8reltag,12. September (94(
Giehener Anzeiger
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|»b Jahrgang Nr. 2(Z
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Ungarns Reichsverwefer beim Führer.
DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 1. Sept A u f Einladung des Führers r altete der Reichsverwefer des Königreichs Ingarn, von horthy, vom 8. bis 10. Septem- /ler dem Führer in feinem Hauptquartier , in der Ostfront einen Besuch ab. Der Reichsverweser nar begleitet von dem Königlich ungarischen 7Ni- ilsterpräsidenten und Außenminister von Bar- )! o s s y sowie dem Lhes des ungarischen General- fabes Feldmarschall-Leutnant Szombathely. )er ungarische Gesandte in Berlin, Feldmarschallleutnant Sztojay, sowie der deutsche Gesandte i, Budapest, von 3 agow, nahmen gleichfalls in der Reife des Reichsverwefers teil.
Während des Aufenthaltes fanden B e f p r e - düngen zwischen dem Führer und dem Reichs- lenvefer über die politische und milltä-
dankte Ungarn die Wiedergewinnung der meisten durch Trianon verlorenen Landesteile. Es war ein Triumph Horthys, als im November 1938 die Magyaren in die befreiten nordungarischen, bis dahin tschecho-slowakischen Landesteile einrückten und im September 1940 in den durch Trianon verlorenen ungarischen Teil Siebenbürgens. Treu zur Achse, bewußt, daß der Bolschewismus mit seinen plutokratischen Helfershelfern der Todfeind jeder abendländischen Gesittung und Kultur ist, haben unter Horthy die Ungarn jetzt auch d-en Kampf um die Vernichtung des Bolschewismus an der Seite der Deutschen, Finnen, Rumänen und Slowaken ausgenommen.
Horthy v. Nagybanya wird in dieser Aufgabe, den Bolschewismus mitzuerledigen, die Krönung seines langen und erfolgreichen Lebens erblicken. 2m Weltkriege durchbrach er mit dem Kreuzer „Novarra" die feindliche Transportflotte in der
Meerenge von Otranto und vernichtete dabei fünf englische Schiffe, im Mai 1917 lieferte er der feindlichen Uebermacht die siegreiche Schlacht ebenfalls in dieser Meerenge. Nach dem Zusammenbruch, als die bolschewistischen Horden unter dem Juden Bela Khun seine Heimat verwüsteten, bekämpfte er erfolgreich den Bolschewismus und warf ihn aus Ungarn hinaus. Das dankbare ungarische Volk wählte ihn am 1. März 1920 zum Reichsverweser. Als der Habsburger Karl seinen Putsch auf Ungarn unternahm, verweigerte ihm Horthy in einem I dramatischen Zusammentreffen die Uebergabe der Regierungsgewalt und in der Begegnung der Horthy- Truppen mit denen des Ex-Kaisers verlor Karl die Schlacht ynd jede Hoffnung, jemals wieder Ungarn in den Machtbereich seines Hauses zu ziehen. Der Reichsverwefer hat stets die natürliche Verbindung Ungarns zum Deutschen Reich betont, und die Ereignisse haben die Richtigkeit seiner Politik bestätigt.
,1 s ch e Lage statt. Die Besprechungen waren gebogen von dem Geist der traditionellen Wassen- irüderfchaft der beiden Völker, die heute im getnein- srmen Kampf gegen den Bolschewismus ihre Bewährung findet.
An den politischen und militärischen Vesprechun- l?n nahmen von deutscher Seite der Reichsminister les Auswärtigen von Ribbentrop und der lhef des Oberkommandos der Wehrmacht General- lldmarfchall Keitel und von ungarischer Seite
ter Königlich ungarische Ministerpräsident und hifjenminiffer von Vardossy und der Chef des ivgarischen Generalstabes Feldmarschall-Leutnant < ; ombathely teil.
Während seines Aufenthaltes im Hauptquartier faltete Reichsverwefer von horthy dem Oberbe- shlshaber des Heeres, Generalfeldmarschall von ? r a u ch i t s ch, im Oberkommando des Heeres tuen Besuch ab und folgte zum Abschluß seines Aufenthaltes einer Einladung des Reichsmarschalls Göring in fein Hauptquartier.
Die Besprechungen des Führers mit dem Reichs- rerroefer des Königreiches Ungarn, von horthy, fan- bm am 10.9. ihren Abschluß. Der Führer verlieh ! b feierlicher Form dem Reichsverweser in dessen Eigenschaft als Oberster Befehlshaber der kgl.- mgarischen Wehrmacht das Ritterkreuz des eisernen Kreuzes. Der Führer ehrte damit die lapferfeit der kgl.-ungarifchen Truppen, die in heuer, bewährter Waffenbrüderschaft Seite an Seite Bit den deutschen Soldaten gegen den bolschewisti- |6en Feind europäischer Kultur im Felde stehen.
Aufruf an das ungarische Volk • Vudapest, 11. Sept. (Europapreß.) Am Don- lirstag verbreitete der Budapester Rundfunk einen fcjfruf des ungarischen Ministerpäsidenten an das ingarische Volk. Darin heißt es, das unaarffche blE stehe heute zum zweiten Male der bolschewisti- V en Anarchie gegenüber. Das erstemal vor 22 Jah- titn mußte Ungarn mit den Bolschewisten im eige- nn Lande fertig werden. Nach viereinhalbmonati- M Leid stieß damals die Nation das Glst-aus ilrem Körper, dessen Ansteckung für sie daher keine Cffahr mehr bedeuten kann. Als jedoch das de- i-eundete Deutsche Reich seinen giganti- den Kampf gegen den im Osten Europas lauernde Feind begann, und nach dem brutalen und blutigen Sowjetangriff auf unsere friedlichen Städte, ^ternahmen im Bewußtsein unserer europäischen glicht auch wir sofort unser Teil an dem großen Meinsamen Ringen. Vom Dank und ^>egen der Innzen Nation begleitet, wissen unsere wackeren bildaten sehr wohl, warum sie kämpfen. In den rädten und Dörfern, in denen sie einziehen, er- feben sie all die Barbarei, all das Elend und Leid, bcs die Sowjetherrschaft mit sich bringt, in seiner । järeckenerregenden Wirklichkeit. In der ^riegs- bute aber, die ihnen in die Hande fallt, sehen sie ml eigenen Augen immer neue Beweise dafür, vs l ch e Pläne diese Herrschaft gegen Europa zechmiedet hatte. Dieses Ringen ist der Schutz bi r christlichen Gesinnung des Ab e n d- lcndes. Ganz Europa sieht in ihm den Un- S>ist der Gottlosigkeit und der Zer- »ö rung. Der siegreiche Kampf, in dem die ver- tir ten Aufbaukräfte der europäischen Volker heu e rter der zielbewußten Führung der Achsenmächte tchen, geht um die Grundsätze, nach denen sie ieoen ihrem eigenen Leben ganz Europa :m c chen der wahren sozialen Gerechtigkeit und der lisneinschaft neu zu errichten entschlossen sind.
Oer Waffeugefährie.
hi Fesseln des Diktates von Trianon befreit, ge- rn wie Adolf Hitler Deutschland aus den Fesseln bru Versailles. Der Anlehnung an die Achse v.r-
Der Reichsverweser des befreundeten Ungarn, Molaus Horthy von Nagybanya, hat. im Großen hcuptquartier unserm Führer einen Besuch abge- Icttet und dabei das Ritterkreuz zum Eisernen Ri-uz erhalten. Durch diesen Besuch und durch die : Airleihunq der hohen Kriegsauszeichnung wird die rliuewährie Freundschaft abermals unterrnauerr, iii beide Länder verbindet. Ungarn hat sich nach hn Weltkriege, in ^em seine Soldaten Schulter an Nulter mit den Deutschen kämpften unter Fu )- NiUg des Reichsverwesers gegen den -öd i” Heroismus unb für Deutschl°nd -rNart tc» war eine Tat, die aus der ganzen Einstellung hcrthy's entsprang, aber zunächst, als in Deutsch- krb der Nationalsozialismus noch gegen die alten, knrotteten und anonymen Gewalten kämpfte, doch lir Maß von Mut und politischem Blick^in die Zu- hrft erforderte, das in der damaligen Welt um so uerkennender ist, als sich alle Welt gegen Horthy 'nschwor. Er hat mit deutscher Hilfe Ungarn aus
Deulsche Kaffenerfolge in harten Kämpfen.
Berlin, 11. Sept. (DNB.) I m Raum nwrd- l i ch Kiew entwickelten sich am 10. 9. heftige Kämpfe. Die deutschen Truppen zerschlugen die sowjetischen Verbände. Eine größere Ortschaft wurde erobert. 1200 Gefangene wurden gemacht und 60 Geschütze erbeutet. In einem Abschnitt setzten die Sowjets etwa hundert Panzerkampfwagen ein. Im harten Kampf, in dem der zähe Widerstand der Bolschewisten gebrochen wurde, erlitten die Sowjets schwere Verluste. 400 Gefangene wurden eingebracht. Die Panzerabwehrwaffen ließen die sowjetischen Panzerkampfwagen herankommen, um sie dann um so sicherer abschießen zu können. Durch das gutgezielte Feuer wurden 68 sowjetische Panzerkampfwagen vernichtet. In einem anderen Abschnitt erzielte eine deutsche Division in schneidig geführtem Angriff größeren Geländegewinn. In zweitägigen Kämpfen erlitten die Bolschewisten schwere Verluste. 3700 Gefangene wurden gemacht und zahlreiches Kriegsgerät erbeutet. Einen erfolglosen Versuch zur Zerstörung einer Dnjepr- Brücke unternahmen die Sowjets. Sie ließen auf dem Fluß brennende Oelschisfe stromabwärts treiben in der Hoffnung, daß sich diese Schiffe quer an die Brücke legen und sie in Brand setzen würden. Die Schiffe blieben jedoch weit vor der Brücke auf Sandbänken hängen und brannten vollständig au5.
Am 10. 9. griffen die Sowjets mit Unterstützung durch Panzerkampfwagen die deuffchen Stellungen im mittleren Abschnitt der Osffront an. Die deutsche Infanterie ging ihrerseits zum Angriff über und warf die Bolschewisten in kühnem G e g e n st o ß. Die Sowjetverbände zogen sich eilig zurück. Don den nachstoßenden deutschen Truppen wurden 13 sowjetische Panzerkampfwagen vernichtet. An einer anderen Stelle des gleichen Front
abschnitts verloren die Sowjets 10 weitere Panzer- kampfwagen.
Ein Angriff im Nordab schnitt führte tief in die sowjetischen Stellungen. Die deutschen Soldaten drangen bis zu den Artilleriestellungen der Bolschewisten vor. Sie vernichteten zwanzig Geschütze, darunter mehrere vom Kaliber 20 Zentimeter. Ein sowjetischer Divisionsstab wurde überrascht und zersprengt. An einer anderen Stelle machten die deutschen Truppen 300 Gefangene und vernichteten mehrere sowjetische Panzerkampfwagen. Die vordringenden deutschen Truppen stießen in sowjetische Marschkolonnen und zersprengten sie unter schweren bolschewistischen Verlusten.
Oer Webrmachiberichi.
DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 11. Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Osten verlaufen die Angriffsoperationen weiterhin erfolgreich.
3n Rordafrika erzielten deutsche Kampfflugzeuge am gestrigen Tage Bombenvolltreffer in Vorratslagern des Feindes bei Tobruk und Marfa INatruk, zersprengten Kraftfahrzeugkolonnen und zerstörten Bahnanlagen in Rord- ögypten. 3m Golf von Suez vernichtete die Luftwaffe in der Rächt zum 9. September ein Handelsschiff von 6000 BRT.
Bei Luftkämpfen vor der nordafrikanischen Küste verlor der Feind am 9. September fünf 3agdflug- zeuge.
Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden weder bei Tage noch bei Rächt statt.
Roosevelt sucht neue Iwischensälle.
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Mit einiger Ueberraschung hat die "Welt vernommen, daß der nordamerikan-ische Staatssekretär Hüll amerikanischen Bürgern erlauben will, von England aus die Reise nach den Vereinigten Staaten auf englischen Schiffen anzutreten. Bisher galt als ein Hauptgrundfatz des Neutralitätsgesetzes, daß kein amerikanischer Bürger während des Krieges die Schiffe einer kriegführenden Macht benutzen soll. Damit wollte Roosevelt, wie er damals sagte, alle Zwischenfälle ausschal t.en, die daraus entstehen mußten, daß amerikanische Bürger durch kriegerische Ereignisse zu Schaden kommen konnten. Wenn der Staatssekretär Hüll jetzt diese wohlerwogenen Grundsätze preisgibt, so muß man wohl daraus den "Schluß zichen, daß es den Kriegshetzern in USA. dur ch a u s nicht unerwünscht ist, wenn sich durch die Benutzung englischer Schisse Zwischenfälle ergeben. Das Ganze ist wieder Zin Beispiel damr, mit welcher Leichtfertigkeit die nordamerikanische Regierung ihre feierlichen Versprechungen verläßt, um überall dabei sein zu können, wo es im Trüben zu fischen gilt. Roosevelt betrachtet sich schon als Herr des Atlantik, wobei die englische Flotte und Schiffahrt nur eine Nebenrolle zu übernehmen hat. /
Liddel Hari warnt vor Illusionen.
z Von unserer Berliner Schriftleitung.
Zu Beginn des Krieges war Hauptmann Liddel Hart nicht nur ein in England geschätzter Militärkritiker, sondern auch der ständige militärische^ Mitarbeiter der „Times". Die Tendenz seiner Arbeiten hat aber den britischen Regierungsstellen wenig gefallen, zumal Liddel Hart in vielfacher Beziehung als Einspänner gelten kann. Er widmet daher jetzt seine Mitarbeit der weniger offiziösen „Daily Mail", wo er sich mit der Lage an der Ostfront eingehend beschäftigt. Liddel Hart warnt davor, immer neue Erwartungen durch allzu viel Optimismus zu erwecken. Wenn die Sowjets an der Ostfront örtliche Gegenangriffe starteten, so hätten die englischen Blätter schon von einer großangelegten Offensive gesprochen. Dabei hätten die Sowjets große Verluste an ihren besten Trup - p e n und an Kriegsmaterial erlitten. Es sei durchaus nicht gleichgültig, wieweit sich die Bolschewisten zurückziehen müßen, denn man dürfe nicht übersehen, daß zwei Drittel bes Eisenerzes und die Hälfte der Stahlerzeu
gung der Sowjetunion sich in dem u m k ä m p f - ten Gebiet befinden. Die Hoffnungen auf neue Möglichkeiten für eine Hilfe für die Sowjets durch die Besetzungdes Iran seien weit übertrieben. Es gebe keine direkte Effenbahnlinie durch den Iran nach der Sowjetunion. Die Straßenverhältnisse seien ebenfalls schlecht; die Häfen am Kaspischen Meer seien für einen größeren Warenumschlag ungeeignet. Ebenso tritt der britische Militärschrrft- steller der Meinung entgegen, der Winter im Osten werde auf die deutschen Truppen dieselbe Wirkung haben wie auf die Armeen Napoleons 1812. Napoleon habe keine rückwärtigen Verbindungen und keinen Nachschub gekannt, während der deutsche Aufmarsch offenbar nach ganz anderen Gesichtspunkten vor sich gegangen sei. Wie man sieht, hat Kapitän Liddel Hart den englischen Jllu- sions^politikern eine sehr ernste Lektion gehalten.
Seltsames Oiplomatengepäck
Belgrad, 12. September. (DNB.-Funkspruch.) Die Belgrader Zeitung „Obmova" befaßt sich mit den schon berichteten Waffen- und Sprengstofffunden in der früheren englischen Gesandffchaft in Belgrad und schreibt u. a.: „Wir hatten in Belgrad früher nicht gewußt, wie die diplomatischen Instrumente eines britischen Gesandten aussehen. Es ist interessant, daß gelegentlich der Flucht des Sowjetgesandten aus einem Automobil ein Koffer voller Totschläger fiel. Aus einem anderen Automobil der Suite des Genossen Plotnikow wurde ein Koffer geworfen, in dem sich vier M a s ch i n e n p i st o - l e n neuester Konstruktion befanden, wie sie in Amerika Al Capone und andere verwandten. Diese Aehnlichkeit der „diplomatischen Arguniente" der sowjetischen und britischen Vertreter beweist, daß das jetzige Bündnis zwischen Moskau und London keine Vernunfts-, sonder eine Liebesehe ist. Die Belgrader Entdeckungen sind ein Beweis, daß die Atmosphäre von Barbarei und Wahnsinn vor dem 27. März ein gemeinsames Werk Plotnikows und feiner Towarischtschi und Campells und seiner ©entfernen ist."
3ran=6ifenbabn unter bolschewistischer Kontrolle.
Ankara, 11. Sept. (Europapreß.) Durch ein Ultimatum ist der iranischen Regierung die Einwilligung abgezwungen worden, daß Bolschewisten und Engländer die unmittelbare Verwaltung aller wichtigen Eisenbahnen übernehmen. Damit ist der ira-
Neuer Anbau in Europa.
Wenn man sich die durchschnittlichen Ernteerträge in den verschiedenen europäischen Ländern ansieht und damit vergleicht, was diese Länder auf Grund ihrer Fruchtbarkeit hervorbringen könnten, so kann das Urteil nur lauten: es ist noch sehr viel zu ändern und zu bessern. Soebenchaben die rumänischen Staatsbahnen eine Ermäßigung der Tarifsätze für künstliche Düngemittel aus dem Reich verfügt. Sie wollen durch diese Maßnahme dazu beitragen, daß die Düngung in diesem so fruchtbaren Lande endlich auf eine ausreichende Höhe gebracht wird. Es ist im Hinblick auf die wirtschaftliche Zukunft der aufeinander angewiesenen, kontinental- europäischen Länder nicht mehr erträglich, dgß die durchschnittlichen Hektarerträge bei Brotgetreide m Südosteuropa nur wenig über die Hälfte des viel weniger fruchtbaren Deutschen Reiches beträgt. Ganz ähnlich wie bei Rumänien liegen die Dinge bei den übrigen südosteukopäischen Ländern, aber auch bei Frankreich und bei Spanien, wo ohne große Mühe, allerdings bei entsprechender Düngergabe, der Ertrag, auf die Flächeneinheit berechnet, um etwa die Hälfte gesteigert werden kann. Die deutsche Produktion an Kali-, Phosphor-' und Stickstoff- Dünger ist so steigerungsfähig, daß ein Mehrbedarf bis zu einem hohen Grade befriedigt werden kann. Als weiteres produktionssteigerndes Moment kommt eine Vermehrung der Anbaufläche hinzu, die besonders rn Frankreich erheblich zu Buche schlagen und den Gesamternteertrag erhöhen helfen wird.
Genau wie in der gewerblichen Produktion wird auch bei der landwirtschaftlichen Erzeugung eine umfangreiche Neuplanung eintreten müssen. Auf einer Reihe von Gebieten ist diese Planung bereits erfolgt und zum beträchtlichen Teil verwirklicht worden. Kontinentaleuropa ist eben nicht erst durch den Krieg eine Schicksals- und Versorgungs- gemeinschaft geworden. Um die Richtung zu erkennen, in der sich die Umgestaltung des Anbaus bewegen muß, ist es notwendig, sich über die V e r •
nischen Regierung ein weiterer Teil ihrer Hoheitsrechte genommen worden. Die Bolschewisten beabsichtigen, in ihrem Abschnitt, zu dem auch Teheran gehört, das iranische Personal der Eisenbahn durch Sowjets zu ersetzen. Außerdem sollen bol- schewististsche Formationen zur militärischen Sicherung der Eisenbahnlinie eingesetzt werden, so daß auf diesem Umwege d i e b o l s ch e w i st i s ch e Besatzungszone ausgedehnt wird.
Aegypten Opfer des britischen Imperialismus.
Ankara, 11. September. (DNB.) Das ägyp- tisch-britische Baumwollabkommen, nach dem die britische Regierung die Hälfte der ägyptischen Baumwollernte zu niedrigen Preisen übernimmt, während die ägyptische Regierung mangels anderer Ausfuhrmöglichkeiten den R e st aufkau f e n muß, führte zu einer scharfen Debatte im ägyptischen Parlament, als die Regierung zur Finanzierung der Baumwollkäufe einen Kredit von 17,5 Millionen ägyptischen Pfund forderte. Der nationalistische Senator Hafez Ramadan Pascha erklärte, Aegypten sei durch die britische Politik unb die nachgiebige Haltung der ägyptischen Regierung praktisch zu einer englischen Kolonie geworden. England kontrolliere die ägyptische Notenbank und alle ägyptischen Häfen und Verkehrswege. Aegypten sei durch die britische Kriegfiihrunq im Nahen Osten zum Kriegsschauplatz und das Opfer des britischen Imperialismus geworden, dessen Zukunft ungewiß sei. Es sei daher an der Zeit, sich auf die Selbständigkeit der ägyptischen Politik zu besinnen. Die Erklärungen lösten große Erregung bei den Regierungsparteien und Beifall bei den oppositionellen Abgeordneten aus.
Das Artitterieschulboot „Sremfc".
Bei der Durchführung. von Geleitaufgaben zur Versorgung der im äußersten Norden kämpfenden Truppen stieß das Artillerieschulboot „Bremse" (1400 Tonnen), wie der OKW.-Bericht meldete, in nordnorwegischen Gewässern bei schlechter Sicht überraschend auf britische Seestreitkräfte. Zum Schutze des Geleits nahm die „Bremse" den Kampf gegen diese überlegenen feindlichen Kräfte auf und ging nach einem kurzen, harten Gefecht durch mehrere Torpedotreffer verloren. Unser.Bild zeigt die „Bremse" im Kaiser-Wilhelm-Kanal im Jahre 1932. (Scherl-Bildarchiv-M.)


