!lr. 84 Zweiter Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefjen)
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wird.
(Nachdruck verboten.»
L Fortsetzung
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Zwischenräumen eintrafen, konnten von keiner ver-
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verdient's, und er wartet darauf, daß du nett bist! Ich könnte mir keinen besseren Schwager wünschen!" „Habt ihr etwas darüber gesprochen, als ihr auf den Bauten wart?"
„A u ch darüber, ja! Und noch eine Meng« mehr!
Er klemmte die Daumen in die Fäuste und schüt-
für freundliche Unterredungen."
Die folgenden Briefe von Gert, die in längeren
fie verloren. Er hielt noch einmal an und wendete ich zurück. „Ich komme wieder, Lolott! Bald, sehr bald! Und meinen Brief habt ihr schon übermorgen!" „Grüße alle! Komm gesund nach Hause!" Er winkle noch einmal und führ endgültig davon.
Als er verschwunden war, kehrte sie zu den beiden Männern zurück.
„Schwermütig, Lolott?" fragte Peter, während Hanne sich diskret abwendets.
„3a, ein bißchen. Ein paar Wochen genügen dock nicht, um ganz mit dem Heimweh fertig zu werden.
Gerts Brief kam pünktlich, aber er war in ver- dächttger Weise nichtssagend, und sein .chaldiger"
Besuch ließ auf sich warten.
Sicher war, daß er in feinem Brief nicht alles erzählt hatte, was er von der Unterredung mit I „ I „ . — (T) — 4 - - «rtnfttun m <1 nn T\n r
diesen Briefen war nicht viel mehr zu entnehmen. Sie waren herzlich, ohne Lorwurf, aber nickt einer enthielt auch nur die Andeutung der Aufforderung:
Verdunkelungszeit
S. April von 20.09 bis 6.39 Uhr.
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Ein HläötDcn auf öcr Jlud»t
Roman von Wo WM.
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Heilpflanzen aus der Hand des Arztes
Nur richtig angewandt sind sie für uns von Nutzen.
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Jahresversammlung des Deutschen Alpeuvereins
Zweig (Sießen-Oberheffen.
Vornotizen.
lageskalender für Mittwoch.
Stadttheater: 1515 bis 17.30 Uhr „Der Frosch- könig oder Der eiserne Heinrich": 19 bis 21.45 Uhr
Mer mit deinem Peter und macht eure Sache gut! habt hundertmal recht: Als Sieger kehre heim obt- aar nicht! So, und nun bin ich hundemude I M 'lege mich ins Dettchen! Gute Nacht, fuße , Sdroefter! Ich halte euch beide Daumen daß ihr DWi«npforten bekommt, wenn ihr Prei5getront in Lchmitz einzieht. Dos Nest soll Kopf stehen! Und I bcs wird's ja wohl auch, wenn du gleich außer I bttr Mann ein ausgewachsenes Kmd nulbrincht. | flUnere Klatschtanten werden sich die Gebisse ent-
hierzu die Ausführungen eines jungen Ißcklarer Berafreundes gehört, der die Möglichkeit ankündigte, werngstens die dortige Jugendgruppe schon jetzt wieder in Gang zu bringen. Der Zweig wird dahingehende Bestrebungen, wie immer, weitgehcndst unterstützen, um einen Nachwuchs für Bergsteiger und vor allem für die Gebirgsformationen zu schaf- fcn. Die Zahl her Mitglieder des Zweiges hat sich im Berichtsjahre fast nicht verändert.
Der Hüttenwart berichtete von dem guten Zustand der in Kärnten liegenden „Gießener Hütte". Es wurden kleine Neuanschaffungen und Ergänzun acn vorgenommen. Der Hüttenbesuch war gut. Der Kassenbericht ergab wieder eine gute finanzielle Lage.
Dem Zweigvereinsführer und seinen Mitarbeitern wurde Entlastung erteilt.
Zum Schlüsse wurde noch das silberne Edelweiß für 25jährige ununterbrochene Mitgliedschaft an Kaufmann Hein und Universitätsprofefsor Dr. Schliephake verliehen.
Nach der arbeitsreichen und eindrucksvollen Iah- reshauptversammlung wurden von dem Film- und Bildberichter des Zweiges, Rechtsanwalt und Notar Dr. Spohr, einige feiner wohlgelungenen Buntfilme von Wanderungen sowie hervorragende Buntbilder, wie Blumen und Ansichten von Gießen, die Mitglieder des Zweiges hergestellt hatten, mit begleitenden Worten oorgcführt. Danach blieben die Mitglieder noch längere Zeit gemütlich beifammen.
verschiedene Frühlingskräuter verwendet werden. Grüne Kräuter am Gründonnerstag genossen, so sagt man vielfach, erhalten nicht nur die Gesundheit, sondern bewahren auch das ganze Jahr hindurch vor Geldmangel. Auch in Berlin hält man noch vielfach an dem Brauch fest, am Gründonnerstag Grünkohl zu essen. In anderen Gegenden Deutschlands gibt es an diesem Tage Backwerk mit (Brün, fo in Bayern und Böhmen gefüllte Spinatkrap- sen, in Schwaben grüne Maulschellen oder Laubfrösche, das sinh Nudeln, die mit grünen Kräutern gefüllt werden. In Mecklenburg, im westlichen Pommern, sowie in manchen Gegenden Schleswig-Holsteins ist Schweinskopf mit Grünkohl ein alther- gebrachtes Gründonnerstagsessen. Dom Gründonnerstag ging die Bezeichnung „grün" auch auf die Karwoche über, die in manchen Gegenden unseres Vaterlandes noch heute die grüne Woche genannt C. K.
In der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Zweiges Gießen-Oberhessen des Deutschen Alpen- Vereins begrüßte der Zweigoereinsführer, Direktor W r e d e , zunächst die Mitglieder und gedachte dann des verstorbenen langjährigen Vorstandsmitgliedes, Amtsgerichtsrat Schudt. Nach dem Treucgruß an den Führer erstattete der Zwcigvcreinsführer den Gcfchaftsbericht, der die Zeit vom 1. April 1940 bis 31. Mär^ 1941 umfaßt.
Zur Pflege des alpinen Gedankens und der guten Kameradschaft unter den Zweigvereinsmitgliedern wurden im Berichtsjahre außer den regelmäßigen monatlichen Tages- sowie Nachmittagswandcrungen eine Reihe von Lichtbildervorträgen durchgefüyrt. All« Veranstaltungen hatten eine gute Beteiligung von Mitgliedern, Angehörigen und Gästen aufzuweisen. Mit den im Felde stehenden Mitgliedern wurde die Verbindung aufrechterhalten und ihnen zum Wcihnachtsfeste ein Buch als Liebesgabe gesandt, was durch zahlreiche Dankschreiben der bedachten Soldaten anerkannt worden ist. An der Im November vorigen Jahres durchgeführten Straßen- sammlung des Kriegswinterhilfswerkes hat sich der Zweig aktiv und mit bestem Erfolg beteiligt. Durch die rege Sammeltätigkeit und die Opferfreudigkeit der Mitglieder trug der Zweig wesentlich zu dem guten Erfolg bei.
Die Gießener und Wetzlarer Jugendgrupven des Zweiges mußten, da die Jugendgruppenfüyrer in- K des Krieges nicht zur Verfügung standen, noch endiert bleiben. Mit großem Interesse wurden
NSG. Zwanzig verschiedene Heilpflanzen lehrte uns die letzte Reichsstravensammlung kennen. (Bar manche ist darunter, die auch in unserem Heimatgau in reichen Mengen vorkommt, und die wir bisher nur als Unkraut kannten. Keimt auch der Botaniker kein „Unkraut", so kennen es Bauer und Gärtner desto mehr! Als lästigstes Unkraut gilt beispielsweise der Löwenzahn. Und doch, wie kostbar ist die zarte Jungpflanze im Frühling als roher Salat, gerade bann, wenn vitaminreiche Kulturgemüse und Salate knapp und teuer sind.
Das Wunder der vielseitigen Heilpflanzen als Rohkost, Tee, Packuna, Bad, Frühlingskur usw. soll aber nicht vom Quacksalber bezogen werden. Gerade wo wir nun die Wiedererweckung der uralten deutschen Heilpflanzenkunde in Verbindung mit dem Wissen der heutigen Medizin erleben, würde Selbstbehandlung auf gut. Glück oder den Rat Wohlmeinender womöglich die neue Heilpflanzenkunde in Verruf bringen! In Krankheitsfällen ist der Arzt oder anerkannte Heilpraktiker aufzusuchen. Erst die Ermittlung der Art der Erkrankung ermöglicht die
Auswahl der eventuell nötigen Heilpflanzen und ihre Anwendung.
Auch das haufenweise Ausraufen der gerade aussprießenden zarten Pflanzen ist der Nachbildung der Heilpflanzen in höchstem Maße abträglich. Zu gegebener Zeit werden besttmmte Organisationen Sammlungen vornehmen, deren Ertrag sachgemäß konserviert werden wird. Zahlreiche Heilpflanzen sind so empfindlich, daß ihre Aufbereitung und Vorratshaltung große Erfahrung orancht. Man kann ich sogar um die erhoffte Wirkung beim Einham- tcrn bringen! Im Fachgeschäft ist für wenig Geld las ärztlich empfohlene Kraut, bzw. seine Wurzeln usw. zu haben. Die Anwendung in Krankheitsfällen ordnet der Arzt oder anerkannte Heilpraktiker an. Anders ist es mit den vielen Teesorten, die als Mahlzeitengetränk (oder bei leichten Störungen des Wohlbefindens im Fachgeschäft) zu kaufen sind. Für beide Zwecke halte man verschiedene Sorten vorrätig, diese in der Speisekammer, jene in der Apotheke.
„Genau das, was du hier geieyenyan.
Lftauu ich denn das? Kann ich '«nb? Mt/'fie. „Hals- und Beinbruch für euch beide, ßo;
f.r nette Kerle der ^nne und der r i (oft, (sanken bin ich bei euch! Wiedersehen!
ich am liebsten gleich cätte jd) I Er fuhr davon, während sie ihm nachsah und das
«»>6 mich einmauern roollenl Und i>ir Ijatre >a)| [ oIs ging, ein Stück van ihr | .
rscheinlich alles verdorben!
»e in dem bekannten Wort Goethes „Grün ist des rbens goldner Baum". Schiller sagt: „Unsere Be- :intfd)a|t ist noch grün." Wir sprechen von einem »reifen Menschen als von einem „grünen Jungen" irr von einem „Grünschnabel". Der grüne Zweig i das Symbol des Kräftigen, Gedeihenden, und n einem, der nicht recht vorwärts zu kommen rmag, sagt man: „Er kann auf keinen grünen fjeig kommen."
liniere Vorfahren erhoben dann (Brün, die Frabe V neuerstehenden Frühlings, zur Farbe der fieude, der Hoffnung und der Liebe. Das Wort rün" nahm die Bedeutung von „lieb" an. Die rine Seite, von der in dem bekannten Volkslied städele, ruck, ruck, ruck" die Rede ist, ist die liebe
Aus -er Stadt Gießen.
Oer „grüne" Donnerstag.
Don sämtlichen Farbenbezeichnungen, die wir be- fen, spielt wohl keine in unserer Sprache eine c hervorragende Rolle wie der Ausdruck „grün". Hin auch der Gründonnerstag seinen Namen ver- hilft. Das Wort „grün", eine Ableitung von der ^manischen Wurzel gro (wachsen, grünen), geht ii.f denselben Ursprung zurück wie das Wort Gras, Ixs uns also zeigt, wie sich die Farbenbezeichn-ung nun entwickeln konnte. Das Wachsende und das (i'ünenbe sind dasselbe. So konnte „grün" auch d-- Bedeutung von „frisch" annehmen.
Wir sprechen von grünen Heringen, das sind fsjchgefangene, noch nicht gepökelte oder geräucherte ß ringe. Der Bayer bezeichnet junges Bier als aunes Bier, und für den Hutmacher sind grüne Aare die Haare von frifch abgezogenen Fellen, strüne Beefinge (Blaubeeren) sind rot", sagt man ir Mittel- und Niederdeutschland Die Bedeutung du grün als Farbenbezeichnung ist in den zuletzt gnannten Fällen vollständig verschwunden, ebenso
iMtireden."
V „Gute Nacht, Bruder!" sagte sie und gab ihm die
; rBm anderen Margen mar er sehr früh UJ^ hol Charlotte in der Küche. Er habe wenm stl.sen können, behauptete er Zuviel lel 'hm durch tn Kops gegangen, und als er sie habe ausstehen h-rrn, sei er ebensalls rasch aus dem Bett «ekrockt-n. ,S> mit wir beide doch wenigstens noch «in ttetnM
| Ländchen für uns ganz allein haben, Lolottl
I Sein zärtlicher Ton rührte fie.
.Ach was", meinte er ärgerlich. „Zärtlicher Tom lai ist nach der gestrigen Begeisterung für euch | einfach Kakenjammen Denn heute geht s »«der zurück: abends fW ich oor dem alten cherrn !uil erstatte Bericht. Willst, du mir gefälligst sagen, ih ich ihm erzählen soll?"
; „Genau das, was du hier gesehen hast.
„Die Petersburger Krönung". — Gloria-Palast, Seltersweg:. „Spähtrupp Hallgarten". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Petersburger Nächte".
Sladtlheaier Gleßen.
Am heutigen Mittwoch wird das erfolgreiche Ofterwärchen für Kinder „Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich" von Robert Bürkner mit - einem österlichen Nachspiel von Karl Volck erstmalig wiederholt. Spielleitung: Karl Volck. Bühnenbild: Karl Löffler. Bühnenmusikleitung: Fritz Diehmann. Tanz- leitung: Irmgard Trömel. Außer Miete. — Abends findet die letzte öffentliche Aufführung der Tragödie „Die Petersburger Krönung" von Friedrich Wilhelm Hymmen statt. Spielleitung: Horst Hoffmann (Staatstheater Bremen) a. G. 28. Mittwoch-Miete. Wer muß das Treppenhaus verdunkeln ?
Don den maßgebenden Stellen wird die Bevölkerung immer wieder ermahnt, ihre Derdunkelungs- pflicht voll und ganz zu erfüllen. Insbesondere find natürlich in den Wohnhäusern auch die sog. Treppenhäuser zu verdunkeln. Da immer noch Zweifel darüber bestehen, wer verantwortlich für die Der-
Am grünen Donnerstag im Mai Kocht eine Bäuerin ihren Brei Don neunerlei Kräuterlein, Soll wider alle Krankheit fein.
tm verschiedenen Gegenden Westfalens stellt man <n diesem Tage die sogenannte Negenstärke her, nrn Trank, zu dessen Herstellung neun (negen)
Sie saßen bis spät in die Nacht zusammen. Als Cljirlotte ihren Bruder in die kleine Kammer führte, r der er schlafen sollte, sagte er: „So was von •jr/M' 'I^erfolfl wie diese Reise hab' ich mein Lebtag l'Wdj nicht gehabt. Auf der ganzen Lime geschlafen! M bas Verrückteste daran ist, daß ich Vorüber cn$eI! bi frot) bin! Bleib', wo du bist, Lolott. Arbeite
„Wann. Lolott? Wann?'
Das hängt ja nicht allein von mir ab!" „—
Er stöhnte ein bißchen und nahm ihre Hände, änderten Loge berichten. Ja, er umging alles, was Dann leb' also wohl? Sei nett zum Peter! Er sich darauf bezog. Immerhin hatte er dafür gesorgt, "..... A i *-----1 c l-'"> daß Charlotte briefliche Verbindungen mit ihrer
Mutter und Lis ausgenommen hatte. Auch aus
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Komm' zurück!
Charlotte litt darunter. Peter merkte es ihr an und versuchte fie zu trösten. Die Entwürfe waren ________ pünktlich abgesandt worden und trugen das Kennselbst für 1 wort „Jockels". Wie es vorgeschrieben mar, befand
„Ja, was willst du ihm also wirklich sagen?" Er starrte ratlos auf den Boden. „Weiß ich selber noch nicht. Ick) werde es mir während der Rück- fahrt durch den Kopf gehen lassen. Er versteht doch die Welt nicht mehr, Lolott, und wir müssen sie ihm nach seinem Geschmack zurechtfrisieren." Er seufzte schwer auf. „Wie leicht du's dagegen hast!"
Er blieb noch bis gegen Mittag, obwohl er ur- sprünglich schon gleich nach dem Frühstück hatte wegfahren wollen. Es hatte den Anschein, er könne sich nicht trennen. Als Peter aufbrach, um seine beiden Landhausbauten zu besichtigen, schloß er sich ihm an. Sie fuhren in Gerts Wagen und nahmen auch Jockele mit.
Charlotte erfuhr niemals, was die beiden inzwischen miteinander besprochen hatten. Als fie zu- rückkehrten, waren sie vertraut wie Freunde und ------ ..
nannten sich beim Vornamen. Manchmal verstän- , seinem Vater eigentlich hätte erzählen müssen. Der diäten sie sich mit einem verschmitzten Augenzwin alte Herr habe wieder einmal bewiesen, daß er
fern das Charlotte nicht zu deuten verstand, und einen „Eisenschädel" habe und tatsächlich alt ge-
nack' dessen Bedeutung sie auch nicht fragte. Sie war worden sei. Im übrigen hoffe er, (Bert, den alten
luirieden daß die beiden einander so nahe ge- Herrn im Laufe der Zeit zu einer Verständnis-
kommen waren. volleren Auffassung der ganzen Angelegenheit zu
. ®eaen zwei Uhr brach er auf. Man sah ihm leicht überreden. Das war so ziemlich alles.
an daß er schweren Herzens Abschied nahm, und „Rosig sieht das nicht aus", bemerkte Charlotte er'gab es ohne weiteres zu. Jockele nahm er auf § nachdenklich zu Peter, als sie den Brief zum zwei- den Arm und drückte ihn an sich. Mit den beiden! tenmal und sehr aufmerksam gelesen hatte. „Es Männern tauschte er feste Händedrücke. Charlotte klingt nach endgülttger Verbannung. (Bert hat an- blieb noch einige Augenblicke allein neben seinem scheinend etwas zuviel von uns geschwärmt, und Wagen stehen „Grüße alle, besonders die Mutter das hat mein Vater ihm übelgenommen. Er wird unh ßis’ Sag' ihnen, daß ich keinen vergessen habe das auch zu spüren bekommen. Ich kenne den alten und keinen jemals vergessen werde. Sag' ihnen Herrn. Er fühlt sich von Aufruhr und Verrat um- auch daß ich glücklich bin, und... daß ich wieder-! geben. In solchen Fällen ist er Nicht sehr zugänglich kommen werde!
I eite, die Herzseite des Menschen. In Schützes | holsteinischem Idiotikon" liest man: Die „platt- I gl ante" Holsteinerin pflegt den Herrn zum Sitzen I 3 ihrer Seite mit den Worten einzuladen: „Setten se sik man an mine grüne Sid, dar is noch feen e< oerbrögt!" „Jemandem grün fein" bedeutet „je- llttmbem gewogen sein". Der Wachtmeister in „Wal- icisteins ßager" erzählt seinen Kameraden, daß man l|bi Hofe dem Feldhaupimann nicht grün sei.
| Wie hat man sich nun das „Grün" in dem Namen ,,(ründonnerstag" zu erflären? Viele find der An- jir t, daß diese Bezeichnung von der allgemein in I n Diutschland verbreiteten Sitte herrühre, an diesem Sme grüne Kräuter zu genießen. Die Sprachsor- Iming nimmt aber demgegenüber wohl mit Recht en daß sich umgefehrt diese Sitte aus dem Namen «nwickelt habe und daß die Bezeichnung dieses ges kirchlichen Ursprungs sei. In der Tat wird ser Tag schon früh in der lateinischen Kirchen- ache der dies viridium (Tag der Grünenden) tannt. Virides hießen die losgesprochenen Büßer, die Fastenzeit hindurch Buße geübt hatten b am Gründonnerstag wieder in die Gemein- ist der Gläubigen ausgenommen wurden. Wie \ Wort virides diese firchliche Bedeutung erlan» i konnte, zeigt die bekannte Stelle des ßukas- -mgeliums: „Denn so man das tut am grünen iz, was will am dürren werden?"
Ms später die kirchliche Bedeutung des Wortes a,Gründonnerstag" in Vergessenheit geraten war, juote man nach einem anderen sachlichen Zusorn- Tninbang, und dieser wurde dann durch die grünen Muter hergestellt. Die Sitte, am Gründonners- tai die ersten grünen Kräuter des Frühlings auf fce Tisch zu bringen, ist in Deutschland sehr alt. ~pon in der aus dem 16. Jahrhundert stammenden ptung Rollenhagens „Der Froschmäusekrieg" in wir:
Mittwoch, >>. April Ml
dunkelung der Treppenhäuser ist, wird In der „ei- rene" hierzu eine Klarstellung veröffentlicht. Grundsätzlich trägt danach der Hauseigentümer die Der- aniroortung für die Verdunkelung des Treppenhauses. Wo ein Hausmeister vorhanden ist, wird diesen in allgemeinen die Verantwortung treffen. Dem Mieter kann nur auf dem Wege einer freiwilligen vertraglichen Vereinbarung die Psl'd)t zur Durchführung der Verdunkelung des Treppenhauses übertragen werden. Biegt eine solche 'vertragliche Vereinbarung nicht vor unb unterläßt der Mieter aus irgendeinem Grunde die Verdunkelung des Treppenhauses, so niacht sich nicht der Mieter, sondern der Hauseigentümer bzw. der Hausmeister, dem im allgemeinen die Sorge um das Haus vertraglich übertragen ist, strafbar.
Vorsicht mit Lorcheln.
Vorn Reid)sgesundheitsarnt wird oor dem Genuß unsack)gemäß zubereiteter flord)eln gewarnt, da sie häufig Erkrankungen verursachen. Lorcheln werden in Geschäften und auf Märkten fälschlich meistens als Morcheln verkauft. Sie enthalten Giftstoffe, die beim Kochen in das Waffer übergehen. Um Vergiftungen durch Lorcheln zu vermeiden, kocht mah sie nach Zerkleinern mit einer reichlichen Menge Wasser mindestens fünf Minuten lang, schüttet das Kochwasser fort und läßt die Pilze auf einem Sieb abtropfen. Ein wiederholter Genuß von Lorcheln am gleichen Tage ober innerhalb weniger Tage ist zu 1 vermeiden.
(Siebener Schiachiviehmarkt.
Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 34,5 bis 45,5 Rpf., Bullen 32,5 bis 49,5, Kühe 17 bis 44,5, Färsen 33 bis 49,5, Kälber 30 bis 57, Schafe 20 bis 40 Rpf. je % k$r Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 k? und mehr) 1,13 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,13, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,11, c (90 bis 119,5 kg) 1,07, d (80 bis 89,5 kg) 1,01, e bis f (unter 80 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,13, i (Altschneider) 1,11, g2 (andere Sauen) 1,01, h (Eber) 1,01 RM. Marktverkauf: regelmäßig, alles zugeteilt.
** Laßt Eure Hunde nicht zu früh scheren oder trimmen! 93ie($ Tierfreunde glauben, wenn die erste Frühlingssomie bescheiden ihre Strahlen durch die Wolken sendet, daß es bann schon an der Zeit ist, seinen vierbeinigen Hausfreund, den Hund, scheren ober trimmen zu lassen. Es wirb immer vergessen, baß boch eigentlich bas Haarkleid des Hundes ein von Natur aus qegehem’r Schutz für das Tier selbst ist. In Wirklichkeit bürf- ten Hunde überhaupt nicht geschoren werden. Erst, die Ueberzüchtung der einzelnen Nassen führte dazii, hier Korrekturen vorzunehmen. Es ist ganz falsch, seinen Hund in geschorenem Zustand den Mitte- rungsumschlägen auszusetzen, und es komntt hierboi 'vielfach zu Erkrankungen unb Erkältungen des Tieres. Man verfahre also vorsichtig unb beraube seinen Hund nicht Zu früh bcs ihm von ber Natur gegebenen Haarkleibes. Auch ein warmes Bad mit anschließendem Auslauf bei kalter Witterung kann zu Gesundheitsschäbigungen des Hundes führen.
Brotgetreide ist kein .Hühnerfutter.
Wer Brotgetreide als Viehfutter benutzt, macht sich strafbar. In dem Frankfurter Vorort Griesheim kam man kürzlich dahinter, daß Leute zentnerweise Weizen kauften, den sie zur Hühnerfütterung verwandten. Gegen fünf solche Frevler verhandelte jetzt das Amtsgericht in Frankfurt a. M. Die Beschuldigten, die geständig waren, wurden zu Geldstrafen von 20 bis 200 RM. verurteilt. Ein An^ geklagter hatte geltend gemacht, doß er „Kehrgut vom Schiff" gekauft habe, unter dem sich auch Unrat befunden habe Da es ober trotzdem Weizen war, entging er nicht der Bestrafung.
..auch ihm hilft Nivea
die Haut wirksam zu schüteen. Mit Nivea gepflegte Haut bleibt glatt und geschmeidig.
sich Peters voller Name und feine Anschrift in einem verschlossenen Umschlag, der das gleiche Kennwort trug. •
Peter war voller Zuversicht. Auch jetzt noch, da die Arbeit getan und abgesandt worden war, kamen ihm keine Zweifel. Er war überzeugt, daß e r Charlotte den Weg nach Hause bahnen werde. Sie tat, als sei sie gläubig wie er, konnte aber nicht verbergen, wie ungeduldig sie die Entscheidung herbeisehnte.
Um sie zuversichtlicher zu stimmen, malte er ihr genau aus, wie sich alles abspielen werde. Eines iages würde ein großartiger Brief von ber Osch- nitzer Stadtverwaltung kommen, vielleicht sogar ein Telegramm, bas ihn aufforberte, sich unverzüglich nach Oschnitz zu begeben. Er würde reisen, mit Ehren empfangen werden, würde vor den zuständigen Herren einen erläuternden Vortrag halten unb bei dieser Gelegenheit Mathestus tennenlernen.
„Es wird ein Riesenspaß werden", erklärte er. „Ich werde mir Mühe geben, auf ihn einen guten Eindruck zu machen. Wenn ich nämlich will, kann ich ehrpusselig sein, wie eine alte Jungfer. Er wird mir die Hand drücken, wird meine Arbeit laben, roirb mir schmeichelhafte Dinge lagen, wirb mich vielleicht zu sich nach Hause einlaben, und gerade, wenn wir so im besten Zuge sind, werde ich mir an die Stirn klopfen und sagen: Herrgott, da fällt mir ja ein, Herr Mathesius — ich habe Ihnen ja Grüße auszurichten! — Grüße? wird er fragen. Unb ich sage ihm: Ja, von Lolott, wir wohnen nämlich in Berlin zusammen! So ungefähr!"
Sie versuchte ihm begreiflich zu machen, daß er mit solchen billigen Mitteln ihren Vater höchstens gegen sich einnehmen würde.
„Unsinn! Damit komme ich natürlich erst heraus, wenn wir schon ein Herz und eine Seele sind, wenn er mir gar nicht mehr die kalte Schulter zeigen kann. Den richtigen Augenblick werde ich schon ab- passen! Ich habe ihn noch nie versäumt! Diesmal auch nicht! Verlassen Sie sich drauf, Lolott! Und dann... bann geht das Telegramm an Sie ab, und die ganze Kälberherde wird für die verlorene Tochter geschlachtet! Sie werden sehen! Unb was bann kommt...? Ja, bas geht bann nur uns beide an 1"
(Fortsetzung folgt)


