schauderhaftes Verfahren
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Der Reichskommissar für Altmaterialverwertung
Deutschen Schutzgebiet Togo, ein äußerst leichtes und erläßt folgenden Aufruf: brftiqes Kleidungsstück, mit dem man auf embei- - f -
Deutsche Hausfrau!
Die Begleiterscheinungen des Krieges haben es
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(Nachdruck verboten.)
2D. Fortsetzung.
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Enzio, jetzt erst sicher, daß er es nut Viktor zu tun hat, ist mindestens ebenso erstaunt wie dieser, i
(Fortsetzung folgt)
Wenn Augen versagen
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.agnus-Brillen tragen!
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Gin Wort an die Hausfrauen
Jedes Schulkind Hilst bei der Altstoff-Verwertung.
Draht wurde geteilt in einige Meter lange Stücke, die zu Bündeln (etwa zwanzig auf einmal) zusammengefaßt und auf einer sogenannten „Stockschere" in Stücke von doppelter Nadellänge geteilt wurden. Diese Stucke wurden dann auf dem „Spitzrad", das einem Schleifstein ähnelt, an beiden Enden zuge-
Altstoffe deines Haushalts, insbesondere Knochen, Lumpen, Stoffreste, Altmetalle, Flaschenkapseln, Tuben und Altpapier, häufig nicht abgeholt wer. den konnten. Diesem Mangel ist jetzt ein Ende be. reitet. Jedes deutsche Schulkind ist nicht nur verpflichtet, sondern auch gern bereit, die laufend anfallenden Altsto'fe mitzunehmen und in der Schule abzuliefern. Gib ihm aber nicht Rasierklin. gen, Konservendosen, Blechgefäße ober~ Glasscher.
I. Es erscheint ihm so unsinnig, daß er bei ten Gedanken lächeln muß, als stehe er
Heute sei von zwei „Maschinen" berichtet, die der hessischen Hausindustrie dienten und die beide unser Museum beherbergt
SZ Großen-Linden, 10. Ian. Der Kreisver- ein Gießen der Ausstellungsgeflügelzüchter hat dem
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1 Fran8, -g.10.
„Oh, aber natürlich", stammelt Beate. Zuerst mit Mama, dann mit mir."
Sehenswürdigkeiten aus altem deuffchen Kolonialbesitz
Kleiner Streifzug durch das Museum für Völkerkunde.
gen Kon ervenvo en, Diecygesage ooer । «an vncocn vn
ben’mit dir nach rote vor in den Müll gehören G-Mb-lzuchtverem unserer Stadt die Durchsuhrung und später aussortiert werden. der diesjährigen K r - .i - g ° s l u g ° l sch ° u über-
Knochen. Lumpen, Altmetalle und Altpapier (nicht fragen! sie smdet am kommenden Samstag und zerknüllt sondern glattgestrichen, im gleichen Zu> Sonntag hier statr Es werden rund 300 Tiere zur ftonft auch Metallfolien) gib lausend und regel- Ausstellung gebracht. Von vielen weiten, and) von mäßig deinem Schulkind in die Schule mit. Wenn l Privaten, Körperschaften und einigen Kr-lSv-r-men,
Zn Mchtllng auf Korsika
Roman von Heinz Lorena-Lambrecht
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Dann wird er also Italien verlassen und mit ^hea nach Deutschland fahren? Er wird zum Der. löter werden an Ancia Maria, an Maria Ansaldi, cn der ganzen Familie Ansaldi. Das erscheint ihm inmöqlif4' ihm in unünnia. daß er bei
toniere zu'den schönsten und wertvollsten Schutz- rbieten der Erde gehörten.
Aus Südwestafrika sehen wir weiterhin einen h feilgiflbehälter der Buschmänner, eine Bambus- tote der Zulukaffern, Armreifen, Muschelgeld, jamme, Ringe, Kalebassen und schön ornamentierte Ürinkscknlen, eine Eingeborenen-Lampe. jene eigen- trüge Kindertrage, statt des bei uns gebräud)Iid)en L inderwagens, und dann ist da. ein besonders ksachtliches Stück, ein Tanzkleid aus dem früheren
XII.
Sie sind in Venedig, wo sich Thea und Beate dne Woche aufhalten wollen und wo sich Viktor von ihnen trennen wollte. Aber er ist sich unJI(?r.cr lind mehr uneins mit sich selbst als wahrend die- 1er merkwürdigen Reife. Theas Geständnis scheint tzm zwar klar seinen Weg vorzuschreiben. t>te war feine erste Liebe, um zu ihr zurückzukehren, hat er Jamals die Flucht unternommen. Nach vielen Jay- ien hat er sie wiedergefunden, sie hat ihn nie ver- cessen, sie liebt ihn noch immer. Gehören sie zu- lammen?
Steünadelstoü. - Zipselmühen-Lttickmaschine
Zeugen alter hessischer Hausindustrie im Gießener Museum.
Zunächst sei der „S t e ck n a d e l st o ck" genannt. Lange Zeit war die Herstellung von Stecknadeln in Gedern in Oberhessen neben der Landwirtschaft eine Haupterwerbsquelle und vererbte sich durch Jahrhunderte in den Familien Fay und
du selbst kein schulpflichtiges Kind hast, dann gib sie dem nächsten Schulkind in deiner Nachbarschaft. Warte aber nicht auf sein Kommen, sondern vereinbare deinerseits mit ihm regelmäßige Ab- holtage. Du hilfst dadurch dem Reichsmarschall, die Rohstoffvorräte Deutschlands stets zu ergänzen und sie auch für die stärkste Beanspruchung gerüstet zu halten. Du hilfst durch deine kleine Mühe mit am Endsieg G r o h d e u t s ch l a n d s !
Kreisgeflügelausstellung in Großen-s/n»en
lern bloßen Gedanken lächeln mutz, ars |ieye er cuherhald aller Vernunft. Gut so war- es also lein freier beglückender Trieb, der ihn Thea und 3eate folgen hieße? Er wäre etwa aus,Mitleid, uns Pflichtgefühl geboren? Er selbst wurde em
Opfer bringen?
Thea selbst hat es während der letzten Tage der Seereise vermieden, mit ihm allein zu sein. Es ! machte Den Eindruck, als ob sie sich ihres Ge- j tänbnifles schämte. Oder ahnt sie etwa-! von der s inneren Zerrissenheit und Unsicherheit Dlktors
Die einzige, die ihre Unbejangenheit bewahrt und sich selbst und Viktor treu bleibt, ist Beate. Das Hunderterlei ihrer kleinen Aufmerksamkeiten, dl , kleinen Gespräche, die alle voll von ihrer L ebe sind, bedeuten ihm geradezu eine Linderung feine Zweifel und Hilflosigkeit.
Gestern sind sie in der Lagunenstadt angetonv men. Sie waren müde und abgespannt und gingen n ihrem chotel eingangs des Kanäle flranbe. g e d) j,u Bett, um frisch für ben nächsten T°gäu,e,m ! morgen unternahmen sie eine ausgedehme
Gondelfahrt durch das Gewirr der Kanäle, stiegen am Colleonidenkmol aus und machten den Weg : nach ihrem Hotel zurück zu Fuß. Nachmittags be- suchten sie die Markuskirche und den Dogenpalast.
Nun ist es Abend geworden. Sie essen in einem schmalen, an die Hotelterrasse grenzenden Raum Abendbrot. Noch nie hat Beate so strahlend und verheißungsvoll ausgesehen wie heute. Sie hat em Kleid angezogen, das fast schon wie das Abendkleld einer Erwachsenen aussieht. Auf dem Schiff hatte sie keine Gelegenheit, es zu tragen. Heute aber trägt sie es für Viktor allein, dieses Kleid in der Farbe zarten Rosenquarzes ohne Aermel, mit einem Seidenschal, der wie eine duftige Welle um Schulter und Brust fließt. Ein damenhaftes Aeußere gab ihr dieses Kleid und damit damenhafte Sicherheit Viktors bewundernder Blick, mit dem er sie beim Hereinkommen begrüßte, zauberte ein glück- liches Leuchten in ihre Augen und den Hauch Der Erregung auf ihre Wangen.
Viktor sagte zu ihr: „Wenn Engel vorn Himmel fallen könnten, Beate, so könnte man dich für einen halten."
Sie haben einen kleinen Tisch dicht an einem der hoben Fenster, vor dem ein voll erblühter Magno- licnbaum wie eine einzige Blütenwolke in der blauen Frühlingsnacht steht.
Viktor hat Sekt bestellt. Das zarte Rot auf Beates Wangen vertieft sich zur Glut, das Leuchten der Augen erhält dunklen, Schmelz.
Im Hauptsaal, der mit dem Raum, m dem sie sitzen, durch offene, von hohen Pfeilern getragene Bogen getrennt ist. erklingt Musik, Aus der Stadt sind Gäste gekommen, die sich einmal außerhalb ihrer vier Wände gütlich tun wollen. Nach Theater- schluh werden alle Tische besetzt. Im Hauptsaal wird zwanglos und nicht zu häufig getanzt.
Viktor bemerkt das Verlangen in Beates Augen: „Natürlich möchtest du jetzt gern tanzen, Beate, "“tja-, platzt sie heraus und macht schon eine Be- roegung, als wolle sie ausstehen.
„Hast du es Denn schon gelernt? „
Nein Aber mit Ihnen wird es schon gehen.
„Dann werde ich also - mit deiner Mutter tanzen", enttäuscht er sie neckend und wendet sich schon
। Thea zu.
tern, Leucheuser IV, Kraft, Ehmann, Möhl. Wun- derlich, Gvdglück, Hofmann. Schiedsrichter ist Scharf (Wetzlar).
Watzenborn-Steinberg I — Naunheim L
Zu einem sehr spannenden Spiele der Bezirks- klasse Gießen dürfte es am Sonntag auf dem Sportplatz der Watzenborn-Steinberger kommen. Dieses Spiel wird Aufschluß geben, welche Mann« ? schäft weiterhin der hartnäckigste Verfolger des Ta- bcüenfü^rer? Spv. 05 Wetzlar, bleiben wird, m Vorspiel in Naunheim mußten die „Teutonen" ihre erste Niederlage in dieser Serie mit 50 Toren hinnehmen. Jetzt gilt es für die Platzbesitzer, Revanche zu nehmen. Ob dies gegen den auf allen Posten ziemlich stark besetzten Gegner gelingt, hängt von der Mannschaftsaufstellung der „Teutonen" ab.
1S00 Zugeudfußball.
Am Sonntag greift die 1. Jugend von 1900 in die Rückspiele der Bannmeisterschaft ein. Der Gegner Großen-Buseck ist als sehr stark belannt Man muh abwarten, wie die Jungen der Blau-Weißen, die sechs Wochen keinen Fußball mehr gespielt haben, dabei abschneiden. Die weiteren Iugendabtei- lungen sind spielfrei.
.Du bist es also wirklich? Ich hatte keine Ahnung, daß du in Venedig bist. Warum hast du mir nichts davon geschrieben? Bist du schon lange gier.
„Seit gestern erst, Enzio. Ich werde dir spater alles erklären." , v
Enzio scheint etwas befremdet. Jetzt erst, bei Mk- tors sonderbarem Benehmen, steigt ihm der Gedanke auf, hinter dem unerwarteten Auftauchen seines Schwagers in Venedig könne etwas Abwegiges stecken. Vielleicht eine kleine Eskapade? Aber sofort verwirft er diesen Verdacht wieder. Viktor ist wahrhaftig nicht der Mann leichtfertiger Seitensprünge. Außerdem sehen diese beiden Damen nicht danach aus, als ob sie sich auf leichtsinnige Eskapaden einlassen.
Viktor bittet jetzt rasch, überstürzt fast: „Willst du dich nicht zu uns setzen, Enzio? Du bist doch
„Nun, Thea, wir sind noch nicht zu alt." Er 1 teht auf.
Wie lange ist es her, daß er mit Thea nicht getankt hat! Und doch ist es ihm, als sei jener Ball im Mannheimer Oftizierskasino erst gestern gewe- en. Noch immer ist für ihn die Zeit zusammenge- chrumpft. Noch stärker empfindet er das, als er mit Beate tanzt. Sie ist nun wirklich die junge Thea von damals — ganz zaghaftes Verlangen, ganz bange, verhaltene Glückseligkeit.
Sie sagt: „Eigentlich kann ich wirklich nicht langen. Aber es geht ganz gilt, nicht wahr?"
„Wundervoll tanzt du."
Wissen Sie ... die Menschen hier machen mir direkt Angst. Aber wenn Sie bei mir fmb, W ich ein solches Vertrauen."
„Zarte Beate ..." Er drückt sie an sich.
Ein Schauer rinnt durch ihren Körper. Sie senkt etwas den Kopf und möchte ihn an seine Brust legen. Doch tut sie es nicht.
Zn einer Ecke des Saales sitzen einige Offiziere in Marineunform. Weder Viktor noch Beate be- merken, daß einer von ihnen aufmerksam nach ihnen hinsieht.
Bald nach diesem Tanz aber erfolgt Der große entscheidende Einbruch in Viktors rückwärts gench- totes krankhaftes Traumleben. Beate ist es, die, als sie wieder am Tisch sitzen, zuerst Den jungen Marineoffizier erblickt, Der sich mit Dem Ausdruck Der Unsicherheit im Gesicht ihrem Tisch nähert. Wie unter magischen Einflüssen wird ihr Blick von die- sem Gesicht festgehalten.
Jetzt wendet auch Viktor Den Blick in Die Rich' hing, in Die sie wie verzaubert starrt. Ein grenzenloses Staunen erfaßt ihn. Langsam erhebt er sich.
„Enzio ...!" Er vergißt zuerst, die Hand aus- zustreckcn. Als er es Dann tut, ist es eine hastige von einer heftigen Bewegung getriebene Geste. „Enzio!" ruft er noch einmal, und es tlrngt, als ob er mit Diesem Namen einem Sann, einem Zauber entrissen würde.
allein?" , Ä ’ . - „
„Ich sitze mit einigen Kameraden Draußen »erklärt Enzio. „Unser Schiff ist für einige Tage hier stationiert. Wir halten zwischen SeneDig und Tnest Schießübungen ab. — Störe ich dich denn auch wirklich nicht?"
„Uniinn, Enzio! Es ist wundervoll, daß Du ge- kommen bist, wirklich!" Viktor wendet sich schon Thea und Beate zu, Die von Der Unterhaltung mrnts verstanden haben, weil sie italienisch geführt wurde. Auch jetzt, als er ihnen Enzio vorstellt, spricht er in seiner Verwirrung zuerst italienisch, Dann erst fällt ihm wieDer ein, daß seine beiden Freundinnen ja Deutsche sind, und er wiederholt Die Vorstellung deutsch.
Thea reicht Enzio mit einigen freundlichen Worten die Hand. Auch Beate reicht ihm Die t^e bin, chweiaend und ihn noch immer wie eine Erscheinung betrachtend. Viktor bestellt ein Glas, gießt es voll und stößt mit Enzio an. Alles tut er wie m einem verhaltenen Jubel. Dann spielt er Den Dolmetscher. Aber Enzio setzt feinen Ehrgeiz darein, mit seinen von der Mutter und in der Schule erlernten deutschen Brocken aufzuwarten.
So sagt er sehr bald zu Beate, Der er gegenüber» sitzt: ,Jch habe gesehen Sie tanzen, mein Fräulein. Es war so schön. Sie sind Die ... Das schönste Mädchen hier. In ganz Italien. Hier ist niemand so wie Sie. Sie sinD eine wirkliche Deutsch" Ganz blonD. Eine blonDe MaDonna ..."
rrifcben Klubbällen bedeutenDes Aussehen erregen frürDe; dieses Festqewand fei insbesondere der Auf- ......................... ------
nerfiamfeit weiblicher Besucher empfohlen, weil mit gebracht, daß die von Dir gesammelten iergleichen auf keiner Deutschen MoDenschau geboten ---------- - ' " «—x.—
»erden Dürfte. _ „ , .
Aus unserer alten Kolonie Kamerun stammt eine sroße Signaltrommel, aus einem ausgehöhlten Baumstamm gearbeitet: mit Diesen Trommeln oer» Irriten die Eingeborenen mit einer Den Europäer rt in Erstaunen setzenden Schnelligkeit, Zuverlässig- Mt und Ausführlichkeit ihre Neuigkeiten unD Nach- Achten: Dies ungefüge, aber praktische Ding spielt
kann.
Nach Der Art Der Durchführung ihrer Auswärtsspiele ist Bissenberg auch ein Erfolg gegen Die Luftwaffe zuzutrauen, so sehr auch em Sieg Der Luftwaffe ihr einmal zu gönnen wäre.
Sollten Die Sportfreunde mit Der gleichen Els rote In Gießen antreten, so müssen Die DfB.er Sieg und Punkte aus Wetzlar mitnehmen.
In Steinberg sollte eine Klärung Darüber folgen, wer den zweiten Tabellenplatz einnimmt.
Tschammerpokalsplele.
Saubringen — Lollar.
In Diesem Spiel wird Der Verein ermittelt, her am nächsten Sonntag mit einem Vertreter Der Gruppe Wetzlar Das Schlußspiel Der Klasse II vor Der Einreihung in Die Tschammerpokalspiele Der Bezirksklasse bestreitet. Der Ausgang ist offen.
Vsv.-Reichsbahn In Wetzlar.
Dor 14 Tagen konnte Der DfB.-R. die Sport- freunde auf eigenem Gelände mit Klassenunterschied schlagen. Das Hervorstechendste an diesem Spiel war die überragende Derteidigungsarbeit des Schlußdreieckes Der Wetzlarer. Diese Svieler Dürften auch in Wetzlar Den Stürmern Der Gießener Aufgaben zu lösen geben. Selbst unter Berücksichtigung einer stärksten Ausstellung Des Gastgebers müßten die Gießener sich Durchsetzen können. Die BoDenverbalt- niffe sind für sie nicht unbekannt, und eine Einstellung Dementsprechend von Spielbeginn an Dor- ausfetjung für einen Erfolg. Für engmaschiges Spiel ist her Wetzlarer Platz nicht geeignet. Die bevorzugte Einsetzung her Gießener Flügel ist Daher GrundbeDingung. Wenn Die Mannschaft Das Spiel zu leicht nimmt, so könnte es eine lieber- raschunq geben. Die Gießener fahren in starker Aufstellung mit Lepper, Fleischhauer, Schlitz, Mat-
«genweht, Dann sind wir Doch gerade heute am elften geneigt, uns den mancherlei merkwürdigen Ingen zuzuwenden, die aus den ehemaligen heut« fren Kolonien stammen. Der koloniale Gedanke, in bi Tagen des Kampfes um ein neues größeres Hutfchland lebendiger denn je zuvor, gewinnt bei dient Gang durch dieses schöne und reichdeschickte ßuseum unserer Stadt vielfältige Nahrung und I Intrige Anschaulichkeit.
rod. Dann teilte er die beiderseits zugefpitzten Nadeln, und nun fehlte nur noch das Aufsetzen her Köpfe. Die Nadelköpfe fertigte man aus dünnem Messingdraht, her zu hem Zweck zu Spiralen ge- breht mürbe, die wieder in kleine Stücke geteilt wurden. Die durch Glühen erweichten Spiralteile wurden auf die Nadeln gesteckt, in den kugelförmigen Gesenken her Maschine festgeschlagen, und — her Nadelkopf war fertig! Mit der fertigen Ware wanderten die ©ebener Stecknabelmacher bann in alle deutschen Gaue hinaus und vertrieben dort bas Erzeugnis ihres^Fleißes.
Zum Anberen sei die künsllerisch schön ausgeführte Zipfelmützen-Strickmaschine erwähnt. Auch bie Mützen-Erzeugung bilbete einen nicht unwichtigen Erwerbszweig. Besonders gern würben bicfe Zipfelmützen in Kurhesfen, im hessii- schen Hinterlanb und in Der Schwalm gekauft. Aber auch in Oberhefsen wurden derartige Mützen getragen (noch 1908 etwa soll eine Zipfelmützen- Strickmaschine in Kirtorf bei Alsfeld im Betrieb gewesen fein), und eine meiner ältesten Kindheitserinnerungen zeigt mir einen, für meine damaligen Begriffe riesengroßen Bauern, her allmonatlich mächtige Mettwürste ins Haus brachte und ange- tan war mit blauem Kittel und Zipfelmütze. Bgl.
wird, daß jede dieser ornamentalen Figuren ihre bestimmte Bedeutung hat, z. B.: Wirbelknochen einer Schildkröte, Blüten, Netz, Hande, Keulen, Magen mit Inhalt. — Enorme Speere, wahre Ungetüme von Handwaffen, sind zu betrachten aus Neu-Mecklenburg und von den Salomons-Jnseln; Pfeile mit messerscharfen, nadelspitzen Widerhaken, sehr sorgfältig vergiftet.
Das alte deutsche Schutzgebiet Samoa zeigt unter anherm Holzdolche. Tanzhelme, überaus akkurat geschnitzte Keulen, Bastfächer, Körbe, einen „Schlaft bock" aus Bambus und einen gewaltigen, Respekt heischenden, mit Febern und Spiegeln wunderlich und kunstreich gezierten Kopfputz, Der nur von Häuptlingslöhnen und sogenannten Dorfjungfern getragen werden Darf.
Dies ist nur bie flüchtige Ausbeute eines ganj unsystematischen, kleinen Streifzuges burch das Döl- kerkundemufeums Man könnte hier manche Stunde zubringen, wollte man feine Schätze erschöpfen und ausführlich würdigen. Wir haben nicht so viel Zeit und auch nicht so viel Raum in unseren Spalten. Noch einen Blick auf die farbiaen Wunder Indiens, auf bie mächtigen Samurai-Schwerter und bie zierlichen, spielerischen Kostbarkeiten Japans, auf bunte Seibengewänder und winzige Schuhe aus China, auf bie wallenden Burnusse Arabiens und eine ägyptische Mumie
Dann gehen wir und bedenken aus dem Heimweg, wie hier in kaum einer Stunde, in nächster Nähe, auf engstem Raum bie ganze weite Welt sich vor uns aufgetan hat. —y~
letrieW ,75 . buk die Seift einer tschaftl., Mädeir ftafrei resse für Garten, baldiger rat
ensvolle gliche chriften iUriiifl, ericbroie* zugefich. tetroiri, 1124 an
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Welch ein Arsenal von Waffen aus allen mög- In Landschaften Afrikas ist beispielsweife hier mmengetragen. Eine beachtliche Vielfalt her men zeigen etwa die Speerspitzen — Vorsicht! jiftet! —, die kunstvoll und zweckdienlich ge- üteten Lederschilde, Bogen, Pfeile, Dolche und len. Aber neben dieser Sammlung von Mord- —, ........... _ x ,
en gibt es auch eine Fülle sehr friedlicher Kul- ,W e n z e l vom Vater auf den Sohn; im ersten eugnisse aus dem dunklen (trbieiL. wie oei- Viertel des 19. Jahrhunderts wurde sie nur noch lsweise geschnitzte Löffel, geflochtene Körbchen,' von H. und E. Menzel betrieben. Wie es heute lich gearbeitete Sesselchen, Pfeifen, Hüte und Damit bestellt ist, ist mir nicht bekannt.
. meriroürhigen Nackenstützen, Die bei Den Na-1 Was die Art Der Herstellung betrifft, so ging sie 'intern Die Stelle unseres Kopfkissens einnehmen, folgendermaßen vor sich: Die Stecknadel besteht Jon der großartig reichen Tierwelt Afrikas zeu- aus her eigentlichen Nabel unb Dem Kopf: als t n etwa ein enormer FlußpferDfchädel, Antilopen- Material biente Mefsingdraht. Der oorgerichtete j hörne, ein mumifiziertes junges Krokodil, ein *" v " *****
töwenfchädel und her sehr sonderbar aus einem Lrokodilkops geformte Köcher, in welchem zwei Mächtige, krumme Messer stecken. — Man könnte tele Spalten füllen mit her Aufzählung der Merk- fcürDipfelten und Kostbarkeiten aus ben Ländern einem oajieifjrem aynen, an ueiucn »iwc« o**uv' foer See, die einmal unter vorbildlicher deutscher . spitzt.
£ erroaltung, unter ben Händen Deutscher Kultur- Der Arbeiter nahm etwa 20 solcher Doppelnadeln ~—•-— worfnnHit»« Pxrbith= In hie linke Hand unb rollte sie durch eine Dau=
menberoegung über bas rasch sich Drehende Spitz
em Alter von 8 bis 12 Jahren etwa wird man I in Steppe unb Urwald eine ähnliche Rolle wie Die Mlsellos am längsten vor dem otaip verwetten, s Zeitung und der Rundfunk bei uns. Aus Kamerun vs-, Dem wir Damals bei Karl May und anderen kommen auch die zahlreichen hier ausgestellten Ar- Stzten Autoren so oft und so aufregende Dinge beiten her Fulbe: Stiefel, Pantoffeln, Täschchen und n haben: mit andächtigem Staunen wird man Geldbörsen aus Leber, Fliegenwedel, Körbe, Arm- ;rlauterung zu der Tjantsas-Kopftrophäe aus ringe, ein Frauenstuhl (bei uns gibt es gemeinhin hm tropischen Waldgediet von Südamerika lesen, solche Unterschiede nicht) und ein gewaltig gekrumm- titldje u. a. besagt: „Der Schädel Des erflogenen ter Spazierstock aus Antilopenhorn, Der bei P assen- fttinbes wird von den Iivaro-Indianern häufig zer- Der Gelegenheit auch gut und gern als handliche tnmmert, worauf Die Haut abgezogen und mit Waffe Dienen kann. Ein überaus, sorgsam zusam- hlfeem Sand unb heißen Steinen eingebihrt, be-! mengesetzter Kaurimuschelleller, geschnitzte unb btt« ritalt und geschmückt wirb. Das affenkopfgroße Ge- malte Kürbisschalen und hölzerne, ebenfalls reid) M bewahrt aber noch einigermaßen seine Züge..gezierte'Tanzmasken zeugen von Der hohen Hand-
..... ~ ‘ merklichen Kultur Der Eingeborenen in unserer alten
Uber heute interessieren uns, zumal wir ben Kolonie.
Abenteuern unserer Knabenjahre inzroischen etwas I . G A M „
erwachsen sind, andere Dinge mehr. Man brauchtj Ueber Südamerika und Australien hbr nur ein paar Schritte zu machen, um von wir wandeln hier mit einer Unbefangenheit unb ehern Erbteil in ben andern zu gelangen: von Großzügigkeit um ben Erdball wie man etwa ha- Südamerika nach Ostafrika ist es ganz nah, heim spielerisch auf dem Globus spazieren gehen dcs liegt hier gleich gegenüber, unb wenn uns aus I mag — gelangen wir m bie ferne Wunderwelt Der toem Winkel und jeher Fensternische bes M u - Südsee. Wir staunen hier über ben ornamen* Itums für Völkerkunde in Gießen ein taten Reichtum der aus Neu-Pommern flammen- Auch von Ferne, Abenteuer und weiter Welt ent- Öen Rindenstoffe. Der Blick des Europäers gleitet aaenroebt. Dann sind wir Doch qeraDe heute am wohl nur so Darüber hm, bis ihm klargemacht
wurden Ehren, und Zusatzpreife geftiftet «m Samstagnachmittag wird in Gegenwart Des Vorsitzenden Der Kreisoereine, Lubwig H e ß (Watzen- born-Steinberg), und geladenen Gästen die Aus- stellung eröffnet Um weiteste Kreise Der ländlichen Geflügelhalter mit der Bedeutung einer richtig betriebenen Geflügelzucht vertraut zu machen, ist mit der Ausstellung eine Lehrschau verbunden. Hier sollen Die Besucher auf Die großen Unterschiede zwischen Der unrentabel Zucht Der Kreuzungsticre und der nutzbringenden Zuckst Der Rassetiere aufmerksam gemacht roerDen.
Landkreis ließen
X Lollar, 11. Jan. Am morgigen Sonntag, 12 Januar, können Die Eheleute Nikolaus Pogel und Ehefrau Katharina, geborene Robroach, bas Fest Der silbernen Hochzeit begehen.
0?r Fußbattsonntag.
VfL. Marburg — Burgsolms Luftwaffe — Bissenberg Sportfreunde Wetzlar — V»B.-Relchsbahn Watzenborn-Steinberg — Naunheim.
DiS Marburger füllten vor einem Siege stehen, denn wir glauben nicht, daß auf Dem Marburger Gelänhe Burgsolms irgendeinen Erfolg erzielen


