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desverkehrsverHandes, des städtischen Verkehrs­

amtes und der Heimatvereinigung Schiffenberg.

Die Versammlung übermittelte den erkrankten För- Tagung derern des Gleibergvereins, den Herren Oberbür- dem Ge

das Beste zu leisten.

germelfter Ritter, Landrat Grillo (Wetzlar)

Generalversammlung des Gleibergvereins

Clemens fuhr fort:Dann mar da noch die Sache

vor und Mitglie-

daß die mit der

üerbestand ist unverändert geblieben. Infolge Man­gels an Material und Arbeitskräften wurden nur geringe Jnftandsetzungsarbeiten an Ruine und (9e=

Lumpen find wichtig für die Lertiiwirtschaft. Laß fit nicht den Motten rum srg-, gib fit an das nüchfte Schulkind wtiteel

** Ladenschluß um 19 Uhr. Der Ober­bürgermeister weist in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil darauf hin, daß der Laden­schluß in den Sommermonaten allgemein auf 19 Uhr festgesetzt ist.

Landkreis Gießen.

= Göbelnrod, 9. Juni. Am morgigen 10. Juni feiert der in weiten Kreisen bekannte

es drinnen nicht erwähnen, weil mich Mühsam sonst nachträglich vorlädt. Ich habe natürlich von Anfang an allerhand gewußt, was die Polizei bis heute noch nicht weiß. Bei keinem andern hätte ich geschwiegen, nur gerade bei ihm, hol's der Teufel, es war so etwas wie Rivalität zwischen uns feit Anbeginn."

Sie fragte streng:Was hast du gewußt?"

Oh nichts Entscheidendes natürlich. Aber ich wußte, daß er lügt auf eine überzeugende und glaubhafte Art, die bei so ernsten und klugen Män­nern etwas Gefährliches hat. Warum hat er dir nie etwas davon gesagt, daß er dich damals bei der Modenschau im Ringstraßenhotel gesehen und sofort erkannt hat? Ich hörte, wie er sich nach deiner Adresse erkundigte, damals, als du weg warst und ich dir die Blumen schicken wollte. War­um hat er dir nie erzählt, daß er dich gesehen hotte?"

Sie brauchte ein paar Sekunden, um ihre trocken gewordenen Lippen zu befeuchten.Ich begreife es sehr gut", sagte sie bitter,er hat mich als Emp­fehlung und Strohmann im Haus gebraucht."

Clemens war verblüfft.Wieso? Wieso Emp- pfehlung und Strohmann?"

Aber sie wollte-es nicht erklären, jetzt noch nicht. Jäh war ihr die Erkenntnis gekommen, wer seiner­zeit den anonymen Brief an das Stellungsvermitt­lungsbüro geschrieben hatte: Paul, der sie bei der Modenschau gesehen und dann wohl herausgekriegt hatte, daß sie eine Stellung suchte. Da 'war ihm der Gedanke gekommen, sie in seine Pläne einzu­bauen. Und er hatte es durch den Brief an das Büro versucht. Wie teuflisch klug und geschickt, auf diese Art konnte er unauffällig ins Hous kommen, konnte aus ihr herausholen, was ihm dienlich war. Gerda traf es wie ein Schlag, sie konnte noch nicht darüber sprechen.

Dornotizen.

Tageskalender für Alontag.

Gießener Vortragsring: 20 Uhr in der Neuen Aula der Universität Sonder-VeranstaltungErwin Guido Kolbenheyer liest aus eigenen Werken". Gloria-Palast (Seltersweg):Maskerade". Licht­spielhaus (Bahnhofstraße):Die gläserne Brücke".

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Regelung ergebe keine Schwierigkeiten, so Hoffnung bestehe, sofort nach Kriegsende Verwirklichung zu beginnen.

Lehrer Praß legte die Iahresrechnung erläuterte die einzelnen Positionen. Der

NeNaim lmM.

Roman von Elisabeth jjolt

(Schluß.)

In seinem Koffer liegt ein ganzer Pocken von Zeugnissen über frühere Anstellungen. Ausgezeich­nete Zeugnisse durchweg. Nur die Daten sind nicht ganz ridjtig.--Er besaß eine saubere Fassade

von geradliniger Männlichkeit und dahinter die nie aufzuhellenden Untiefen einer Bestie. Es kann aber auch fein, daß es irgendwo in der Welt Leute gibt, die ihn noch von einer dritten Seite kennenlernten. Vielleicht stand ein verhehltes kostspieliges Laster als Triebfeder hinter allen feinen Verbrechen hinter den Raubmorden, den Einbrüchen mit der enormen Beute, vielleicht ist er auch das Opfer eines Erpressers gewesen. Weiß man es? Peter Schiff hat keinen Äefährten gehabt und Paul Bür­ger keinen Freund. Er Hot auf zwei Kontinenten das Leben eines vorbildlich bescheidenen Mannes geführt, und es bleibt ungeklärt, ob die Riesen­summe seiner Beute unter unbekannten Namen in einem Bankjafe liegt, ober ob der Mann der großen, tollkühnen, lebensgefährlichen Wagnisse vielleicht nicht den Mut zu geschickter Verwertung aufbrachte.

Polizeirat Mühsam war da und die Herren Schweiger und Spohr, zwei erwartungsvolle junge Wachtmeister, und ein Assistent ooip Gerichtsmedi­zinischen Institut. Auch Dr. Kempf und Gerda Maurer waren do. Sie alle fanden sich in dem großen, ziemlich verstaubt aussehenden Raum ein, der ehemals Polo Luckners Schlafzimmer gewesen war, und hörten Kommissar Schweigers zusammen- foslende Darstellung an. Er sprach von Peter Schiff und was man von der Neuyorker Polizei über ihn erfahren hatte. Daß man, nachdem man allerlei Photos hinübergeschickt hotte, von denen keines das richtige war, das Zugeständnis erhalten habe, daß auch drüben der Fall Peter Schiffs keineswegs klar war. Carter, auf den man zuerst Verdacht ge­habt hatte, sei in Muyork nicht zu identifizieren gewesen, und es habe sich herausgestellt, daß die bisherigen Angaben über Peter Schiff außer­ordentlich ergänzungsbedürftig gewesen seien. Ge­wisse Anzeichen hätten darauf schließen lassen, daß Schiff unmittelbar nach jeder Tat den amenfa- Nischen Kontinent verließ, um nach Europa zu reifen so wie nach dem Mord an Roste Barker. Schiff ist jedesmal erst ganz kurz vor der Tat an

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däuüen vorgenommen: die vorgesehenen Geldsum­men wurden dem Umbaufonds zugeschrieben. Auf Antrag des Kassenprüfers E. Leib erteilte die Versammlung Entlastung.

Burgbaumeister Mohr führte über die A b - ändern n gen der Wirtschaftsräume im Erdgeschoß des Nassauerbaues etwa folgendes aus: Den Anstoß für den Umbau gaben Beanstandungen des Ausschanks. Der anfängliche Plan nahm Rück­sicht auf dasgemalt Stübche" mit feinen Wand­malereien, die man aus Gründen der Pietät glaubte erhalten zu muffen; die Wohnung des Wirtes sollte ins Dachgeschoß verlegt werden. Als weit bessere Lösung Hot sich aber erwiesen ausgehend van dem Gedanken, den schönsten Raum iih Bau den Gästen zugänglich zu machen die jetzige Küche und die beiderseitigen Privaträume für Gast­zwecke umzubauen mit dem herrlichen Blick nach Süden auf Gießen; etwa 80 Gäste vermögen hier an bequem geordneten Tischen Platz zu finden. Die etwa 60 qm umfassende Küche kommt an die Stelle der jetzigenBauernstube" zu liegen. Ausgänge und Ausschankverhältnisse sind bestens geregelt. Un­mittelbar aus dem in Wirtschafts- und Spülküche gegliederten Raum führt eine Treppe in den Wirt- fchoftskeller. Die grofje, jetzt nicht zur Geltung kommende Treppe im Albertusbau wird freigelegt, neue Bedürfnisanstalten entstehen am Platze der Waschküche. Die Verlegung der Wohnung des Wir­tes in das Kellergeschoß, das infolge des abschüssi­gen Geländes nach einer Seite freiliegt, ist gut möglich; fünf Räume können hier mit Leichtigkeit geschaffen werden.

Der stellvertretende Provinzialkonservator Baurat Dr. Feldtkeller, würdigte die verdienstvolle Arbeit des Geibergvereins -und erhofft erfreuliche Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege. Er äußerte sich zu den Umbauplänen und bezeichnete sie in ihrer inneren Haltung als hieb- und stichfest. Auch gab er die Zusicherung geldlicher Unterstützung.

Kreispropagandleiter Kotz (Wetzlar) regte groß­zügigen Einbau von Fremdenzimmern an, da nach dem Kriege hierfür ein vermehrtes Bedürfnis vor­liegen werde. Der Gleibergverein hat schon öfters über dieses Problem beraten und ist nicht abge­neigt, je nach Umständen später diesen Plänen näher zu treten. Schriftleiter Schuster überbrachte

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Pros. Dr. Earl £üer Vorstandsvorsitzer derAdam-Opel-AG.

Der Leiter der Wirtschaftskammer Hessen, Prof. Dr. Carl L üe r, ist aus dem AR. der Adam Opel A G., Rüsselsheim, ausgeschieden und hat im Interesse der Belange seines Wirtschaftsge­bietes den Vorsitz im Vorstand dieser Gesell­schaft übernommen. Das Vorstandsmitglied Hein­rich Wagner ist zum stellvertretenden Vorsitzen^ den bestellt worden.

Um Prof. Dr. Lüer die Uebemahme dieser neuen Aufgaben zu ermöglichen, wird, wie der DHD. hört, die Dresdner Bank ihn von seinen Funktionen als Vorstandsmitglied der Bank bis auf weiteres frei­stellen. \

Frankfurter Schlachtviehmarkl.

Frankfurt a. M., 7. Juni. Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 49,550,5, b) 4446,5, Bullen a) 47,548,5, b) 4344,5, c) 3939,5, Kühe a) 46,548,5, b) 42,-544,5, c) 36,538,5, d) 2029, Färsen a) 48,549,5, b) 44,545,5, c) 36,540,5, Kälber (Sonderklasse) 6570, andere Kälber a) 59, b) 5659, c) 4650, d) 3340, Hammel nicht notiert, Schafe a) 44, b) c) 2031, Schweine a) 61, £l) 61, bll) 60, c) 58, d) 55, e) 53, gl) (Sauen) 61. Marktverlauf: alles zugeteitt.

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frühere Landwirt Hermann Velten feinen 8 3. Geburtstag. Der alte Herr, früher ein erfolgreicher Züchter des Vogelsberger Rindes, er­freut sich noch großer Geistesfrische, während sein Gesundheitszustand weniger gut ift Unsere herz­lichen Glückwünsche!

sonderbar ich kann nicht den richtigen Abscheu aufbringen, wenn ick an Paul denke. Er muß irr­sinnig gewesen fein/

Polizeirat Mühsam war seinerseits auch für ver­söhnliche Auslegungen unlösbarer Fragen einge­nommen. Der Verbrecher ist tot mag er als Wahnsinniger gestorben sein. Jedenfalls gab Müh­sam eine solche Möglichkeit zu.

Weißt du", sagte Clemens später, als sie das Haus Parkstraße 16 verlassen hatten,ich wollte

Grüße des erkrankten Oberbürgermeisters, des Lan- und Direktor M e n k e n Me besten Wunsche M Genesung.

Landrat Dr. Lotz schloß die anregend verlaufet j mit dem Siegheil auf den Führer idfe elöbnis, für den Gleiberg und die

Bürger", sagte Kommissar Schweiger,hat einen in der Kriminalgeschichte bisher noch nicht angewandten Trick ausgeführt, indem er die Beute in einem Kleidungsstück des Opfers versteckte. Er hat ein Stück des Pelzfutters aufgetrennt und den Schmuck mit ein paar Stichen unter der dicken Wattierung des Kragenteils eingenäht daher die offenen Laden, in denen er nach Nähzeug ge­sucht hat. Irgend einmal mußte der Mantel wieder in seinen Griffbereich gelangen vielleicht hier im Haus, vielleicht auch anderswo auf eine Tür mehr oder weniger ist es ihm ja nicht angekommen."

Clemens Kempf spürte Gerdas Ellbogen unter dem schützenden Griff seiner Hand schwach zittern. Dürfen wir rauchen?"

Natürlich", sagte Mühsam,das Kollegium, das wir da abhalten, ist ziemlich widerlich für die gnädige Frau."

Nicht widerlich", sagte Gerda schnell,gar nicht widerlich das jft nicht das richtige Wort. Paul hat Pola Luckner umgebracht, er war wohl der geheimnisvolle Geliebte, der nie in Erscheinung trat, weil er es von Anfang an auf ihren Schmuck abgesehen hatte. Er wollte auch mich umbringen, weil ich das mit dem Aermel gewußt habe. Ich fühlte es ich habe es die ganze Zeit über ge« ...... ..... ....y ____

fühlt, während ich da unten in der Halle auf fein \ mit den modernen Kassenanlagen in Lom. Das ist Herunlerkommen gewartet habe. Daß er schließlich die reinste Stegreifgeschichte gewesen. Ich war erst nicht gekommen ist, verdanke ich Dr. Kempf und vor ein paar Monaten unten Inspektor Spohr. Ich möchte meinem ärgsten Feind tigen Banken, es f... ______

feine solche halbe Stunde wünschen aber es ist wollte er bloß heraus fr legen.

Am Samstagnachmittag versammelten sich die Mitglieder des Gleibergvereins auf dem Gleiberg zu ihrer Generalversammlung. Nach einem Rundgang durch die Burg Gleiberg be­grüßte der 1. Vorsitzende Landrat Dr. Lotz tm Luxemburger Zimmer den sonst für diese Der- sammlung traditionellen Kaisersaal hatte man der Firma Mobs zum Betriebsappell überlassen die Anwesenden, insonderheit Baurat Dr. Feldtkel« 1 er, ben Vertreter des beurlaubten Provinzialkon- servcttors Dr. B l e i b a u m, ferner Schriftleiter H. F. Schuster als Vertreter der Stadt Gießen, Kreispropagandaleiter Kotz (Wetzlar), die Bürger­meister Schmidt und Rinn von Krofdorf-Glei­berg und Heuchelheim und die Presse.

Die alljährlich im Mai stattfindende Versamm­lung so führte Land rat Dr. Lotz u. a. aus hat aus Gründen seiner Reise in die Slowakei im Auftrage des VDA. hinausgeschoben werden müs­sen. In Verknüpfung mit dem Sinn der Reise be­leuchtete der Redner Oie tiefe Bedeutung des Wortes Heimat, welches im Kriege mehr denn sonst einen zauberhaften Klang enthält. Der Gleibergverein sei ein Heimatverein, und die Soldaten unserer Heimat hätten in der Ferne gewiß stets den Glei­berg und seine Umaegend vor Augen. Das bedeute für uns die hohe Verpflichtung, diese Heimat den Kriegsteilnehmern so zu erhalten, daß sie später sagen können, hier wurde auch im Kriege die Pflicht getan. *

Der Tätigkeitsbericht enthielt Mitteilun- gen über steuerliche Regelungen, Korresvondenzen mit der Wehrmacht, Einverständnis zum Bau einer Zisterne im Burggelände durch die Gemeinde Krof­dorf. Seit längerer Zeit sind Die Pläne gereift, wie der Ga st Wirtschaftsbetrieb zu verbefsern sei. Nach verschiedenen Umänderungen dieser Pläne sei nun eine gute Lösung gefunden, wie Burgbau- meifter Mohr barlegen werde. Auch die finanzielle

Schalke und Rapid im Endspiel.

Vorentscheidung in der Fußball-Meisterschaft.

Rund 70 000 Fußballfreunde erlebten am Sonn­tag die Vorentscheidung in der deutschen Fußball­meisterschaft. Das Endspiel werden am 22. Juni im Berliner Olympia-Stadion der fünfmalige deut­sche Meister und Titelverteidiger Schalke 04 und der Ostmarkmeister Rapid Wien bestreiten. Schalke schlug im Düsseldorfer Rheinstadion vor 40 000 Besuchern den Mittelrheinmeister VfL. 9 9 Köln sicher mit 4:1 (3:1), während in Beuchen vor 30000 Besuchern Rapid den Dresdner SC. mit 2:1 (1:0) bezwang. Rapid unterbrach damit die lange Siegeskette der Sachsen und übte für die im Vorjahr ebenfalls in der Meisterschafts-Vor­schlußrunde und in gleicher Höhe erlittene Nieder- läge Pergeltung.

Minden und Hamburg.

Haudball-Endspielteilnehmer stehen fest.

Auch in der deutschen Handballmeisterschaft wur­den am Sonntag die End-kampfteilnehmer ermittelt. MSV. Hindenburg Minden und Polizei Hamburg werden am 29. Juni an einem noch zu bestim­menden Ort zur Entscheidung angetreten.

Westfalens Meister Hindenburg Minden siegte in Brieg gegen den LSV ReineckeBrieg eindrucksvoll mit 8:4 (5:0) Toren. Die Mindener Pioniere zeigten das wesentlich reifere Spiel und hatten in allen Mannschaftsteilen ein klares lieber- gewicht. Großartig war vor allem wieder das Stür­merspiel der Westfalen. Erst beim Stand von 7:0 kamen die Schlesierzu Wort" und verbesserten auf 7:3, aber als Minden wieder anzog, war es sofort wieder Herr der Lage. Nötiger war mit vier Treffern Mindens erfolgreichster Torschütze. In der Reichshauptstadt unterlag Elektra Berlin vor 5000 Zuschauern mit 8:10 (5:4) gegen den vor allem im Sturm durchschlagkräftigeren Pol i z ei - SV. Hamburg, dessen überragender Mann auch diesmal der Nationalspieler Dheilig war, der in der zweiten Hälfte durch einige prächtige Torwürfe die drohende Niederlage abwandte. Das überaus hart durchgeführte Treffen war aber bis zum Schluß ziemlich offen und ausgeglichen. '

Unentschieden auf dem Waidsportplah.

Das Spiel endete mit einer großen lieber» raschung, denn als die VfBer mit Larwig, Ziegler, Schlitz, Weniger, Straft I, Mack, Ehmann, Nikolei, Kraft II, Deeg, Erb aufliefen, war man von einem Sieg der Platzmannschaft überzeugt. Das Spiel bewies aber einmal mehr, daß Feldüberlegenheit und 6efferes Können noch keinen Sieg ergeben, wenn keine Tore fallen. Wohl darf nicht verkannt werden, daß allein viermal die Torlatte der Gäste Retter in letzter Minute war, und auch sonst das Glück auf ihrer Seite war. Demgegenüber hatten dick Platzbesiher so zwingende Torgelegenheiten, daß deren Nichtverwertung auf Mangel an Können zurückzuführen ist. Die Reichsbahner aus Homburg ließen als Meister der dortigen Bezirksklasse nur zum Schluß ihre Gefährlichkeit erkennen. Zwei überragende Spieler gaben der Mannschaft den notwendigen Rückhalt, und zwar der Mittelstürmer und der Tormann. Wenn der Mittelstürmer der Gäste mit dem Ball am Fuß durchbrach, war es immer gefährlich. Der Tormann hielt die schwer­sten Bälle mit verblüffender Sicherheit. Die Gie­ßener Mannschaft spielte besonders in der ersten Halbzeit schön zusammen und schnürte zeitweilig

dem aufgebrochenen Safe angefangen hat. Er muß Lunte gerochen haben."

O ia", murmelte sie und erinnerte sich mitt Schaudern an sein harmlos glattes, blondes Ge­sicht, das er vor sich hertrug wie eine Maske,ch hab ihm viel verraten, alles hat er aus mir her­ausgeholt, was er wissen wollte. Durch mich hat ec erfahren, daß die Polizei auf der richtigen Spur ift, ich hab' ihm damals sogar erzählt, daß sie nadj einem Orchideenstrckuß gefragt hat. So hab' ich ich gewarnt, ich habe ihm Pola ans Messer geliefert* Gar nichts hast du", sagte Kempf beruhigend, laß dich nicht von solchen närrischen Einfälle» unterkriegen, ... jetzt nicht..."

Sie faßen in Kempfs Wagen und fuhren in de» Wiener Wald. Es war kalt und sonnenlos, die ver­schneiten Berge wuchteten ineinandergeschoben voc der grauen Fläche des Horizonts. Krähenschwärme flogen über die Hänge hin. Auf einer steilen Wiese war ein Rudel rotgefrorener, brüllender Subern mit selbstgemachten Holzschlitten.

In Rio", sagte Dr. Kempf und war innerlich« schon an der geschwungenen Bucht im Schalte«: des Zuckerhutes,soll es jetzt teuflisch heiß sein. Macht dir Hitze etwas aus? Ich fühle ungeheure Sehnsucht, dich in einem weißen Kleid unter Pal­men zu sehen."

Eine Hand schob sich zärtlich unter seinen steu­ernden Arm und wurde heftig zusammengepreht- Aber Gerdas Gedanken hasteten noch an dem Der** schneiten Land und an den Erschütterungen der letzten Tage. Den Kopf an feiner Schulter, tat sir- plötzlich die Frage nach Polos Zobel.Niemand wird ihn jetzt mehr haben wollen", sagte sie leise.

Aber ja", antwortete Clemens; er spürte die: Wärme ihrer zarten Hand bis zu seinem Herzen- Birinsky hat mir doch etwas von dem Zobel ge sagt. Im Augenblick, glaube idx interessiert fid> eine internationale Pelzhändlergruppe für da» märchenhafte, unheilbringende Stück."

Wie gut, daß ich ihn damals von Birinsky nicht nahm", sagte Gerda leise, fast als sei diese De- merfung nur für sie selbst bestimmt.

Der Wagen lief ruhevoll brummend die enge,

dem betreffenden Ort aufgetaucht und sofort da­nach wieder verschwunden, was die Vermutung zulasse, daß er gar nicht in Amerika lebe, sozusagen nur zu Gastrollen hinüberkomme. Mühsams ur­sprüngliche Theorie, daß der Einbrecher in Park­straße 16 mit Schiff personengleich fei, habe sich so immer mehr befestigt.

Teils hörten die Anwesenden diesen Darlegungen zu, teils taten sie bloß so. An Gerdas Ohren zum Beispiel ging das meiste der sachlichen Rede vor­über, für sie ist dieses Zimmer voll von lebendigen Bildern und Erinnerungen. Vorhin hat sie eine Bürste vom Ankleidetisch weggenommen und darin ein kupferrotes Haar gefunden, einen metallisch glänzenden Faden, der sich noch immer eigenwillig zusammenringelt. Drüben auf dem Bett liegt der Zobel. Faul und hochmütig spreizt er sich auf den nackten weißen Matratzen und zeigt sein aufge­trennte 5 Brokatfutter, den zerrissenen Wattebalg der Schulterpartie her. Die Polizei wertet den Fall als Zufallserfolg mit beachtlich lehrreichen Einzel­heiten.

den Gegner vollständig ein. Diese zwingende liebe» legenheit war auch der Grund für das Vergebe der herausgespielten Torgelegenheiten. Die Mani schäft hatte offensichtlich den Eindruck, daß gegei über diesem Gegner nach Belieben gewonnen we den könnte. Eine Auffassung, die sich fast bitter gerächt hätte. Schiedsrichter Bücher leitete einmanb.

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kehrenreiche Straße durch den Wiener Wald. Sie schwiegen. Clemens Kempf achtete genau auf den. Weg. Nur einmal, kurz bevor sie sich wieder der Stadt näherten, blickte er zu Gerda hinüber. Ast Gesicht war von einem stillen, glücklichen Ausdr^ wie von innen her erhellt, alles Gehetzte und Müde wlen unten ich kenne die dor- i war ausgelöscht. Er fuhr ganz langsam und mit sind beinahe Spelunken. Damals größter Behutsamkeit. Seine Rechte suchte ihtt caustriegen, was die Polizei mit 1 Hand, die er küßte.

Spielverlauf: Die Gießener spielen zuerst mil der Sonne im Rücken und reißen nach zwei Durch, brüchen der Gäste das Spielgeschehen vollständig an sich. Kraft und Ehmann brechen mit dem Flügel spiel immer wieder durch, um im Strafraum flr versagen. Ehmann schießt zweimal in aussichtss reicher Position daneben. Zwei unheimlich schoif geschossene Bälle von Kraft treffen nur die Lattj Als derselbe Spieler allein vor dem Tormann steh^ schießt er daneben. Auch verschiedene Ecken dringeq nichts ein. Als es 0:0 in die Halbzeit geht, können die Gäste darüber sehr froh fein. Nach Wiederbs. ginn haben die Gießener offensichttich die Ermahi nungen in der Halbzeit beherzigt. Sie spielen foiu zentrierter, und der Erfolg bleibt nicht aus. Alr der Verteidiger bedrängt seinem Tormann zuruä geben will, startet Kraft dazwischen und schießt ein. Schon zwei Minuten später kann derselbe Spieler eine Flanke von links zum zweiten Tor einköpfen« Weiter drängen die Gießener, scheitern jedoch an dem Tormann der Gäste. Die Homburger werden in ihrer Spielweise jetzt schneller. Der linke FlÜA« wird jetzt bevorzugt eingesetzt. Als der Mittelstur mer mit einer Flanke von Jints Ziegler passiere« will, wird er unfair gehalten. Den fälligen Elsmetv schießt der Mittelstürmer ein. Ein erneuter Flav kenlaiuf des Linksaußen, eine Körpertäuschung de; Mittelstürmers und der Halbrecht steht frei Doßt- Larwig. Sein Schuß ist nicht zu halten. Die Gästr verstärken nur ihre Abwehr und halten das Re­sultat.

Wasserballspiel Gießen Wetzlar.

Am Samstag hatte der Gießener Schwimmvereiri Wasserballspieler aus Wetzlar zu Gast. Es wurdni zwei Spiele ausgetragen, bei denen jedesmal dir Mannschaft der Gießener verdienter Sieger nnirtte, Gießen spielte in folgender Aufttellung: Tor Beckert; Verteidigung: Pascoe, Schomber; Sturm: Kirstein, Funk.

Das erste Spiel endete 6:2 (2:1) für den SB. Gießen. Dom Spielbeginn an war Gießen sofort im Angrifi. Durch ein Mißverständnis ging Wetzlar aber mit 1:0 in Führung. Hierauf fanden sich jedoch die Gießener, und bis zur Pause wurde ein knapper Vorsprung erkämpft. Nach dem Seitenwechsel war der SV. Gießen durchweg überlegen und gewann: sicher.

Beim zweiten Spiel setzten die Wetzlarer ander« Spieler ein, aber auch diesmal siegte Gießen, mit derselben Mannschaft spielend, mit 5:2 (2:1) Toren. Das Spiel war in der ersten Hälfte ausgeglichen,j aber in der zweiten Halbzeit behielt Gießen durchs bessere Technik und Ausdauer die Oberhand.

Die Gießener Mannschaft zeigte jedesmal ein I schnelles und technisch ausgezeichnetes Spiel. Die Ballabgabe und der Torwurf waren hervorraaenö. Der Wettkampf bewies wieder einmal, daß auch im Krieg die Arbeit des NSRL. weitergeht. Das Rück­spiel wird demnächst in Wetzlar aus getragen.

mantel, Tv. 1846 Gießen, 57; 8. Walter Schmitz, SA. G i e ß e n , 45 P.

Altersklasse II (41 bis 50 Jahre): 1.Gustav Baldauf, Tv. 1846 Gießen, 71; 5. Walter Jürgens, Tv. 1846 Gießen, 64; 8. Uffz. Karl Spamer, Wehr- macht-L., 60 P.

Altersklasse III (über 50 Jahre): 1. Adam Popp, Tgm. Friedberg, 8§; 8. Philipp Götz, Postspv. Gießen, 59; 10. Ludwig Petri, To. 1846 Gie­ßen, 55 Punkte.

Frauen: 1. Gertrud Greger, Spg. Dortelweil, 60 Punkte.

B D M. - K la s s e A: 1. Alwine Lehr, Tschft. Bü­dingen, 64; 2. Gertrud Hörder, Tv. Klein-Linden, 49 Punkte.

B D M.° Klasse B: 1. Griedeldis Butsch, Tgm. Friedberg, 81; 7. Irmgard Süßei, Tv. Lich, 57; 11. Paula Urhan, To. Lich, 51; 13. Elisabeth Lenz, Tv. Klein-Linden, 47; 14. Erna Stein, Tv. Lich, 40 Punkte.