Dienstag, y DezemberlM
Gietzener Anzeiger
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Zuversichtliche Stimmung in Japan
tritt, steht noch nicht fest.
ft ™ dem M m bjn Fäßern bei Manila n^am°rlk°ni,ch-s
?nlageY.finben" $ie WerToU« dLei auch!wobei 350 Mann der Besatzung verloren gingen.
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Fruchtlose Verhandlungen
lassen. Die Zahl der m den Vereinigten Staaten
gesehen von den freudig bewegten Gruppen, die die neuesten Nachrichten lebhaft austauschen, unverändert. Ob die Verdunkelung unverzüglich in Kraft
aber Japan mache einen Unterschied zwischen einem Krieg gegen Staaten und einem Krieg gegen individuelle Staatsangehörige der Feindmächte. Voraussichtlich würden die Angehörigen der Feindstaaten in Gruppen eingeteilt werden, die Beruf, Alter und Geschlecht berücksichtigen. Nur ein Teil würde interniert werden; andere würden in Freiheit ge-
Das ist die Saat Roosevelts, die nun aufgeht. In Washington konnte niemand erwarten, daß diese Drachensaat Friedensfrüchte zeitigen würde. Japan hat lange gewartet, hat alle Möglichkeiten zu einer friedlichen, ehrenvollen Verständigung ausgeschöpft.
kanntgegeben. Die amtliche Erklärung besagt, daß die Bombardierungen erfolgreich waren.
Japanische Landung auf Malaia.
Stockholm, 8. Dez. (Europapreß.) Eine er-1 folgreiche japanische Landeoperation im Nordosten von Malaia wird am Montagmorgen in London bekannt. Es sei den Japanern gelungen, bei Pa- dang Savap zu landen und sich des Flugplatzes Kora Baru zu bemächtigen. Britische Land- und Luftstreitkräfte seien in Kämpfen mit Japanern verwickelt, lieber einen japanischen Luftangriff a uf Singapur liegt eine amtliche britische Erklärung vor. Die Bomben hätten eine geringe Zahl von Todesopfern gefordert.
Die Befehlshaber der japanischen Wehrmachtteile. Oben links Generalstabschef des Heeres General S u g i y a m a , oben rechts der Chef des Admiralstabes Admiral Nagano, unten links der Chef der Heeresluftwaffe Generaloberst D o h i h a r a, unten rechts der Chef der Marineluftwaffe Konteradmiral S a w a m o t o. (Scherl-Archiv-M.)
Aernsvrechanschlusi 2251 Druck und Verlag:
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Oie USA.-Schlachtschiffe „Oklahoma und „West-Virginia" versenkt.
Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummcr bis 8' .Ubr desBormittagS
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M. Jahrgang Nr. 292
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Heimat imBild DieScholle
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Monatlich.....RM.1.80
von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt
Friedensvermittlung bisher unglaubliche Geduld und Zurückhaltung au^ Frieden jo fci dies ausschließlich aus dew Wunsch
afhinglon muß schwere Schäden zugeben.
Sie ersten Augenzeugenberichte über die japanischen Lustangriffe auf Hawai Guam und die Philippinen.
Tokio, S. Dez. (Europapreß.) Die Marinesektion des kaiserlichen Hauptquartiers gibt am Montag mittag bekannt, daß japanischen Kriegsschiffen ein überraschender Angriff auf die USA.-Jlotte einschließlich der Flugzeugträger im Gebiet der Hawai-Infeln gelang. Zwei USA.- Schlachtschiffe wurden versenkt und vier Schlachtschiffe sowie vier Kreuzer der A-Klasse schwer beschädigt. Auch wurde eine große Anzahl feindlicher Flugzeuge vernichtet, während die japanischen Verluste an Flugzeugen leicht sind. Lin USA.-Flugzeugträger wurde von einem japanischen U-Boot bei Honolulu versenkt, doch ist dieser Bericht noch unbeslät^t. Das USA.-Minensuchboot „plnguln“ (1000 BRI.) wurde von japanischen Flugzeugen versenkt, die die Insel Guam am frühen Morgen angriffen. Viele feindliche Handelsschiffe wurden im Stillen Ozean gekapert, während der Kämpfe gingen keine japanischen Schiffe verloren. Bei den versenkten USA.-Schlachtschiffen handelt es sich um die Schlachtschiffe „O k l a t) o m a“ und „w e st - Virginia" (29 000 bzw. 31 800 Tonnen).
Gleichzeitig wird mitgeteilt, daß die japanische
Roosevelt am Ziel.
Roosevelt hat jetzt den Krieg, dem er seit Monaten nachgelaufen ist. Er kam allerdings zu biefem Krieg, als er ihn noch nicht brauchen konnte. Denn seinen Aufmarsch im Stillen Ozean hatte er soeben erst begonnen, nachdem er sich vorher mit Churchill über die Macht-, und Besitzoerteilung in den ostasiatischen Gewässern „verständigt" hatte. Die zwischen Washington und Tokio feit längerem geführten Verhandlungen waren ihm nur Mittel zum Zweck; d. h. er benötigte sie, um den Japaner über seine Kriegsvorbereitungen zu täuschen. Er hatte dabei das Pech, seinen japanischen Gegner zu unterschätzen. Denn Roosevelt hoffte, Tokio durch Drohungen und Freundschaftsversicherungen solange hinziehen zu können, bis er den Japanern mit der entsicherten Pistole erklären konnte: entweder du nimmst Meine Forderungen an, oder ich drücke ab.
Die gesamte japanische Presse betont eindeutig die Schuld der Kriegstreiber in den USA. und England. Nach der Hintertreibung der aufrichtigen japanischen Bemühungen um eine friedliche Regelung der Fernostkrise habe es keinen anderen Ausweg mehr gegeben. Japan wolle einen dauerhaften Frieden im Fernen Osten Herstellen und müsse die Würde der Nation wahren. „Asahi Schi— bun" weist darauf hin, daß das eigensinnige halten der USA. an sturen Grundsätzen und unmöglichen Forderungen wie z. B. der Rückziehung der japanischen Truppen aus China, der unbedingten Rückgängigmachung der Anerkennung der Nationalregierung in Nanking und der Aufgabe des Dreimächtepaktes Japan zum Krieg gezwungen habe. „Sie, Zeit ist gekommen, unsere ruhmreiche dreitausendjährige Geschichte zu bewähren und einen dauerhaften Frieden in Ostasien herzustellen, indem wir mit allen gegnerischen Einflüssen aufräumen." „Hotschi Schimbun" betont, | ber Krieg sei unvermeidlich gewesen, weil die USA
//|bcr Erhaltung des Friedens und der Ersparung un- I säglichen Leides für die Menschheit erfolgt. Japans I Gegner seien stolz auf den Besitz der riesigen Na- iturschätze und strebten die Beherrschung der Welt an. Zur Vernichtung dieses Feindes und zur Schaf- I fung der neuen Ordnung Ostasiens müsse das ja« panische Volk mit einem langen Kriege rechnen.
Flotte in den Lhinagewassern das USA.- hßam Ausgang dieses Krieges hänge der Sieg oder Kanonenboot „W ateu in Besitz nahm and das der Untergang des japanischen Empires und das britische Kanonenboot „Petrol" bei Schanghai Wohlergehen ober der Ruin von Gesamtostasien versenkte. Japanische Truppen haben am Montag- ab. Er sei glücklich, so stellte Tojo schließlich fest, morgen einen Angriff aus Hongkong unter, daß das Bündnis mit Deutschland und nomtnen. Amtlich wird In Tokio die Bombordie- 2' ° N - n und d.e B e z, e Hungen Ja p a n s Hing milifärifdjer Ziele oon Singapur mit dem ^ger qeftalten*Für Hunde« Millionen Iraner sei Tagesanbruch des 8. Dezember sowie die Dombar- &je gerommen- alles für die Sache des Bater- bterung von Davao (auf der philippinen-Jnfel [aribes zu opfern.
Mindanao), ferner von Wake und Guam be-
Japanische Befehlshaber.
lebenden japanischen Staatsangehörigen erreicht annähernd 200 000. Auf den Philippinen, wo die Verhaftungsbefehle Roosevelts inzwischen durchgeführt sind, leben rund 8000 Japaner. Auf Hawaii beträgt Die Zahl der Japaner rund 150 000. Ein Vertreter des japanischen Auswärtigen Amtes überreichte am Montag den Botschaftern der USA. und Englands sowie den Gesandten Kanadas und Australiens formelle Kriegserklärungen und ersuchte sie, ihre diplomatische und konsularische Tätigkeit einzustellen. Gleichzeitig wurde den Angehörigen der betroffenen Missionen versichert, daß in Uebereinftimmung mit dem Völkerrecht alle notwendigen Maßnahmen für ihr persönliches Wohlergehen getroffen würden. Dies gelte auch für alle übrigen Staatsangehörigen dieser Länder.
Ein Aufruf des Tenno.
Tokio, 8. Dez. (DNB.) Anläßlich der Kriegserklärung Japans an die Vereinigten Staaten und Großbritannien richtete der Tenno einen Aufruf an die Nation. Er gibt seiner Gewißheit Ausdruck, daß das ganze Volk in dem bevorstehenden Kampfe mit geeintem Willen feine ganze Kraft einsetzen werde, um die Stabilität Ostasiens zu sichern und damit zum Frieden'der Welt beizutragen. Das Prinzip der Politik Japans ist es stets gewesen, sa heißt es, die Freundschaft unter den Nationen zu pflegen, um in gemeinsamer Arbeit zum Wohle aller Länder beizutragen. Entgegen diesen seinen Wünschen ist Japan jetzt von den Vereinigten Staaten und Großbritannien das Schwert in die Hand gezwungen worden. Angetrieben durch die Versprechungen und Hilfeleistungen dieser beiden Staaten stört das Tschungking-Regime, die wahren ^Absichten Japans verkennend, nun schon über vier Jahre den Frieden Ostasiens. Die Vereinigten Staaten und England brennen danach, ihre Machtgelüste, den Osten zu beherrschen, befriedigen zu können und haben darum andere Länder veranlaßt, erhöhte militärische Vorbereitungen an allen Seiten unseres Reiches zu treffen, um uns herauszufordern. Mit allen Mitteln haben die Vereinigten Staaten und England unseren sriedlichen Handel gestört und sich bemüht, unsere wirtschaftlichen Bindunyen zu zerreißen, was die Existenz Japans ernftltd) gefährdet.
Geduldig, in der Hoffnung, die Widerstände friedlich regeln zu können, haben wir ausgeharrt, während unsere Gegner auch nicht die geringste Neigung zu einer Verständigung zeigten und die notwendige Regelung der schwebenden Fragen hinauszuschieben versuchten. In der Zwischenzeit aber haben sie den politischen und wirtschaftlichen Druck verschärft, um Japan zur Unterwerfung zu zwingen Im Interesse seiner nationalen und wirtschaftlichen Existenz ist Japan darum gezwungen, zu den Waffen zu greifen. Japan will und wird im Geiste seiner Vorfahren die ihm übertragene Aufgabe erfolgreich durchführen, um einen dauernden Frieden in Ostasien herzustellen und den Ruhm des Kaiserreiches zu wahren.
N e u y o r k, 8. Dezember. (DNB.) Heber Hawai, Singapur, Davao, die Wake-Insel und Guam werden aus amerikanisch-eyglifcher Quelle verschiedene Berichte bekannt. Roosevelt selbst sah sich gelungen, dem Kongreß mitzuteilen, daß „ber Angriff auf Hawai die USA. 2 Kriegsschiffe und 3000 Tote und Verwundete gekostet habe. Dabei ist den amerikanischen Armee- und Marinestreitkräften schwerer Schaden zugefügt wor- den Außerdem ist gemeldet worden, daß amerikanische Schiffe auf hoher See zwischen San Franzisko und Honolulu torpediert worden sind. Fast gleichzeitig hat das Weiße Haus bekanntgeben müssen, daß eine „verhältnismäßig große Anzahl von Flugzeugen und Flugzeughallen beim japanischen Angriff auf Hawai vernicht e t wurden. Aus der gleichen Bekanntmachung geh hervor, daß die Japaner ihre Angriffe zielbewußt aus die militärischen Anlagen der Insel beschrankten, denn es wird gesagt, daß „viele Bomben auf Honolulu abgeworfen wurden, daß jeltod) Die hauptsächlichen Verluste sich auf Armee- und Marinelager beschränken". Einige Rückschlüße auf die starke Wirkung des Angriffes ermöglicht auch der Satz in derselben Mitteilung, daß „V e r- stärkungen an Flugzeugen sowie Reparatur- Möglichkeiten und Bodenpersonal in Eile nach Hawai entsandt werden". Der Sekretär Roosevelts, Early wurde gefragt, ob man unterrichtet fei, wie es den Japanern möglich gewesen wäre an Den äußeren Verteidigungslinien Hawais vorbelzukom- men. Early konnte darauf nur ausweichend antworten, daß die Japaner wahrscheinlich einen Flugzeugträger verwandt hätten.
Aus dem Bericht eines Augenzeugen geht her- Dor, daß bei dem Angriff auf Hawai die erste
allerdings auf der eigenen Konzeption der Vereinigten Staaten über die Zukunft Chinas basieren sollte Die japanische Regierung habe in ihren Gegenvorschlägen Mitte Mai ausdrücklich festgestellt, daß Japans Verpflichtungen zu militärischem Beistand aus dem Dreierpatt vertragsgemäß erfüllt werden würden. .......o ..... ,,
Das Memorandum erwähnt auch einen weit- nicht nur unsere versöhnlichen Vorschläge mißachten aebenben japanischen Vorschlag vom 20.11., wonach sondern so wett gingen, praktisch zu verlangen, daß beide Regierungen sich verpflichten sollten, keine der Osten und seine Volker z u m Sklaven bewaffneten Streitkräfte in irgendwelche Gebiete Arne r i k a s werden . Die Zeitung greift mit bit- Südostasiens und des Südpazifiks zu schicken, ausge- teren Worten den Einkre.sungsfeldzug der femd- ^niöfilck-Jndockina. Ferner sollten beide lichen Machte an, deren ganze Taktik darauf ab- für die Sicherstellung solcher Waren in Niederlän- gezielt habe, Japan durch allmähliches Aushunaern d^icb-Jndien Sorge tragen, die in beiden Ländern auf die Knie zu zwingen. ,^omiuri Schimbun sieht D mürhon9 Außerdem war die Wiederherftel- zuversichtlich die Ausmerzung des englisch-nord- gebraucht w • • bestehenden Handels- amerikanischen Einflusses im Fernen Osten in näch-
lung ber vor ^rr J/Xn ^/ bie USA ?Deüiefe= ster Zukunft voraus, aber bas japanische Volk müsse beziehungen ^orgesehen, was die UdA^ QelUefe i o i ^bereiten. „Nitschi
rUH^C,J .an r^a^\bHtfd}i <54)^6^" hebt hervor, baß Japan nicht sollte fetnerlei ^°^ahmen ergreuen, die der Wie^ asiatischen Volker willen
derherstellung des tfne d W P ,n &en Krieg eingetreten sei, sonbern auch, um bie
(fffina zuwiberuefen. Mißstände ber Plutokratie vollstänbig zu beseitigen,
(Sine Nundsunkansprache Tojos.
Tn f in 8 Dezember. (DNB.) Premierminister t u n g 5 a f t i o n e n gegen Japaner i n b en Tojo erklärte in einer Runbfunkansprache, Amerika USA. unb auf b en P h i 11 p p i n en erttarte habe Japan gegenüber Forderungen gestellt, die ein Sprecher ber Regierung, bie lapamsche Wehr- voll ia u nannehmbar seien, wie beispiels- macht werbe, nachbem Japans Friebensbemuhungen weise bie bebingungslofe totale Zurückziehung ber bebauerlicherweise gescheitert seien, zwar felbftDer- Militärkräfte aus China, die Aberkennung bes I stänbüch alle^ tun. um ben Femd nieberzuschlagen, Nankingregimes unb bie Annullierung des Dreier- ' ' " ***** " "'*"""
paktes. Hätte Japan diese Bedingungen angenommen, so wäre das Prestige und das Weiterbeftehen des 'japanischen Empires in Frage gestellt worden.
Noch niemals habe Japan eine Niederlage in seltner langjährigen Geschichte erlitten. Wenn Japan
L u f ttor pedos verwendet unb Den Angriff sehr tief geflogen haben, benn es heißt in bem Augen-1 zeugendericht, ' baß bie Japaner mit Bordwaffen die Anlagen beschossen. „Drei Schiffe wurden angegriffen unb ein Schlachtschiff in Branb geworfen. Alle Verbinbungslinien zwischen ben verschiebenen Armee- unb Marineflughäfen scheinen zerstört zu sein. Nach bem Angriff auf Ford Js- lanb manbten sich bie Japaner bem Flugplatz Hickham Fielb zu. Beobachter erflaren, bah dort beträchtlicher Schaden entstanden sei, unb baß eine Anzahl von amerikanischen Flugzeugen ab« geschossen würbe. Auf bem Flugplatz ist man augenblicklich fieberhaft bei ber Arbeit, um bas Felb von ben Trümmern zu säubern."
Aus einer englischen Melbung geht hervor, baß bie Japaner den Angriff auf Guam ebenfalls mit außerordentlichem Schneid durchführten. Es heißt: „Der japanische Angriff auf Guam wurde von tief fliegenben Bombern ausge
führt, die fast bis auf bie Oberfläche ber Erbe T o t i o, 8. Dez. (Europapreß.) Die Nachrichten herabkamen." Nach Melbungen aus Manila sollen von &en ersten Erfolgen ber japanischen Wehrmacht die japanischen Luftangriffe auf die Philipps' in dem großen Raum zwischen Hawaii unb der nen von Borb eines Flugzeugträgers aus Malaiischen Halbinsel haben Begeisterung ausge- erfolgt sein. In einer englischen Melbung heißt' es: ^st. Das japanische Volk hat bie Melbungen vom „Das für das Militär ber Vereinigten Staaten Kriegsausbruch -"nach langen Monaten ftänbiger reservierte Gebiet bei Sagnic in ben Bergen, Spannung unb Ungewißheit mit gelassener Zuver- runb 435 km von Manila entfernt, würbe am I sjchj aufgenommen. Das Stabtbilb in Tokio ist, ab« Montagmorgen bombarbiert Schwere Schä« ......" v;'
Den würben auf ber Insel angerichtet. Es ist mit Dem Verlust zahlreicher Menschenleben zu rechnen/ Wie United Preß melbet, ist in Washington mit- geteilt worben: „Der Präsibent hat soeben eine Depesche bes Kriegsbepartements erhalten, in ber Die Torpedierung eines Truppentransporters, rund 1650 km w e stlich von San Franzisko mitgeteilt wird." Schließlich
Japan hat die Rooseveltschen Anmaßungen und Herausforderungen mit erstaunlicher Langmut und stoischer Ruhe hingenommen, hat verhandelt, seine Friedensbereitschaft bewiesen, hat Erpressungen und Vergewaltigungen scheinbar übersehen. Es ist aber in Fragen seiner Ehre und seiner nationalen und wirtschaftlichen Zukunft nicht einen Schritt zurück» gewichen. Roosevelt hatte bis nach den letzten japanisch-nordamerikanischen Verhandlungen in Washington die zynische Frechheit, in einer „Botschaft" an ben Tenno heuchlerisch zu erklären, daß er „in dieser äußersten Notlage auf einen Ausweg sinne, um die dunklen Wolken zu zerstreuen". Er sprach von „heiliger Pflicht, die traditionelle Freundschaft wieder herzustellen und weiteres Blutvergießen zu vermeiden." Das schrieb er in einem Augenblick, wo sein Sinnen und Trachten nur Darauf gerichtet war, Japan über seine Kriegsvorbereitungen gegen Japan und seine ostasiatischen Interessen zu täuschen.
Roosevelt glaubte sich so sicher in seiner politischen Methodik, daß er gar nicht auf den Gedanken kam, Japan konnte seine Heuchelei durchschauen. Um so großer war in Washington bie Ueberraschung, als Die Botschafter bes Tenno Herrn Hüll, bem Hanb- langer Roosevelts im Außenamt, statt der erwarteten Antwort die Kriegserklärung bes Tenno auf ben Tisch legten. Hüll hatte sich von seiner Bestürzung noch nicht erholt, als ihm bie Nachrichten oon den ersten japanischen Kampferfolgen zur See, zur Luft unb zu Lanbe mitgeteilt würben. Mit biefer schnellen Entwicklung ber Rooseveltschen Kriegstreiberei hatte Washington- offenbar nicht gerechnet.
General-Anzeiger für Oberhessen eie6en,9$d)ulftra6e7-9
Tokio, 8. Dez. (Europapreß.) Das japan,(che Außenamt gibt den Inhalt des Memorandums be- kennt, das als A n t w o r t auf die Note des USA . ■ Außenministers Eordell f) u 11 oom 26. Nooember am Sonntag in Washington überreicht wurde. Die japanische Regierung betrachtet es danach als u n - möglich, durch weitere Derhanblun gen zu einem Übereinkommen mit Den JBeremia» ten Staaten zu gelangen. Der Vorschlag ber US^ verkenne Japans Dprer im Lhma-Konslikt völlig. Die japanischen Vorschläge oom 20. November, Die u. a. bie japanische Bereitwilligkeit enthielten, die Streitkräfte aus Französisch-Jnbochina Zuruckzu- ziehen, sobalb ber Friebe Zwischen Japan uno China wieder hergestellt sei, hätten eme Grundlage für eine gedeihliche Zusammenarbeit beiber Lander in allen Angelegenheiten im Fernen Osten und 'M üblichen Pazifik geboten. Bei ben Derhcmblungen in Washington se? Japan stets mit Fairneß und Mäßigung aufgetreten. Dagegen habe bie Ub/v Regierung unter Verkennung ber ?egebenhetten an ihren Theorien^festgehalten unb sich gemeigert, auch nur um einen Zoll von ihren unbu )! b baren Grunbsätzen zurückzuweichen Alle Be Dingungen, bie bie Vereinigten «taaten Japan m bezug auf bie Beilegung bes China-Konfliktes g tellt hätten, verkennten „bie gegenwärtigen Um^ tänbe in China und zielten auf eine Zerstörung )er japanischen Stellung in Ostasien ab ■ .
In bem Mernoranburn ber lapanischen Regierung wirb erklärt, baß bie Washingtoner Regierung - reits Mitte April in ihren Vorschlägen ver langte, Japan solle sich zu einer Gar a n t l e amerikanischen 'sicherhe.t n°rpfl.cht n für den Fall, baß die 'Bereinigten Staaten .m Selbstverteidigung" in ben europäisch . Krieg eintreten würden. Die Vereinigten St hätten als Gegenleistung eine Frie^ensverm' zwischen Tokio imD Tschungking angeboten, Di


