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haben münbeftens drei Sperrzonen zu über­winden: die deutsch-italienische Fernblockaüe auf dem Atlantik, die See- und Luftstreitkräfte der Ak^enmächte im Mittelmeer und endlich das Landen und das Löschen der Ladung unter den Augen der deutschen und italienischen Wehrmacht an den Ufern des Adriatischen, des Aegäischen und des Io­nischen Meeres. Bei der Unterstützungszusage, die Unterstaatssekretär Sumner Welles und Staatsse­kretär Hüll dem jugoslawischen Gesandten in Wa­shington gegeben haben, ist offenbar nicht in Rech­nung gestellt worden, daß Jugoslawien ohne Er­fahrung in der modernen Kriegführung gegen die kriegserfahrenen Achsenmächte angetreten ist, und daß Jugoslawien allein bei der Abwehr von Flie­gerangriffen beispielsweise auf die etwa m Split und Dubrovnik vor Anker liegenden und ihre La­dung löschenden amerikanischen Lersorgungsdampfer sich in einem hoffnungslosen Handicap befindet und sich auch nicht annähernd mit deni seit IVz Jah­ren auf deutsche Fliegerangriffe vorbereiteten Eng­land messen kann. Daß für die deutsche Abwehr gegen die Versorgung der Feinde die Flagge, unter der diese Neutralitätsbrecher segeln werden, keine Rolle spielen wird, hat der Führer bereits vor Monaten erklärt. Das Sternenbanner verbürgt kei­nem Schiff, das den Gegiiern der Achsenmächte Hilfe bringt, Sicherheit.

Wir Deutschen haben in den letzten Monaten immer stärkere Beweise dafür erhalten, daß sich an den führenden politischen Stellen der amerikanischen Union Männer befinden, denen das Augen­maß verloren gegangen ist. Man beruft sich darauf, daß Nordamerika dasLand der unbe­grenzten Möglichkeiten" ist, daß es also auch kleine europäische Länder, die sich einer vernünftigen und naturbedingten Neuordnung des verfügbaren Rau­mes widersetzen und mit außenstehenden feindlichen Mächten ein Bündnis abschließen, zu erfolgreichem Widerstande befähigen könne, vielleicht glaubt man in Washington, aus der Entwicklung der nordame- rikanischen Ausfuhr nach einer Reih« von Mittel- meerländern vor dem Kriege Folgerungen für die Kriegszeit ziehen zu können. Sieht man sich die Außenhandelsstatistik der Mittelmeerländer, bei­spielsweise der nordafnkanischen Kolonien und Schutzgebiete Frankreichs, weiter Aegyptens, Pa- lästinas, Syriens, der Türkei und selbst einiger Balkan- und Donauländer an, so ist allerdings bereits in den letzten Dorkriegsjahren eine beträcht­liche Zunahme des nordamerikanischen Anteils festzustellen. Da diese Länder zum Teil (nämlich die südlichen und östlichen Mittelmeerländer) die wirtschaftliche Domäne der beiden Westmächte Groß- btitannien und Frankreich waren, und da diese Lander in Vorbereitung auf den gegen die Achsen­mächte geplanten Krieg ihre eigenen Lieferungen nach den Mittrlmeerländern einschränkten, ergab sich für das lieferfähiq« und lieferbereite Nord­amerika eine günstige Konjunktur.

Diese Entwicklung gehört seit Annahme des Eng- landhilfe-Gesetzes im Parlament der amerikanischen Union der Geschichte an. Die Lieferfähigkeit der Union gegenüber Mittelmeerlänüern hat nahezu aufgehört. Nach der Absicht des Präsidenten Roosevelt soll die gesamte Wirtschaftskraft der Der- einigten Staaten dem befreundeten Großbri­tannien zugute kommen. Man ist selbst in der Union sehr geteilter Meinung darüber, welche ma­teriellen Ausmaße diese Hilfe im Laufe des Jahres 1941 haben wird. Wenn fetzt die Negierung in Washington erklärt, die Englandhilfe werde auf die beiden Balkanländer Jugoslawien und Griechenland ausgedehnt werden, so ist das nichts anderes als ein D l u f f. Solche Hilfe an Mittelmeerländer muß eine weitere Einschränkung der eigentlichen Englandhilfe und außerdem eine Verschärfung de? Transportrisikos zur Folge hoben. Die Welt wird Antwort auf die interessante Frage erhalten, ob sich in Kriegs^>ten eine Versorgung über raumfremde Meere durchführen läßt, an dessen Küsten die Gegner starke Kampfmittel bereithalten. Wird, woran nicht zu zweifeln ist die Frage dahin beantwortet, daß selbst wirtschaftsstarke Mächte sich in raumfremden Meeren nicht durch­setzen können, so werden die Völker Kontinental- europas im kommenden Friedensschluß dafür zu sorgen haben, daß überseeische Staaten künftig nicht wieder auf den Gedanken kommen können, gegen­über anderen Erdteilen Vorsehung zu spielen. Es ist eine Ironie der Weltgeschichte, daß dasjenige Land, das die Monroe-Lehre, d. h. die Lehre vom Selbstbestimmungsrecht der Völker gleichen Raumes, proklamiert hat, selbst am schwersten gegen diesen Grundsatz gesündigt hat. 0.8.

Gotischer Meister.

Eine Geschichte von Ludwig Bäte.

Der Leiter des Museums der kleinen schwäbischen Kreisstadt hatte mir manches Schöne gezeigt, am meisten aber war mir eine nicht übermäßig große, holzgeschnitzte Madonna ausgefallen, die, wie leicht zu erkennen war, der spätgotischen Zeit angehörte. Sie hatte einen liebreizenden Ausdruck um den vollen, in erster Blüte geöffneten Mund und trug, was ich bisher noch nicht gesehen hatte, lange, bis auf die Schultern herab fallende Zöpfe. Was mich aber noch mehr verwunderte, war das kleine Mäd­chen, das vor die Plastik getreten war und sie un­verwandt anschaute. Es.mochte zehn ober elf Jahre alt sein und erinnerte so auffallend an die vor ihr stehend« Gestalt, daß ich beinahe erschrak.

Die Arbeit ist fchwäbische Gotik", erzählte der Leiter,was Sie aber besonders fesseln mag ich glaube es Ihren Augen anzulehen ist das augen­blickliche Bild, das fast eine Wiederholung des The­mas zu sein scheint."

Die Kleine hatte uns bemerkt und war nach einem Knix in das Nebenzimmer gelaufen.

Sehen Sie", fuhr der Direktor fort, ,Has Werk ist wahrscheinlich im Orte selbst entstanden, die Fa­milie, zu der auch das junge Mädchen gehört, ist noch heute hier ansässig. Der alte Meister hat, wenn die Ueberlieferung stimmt, ein seltsames Erlebnis gehabt. Er machte eine Reise nach den Niederlanden, wie das damals öfters geschah, und blieb auf der Rückreise in einer kleinen Stadt Westfalens, irre ich nicht, unweit von Münster, hängen. Dort scheint er sich bald in eins der blonden, langzöpfigen Mädchen oes Landes verguckt zu haben, das wohl willens gewesen fein muß, ihm in feine ferne schwäbische Heimat zu folgen. Das ist heute ja nichts Beton- deres mehr, damals aber bedeutete es ein« Umpflan­zung in einen andern, völlig fremden Lebensraum. &)re Eltern waren wenig einverstanden: er selbst hatte keinen mehr zu fragen, da seine Angehörigen fast alle tot waren. Von einer Seite war also alles in Ordnung, doch wuchs der Widerstand der zukünf. tig erhofften Verwandten so an, daß nur die Flucht als einzige Rettung Übrig blieb, wenn fick) die bei­den nicht trennen wollten, wozu keine Neigung be­stand. Sie machten sich denn heimlich oofc wurden

Meldung, daß der

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unmöglich gemacht sei.

9. April. (DNB.) Präsides

Washington

General Simowitsch auf den Schild erhob, ein Tels

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Rooseveltsichert den serbischenVerräteq erneut »jede nur mögliche" Hilfe zu.

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Die Neuyorker Presse bringt unter schreiendes Ueberschriften die überraschend gekommene Nach richt von der Einnahme *

Washington, 9. April. (DNB.) Präsides fTpiiM Roosevelt hat an den 17jährigen Koni § Miiell Peter,^den die militärische Verschwörercliqu^wn,

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glänzendes Beispiel für seine ttaditionelle Bravoui abgibt. Deshalb werden die Vereinigte, Staaten, wie ich es bereits der Regierung Eurer Majestät zugesichert habe, aufs schnell ft 1 jede nur mögliche materielle Hilfe i.

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Uebereinstimmung mit den heute geltenden Stu stimmungen übersenden. Ich übermittle (Sure 1 Majestät meine aufrichtige Hoffnung, daß Jh, Widerstand gegen diesen verbrecherischen Angriff auf die Unabhängigkeit und Unversehrtheit Ihres

Düstere Stimmung in London.

Das britische Dolf wird auf weitere Verluste und Hiederlagen vorbereitet.

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Englands Expeditionskorps.

Genf, 9. April. (Europapreß.) Der Sonder­korrespondent von United Preß in Griechenland be­richtet aus Athen:

Auf meiner Reise von Saloniki nach Athen war ich Zeuge der Ankunft des britischen Expeditionskorps. Verschiedene Male wurde der Eifenbahnzug, mit dem ich reifte, auf ©eiten- gleise geschoben, um Platz zu machen für Güter­züge, die Tanks mit voller Besatzung transportierten. Ich sah auch, wie von riesigen Kra­nen schwere Tanks und schwere Ge­schütze vonTransportschifsen gehoben und Truppen der Nil-Armee auf griechischem Boden landeten. Die Straßen, die von den Hafenplätzen ins Innere des Landes führen, wiesen einen sehr regen Verkehr auf. Hunderte von schweren ßaft- wagen rollten vorbei, alle schwer mit Kriegsmaterial beladen. Lange Kolonnen von Lastwagen und Autos beförderten Truppen an die Front. Nach der riesigen Menge von Kriegs­material zu urteilen, das das britische Expeditions­korps nach Griechenland mitdrachte, scheinen die Engländer sich auf einen langen Feldzug vorzube­reiten."

Anders als erwartet.

Serbische Gefangene über die Wirkung der deutschen Stukas und Panzer.

Sofia, 9. April. (Europapreß.) Die bulgarifchen Morgenblätter veröffentlichen an auffallender Stelle den griechischen Heeresbericht, in dem erklärt wird, datz die Jugoslawen in Mazedonien durch ihren Rückzua den linken Flügel des griechischen Aufmarsches entblößt haben.

In Sofia ist eine größere Anzahl kriegsge­fangener serbischer Soldaten einge­troffen. Unter den Gefangenen befinden sich auch Bulgaren aus Mazedonien, die im jugo­slawischen Heer bienten. Die Gefangenen befinden sich in einem jämmerlichen Zustand und sind see­lisch niedergedrückt. Das Erlebnis der deut­schen Luftangriffe und der deutschen Panzer verursachte bei vielen von ihnen einen Nervenschock. Die serbischen Offiziere äußerten sich dankbar über die Großmütigkeit der Deutschen, Die ihnen ihr Leben rettete. Ein serbischer Ge­fangener erklärte dem bulgarischen BlatteUtro": Wir waren entschlossen, tapfer z u kämp sen und zu siegen. Der Kampf begann aber anders, a l s wir es erwartet hatten. Die deutschen Kampfflugzeuge haben uns aus niedriger Höhe angegriffen, und die deutschen Truppen machten uns das Leben schwer. Was geschah, machte uns wahnsinnig, umsomehr, als gleichzeitig deutsche Panzer ein Höllenfeuer auf uns eröffneten. Die Deutschen Panzer stießen plötz- lich durch unsere Linien durch und dran­gen in das Inner« unseres Landes vor. Der Feind konnte von uns nicht behindert werden. Dis nach­folgende Infanterie zwang uns zur Waffen- streckung."

Starker Eindruck in ttGA.

N e u y 0 r k, 9. April. (Europapreß.) Die ersten Rückschläge der englischen Bunde sgeno' ff en auf dem Balkan, insbesondere der aus Athen gemeldete Rückzug der Jugoslawen in Süd- serbien, werden von den hiesigen Blättern am Dienstagnachmittag in sensationeller Form berichtet. Auch die angeblich aus neutralen militärischen Krei­sen m London stammende Meldung, berzufolge S a - l 0 niki geräumt werden mußte, macht hier starken Eindruck. Diese Schwenkung hat nach dem anfäng­lichen Optimismus über einen erfolgreichen Wider­stand der englischen Verbündeten zu erheblichen Kurseinbußen an der Neuyorker Bors« ge­führt. In Verbindung mit einer weitgehenden 23er» kaufswelle büßten besonders die Rüstungs- werte (Dupont, Bethlehem, United Steel usw.) bis zwei Dollar ein.

Der Fall Salonikis verbunden mit dem unaufhalt­samen deutschen Vormarsch in dem hier für unbe­zwingbar gehaltenen Gelände führt hier zu tiefem Pessimismus. Die Blätter drucken zwar Roose- 0 e l t s Telegramm an König Peter mit dem

Das älteste Haustier.

Der Hund ist das älteste Haustier des Menschen, und aus Aegypten liegen aus grauer Vorzeit eine Reihe von Nachrichten Darüber vor, die auch die Frage nach den frühesten Hunderassen und Zucht­bestrebungen klären. Bereits in vorgeschichtlicher Zeit, die im Nilland viele Jahrtausende zurückliegt, gab es Dort eine HunDeform, Die man früher stets nur für Das Zweistromland belegt glaubte: Die große Dogge. Man hat WanDzeichnungen unD Schnitzereien in Hierakonpolis aufgefunDen. Die Den Riefenhund in Gesellschaft unD im Dienste Des Men­schen zeigen. Eine Schnitzerei auf einem Speckstein- zepterknauf , Die beste NaturDarstellung Der vor- Dynastischen Zeit, stellt eine ßöroenjagD Dar, bei Der Hunde, die durch Halsband deutlich als Haushunde bezeichnet sind, dem König Der Tiere entgegentreten. Aus Der Zeit Der ersten Dynastie, etwa 3300 v. Ehr., rourDe ein in Elfenbein aeschnitztes Spiel aus einem ©rabe geborgen, Das sieben HunDe unD zwei Löwen umfaßt; dabei ist einer der Hunde von den andern deutlich unterschieden und läßt sich sofort als Dachs­hund erkennen. Auch auf der Schminkpalette des Königs Narmer, die aus der Grenzzeit zwischen ägyptischer Vorgeschichte und Geschichte stammt, sind drei Jagdhaushunde dargestellt. die man früher für

gegen", in Dem es ausführt: Die englische 21M miralität gebe zu, daß Die V « r l u st z i f f e rin an britischer Hand«lst0nnage Der letzkin I Woche nicht nur Diejenigen Der Vorwochen kataftro« ,J phal übersteigen, sondern sogar Die Verlustserie Des Woche von Dünkirchen. Es sei durchaus möglich, I daß sich dies« verheerende Entwicklung noch inten« siviere. England setze, um diese furchtbaren 53er* lüft« auszugleichen, feine Hoffnung auf Die Der« einigten Staaten von Nordamerika. Die Verlust«! feien jedoch so groß, daß sie durch N.

Käufe oder Beschlagnahmung feindlichen Schiff raums nicht mehr ausgeglichen werde« könnten. Neben der Kriegführung auf Dem Balkan feien jedenfalls Die maritimen Verlustziffern Die größte Gefahr für Großbritannien« Das von einer Blockade umgeben ist, vor deren» Auswirkungen die Augen zu schließen sinnlos ift. Britische Admiralität gibt Verluste z«.

N e u y 0 r k, 10. April. Wie Die AgenturINS" meldet, gibt die britische Admiralität den Verlust Der TrawlerLord Melbourne" und(Trat mon Island" bekannt.

ßanDes von Erfolg gekrönt sein wird."

Ruhige Beurteilung in der Türkei.

Rom, 9. April. (Europapreß.) In einer halb-« I amtlichen Mitteilung des Rundfunks von An« kara wirs unterstrichen, daß in her Türkei voll» k0 mmene Ruhe herrsche. Nur wenige deutsch! Staatsangehörige hätten Istanbul verlassen. Din Türkei, so bemerktMessaggero" zu einem aus An­tara vorliegenden Reuterbericht, werde sich audg gegenüber Den neuen Ereignissen auf dem Balkon neutral verhalten. In dem Reuterbericht war ausgeführt worden, man könne dessen gewiß sein daß hie Türkei alle notwendigen Maßnahmen trek fen werde, um ihre Freiheit und Unabhängigkeit M verteidigen.Immerhin", so gibt Reuter zu,scheintj ihreRolle" gegenwärtig hauptsächlich defen­siver Natur zu sein. Zahlreiche Beobachter finö ebenfalls der Ansicht, daß die Türkei gegenüber den jetzigen Ereignissen neutral bleiben wird."

Englands maritime Lage katastrophal.

Madrid, 9.April. (Europapreß.) Die ZeitunD Madrid" veröffentlicht einen kurzen, inhaltsreiche Arttkel unter Der UeberfchriftDem Enhe ent*

Dachshunde hielt, die aber wahrscheinlich Vorstehd Hunde sein sollen. Merkwürdigerweise finden sich auj ollen diesen vorgeschichtlichen Tierbildern Die steh­ohrigen, ringelschwänzigen WinDhunDe nicht, Die he« wichtigsten Typ unter Den HunDedarstellungen bet Alten Reiches ausmachen. Diese auffällig einförmi­gen unD absonDerlichen HunDebilDer Der früheste« aeschichtlichen Zeit Aegyptens zeigen ein Überaul schlankes, hochgestelltes Tier auf ansehnlicher Größe« Das in erster ßinie zur Jagd verwendet wurde, aber auch als Luxustier in Den Gemächern heil Großen Des Landes erscheint. C. K.

Stockholm, 9. April. (DNB.) Die Stimmung in London war am Dienstag sehr d ü st e r. Die jugoslawische Armee befindet sich auf dem Rückzug. Demo in der Cyrenaika ging verloren. Die britischen Verluste an Handelstonnage in der Schlacht auf dem Atlantik sind furchtbar. Alle diese Nachrichten lassen London Schlimmes ahnen. (Eine gewisse Unsicherheit greift in der britischen Hauptstadt um sich. Den raschen Rückzug Der Wavell-Armee i n Nordafrika empfindet man, wie der Londoner Korrespondent vonDagens Nyheter" meldet, als schweren psychologischen Rückschlag. Die Oeffentlichkeit wurde bereits am Dienstag auf die Möglichkeit des Falles von Saloniki vorbereitet. Der Besitz von Saloniki, wo man nach englischen Pressestimmen noch wenige Tage vorher eine Dauernde Front gegen Deutschland schaffen wollte, wird bereits auf Wink amtlicher britischer Stellen alsnicht w e i t e r w i ch t i g" dargestellt. Das einzige, was vom Balkan in das Ohr Der bri­tischen Oeffentlichkeit Drang, war der griechische Heeresbericht, der in vorwurfsvollem Ton den Rückzug her jugoslawischen Süd- armes und damit die E n t b l ö fpi n g her grie­chischen Flanke mitteilte, eine Nachricht, hie, wie her Londoner Korrespondent vonStockholms Tidningen" berichtet, an den deutschen Durchbruch bei Sedan erinnerte. Der militärische Mitarbeiter DerIlmes" bereitet die englische Oeffentlichkeit auf einen furchtbaren Schock vor, inhem er Dem Leser­kreis schwerste Kämpfe und Deutsche Erfolge an vielen Punkten anfünhigt.

Die Hoffnung auf einen erneuten Widerstand der Wavell-Armee in Libyen schwindet ebenfalls immer mehr. Man rechnet bereits damit, daß Wa- vell, um sich eine Atempause zu verschaffen, g a n z Libyen räumen und sich auf die befestigten Stellungen bei Marsa Matruk an Der libysch-ägyp­tischen Grenze zurückziehen muß. Auch von der bri­tischen Front auf dem Atlantik hat England nichts Gutes zu berichten. Die Lage auf dem Atlan­tik, wo England in den letzten vier Wochen min­destens 400 000 BRT. Handelsschiffsraum verlor, sei, wie der Londoner Korrespondent vonSvenska Dagbladet" meldet, äußerst beunruhigend, zumal die Versorgung der britischen Armee in Nordafrika und auf dem Balkan enorme Mengen von Tonnage erforderlich mache.

Wir werden auf eine harte Probe gestellt."

Liddell Hart warnt vor Luftschlössern.

Genf, 9. April. (DNB.) ImDaily Herald" vom 7. April schreibt der britisch« Mlitärschriststeller Liddell Hart, Der unerwartet« unD schnelle Vor­stoß der Deutsch-italienischen Truppen in Libyen von Marsa el Brega nach Benghasi am 1. April trug alle Anzeichen einer ersten Bewegung in einer kombinierten Operation von größter Reichweite. Wir werden auf eine hart« Probe ge- gestellt niemand sollte diese Tatsache verkennen. Der Winterschlaf im Verein mit Erfolgen gea-en die Italiener gaben Den Konstrukteuren von Luftschlös­sern neuerdings Oberwasser bei ihren heiteren Dar­stellungen vom Frontwechsel Jugoslawiens als einem Unglück für die Achsenmächte. Auch die Art und Weise, wie sie Darüoer schrieben, daß Hitler gezwungen sei, nun an zwei Fronten zu kämp­fen, hat eine oerteufeite Aehnlichkeit mit den stra­tegischen Ansichten, Die im vorigen April bei Dem Angriff gegen Skandinavien geäußert wurden. Die Gefahren eures Zweifrontenkrieges hätten nichts mit Der gegenwärtigen Lage Deutschlands zu tun. Das wäre verschieden, wenn Deutschland anstatt an zwei Fronten beschäftigt zu sein, an zwei Fronten versagt hätte. Jeder Diktator, Der über ein gut ausgerüstetes Heer verfüge, werde es vorziehen, es zu beschäftiaen, anstatt es zur Untätigkeit zu ver­urteilen. Uno je mehr er fürchtet, her Balkan könnte rmü Schauplatz eines Zweisronten-Druckes werden, desto großer dürften auch seine Anstrengungen fein, dieser Möglichkeit zuvorzukommen, indem er mit ihr fertig zu werden versucht, während es noch ein Einfrontproblem gibt. Dagegen l)abe General Wavell bisher einen Drei fronten krieg führen müssen, her sich nun bald in einen Vierfron­te n k ri eg verwandeln Dürfte.

Zeitschriften.

Freude am Lebe n." Bebilderte Monats­schrift des Reichsbundes für Biologie. Hugo Bef mühler Verlag, Berlin-Lichterfelde. Das April- Heft der vom Leiter des Reichsbundes für Biologik Dr. Walter Greife, geführten Monatsschrift bringt! u. a. einen von charakteristischen Aufnahmen beglei» teten Aufsatz von H. Flaig, her auf einige Besonder« heilen beim Frühlingseinzug in den deutschen Alpes aufmerksam macht. Ein interessantes, nicht nur de» Mediziner angehendes Problem untersucht die ein­leitende Abhandlung von Professor Dr. Max d« Crinis, her sich mit'hen Beziehungen zwischen Ge­sicht sausdruck unb Krankheit befaßt und im beson­deren aufweist, wie sich bestimmte Erkrankungen« vielfach durch gewisse Ausorucksbewegungen un» Veränderunaen der Gesichtsmuskulatur äußern. Heber die Lebensweise des Zaunkönigs, über di« dis zur kurzem noch nicht allzu viel bekannt war« berichtet ein mit sehr schönen Naturaufnahmen ge­schmückter Aufsatz von Ludwig Förster, her insbe" jonbere merkwürbige Beobachtungen über das Lie­besleben des winzigen Vogels mitteilt. Jnspektoe Paul Cretzoiu, Naturschutzsachverständiger Rumä­niens, gibt in einem Beitrage über die Nadelhölzer seiner Heimat unb ihre Stellung im NaturschuD einen Einblick in Die urwüchsige Lcmbschast Rumä­niens. Die kleinen Beiträge befassen sich mit De® Dogelwelt Bulgariens, mit der Zugunruhe De.. Vögel, mit her Beringung von Fischreihern und >m« dem Wildbretgewicht norbwestdeutscher Rotwilo- ftämme. Buchbesprechungen, hie Liste Der Neuer­scheinungen unb Die stets geschätzte Preisftage vekff vollständigen Den Inhalt des sorgfältig redigierte» unb ausgestatteten Heftes.

Der Toten sehr ähnlich sehen, was ich nicht von Der HanD weisen mochte: jeDenfalls ist sie oft hier mit ihrer verirrten hilflosen Art, für die ich mir feine Erklärung weiß, Da sie in eine leben53ugeroanDte und wohlhäbige Familie hineingeboren ist und es, wie man so sagt, wohl aushalten kann. Aber Kin­der sind ja oft seltsam, zumal in jenen Jahren."

Er zog den Fenstervorhang zur Seite: Der eDle Ausdruck von Schmerz und scheuer Schamhafttg'keit trat voll zutage. Der gotische Meister hatte lein Letztes in Das weiche, schmiegsam« Lindenholz yin- eingeschrieben. Mochte Die Sache nun stimmen oder nicht, es blieb Das tiefe, kaum entschleierte Geheim­nis eines uneraründlichen Leidens, erschütternd in seiner Juaend, durch Die Kunst in Die Bezirke des unverbrüchlich Dauernden hincingehoben. Die Sonn« fiel schräg'durch Die bleiverglasten Fenster Des ehe­maligen Refektoriums, in Dem man das Museum untergebracht hatte. Ich trat zur Seit« und mochte der Rührung nicht wehren, die mich hilflos machte.

wieDerholten Versprechen einer Hilfeleistung ab, enii halten sich jedoch diesmal jeglichen Kommentar- Das ist ein deutliches Zeichen Dafür, daß niemaiy weiß, wie Dieses Versprechen erfüllt werden foL Im Leitartikel sagtWashington Daily News", Dij Nachrichten vom Palkan-Kriegsschauplatz seien cnii mutigend.Sollte es zu einem zweiten Dünfirdjq oder zu Schlimmerem kommen, was wird Dann aiy England und aus unserem Gelübde, Hitler zu siegen? Es ist besser, darüber jetzt noch nicht nach zu denken."

V. llnfl Iw jfli gtge

aber verfolgt: er selbst kam ins Gefängnis, unb her reinliche Prozeß, Der auf Verführung und Ent- ührung lautete, stand nahe bevor. Mochte es nun ein, daß man den jungen, tüchtigen Bildhauer, der auch schon für eine Der beiDen Kirchen Des Ortes eine Arbeit geliefert hatte, im Grunde ganz gerne sah, ich weiß es nicht. Jedenfalls fand sich Gelegen­heit, daß sie sich öfters im Turm sahen und eilig eine neue Flucht oorbereiten konnten, die dieses Mal in einer späten Novembernacht vor sich aehcn sollte und zu der man keinen Mitwisser ins Geheim­nis gezogen hatte.

Die festgesetzte Nacht brach an; her Wärter, Der ein Amt wohl nicht allzu genau nahm, war be­lache n worben. Alles schien gut zu gehen, bis ein pät aus her Wirtschaft, kommender Nachbar her Eltern Die beiden sah und schleunigst, Durch Den Trunk gestärkt, erheblichen Lärm schlua, zugleich Seinen Hund auf sie hetzte. Rasche Flucht konnte nur ►elfen; sie warfen sich beide in Den Fluß, um so chnell wie möglich das gegenüberliegende Ufer zu ?«winnen. Glücklicherweise war Der Hund, ein ftar- es jähes Tier, nicht nachgekommen, so Daß von hier aus nichts aeschah. Bei Dem Schwimmen in Dem schon winterkalten Wasser aber hatte sich Das Mäd­chen so erregt, daß es, als endlich Das Ziel erreicht und man in einem benachbarten Gebiete in Sicher­heit war, schwer erkrankte und schon nach wenigen Tagen starb, ohne Di« Eltern wiedergefehen und sich mit ihnen versöhnt zu haben. Sie yatt«n sich vorher trauen lassen; Der Geistliche, ein milDer, ver­ständiger Mann, war ohne weiteres einverstanden gewesen, zumal man ihm versprochen hatte, nach­träglich alles in Güte zu regeln. Der Meister ist Dann nach Schwaben zurückgekehrt und hat die frühe Tote in Dein Bildwerk ein gefangen, das Sie hier sehen. Es ist, nicht nur rein menschlich, das kost­barste Stück unserer Sammlung."

Aber Sie wollen wissen, was Die Klein«, Die Sie hier eben für einen Augenblick erblichen, mit dem Werk« zu tun hat. Nun, sie gilt als Nachkomme einer Schwester Der Heimgegangenen, Die Dem unver- heiratet gebliebenen Schwager später Den Haushalt führte und sich Dann mit einem Mitglied des Rates verheiratet hat. In ihrer Familie lebte Das An­denken an die Tote lange fort; noch in Der Resor- mationszeit wurde regelmäßig eine Messe für sie gelesen, bis bann das Stiftungskapital verfiel oder in andere Hande überging. Die Kleine joü übrigens

gramm gefanht, in dem es heißt:Regierung un) B^ii u Bevölkerung Der Vereinigten Staaten beobachte, |j, no mit Bewunderung hie mutige Selbstverteidigung |Xi geb' Des jugoslawischen Volkes, Das roieDer einmal ein

lhme Salonikis. Die gleichzeitig! JV weetoung, oag uer gesamte griechische Ostflügel fcty ( lieber habe angeboten habe, läßt an Wirkung nichh r.La zu wünschen übrig. Selbst Das antiDeutsche Hetz, r blattNew York Post" verzeichnet groß Die Toik, fach« daß Die VerbinDung zwischen Öen Jugoslawe I | i ir einerseits und Den Griechen und Engländern jepj W unb