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mit den rassischen Zwiespalt des russischen Men­schen ebenso treffend charakterisiert wie Marschall P i l s u d s k i den Bolschewikenstaat, wenn er von ihm als von einer mit europäischem Firnis über­deckten asiatischen Mißgeburt sprach.

Zu den raumgebundenen und blutbedingten Ge­staltungskräften des russischen Volkslebens trat als weiterer entscheidender Faktor das byzantinische Christentum. Es erfüllte die Russen einerseits mit einem religiösen Missionsglauben, der in ihm die Vorstellung einer Gotterwähltheit erweckte und schließlich zum Motor seines politischen Imperialis­mus wurde, und führte es andererseits durch feine persönlichkeitslose Liebes- und Demutslehre gerade­zu zu einer Knechtseligkeit. So haben die Kräfte des Raumes, Blutes und Geistes im russischen Volke das ewige Schwanken zwischen den Gegen­sätzen des menschlichen Lebens begründet. Die glei- chen Menschen, die noch mit tränenfeuchten Augen den zitternden Klängen der Balalaika lausck)ten, springen von plötzlicher Leidenschaft erfaßt auf die Tische und tanzen in unbezähmbarer Wildheit.

Wie das barocke Zeitalter neben prunkvollen Schlössern schlichte Grabkammern baute und Män­ner und Frauen aus den verschwiegenen Liebestem­peln im Morgengrauen in das Dunkel des Beicht­stuhles eilten, so stürzte sich in Rußland verschwen­derischer Wohlstand in eine daseinswidrige Armut und schrankenloses Sichgehenlassen wechselte mit mönchischer Askese. Der gleiche Bauer, Der unter­würfig dem Gutsherrn die Hand küßte und gott­ergeben in den Kirchen die Litaneien leierte, zün­dete auch Höfe und Kirchen an und mordete sinn­los, was ihm in den Weg kam. Gottgläubigkeit und Nihilismus wohnen in einer Brust. Ordnung und Zerstörung gehen van einer Hand aus. Welt­erobernde Pläne und staatlich beschränkte Reform­ideen martern das gleir e Hirn.

Der Anmaßung, die Welt zu belehren und die Menschen zu bessern, die Dostojewski mit dem ge­flügelten Wort abgetan hat:Gebt einem russischen Knaben die Karte des- Sternenhimmels und er bringt sie euch am nächsten Tage korrigiert zurück", steht ein Mangel an Bildung wie das Fehlen jeg­licher kulturellen Schöpferkraft gegenüber. Die Ge­gensätzlichkeit im Wesen des Russen kristallisiert sich in seinen geschichtlichen Persönlichkeiten, ihrem Wol­len und Tun.

Einst hatte Peter der Große den giganti­schen Versuch unternommen, die asiatische Wildheit seines Landes in abendländischen Lebensformen zu bändigen. Für die Größe seines Vorhabens war ein Menschenleben allerdings zu kurz. Trotzdem hat er den Anschluß an die europäische Kultur herge­stellt. Aber der gleiche Zar, der mit all seinen gro- tzen Reformen zugleich einen inneren Ausgleich im Volksleben^ erstrebte, war völlig seiner blutbe­dingten Charaktergegensätzlichkeit ergeben. Als er auf seiner Europareise, zu der ihn sein plötzlich er­wachter Wissensdurst trieb er konnte als Sech­zehnjähriger kaum lesen Und schreiben nach Königsberg kam, verlangte er als erstes vom Ober- zeremonienmeister des Kurfürsten von Branden, bürg eine. Dirne.

Gegen die neue Ordnung mit ihren strengen Ge­setzen erhebt sich der Sohn der Steppe: Stenka Ras in. Keiner weiß, woher er gekommen ist. Aber das Volk feiert ihn als Rächer seiner qual­vollen Unterdrückung. Bis heute lebt er als Held im Dolslied der Russen weiter. Die Geschichte aber charakterisiert ihn, wie folgt:Das Antlitz Stenka Rasins erhebt sich über den im Abendrot verglühen, den Horizont, von Blut umrauscht, von Ausschwei­fung und Leidenschaft, Mord und Gewalttat grauenvoll verzerrt, einem teuflischen Schemen gleich ..."

An dem Erbe Peters des Großen baute Gregor P o t e m k i n weiter. Er wollte in seiner Kindheit Minister oder Erzbischof werden. So offenbart sich in seinem Wunsch schon jetzt das Schwanken zwi­schen polaren Wetten. Der Student wird wegen Faulheit von der Universität verwiesen. Was man sonst nur durch Wissen zunb Tüchtigkeit erreicht, schaffte er durch äußere Eleganz. Die liebesdurstige Kaiserin Katharina öffnete ihm durch ihr Schlaf­zimmer die Tür zum Ministerrat. Nun hatte er erreicht, was er wollte. Sein Leben wechselte bald zwischen angespannter Arbeit und kriegerischer Toll­kühnheit einerseits, wochenlangem Nichtstun und hemmungslosen Orgien anderseits. Der Hof fürch­tete seine Unberechenbarkeit. Das Volk aber murrte gegen seine Verschwendungssucht. Und doch ertru­gen ihn beide nicht nur sonoern verehrten in ihm den Eroberer Südrußlands, der so nahe daran war, das Doppelkreuz auf der Hagia Sophia aufzupflan­zen.

Das 19. Jahrhundert gebiert den Revolutionär von oben. Er lernt die Hemmungslvsigkeit der rus. fischen Gesellschaft in all ihrer Perversität kennen und ergibt sich ihr in aller Zügellosigkeit, um schließ­lich ihr Ankläger zu werden, ohne Anwalt des armen Volkes zu sein. Typus dieser Wirrköpfe wird Michael Bakunin, Sproß eines alten Adelsge­schlechtes, dem sich durch die Geburt und Veran­lagung alle Tore öffnen, der, gewandt in Wort und Schrift, bald Mittelpunkt des politisierenden Salons wird, doch bald wieder alles aufgibt und ruhelos von Land zu Land eilt. Wo der Fackelschein der Revolution aufleuchtet, ist in ihrem Schatten Baku­nin, ein ewig unruhiger Geist, der alles verneint und nach der Zerstörung und Entwertung alles Bestehenden strebt und am Ende seines Lebens am eigenen Nihilismus verzweifelt.

In Dostojewski und T o l st o i aber haben die Verfallserscheinungen im Wesen und Leben des russischen Volkes ihre dichterischen Gestalter gefun­den. Sie erkannten wohl den Urgrund für die Zwie­spältigkeit aller geschichtlichen Erscheinungen, ohne Wege zu weisen, die aus ihr führten. Dostojewski klagte die zaristische Despotie an und bangte vor der Revolution, die nach seiner Voraussicht nur die Herrschaft stellenloser Advokaten und frecher Juden bringen würde.

Bezeichnend für die dem Untergang geweihte russische Gesellschaft ist die Gestalt des Abenteurers Grigori Rasputin. Er konnte nur in einer Atmosphäre des Zweifels und der Resignation groß werden und seine ganze Verachtung und Brutalität einer Gesellschaftsschicht zeigen, die vor dem un- entrinnbaren Tod sich noch einmal dem Rausch des Lebens ergab.

Der als ständiger Untergrund im russischen Wesen schlummernde anarchische Trieb, verstärkt durch die Unbildung, haben den Boden abgegeben für die weltzerstörende bolschewistische Lehre, welcheso einfach und einleuchtend schien und so wenig ernste Arbeit verlangte", wie Alfred Rosenberg einmal sagte. In ihm konnte sich daher das Judentum nicht nur festsetzen, sondern auch seine Herrschaft begründen. Die Worte Bakunins:Wir müssen zerstören, ohne an ein Schaffen zu denken ..." sind in die Tat umgesetzt worden, haben in der bolschewistischen Revolution des Jahres 1917 und in der Aufruhrstiftung und Zersetzung in alleL Mft ihre jüdische Verwirklichung gefunden.

Der Angriff auf die Eismeerküste.

Deutsche Gebirgsjäger durchbrechen die nördlichsten Grenzbefestigungen.

Von Kriegsberichter Kurt Günther.

......,9. Juli. (DNB. Funkspruch.) Im nörd­lichsten Abschnitt der deutschen Front.

Bei allen Gegenangriffen der Feldzüge dieses Krieges wurde stets bann, wenn das Heer antrat, eine gewaltige, den Feind überall packende Opera­tion eingeleitet, die sich diesmal von Nordfkandina- oien bis zum Schwarzen Meer erstreckt. Militärische Operationen großen Ausmaßes im Lande der Mit­ternachtssonne in diesen, nur spärlich von Menschen bewohnten nördlichen Breiten sind mit mitteleuro­päischen Vorstellungen nicht vergleichbar. Schwer ist der Kampf'hier in einer meist versumpften, nur mit dürrem Gestrüpp teilweise bewachsenen gebirgigen Felslandfchsft. Bewegungen in größerem Ausmaß können hier nur von Hochgeb irgstrup- pen durchgeführt werden. Straßen gibt es überhaupt nicht, schlechte Wege nur wenige. Das Land liefert von Natur aus nichts, kaum läßt sich eine Unterkunft auffinden. Nicht aber nur die kämp­fende Truppe muß mit allen Dingen, die der Kampf braucht, ausgerüstet sein, auch die gewaltigen, rück­wärts eingesetzten Kräfte sollen versorgt werden. Den einzigen Vorteil, den die Landschaft des skan­dinavischen Nordens zu bieten weiß, ist der ewige Schein der Sonne. Tags über strahlt sie jetzt seit den Tagen des Angriffs von einem fast wolken­los blauen Himmel herab, ohne in den Nachtstunden zu verschwinden. Nur etwas schräg fallen ihre Strahlen, länger sind die Schatten und von leichtem Goldglanz umhüllt die felsigen Zacken der endlosen Hochfläche.

Erst am 28. Juni gelangten die der Kampfgruppe unterstellten Stukaverbände zum Erfolg. Tagelang vorher war das Wetter ungünstig gewesen und hatte durch eine dichte Wolkendecke den Angriff verhindert. Mit gewohnter Treffsicherheit stürzten sich dann aber unsere Sturzkampfflieger auf die Grenzbefestigungen des Feindes, griffen die Bunkerlinie mehrere Male mit Erfolg an. In langen Kolonnen fuhren die Karetten der Gebirgs­jäger aus der Gegend Parkina über den P et« s a m o - F l u ß in das Bereitstellungsaelände hin­ein. Ohne Deckung gegen Fliegerangriffe, die Fahr­zeuge weit auseinandergezogen, erwarteten die Ge­birgsjäger die Stunde des Angriffsbeginns. Nach dem zweimaligen Angriff der Stukas sollte um 3 Uhr des 29. Juni nach einem dritten Sturzkampf­angriff der Durchbruch durch die feindlichen Stellungen erreicht werden.

Wenige Minuten vor 3 Uhr ziehen von Westen Dunstschwaden heran, verdunkeln den Schein der Sonne und umhüllen die Höhen mit einer milchig weißen Wolke. Jede Sicht ist genommen. Die Sturz­kampfflieger müssen wieder umkehren, aber auch die vorgeschobenen Beobachter der Artillerie kön­nen nichts sehen. Näher rückt inzwischen der.Zeiger der dritten Morgenstunde.

Auf die Sekunde genau donnern plötzlich die deutschen Batterien los, nehmen die schon vorher erkundeten Ziele unter Planseuer, während die Infanterie zum Sturm antritt. Ohne Stukas, mit nur geringer Artillerieunterstützung muß durch den Sturmsoldaten der Infanterie das erreicht werden, was durch das Zusammenwirken der üer­gebenen Waffen sonst viel leichter zu bewältigen

ist. Auch bei diesem Angriff liegt das entscheidende Gewicht im infanteristischen Angriff.

Die ganze Front ist aufgebrochen und von einer gewaltigen Bewegung nach vorn ergriffen. Schon donnern die ersten Salven des Gegners herüber, der feit Stunden den drohenden Angriff spürt. In ungezieltem Störungsfeuer jagt er feine Granaten in die deutsche Bereitstellung hinein, 'um den Angriff der Gebirgsjäger zu zerschlagen. Die ersten Verwundeten werden zurückgetragen. Da rattert plötzlich vorn das erste sowjetische Maschinen­gewehr. Unsere MGs antworten, Granatwerfer Donnern zum Feind hinüber. In wenigen Minuten ist ein h e f t i g e r K a m p f im Gange. Nur wenige hundert Meter entfernt, ist dennoch wegen des Ne­bels alle Sicht genommen. Mit schmetterndem Klang tönt nun das Angriffssignal des Hornisten herüber. In kurzen Abständen immer wiederholt. Brausende Hurrarufe mischen sich in den aufpeitschenden Klang des alten Signals. Wütend tacken in kurzen Ab­ständen die feindlichen MG.s in unsere Angreifern den Truppen hinein, doch die Gebirgsjäger folgen ihrem mit Gewehr und Stahlhelm ooraneilenden Bataillonskommandeur. Nach einem halbstündigen Kampf haben sie den Gegner geworfen. Immer wei­ter entfernen sich in den folgenden Stunden die MG.-Feuerstöße des zurückgeschlagenen Gegners.

Gegen halb sieben bricht sich die Sonne stärker Bahn, die Sicht wird weithin klar. Jetzt ist die Stunde der Artillerie gekommen. Zusam­men mit einem Zug schwerer Flak bekämpft sie die an den Titowkahöhen gelegen Bunkerstellung, wütend feuert der Feind mit seiner Artillerie zu­rück, doch immer wieder schlagen die Granaten in nächster Nähe seiner Bunker ein. Schon brennt an verschiedenen Stellen die feindliche Front, da er­tönt die Luft vom Brausen der Stukagvuppe, die sich noch einmal auf den Feind stürzt. Im 'kühnen Anflug jagen sie auf die Feindstellungen zu, schwir­ren minutenlang über ihren Opfern, bis sie in steilschnellem Sturzflug auf ihre Ziele hinunter- agen und ihre gewaltigen Bombenlasten über den eiMichen Batteriestellungen und Bunkern aus­lösen. Nach den harten Stukaangriffen schweigt die feindliche Artillerie fast zwei Stunden lang, bann erst beginnt ein einzelnes Geschütz wieder mit un­beobachtetem Störungsfeuer in die deutschen An­marschräume. Im harten Einzelkampf entreißt die Infanterie dem Feinde die Stellungen und erzwingt auch hier den Einbruch.

Schnell vorausgeworfene Teile gewinnen gegen 10 Uhr des zweiten Angriffstages den sowjetischen Stützpunkt, einen wichtigen Punkt für den weiteren Angriff um den Besitz der Eismeerküste. Von der Titowka führt eine Straße zu dem wichtigen eis­freien Hasen Murmansk, der durch eine Bahn mit der übrigen Union verbunden ist. Wenn auch diese Straße den in diesen Regionen üblichen schlechten Zustand aufweisen mag, ist doch damit eine wichtige Ausgangsstellung errungen.

Durch die Führerproklamation wurde dem deut­schen Volke bekannt, daßi)ie Eroberer von Narvik im hohen Norden zum Angriff angetreten lind". Der erste wichtige Kampfabschnitt, Durchbruch Durch die feindlichen Grenzbefestigungen, ist im har­ten Kampf erzwungen, der weitere Angriff auf die Eismeerküste erfolgreich im Gange.

Der Einmarsch in Bessarabien.

Von Kriegsberichter Helmut Crous.

DNB. ... 8.Juli. (PK.)Endlich!" Wie ein er­lösender Funke geht es von Mund zu Mund unten im Popoia-Grund, der Feuerstellung der massierten deutschen und rumänischen Artillerie am Ufer des Pruth, an das Pioniere und Jnsanteriestoßtrupps sich bei Nacht herangearbeitet haben, und hinter all den Hängen, die den Kompanien als Bereit­stellungsraum dienen. Verstärkte Züge der einzel­nen Regimenter haben das andere Ufer des Pruth in Flotzfäcken erreicht. Jetzt warten sie auf den kleinen Höhen in Ufernähe auf die Verstärkung. Seit drei Tagen schlagen Pioniere eine Schneise durch das dichte, urwaldähnliche Gestrüpv. Genau gegenüber liegen chnen die Sowjets verschanzt in einer hohen, felsigen Uferwand. Sie haben nichts bemerkt.

Der Morgen des 2. Juli ist kühl. Eine lange Schlange von bespannten und motorisierten Kolon­nen rollt auf der Straße nach Stefanesti. Der Him­mel ist dicht mit Wolken verhangen, kein Lichtschim­mer verrät die Fahrzeuge auf der schlammigen Straße.

Hinter dem letzten Hang vor dem Pruth liegt die Infanterie, im Talgrund sind leichte motori­sierte Flak, Sturmgeschütze, Pak und schwere In­fanteriewaffen aufgefahren. Die Floßsäcke liegen bereits unten am Ufer. -3.15 Uhr. Kurz vor Der beginnenden Dämmerung stoßen die ersten Floß- säcke vom Pruthufer südlich Rasca ab. Ungehindert stoßen die Floße auf dem anderen Ufer an. Jetzt aber beginnt der Feuerzauber bei Lehnesti, weiter nördlich. MGs knattern los bei den Sowjets, da­zwischen mischen sich die Schläge der Granatwerfer. Eine Leuchtkugel, Sperrfeuer!

Im Süden, bei Stefanesti, wo die Nachbardivi- sion angesetzt ist, meldet sich auch die Artillerie. Einschlag um Einschlag liegt in den sowjetischen Stellungen. In das Knattern der MGs und das Krachen der Artillerieabschüsse bei Lehnesti und Ste­fanesti mischen sich jetzt die Haubitzen hinter und um Rasca. In die Ortschaften auf dem vom Geg­ner besetzten, beherrschenden Plateau heulen die Granaten. Noch ein paar Granaten kommen von drüben her auf den Hang. Dann ist die Batterie zum Schweigen gebracht.

Ueberall, am ganzen Flußufer, ist der Pruth Überquert. Leuchtkugeln zeigen, die Spitze der Infanterie an. Es ist beinahe 4 Uhr. Jetzt sind auch die Infanteriegeschütze, die Pak und Granatwerfer drüben. Aber trotz des rasanten Vorgehens melden sich immer noch Die Sowjets. Eine raffiniert aus- gebaute, von det Infanterie kaum zu nehmende Naturfestung liegt am Ufer zwischen Stanca und Stefanesti. Gerade dort, wo die Pioniere die Schneise geschlagen haben und die Pontonbrücken für die Fahrzeuge bauen sollen. *

In eine steile llserfelswand hinein haben die Bol­schewisten Stellungen cingesprengt unb streuen mit MGs und Granatwerfern das Flußufer und die übergehenden Führen ab. Leichte Flak haut von Rasca aus in dje Felswand hinein. Wenige Mi­nuten dauert der Beschuß. Dann schweigen drüben die MG.s und auch der Granatwerfer, der eben noch seine Brocken auf den Fährlandeplatz setzte, ver­stummt.

Aus der anderen Seite der Felswand find Sturm- geschütze vorgefahren und zerhacken in direktem Be­schuß Stück um Stück das Felsenneft. Dann ist Ruhe. Der Gefechtslärm ebbt merklich ab, nur in Goftefti, dem ersten bessarabischen Dorf am Fluß­ufer, betonteren noch Handgranaten, knattern noch MGs. Haus um Haus wird der Ort ausgeräuchert. Die Bolschewisten wehren sich verzweifelt, aber bei­derseits des Ortes zeigen die Leuchtkugeln schon die Besetzung der beherrfchenden Höyen an. Die Ge­schütze schweigen.

Rund sieben Stunden sind vergangen. Alle- be­fohlenen Ziele sind erreicht. Beide Ufer des Pruth und das Hochplateau als beherrschende Stellung Bessarabiens sind fest in deutscher Hand. Nun trauen sich auch die wenigen zurückgebliebenen Ortsbewoh­ner wieder hervor', bestaunen die von den Pionie­ren in knappster Zeit gebaute 10-Tonnen-Brücke. Heil Germanski! Gutt, gutt, Germanski gutt!", so rufen sie immer wieder! Sie winken am anderen Ufer, reden in ihrer Sprache mit den rumänischen Soldaten, die auch jenseits des Pruth sind, und man sieht den Gesichtern der Rumänen und der Dessarabier an, daß sie froh und stolz sind, daß dieses Land nun wieder rumänisch ist.

Asien hat den europäischen Anschluß zerstört, den Peter der Große hergestellt hat. Die Sünde wider das Blut hat schließlich die Zügel der Sowjetanar­chie ausgeliefert, die sich in Der Weite des russischen Raumes ungehindert austoben konnte und sich auf den Flügeln eines alten Missionsglaubens über die ganze Welt ausbreiten sollte.

In entscheidender Stunde von größter historischer Bedeutung hat Adolf Hitler die Ausbreitung dieser Anarchie auf das Reicy und auf Europa verhindert Die todesmutige deutsche Wehrmacht beseitig nun in gigantischen Schlachten die furchtbare Gefahr, die der Kulturwelt aus dem Osten drohte.

Spanische Freiwillige verlassen Madrid

Madrid, 8. Juli. (Europapreß.) Die spanische Hauptstadt stand ta späte» Abendstunde» des

Montags wieder im Zeichen abreisender Kontingente des spanischen Freiwistigenkorps. Es handelt sich um Panzer - undPanzerab- wehrtruppe n-aus den Prvinzen Cadiz, Huelva und Sevilla. Eine unübersehbare Menschenmenge brachte den Freiwilligen begeisterte Huldigungen bar. Die Nationalhymnen unb bas Falan-gelieb er­füllten ben Raum, unb Hochrufe auf Franco und Spanien würben ausgebracht.

Freiwilligenkorps auch in Belgien.

Brüssel, 9. Juli. (Europapreß.) In Belgien würbe am Dienstag in allen größeren Stäbten mit der Errichtung von Rekrutierungsbüros für die Aufttellung flämischer unb wallo­nischer Freiwilligenkorps zum Kampf gegen dM Bolschewismus begonnen. Der Führer

planmäßiges Dorwärisschreiien.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Der Wehrmachtbericht^vorn 8» Juli bemerkt in all­gemeiner Form über die Operationen an der Ost- .' front:Die Operationen an der Ostfront schreiten planmäßig vorwärts." Aus ben vorausgegangenen Wehrmachtberichten weiß bas deutsche Volk, daß die Kämpfe an b e r Stalin-Linie im Gange sind. Der rumänische Wehrmachtbericht hebt den Abschuß zahlreicher sowjetischer Flugzeuge an der deutsch-rumänischen Südfront hervor. Das deckt sich mit der Meldung des deutschen Wehrmachtberichtes vom 7. Juli, wonach die Sowjets im Laufe des Sonntags insgesamt 204 Flugzeuge, die meisten in Luftkämpfen, verloren haben. Man kann annehmen, baß diese Luftschlacht auch noch am 8. Juli ange­dauert hat. Die Abschlußzahlen sind nicht ganz so hoch wie in der ersten Feldzugsivoche vom 22. bis 29. Juni, aber noch immer sehr erheblich. Die Sow- jetluftmaffe fjat gleich bei der Eröffnung des Feld­zugs mächtig ,Haare gelassen". Die Abschußzahlen verminderten sich infolgedessen. Wenn jetzt wieder große Abschußzahlen erzielt werden, so ist das ein sicheres Anzeichen, daß die Sowjetluftwaffe mit dem letzten Aufgebot die sowjetischen Erdtruppen zu ent­lasten sucht.

Die Engländer haben etwa seit dem 17. Juni wiederholte Tageseinflüge über das besetzte Gebiet und Nachteinflüge in Deutschland riskiert. Das ist einmal geschehen, um der heimischen Bevölkerung zu zeigen, daß die englische Luftwaffe überhaupt noch da ist, nach dem 22. Juni wurde aus der innerpoli­tischen eine außenpolitische Demonstration. Dem Bolschewiken sollte der Wert der englischen Lufthilfe vor Augen geführt werden. Stalin wird sich mit dieser Hilfe kaum etwas kaufen können. Die Eng­länder haben über dem besetzten Gebiet sehr schwere Verluste erlitten, die deutschen Nachtjäger kommen in Erfolgsfahrt und jetzt hat die deutsche Luftwaffe zum neuen Gegenschlag auf Alexandria unb auf das englische Mutterland ausgeholt.

der Flämischen Einheitspartei, de Cle r q, erklärte, daß es um die Zusammenarbeit der alten Welt im. Kampf um die Rettung Europas und des Christen­tums gehe; da wollten die Flamen nicht beiseite stehen. Alle wehrfähigen Männer von 17 bis 40 Jahren, ohne Unterschied von Partei ober Gesin­nung, werben aufgerufen, sich in das Freiwilligen­korps einFureihen. In dem Aufruf von Leon D e grelle heißt es, baß bie geistigen unb materiellen Güter Europas vor bem Zugriff bes Bolschewismus gesichert werben müßten.Man hätte uns keinen größeren Schmerz antun können, wenn wir hätten beiseitestehen müssen. Kameraden, im Bewußtsein der großen Sache, für die ihr kämpft, habt chr die Chance, die sich nur einmal im Leben bietet, die Chance, das zu verwirklichen, wofür wir gekämpft Haben, die Chance, eurem Land zu dienen."

Gowjsttügen.

Berlin, 8. Juli. (DNB.) Die grauenerregenden Schandtaten der Bolschewisten erschüttern die ge­samte Kulturwelt. Was der ehrlich mit der Waffe kämpfende deutsche Soldat täglich erleben muß, über- steigt menschliches Vorstellungsoermögen. Um die Weltöffentlichkeit von diesen grausigen Vorgängen ab- zulenken, erfindet Moskau niederträchtig sie Verleumdungen, mit denen es den deutschen S o l b a t en überschüttet unb zu verunglimpfen trach­tet. Alle die Scheußlichkeiten, die nur Bolschewisten begehen unb ersinnen können, werben deutschen Sol­daten angedichtet, und Churchills Agitationsmaschine, Don der Moskau das Gemeinste gelernt hat, über­nimmt mit Eifer die bolschewistischen Lügen. Die Kulturwelt weiß, daß der deutsche Soldat zu jeder Stunde unb an jebent Ort offen und ehrlich kämpft. Verleumdungen, und mögen sie noch so niederträchtig unb noch so erlogen sein, vermögen ihn nicht von der Anständigkeit seines Kampfes ab- zubringen.

Der sowjetische Informationsdienst meldete am Montagabend, bei einem Kampf mit deutschen Tanks habe sich herausgestellt, daß von 20 deutschen Pan­zerwagen nureinerein wirklicherPanzer gewesen sei. Die übrigen hätten aus mit Segeltuch überzogener Pappe bestanden, was durch merk- 1 würdige Beulen an den Tanks festgestellt worden feü | Da haben mir wieder einmal die Ursache für dis . überragenden deutschen Feldzüge dieses Krieges: mit diesen kümmerlichen Attrappen ist es den Deutschen gelungen, in Polen, Frankreich, im Südosten unb in Afrika den Feind furchtbar zu schlagen. Nachdem die Engländer im Polenfeldzug ben Blödsinn von Papptanks aufbrachten und im Kampf um Griechen­land von den englischen Panzern gesprochen haben, die durch die deutschen Kampfwagen wie Messer durch Käse schnitten, werden sie nun getreulich von den Bolschewisten kopiert und noch zu übertrumpftn versucht.

Mii dem Ritterkreuz ausgezeichnet.

Berlin, 8. Juli. (DNB.) Der Führer und» Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, das Ritterkreuz an Generalleutnant Marcks, Kom­mandeur einer Leichten Division, Oberst U tz, Kom- mandeur eines Gebirgsjäger-Regiments, Obexst Krakau, Kommandeur eines Gebirgsjäger-ReA- ments und Oberstleutnant üßittmann, Komman­deur eines Gebirgs-Artillerie-Regiments.

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Generalleutnant Marcks hat beim San-Ueber- \ gang bei Przemysl und bei den anschließenden Bunkerkämpfen um Medyka durch seinen persön- i lichen Einsatz bei den vordersten Teilen seiner Divi­sion ein leuchtendes Beispiel gegeben. Er wurde im Kampf um Medyka in vorderster Linie schwer oermunbet., Ober Utz lanbete im feindlichen Artillerie-Feuer auf dem Flugplatz Maleme auf Kreta. Durch die Erstürmung von Galatos leitete Oberst Utz den Fall der englischen Stellungen bet Chania ein. Bei dem Einsatz auf ßutra brachte er es durch geschickte Führung seiner Angriffsgrupps dahin, daß er die Kapitulation der starken Rest- teile der Engländer erzwang und damit den Kampf um bie Insel beenbete. Oberst Krakau oer- ftanb es, bei ben Kämpfen auf Kreta, durch beson­ders geschickte Führung, Stützpunkt um Stützpunkt des Gegners zu nehmen unb sein Regiment in die Flanke und ben Rücken der feindlichen Stellungen bet Chania zu führen. Oberleutnant Witt­man n hat nach dem Fall von Chania als Füh­rer der Vorausabteilung einer Gebirgsdivision mit dem Auftrag, den geschlagenen Feind zu verfolgen, bis zur Südküste vorzustoßen und die Verbindung mit den gelandeten italienischen Truppen herzu­stellen. m rastlosem Vorgehen nach einem Marhtz