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reinigt Alles!

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Athen, 30. Oktober 1939.

Nr. 122/8.

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rechtzeitig an, wie bas Hauptsignal, das er noch gar nicht sehen kann, steht.

Menschheit von einem chrer gefährlichsten Oifte' erwiderte.

Lawineuunfälle In Italien.

anhaltenden Unwetters hat sich i m neues Lawinenunglück ereignet. In Caiolo (Provinz Sondrio) wurde

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Infolge des D e l t l i n ein der Gemeinde

Bus aller Wett.

Institut für poslwesen tn Darmstadt und Frankfurt a. 21L

Auf Anregung des Reichspostministers Dr.-Jng. e.h. Ohnesorge wird demnächst ein gemein- sames Institut für Postwesen an der Technischen Hochschule Darmstadt und an der Universität Frank­furt seiner Bestimmung übergeben werden. Träger dieses Instituts ist die Reichspost. Das Institut wird den Zwecken der wissenschaftlichen Forschung und Lehre auf dem gesamten Gebiete des Post- und Fernmeldewesens, sowie der Staatswissenschaft und der Verwaltung dienen. Zu diesem Zweck wer­den Vorlesungen und Uebungen über die Verfassung und Verwaltung sowie über das Benutzungsrecht der einzelnen Dienstzweige der Reichspost gehalten werden. In einem Seminar für Postrecht werden größere Arbeiten durchgeführt werden.

Der älteste Klempnermeister Deutschlands f.

In Ochtendung in der Eifel starb im Alter von 99 Jahren Altmeister Georg Hollmann. Mit ihm wird der älteste Klempnermeister Deutschlands zu Grabe getragen.

Unter der Schirmherrschaft des Gauleiters Sauckel begann in Weimar eine wissenschaftliche Tagung zur Erforschung der Tabaksgefahren, bei der namhafte Vertreter der deutschen Gesundheits- führung, Aerzte und Wissenschaftler, alle mit dem Tabaksgebrauch zusammenhängenden Probleme er­örterten. Zugleich sand die Eröffnung ttes ersten wissenschaftlichen Instituts zur Erforschung der Ta­baksgefahren an der Friedrich-Schiller-Unwersität in Jena statt. Direktor Dr. Paulstich (Berlin) gab von einem Telegramm Kenntnis, mit dem der Füh­re r den Gruß der Tagungsteilnehmer mit den besten Wünschen für ihre Arbeit zur Befreiung der

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Unter dem Mantel der Neutralität

Neue Dokumente aus dem deutschen Weißbuch.

zieht den Schluß, daß es daher Sache der ftanzö- fischen Regierung sei, zu entscheiden, ob die große Unterstützung, die Jugoslawien bei der Verschärfung der Blockade Deutschlands leisten kann, die Ueber- lassung eines kleinen Teils unserer Reserven an Kriegsmaterial wert ist oder nicht wert ist. Ich be­ehre mich, Ihre Aufmerksamkeit auf die vorstehend entwickelten Gedankengänge zu lenken.

Zusammenarbeit des serbischen Generalstabs mit Frankreich.

Der französische Gesandte in Belgrad an das Ministerium des Aeuheren.

Telegramm (Entzifferung). (Auszug.) Belgrad, den 5. Dezember 1939, 0.40 Uhr. Nr. 938.

Eingegangen 5 Dezember 1939, 2.40 Uhr.

Wenn wir zu unseren Gunsten ein wenig Ordnung in dem Chaos, das sich vorbereitet, sicherstellen wol­len, so ist es dringlich, daß wir durch angemessene Militärabmachungcn unsere Lage und unsere Be­mühungen sowohl nach der türkischen wie nach der jugoslawischen Seite hm konsolidieren. Unter diesem Gesichtspunkt besteht meiner Ansicht nach ein un­mittelbares Interesse an den Besprechungen, die gegenwärtig eingeleitet werden, sowohl auf dem Ge­biet der an Jugoslawien zu liefernden Rüstungen wie über die etwaige Zusammenarbeit der beiden Generalstäbe. Gez.: Brugere.

Besprechungen über die Landungs häfen

Der französische Militärattache in Athen an das Kriegsministerium.

Athen, den 4. Dezember 1939, 15.10 Uhr.

(Chiffriertes Telegramm.)

Der Chef des hellenischen Generalstabes hat dem britischen Militärattache und mir selbst gegenüber den Wunsch geäußert, Besprechungen über die militä­rischen Fragen aufzunehmen, die sich aus den Grie­chenland erteilten Garantien ergeven. Er möchte zunächst die Unterstützung durch die Luftwaffe und die Frage der Luftabwehr für den Landungshafen ... (Name ausgelassen) prüfen. Zur Wahrung einer vollständigen Geheimhaltung lehnt er jedoch die Ent­sendung einer Mission oder einer offiziellen Persön­lichkeit nach Athen ab. Der französische Gesandte in Athen hat mit dem Unterstaatssekretär des Aeußeren in der gleichen Angelegenheit eine Besprechung ge­habt.

Auslieferung militärischer Geheimnisse an die Westmächte.

Der französische Mililarallachö in Athen an das Krlegsmlmsterlum.

Athen, den 8. Dezember 1939.

Der Unterstaatssekretär im Außenministerium hat dem französischen Gesandten mitgeteilt, der Chef des Generalstabes habe Befehl erhalten, unsere Bitten um Auskünfte zu beantworten. Im Einverständnis mit dem britischen Militärattache bereite ich eine kurze Zusammenstellung der ersten zu stellenden Fragen vor und erwarte Ihre Weisungen, die ich Sie zur Ausnutzung der günstigen Einstellung schnellstens zu senden bitte.

Das Geheimnis um ein zur Reparatur nach Neuyork eingelaufenes englisches Schlacht­schiff ist nun gelüftet worden. Es handelt sich um das 31 OOO-t-SchlachtschiffM alay a", das in einem Gefecht mit deutschen Streitkräften schwere Beschädigungen erlitten hat.

Raschid Ali El-Kaylani hat nach seiner Macht­ergreifung im Irak im Rundfunk dem irakischen Volk die Programmpunkte seiner Regierung dar­gelegt: Fernhaltung des Irak vom Kriege; Einhal­tung der internationalen Verträge; Engergestaltung der Beziehungen mit den arabischen und nichtarabi­schen Nachbarstaaten des Irak.

Aus dem Reich.

Nur der Samstagnachmittag dienstfrei bei den Behörden.

Die Notwendigkeiten des Krieges fordern, daß jede Arbeitskraft, insbesondere im öffentlichen D i e n st voll ausgenutzt wird. Die Begrenzung der Arbeitszeit der Beamten ist bereits aufgehoben. An­dererseits muß bei den notwendigen Mehrleistungen auch die Arbeitskraft erhalten bleiben. Es ift des­halb zweckmäßig, wenn zwischen den Dienststunden eine Pause eingeschaltet wird, damit die Be­amten, Angestellten und Arbeiter, wenn möglich, ihre Mittagsmahlzeit zu Hause ein­nehmen können. Der Reichsinnenminister hat in­folgedessen für die Dauer des Krieges die Ermäch­tigung zum pausenlosen Durcharbeiten der Behör­den auf gehoben. Es ist demnach an Orten mit geteilter Arbeitszeit die Tagesarbeitszeit a m Mittwoch ebenfalls in Dor- und Nachmit- t a g s di e n ft zu teilen, auch wenn bisher am Mittwoch durchgcarbeitet wurde. Nur der Samstag- Nachmittag darf dienstfrei bleiben.

Em Zwischensignal beiderNeichsbahn-

Der Reichsverkehrsminister hat weitere technische Verbesserungen des Eisenbahn-Signalwesens und damit der Verkehrssicherheit verfügt. Von beson­derem Interesse ist die Neueinführung von Zwi­schensignalen, eine wichtige Ergänzung der bisher bestehenden Haupt- und Vorsignale. Der Minister wünscht, daß jeder Lokomotivführer immer auf einige hundert Meter im voraus erken­nen kann, ob das Hauptsignal auf freie Fahrt steht oder nicht. Da dieser Wunsch bisher bei unüber­sichtlichen Streckenteilen, namentlich bei Krümmun- gen, nicht immer zu erfüllen war, wird das neue i Zwischensignal eingesetzt. Es zeigt dem Zugführer

General Wavell.

- (Es ist die richtige Zeit, dem deutschen Leser den feigen General vorzustellen, auf den England stolz jf: Sir Archibald Peroival Wavell. Er ist am -April zum Oberkommandierenden der britischen tzreitkräfte auf dem Balkan ernannt worden. Er «ar bisher engliscker Oberkommandierend er im i>rberen Orient, -schlug die Araberrevolte in Pa­lt tina nieder, war dann das englische Gegenstück | General Weygand in der englisch-französischen x-ientarmee, befehligte den Libyschen Feldzug und fforte die Operationen in Abessinien.

ISBtfoeU ift heute 57 Jahre alt. Als junger Leut- «int machte er den Buren feldzug mit. Dann lernte |r die koloniale Militärstrategie der Engländer in ßibien. Davon ist ihm die Liede zur Weittäumig- 11 geblieben. Er ist ein Offizier, der aus einer Uten Soldatenfamilie stammt. Don Indien aus ent- scloß er sich, Russisch zu lernen, als Rußland der : ritte in der französisch-englischen Entente wurde. Irrum kam er auch als englischer Derbindyngs- Mizier zur russischen Kaukasus-Armee. Nach dem ».sammenbruch Rußlands wurde er Regimerttskom- fcnbeur in der britischen Orientarmee des Welt- freges unter Lord Allenby.. Sein Idealbild vom ß-fanteriften ist etwas drastisch, aber jedenfalls Hht sentimental. Er verlangt, daß der Infanterist jrne Kombination von Wilderer, Einbrecher und Uraßenräuber" sein müsse. Das koloniale Erlebnis- ment Wavells ist hier sehr zugespitzt. Aus dieser lonialatmosphäre ist wohl auch zu verstehen, daß Martell selbst seinen Erfolg von Sidi Barani als L^nes der entscheidenden Ereignisse des Krieges, tzts die Zukunft der Freiheit und Kultur der gan- gh Welt entscheidend beeinflußen wird", in glühen- Lih Farben gepriesen hat. Jetzt ist Wavell selbst H'adewegs von Abessinien nach Griechenland geeilt 'tyb damit an die Stelle gekommen, von der jene Wüsche Redewendung singt und sagt:Hier ist Modus, hier tanze!"

Jugoslawiens Wehrmacht.

Die jugoslawische Armee ist nach den | rliegenden Mitteilungen in 16 Infanteriedivisionen | b 5 Kavalleriedivisionen eingeteilt. Insgesamt I litten friedensmäßig gezahlt 53 Jnfanterie-Regi. I inter. 10 Kavallerie-Regimenter, 2 Radfabrba- Mlone, 32 Artillerie-Regimenter, 2 Pionier-Regi- |||nter, 1 Eisenbahn-Regiment und 2 Brückenbau- Stcgimenter. Dazu kommt noch ein Nachrichten-

durch eine während des Regens niedergehende La­wine ein Barackenlager verschüttet, in dem sich vierzig Arbeiter befanden. Sechs Arbeiter konnten nur noch als Leichen geborgen werden. Ein weiteres Unglück ereignete sich i m Denina- tal, wo ein unterwegs befindlicher Arbeiter von einer Lawine verschüttet wurde.

Großflugbool der USA.-Hlarine abgestürzt.

In Dirginien entdeckten Suchflugzeuge vor Kap Charles das Wrack eines Flugzeuges, das der Be­schreibung nach ein seit Montag vermißtes Groß­flugboot der 05A.-Marine sein dürfte. Rauhe See verhinderte die Suchmaschinen am Wassern, doch hegen die Marinebehörden wenig Zweifel, daß die treibenden Wrackstücke und ein unbemanntes Ret­tungsfloß von dem vermißten Flugboot stammen. Don der zehnköpfigen Besatzung fehlt bisher je de Spur.

Gewallverbrecher wegen Widerstandes erschossen.

Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Po­lizei teilt mit: Am 1. April 1941 wurde der Gewalt­verbrecher Fritz Ambros wegen Widerstandes er­schossen.

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Berlin, 8.April. (DNB.) Aus dem in Vor­bereitung befindlichen Weißbuch Nr. 7 werden heute in einer zweiten Veröffentlichung weitere Dokumente wiedergegeben.

Griechenland bleibt den Westmächten treu!

Aufzeichnung für den französischen Ministerral.

(Auszug.)

20. September 1939. Griechenland bleibt den West­mächten treu. Es ist von der italienischen Regierung aufgefordert worden, einen Freundschaftsvcrttag, der im kommenden Oktober abläuft, zu erneuern. Es würde jedoch vorziehen, nur einen Neutralitätsver­trag abzuschließen. Ueberbies wird es einen solchen nur insoweit abschließen, wie eine derartige Ab­machung nicht die Bildung einer Ostfront behindern mürbe. (Erklärung des griechischen Gesandten P o ° litis an Herrn Coulondre vom 18.9.1939.)

Griechenland an der Seite der Alliierten

Der französische Militärattache in Athen an den Ministerpräsidenten.

Generalstab der Armee 2 Büro-S. A. E.

Bett.: Gespräch mit General Papagos. (Auszug.) Ich habe heute morgen General Papagos, den Chef des Generalstabes der griechischen Armee, aufgesucht, um ihn zu seiner Ernennung zum In­haber des Großkreuzes der Ehrenlegion zu beglück­wünschen. Der Generalstabschef der griechischen Re­gierung hat mir versichert, daß der in meinem Be­richt Nr. 121/5 vom 29. Oktober angekündigte Brief­austausch sehr bald stattfinden wird, aber daß dies keine Bedeutung hätte und daß Griechenland sich weigere, den Nichtangriffspakt zu erneuern, um, falls es notwendig wäre, seine Handlungsfreiheit an der Seite bet Alliierten zu bewahren. Ich habe diese Gelegenheit benutzt, um mit General Pavagos über die geheimen Kriegshäfen in der Gegend von Kavalla zu sprechen. 4

Griechenland sabotiert italienische FreundschastS bemühungen. Der französische Marlneattachs In Athen an den Oberbefehlshaber der französischen Marinestreitträfte.

Athen, den 31.Oktober 1939.

Nr. 55. Geheim!

Betrifft: Italienisch-griechische Beziehungen.

Mein Telegramm Nr. 45/46 vom 25. Oktober 1939 hat Ihnen die unmittelbar bevorstehende Deröffent- lichung eines Schreibens der griechischen Regierung an die Italienische Regierung angekündigt, in dem die zwischen den beiden Ländern bestehenden freund­schaftlichen Beziehungen festgestellt werden. Darin soll sogar bas WortZusammenarbeit" gebraucht werden. Diese Erklärung ist von Italien erbeten worden, dessen Nichtangriffspakt mit Griechenland

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f-ifen Hänge bergauf und bergab zu klettern hatten, röhrend die Reiter die Schluchten hinab ihre «jerbe am Zügel führen mußten und jeder Wagen rttungslod steckenblieb. Da sich bis heute nicht viel <ju diesen Verhältnissen geändert hat, sind also diese Schwierigkeiten für uns durchaus keine lieber- rfichung. Wir wissen es in Rechnung zu stellen, daß C senbahn- und Straßennetz ungenügend ausge- frut sind, daß der gebirgige Charakter der beiden Linder jeden Verkehr abseits von Bahn und fcraf} unmöglich macht, . daß die vorhandenen Lraßen größtenteils unbefestigt find und durch lügen zeitweilig unbefahrbar werden und daß der gkomotiv- und Wagenpark unzulänglich, in feiner Leistungsfähigkeit durch Ueberalterun-g beschränkt iri) infolge der Schmalspur auf Nebenlinien un- biauchbar ist. All diese Hindernisse werden den plan­mäßigen deutschen Vormarsch nicht aushalten tön- M. Die deutsche Wehrmacht weiß, daß sie auch im | Cüdosten Europas an der Front gegen Eng- I l; nb kämpft. Dieses Wissen wird sie anspornen, ! a.d) dort den Enaländern die Niederlage zu be-

Vf.ten, die ihnen gebührt. Ev.

abgelaufen war. Um der Erneuerung dieses Ver­trages auszuweichen, hat die griechische Re­gierung den Briesaustausch angenommen, der, wie sie behauptet, nicht die gleiche Tragweite rote ein zweiseitiger Vertrag hätte und Athen freie Hände ließe, Frdntteich und England bei gewissen Mög­lichkeiten leine Mtroirkung zu gewähren. Ein Schreiben der. faschistischen Reaierung, das in den gleichen Ausdrücken ab gefaßt ist, wie das der grie­chischen' Reaierung, soll gleichzeitig veröffentlicht werden. Auf jeden Fall besteht ein Geheimvertrag zwischen Italien und Griechenland, wie man be­hauptet hat, und der angekündigte Briefaustausch darf nicht als eine Aenderung in der polittschen Orientierung Griechenlands ausgelegt werden. An­liegend wird Abschrift eines Berichtes unseres Mli- tärattachös vom 21. Oktober über das gleiche Thema vorgelegt.

Griechenlands Neutralitätspolitik eine heuchlerische Tarnung.

Aufzeichnung

des Anferdirektors der Europa-Abteilung des französischen Außenministeriums.

20. September 1939.

Diplomatische Lage auf dem- Balkan. Griechen­land: Die griechische Regierung führt eine Neutra- litätspolitik durch, die amtlich äußerst strikt, im ge­heimen jedoch in der Richtung auf eine etwaige französisch-englische Zusammenarbeit ausgerichtet ist. Ein griechischer Generalstabsoffizier ist nach Ankara geschickt worden, um mit General Weygand in Füh­lung zu treten und an der Ausarbeitung gewisser Pläne für eine gemeinsame Aktton teilzunehmen. Italienische Fühler zwecks Erneuerung von ita- liemsch-griechischen Nichtangriffsverträgen sind von General Metaxas nur mit äußerster Reserve auf­genommen worden.

Serbien verbessert die Eisenbahnen nach Saloniki.

Der französische rMnlslerpräsident an das kriegs- ministerium.

Betr.: Lieferung von Kriegsmaterial an Iugosiawien.

Der Chef des Generalstabes gibt unserem Militär­attache Beweise wachsenden Verttauens. Schon jetzt werden Maßnahmen getroffen, um die L e i st u n g s- sähigkeit der Eisenbahnen in der Rich­tung nach Saloniki zu verbessern. Indem er betont, daß die Atmosphäre, In der am 27. Novem­ber unsere Handelsverttagsoerhandlungen beginnen werden, sich als günstig ankündigt, teilt Herr Bru­gere mit, daß diese Verhandlungen, die eine aus­schlaggebende Bedeutung für unsere Interessen in Jugoslawien unb für di« Verschärfung der Blockade Deuffchlands haben sollen, nur in dem Maß Er­folg haben werden, -in dem mir damit einverstarrben sein werden, Jugoslawien das Kriegsmaterial zu liefern, das es unbedingt braucht. Herr Brugere

Mgiment. Die Friedensstärke des jugoslawffchen fy?res beträgt 148 000 Mann. Nach den vorliegen- M Angaben wird die Kriegsstärke auf 1 400 000 aann geschätzt. Zum Vergleich darf nur angeführt ifriten,' daß im Weltkrieg Serbien 1 Million Mann «^geboten hatte. Jugoslawien hat auch eine Kriegs- m rin«, deren Aufgaben sich aber im wesentlichen mr auf Küstenschutz, Wachtdienste auf den Binnen- in sserstraßen und Fischereischutz beschränkt. Die ju- Ilcvische Marine umfaßt ein Flugzeugmutter- jjiff, einen veralteten Kreuzer, der als Schulschiff Ärwendung findet und 2 Zerstörer: 3 Zerstörer trinben sich im Bau. Dazu kommen noch 6 Tor- ttioboote, 4 U-Boote, 11 Minenleger, 4 Fluß- «mtore, 10 Motor-Torpedoboote und eine Anzahl toi Hilfsfahcheugen. Die Personenstärke umfaßt i >a 7000 Mann. Die Luftwaffe setzt sich zusammen tus der Heeresfliegerttuppe von 3 Fliegerbrigaden » je 2 Flieger-Regimentern. Es gibt auch «ine RmnefHegertruppe, die eine Kampfstaffel, 2 Jagd- fsffeln, 3 Äufklärungsstaffeln umfaßt. Der Gesamt­hand einschließlich der Reserven beträgt etwa W Flugzeuge, davon sind rund 500 Heeresflug- yige und 100 Marineflugzeuge. Die Personalstärke klrägt 11 000 Mann und im akttven Luftschutz Ütnen 20 Flakbatterien. Selbst von brittscher Sette tirb aber daraus hingewiesen, daß es vorerst un- mglich sei, den Effekttobestand der jugoslawischen Dchrmacht vollständig auszurüsten. An moderner litmerie herrscht ebenfalls nach brittscher Rldung einiger Mangel, da ein großer Teil der schütze und Haubitzen noch vom letzten Kriege her Hairmt. Die Wehrpflicht in der jugoslawischen Ar- l'»ee ist auf 2 Jahre festgesetzt. Als der Hauptmangel viid das Fehlen vonPanzerkampfwagen ^nchnet doch wurde auf der anderen Sette aber b-rüts auf die natürlichen Geländeschwierigkelten Wgewiesen. Zu den Geländeschwierigkeiten kommt Äe mangekhafte Beschaffenheit der Sttaßen und let Eifenbahnverkehrslinien.

Was ist ein Karstgebirge?

! Unter Karst versteht man in unseren Alpenländern Eft einmal das Gebiet zwischen den Sudalpen riest. Dann ist aus diesem Eigennamen em elname für alle Gebirge ähnlichen Aufbaues »en, wie sie auf der ganzen Balkanhalbmsel, iuch in anderen Erdgegenden vorkommen. Karst versteht man ein steiles

in, in dem das Wasser entweder ,ah abfließt

oder durchsickert, bis es auf Tonerde oder Schiefer stößt. Der Karst ist waldlos, häufig überhaupt ve­getationslos. Die Wälder, di« im Altertum vor­handen waren, sind von den Venezianern für ihren Schiffsbau gefällt worden, ohne daß für Nachwuchs gesorgt wurde. Die Erde wurde abgeschwemmt und heute ist eine Wiederaufforstung sehr schwer, wenn nicht unmöglich, besonders, da auch die Ziege, das Haustier des Karstbauern, ein ungesagter Feind jungen Baumwuchses ist. Eigentümlich dem Karst finit) die Jogenannten Schlundflüsse. Ganz respek­table Flüsse verschwinden plötzlich im Boden, fließen unterirdisch weiter und treten viele Kilometer ent­fernt wieder an die Oberfläche. Es gibt auch Höhlen­feen, die nur in der Regenzeit oder nach der Schnee- schmelze oberirdische Seen werden. Es gibt Quellen, die plötzlich aus dem öden Gestein armdick hervor­schießen. Zu Sonnenuntergang oder -aufgang zau­bert die Sonne ihr Farbenspiel auch über dieses Oedgebirge. Sonst sind wenig Reize an ihm zu ent­decken: oie spärlichen Felder sind häufig von Stein­mauern umgeben, damit sie nicht der Wind weg­weht ober das Wasser wegschwemmt. Nur in den Deckenlandschaften findet sich etwas Grün.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine den Hauptamtschef der Marinewaffen­ämter im Oberkommando der Kriegsmarine Admiral W i tz e l l und den kommandierenden Admiral in Norwegen Admiral Böhm zu Generaladmi­ralen befördert.

Der Führer hat dem nieberbeutfdjen Maler Prof. Dr.phil. h. c. Fritz Mackensen in Worpswede aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um die deutsche Malerei die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels hat ihm telegraphisch seine herzlichsten Glückwünsche übermittelt.