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Aus der Gladi Gießen

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(Nachdruck verboten.)

25. Fortsetzung.

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In tropischen Gebieten be­drohen den Menschen vielfach schwere Seuchen, »ßaye*"-Arz­neimittel schützen ihn. Sie sind für die Sicherung der Gesund­heit in den Kolonien vielfach

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Die Dominiks.

Roman von Hellmuth ZN. Böttcher.

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(BAYER] unentbehrlich.

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Gazeglocken.

Siebener Schlachtviehmarkl.

Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-DerteÜungsmarkt) in der Biehverstei- gerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 44,5 bis 48,5 Rpf., Bullen 37,5 bis 52,5, Kühe 23 bis 49,5, Färsen 39,5 bis 62, Kälber 12,5 bis 57, Schafe und Härnrnel 25 bis 35 je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewichcht erzielt:

Oie Bekämpfung von Brandbomben

Mahnung an alle Hausbewohner.

halb

Köder aus, desinfiziert unb verkittet vor Ritzen. Ein gefährlicher Mehlschädling ist die M e h l m o t t e , deren Raupen mit ihren Gespül­ten das Mehl, aber auch Grieß, Graupen und Haferflocken verunreinigen. Man schüttet diese Nähr­mittel daher häufiger um. Zeigen sich Gespinste, muß das Mehl durchsiebt werden. Zn trockenem Brot, Keks, aber auch Nudeln usw. finden wir den Brot käs er. Schutz bieten gut verschließbare Büchsen. Dre größten Schädlinge sind allerdings die Fliegen. Schon am gleichen Tage, an dein die Eier abgelegt sind, können aus ihnen Maden schlüpfen, die sich auf Fleisch und Käse festsetzen. Der einfachste Schutz dagegen sind Gazefenster und

mit Ihnen auffrischen, oder besser richtigstellen zu können." , . ...

Er sieht Frinzka lächelnd, aber mit durchdringen­der Beharrlichkeit an. Der weiß nicht, was er davon halten sollte.

Lind trinkt ihm zu. , ..... .

Tja, denken Sie, wie einen das Gedächtnis manchmal narren kann. Es hatte mir da einen ganzen Roman zusommengeklüsert, und ich bin überzeugt, wenn ich Sie jetzt frage, dann sagen Sie, das alles ist nicht wahr stimmt s?

Frinzka rückt auf seinem Stuhl.

Ich weiß ja noch gar nicht, an was Sie denken , lacht Frinzka.

Natürlich nicht. Da sehen Sie s.

Erzählen Sie doch."

Na dann Sehen Sie, die Dinge von da- mals Sie kriegten, als unser Freund Dominik schief lag, ein Angebot von'einer großen Konkur­renz von Birk & Co. War's nicht Dirk

& Co.?"

Nee das stimmt nicht."

Lind steckt sich kunstgerecht ein Zigarre an und bläst ein paar Wolken m die Luft. Er weiß natür­lich genau, wie alles zuging. Und es bereitet ihm Spaß, Frinzka unter die Nase zu reiben, daß man ihn kennt. z

Sie haben recht."

Es stimmt nicht. Da haben wir den ersten Be­weis für meine Vergeßlichkeit. Aber so war's: Birk & Co. suchten damals nach Absatzgebieten für ihre Hütte und ihr Walzwerk. Und da kamen sie auf die verrückte Idee, sich eine eigene Werft zu­zulegen. Dominik selbst hatte Sie wohl auf den Gedanken gebracht. Er hatte ja damals große Ro­sinen im Kopf. So war's doch?"

Frinzka nimmt auch eine Zigarre. Er möchte am liebsten die Antwort vergessen. Aber unter Linds abwartend-freundlichem Blick sagt er dann doch schließlich:

So ähnlich."

Also doch nicht ganz so. Da sieht man, was das Gedächtnis einem für Mätzchen vormacht. Und ich hätte darauf geschworen! Den Leuten lag mehr an den Dominikschen Fabrikationsgeheimnissen, die cie mitbringen sollten, als na, Sie können es sich schon denken?"

Nichts kann ich mir denken ...

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mit seinen langen Fühlern Hat es besonders auf Kräuter und Kräutertees abgesehen, frißt aber auch Mehl und mehlhaltige Stoffe. Sobald man ihn berührt, stellt er sich tot, ebenso wie die Larve. Sehr häufiges Umschütten der Vorräte sowie das Aufwischen von Fußböden mit einer Desmfektions- lüfsigkeit dienen seiner Bekämpfung. Besonders inangenehm sind die Küchenschaben, die licht' cheu sind und nachts zum Vorschein kommen. Was ie an Eßwaren erreichen, beschmutzen sie. Sobald Licht gemacht wird, verschwinden sie und sind des­halb besonders schwer zu bekämpfen. Man leat Köder aus, desinfiziert und verkittet vor allem alle

entfernen, durch Spritzen ,und Wasserwerfen den Brandherd von unten nach oben bekämpfen. Hier­bei muß der Nachschub der Löschmittel (Wasser und Sand) sichergestellt sein. Nötigenfalls Eimerkette bil­den. Ilm unnötigen Wasserschaden zu vermeiden, möglichst mit Sprühstrahl löschen. Gelingt es nicht, den Entstehungsbraüd zu löschen, so muß unter allen Umständen der entstandene Brand auf seinen Herd beschränkt werden. Unter Umständen muß der brennende Raum verlassen, müssen Türen geschlossen und von außen benäßt werden, um ein Durchdrin­gen des Feuers zu vermeiden. Dabei sind die unter, über und seitlich liegenden Räume zu beobachten, um ein Durchbrennen rechtzeitig zu bemerken. Auf jeden Fall sind die Bekämpfungsmaßnahmen mit allen Kräften und Mitteln fortzusetzen, bis Ber- stärkung (Nachbarhilfe, SHD.) eintrifft.

Alle außerhalb der Häuser, auf Straßen, Plätzen, Höfen und Gärten, niedergefallenen und gezünde­ten Brandbomben sind ebenfalls schnellstens nach den vorstehenden Richtlinien unschädlich zu machen, um den feindlichen Fliegern durch den entstehenden Feuerschein kein weiteres Ziel zu bieten.

Es braucht ja nicht heute und nicht morgen zu sein, Herr Lind." r

Na, wie Sie wollen -- bloß daß Sie mir nachher nicht böse sind, wenn ich mir's anders überlege." , _. , .

Frinzka macht das Gesicht eines Kirchenrates.

Ich nehme in geschäftlichen Dingen . niemals etwas übel."

Das ist großzügig gedacht , lobt Lind.

Er erinnert sich plötzlich, daß Frmzka von Hau e aus ein armer Junge gewesen ist, noch ärmer als er selbst. Der Umstand, daß er in geschäftlichen Dingen niemals etwas übelnimmt, wird ihm nicht zu feinem Vermögen verhalfen haben. Es gibt außer Lind noch eine ganze Reihe von Leuten m der Stadt, die sich erinnern, wie der damals noch sehr, sehr kleine Revisor Frinzka von Friedrich Donumk an die Aktiengesellschaft dachte damals noch kein Mensch eingestellt wurde. Ein halbes Jahr spater hatte er den Buchhaltungsprokuristen aus seiner Stellung hinaus- und sich selbst hineinrevidiert

Wie sind Sie eigentlich zu Ihrem Verhältnis- mäßig großen Effektenbesitz gekommen? fragt Lind indiskret.Die Dominik-Aktien waren doch eigentlich immer in festen Händen."

Ersparnisse", meint Frinzka lakonisch.

Und dann nach einer Weile erzählt er doch.

Wenn Sie an die Zeit des Balkankrieges zuruck- denken - damals standen die Dominikwerke so wacklig. Da fehlte bloß ein Pusterchen, und sie wären umgekippt. Damals kriegte man die Aktien für drei ausgeblasene Eier."

Lind weiß es genauer.

Tja", sagt er und spielt an seinem Wemglas. Das ist ja nun alles verjährt."

Wieso verjährt?" Frinzkas Stimme klmgt be- Ie9,©oft, ich meine das war bloß so eine Redens­art von mir, um anzudeuten, daß das alles sehr lange zurückliegt. Da hat man die Einzelheiten nicht mehr so genau in der Erinnerung.

Das möchte ich nun eigentlich nicht behaupten. Frinzkas Unterton erscheint gereizt.

Ich spreche von mir, lieber Freund, von meinem Gedächtnis natürlich!" . .

Ja natürlich!" stimmt Frmzka bei.

Bei mir hat sich da manches verschoben. Uno ich" freue mich, das nochmals in einer Besprechung

Helsinki, 8. Juli. (Europapreß.) Amtlich wird Meldet. In der Gegend von H a n g o e war un­iert Artillerie erfolgreich tätig. Es gelang, im Hafen tinige Transportdampfer unter Feuer zu nehmen. Ein Munitionslager des Feindes nurbe in die Luft gesprengt. Unsere Untersee- boote haben einige Transportfahrzeuge, die sich uif der Fahrt von Reval nach Kronstadt befan­den, versenkt. Die Sowjetrussen versuchen, die E v a - kuierungstransporte, die von Estland i ns im Gange sknd, mittels Geleitfahrzeugen, durch Ninenlegung sowie durch Jagdflugzeuge zu schützen, ün einer Stelle der Ostfront ging der Feind zum Urinriff über, wurde jedoch zurückgeschlagen. Der Feind verlor 400 Tote, mehrere Panzerwagen Eden zerstört. Unsere eigenen Verluste sind un­bedeutend. Aus mehreren Abschnitten haben unsere truppen beträchtlichen Raum über der Grenze ge­wonnen. Von der feindlichen Seite sind lieber- läufer zu uns gelangt. Unsere Luftwaffe hat mit (Erfolg feindliche Stellungen und die Etappe des

Feindes mit Bomben belegt.

Grenzstreit zwischen Ecuador und Peru.

Santiago de Chile, 8. Juli. (DNB.) Zwi- schm Ecuador und Peru ist es zu Zwischenfällen ge- fommen. Die Kämpfe, deren Ausmaß sich noch nicht iihkrsehen läßt, dauern an. Die Regierung Ecua- dois erklärt, peruanische Truppen hätten an der­gebenen Stellen ecuadorische Grenzposten über­laden. Die Regierung von Peru bestätigt die Zwi- ichmfälle, erklärt jedoch, die peruanischen Truppen halten sich lediglich verteidigt.

Wunder."

Wunder feien geschehen, so jagt die Welt, und sie hält den Atem an. Aber die Wahrheit ist: Taten wurden vollbracht und schier unfaßbare Erfolge er­zielt, die hart und zäh erkämpft werden mußten, in einer Weise, daß schließlich die Wunder nur dem oberflächlichen Beobachter als solche erscheinen, der Wissende jedoch die Härte, das Einmalige, das Un­geheuerliche eines geschichtlichen Kampfes um Welt­anschauungen sieht.

Wunder wurden dem deutschen Volke niemals geschenkt. Immer mußte es seine Heimat in Krie­gen verteidigen. Wieder blieb es dank seiner be­wundernswerten Führung vor den Schrecken eines Krieges im eigenen Lande bewahrt, in das sonst eine grauenvolle Flut bolschewistischer Horden über riedliche Fluren und Städte hereingebrochen wäre. Ein gütiges Geschick griff ein. Man denke wenige Augenblicke darüber nach, wie es gekommen wäre, wenn der Führer nicht rechtzeitig zugeschlagen hätte!

Immer tiefer stößt unsere Wehrmacht dem bol­schewistischen Feind nach, und wenn die deutschen Verluste glücklicherweise gering sind, wie sie es dank einer genialen Strategie und ausgezeichneten Waf­fen in diesem Kriege immer gewesen sind, so sind ie doch unvermeidbar. Den Kameraden, denen Wunden geschlagen wurden, wollen wir die sorg­samste Betreuung und Pflege schenken, ist uns doch jeder Verwundete so teuer wie der eigene Sohn.

So dehnen sich die Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes mit dem Vormarsch gegen den Bolschewis­mus und mit der Länge der Front vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer, und stetig wächst die Arbeit.

Muß daher noch gesagt werden, daß solche Arbeit in die Weite und Breite, solcher Einsatz in der Be­treuung unserer Verwundeten und für unsere sich in Ruhe befindenden Soldaten größter Geldmittel bedarf? Niemand darf zurückstehen angesichts un- faßbarer Erfolge, wenn das Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz zum vierten Male seine Sammler in die Häuser schickt und am Sonntag um eine dem Opfer unserer Soldaten würdige Ein­zeichnung in die Listen bittet!

Tageskalender für Mtlwoch.

Klasse a (150 kg und mehr) 1,20 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,20, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,18, c (100 bis 119,5 kg) 1,14, d (80 bis 99,5 kg) 1,08, ef (unter 80 kg) 1,04, gl (fette Specksauen) 1,20, i (Altschneider) 1,18, g2 (andere Sauen) 1,08, h ((Eber) 1,08 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt.

Strafkammer Gießen.

Der I. Sch. aus Friedberg und seine Ehefrau, ged H., hatten sich wegen Betrugs und Urkunden- fälschung zu verantworten. Der Ehemann hatte in den Jahren 1937 bis 1939 die mit ihm in wilder Ehe lebende Mitangeklagte, die erst seit 22. Marz 1941 mit ihm verheiratet ist, als seine rechtmäßige Ehefrau bei der Beantragung von Wohlfahrts- und Familienunterstützungen bei der Stadtverwaltung Friedberg ausgegeben und dadurch die Auszahlung ihm unb der H. nicht ober nicht in ber gewährten Höhe zustehender Unterstützungssätze erreicht. Die Ehefrau hatte die empfangenen Beträge kassiert unb mit dem ihr damals nicht zustehenden Namen des Mannes quittiert. Pie Angeklagten waren ge- ständig. Der Ehemann wurde wegen Betrugs im wiederholten Rückfall zu einer Gefängnis- strafe von 6 Monaten, die Ehefrau wegen Betrugs in Tateinheit mit schwerer Urkunden- fälschung ebenfalls zu einer Gesamtgefäng- n i s ft r a f e von sechs Monaten verurteilt. Bei dem Ehemann kamen die einschlägigen Vor­strafen straferschwerend, bei beiden kam das um­fassende Geständnis strafmildernd in Betracht.

In nichtöffentlicher Sitzung wurde gegen den G. N. in Vilbel wegen Sittlichkeitsoerbrechens verhau- beit. Er hatte im April mit einem Mädchen unter 14 Jahren unzüchtige Handlungen vorgenommen. Der Angeklagte wurde zu einer Gefängn is­st r a f e v o n 9 Monaten, auf die Mei Monate der Untersuchungshaft angerechnet werden, ver­urteilt.

.Hissen Sie, Herr Lind, wenn man so mehr als ein halbes Menschenleben nebeneinander einen Weg Spangen ist, da läßt man sein Ehegespons auch mitreben, wenn es um solche Sache g?ht. Es ift für mich doch immerhin ein Objekt."

Lind nickt zustimmend. Er hat seine Frau nie um ihre Meinung gefragt, obwohl der Stamm seines 5;$ermög^ns zum größten Teil von ihrer Seite flammt. Aber wenn man von jemandem etwas wiu, half man ihm nicht widersprechen.

Gewiß, gewiß , sagt er mit Nachdruck.Frauen verstehen mitunter vom Geschäft mehr als Manner.

Frinzka verzieht das Gesicht ein bißchen. So hat t;'b nicht gemeint.

Bloß",' fährt Lind fort,Sie dürfen es mir | nicht Übelnehmen, wenn ich mir die Sache nachher cud) anders überlege. Ich bin heute gerade in Laune Herr Frinzka. Vielleicht macht das der Sekt in per Maibowle. Morgen wissen Sie da tut mir s möglicherweise schon leid, und ich kaufe Phönix oder Eölitrerq. Ich habe eben gerade ein paar Hundert- inufenb frei und wenn ich offen fein soll Die rominikschen Werke sind am Platz, man kennt die Verhältnisse, man kernst den alten Dominik man lauft nicht die Katze im Sack. Es ist auch em bißchen Lokalgeist dabei. Und weil Sie vorhin sagten, tote vollten den Posten abstoßen"

Oeffentlicher Vortrag der Universität: 20 bis 21.30 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut, Licht- bilberoortrag von Professor Dr. GlöcknerMalerei und Dichtung". Gloria-Palast (Seltersweg): Der Postmeister". Lichtspielhaus (Bahnhofstr.): Der Kleinstadtpoet".

Gießen-Klein-Linden.

Auf Veranlassung der Ortsgruppenleitung der NSDAP, fand am Montagabend in der neuen Schule eine Sitzung statt, die sich mit der Durch­führung eines Gemeindesporttages befaßte. Als Ter­min wurde der 17. August vorgesehen. Etwa 250 Teilnehmer und Teilnehmerinnnen werden nach einer Morgenfeier ihre Kräfte in volkstümlichen Dreikämpfen und Schleßwettkämpfen messen. Den ersten Siegern jeder Gruppe winken Eichenkranze, weitere Sieger erhalten Urkunden. Die ben Organi­sationen und dem NSRL. nicht angeschlossenen Männer und Frauen haben ebenfalls die Möglich' kett an den Wettkämpfen teilzunehmen. Am Sonn- tagnachmittag werden Schwimmwettkämpfe und ein Huß- und Handballspiel epsgetragen. Die Kampf­richter und der Berechnungsausschuß werben von Mitgliedern der örtlichen Vereine des NSRL. und weiteren Männern der Dorfgemeinschaft gestellt.

Missetäter in der Vorratskammer.

In der Speisekammer und dem Dorratsschranck ist nicht nur die Hitze ober mangelnde Lüftung ver­derbnisbringend, sondern es spaziert auch eine ganze Reihe Missetäter herum, ohne daß wir immer von ihnen wissen. Zumal wenn sie so klein sind wie die Silberfischchen", werden sie oft gar mcht bemerkt. Man kann diese kleinen, schnellen Tier- chen dadurch entfernen, daß man äußerste Sauber- {eit hält, möglichst viel Licht hereinläßt und die Vorräte häufig umstellt. Dauerwurst und Schinken werden vom S p e ck k ä s e r bevorzugt, dessen Larve, dunkel mit hellbraunen Ringen, etwa 1/- bis 2 Zentimeter lang ist. Der Speckkäfer bohrt alle Gegenstände an, auch Filz, Torf, Holz und fp9ar Bleirohr. Man bekämpft ihn durch größte Rein­lichkeit und chemische Mittel. Der Diebskäfer

NSG. Feindliche Flieger werfen in letzter Zeit Brandbomben besonders auf reine Wohngebiete. Dadurch können sehr erhebliche Schäden an Hab unb Gut der Bevölkerung entstehen.

Die Unschädlichmachung gezündeter Brandbom ben erfolgt zweckmäßig durch Abdecken mit trockenem Sand, der überall - im Haus, in besonders großen Mengen in den beiden oberen Stockwerken, mög­lichst in jedem Zimmer, bereitgestellt ist.

Sobald eine gezündete Brandbombe aufgefunden ist, wird ein Eimer Sand dicht an die Brandbombe geschüttet, der Sand mit einer langstieligen Schau, fei auf die Brandbombe gedeckt. Heftiges Werfen des Sandes auf die Brandbombe ist nicht zweck­mäßig, da durch den entstehenden plötzlichen Druck die Brandbombe auseinandergesprengt unb damit die Brandgefahr erhöht wird. Durch Einschaufeln der mit Sand bedeckten Brandbombe in einen mit etwas Sand gefüllten Eimer kann man sie unge­fährdet fortbringen. Dann wird die Brandbombe ausgeschuttet und ebenfalls mit Sand oder anderem bedeckt und bis zum restlosen Ersticken liegenge- lassen. /

Um die Entstehung eines Brandes durch die ge­zündete Brandbombe in einem Raume zu verhin­dern, wird die Umgebung der Brandbombe mit dem Sprühstrahl ber LS.-Handspritze naß gehalten, um den etwa umhersprühenden Teil des Brand- atzes chnellstens abzukühlen. Keinesfalls darf em tarker Wasserstrahl in die brennende Brandbombe geleitet werden, da hierdurch ein Zerplatzen der Brandbombe (Knallgasentwicklung) hervorgerufen wird.

Bei der Bekämpfung der Brandbombe soll ein größerer Kistendeckel, Waschkesseldeckel oder der­gleichen als Schutzschild vorgehalten werden.

Sind trotz aller Bekämpfungsmaßnahmen doch Brandherde entstanden, so muß unter allen Um­ständen die Bekämpfung des Brandes sofort ein- etzen. Hierbei ist wie folgt zu verfahren: Mit Lösch­gerät und Löschmitteln (LS.-Handspritze, Sand und Wasser) an die Schadenstelle gehen, bei Eindringen in geschlossene Räume (bei Verqualmung Gasmaske auf- fetzen) vorsichtig in gebückter Stellung Tür aufschlie- ßen und in gebückter Haltung bzw. kriechend in den brennenden Raum einbringen. Durch Oeffnen per Fenster für Rauchabzug sorgen. Aus der Nahe des Brandherdes alle leicht brennbaren Gegenstände

Lind macht es Freude, Frinzka mit den alten Erinnerungen zu ärgern.

Tja. Was wollte ich jagen? Dominik hatte die Augen affen. Er wußte bald, was qefpielt wurde. Das Wasser stand ihm bis zum Halse. Er brauchte fremdes Geld, um sich am Schwimmen zu halten. Ade, Privatunternehmen! Ade Selbständigkeit! Die Aktiengesellschaft mußte 'ran. Aber auch mit der Gesellschaftsform wollte es nicht gleich klappen. Als- die Aktionäre und die Bank, bei der unter Freund tief in der Kreide faß, ckegkriegten, daß Sie, die kaufmännische Seele des Geschäfts, auf dem Sprung zu Birk & Co. standen, da wurden sie unruhig..

Ader, Herr Lind, das ist dock alles ..."

Aha! Das hat eingeschlagen! Also weiter in der gleichen Tonart.

Schadet ja nichts ... An mir ist ein Dichter Der» lorengegangen, wollen Sie sagen. Na, vielleicht sattele ich nochmals um. Hören Sie weiter, was ich mir da ausgetüfteft habe: Dominik tat, was er konnte. Zahlen weiß ick nicht mehr. Jedenfalls waren sie Ihnen nicht hoch genug. Die Leute im Hauptbüro erzählten sich, daß es manchmal bis zum Schlagen zwischen Ihnen und Dominik kam. Schließ­lich hatten Sie ihn klein. Er gab nach. Er mußte, wenn er nicht kaputt gehen wollte. Da opferte er seine Majorität und verkaufte Ihnen einep Teil seiner eignen Effekten. Wieviel waren es eigentlich?"

Sechzig Stück."

Frinzka hat sich verplappert. Aber Lind tut so, als habe er nichts bemerkt.

Also ein Pappenstiel", fährt er fortWenn nicht gleichzeitig die versprochenen Tantiemen in Form von Aktien aus dem Eigenbesitz Dominiks dazu­gekommen wären, bann hatte er sich wobl im Laufe der Jahre bie Majorität zurückergattert. Denn es kamen ja immer mal ein paar Stück ^uf den Markt.

Frinzka sieht in sein Glas. Er ahnt noch immer nicht, was für ein Gesicht er machen soll.

' Jetzt noch einmal faustdicke Ironie.

, Schade, baß die Geschickte nicht wahr ist', lacht Lind.Schade, schade? Solche Tricks gelingen bloß wirklich tüchtigen Kerlen Männern, die Schneid besitzen, unb die ihre Moral nicht vom Bäcker um bie Ecke Zusammen mit den Morgensemmeln gekauft haben. Schade Sie hatten mir immer mächtig imponiert" * r , , x

(Fortsetzung folgt)

IDA 150 Kilometer Jerapetra erreicht und den Ost- :eU der Insel Kreta in Besitz genommen.

Generalleutnant Marcks wurde 1891 als Sohn les Universitätsprofessors Dr. Erich M a r ck s ge- loten. Er erlangte auf dem Gymnasium zu Ham­burg das Reifezeugnis und besuchte darauf zwei ^hre lang die Universität Freiburg. Nach Ab­leistung seiner einjährig-freiwilligen Dienstzeit trat ir 1912 als Fahnenjunker in das Feldartillerie- steoiment 9 ein. Am Weltkrieg nahm er in Gene- lalftabsftellungen teil. 1929 wurde er Major und 1935 Oberst. 1939 wurde er Chef des Generalftabes )es VIII. A. K. und als Kommandeur einer Jnfckn- lerie-Division am 14. 2. 1941 Generalleutnant.

Die Kämpfe in Finnland.

per Sonderberichterstatter desPopolo bi Roma" beuchtet aus Neuyork über den Konflikt zwischen fyru unb Ecuador, das Streitobjekt fei bas fast Dallständig von Wald bedeckte Ostgebiet, das im 'Jlirbcn von dem Fluß Putumayo unb im Süden ufri dem Fluß Maranon begrenzt werbe. Auf bisfes Gibiet werbe von beiben Staaten A n - > pr u ch erhoben. Grenzzwischenfälle habe es hier ichn verschiedentlich gegeben. Mitte Mai sei von beiben Streitteilen die Vermittlung Brasiliens, Argentiniens unb ber USA. ^ür Schlichtung ber hundertjährigen Streitfrage angenommen worben. Bon ber Regierung Perus sei aber auf diesen Ver­mittlungsvorschlag nur unter Vorbehalt eingegangen morden, da gewisse Vereinbarungen zwischen ber t Negierung von Ecuador mit jener der USA. be- taiintgegeben worden seien, die Waffenliefe­rungen ber USA. anGcuador betroffen Hütten. Diese Vereinbarungen waren von der peru­anischen Presse als für die Schlichtung ber Streit­frage erschwerenb bedauert worden. Die ersten be- ooffneten Zusammenstöße zwischen Peru und Ecua- ?boi, fährt ber Sonderberichter fort, hätten mcht (ölige des Flusses Maranon, sondern im Gebiet ber Etabt Charcras stattgefunden, das dem Stillen Dy an zunächst liegt

Schwere Kämpfe um Beirut.

Stockholm, 8. Juli. (DNB.)Nya Dagligt Allehanba" bringt eine Meldung eines United Preß- ROrrefponbenten, der sich bei ben britischen Streit- trösten in Syrien befindet. In dieser Melbung heißt es u. a., daß die Australier in die äußere Dtrtsidi,gungsanlage Beiruts einge­drungen seien. Noch immer leisteten jedoch die My-Truppen am Nordufer des Odamurflusses hartnäckigen Widerstand. Der Vormarsch gwen Beirut sei Sonntag wieder begonnen wor- btt. Britische Zerstörer und Kreuzer hätten zusam- mm mit Feldartillerie bie französischen Befestt- Mgsstellungen beschossen, während Flugzeuge ein Nossenbombardement durchführten.

vorläufig genießt er den Junianfang als Linds tzost. Er schießt in den Rambower Wiesen tatsächlich schon am ersten Morgen einen starken Bock, der aber Über noch nicht ganz gefegt hat, trinkt mittags nut Ümb ein paar Flaschen DeidesheimerWühl und "Gebeu", Jahrgang 1911, kratzt beim JHbenbanftanb iw) «nochmals einen Dock an, ohne ihn aber auf bie aus Lecke zu legen, und läßt sich nach dem Nachtessen bfl6 eine Waldmeisterbowle vorsetzen, die dem stärksten Ort' Ander bas Herz weich gemacht hätte.

om« 1Ich muß die Sache erst noch einmal mit ie/ft meiner Frau besprechen", antwortet er auf einen egt' neuen Anhieb Linds wegen des Aktiengescyafts.