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Donnerstag, 9. ©ffober 1941

(91. Jahrgang Nr. 240

Beilagen:

Neue gewaltige Vernichtungsschlachten im Osten

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ihren Schiffsgeschützen in den Landkampf einzu­greifen versuchten. In allen Fällen haben die deut­schen Artilleristen ihre gute Treffsicherheit bewiesen. Bereits am 17.9. setzten die Geschütze einer deut­schen Artillerieabteilung zwei Sowjetkreuzer im Hafen von Leningrad durch ihr gutliegendes Feuer außer Gefecht. Einer der beiden Kreuzer erhielt einen Treffer in die Munitionskammer, der zweite wurde durch mehrere Treffer schwer beschädigt.

Im Laufe des September versenkten die deutschen Geschütze im Hafen von Leningrad insgesamt fünf sowjetische Handelsschiffe und beschädig­ten ein weiteres so schwer, daß es auf Grund ge­setzt werden mußte. Die Hafenanlagen von Lenin­grad, Kronstadt und Oranienbaum sind durch das

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Erscheint täglich, außer [ Sonntags und feiertags

Dicke schwarze Pilze wachsen drüben bei den Bol­schewisten aus dem Boden. Die Erde unter unseren Füßen erzittert. Dann dringt dumpfpolternd der Einschlagsknall zu uns herüber.

Puiii, Puiii, es kracht, als wäre die Hölle l 0 s. Wir ducken uns unwillkürlich, so dicht pfeift es über unsere Köpfe hinweg, und blicken uns um. Die Nebelwerfer find in Tätigkeit ge­treten. Wenn ihre Geschosse drüben zerbersten, fließt ein milchigweißer Qualm auseinander. Nebel von der dicksten Sorte. Schöne Suppe für die Bolsche­wisten: sie werden fluchen, so sie noch können. Alle Sicht für die Lenkung ihres Abwehrkampfes

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DRV. Aus dem Führer Hauptquartier, 8. Oktober. Das Oberkom­mando der Wehrmacht gibt bekannt:

Während in der U k r a i n e die Angriffs- und Verfolgungsoperationen i n v ol­le m F l u h find, hat der am 2. Oktober eingeleitete Durchbruch in der Mitte der Ostfront zu einer neuen Folge gewaltiger Vernichtungs- schlachten geführt. Allein im Raum von Wjasma find wie durch Sonder­meldung bekanntgegeben mehrere sowjetische Armeen einge­schlossen. Sie gehen unerbittlich ihrer Vernichtung entgegen.

Westlich von Leningrad scheiterte in der Rächt zum 7.Oktober ein erneuter Landungsversuch des Feindes, bevor er die Küste erreicht hatte.

In kühnen Luftangriffen wurden hinter der ganzen Front Transportwege und Eisenbahnlinien schwer getroffen. Zahlreiche Eisenbahnzüge wurden zerstört oder beschädigt. In der letzten Rächt griff die Luftwaffe kriegs­wichtige Anlagen in Moskau und Leningrad an.

Bei Luftangriffen auf die Reede von Suez wurde in der letzten Rächt ein größeres handÄrfchiff durch Bombentreffer beschädigt..

Einslüge des Feindes in das Reichsgebiet erfolgten nicht.

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^emt'bumpfer Sbfchutzknall. Zischend ziehen über uns hinroeq die ersten Granaten zu den Bolsche­wisten hinüber. Der Auftakt! Es geht los. Ueberall rumsen und brüllen nun die Geschütze. Untere ganze Artillerie es ist eine stattliche Versammlung schießt, was aus den Rohren geht.

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oorwärtsgerückt, gleichzeitig machte das einem Leitartikel darauf aufmerksam,

ziehen.

Als der Führer 'm feiner letzten Rede sagte, diese gewaltigen Operationen seien feit 48 Stunden im Hange, knüpften die Schreibtisch-Strategen der eng­lisch-amerikanischen Judenpresse an diese Aeußerung ihre Kritteleien, aber schon am Montagmorgen jchwante wenigstens einem Teil der britischen Presse llnheil. Der militärische Mitarbeiter derTimes" schrieb, die Deutschen schlügen hart zu^ und seien " "VKaljasin

DNB....., 8. Oft. (PK.)Noch fünf Minuten."

Alles fertigmachen,"Hans, hak mir mal rasch die Gasmaske ein."

Das leise Klappern des Rüstens zum Aufbruch ist zu hören. Die feldgrauen Männer in den schma­len Laufgängen der vordersten Jnfanteriestellungen setzen die Stahlhelme auf, greifen nach den Ge­wehren. Alle find von einer unerhörten Spannung gepackt. Noch Minuten ..., noch Sekunden ..., dann beginnt, was wir seit Wochen erwarteten: Der Großangriff der Mitte gegen die

Mehrere sowjetischeArmeen eingeschlossen

Eine neue Folge gewaltiger Bernichtungsschlachten. Durchbruch in der

* Mitte der Ostfront.

DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 8. Oktober. Das Oberkom­mando der Wehrmacht gibt bekannt:

In kühner Operation aus dem Raume ostwärts Dnjepropetrowfk ist eine deutsche, durch italienische, ungarische und^ slowakische Verbände verstärkte Panzerarmee zum Asowschen Meer vorge stoßen und hat der bei Melitopol frontal geschlagenen 9. sowjetischen Armee den Rückzug verlegt. Gleichzeitig haben deutsche und rumänische Kräfte die Verfolgung von Westen her fortgesetzt. Dabei ist es einem schnellen Verband der Wassens gelungen, entlang der Küste des Asowschen Meeres nach V e r d j a n s k durchzustoßen und den von Rorden kommenden panzerkrästen die Hand zu reichen. Von allen Seiten eng umschlossen, stehen hier nunmehr sechsbissiebenseind- liche Divisionen unmittelbar vor ihrer Vernichtung. Den schwachen Resten des geschlagenen Gegners, die aus R 0 st 0 w abzuziehen versuchen, ist der ^-Verband bereits bis M a r i u p 0 l nachgestoßen.

Feuer der deutschen Artillerie ebenfalls bereits schwer beschädigt. Mehrere Landungsver­suche der Bolschewisten an der Küste des Finni­schen Meerbusens unter dem Schutz sowjetischer Schiffsgeschütze wurden unter Mitwirkung der deut­schen Artillerie ebenfalls vereitelt.

Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum 8. Oktober das eingefchlofsene Lenin­grad. Erneut wurden viele taufend Kilo­gramm Spreng - und Brandbomben bei guter Erdsicht abgeworfen. Zahlreiche Brände ent­standen in den Zielräumen. Durch die erfolgreichen Angriffe wurden wieder erhebliche Zerstörungen an kriegs- und wehrwirtfchaftlichen Anlagen ange­richtet.

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Vor uns eine flammende qualmende Feuerwand

Der Beginn einer neuen großen Schlacht im Osten.

Bon Kriegsberichter Rasso Königer.

chr Auge, die Beobachtungsstelle, geblendet. Sie verstreut wahllos ihre Schüsse in die Gegend. Gegenüber unserem machtvollen Feu^rüberfall wirkt diese Gegenwehr kläglich. Unserer Infanterie tut dieses schwache Feuer nichts.

Die Sonne ist inzwischen am Himmel hoher ge- stiegen. Strahlend blitzt sie über das Kampffeld Sind Stunden vergangen oder nur Sekunden, seit das Tosen begann? Wir müssen erst wieder auf unsere Armbanduhr sehen. 00 stürmten in einer vorher noch nicht gekannten Zusammenballung die gewaltigen Eindrücke auf uns ein, daß wir jedes Zeitgefühl verloren. Es ist erst Viertel nach 6. Wie auf einem riesigen Schlachtenpanorama rollt der Angriff vor unseren Augen ab. Als schnurgerade Ketten durchschreiten die Infanteristen die schmale, von unseren Pionieren gebahnte Gasse durch die eigenen Minenfelder, steigen über die Krümmung der vordersten bolschewistischen Erdstellungen und verschwinden in den Mulden und im Strauchwerk am Horizont. - M ,

Weit links tacken jetzt MG.s. Das ist beim Nach­darregiment, erst das langsame Knattern eines bot» chewistischen Maschinengewehrs. Die raschen Feuer- töße unserer eigenen MG.s antworten. Dort cheinen noch einige vom Feuer verschont gebliebene Bolschewisten zu sitzen. Vor uns marschiert alles wie im Manöver. Ohne Widerstand geht es vorerst zügig vorwärts.

Die Feldtelefone bei den Artillerie-B-Stellen klm- geln.Feuer vorverlegen lOO Meter zulegen 200 Meter vor." Unser Artilleriefeuer wandert wei- ter in das feindliche Gebiet hinein.

Bohlen find nun schon über unsere Schützengra­ben gelegt. Die ersttn Gefechtsfahrzeuge poltern langsam darüber. Dahinter weitere endlos schei­nende Ketten der Infanterie. Es ist wieder das alt- gewohnte Bild des Vormarsches.

Wir blicken uns noch einmal in den oerlafsenen Stellungen um. Rund zwei Monate ja, so lange ist es schon waren wir in diesem Gelände. Es war damals ein harter Befehl für uns, den Vor­marsch zu stoppen und eine feste Stellung in der Mitte zu beziehen. Wir erinnern, uns noch gut, wie es war. Es gab strapazenreiche Tage damals im heißen Juli und August und Kämpfe, die hart und verbissen waren. So freuten wir uns zu einem Teil, daß mir uns wieder etwas verschnaufen konnten. Zum anderen Teil bedauerten wir es.Jeder Tag ist kostbar", sagten wir damals,zusammenschlagen müssen wir die Bolschewisten doch also je eher desto besser." Die Tage waren aber nicht verbum­melt, das erkannten wir später, als die Erfolgs­meldungen aus dem Norden und dem Süden

Bolschewisten. >

Es ist der 2. Oktober. Erneut ein kurzer Blick - auf die Armbanduhr, gleich wird es 6 Uhr fein. 1 6 Uhr früh ist die befohlene Zeit für den Feuer­schlag Dor uns in dem fanft hügeligen, mit niedn- l gern Buschwerk bestandenen Steppengelande . herrscht tiefe Ruhe. Es ist der lauernde Friede tas 1 Niemandslandes. Wir kennen das. Dort drüben, in» 1 etwa 500 Meter Entfernung, wo eine unregel­mäßige Bodenwelle anfteigt, fitzen die vordersten - Posten der Bolschewisten. Gestern abend haben sie von dort unseren vortastenden Spähtrupp ange- schossen-en ^ndwall vor unserem Graben haben Beobachter unserer Artillerie ihre Scherenfernrohre gestellt Mit dem Fernglas wandern wir die geg­nerische Stellung ab. Nichts! Nichts ist zu sehen, die Bolschewisten gewandt wie die Katzen tarnen sich gut. Hinter dem Strauchwerk blinft roter Zie­gelschutt durch. Das war einmal die Kirche eines unscheinbaren kleinen Dorfes nordostwärts von Smolenfk. Nur Trümmer find noch dort. In ihnen oder dicht dabei müssen bolschewistische Granat­werfer sitzen. Von dort pfiff es immer unangenehm in unsere Gräben hinein. Keine Bewegung ist zu sehenWartet nur", murmeln mir,gleich wird es ein Wecken geben, daß euch Hören und Sehen

Durchbruch.

Mit tiefer Dankbarkeit für Führung und Sol­daten hat das deutsche Volk die Kunde vernommen, laß im Verlaufe der am 2. Oktober eingeleiteten Operationen im Zentrum der ganzen Ostfront nicht Stur mehrere sowjetische Armeen im Raum von L j a s m a eingeschlossen worden sind, sondern dar­über hinaus der Durchbruch unseren Tapferen gelungen ist und sich jetzt in diesen großen Räumen gewaltige Vernichtungsfchlachten voll-

kamen. .

Damals sahen wir ejn, daß wir m der Mitte eine wichtige Aufgabe hatten und nicht die geringste da­zu. So wuchs im Raum von Smolensk eine feste, von der Führung befohlene Stellung. Erst gruben wir uns nur Deckungslöcher gegen die feind­liche Artillerie. Im steten Abwehrkampf gegen die bolschewistischen Vorstöße näherten sich diese ^chüt- zengräben, wurden zusammenhängende Laufgänge und MG.-Nester und Unterstände. Ein lückenloser Stacheldraht wurde gezogen. Als die Nächte kühler wurden, begannen wir Bunker auszuschachten. Holz gab es genug. Mit Erde überworfen und Rasen ab­gedeckt sahen sie wie Zwerghütten aus.Villa Froh­sinn" undIn die Heimat möcht' ich wieder" stand mit Rotstift gemalt über der Türe. Innen war es schön warm und abends beim Schein der Petroleum­lampe fast gemütlich. Bald hatten wir uns einge­lebt. Die Essenholer hatten feste Trampelpfade. Es war wie am Westwall nur daß die Bolschewisten lebhafter als die Franzosen mit Granatwerfern und Artillerieüberfällen störten und wie am Westwall dehnten sich allmählich die Tage und Wo­chen.Wenn es nur weiterginge", stöhnten wir mit einem Blick auf den Kalender. Aber vom Westwall her wußten wir, daß unsere Führung schon weiß, was sie tut. Alles ist wohlüberlegt und auch unser Tag wird kommen.

Jetzt ist er da. Wir sind wie von einem Druck erlöst. Der Stillstand ist vorbei e s g e h t a u ch in der Mitte vorwärts, das stimmt uns freudig, obwohl wir genau wissen, daß auch ernste und harte Stunden in den kommenden Angriffs­tagen zu erwarten sein werden.

lieber uns dröhnt es in der Luft. Bomber drei sechs, neun zählen wir. Wie silberne Riesen­vögel zieht die Staffel über unsere Köpfe hinweg. Wir wissen, jetzt werden die rückwärtigen bolsche- wistischen Batterien eingedeckt. Es ist alles bis ins klein st e gut vorbereitet. Wochen stiller Vorbereitung, in denen bei den Stäben eifrig auf den Karten gemessen und gerechnet wurde, in irgorod 1 Charkow .. V '

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iftriegsmaterial an den Rätebund nicht so schnell ge­liefert werden könne, weil Transportmöglichkeiten fehlten.

Die Armeen des im Mittelpunkt der sowjetischen Front kommandierenden Marschalls Tim 0 schen - r o sind von ihrem angeblichen Siegesmarsch aus Smolensk, den die pluto kra tische Presse wollüstig «usmalte, sehr schnell abgekommen. Der Sieges- marsch verwandelte sich in Gegenangriffe, die bol­schewistische Oftensive, die nur auf dem Papier stand, in Defensive. Die Meldungen über die riesigen bol­schewistischen Verlusts an Gefangenen, Panzern und Geschützen waren nur der Auftakt zu dem vernich­tenden Schlag, der jetzt Timoschenko getroffen hat. Wenn zum ersten Male jetzt das OKW. den Erfolg Der Angriffs- und Verfolgungsoperationen in die­sem Abschnitt meldet und von einem Durchbruch spricht, dann weiß das ganze deutsche Volk, was das bedeutet. Wir warten ruhig und siegesgewitz auf die weiteren Meldungen, aber schon heute steht i feft, daß die Vernichtung für die Sowjets unab­wendbar ist.

Dazu kam am Dienstag 6ie Meldung von dem Zusammenbruch des Südflügels des Marschalls Budjenny. Nach ihrer Nieder- 'age nördlich vom Asowschen Meer haben die Bol- 'chewisten jede Möglichkeit verloren, das gewaltige Donezbecken mit feiner kriegswichtigen Industrie zu verteidigen. Der Südflügel der Armee Budsennys kann dieses wohl wichtigste Rüstungszentrum der Sowjets nicht mehr decken. Der Angriff auf 0 - ito m traf die wehr wirtschaftlichen Werke der «ow- jets bis ins Mark, und ebenso wurden die Rüstungs­werke im Raume von Charkow und von K r' a - matorffaja vernichtend getroffen. Heber Rostow i ttihrt die Eisenbahnlinie vom Kaukasus nach Mos­kau. Sie ist unterbunden. Der Angriff dort ist wei- . ter in vollem Gange.

; Also vom Schwarzen Meer bis über die Mitte der I bolschewisttschen Stellung ist das deutsche S ahl- j gewitter vernichtend über die Bolschewisten gekom- < men. Aber auch im Raume um L en tng r adasio | auf dem Nordflügel, geht das deutsche Schicksal V über die Bolschewisten hinweg. Vergeblich versuch- | ten sie, durch Landungsversuche einen Entsatz der \ zweiten Stadt des großen Reiches zu erhaltew Sie I wurden vernichtend geschlagen. Weltgeschichtliche I Entscheidungen sind im Gange.

Dor LeAMgrad.

Berlin, 8. Okt. (DNBH Die in Leningrad I eingeschlossenen sowjetischen Kräfte unternahmenum I Laufe des 7. Oktober wiederum erfolglose I Ausbruchsversuche. In dem Abschnitt eines I deutschen Armeekorps versuchten die Dolschewistem i mit dem Einsatz aller Kampfmittel den Durchbruch | 3u erzwingen. Nach vorausgegangener star.er /ir- F tiUerieoorbereitung griffen sie diedeutschen «tel. | langen mit Panzer- und Luftwaffenunterstutz g on. Außerdem griff ein sowjetisches Kanonenboot / in den Landkampf ein. Die Bolschewisten wurden von den deutschen Truppen mit schweren b lüften zurückgeschlagen. Sie verloren von den sechs eingreifenden Panzerkampfwagen insgesamt vier.

1 -Zwei Panzerkampfwagen .würben von öen j, Aschen Truppen vernichtet, Zwei aiüiere wurd - iwegungsunfähig' geschossen und blieben vo

b=utfd)en Stellungen liegen. Das Kanonenboot Wurde durch deutsches Artilleriefeuer zum Abdreyen . ^nb zur Einstellung bes Feuers gezwungen.

Die schwere deutsche Artillerie hat >n den Kämpfen -°r Leningra b einen erheblichen Anteil an der Bekämpfung der sowjetischen Kriegsschiffe, die

tostesdrkfW tmei. Selina

Giessener Anzeiger

General-AnzeigerfurGberhessen^sssss-

wird ihnen versperrt.

Die ganze Front erzittert jetzt, als erschüfterte ein Erdbeben den Boden. Die Artillerie hämmert und grollt wie bei einem schweren peitschenden Ge­witter. Eine undurchdringliche, flam­mende, rauchende Feuerwand ch st vor unseren Augen zum Himmel. Es ist ein imposanter Anblick. Wir haben schon viel in diesem Kriege gesehen, aber so einenFeuerzauber" Haden wir noch nicht erlebt.

Unsere Infanteristen in den Gräben blicken, von diesem vernichtenden Schauspiel gepackt, zu dem Feuerorkan hinüber.Meine Herren, die kriegen's aber."Ich mochte nicht da drin stecken.*Das i st Zunder erster Klasse" sagen einige von Zeit zu Zeit und machen damit ihrer Bewunderung über die wuchtigen Schläge unserer Arttllerie Luft.

Winkzeichen der Jnfanterieführer Signal zum Angriff. Die Infanteristen steigen aus den Gräben. Einer nach dem anderen klettert über den Sandwall. Der Stacheldraht vor der Stellung ist bald niedergetreten. Aufrecht gehen sie und in Reihe, dicht aufgeschlossen. Es ist, als recke sich eine Schlange /us dem Graben und schiebe sich dem Feinde entgegen. Bei den Bolschewisten rührt sich nichts. Die meisten sind wohl im Feuerstrudel unter­gegangen. Den Ueberle-benben muß ber Schreck lähmenb in bie ©lieber gefahren fein.

Doch jetzt knallt es. Ein Schrapnellwölkchen schwebt plötzlich in der Luft. Eine ber weiter rück­wärts stehenden bolschewistischen Batterien ermannt sich zu einem Abwehrversuch. Aber der Nebel hat

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