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Aus der engeren Heimat.

Oer Vogelsberg als Bienenweide.

LPD. Schotten, 8. April. Nachdem in vielen anderen Gegenden des Reiches das Bienenwan- d e r n in sog. Weidebezirke schon seit längerer Zeit durchgeführt wird, soll dieser Zweig der Imkerei zur Steigerung der Honigerträge nunmehr auch in Oberhessen mehr als bisher in den Vorder­grund treten. Auf einer Tagung der Imker des Vogelsberges wurde dieser Plan in Vorträgen von berufenen Männern der Bienenzucht behandelt und dabei die verschiedensten Möglichkeiten zur Verwirk­lichung des Gedankens ins Auge gefaßt. Wenn auch im Bezirk der Ortsfachgruppe Schotten der Imker schon eine große Zahl von Bienenvölkern gehalten wird, so besteht doch die Möglichkeit, in verschiedenen anderen Gegenden des Vogels6erges noch zu­sätzliche Stände für Wanderbienen zu schaffen und damit neue Bienenweiden für die Steige­rung der Honiggewinnung nutzbar zu machen.

Eine lustige Fuchsgeschichte.

LPD. Schotten, 6. April. Aus dem Vogelsberg ist eine lustige Fuchsgeschichte zu berichten. In einer Mühle bei Schotten hatte ein Fuchs nachts einen Hühnerstall besucht und unter den Hüh­nern ziemlich aufgeräumt. In der folgenden Nacht kam er wieder; diesmal ging er aber in eine Falle, in der er nun gefangen saß. Als man am anderen Morgen den roten Räuber' entdeckt hatte, wurde der Jägersmann geholt und der Fuchs in einem Sack zum Tod durch Erschlagen verurteilt. Nach derExekution" öffnete man den Sack, und da lag mäuschenstill und alle Viere von sich gestreckt dertote" Fuchs. Kaum erblickten jedoch seine blin­zelnden Augen den hellen Tag und zugleich eine Möglichkeit zum Entweichen, da sprang er auch schon auf und fegte davon, verfolgt von dem Hund des Sägers, Öen er jedoch nach einer kurzen Balgerei abwimmelte, um dann auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden.

Schweinemarkt in Vuhbach.

* Butzbach, 8. April. Der heutige Schweine- markt war mit 353 Ferkeln beschickt. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 28 bis 32 RM., 6 bis 8 Wochen alte 33 bis 37 RM., 8 bis 13 Wochen alte 40 bis 45 RM. pro Stück Der Geschäftsgang war gut, es verblieb geringer Ueberstand.

Landkreis Gießen.

3 Lollar, 9. April. Am gestrigen Dienstag fand hier im SaalbauZur Linde" ein Vortrags­abend des Reichsluftschutzbundes statt, bei dem auch zahlreiche belehrende Lichtbilder gezeigt wurden. Gemeindegruppenleiter Lehrer Eberle machte die außerordentliche Wichtigkeit der vor­schriftsmäßigen Verdunkelung aller Räume und der sorgsamsten Verhütung auch des kleinsten Licht­scheins nach außen hin während der Verdunklungs­zeit eindringlich deutlich, und er ermahnte in seinem Vortrage alle Volksgenossen, den Anordnungen der Amtsträger des Reichsluftschutzbundes genau Folge zu leisten. Untergruppenführer Lehrer Fenchel behandelte eine Reihe von örtlichen Luftfchutzange- legenheiten. Anschließend konnte Gemeindegruppen, leitet Lehrer Eberle eine Reihe von verdienten Mitarbeitern des Reichsluftschutzbundes ehren. Der Stellvertreter des Bürgermeisters, 1. Beigeordneter Hermann Schwalm, sagte den Vortragenden und den Amtsträgern des RLB. namens der Gemeinde herzlichen Dank für ihre vorbildliche Arbeit und ermahnte auch seinerseits zur genauesten Erfüllung der Verdunkelungspflicht. Dann wurde der Abend in üblicher Weise geschlossen.

+ Grünberg, 8. April. Gestern abend fand in der Turnhalle die Aufführung des Schauspiels Der Leutnant Sarg" von Walter Erich Schäfer durch die Rhein-Mainische Landes­bühne statt. Es war dies die 9. Veranstaltung, welche der Feierabendring der NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude" in Grünberg durchgeführt hat. Das ernste Stück wurde vom den Künstlern gut dargestellt.

Strafkammer Gießen.

Ein Mann in Echzell (Kreis Büdingen) hatte sich im Juni, Juli und 2luguft vorigen Jahres nicht an dem Kartoffelkäfersuchdienst, zu oem er aufgefordert worden war, beteiligt, auch hatte er keine Ver­tretung dazu entsandt. Er hatte deswegen einen Strafbefehl über 100 RM. erhalten, gegen den er Einspruch eingelegt hatte, worauf das Amtsgericht in Nidda im Februar dieses Jahres die Strafe auf insgesamt 60 RM. herabfetzte. Damit war der Be­strafte aber durchaus nicht einverstanden. Er legte gegen dieses Urteil Berufung ein, so daß sich nun

die Strafkammer mit der Angelegenheit beschäftigen mußte. Hier behauptete der Mann, er sei weder Grundbesitzer noch Nutzungsberechtigter, denn nur diese seien zu dem Suchdienst verpflichtet gewesen. Er hatte jedoch auch einer späteren Aufforderung durch den Landrat, an der Kartoffelkäfersuche teil­zunehmen, nicht Folge geleistet. Während der An- geklagevertreter dem Angeklagten den guten Willen Mir Mitarbeit an dieser Gemeinschaftsaufgabe ab­sprach und deshalb die Verwerfung der Berufung beantragte, hob die Strafkammer das Urteil des Amtsgerichts Nidda auf und verurteilte den Mann, unter Freisprechung im übrigen, wegen einer lieber» tretung der Verordnung zur Bekämpfung des Kar­toffelkäfers zu 10 R M. G e l d st r a f e. Dabei ging das Gericht aus von der Erwägung, daß der Ange­klagte durch den Landrat am 3. August 1940 zu dem Suchdienst schriftlich aufgefordert und dienstlich nicht verhindert war, wahrend er an den anderen Tagen verhindert gewesen sei.

Der Kampf um die deutsche Mannschaftsmeister­schaft im Turnen wird am Karfreitag fortgesetzt. Es stehen noch acht Bereichsmannschaften im Wett­bewerb, von denen in Mannheim und Han­nover je zwei ausscheiden müssen. Die Sieger und Zweiten, also vier Mannschaften, treten am 27. April in Essen zum Endkampf um die deutsche Meisterschaft an.

In Mannheim kämpfen der vorjährige Mei­ster Baden, Südwest, Württemberg und Westfalen um den Eintritt in die Endrunde. Eine Favoriten­stellung nimmt die von Meister Karl Stadel an­geführte badische Riege ein, die wohl auch im MannheimerRosengarten" den ersten Platz be­setzen wird. Wenn Württemberg wieder seinen Spitzenturner Eugen Göggel einsetzen kann, dann wird allerdings den Badenern der Sieg nicht leicht fallen. Für eine Ueberraschung könnte der Bereich Südwest sorgen, der im Vorjahr ebenfalls unter denletzten Vier" war und für Mannheim eine verhältnismäßig starke Riege ausbieten kann. Das gleiche gilt für die Westfalen, die außer so be­kannten Turnern wie Steffens, Stutte und Grüdel- bach den deutschen Jugendmeister Ernst Braun zur Stelle haben werden. Sicher scheint also nur der Sieg Badens zu sein, während der Kampf um den zweiten Platz völlig offen ift Folgende Turner sind angekündigt:

Srieffaffen der Redaktion.

Lang-Göns. Wenn das Mädchen neben dem an­gegebenen monatlichen Barlohn in Ihrem Hause noch Kost und Wohnung hat, dann sind monatlich Jnoalidenmarken im Werte von 90 Rpf. zu Heben. Hat das Mädchen in Ihrem Hause aber keine Woh­nung, schläft es also zu Hause und bekommt von Ihnen nur den Barlohn und die Kost, bann haben Sie Jnoalidenmarken im Werte von 60 Rpf. zu kleben.

E. IN. in h. Eine erschöpfende Auskunft kann von hier aus nicht erteilt werden, da Rückfragen erforderlich sind. Unser Sachverständiger empfiehlt Ihnen, sich unter Vorlage der Unfall- und Jnva- lidenrentenbescheid- an das für den Wohnort des Rentenempfängers zuständige Versicherungsamt (falls der Empfänger in H. wohnt, kommt bas Amt in Alsfeld in Betracht) zu wenben.

Baden: K. Stabet, Beckert, Anna, Walter, Eschwei, Batz, Dilg unb Mücklich.

Württemberg: Göggel, Weischedel, E. Wied, Th. Wieb, Strobel, Mack, Brunner.

Sübwest: Reuther, Bantz, Hainz, Hlmetzky, Zellekens, Metz und Rosenberger (Ersatz). _

W e st f a l e n: Steffens, Stutte, Grüdelbach, E. Braun, G. Braun, Röthner, Rinke.

Jeder Bereich kann sechs Turner einsetzen; ge­turnt wird ein Fünfkampf.

In Hannover sind Bayern, Sachsen, Mills und Nordmark die Gegner. Am Sieg der Mitte- Riege ist nicht zu zweifeln, dagegen ist auch hier die Frage nach dem Zweiten schwer zu beantwor« ten. Es dürfte hier zu einem scharfen Kampf zwi. scheu Bayern und Sachsen kommen, in den die Nordmark-Riege wohl kaum eingreifen kann. Mit folgenden Mannschaften ist zu rechnen:

Mitte: Krötzsch, Müller, Limburg, Bauer, Baumbach und Tetzner.

Bayern: Friedrich, Bezler, H. Münder, D. Münder, Hölzl und Bilas.

Sachsen: Haustein, Schichtholz, Schumacher, Landgraf, Frenzel und Pagel.

Nordmark: Gauch, Smuda, Ulber, Peters, Behrends und Weilands

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