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Gießener Anzeiger
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6. Oktober wurden 18 Züge und 24 Lokomotiven zerstört und 80 Züge beschädigt.
In drei Tagen gingen also 91 Züge durch Vernichtung völlig verloren. 128 Züge wurden schwer beschädigt und fielen damit für den Transport aus. Ferner wurden 37 Lokomotiven zerstört und die Strecken um Moskau und Charkow bis an das Asowsche Meer hin mehrfach unterbrochen.
Rechnet man für einen Normalzug nur zwanzig Wagen von je 10 Meter Länge, so wurden bei 91 zerstörten Zügen allein 1820 Wagen in einer Länge von 18 200 Meter oder mehr als 18 Kilometer Länge zerstört. Zählt man dazu die 128 schwer beschädigten Züge, so erhöht sich die Zahl um 2560 Wagen auf 4380 Wagen und um 26 400 oder • 26 Kilometer auf 44 Kilometer.
p. Jahrgang Nr. 239 krscherm täglich, außer Sonntag« und Feiertags
Beilagen:
grab wurde zuruckgeschlagen. Die Mehrzahl der zum Antransport benutzten Schiffe wurde versenkt. Der gelandete Feind wurde restlos vernichtet.
Die Luftwaffe griff in der letzten Nacht ein Rüstungswerk in Rostow sowie militärische Anlagen in Moskau und Leningrad an.
Im Kampf gegen Grohbritannlen bombardierten Kampfflugzeuge in der Tladjf zum 7. Oktober kriegswichtige Einrichtungen in Südwestengland.
In Nordafrika griffen deutsche Kampfflugzeuge auch am gestrigen Tage die Hafenanlagen von Tobruk mit guter Wirkung an.
Beim Luftangriff auf die Reede von Suez in der Nacht vom 6. Oktober wurden zwei Handelsschiffe mit zusammen 10 000 BRT. durch Bombenvolltreffer vernichtet, zwei weitere große Schiffe schwer getroffen.
Der Feind flog weder bei Tage noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein.
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sere Umklammerung hält und wird zum Siege führen, während auf der anderen riesigen Front selbst nach dem Geständnis der „Times" die neue deutsche Offensive beträchtliche Fortschritte macht.
Das Schwert zerteilt den Nebel. Und wenn er gesunken ist, wird England angstschlotternd in diesen Kriegswinter gehen. E. S.
„Das amerikanische Jahrhundert."
Was man unter „amerikanisch im weitesten (Sinne" zu verstehen hat.
PS
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Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer biS8'/.Ubr desBormittagS
«nzeigen-Preife:
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Nachlässe:
Wiederholung Malstaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/• mehr
Nördlich des Asowschen Meres geschlagen.
Tiefer Stoß in die feindlichen Rückzugsbewegungen. - Erneuter LandungS versuch westlich Leningrad zurückgeschlagen.
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Das Ergebnis dreier Tage:
91 sowjetische Transportzüge vernichtet, 128 weitere Züge schwer beschädigt.
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Wenn irgendeine dauernde, engere Verbindung iS oßbritanniens mit den Vereinigten Staaten voll p?en wird, dann kann ein Inselvo 1 k o vsNiger als 50 Millionen nicht er» oarten, der Seniorpartner Lu seln. d-s Schweraewichtszentrum und die letzte Enycyei- hmg müssen zunehmend i n A m enk aJiege n. Str können diese historische Entwicklung Nicht: verlegnen. Wir dürfen sogar eher stolz sein baß der fing der Abhängigkeit, der Femdschaft und der Un ^chängigkeit sich schließt in einer neuen Gemein ' Man kann es einem Nordamerikaner nicht verkoken, wenn er in einer solchen aufsehenerr g pn Bankrotterklärung E n g l" nd llpfe Chance für die Vereinigten Staaten s eyr. i^cht ohne erhebliches Interesse smd dabei die Um
„Die Amerikaner haben das Gefühl, daß wir bei dr.tr Zusammenarbeit mit Großbritannien irgend- vs Englands Spiel und nicht unser eigenes fielen. Gas immer auch in der Vergangenheit an dleser fcffajfung richtig gewesen sein mag, heute ist sie etxe dumme und verrückte Verkennung der Lage, tStoßbritannien ist vollkommen gewillt, m leder fr"rm der Partnerschaft der USA. mit dem Britt- kjan Empire den Vereinigten Staaten von Amerika iiz Rolle des Seniorpartners zuzubilligen. Das ist tfon seit langem so. Die Hauptklage, die ernsthafte k gländer gegen Amerika erheben, und zugleich ihr Ws Alibi ist in der Tat dies: Daß Amer^asich »rweiaert hat, die Gelegenheit zur Weltfuhrung zu
Zum Beweis für diese Behauptung Ifire Stelle aus einem vor kurzem veröffentlichten, ^sationellen Aufsatz des Londoner „Economisl an,
Der Unterstaatssekretär im USA.-Außenamt, Idols Serie, hat in einer Rede im Williams- joUege in Massachusetts erklärt, die Prophezeiung, kfo die kommende Aera das Amerikanische Jahr- hindert sein werde, werde richtig sein, wenn der Begriff „amerikanisch" im weitesten Sinne oerstan- jtn werde. Es sei ohne Zweifel, daß die Ber- tnigten Staaten aus dem jetzigen Ringen jn eine neue Welt als der m ä ch t i g ft e Ein- lelstaat der Erde hervorgehen werden.
Damit ist amtlich Stellung genommen worden zu Giern umfangreichen Aufsatz, der in der USA.» ji Iberzeitschrift „Life" unter sensationellen Umstän- |n erschienen ist. Die von Millionen Nordameri- Imern Woche um Woche gelesene Zeitschrift, die »rzugsweise ihre Setten den Aufnahmen smarter Inger Damen in Phantasiekostümen in der Sonne |r Palm Seach widmet oder beschäftigungslose Jinglinge in eleganten Wagen zeigt, brachte plötz- lit) einen zehn Spalten langen Aufsatz mit dem L.ssehenerregenden Titel „Das Amerikanische Jahr- hindert". Der Verfasser war Henry R. Luce, von Im die wenigsten der ständigen Leser des „Life" |nals gehört hatten, obwohl er kein Geringerer ■ar als der Gründer und Vesitzer der 1936 ins Iben gerufenen Zeitschrift, und außerdem die ähn- jf) weitverbreitete Wochenschrift „Time" sein eigen »nnte.
In den zehn langen Spalten seines Aufsatzes Jeroies" Henry Robinson Luce den USA.-Ameri- ktnern, „das Amerikanische Jahrhundert" sei im Serben, ohne daß sie davon bisher Kenntnis ge« Pmmen hätten, was ein, vom nationalen Standpunkt aus gesehen, verwerflicher Zustand sei. Die ^weisführung entbehrte jeder Spur gedanklicher ßtgtf, was bei „Life"-Lesern auch überflüssig ist.
ließ auch jedes echte Verständnis für die hin- trgrünbe der Weltvorgänge vermissen. In dieser ij^ziehung hätte man einige Illusionen haben kön- kn, da der heute dreiundvierzigjährige Henry Ro- b ison Luce nicht in den Vereinigten Staaten, son- fcn in der chinesischen Provinz Schantung ge-
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Scherz.
Wichtig aber ist, daß heute schon in einer nordamerikanischen Millionenzeitschrift das ganze Geschwätz von Demokratie, Freiheit und Rettung der westlichen Zivilisation beiseite geschoben und die Ein- Mischungspolitik Roosevelts als das gekennzeichnet wird, was sie ist: ein imperialistisches Geschäft, bei dem aus der Konkursmasse des britischen Empire, dessen Zusammenbrechen bereits eindeutig in Rechnung aestellt wird, möglichst viel einverleibt werden soll. Ob man das Erbichleicherei oder Amerikanisches Jahrhundert nennt, ist eine Frage des Geschmackes. Wie wird Ihnen, Mr. Churchill? Dr. H. Höpfel.
Offensive au, ohne sich, nach dem Brauch der Deutschen, in die einzelnen strategischen Ziele oder bereits erreichten Punkte zu vertiefen, denn der Feind wird solange im Unklaren gelassen, bis das deutsche Schwert gesprochen Hat. Das ist seine größte Se- klemmung. EHu^Hill hat in seinem letzten Geschwätz sich die Wort abgerungen, wir hätten die Initiative, wir wüßten sie zu gebrauchen, aber Hitler sage ja nichts! Folglich könne er über die wirkliche Lage auch nichts sagen. Nun liegt die Sache so, daß das deutsche Volk in absolutem Vertrauen wartet, bis der Schlag endgültig gefallen ist; zwei Jahre Wehr- ie immer der
Berlin, 7. Oft. (DNB.) Die deutsche Luftwaffe zerstört täglich in großem Umfang Eisenbahnan- lagen und Gleise, Transportzuge und Sahnhofe. Ein volles Sild von der Bedeutung der Transport- und Nachschubzerstörungen, die die Sowjets täglich und jede Nacht erfahren, verschafft ein Ueberblick über nur drei Tage. Er zeigt, daß die Sowjets' niemals wieder in die Lage kommen werden, die Einbußen an Transportmoglich- feiten, die sie durch die deutsche Luftwaffe erleiden, auch nur annähernd auszugleichen.
Beim Angriff auf mehr als 44 Eisenbahn- ft r e rf e n , die sämtlich unterbrochen wurden, wur- den am 4. Oktober allein 18 Züge -zerstört und 25 Züge schwer beschädigt, am 5. Oktober nicht nur bie Strecken um Moskau unb Charkow unterbrochen, sonbern 55 Züge zerstört, 23 schwer beschädigt, 13 Lokomotiven unb 4 Bahnhöfe vernichtet. Am
stände, die Henry Luce veranlaßten, „bas amerikanische Jahrhundert" zu prophezeien, nachdem ihm eine so gewichtige Stimme, wie die des „Economist", das Stichwort gegeben hatte. „Life" hatte nämlich in der Ausgabe, die der Veröffentlichung des Luce-Aufsatzes vorausging, einen Artikel des inzwischen verabschiedeten UdA.-Botschafters C u - dahy gebracht, der die Nordamerikaner ermahnte, sich aus dem englischen Kriege, der sie nichts anginge, herauszuhalten. Es bedarf keines großen Scharfsinns, um sich oorzustellen, was daraufhin geschehen ist. Roosevelt mußte in dieser Auffassung, die ohnehin von der größten Mehrheit des nord- amerikanischen Volkes geteilt wurde, einen Angriff auf feine Politik sehen, der mit allen Mitteln pariert werden mußte. Der geeignetste Weg war der, die Zeitschrift „Life" mit ihrer Millionenleserschaft selbst dafür einzufangen. Wenn schon politische Ta- geszeitungen vop heute auf morgen nach genügender Bearbeitung durch amtliche Mittelsmänner und durch jüdische zln^eigenagenturen das Steuer vom isolationistischen auf den interventionistischen Kurs umlegten, so mußte das bei einer sich harmlos gebenden Bilderzeitschrift, die in einer Woche so und in der anderen so schrieb, bedeutend einfacher zu erreichen fein.
Roosevelts Erfolg jedenfalls mar hundertprozentig. Den gleichen Lesern des „ßi'fe", die bie Warnung Cudahys noch im Kopf hatten, brachte Henry Luce eine Woche später bei, baß von einem Fern- Halten aus bem englischen Krieg gar keine Rede ein könnte, d a man schon mitten drin sei, i n b zwar mit den rosigsten Aussichten. Er herrschte die Nordamerikaner an, in sich
der Ostfront in voller Entwicklung sind, ist die Tätigkeit der deutschen Luftwaffe bezeichnend. Die Berichte darüber geben bem Leser eine „Ahnung" über den Charakter ber Kämpfe. D^Wehrmacht- bericht vom 7. Oktober erwähnt Luftangriffe auf Rostow, Moskau und Leningrad. Dieser Tage wurde berichtet, daß die Luftwaffe durch den Einsatz einer gewaltigen Zahl von Flugzeugen jeder Art die „großen Kämpfe" der Erdtruppen unterstützte. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge unterbrachen alle strategisch wichtigen Eisenbahnlinien und viele lebenswichtige Strecken mehrfach. An einem einzigen Tag — dem 5. Oktober — konnte mitgeteilt werden, daß zehn Bahnhöfe gänzlich zerstört sind. Zu den zerstörten Bahnhöfen gehört auch der als Knotenpunkt so wichtige Bahnhof von Charkow.
Vor zwei Tagen schrieb noch die „Times", daß die Sowjets — trotz gegenteiliger Versicherungen der Deutschen — der ganzen Front entlang wichtige Erfolge errungen Haben. Die von Bubjennt) „in Szene gesetzten" Vorstöße seien bazu angetan, den Druck auf bie Krim abzuschwächen. Auch bie Lenin- grober Front scheine zu voller Zufriedenheit bei* Bolschewisten zu verlaufen. Die Moskauer „Praw- da" berichtete noch vorgestern, daß die Streitkräfte von Budjenny in drei Tagen 30 Dörfer eingenommen und eine große Menge Kriegsmaterial erbeutet hätten. Der Sowjetvorstoß habe 33 Kilometer in 36 Stunden betragen. Die Deutschen „erkennten an", daß in diesem Abschnitt die Sowjets Gegenangriffe mit 52-Tonnen-Panzerkampfwagen gemacht hätten.
Mit bem englisch-sowjetischen Geschwätz ist jetzt Schluß. Am 7. Oktober gesteht die „Times": „Die deutsche Offensive hat trotz starker sowjettscher Gegenwehr beträchtliche Fortschritte gemacht. Zwei konvergierende Angriffe gehen vor sich." Und bann heißt es ganz jämmerlich: Wenn die Deutschen imstande wären, eine neue große Offensive zu beginnen, die an Stärke ebenso groß ist wie die vorhergehende, so sei die. Gefahr für bie Sowjetunion größer als je zuvor. Die Sowjets hätten nun nicht mehr so viel Spielraum, wenn es natürlich auch nicht an Raum zur Durchführung von Aktiohen
Der Wehrmachtbericht vom 7. Oktober spricht von einer großen Schlacht nördlich des Asowschen Meeres. Deutsche und verbündete Truppen verfolgen den geschlagenen Femd. Der deutsche Vorstoß hat tief in die feindlichen Rückzugsbewegungen gegriffen: Der Stab der 9 Sowjetarmee wurde geschnappt, nachdem sich der Chef dieses Stabes im Flugzeug „verfluch- ^Jn^Sinne des Wehrmachtberichts vom 7. Oktober wird von dieser großen Schlacht in einem räumlich bestimmten Umkreis — „im Raum nördlich öes Asowschen Meeres" — gesprochen. Aber der Wehr- Machtbericht stellt zugleich selbst die innere Berbm- bung zu ber Gesamtbewegung ber beutschen Ostfront fest, inbem er von bieder Schlacht sagt, bah sie „im Zuge ber angekünbigten neuen Operationen" stattgefunden hat. Diese Gedankenverbindung wird durch den besonderen Absatz unter- strichen- „Auch an den übrigen Abschnitten der Ostfront nehmen die Angriffsoperationen ihren vorgesehenen Verlauf."
Zwischen Peterhof und Leningrad — bet dem Heinen Städtchen 6 tret ja — hatten bie Bolsche- Nisten am 2. Oktober nach stärkerer Artillerievor-
jferen ist.
IlSolche Mängel stören einen europäischen Leser, »cht aber einen nordamerikanischen, unb Luce kennt hin Publikum. Was er ihm beizubringen wünschte — |ir werben sehen, auf wessen Wink —, war die likenntnis, daß der englische Krieg eine ■ nj^ig artige Chance (ei .— für bie M,Wo stehen wir? Wir stehen im Krieg. Das inze Geschwätz, ob bies ober jenes uns in den ieg bringen könnte ober nicht, ist vergeudete »ühe. Wir sind tatsächlich im Krieg. Ilenn es irgend etwas gibt, in bem wir Amerikaner ncht zu sein wünschten, bann war es im Kriege.
Ilir wünschten in keinem irgenbmie gearteten Kriege {sein, am allerwenigsten in einem europäischen.
ib bock; finb wir in einem Krieg in einem so Ittlimmen, wie er je biefen Planeten überzog, unb i||tar, obwohl er weltweit ist, in einem euro- I irisch en Krieg."
|'3n biefer suggestiven Kinbersprache, einem Pa- Wüebeispiel bes nordamerikanischen Journalismus, JEot Luce bann, daß die Bereinigten Staaten „via Gieße® illrfense“, „üßer Verteidigung" in den Krieg Iterieten/ Er gibt allerdings zu: „Niemand kann Mrlicherweise behaupten, daß es lediglich ^ur Ber« Ifcäiqung unserer Heimat notwendig ist, tn diesem Ihieq zu sein". Also lügt Roosevelt. Aber Luce fahrt Bert: „Die uns gestellte Frage ist nicht in erster Mnie die nach ber Notwenbigkeit und bem Weiter- Kenkönnen. Sie ist eine Frage ber Wahl unb ber k rechnung". Damit gibt Luce zu, baß unsere Betreuung ber Politik Roosevelts richtig ist. Aber er fot noch weiter: „Der Präsident ber Bereinigten Laoten hat beständig nach einer Erweiterung seiner Nacht gestrebt, und er verdankt feinen Verbleib tm Unt weitgehend bem Ausbruch des Krieges."
Henry Luce vorenthält feinen Lesern eine Schiche- iung all der Schritte Roosevelts, die diesen Krieg, ter ihm zum erstenmal in der amerikanischen Ge- Mchte eine dritte Amtsperiode brachte, unoerrneib- lit) machten. Aber er will auf etwas ganz anderes
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ber Schlag endgültig gefallen ist; z mad)tberid>te haben gezeigt, daß Wayrheit entsprechen. Jetzt ist bie arohe Offensive im Osten wieder einmal in ein ent cheidendes und für uns sehr günstiges Stadium getreten. Wenn der Wehrmachtbericht wieder einmal die Zerschlagung eines zweiten sowjetischen Landungsversuchs bei Leningrad erwähnt und bereits am Montag angab, die mißlungenen Landungsoersuche hätten bei Kronstadt stattgefunden, dann heißt das: Die außerordentlich harten Kämpfe um das eingeschlossene Leningrad und um die stärkste Seefestung der Russen, Kronstadt, das ebenfalls eingeschlossen ist, haben von neuem die deutsche Kraft erwiesen, trotz des Eingreifens der vor Kronstadt eingeschlossenen Sowjetflotte unb ber Kanonen dieser Festung. Un
bereitung einen Landungsversuch unternommen, der völlig scheiterte. Diese Idee, vom Finnischen Golf her zu einem Flankenangriff anzusetzc" einmal versucht worden. Am 7. Oktob, meldet, daß ein nächtlicher Landungsversuch sowjetischer Kräfte an ber Küste w e st l i ch Leningrad zurückgeschlagen wurde. Die Mehrzahl der zum Abtransport benutzten Schiffe wurde dabei versenkt. Die Sowjetflotte in ber Ostsee war währenb des ganzen Felbzuges auf eine passive Rolle beschränkt. Sie hat bereits schwerste Verluste erlitten. Trotzdem ist sie von ßeningrab—Moskau unter Druck gesetzt worben, um die von vornherein ganz aussichtslosen Lanbungsversuche zu unternehmen. Der Berzweiflungscharakter bieses Beginnens ist augenscheinlich. Die Kirow-Putilow- Werke finb, ebenso wie anbere Großunternehmen ober auch Versorgungsbetriebe von ßeningrab, durch ßuftangriffe und schweren Artilleriebeschuß sowohl nach Gefangenenaussagen, als auch nach den Ergebnissen ber Luftaufklärung kräftig angeschla- gen. In einer solchen Situation liegt es nahe, baß ber Flotte gesagt wirb: ,Lhr seid auch zu etwas
Der Nebel weicht.
Am Dienstag früh meldete ber ßonboncr Nachrichtenbienst, jetzt wüßten bie Briten endlich, was Hitler am Freitag gemeint habe, denn die in England vorliegenden Nachrichten über den Fortschritt unserer gewaltigen Offensive im Osten haben den britischen Plutokraten plötzlich bie Augen für bie große Gefahr geöffnet, in ber auch Englanb schwebt. Wenn Lord Halifax noch vor wenigen Stunden emphatisch betonte, England und die Sowjetunion gingen bis zum Siege zusammen, unb ber Erste Lorb ber Abmiralität, Alexander, die gleiche Erklärung abgab, bann ist es klar, baß bie Nieber- läge ber Sowjets auch die bisher wohl schwerste Nieberlage Englands bebeuten wirb. Noch am Samstag und Sonntag hat der Propagandadienst Churchills versucht, die Worte des Führers von dem Beginn einer großangelegten Offensive ins Lächerliche zu ziehen, und noch am Montagabend berichtete ber englische Nachrichtendienst, bie Neuyorker Presse richte ihr Augenmerk auf bie große Offensive, bie nach Moskauer Melbungen bie Sowjets auf ber ganzen Front gegen bie Deutschen unternommen haben sollten.
Das ist zuviel Humbug, unb der Absturz erfolgte denn auch bis in die tiefsten Tiefen des Pessimismus. Während der Nachrichtendienst diese Lüge von einer Sowjetoffensive in die Welt hinausfunkte, saß sorgenvoll der militärische Berichterstatter der „Times" in seinem Kämmerlein unb rang sich bie inhaltschweren Worte ab: „Die deutsche Offensive hat trotz starker Gegenwehr beträchtliche Fortschritte gemacht." Auch die amerikanischen Blätter melden genau das Gegenteil dessen, was ihnen der Londoner Nachrichtendienst zugeschoben hatte. Wenn ein Kommentator dieses Nachrichtendienstes dann erklärt: „Wir müssen einsehen, daß die deutschen Armeen im Osten in einem bemerkenswerten Grad fest zuschlagen und entlang der ganzen Front tief einbringen", dann beweist diese Aeußerung im gleichen Nachrichtendienst doch den Gipfel der Verwirrung.
Auch der neueste Wehrmachtbericht gibt in lafo- nischen Worten das gewaltige Fortschreiten unserer
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Der Wehrmachibericht.
DNB.Aus dem Führerhauptquartier, 7. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
3m Zuge der angekündigten neuen Operationen hat im Raum nördlich des Asowschen Meeres eine große Schlacht stattgefunden. Seite an Seite mit Sen Truppen der verbündeten Staaten verfolgen die deutschen Truppen den geschlagenen Feind. Motorisierte und Panzerverbände stießen tief in die feindlichen Rückzugsbewegungen hinein. Dabei wurde der Stab der 9. sowjetischen Armee gefangen genommen; der Oberbe- ehlshaber hatte sich vorher im Flugzeug In Sicherheit gebracht.
An den Übrigen Abschnitten der O st f r o n t nehmen die Angriffsoperationen ihren vorgesehenen Verlauf.
Ein erneuter nächtlicher Landungsversuch sowjetischer Kräfte an der Küste w e st l i ch Lenin-
zu gehen und Buße zu tun: „Unsere Aufgabe ist es, in jeder Weise um unser unb unserer Kinder willen sicherzustellen, bas Franklin Roosevelt gerechterweise als Amerikas größter Präsident bejubelt wird."
Als die Voraussetzungen für den Tanz der Welt nach der Flöte Roosevelts zählt Henry Luce folaen- des auf: „Amerikanischer Jazz, Hollywood-Filme, amerikanisches Kauderwelsch, amerikanische Maschinen und patentierte Produkte sind in der Tat bie einzigen Dinge, bie überall in ber Welt, von San« fibar bis Hamburg, übereinstimmend anerkannt werben. Blind, unabsichtlich, zufällig und gegen unseren Willen sind wir bereits eine Weltmacht in all den kleinen Dingen — in sehr menschlichen Dingen. Aber mehr als dies: Amerika ist schon das geistige, wissenschaftliche und künstlerische Haupt der Welt. Und das bedeutendste von allen, wir haben jenes unerklärbare, unmißverständliche Zeichen ber Führerschaft: das Prestig e."
Für den Anspruch auf bie Weltführung scheinen Jazz und Konserven unzureichend zu sein, und über den Satz vom geistigen, wissenschaftlichen und künstlerischen Haupt ber Welt kann ein Europäer nur milbe lächeln wie über einen denkbar schlechten


