Antwort der USA. auf die Forderungen der Wirklichkeit ist unsere Schuld."

News Chronicle" beruhtet von einer wahren -Nut von Zuschriften, die auf seinen gegen Lord Kalilar gerichteten scharfen Leitartikel eingegangen seien Die Bevölkerung verlange, von dem Optimis­mus im Stile von Lord Halifax befreit zu werden. Das einzige, was das englische Publikum wolle, fei, daß man der Welt offen in die Augen sehen und er­klären könne:Wir griffen die Gelegenheit beim Zchopf und haben unseren größten Verbündeten nicht betrogen." Telegramme, in denen von Chur­

chill eine sofortige Aktion verlangt wird, sind in großer Anzahl in Downing Street eingegangen. Auch in der Arbeiterschaft herrscht Unruhe. In einer tzlugzeuqfabrik bei London hätten 4000 Arbeiter eine Massenversammlung abgehalten und beschlossen, eine Abordnung zum Premierminister zu entsenden. Die Arbeitermassen in den Docks und Werften von Liverpool und anderen Städten seien im höchsten Grade beunruhigt. Eine Gewerkschafts- Versammlung einer großen Waffenfabrik habe von Churchill gefordert, daß ereine Invasion nach Eu­ropa oorbereite und rasch etwas tue, um den ver­nichtenden Druck zu erleichtern, dem die Sowjet­armee standhalte".Aftonbladet" hält es für be­zeichnend, daß derDaily Herald", das Organ der Gewerkschaften, diese Massenversammlungen mit keinem Wort erwähnt.

Lieber den Ozean kriechen."

BritifcherJonrnalift übereineAtlantikfahrt

Lissabon, 12. Ott. (Europapreß.) Als ein durch die deutsche U-Boot-Gefahr verursachtes Kriechen über ben Ozean" bezeichnet der englische Journalist William H i ck e y imDaily Expreß" seine abenteuerliche Reise von Großbritan­nien nach Kanada an Bord eines unter eng­lischer Flagge fahrenden norwegischen Frachtdamp­fers. Dor einem Jahrhundert hätten die Segel­schiffe den Atlantik in 14 Tagen durchquert, aber jetzt habe sein moderner Dampfer die doppelte Zeit gebraucht. Die Segler aber hätten auch keine Umwege wegen der U-Boote machen müffen. Bald nach der Iwsfahrt aus einem englischen Hafen habe ein - Sturm den Dampfer von feinem ^«fAih zug getrennt, und die versiegelte Order, j)ie der

Achsen.

lampfflugzeuge bombardierten in der ih n Nacht mit guter Wirkung feindliche Kolonnen 11 Lisenbahnslrecken im mittleren Front- chnltt. Weitere erfolgreiche Luftangriffe richte- d sich gegen Verforgungsanlagen in Len in- |n b.

;m Kampf gegen die britische Versorgungsschiff- ktl versenken Unterseeboote im Atlantik drei We mit 23 000 BRT. Lin Kampfflugzeug ver- Ä eie bei den Färöern drei feindliche handels-

e mit zusammen etwa 3000 BRT. I« der Nacht 1311 12. Oktober verfenkte die Luftwaffe im See-

Vernichtungsschlachten.

Der militärische Laie stand während der letzten Wochen und Monate vor der Schwierigkeit, daß sich ihm die Vorgänge an der Ostfront nicht leicht zu einem Bilde zulammenfügen wollten. Weite des Kampfraumes und Masse der eingesetzten Kräfte überstiegen das Vorstellungsvermögen. Die große Linie der operativen Idee war nicht ohne weiteres zu erkennen. Das Unternehmen schien uferlos. Die einzelnen Siege, so gewaltig sie waren, brachten cheinbar keine Entscheidung. Armeen wurden ver­nichtet. Aber hinter ihnen tauchten neue Armeen auf, und der von der Auslandspropaganda eifrig genährte Gedanke hatte eine gewisse Suggestivkraft, laß man sich der russischen Unendlichkeit der Unendlichkeit des Raumes und der Unendlichkeit der Menschenreserven gegenüber nur totsiegen könne

In den bisherigen Feldzügen dieses Krieges ist dem Vertrauen zur Führung und Wehrmacht weni- ger zugemutet worben. Iebesmal war unter denk- bar verschiebenen Verhältnissen innerhalb weni­ger Wochen bie restlose Nieberwerfung des Gegners geglückt, und die deutsche Strategie war für ihre Blitzkriege" berühmt und gefürchtet worben. Und auch wo es sich, wie in den Feldzügen gegen Polen und Frankreich, um vielgestaltige und umfangreiche Operationen handelte, war ihre Grundlinie schon nach kurzer Frist klar erkennbar. Polen bot mit seinen im Verhältnis zur Stärke seiner Wehrmacht unverhältnismäßig ausgedehnten Grenzen, die einen Angriff gleichzeitig von Norden, Westen und Süden gestatteten, das ioeale Versuchsfeld für den ersten Feldzug mit einem Großeinsatz motorisierter Trup- pen, und so kam es zu jenem rauschhaften Vor­wärtsstürmen der deutschen Armeen, das in der Umzingelungs- und Vernichtungsschlacht im Weichsel­bogen gipfelte.

In Frankreich stand man im Gegensatz dazu einer geschlossenen, ja, durch modernste Befesti­gungsanlagen gestützten Front gegenüber. Hier er­wies sich die Fähigkeit der deutschen Wehrmacht, auch den stärksten Verteidigungspanzer zu sprengen und sich so den Weg zur operativen Auswirkung der schnellen Truppen zu öffnen. Es bot sich das grandiose und in seinen Grundlinien einfache Bild der Aufspaltung der gegnerischen Kräfte, deren nördlicher Teil in der fünfzehntägigen Vernich­tungsschlacht in Flandern und dem Artois erlag, worauf in einem zweiten Abschnitt des Feldzuges durch dieSchlacht in Frankreich" der Rest der französischen Wehrmacht zerschlagen wurde.

Strategie ist keine Wissenschaft, sondern eine Kunst. Sie hat aus jeder neuen Lage schöpferisch neuen Formen zu gestalten. Und so mußte auch der Feldzug im Osten einen völlig anderen Charakter

Kapitän daraufhin geöffnet habe, hatte einen rie­sigen Umweg nach Norden vorgeschrieben. Aber selbst dieser Kurs habe nicht eingehalten wer­den können, weil man sich dauernd von U- Booten umgeben gefühlt habe. Eines Tages sei man 100 Meilen näher an Engiano gewesen als am Tage vorher. Vor dem Einschlafen in der Koje habe sich jeder die wichtigsten Handgriffe über­legt, die er eilig machen müßte» wenn ... Die deut­schen U-Boote seien verdammt dicht bei seinem Dampfer gewesen, plötzlich habe man SOS-Rufe eines Dampfer aufgefangen, der ganz in der Nähe torpediert worden war.

Das Eichenlaub mit Schwertern für Major Lühow.

Berlin, 12. Oktober. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat dem Kom­modore eines Jagdgeschwaders, Major Lühow, aus Anlaß seines 8 9. Luftsieges das Lichenlaub mit Schwertern ;um Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit folgendem Telegramm ver­liehen:Nehmen Sie zu Ihren neu'erfochtenen Cuff- siegen meinen aufrichtigen Glückwunsch entgegen.Jm Ansehen ihres immer bewährten Heldentums ver­leihe ich Ihnen anläßlich Ihres 89. Luftsieges a t s viertem Offizissr der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberleutnant Graf, Batteriechef in einem Flakregiment, dessen Einsatz in vorderster Linie aus­schlaggebend war bei der Eroberung eines wichtigen Brückenkopfes in den Panzerschlachten bei Uman. Ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres an: Major Schulz, Bataillonskommandeur in einem Infanterie-Regiment.

Ausbruchsversuche aus Leningrad blutig abgeschlagen.

Berlin. 12. Oft. lDNB> Auch am 11. Oktober unternahmen die Bolschetviften mehrfach von Ar­tillerie unterstützte Ausbruchsversuche aus dem Einschließungsraum von Leningrad. Sie mür­ben unter blutigen Verlusten für die Sowjets ab­geschlagen. Im mittleren Frontabschnitt setzten sich die Bolschewisten vor einem Korpsbereich in au5gebauten*öteüungen mit Artillerie, Maschinen- Gewehren und Granatwerfern fest. Die sowjetischen Stellungen wurden von Truppen des Korps durch­brochen. Im Verlauf der Verfolgung wurden allein in zwei Divisionsabschnitten in der Zeit vom 8. bis 11. Oktober 4389 Minen ausgebaut. Während des 11. Oktober sind die Massen der eingeschlossenen Bolschewisten innerhalb der großen Kessel um Wjasma und Brjansk auf immer engeren Raum zusammengedrängt und zer­schlagen worden. Alle Ausbruchsversuche der seit Tagen in wirren Kolonnen Herumirrenden Sowjet- soldaten, die von ihren Kommissaren oorgetrieben wurden, brachen im Feuer der deutschen Waffen zu­sammen. Diese aussichtslosen Unternehmen haben b'" blutigen Verluste der Sowjets gewaltig oer- mehrt.