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Montag. 8. September Ml

Bei-

Bombenangriff auf Berliner Wohnviertel. Berlin, 8. Sept (DRV. Funkspruch.)

Starke feindliche Minensperren im Nord abschnitt in zähen Kämpfen überwunden

lische Bomber unlemahmen in der vergange­nen Rächt Angriffe auf das west- und nord­deutsche Reichsgebiet. Lin Verband drang bis Berlin vor. Durch Abwurf von Spreng­uni) Brandbomben auf Wohnviertel hatte die Zivil­bevölkerung Verluste an Taten und Verletzten. Dehrwirtfchaftlicher ober militärischer Schaden ent- stand nicht, Flakartillerie und Nachtjäger schossen nach bisher vorliegenden Meldungen neun der feindlichen Bomber ab.

vr«ck und Verlag: Vrühlsche Univerfttätrdruckerei B. Lange

Berlin, 6. Sept. (DNB.) Der amerikanische und englische Nachrichtendienst brachten eine Mel­dung, nach der bei einem Zusammentreffen des amerikanischen ZerstörersG r e e r" mit einem deutschen U-Boot am 4. 9. morgens das U-Boot denZerstörermitTorpedosangegrif- f en habe. Die Torpedos hätten ihr Ziel verfehlt. Der Zerstörer habe dann im Gegenangriff das U- Boot mit Wasserbomben belegt. Deutscherseits wird nunmehr amtlich demgegenüber festgestellt:

Am 4. September wurde auf 62 Grad 31 Mi­nuten Nord und 27 Grad 06 Minuten West ein deutschesU-Bootum 12.30 Uhr ifn deutschen Blockadegebiet mit Wasserbomben ange­griffen und laufend verfolgt. Dos deutsche Unterseeboot war nicht in der Lage, die Na­tionalität des angreifenden Zerstörers festzustellen. Es hat in berechtigter Abwehr daraufhin um 14.39 Uhr als Abwehr einen Zweierfächer g e f ch o f s en , der fehlging. Der Zerstörer setzte die Verfolgung mit Wasserbomben bis gegen Mitter­nacht weiter erfolglos fort."

Wenn von einer amtlichen amerikanischen Stelle, nämlich dem U8A. -Marine-Departement behauptet wird, der Angriff sei von dem deutschen U-Boot ausgegangen, dann kann das nur bezwecken, dem neutralitätswidrigen Angriff eines amerikanischen Zerstörers auf das deutsche U-Boot wenigstens den Anschein eines Rechtes zu verleihen. Der Angriff selbst ist der Beweis dafür, daß Herr Roosevelt entgegen seinen Behauptungen schon früher den amerikanischen Zerstörern allge­mein den Befehl erteilt hat, den Standort deutscher Schiffe und U-Boote nicht nur neutralitätswidrig zu melden, sondern darüber hinaus diese selbst anzugreifen. Herr Roosevelt versucht auch da­durch mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln, Zwischenfälle zu provozieren, um das amerikanische Volk gegen Deutschland in den Krieg zu hetzen.

Annahme von Anzeigen für die Miltagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags

Auzeiaeu-Preiie:

Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Lertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenstaffel B Platzoorschritt (vorherige Vereinbarung) 25°/« mehr

Roosevelt provoziert.

Erfolgloser Angriff eines amerikanischen Zerstörers auf deutsches U-Boot.

Helsinki, 6. September 1941.

Die Einnahme Wiborgs durch die finnischen Truppen am Nachmittag des 29. August bildet die Krönung der am 10. Juli nördlich und nordwest­lich des .Ladoga-Sees eingeleiteten Angriffsope- rationen. Zur Sicherung ihrer eigenen Offensivauf- gobe hatte die Sowjetunion die 350 Kilometer lange freue Staatsgrenze gegen Finnland mit starken Bunter ft ellungen auszubauen begonnen. Am weitesten war der Ausbau nordwestlich und nördlich Wiborgs fortgeschritten. Die fin­nische Offensive war nicht ein allgemeiner Angriff !uf der ganzen Front, sondern eine Folge wohl- rwogener T e i l st ö ß e, die es der finnischen Hee- esleitung ermöglichten, ihre schweren Hilfswaffen, llrtillerie und ßuftftreiifräfte jedesmal auf dem iauptfampfplatj zu konzentrieren und dadurch bei nöglichster Schonung des eigenen Menschenmate- ials den Gegner abschnittweise zu schlagen und Soden zu gewinnen.

Wie schon erwähnt, setzte auf dem s ch w ä - Heren nordöstlichen Flügel der sowjeti- Ichen neuen Berührungsfront mit Finnland n o r d- westwärts des Ladogasees am 10. Juli die [rfte dieser Teiloffensiven ein. Die befestigten som­atischen Grenzstellungen wurden auf der ganzen llngriffssront von frontalen Angriffen durchbrochen. Hie Truppen erreichten dicht ösÜich Sortavala den Dstrand des Ladogasees und durchschnitten }amit die sowjetische Abwehrfront in zwei Teile, stoch erfolgreicher war eine andere Division, die im raschen Vordringen längs der östlichen Ladogaküste iber Pitkäranta-Salmi bis 30 Kilometer über die Ute Landesgrenze in Richtung A u m i s vordrang und in wenigen Tagen über 160 Kilometer Boden gewann. Hier wurde der Angriff zunächst angehal­ten, um Gegenangriffe des Feindes, der starke Ver­lande herangeführt hatte, abzuschlagen. Dies gelang, über auch eigene frontale Angriffe in östlicher Rich­tung längs der durch die Waldwildmark führenden Hauptstraße kamen zunächst nur langsam vorwärts.

Der zweite Teilschlag wurde Anfang August ge- 6en den dem Nordwestufer des Ladogasees Vorgelagerte sowjetischen Frontabschnitt gerichtet. Schon kurz nach Kriegsausbruch hatten finnische Truppen hier versucht, durch einen Vorstoß gegen bie Nordwestecke des Ladogasees die sowjetische ftront in zwei Teile zu durchschneiden. Dieser Ope­ration war zunächst der Erfolg versagt. Spater wurde sie mit stärkeren Kräften und auf breiterer Grundlage wiederholt. Die Nordwestecke des La- agas wurde erreicht. Auch im Westabschnitt zwi- chen Hittola und Sortavala war eine große Ein- esselung entstanden, die mit der bekannten finni- chen Motti-Taktik aufgeteilt und gesäubert wurde Dabei wurde in der Nacht vom 14. zum 15. August <ie Stadt Sortavala von finnischen Truppen ^Solange es irgendwie ging, versuchten die mich . hier mie überall zäh kämpfenden bolschewistischen truppen sich auf dem Nordwestufer des Ladoga-

Die kulturelle Sendung der Achse.

Es ist wohl das Wesen einer jeden Geburt, daß sie sich unter Schmerzen vollziehen muß. Das Wer­den der neuen europäischen Ordnung macht hiervon keine Ausnahme. Mit Blut und Stahl muß sie ge­gen die plutokratisch-bolschewisttsche Dekadenz er­kämpft werden. Erst die gemeinsame Gefahr hat den Völkern unseres Kontinents die Augen geöffnet und den gemeinsamen Weg in die Zukunft gezeigt. Deutschland und Italien sind ihn schon seit Jahren Schulter an Schulter marschiert, nachdem sie durch ihre nationalen und sozialen Revolutionen im In­nern den Feind nieöergerungen haben, der nun draußen am übrigen Europa die Brandfackel erhob und drohte, das Abendland mit seiner vieltausend­jährigen Kultur in ein einziges Meer von Flammen zu verwandeln und im Blutrausch der Unterwelt zu ersticken. Unendlich groß ist der Dank, den die Völ­ker Europas und die übrige gesittete Welt den deut­schen und italienischen Soldaten schuldig.sind, die nicht nur den Feind ab wehren und vernichten, son­dern zugleich einer Zukunft die Bahn brechen, die politisch, wirtschaftlich und kulturell im Zeichen eng. fter Zusammenarbeit des geeinten Kontinents allen seinen Menschen zum Segen gereichen soll.

Während an der Front der Schlachtenlarm tobt, entfaltet sich bereits dieses neue Europa, spüren mir schon seinen lebendigen Pulsschlag als den Aufbruch in ein neues Zeitalter sozialer Gerechtigkeit und kultureller Blüte. Nicht nur materiell soll das Leben lebenswert sein, auch geistig und seelisch soll unser Dasein eine würdige Gestaltung erfahren. Wie an der schicksalentschei-enden Front die deutschen und italienischen Waffen führend sind, so ist auch be­reits die kulturelle Zusammenarbeit der beiden durch ihre wesensverwandten Revolutionen eng befreun­deten Völker beispielhaft. Einen lebendigen Aus­druck findet diese vorbildliche kulturelle Kamerad- schäft gerade in diesen Tagen in Venedig auf der IX. Internationalen Filmkunst schau. Hier sind es der deutsche und der italienische Film, die sich in künstlerischer Vollendung mit ihrer völ­kischen Eigenart zu edlem Vergleich, zum Mei- nungsaustausch und zur gegenseitigen Anregung be­gegnen.

Es muß daran erinnert werden, daß es feit jeher kulturelle Berührungspunkte zwischen Deutschland und Italien gegeben hat. Aus ihrer Vielzahl seien einige erwähnt, so Goethes Erlebnis der italie­nischen Harmonie von Natur und Kunst und von Persönlichkeit und Umwelt, Platens dichterische Vollendung im Süden, die historische, kumstgeschicht- liche und kulturgeschichtliche Arbeit der deutschen Wissenschaft des 19. Jahrhunderts, Wagners, Nietz- sches Jtalienaufenthalt, der Einfluß Hegels, der die philosophischen Systeme Croces und Gentiles aus­löste, die wiederum den Anstoß zur geistigen Selbst- besinnung der italienischen Vorweltkriegsgeneration gaben. So wurden auch italienische Geister von Deutschland befruchtet.

Dies waren nur individuelle Erlebnisse, Begeg­nungen und Impulse. Um wieviel mehr ist jedoch eine Annäherung der Geistesheroen zweier Natio- nen fruchtbar, wenn sie auf der Ebene wesensver­wandter Weltanschauungen und politischer Zusam­menarbeit erfolgen! Die Achse BerlinNom ist die politische Schicksalslinie nicht nur unserer beiden Völker, sondern Europas überhaupt. Sie wirkt sich

Die Rückeroberung Kareliens

Von unserem I. M.-Korrespondenten.

Ein mißglückter Recht­fertigungsversuch.

Berlin, 8. Sept. (DNB. Funkspruch.) Eine Er- flärung des Marine- und Kriegsdepartements glaubt den neutralitätswidrigen Angriff des USA.Kriegs- schiffes auf das deutsche U-Boot hinwegdisputieren zu können. Die Verlautbarung besagt:Trotz der in der Presse erschienenen deutschen Behauptungen, daß dieGreer" in dem Gefecht mit dem U-Boot der Angreifer war, sind die Tatsachen so, wie sie ur­sprünglich vom Marine- und Kriegsdepartement an­gegeben wurden, daß nämlich der erste Angriff bei diesem Zusammentteffen von dem U-Bout ausging. Erft dann und nicht vorher ging dieGreer" zum Gegenangriff über.

Die deutsche amtliche Veröffentlichung hatte hieb- und stichfest Ort, Zeit und genauen Hergang des Zwischenfalles festgenagelt, so daß sich die nordame­rikanische Absicht, einen Kriegsgrund zu provozieren, einwandfrei ergab. Mit dem unentwegten Festhal­ten an der verlogenen Behauptung, das deutsche U-Boot habe zuerst seine Torpedos abgeschossen, will man dem allen Regeln des Völkerrechts hohn- sprechenden Angriff des Zerstörers wenigstens den Anschein eines Rechtes verleihen und das nord- amerikanische Volk hinters Licht führen. Roosevelts Angriffs- und Provokationsabsicht liegt klar zutage. Ein ähnlicher Fall hat sich ja erst im Juli b 3 m den Gewässern um Grönland zugetragen. Der USA - Marineminister Knox machte darüber am 30. Juli vor dem Marineausschuß des Senats die Mittei­lung, daß ein nordamerikanischer Zerstörer a u s bie bloße Vermutung hin, ein deutsches U-Boot könnte in der Nähe sein, Wasserbomben geworfen habe. Indern der Kapitän dies tat, übte er das Recht der Selbsterhaltung aus, denn wenn ein U-Boot dagewesen wäre, hätte der Zerstörer versenkt werden können." Das ist also die Auffassung Roosevelts über die Freiheit der Meere! Kriegsschiffe eines Landes, das sich offiziell immer noch alsneutral" bezeichnet, erhalten die Bersch- tiqunq zum Angriff auf die bloße Vermutung hin, daß sich ein deutsches U-Boot in der Nähe befinde! Herr Roosevelt lügt, wenn er jetzt behaupten will, im FallGreer" habe es sich anders verhalten.

boot wurden schwer beschädigt. Drei Flakbatterien, die von der Insel aus die deutschen Angriffe zu stören versuchten, wurden durch Volltreffer zum Schweigen gebracht.

Im mittleren Kampfabschnitt setzte die Luft­waffe die planmäßige Zerstörung der zur Front führenden Eisenbahnlinien fort. Die Gle.se wurden vielfach unterbrochen und zahlreiche Bahn­höfe zum Einsturz gebracht. 25 Transportzüge und 4 einzelne Lokomotiven wurden zerstört, zwei Pan- zerzügd vernichtet. Ein Munitionszug flog in öle Luft. Mehrere Eisenbahnbrücken wurden schwer be­schädigt. Zur Verladung bereitstehende Formationen erlitten erhebliche Verluste.

Die Angriffe der Luftwaffe im s ü d l i ch e n Front­abschnitt richteten sich gegen Truppenansammlungen und Marschbewegungen im Gebiet zwischen Dnjepr und Asowschem Meer. Eine große Anzahl von Kampfwagen und Transportfahrzeugen wurde vernichtet. In der Nacht zum 7. September bombardierten deutsche Kampfflugzeuge Stadt und Hafen Odessa sowie einen zur Nachschub- Basis ausqebauten Eisenbahnknotenpunkt mit ehr gutem Erfolg. Mehrere Brände zeugten von der Wirkung des Angriffs.

Oer Wehrmachtbericht.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 7. Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Operationen an der Ostfront nehmen weiterhin ihren geplanten Verlauf.

Im Seegebiet um England vernichteten Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht aus ge­sicherten Geleitzügen heraus vier Frachter mit zu­sammen 30 000 BEI. und trafen ein weiteres großes Handelsschiff schwer.

Lin stärkerer Verband deutscher Kampfflugzeuge bombardierte in der Nacht zum 7. September mit guter Wirkung den britischen Flugplatz Abu Suaila am Suez-Kanal. Beim Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf den britischen Flottenstützpunkt Alexandria in der Nacht zum 6. September richteten Bombenvolltreffer schwere Zerstörungen im Osthafen an. Lin Oellager geriet in Brand. Flugzeuge, die zu bewaffneter Seeausklärung ein- qeletzt waren, beschädigten in der gleichen Nacht auf der Reede von Suez ein großes Handelsschiff.

Line geringe Anzahl britischer Flugzeuge flog in der letzten Nacht nach Nordweftdeutsch- land und an der norwegischen Küste ein. Durch Bombenwurf auf Wohnviertel, u. a. im Raum von Beckum, Dortmund hatte Zivilbevölkerung einige Verluste an Toten und Verletzten. Nachtjäger und Flakartillerie schossen zehn, Marineartillerie einen der angreifenden Bomber ab.

Oer Untergang der Sowjet­macht in der Ostsee.

Berlin, 7. Sept. (DNB.) Die deutschen See- treitfräfte fügten der sowjetischen Kriegs- und Handelsmarine in der vergangenen Woche schwere Verluste zu. Es wurden allein 43 mit Truppen und Kriegsgerät beladene Transporter durch Minen­operationen versenkt, ferner 3 Zerstörer, 9 Minen- uchboote, 9 andere Kriegsfahrzeuge und 3 Vor- poftenboote, der schwere KreuzerKirow", 3 Zer- törer, 1 Minensuchboot und 5 weitere Kriegsfahr­zeuge sowie 8 Transporter wurden schwer beschä­digt. Nimmt man dazu die Versenkungen an -sow­jetischen Schiffen durch deutsche Kampf­lugzeuge, die sich auf 22 Handelsschiffe mit 74 000 BRT. belaufen, die Versenkung eines owjetstchen Kreuzers und zweier Zerstörer sowie die schweren Beschädigungen durch Bombentreffer an einem Hilfskreuzer, 4 Zerstörern und 39 Han­delsschiffen, so sieht man, wie die deutsche Kriegs­marine zusammen mit der Luftwaffe die Flucht der Sowjets aus ^Reval und Baltisch-Port in den Fin­nischen Meerbusen verhindert hat. U e b e r 6 0 Schiffe wurden schließlich noch brennend i n d e n deutschen Minensperren des Finnischen Meerbusens gezählt.

Das ganze Gebiet von Salla befreit.

Helsinki, 7. September. (DNB.) Das gesamte Gebiet von Salla inNordfinnlynd,das durch den Moskauer Zwangsfrieden an die Sowjetunion gefallen war, ist nun vollständig befreit und der Feind vernichtet ober über die Grenze getrie­ben. Die Gemeindeverwaltung von Salla hat dem Befehlshaber der siegreichen deutschen Truppen, Ge­neraloberst von Falkenhorst, ein Dankte- legramm in deutscher Sprache geschickt. In der Antwort sprach der Generaloberst die Hoffnung aus, daß der Grenzbevölkerung ein* länger und störungs­freier Frieden vergönnt sein möge.

(91. Jahrgang Nr. 215 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags

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Sees festzuklammern. Als ihr Widerstand sich dann als vergeblich erwies, versuchte die sowjettsche mili­tärische Leitung ihreRückführung über den Ladogasee mit Hilfe zahlreicher kleiner Kriegs­und Handelsschiffe. Dies gelang jedoch nur teil­weise, da die finnische Luftwaffe den ßuftraum über dem Ladoga-See beherrschte und die finnische Artillerie die 'Einschiffungsplätze wirksam unter Feuer nehmen konnte. Die hiervon betroffenen sowjetischen Divisionen verloren fast ihr gesamtes Material und erlitten schwere blutige Verluste. Teile befanden sich noch auf der Insel Kil- p o l a, wo sie von den Finnen belagert wurden. Auch die zu einem Flottenstützpunkt ausgebaute Klosterinsel 23 a I a m o ist noch in sowjetischem Be­sitz, während die beiden Inseln Mantsinsaari und Lunklunsaari im Zusammenhang mit der ersten Teiloffensive erobert wurden.

Aus der zweiten Teiloffensive gegen das nord­westliche Ladoga-Ufer entwickelte sich die dritte Phase des Kampfes. An der Nordostecke des Ladoga-Sees schwenkten finnische Truppen südwest- und südwärts ein, rollten die stark be­festigten sowjetischen Grenzstellungen auf ynd dran­gen in zügigem Vorgehen gegen Den Unterlauf des Vu-oksi vor. Dieser wurde überschritten und durch eine kühne Umfassung von Süden her als nord­westwärts stark befestigte Kräkisalmi am 21. August genommen.

Unter dem Eindruck dieser auf der Karelischen Landenge immer rascher vordringenden finnischen Offensive kam dann endlich auch der letzte der stehen­gebliebenen Teile, der sowjettschen Grenzfront nordwestlich Wiborgs ins Wanken. Fin­nische Truppen drängten scharf nach, überschritten südwestlich von Wiborg die Wiborger Bucht und reichten hier den anderen finnischen Truppen, die die Duoksi überschritten und von Osten her die Wi­borger Bucht erreicht hatten, die Hand. Damit war Wiborg umzingelt. Am 29./30. August fiel die Stadt in die Hände der Truppen des General­leutnants O e s ch , während die übrigen Truppen bereits in Verfolgungskämpfen den Vormarsch auf der Karelischen Enge fortsetzten und das ganze finnische Staatsgebiet in ihre Hand brachten. Die dort im Rückzug auf Leningrad befindlichen sow­jetischen Truppen wurden zerschlagen und e i n g e k e s s e 11. Die Liquidierung dieses Kessels ist zum Teil gelungen, zum T6il noch im Gange.

Gleichzeitig mit den Operationen auf der Kare­lischen Enge kam auch auf dem Osts lüge! der finnischen Offensivfront der Angriff wieder in Fluß. Durch eine geschickte Umfassung eröffnete eine fin­nische Division den westlichvom Seengebiet von Suojärvi vor den stark befestigten sow­jetischen Stellungen liegenden finnisch-deutschen Truppen den weiteren Vormarsch. Das Seengebiet von Suojärvi wurde genommen. Der Angriff über­schritt die alte Staatsgrenze und ist zur Zeit lang­sam und sicher durch die karelische Bärwildmark auf die Murmanbahn und Petrowskoj zu im Fortschreiten.

Berlin, 7. Sept. (DNB.) Im Nordad- Ichnitt der Front konnten deutschen Truppen an verschiedenen Abschnitten Sowjetverbande, die star­ten Widerstand leisteten, zuruckwersen. Die Bolsche­wisten versuchten sich immer wieder in Ortschaften unö an Waldrändern hinter starken Mmenspe^ »estzusetzen. In kühnem Angrifssaeist stießen t.e deutschen Truppen Öen.Sömieteinfciteri na$. unb drängten diese nach Raumuna der Minenfelder weiter zurück. Allein in einem Korpsbereich wurden 1000 Minen unschädlich gemacht Trotz großer

landeschwierigkeiten blieben die deutschen Soldaten t en Bolschewisten auf den Fersen. 2lur grunö ojen verschlammten Wegen Überwanden die deutschen Soldaten in unaufhaltsamem Vorwartsdrana feden Widerstand und fügten den Bolschewisten fernere Mutige Verluste bei. *

3m mittleren Abschnitt der Ostfront stießen deutsche Truppen in überraschendem Vorstoß u b et ein e n Fluß vor und bildeten dort einen Brucken- topf. Trotz erbitterten Gegenangriffs der Bolsche- wisten wurde dieser Brückenkopf gehalten und dar­über hinaus eine weitere Ortschaft inV<5tormg nommen. Bei diesen Kämpfen brachten die deutschen Soldaten mehrere hundert Gefangene einund er­beuteten neben zahlreichen anderen Waffen 52 ^e- schütze sowie eine Anzahl schwerer Granatwerfer.

Am 6.September versuchten die^Bolschewisten von einer Insel, die der Stcült Otschakow an der Dnjepr-Mündung gegenuberliegt, bve Wobn- viertel der Stadt zu beschießen ohne fedoch Schaden zu verursachen. Die deutsche Artillerie nahm sofort die sowjetischen Batterien auf der Insel unter Feuer. Nach wirkungsvollen Treffern waren die Geschütze der Sowjets zumSchweigen gebracht.

Wirkungsvoller Einsatz der Lustwaffe.

Berlin, 7.September. (DNB.) Die im Nord- cb&nitt eingesetzten Teile der Luftwaffe richteten ihre Angriffe gegen Truppenansammlungen und Feldstellungen im Rau ms u dl i ch. sL b o g a f e e s . Die rollenden Angriffe wtt Hunderten von Kampf- und Sturzkampfflugzeugen Wen d n Bolschewisten unübersehbare Berlufte zu. Ern Transportdampfer von 2000 BRT. mürbe tm ©eej gebiet der Insel Oesel mittschiffs getroffen und fank in kurzer Zeit. Drei Dorpostenboote und em Schnell

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger str Oberhessen