Aus -er Stadt Gießen
Nichtig schlafen.
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gegen mit Schwierigkeiten verbunden sein kann.
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c j6 raren, so von Italien, Rumänien, Ungarn, Bul- L/ pirien, Finnland, Dänemark und Kroatien. Bei d-^r
Y* (röifnung im Adolf-Hitter-Haus konnte Landes- 5■ tindwerksmeister Gauamtsleiter Samer im Na- r;. rffl des durch Krankheit verhinderten Reicksamts-
5 en des durch Krankheit verhinderten Reichsamts-
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Inters neben den Vertretern des europäischen Hand-
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rerks auch Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger
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M r-illkommen heißen. Als erster Referent sprach der 1 <räsident der Internationalen Handwerkszentrale,
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Klasse a
Eigene Vorsicht schützt vor Schaden und Strafe
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(Nachdruck verboten.)
0. Fortsetzung.
„Dann
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Verdunkelungszelt
10.12. von 17.06 bis 9.19 Uhr.
Zeder von uns kann mithelfen.
Gut und Blut vieler Familien kann der Verdun- kelungssünder mit seiner Fahrlässigkeit auf sein Ge- wissen laden. Durch seine Schuld können Menschen auf Lebenszeit unglücklich werden. Dieser Sünder habhaft zu werden, ist nicht so ganz leicht, denn nicht tn jedem Winkel, jedem Hinterhaus, jedem einsamen Gehöft kann das Auge des Gesetzes zu allen Stunden wachen. Da muß jeder von uns mit» helfen, um die gefährlichen Derdunkelungssünden auszumerzen. Wir kehren aber zunächst einmal vor unserer eigenen Tür, ehe wir uns an andere heran» wagen, denn nur mit ganz reinem Gewissen dürfen wir andere Volksgenossen ermahnen, warnen, zu bekehren versuchen, im Hartnäckigkeitsfalle mit An» zeige kommen. Infolgedessen begeben wir uns sofort bei Eintritt der Dunkelheit vor unser Haus. Wir haben sämtliche Lampen in unserer Wohnung angezündet und halten nun Umschau vor unseren eigenen Fenstern. Vor allem vergessen wir die H i n»
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„Also, wer sagt die Wahrheit, Sie oder Herr (Tnfnnr
„Ich." Der Pförtner raffte sich zusammen. „Worum es hier geht, weiß ich nicht. Ich bin fünfzig Jahre alt, Herr Kommissar. Ich war sechs Jahre Soldat und weiß, was ich sehe. Herr Kaspar muh also die Unwahrheit sagen." „
„Sie können wieder nach Hause gehen , entschied Kammin. Als der Mann die Tür hinter sich schloß, meinte er zu dem Verhafteten: ,Hetzt wollen wir uns Ihr angebliches Alibi einmal genau ansehen.
Die französische Regierung beabsichtigt, wie man ion gut unterrichteter Seite erfährt, in Kürze in jer unbesetzten Zone das gesamte flüssige Vermö- o»n der Juden im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung des Judeneinflusses zu blockieren.
Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger gab dann -ir die ausländischen Gäste einen Empfang. Er begrüßte sie mit dem Hinweis auf den gemeinsamen iampf der durch die Plutokratien unterdrückten Völker um ihr Lebensrecht und ihre Freiheit. Dabei läuterte er die weltanschaulichen Hintergründe bie- s Krieges mit der Kennzeichnung des jüdischen Zeltfeindes und die ihm dienstbaren Trabanten, freute wisse jeder Arbeiter, Bauer und Handwerker, jaß es sich hier um einen Krieg handele, der über hg Schicksal jedes Einzelnen entscheide. Der Gau- riter verwies auf die durch den Kriegsverlauf verbesserte Rohftofflaqe der Achsenrnächte und auf das c-folgreiche Bemühen deutscher Forscher in der Her- ellung von Ersatzstoffen, wie es sich in dem in rrantfurt errichteten Kunststoff-Institut besonders offenbare. Mit dem Hinweis auf die bedeutenden iiVgaben, die dem Handwerk im neuen Europa ^stellt werden, wünschte der Gauleiter, daß die Ta- iiinq wertvolle Anregungen vermitteln möge. Am Lachmittag sprach der wissenschaftliche Leiter des furopäischen Handwerksinstttuts, Professor Dr. Dr. Zehrte, über „Europäische Wirtschastsprobleme nd das Handwerk".
Im Kölner Gürzenich wurde durch Landeshaupt» mann Haake der Rheinische Literatur- । r e l s 1941 an Wilhelm Schmidtbonn „in Mrdigung seines Gesamtwertes" verliehen. Der >id)ter, der heute 65 Jahre zählt, studierte zunächst
Finger weg von der Abteiltür! Wer im Zug seine Hand zwischen Tür und Rahmen legt, ist selbst schuld, wenn er beim Zuschlägen der Tür verletzt wird. Die Gerichte versagen ihm jeden Schadensersatzanspruch gegen die Eisenbahn. Wozu sind auch Türklinken und Griffstangen da, an denen man sich ungefährdet festhalten kann! ..
Erst aus st eigen, wenn der Zug halt! Schon im Frieden ist das vorzeitige Aussteigen ge- jährlich, daher'verboten und strafbar. Erst recht gilt das bei Verdunkelung im Kriege. Also aufpassen und erst, wenn der Zug ganz zum Halten gekommen ist, die Tür öffnen und aussteigen! Wer das nicht beachtet und dabei Schaden nimmt, hat keinen Ersatzanspruch gegen die Reichsbahn.
Wenn der Zug einfährt, von der Bahnsteigkante zurücktreten! Wer sich vordrängt, wird leicht vom Zug oder einer vorzeitig geöffneten Wagentür erfaßt und hat dann die Fol- gen selbst zu tragen. Mindestens hindert er mit seinem Drängen das rasche Aussteigen der ankom-
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Kunst und Wissenschast.
Wilhelm Schmillbonn Träger des Rheinischen Literaturpreises.
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Nationalrat Gazzotti, über „Unsere Auffassung □m neuen europäischen Handwerk", wobei er die iischisttsche und nationalsozialistische Auffassung vorn -andwerk im neuen Europa zur Darstellung brachte.
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Explosion inRaumS
Roman von H.C. Hansen
Copyright by Prometheve-Veriog Dr.Eldiacfcer, Cröbonxell b.MBndion
;cm verlorenen Sohn ins Moderne übertragt, „Der das das uralte Thema der i iteratur in neuem Lichte zeigt, und „Die Stadt ler Besessenen", das die Ereignisse der Wieder- liufeneü in Münster behandelt, und die „Fahrt och Orplid", in dem das „eine, was not tut" — lingebenber Dienst am Alltag unserer Zeit — zum besetz erhoben wird. Reicher noch als das drama- Ische war das epische Schaffen Schmidtbonns, das i zahlreichen Novellen, Erzählungen und Roma- "en, unter ihnen „Uferleute", „Garten der Erde, .Die unberührten Frauen", „Mein Freund „Del , Der dreieckige Marktplatz", „An einem Strom cboren" und „Anna Brand" feinen Niederschlag imb. In schlichter Form deutet Schmidtbonn m Schicksalen, und Begebenheiten das Volkstum seiner heinischen Heimat. Dabei kommt es ihm darauf an, mie die Menschen ihr Schicksal meistern ober an lern Auftrag scheitern, den Gott ihnen gab.
Kriminalkommissar Kammin stellte mit einem Blick fest, daß es bereits halb neun Uhr abends war, als er die Haustürglocke des Fabrikanten Kobelt in Bewegung fetzte. Nach Abschluß der Vernehmung hatte er sich in kurzer Ueberlegung entschlossen die Nachprüfung des Kasparschen Alibis auf den folgen- den Tag zu verschieben, aber sofort den Kompagnon des Verhafteten aufzusuchen, von dem wichtige Auskünfte einznholen waren.
Nach Sekunden öffnete -ein Mädchen die Tür und musterte neugierig den späten Besucher. Sie nahm die Karte in Empfang und erklärte gleichzeitig, Herr Kobelt sei nicht zu Hause, werde aber jeben Augenblick zurückerwartet. Ob der Herr warten wolle. Kammin war damit einverstanden und ließ sich in ein behaglich auzgestattetes Wohnzimmer führen, wo er sich zwei Damen gegenuberfaf). Die eme von ihnen war sicher schon Ende der Vierzig, die andere höchstens Mitte Zwanzig.
Kammin bewegte unbehaglich den Hals im xra-
Auf dem gestrigen Gießener Schlachtvieh markt (Schlachtoieh-Verteilungsmarkt) in der Diehoerstei- gerungshalle Rhein-Main kosteten Ochsen 41,5 bis 45, Bullen 33,5 bis 43,5, Kühe 16,5 dis 46,6, Für» sen 39,5 bis 44,5, Kälber 40 bis 57, Schafe 30 bis 48 Rpf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,20, bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 dis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, e—f (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1,20, i (Altschneider) 1,18, g2 (andere Sauen) 1,08 RM. — Marktverkauf: Alles zugeteilt.
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grüßen. Seinem Namen murmelte er unverständlich und stand bann ziemlich unbeholfen da. Daß Mädchen hatte inzwischen der Dame des Hauses bie Besuchskarte überreicht und das Zimmer wieder verlassen. Frau Kobelt begriff sofort, um was es ging.
„Herr Kriminalkommissar Kammin? Sie kommen sicher wegen des Herrn Kaspar. Mein Mann fuhr vor einer Viertelstunde zum Präsidium Sicher wird er bald zurückkommen." Dann machte die Dame eine Handbewegung, die von den vorstellenden Worten: „Meine Tochter Karla", begleitet war und gleichzeitig eine Aufforderung zum Platznehmen enthielt.
Theo Kammin setzte sich schwer und wuchtig hin. Er stutzte über bie Aeußerung von Frau Kobelt, aus der hervorging, daß man hier offenbar schon von der Verhaftung wußte. Dann sah er Karla Kobelt prüfend an und stellte fest, daß sie zweifellos nicht zu den landläufigen Schönheiten gehörte. Trotzdem tonte er sich dem Eindruck nicht entziehen, daß sie bestrickend wirkte. Aber woran bas lag, war schwer zu erklären, denn eine zu hohe Stirn, eine zu kühn geschnittene Nase, ein weicher Mund und ein dazu nicht passendes energisches Kinn ergaben mitsammen kein Bild der Harmonie.
Darüber verging eine Weile. Langsam bedachte er, daß die Situation von ihm notwendig ein paar erklärende Worte verlangte.
„Ich bin erstaunt, gnädige Frau, daß Sie meinen Besuch mit Herrn Kaspar in Verbindung bringen."
Frau Kobelt lächelte nervös. „Eine Mitteilung von amtlicher Seite lag meinem Mann auch nicht vor, aber als Herr Kaspar Stunden hindurch nichts von sich hören ließ, als seine Frau besorgt umhertelepho- nierte, wo er stecke, erkundigte sich mein Mann eingehend bei Fräulein Barkow und kam zu dem Schluß, daß die beiden amtlich aussehenden und so bestimmt auftretenden Besucher, die Herrn Kaspar vorsorglich in die Mitte nahmen, sicher von der Polizei geschickt worden waren. Er rief bann beim Präsidium an und erhiett zur Antwort, daß man telephonisch keine Auskunft geben könne. Deshalb ist er selbst hingefahren."
Gut kombiniert." Kammin schmunzelte. „Es ist nicht nötig, baß ich Ihnen widerspreche gnädige Frau. Allerdings bitte ich, aus der Tatsache der Verhaftung keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.
(Fortsetzung folgt.)
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Auf der Dienstbesprechung der Gebietsführer und (lebietsmädelführerinnen der HI. sprachen Reichs- iinenminifter Dr. Frick und Reichserziehungs- ninifter Rust sowie der Inspekteur des Erziehungs- mb Bildungswesens des Heeres, Generalmajor $ riefen er. Die Besprechung fand mit Ausmaßen des Reichsleiters v. Schirach und des Reichs- stgendführers Axmann ihren Abschluß.
Europäische Handwerkswoche in Frankfurt.
Auf Einladung des Leiters des Deutschen Hand- rerks in der DAF. und Amtsmeisters der Jntei> rilionalen Hand werkszentrale, Reichsamtsleiters Lehnert, wurde in Frankfurt eine Europäische §ondwerkerwoche eröffnet, zu der neben dem Prä- jbenten der Internationalen Handwerks,zenttale, Nationalrat Gazzotti, die Vertteter des Hand- rerks einer Reihe europäischer Staaten erschienen
ter front des Hauses nicht, denn gerade dort finden sich die meisten schlecht verdunkelten Fenster. Um Babezimmer-, Klosett» und Speisekammer- fenfter haben wir uns lange nicht gekümmert. Man erleuchtet diese Räume nur kurze Zeit, besitzt außer- dem dort nur kleine, meist schmale Fenster und glaubt damit bereits seiner Verdunkelungsvflicht zu genügen. Vergessen wir vor allem nicht, daß auch die Verbunkelungseinrichtungen erneuerungsbedurf- tig sind. Erst wenn bei uns selbst alles in Ordnung ist, sind wir berechttgt, andere als Derdunkelungs- siinder zu betrachten.
Mehr Rücksicht auch beim Bucheinkauf.
NSG. Die Landesleitung der Reichsschrifttums- kammer wendet sich mit folgender Bitte an die Oesfentlichkeit: Auch der Buchhandel leidet wie alle anderen Betriebe unter Personalmangel. Es ist daher nicht möglich, daß der Kunde üverall so rasch bedient werden kann, wie es in Friebenszeiten der Fall war. Auch kann bei dem großen Bedarf an Büchern für bie Front in der Heimat nicht jebes Buch verfügbar fein, selbst wenn es in ber Tageszeitung besprochen worden ist. Käufer, nimm baher Rücksicht beim Bucheinkauf! Schone auch die Bücher beim Anfassen, wirf sie nicht durcheinander und unterstütze durch Disziplin den Buchhändler, der es dir danken wird.
Aufklärung für richtiges Hei,en.
Die auch für diesen Winter geplante große Aus- klärungs- und Schulungsaktion für richtiges Heizen wurde durch ein Merkblatt eingeleitet, das allen 24 Millionen Haushaltungen bes Großdeutschen Reiches zusammen mit den Lebensmittelkarten für die jetzige Kartenperiode zugeftellt wurde. Es soll durch weitere Merkblätter ergänzt werden, die die Kohlensyndikate für die einzelnen Brennstoffarten herausgeben werden. Zudem wird in diesem Winter auch die Heizerschulung weiter durchgeführt. Insbesondere werden die noch nicht geschulten nebenberuft „Heize richtig" ber DAF. zugeführt.
Äießener Swlachtviehmarkt.
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Keine WeihnachtS- und Neujahrstelegramme.
Der Reichsminister für Volksaufklärung und Pro- paganba und der Reichspostminister teilen mit: Mit Rücksicht auf bie Kriegszeit und bie starke Dean- pruchung der Post allem schon durch die große Zahl der Feldpostsendungen muß in diesem Jahre erwartet werden, dafe jeder Volksgenosse von der Der- enbung der sonst aus Höflichkeit In großen Tiengen versandten Wcihnachts- unb Neujahrsglückwunschkarten absieht.
Ferner hat ber Reichspostminister für bie Zeit vom 18. Dezember bis zum 5. Januar bie Annahme oon Telegrammen mit Glückwünschen zum Weihnächte- und Neujahrsfest, auch wenn sie als Brieftelegramme aufgegeben werden, gesperrt.
Lichtspielhaus: »Wir bitten zum Tanz-.
Hans TIof er als Besitzer einer Schute für Tanzunterricht und Anstandslehre in Wien um die Jahrhundertwende —: das ist der eigentlidje humori- tische Reiz dieses Lustspielfilms ber Terra. Moser entfaltet fein ganzes, oft beschriebenes Temperament; das Hübsche dabei ist, daß man fast jedes Wort versteht, und daß hinter Melancholie, Erbitterung und Granttgkeit immer wieder ein weiches Herz und ein goldenes Gemüt zu empfinden sind. Die Pointen der von Hubert Marifchka teils idyllisch, teils turbulent entwickelten Handlung beruhen darauf, baß Paul Hörbiger ein Konkurrenzunternehmen aufmacht, während in Mosers In- ftitut über Nacht versehentlich ein junges Paar ein- gesperrt wird. Die Lösung der hieraus resultierenden Konstikte ergibt sich in doppelter Harmonie mit einer Verlobung unb der naheliegenden Versöhnung und Geschäftsverbindung ber bei'ben Tanzmeister. Den zweiten spielt Hörbiger mit wienerischer Liebenswürbigkeit. Elfi May er Hof. er ist ber reizende Backfisch Sylvia, Hans Holt ein umbefüm- werter und fescher junger Kavalier aus verschollener Zeit. Fritz Koselka schrieb das Drehbuch, Anton P r o f e s die Musik. — Im Vorprogramm gibt es einen kulturhistorisch anziehenden Film über alte Puppen unb Puppenspiel. Hans Thyriot.
irrt haben können, als Sie am 11. Mai dieses Jahres Herrn Kaspar kurz vor sechs Uhr abends ins Werk und fünfzehn Minuten vor sieben Uhr wieder aus dem Werk herausgehen sahen?"
„Heute erinnere ich mich nicht mehr genau. Es ist zu lange her. Aber ich habe es hier eingetragen, unb das muß stimmen, unbedingt stimmen.'
„Herr Kaspar behauptet, bah er um emhalb sechs Uhr bas Werk verlassen hat unb an diesem Tage er ft zurückgekehrt sei, als er um einhalb acht Uhr bie Mitteilung von bem Unglück erhielt."
— bann ..." Der Mann war ganz oer-
fein sollte. ,
Einsicht bei WeihnachtseinkSufen.
Tragt den Bebürfnlffen der Front Rechnung.
Der Reichsminister für Dolksaufklärung und Propaganda teilt mit: „Die deutsche Wirtschaft hat jetzt im Kriege so unendlich viele und große Ausgaben zu bewÄttgen, daß die Produktion von Geschenk- ar di kein aller Art als zweitrangig dahinter zurück- treten muß. Arbeitskräfte, bie früher beispielsweise Kinderspielzeug hergestellt haben, drehen heute Gra- naten. Arbeiter und Arbeiterinnen, die früher Handtaschen unb schone Geschenkartikel fertigten, machen jetzt Pelzklei-dung für die Soldaten an der Ostfront. Unsere Transportmittel werden für die Versorgung unserer Truppen im Osten und für den Transport von Kohle und Kartoffeln benötigt. Allein die Feldpost befördert täglich 15 000 000 Postsendungen. In Deutschland besteht infolgedessen stärkster Mangel an Geschenkarttkeln. Der Weihnachtstisch kann in diesem Jahre nicht so reich gedeckt fein wie früher. Diele Volksgenossen haben nur wenige bescheidene ober gar keine Geschenkartikel kaufen können. Es wird deshalb erwartet, daß in diesem Jahre jeder Volksgenosse dieser Sachlage Rechnung trägt und keine größeren Weihnachtseinkäufe durchführt. Der Gedanke an unsere Soldaten im Felde unb an die Mühen unb Strapazen, die sie für die Sicherheit der Heimat auf sich nehmen, wirb jedem Dolksge- nassen dieses bescheidene Opfer leicht machen."
Gießener Vochenmarktpreife.
* Gießen, 11-Dez. Auf dem heutigen Wochbn- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, % kg 6 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 10, Unter- kohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 6 bis 10, Lauch 17, «Sellerie 15 Rpf.
Jahren wiederholt so günstige Gelegenheiten zum Erwerb von Porzellanen, wie sie selten mieber- kommen. Der Wert meiner Sammlung beläuft firn auf fast 200 000 Mark. Ein Drittel davon ist erst innerhalb der letzten zwei Jahre erworben worden.
Wir werden das nachprüfen", sagte Kammin und diktierte Michel den Rest der Vernehmung ins Protokoll. Bevor er damit noch ganz fertig geworden war, wurde ihm gemeldet, der Pförtner fei mit dem gewünschten Buch gekommen. Sobald der Kommissar den letzten Satz diktiert hatte, ließ er den Mann ein- treten. Er fuhr zusammen, als er seinen Ches erblickte, und trat scheu näher.
Die Vernehmung nahm nur Minuten in An- spruch. Der Pförtner schlug auf Verlangen Kammins bie Seite auf, die die Eintragungen vom Nachmittag des 11. Mai enthielt, und versicherte auf Befraaen, daß er mit dem besten Gewissen bezeugen könne, daß jeder Buchstabe der Wahrheit entspreche. Er wurde hinausgeschickt mit dem Bedeuten, auf dem Gang zu warten. *
Mollen Sie sich selbst überzeugen?" Kammin schob dem Verhafteten das Buch hin. „Hier steht deutlich und klar, daß Sie 17.55 Uhr zum Drittenmal an diesem Tage das Werk betreten und es um 18.45 Uhr wieder verlassen haben."
Kaspar starrte fassungslos auf das Papier und stammelte fchliefelich: ,Lch begreife nicht. Das ist faI^e bleiben bei der Behauptung, daß Sie um diese Zeit in Ihrer Wohnung bet den Geburtstagsgasten Ihrer Frau gewesen sind?"
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'Ist Der Pförtner zuverlässig? <
"Der Mann ist Kriegsbeschädigter und feit 1919 bei' uns tätig. Ich habe ihn immer für zuverlässig
----- der besten und wichtigsten Kraftquellen, die die Natur dem Menschen schenkte, ist der Schlaf. Mit dem Schlaf tzaben sich vjele Wissenschaftler und Gelehrte befaßt. Er birgt ein tiefes Geheimnis, denn für einige Stunden ist der Mensch im Schlaf völlig dem Leben entrückt, fein Denken wird ausaefchaltet, er ist ohne Bewußtsein, ohne Energie. Man hat festgestellt, dafe die Schlaftiefe verschieden ist und Dafe Der Schlaf meist leichter wird, ie mehr es dem Morgen zugeyt. Weiser weife man, Safe nach bem Schlaf die Tätigkeit des Hirns bei Dem einen schneller in Gang kommt als beim anderen unb das völlige Wacywerden für Den einen kein Problem Darstellt, für den anderen da-
menden Reiseckden und verzögert dadurch fdn eigenes 6 inf teigen.
Abteilfensier selbst verdunkeln! Jeder Reisende ist verpflichtet, bed Eintritt der Dun- kelheit die Vorhänge seines beleuchteten Abteils selbst zuzuzieben und geschlossen zu halten. Er darf also nicht warten, ob vielleicht die «Schaffnerin kommt und die Arbeit für ihn tut. Zuwiderhandlungen sind nach bahn- und luftschutzpolizeilichen Stimmungen strafbar und Die Reichsbahn ist gezwungen, diese Vorschriften ftreng ourchzusühren. Niemand kann sich dabei mit Unkenntnis ausreden. Denn die Bestimmungen hängen in jedem Abteil aus.
Dorfichtam verdunkelten Bahniiber- gang! Schrankenbeleuchlungen müssen heute selbstverständlich auch abgeblendet oder ganz ausgeschal- tet werden. Das erfordert der Luftschutz und ist nicht etwa Fahrlässigkeit der Reichsbahn. Also während der Verdunkelung noch vorsichtiger an Bahnübergänge heran fahren als im Frieden!
*
♦* Konzert der Jugend. Das Orchester Des Bannes 116 Der Hitler-JugenD gibt am kom- menben Sonntag ein Konzert, Das Den Besuchern einen Einblick in Die musikalische Arbeit her Hitler- Iugenb während der Kriegszeit ermöglichen soll. Die Vortragsfolge, aus Werken für Flöte, Klavier und Orchester von Telemann, Dittersdorf und Di- valdi sowie Kompositionen von Händel unb einer Trio-Sonate für zwei Blockflöten unb Klavier von Schickhardt bestehend, soll für die Besucher ein inneres Erlebnis werden.
Auck das Lebensalter spielt beim «Schlaf eine große Rolle. Das Kind, Der Jugendliche, kann beim größten Lärm einschlafen und läßt sich durch nichts stören, während ältere Menschen oft völlige Ruhe brauchen, um den ersehnten Schlaf zu finden, aus Dem sie dann beim kleinsten Geräusch wieder erwachen.
Solche Störungen gehören wegen Der Wichtigkeit gesunden Schlafes für die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit zu den Erscheinungen, Deren Bekämpfung auf naturgemäßem Wege sich die Wissenschaft zum Ziel gesetzt hat. Es ist nämlich nicht damit getan, daß man durch Schlafmittel den «vchlai künstlich herbeiführt, im Gegenteil, der dauernde Gebrauch von Schlaftabletten stumpft ab und macht so am Ende Den Schaben noch größer.
Solern es sich bei bem einzelnen Menschen nicht um funktionelle Störungen handelt, gibt es eine viel einfachere Methode, zu einem guten Schlaf zu gelangen. Sie besteht im richtigen Haushalten mit den Kräften unb der entsprechenden Vorbereitung auf den Schlaf. Wer abends lange und viel in lärmender Gesellschaft ist, wird sich nicht wundern können, daß er Angstträume und Beklemmungen verspürt, die das Schlafen zur Qual, aber nicht zur Erquickung werden lassen. Es gilt das einfache Gesetzt, daß- nicht zu spät zu Abend gegessen werden soll, daß man vor dem Schlafen das Lesen aufregender Lektüre und große körperliche Anstrengungen vermeiden muß und daß vor allen Dingen im Schlafraum frische Luft Selbstverständlichkeit
Das paßte Kammin nicht ganz in seinen Verneh- tiungsplan. Er fügte sich aber und besann trocken Hne Darlegung. „Wir haben Sie im Verdacht, eine t xplosion im Laboratorium des Herrn Wand her- leigefülirt zu haben." „ .
„Was? Das ist ja Irrsinn." Jede Zuruckhaltung ichwand. Kaspar sprang auf, als wolle er sich auf len Kommissar stürzen. ,Zch unb einen Mord besehen. Das ist.Wahnsinn!"
„Möglich, möglich auch nicht." Kammin zuckte nich mit Der Wimper. „JeDenfalls erreichen Sie mit kdjimpfroorten nicht. Daß wir Ihnen Glauben schen- lim. Wollen Sie nicht lieber ruhig antworten.
Der Fabrikant hatte noch Ueberlegung genug, um <u begreifen, Dafe diese Verhandlung genau so fach. Ich geführt werden müsse wie eine solche in emfm S-üro. Er liefe sich schwerfällig auf den Stuhl zuruck fallen und sagte tonlos: „Bitte!" ,
„Also, wie steht es mit Ihren Vermogensverhalt
'^Jch habe keine Schulden Die 60 000 Mark Die itz bei Der Gewerbebank geliehen habe, stellen nur ten achten Teil meines Besitzes Dar. Aufeer me nE Anteil in meiner Firma, Dessen Wert sich auf minde s-ns 400 000 Mark beläuft, habe lch ein Wohn Mundstück mit Garten, Das auf über 60 000 Marr * btefben Denn Ihre erheblichen Einnahmen? ( ie leben nicht besonders kostspielig. Im vörgange tsn Jahr bezogen Sie einen Reingewinn von fast 40 000 Mark aus dem Werk, wozu noch Ihr Gehalt tu rechnen ist. Macht in einem Safere 50 000 Mart, hjr Haushalt kostet nur einen Bruchteil davon.
..Dor drei Jahren ging das Unternehmen eines sireundes von mir zu Konkurs Ich hafte eine B S sihaft in Höhe von 100 000 Mark für ihn über TDmmen, die ich nach und nach abgedeckt h - *ufeerbem bin ich feit vielen Jahren leidenschaftlicher ^orzellansamrnler und hatte in den beiden letzten
: Musik, spürte aber bald, daß seine eigentliche Be- ubung auf literarischem Gebiet liege. Er schrieb fyftH iie Dramen „Mutter Landstraße", das die Legende
9ebÄommtffar ging fetbft xu der Türe und rief den Pförtner erneut feerein. ,,©te lange sind Sie in der Fabrik von Herrn Kaspar tattgr
"Kennen^Sie Herrn Kaspar genau, ich meine, sein
Aussehen so gut, daß Sie ihn mit niemand anders ~ ______________
verwechseln können?" mehrmals " aen" al's drücke dieser mit "einem Male, räusperte
°'lk g°nz XfÄ, ba6 Ä ge= sich'und fetite sich in Marsch, um bie Damen zu be.


