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Gietzener Anzeiger

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straff organisierter Planforschung aufgerufen wer­den mußte.

einigten Staaten, die sich alsDemokratie", zu be­zeichnen pflegen, führen fort zu bekunden, daß sie für das Recht und die Freiheit" kämpften, wäh­rend sie gleichzeitig für die Rechte anderer Staaten eine Achtung bekundeten, die durch das Aus­bleiben jeder Antwort auf die Pro- teste der portugiesischen Oeffentlichkeit gegen die Reden Roosevelts gekennzeichnet werde. Die M t ß-

Lissabon, 8. Juni. (Europapreß.) Die Sprache der portugiesischen Presse gegenüber den nord­amerikanischen Angriffsabsichten auf die Azoren und die. Kapverdischen Inseln wird zusehends schärfer.

Das Lissabonner BlattA Voz" schreibt, die Ver­

einfach in ihren -------

amerikanischen Politiker erhöben ohne jeden Schat-

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kanischenDemokratie" sich über die Souverä« nität der kleinen Völker hinwegsetze, sei

Montag, 9. Juni Ml

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer OiSSVaUbr desVormittags

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Dieneuen Methoden der Kriegführung".

Von Helmut Sündermann.

Im Zuge der krampfhaften Bemühungen der Churchill-Regierung, den schweren Schock von Kreta zu zerreden, wird den britischen Zeitungslesern eine Fliut von Artikeln beschert, in denen dargestellt wird, wie völligneue Methoden der Kriegführung" von deutscher Seite in Kreta angewandt worden seien< Methoden, die dieTimes" alsrevolutionierend, im Erfolg sicher und wissenschaftlich durchdacht" be« zeichnet.

Der Versuch, nach mehr als zwanzig Monaten Kriegführung und nach einem nie dagewesenen Siegeszug des deutschen Soldaten durch die Länder aller seiner Feinde auf dem Kontinent Ueberraschung zu heucheln, ist nichts 'anderes als grotesk er wird dem Engländer auch den Nutzen der Entschuld di'gung Nicht bringen, den er sich von solchen Be­trachtungen verspricht. Denn die Welt beginnt dar­über nachzudenken, worin nun eigentlich wirklich die Ursachen des durchschlagenden deutschen Erfolges begründet liegen und welche Momente es find, dis dazu berechtigen, von einer wahrhaft revolutionären Kriegführung zu sprechen.

Gewiß es sind der Waffen manche, die in die­sem Kriege von deutscher Seite überraschend ins Treffen geführt und neuartig angewandt werden. Aber dürften nicht die meisten dieser Waffen auch dem Gegner schon vor dem Kriege bekannt gewesen sein, haben nicht über viele der Methoden, die heute die Entscheidung in manchem Kampf herbeiführen.

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W- Jahrgang Ur. 134 scheint täglich, außer r KniMjonntags und Feiertags 1 Beilagen:

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Englands Griff nach Syrien

Oer Angriff hat begonnen.

Portugal gegen den Imperialismus der LISA

Um die Azoren und Kapverdischen Inseln.

Aenn man die Liste der weltbewegenden Erfin­det gen und Entdeckungen durchsieht, so stellt man Mn bei einem flüchtigen Ueberblick fest, daß Arische darin in überwältigender Zahl vertreten 'sif. Nicht nur Buchdruck, Taschenuhr, Stahlfeder, gurrad, Schreibmaschine und Steindruck, nicht nur Te.'phon, Schiffsschraube und Dynamomaschine sind txr Deutschen erfunden worden, auch der Gasglüh- sümpf, das Automobil, das Flugzeug verdanken duschen Wissenschaftlern und deutschen Technikern lljl: Existenz. Aber neben diesen Großleistungen \ bei zivilisatorischen Fortschrittes findet man eine ^ebnsolche Fülle bedeutender, wissenschaftlicher Theo­rie- und Entdeckungen, die wiederum deutsche Lei­ste gen sind. Angefaugen mit der Begründung des nwernen Weltbildes durch Kopernikus und Kepler, der Entdeckung des Aluminiums durch sfki'drich Wöhler, der Begründung der moder- n:r Düngemittellehre durch Liebig, der Spek- Irsänalyse durch Kirchhoff und Bunsen, der Videckung der Kathodenstrahlen durch P l ü ck e r ui! Hittorf bis zur Begründung der Quanten- thecrie durch Max Planck. Man könnte die Reihe ntfi lange fortsetzen.' Aber schon diese erste Gegen- ürfteUung zeigt deutlich genug, wie im Deutschen bis theoretische Denken und das praktische Handeln

In jeder deutschen Bombe, in jedem deut­schen Panzerwagen, in jedem Flakgeschütz, in jedem U-Boot kämpfen neben dem deutschen Soldaten heute auch die deutschen Forscher und Techniker mit, die in jahrelanger, stiller Arbeit den deutschen Vorsprung mit vorbe­reiten halfen. Die Lösung der Rohstoff-Frage, des Ernährungsproblems, die Schaffung der besten Waffen, der schnellsten Flugzeuge, alles das ist nicht denkbar ohne den For­scher, der die Vorarbeit leistete, und der un­aufhörlich an Verbesserungen arbeitet oder in der Grundlagenforschung die Voraussetzungen für weitere Fortschritte der Technik des Krie­ges und des Friedens schafft. Die nachfol­genden Aufsätze berichten über einige Lei­stungen der Wissenschaft, die nicht nur den deutschen Vorsprung der Gegenwart mitbe- gründeten, sondern auch für die Zukunft den Weg zu großen Umwälzungen eröffneten.

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Forschung als Organisations­problem.

Oer deutsche Vorsprung

Von Dr. Ludwig Kühle.

tut immer schon schief und einseitig. Vor anderen ifcern hat das deutsche Volk gerade voraus, daß Igt grüblerische Sinn vieler seiner begabten Eine in stillen Zeiten den Grund der Dinge auf- rij-te und breite Fundamente der Erkenntnis ftr, die dann in den Zeiten der Not zum Aus- auzspunkt jener Leistungen wurden, die oft eine Btt in Erstaunen versetzten.

danten im mittleren Orient, durchgesetzt. Sie woll­ten zur Aufbügelung ihres Ansehens einen Erfolg unter allen Umständen ... auch wenn es ein Er­folg auf Kosten desselben Frankreich ist, das seinen Kampf für England mit der größten Niederlage seiner Geschichte bezahlt hat.

Die bodenlose Tücke dieser moralischen Sa­nierungsaktion zu Gunsten von Churchill und Ge­nossen das Unterhaus soll in dieser Woche zur Kreta-Debatte zusammentreten! wird dadurch unterstrichen, daß die im Solde Englands stehenden französischen Generale de Gaulle und Car- troux die Vorhut gegen Syrien führen: also freie", will sagen: englandhörige Fran­zosen gegen die Franzosen des Marschalls P e t a i n, desßöroen von Verdun".

Und damit sind wir bei dem französischen Problem: Syrien ist wichtig; wichtiger ist, was Frankreich tut.

Frankreich ist nicht unvorbereitet. Die offiziöse Nachrichtenagentur von Vichy hat bereits am Sams­tag gemeldet, daß nach dem propagandistischen Trommelfeuer der Londoner Presse und des eng­lischen Rundfunks der Anschlag gegen Syrienun­mittelbar bevorstehe". Diese Ankündigung des Ein­marsches in Syrien wurde präludiert durch die schon vor acht Tagen abgegebene Erklärung des eng­lischen Außenministers Eden, daß England den Unabhängigkeits"-Bestrebungen der Syrer mit größter Sympathie geaenüberstehe, und begleitet durch eine widerliche Kampagne, in der versucht wurde, den General W e y g a n d gegen den stell- oertretenben Ministerpräsidenten Frankreichs, Ad­miral Sarian, auszuspielen und scharfzumachen. Dabei wurde Weygand die Rolle zugeschoben, daß er um seines persönlichen Ehrgeizes willen die französische Regierung für irgendwelche zwischen­staatliche Verhandlungen diskreditieren werde. Die Aufdeckung dieser Zusammenhänge gibt erst eine Vorstellung, bis zu welchen Höhen oder besser

ten eines Rechts und der geringsten Achtung vor der Souveränität Portugals Ansprüche auf diese Inseln. Die Presse gehorche ohne jede Scham dieser Parole und unterstütze die Annektionsforderungen der Politik. Ja, diese schamlosen Forderungen schlügen sich sogar in sonderbaren Anspielungen in Präswentenreden nieder! Portugal, das poli­tisch auf dem Boden des Rechts, der Gerech­tigkeit und der Rechtschaffenheit stehe, bleibe seiner Neutralitätspolitik treu. Gegenüber skandalösen Drohungen, die formell ausgesprochen oder auch nur kaum angedeutet wür­den, verstärkte es feine Truppen auf den Inseln. Es sei gut, daß die portugiesische Regierung so vorgehe.

Würdiger als England.

Roosevelt hat in seiner letzten KriegsredeAm Kamin" die atlantischen Inseln Portugals, insbe­sondere die Inselgruppe der Azoren und die In­sel Madeira, alsVorposten der westlichen Hemisphäre" bezeichnet. Die portugiesische Presse setzt sich gegen triefe Vorverlegung der amerikani­schen Grenze mit großer Entschlossenheit zur Wehr und illustriert damit aufs anschaulichste, welche wirk­lich Bewandtnis es mit den sanften Flötentönen Washingtons Über diePolitik der guten Nach­barschaft" hat. Portugal ist ein kleines Land am Rande Europas. Aber es schickt zur Verteidigung seiner atlantischen Inseln Truppen aus und seine Presse schlägt gegen dengroßmächtigen" Sprecher des Pankee-Jmperialismus eine kräftige Klinge. Ist es nicht ein merkwürdiger Kontrast, daß Portugal, das von England lange wie eine Kolonie behandelt worden ist, sich nach besten Kräften gegen den raum­greifenden Yankee-Imperialismus zu wehren sucht, während sich jenes England freut, von den Ame­rikanern als erste Verteidigungslinie be­trachtet und behandelt zu werden?

Berlin, 8. Juni. (DNB.) Heute morgen haben nach einer Reutermeldung aus Kairo englische Truppen, unterstützt von ihrer französischen Fremdenlegion, einen Angriff auf das franzö­sische Mandatsgebiet Syrien unternommen.

Als Begründung wird sowohl von den Englän­dern wie von den französischen Landesverrätern die lügnerische Behauptung verbreitet, daß sich deutsche Truppen auf syrischem Boden befänden. Ziel des Angriffs sei die Befreiung Syriens und des Libanon und ihre Eingliederung in den Ster­ling-Block.

Die ftanzösische Regierung hat ihrerseits, erneut die Unwahrheit der englischen Behauptung entlarvt und mitgeteilt, daß sie das französische Imperium bis zur äußersten Grenze ihrer Kräfte verteidigen werde.

In weiterer Beantwortung des neuen englischen Raubzuges hat Marschall Pstain eine Bot­schaft an bie Franzo s e n der Levante gerichtet, in ber es heißt:Dieser unqualifizierbare Angriff wird wie in Dakar von Franzosen ge­führt, die sich unter bie Fahnen des Aufstandes ge­stellt haben. Unterstützt durch die brittschen impe­rialen Truppen, schrecken sie nicht davor zurück, bas Blut ihrer Brüder zu vergießen, bie bie Ein­heit des Imperiums und bie ftanzösische Souve­ränität verteibigen." Er branbmarft dann die Vor­wände, die der Feind für den Angriff geschmiedet habe und erklärt:Vor der Gewalt kam die List. Ihr wißt, daß es keinen einzigen deutschen Sol­daten weder in Syrien noch im Libanon gibt. Ihr kämpft für eine gerechte Sache, für bie Sache ber Unversehrtheit ber Gebiete, die die Ge­schichte dem Vaterland anvertraut hat. Ihr werdet sie zu verteidigen wissens

Die Londoner Kataftrophenpylittker haben den Einmarsch in Syrien gegen den Rat des Generals WaoeU. ihres eigenen Oberkomman-

fonders wehrtechnische Ziele ausgerichtet. Damit war wiederum ein wesentlicher deutscher Vorsprung erreicht, nämlich die Mglichkeit, Aufgaben, bie für bie beutsche Rüstung wichtig waren, bireft ben besten Köpfen ber deutschen Wissenschaft zu über­tragen. Die gesamte deutsche Rohstoffwirt­schaft wurde unter den Gesichtspunkt gestellt, daß der Wert eines Stoffes, etwa der Kohle ober bes Holzes, sich nicht aus technischen unb handwerklichen Ueberlieferungen, sonbern nur aus seinen Möglich­keiten ergibt, und baß bie Forschung nach ihren Erkenntnissen ben wahren Wert ber Stoffe be­stimmt. So hat bie Rohstoffarmut frühzeitig für Deutschlanbs Feinbe viel zu früh eine neue Epoche eingeleitet, bie mit traditionellen Bindungen brach.

Das aber ist die Lage. Der Reichtum Englands ließ dieses nachlässig werden. Es glaubte, auf be­sondere Anstrengungen verzichten zu können. Es versäumte, Organisationen zu schaffen, denn sie schienen seiner hochkapitalisierten Industrie durch Privatinitiative ersetzbar. Es muß nun heute im­provisieren, zu spät begreifend, daß sich in schein­barerer Freiheit auch der Horizont seiner wissen­schaftlichen Ideenwelt gefährlich eingeengt hatte. Im Gegensatz dazu mußte das arme Deutschland den eisernen Ring des lieber lieferten überall zu durch­brechen versuchen, in der Hoffnung, hinter den bis­herigen Grenzen fruchtbares Neuland zu finden. Aus Not erwuchs so eine Freiheit des Denkens und damit auch des Handelns, die bie letzte und tiefste Wurzel der deutschen Leistungen und der heutigen deutschen Macht geworden ist.

(Weitere Aufsätze folgen.)

5 in Deutschland wurde ber moberne wissenschaft­lich. Erfinder geboren. Seine Arbeit beginnt mit IÄm sorgfältig burchbachten Plan. Oft wird die­le: geändert, manchmal führt er zu ganz uner= Arteten Ergebnissen, nie aber sind System und Nchode aus ihm fortzudenken. Mag auch der 8u|aU bei der Erreichung eines Zieles gelegentlich eilt Rolle spielen, so ist es gewissermaßen ein

typisch amerikanisch und liege ganz in der Linie des Verfahrens, das die Vereinigten Staaten ge­genüber Kuba, Panama und ben Philippinen an= gemenbet hätten. Jedenfalls hätte man erwarten dürfen, daß Roosevelt in dem Augenblick, in dem er behauptete, das Recht der Kleinen und Schwa­chen gegen die Uebergriffe der Großen zu vertei- bagen, ein Mindestmaß an Logik in (einen Worten beobachtet hätte. Seine Rede müsse erläutert wer­ben, falls etwa die Absichten nicht so weit gingen wie die Worte.

An anderer Stelle weist dasselbe Blatt darauf hin, daß die Propaganda der Vereinigten Staaten schon in ben achtziger Jahren des vo­rigen Jahrhunderts auf eine Annektion der portugiefifchen Inseln im Atlanti­schen Ozean hinaearbeitet habe. Heute beziehe dieDemokratie" Amerikas die Azoren und die

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Kapverdischen Inseln, die sie als nützliche See- ~' gstützpunkte betrachte, ganz Lebensraum ein, und die nord-

Man kann den Bericht 'über die innere Vorbe­reitung ber deutschen Wissenschaft auf ihre entschei- benbe Bewährungsprobe nicht beenben, ohne noch eine Organisation zu nennen, bie an ihr wesent­lichen Anteil hat, bie beutsche Forschungs­gemeinschaft. Sie konnte in zwanzigjähriger Arbeit durch ihre Hilfe, burch Instrumente, Geld­mittel und Stipenbien und auch burd) birefte An­regungen zahlreiche schwebenbe Forschungen an­leiten, förbern ober ihre Vollendung ermöglichen, so­wie in nicht wenigen Fällen wichtige Gemeinschafts­arbeiten anregen. Der Reichsforschungsrat, eine Schöpfung des nationalsozialistischen Deutsch­lanbs, bildete bann ben organisatorischen Abschluß, bie bewußt lenkenbe erste Stelle. Durch ihn, als ben Generalstab der beutschen Wissenschaft, konnte bie Staatsführung ben gesamten weitverzweigten unb feinverästelten Apparat ber Hochschulinstitute, ber Spezialforschungsanstalten bis hinunter zu den klein­sten Einzelforschungsstellen unb Laboratorien an straffem Zügel lenken. Der Reichsforschungsrat konnte solche Forschuugsaufgaben stellen, die bem Einzelnen vielleicht im Augenblick zu schwierig oder zu unwirtschaftlich erscheinen mochten, deren Durch­führung im Staatsinteresse jedoch notwendig war. Viele dieser Arbeiten waren auf praktische unb be-

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gesagt bis zu welchen Tiefen sich bie britische Niedertracht und Tücke verstiegen hat.

Die Vereinigten Staaten haben die Rolle des Schutzherren über diese teuflische englische Aktion übernommen. Der ftanzösische Bot­schafter in Washington hat in der vorigen Woche vergeblich um eine Unterredung mit bem ameri­kanischen Staatssekretär Hüll ersucht. Er wurde auf diese Woche, d. h. auf die Zeit nach dem britt­schen Einmarsch in Syrien vertröstet. Er wußte sich nicht anders zu helfen, als daß er eine regelrechte Flucht in die Oeffentlichkeit antrat und in einer Erklärung für Frankreich das auf Andringen Eng­lands an Deutschland den Krieg erklärt und zum Schutz Englands die größten Opfer gebracht habe, das Recht beanspruchte, sein Kolonialreich zu schützen und zu wahren. Damit ist zu­gleich eindeuttg bas Problem umrissen, vor das Frankreich ohne Ausweichungsmöglichkeit ge­stellt ist. Dr. Ho.

Das Land

und seine Bewohner.

Das französische Mandatsgebiet Syrien zer­fällt in die Staaten oder autonomen Gouvernements Libanon, Syrien, Latakie unb Drusien. Von Syrien wurde vor einigen Jahren der sog. Sandschak Alexandrette an die Türkei rückübereignet, der das ganze Gebiet vor dem Weltkrieg gehört hatte. Die Bodenfläche Syriens beträgt ungefähr 200 000 Qua­dratkilometer, die Einwohnerzahl 2,5 Millionen, unb zwar Araber, Türken, Turkmenen, Kurden, Tscher- kessen, Armenier, Perser und Juden. 1,5 Millionen Mohammedanern stehen 500 000 Christen gegen­über, der Rest sind Juden, Drusen und Angehörige anderer Bekenntnisse. Die Hauptstadt Syriens ist Beirut (162 000 Einwohner), obwohl Aleppo (249 000 Einwohner) und Damaskus (229 000 Ein­wohner) zahlenmäßig mehr Einwohner aufroeifern. Trotz des vorwiegend steppenartigen Charakters und der ungünstigen Bodenverhältnisse wird Land­wirtschaft betrieben, ttoobei man sich weitgehend künstlicher Bewässerung bedient. Auch Tabakbau: und Viehzucht sind zu finden; ausgeführt wird da­neben Erdöl, das im Irak gewonnen wird. Neben Bahnlinien sind gute Straßen vorhanden; auch ist das Gebiet durch Frankreich dem Luftverkehr er­schlossen worden.

Bomben auf die Oelanlagen von Beirut

Bukarest, 8. Juni. (DNB.) Englische Flugzeuge haben, wie Radio Ankara mitteilte, die Oelanlagen von Beirut bombar­diert.

LIGA. kontrollieren ...

Der französische Besitz in Weftindien als Druckmittel gegen das Mutterland.

Berlin, 8. Juni. (DNB.) Der amerikanische Außenminister Cordell Hüll gab zu der amerika­nischen Haltung gegenüber den Inseln Marti­nique und Gouadeloupe in Westindien eine Erklärung ab. Hüll stellte in Aussicht, daß Kriegs­schiffe und Flugzeuge der Vereinigten (Staa­ten täglich diese Inseln patrouillie­ren würden. Die französischen amtlichen Stellen auf den Inseln hätten sich verpflichtet, kein Gold von dort wegzuschaffen, ohne die Vereinigten Staa­ten davon in Kenntnis zu setzen. Diese Maßnahmen seien in einem Abkommen vorgesehen, das zwischen den Vereinigten Staaten unb Admiral Roberts, dem französischen Hohen Kommissar für die franzö­sischen Besitzungen auf ber westlichen Hemisphäre, abgeschlossen würbe. Admiral Roberts garantiere dafür, daß die ftanzösischen Besitzungen auf der westlichen Hemisphäre fick jeglicher Aktivität, die die amerikanischen Interessen beeinttächtigen könnte, enthalten würden. Die Vereinigten Staaten seien bereit, ben ftanzösischen Inseln zu erlauben, Lebensmittel und wichtige Versorgungs­materialien in Amerika zu beschaffen, unter der Bedingung, daß diese nicht nach Frankreich ober Französisch-Nordafrika weiter- transportiert werden. Ein bestimmter Betrag der jetzt eingefrorenen ftanzösischen Fonds würde freigegeben werden für die Beschaffung von Lebens- milteln für die Inseln.

iner geradezu idealen Weife miteinander ver- g ch t u n g, mit ber das Oberhaupt ber norbameri» rft fein können. Das von einem Ausländer ge- ' ~ ....... "

sie Wort vornVolk ber Dichter unb Denker"

ozonisierter Zufall.

Tie Geschichte ber Benzin gewinnung ist ck besonbers schönes Beispiel für bie Vielseitigkeit btr Forschungsmittel unb ber Forschungsmö glich- frbn, bie für bie Leistungsfähigkeit ber deutschen I Menschaft bie Grundlage bilden. Ein Einzelfor- J Mer, ein Weltkonzern unb ein Forschungsinstitut si'd hier fast gleichzeitig unb nebeneinanber auf v!:chiebenen Wegen zu ganz ähnlichen Zielen ge- Icrct. Noch viele anbere Erfolge sinb ber Grund- lHnforschung zu banken, zu ber die deutsche Ulsenschaft eine besondere Neigung hat. Sie fnnte auch die Idee der Universalität fast unbe- L)-r durch alle Fährnisse ber mobernen Jnbu- sttclisierung mit ihrer hohen Wertung ber unge­übten Wissenschaft hindurch retten. Noch immer ifi der Grundgedanke ber wissenschaftlichen Bil- kq öfr einer Erziehung zum methodischen Den- ta Der Doktortitel gilt in feiner letzten Aus- l«Mg noch immer als ber Nachweis ber Be- r fäigung zu felbftänbiger wissenschaftlicher Arbeit Ub nicht als ein Ausvilbungszeugnis. So sinb bie vkfiitute ber Hochschulen Stätten ber Forschung Meben. Auf dieser breiten Grundlage konnten ^rziolforschungsinstitute aufbauen, wie sie in ihrer reiten Form in ben 36 Instituten der Kaiser- Vilhelm-Gesell sch oft zu finden sind. Sie i bi&n wieder die Zwischenglieder zu den vorwie- i M der Zweckforschung dienenden Jndustrielabo- 1 Wen. So führte von ber reinen Forschung bis | pir zweckgebundenen Anwendung ein kontinuier- I far Weg, ber in ber Welt einmalig ist. Die Be­dingen zwischen ben Spezialforschungsinstituten I M ben an ihren Arbeiten interessierten Wwt- W , I ctttszweigen lenkten frühzeitig viele wisfenschast- ttiIP i üök Arbeiten auf ganz bestimmte Gebiete. So kam is baß z. B. am Kaiser-Wilhelm-J nstitut für Hihtungsforschung bie theoretische unb ' ipktimentelle Erbforschung gepflegt wurden, * Ni mit ihrer Hilfe ganz beftimmte Arbeiten im Dresse der Volksernährung, wie bie Züchtmig | iroiyarter Kartoffeln, besonbers ertragreicher Ge- ^Horten ober ftanbfefter unb hochleistungsfähiger Bt cibearten burchführen zu können. Im Kalser- lÜl^elm-Jnstitut für Strömungsforschung arbeitete h Jahren Professor Pranbtl mit feinen Mit- itk fern an ber Klärung ber Strömungsge - Nicht anbers in ben Instituten für Metall- :oiiciung, für Biologie, für Biochemie, überall wur- enorme Reserven an wissenschaftlichen Erfah- I Mncen geschaffen, bie in bem Augenblick eingesetzt I Wen tonnten, als nun die deutsche Forschung zu