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ständigen Bemühungen, sich an der pazifischen und an der atlantischen Seite des Südens militärische Stützpunkte anzueignen (auch auf der gegenwärtigen La-Plata-Konserenz in Montevideo haben die USA. einenBeobachter", obwohl dort ausschließ­lich südamerikanische Angelegenheiten behandelt werden).

Aber die Abwandlung zur Panamerika-Doktrin ist allem Anschein nach nur ein Zwischenstadium auf dem Wege zum dritten, bisher größten An­spruch, den man als Angelsächsische Dok- tri n bezeichnen könnte. Das wichtigste Anzeichen für dieses dritte Stadium der einstigen Monroe- Doktrin ist die Tatsache, daß die USA. in Europa und Ostasien diebritische Sache zu ihrer eigenen gemacht haben nicht etwa, weil Eng­land dieVerteidigungslinie" Amerikas ist, wie man in Washington ständig behauptet, sondern weil die USA. die einzigartige Gelegenheit des Ausver­kaufs und einer immerhin möglichen späteren Auf­lösung des britischen Empire zu Erbschaftszwecken großen Stils, d. h. zur Vorbereitung eines angel­sächsischen Weltreiches benutzen wollen. Innerhalb dieses Weltreiches gedenken die USA. dann die tonangebende Rolle des heutigen Großbritannien im Britischen Empire zu spielen, während England ein Rang als Gefolgsstaat zugedacht ist.

Dieser Gedankengang, erläutert durch diePacht"- Verträge, durch die Abreden über /Mitbenutzung" englischer Flottenstützpunkte wie Singapore, durch das Geheimabkommen über die Uebersührung der britischen Flotte in amerikanische Häfen und neuer­dings durch die amerikanisch-englischen Verhandlun­gen über die Azoren und die Kapverdischen Inseln, also über fremdes Hoheitsgebiet, bedeutet geradezu die Umkehrung der ursprünglichen Monroe- DoNrin insofern, als die Vereinigten Staaten von der Abwehr-These Monroes zur grundsätzlichen Offensive mit dem Ziel der Weltherrschaft und der Weltpolizei übergehen würden dies alles ohne jede rechtliche Handhabe, entgegen der einst wichtigsten Staatsmaxime der USA., und erst recht ohne jedes Instrument eines internationalen Ver­trages, also allein im Wege des reinsten Imperia­lismus. Es gibt einige vorbeugende Tatsachen, die dafür sorgen dürften, daß Herrn Roosevelts Bäume nicht in den Himmel wachsen, beispielsweise den Berliner Dreimächtevertrag, der gegenüber den Be­strebungen der USA. in drei Erdteilen, Europa, Afrika und Ostasien, als Sperre wirkt. B. R.

Abschluß

der La-Plata-Konferenz.

Montevideo, 7. Febr. (DNB.) Die Konferenz der La-Plata-Staaten einschließlich Brasiliens und Boliviens wurde am Donnerstag mit Ansprachen der Delegationsleiter abgeschlossen. Von den 50 der Konferenz ursprünglich vorliegenden Projekten wur­den 27 angenommen. Vor allem die grundlegenden Probleme sind in der Schwebe geblieben. Aus­gangspunkt der Zusammenkunft waren die durch die englische Blockade des europäischen Festlandes und die Tonnageverluste entstandenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten der La-Plata-Länder. Ihnen will man durch Steigerung des Handelsaustausches un­ter sich begegnen. Aber auch in den Abschlußreden kam immer wieder der Wunsch nach Wiederkehr des alten Wirtschaftsverkehrs zum Ausdruck.

Als erster Redner wies der Präsident der Kon­ferenz, der uruguayische Außenminister Guani, aus die erzielten Erfolge der Tagung hin. Der paraguayische Außenminister A r g a n a gab zu, daß zwar manche von den Konferenz-Teilnehmern fiehegte Erwartungen nicht erfüllt worden eien. Spätere regionale Konferenzen müßten die begonnene Arbeit sortsetzen. Die Rede klang in dem Wunsch aus, daß in nicht allzuferner Zu­kunft der ideale Befreier Iberoamerikas erscheinen und bk Einigung de s ganzen Gebietes verwirklichen möge. Der bolivianische Außenmini­ster Gutierres betonte, die Konferenz sei trotz pessimistischer Voraussagen ein Erfolg geworden. Der argentinische Hauptdelegierte Uriburu ver­breitete sich über die Zusammengehörigkeit der La- Plata-Staaten. Er verwies ferner auf die geogra­phische Nachbarschaft und die gemeinsame Geschichte der iberoamerikanischen Länder. Auch der brasilia­nische Hauptdelegierte hob hervor, daß trotz den wenig guten Voraussagen die Konferenz zu einem Erfolg geworden sei. Jedenfalls stelle sie einen Schritt vorwärts dar und sei kein Endpunkt, son­dern erst ein Anfang; spätere Tagungen müßten ihre Arbeit fortsetzen. Die Abreise der meisten Kon­ferenzteilnehmer wird im Laufe des Freitags er­folgen. Die Außenminister von Bolivien und Paraguay begeben sich zu weiteren Verhand­lungen nach Buenos Aires .

Gegen den Oollar- imperialismns der LIGA.

Montevideo, 7. Febr. (DNB.) Die Zeitung El Debate" bemerkt, die USA. hätten feit Kriegs­beginn keinen Schritt getan, um eine Wirtschafts­politik der Zusammenarbeit zu organisieren außer dem berüchtigten Plan einesKontinentalkartells", das für Südamerika vernichtend ausgefallen wäre. Die Bereinigten Staaten wollten nur als Verkäufer gegen Golddevisen auftreten, ohne selbst etwas zu kaufen. Eine blinde Auslieferung an Wallstreet hieße die wirtschaftliche Unabhängigkeit Südameri­kas in Frage stellen. Wenn die USA. eine aufrich­tige panamerikanische Zusammenarbeit beabsichtig­ten,^ müßte man folgende Punkte klären: 1. Kann Nordamerika die Ausfuhrprodukte, die früher Europa bezog, selb st kaufen oder auf anderen Märkten unterbringen? 2. Können die USA. Fertig­waren zu ähnlichen Preisen liefern wie Europa? 3. Sind die USA. bereit, uns in der Kre- di t f r a g e entgegenzukommen? Erst wenn die USA. diese Fragen beantworten, könne Südamerika sich für oder gegen eine wirtschaftliche Hegemonie der Vereinigten Staaten entscheiden.

(SüOomerifanitoe Verbände fordern Neutralität.

Montevideo, 8. Febr. (Europapreß.) Zwan­zig Arbeiter- und Jugendverbände Uruguays, Ar- gentiniens, Brasiliens und Paraguays überreichten dem uruguayischen Außenminister Guani am Frei- tag eine Note, in der sie strikteste Wahrung der Neutralität und die Abwehr aller fremdartigen Ein- flüsie auf die Haltung der La-Plata-Staaten gegen­über dem europäischen Krieg fordern.

Das Erbe des Empire.

Washington, 7. Febr. (DNB.) Der bekannte Kommentator Lippmann ist einer der ersten ameri­kanischen Publizisten, der in derWashington Post" offen zugibt, daß dieBill 1776", die Vorlage zur Unterstützung Englands, zwar die Rettung Eng­lands als erstes, keineswegs aber als letz-

Heftige Kämpfe in der Lyrenmka und in Ostafrika.

Rom, 7. Febr. (DRB.) Der italienische Deht- machtderlcht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:

An der griechischen Front kein Ereignis von besonderer Bedeutung.

In der L y r e n a i k a ist in der südbengasischen Senke zwischen unseren Truppen und feindlichen Formationen eine heftige Schlacht im Gange.

3n Ostafrika dauern die Kämpfe im Abschnitt von fieren an. An der Südfront wurden feindliche Angriffe von unseren tapferen Truppen zurück­

geschlagen. Unsere Fliegerformationen haben Ar­tilleriestellungen, Truppen und firaftwagen bombar­diert und dabei Brände in Munttions- und Brenn­stofflagern hervorgerufen. Der Feind hat Luft­angriffe gegen Asmara und einige wettere Ort­schaften durchgeführt, ohne schwere Schäden an­zurichten. Bei Asmara wurde ein Flugzeug vom Gloster-Typ von unseren sofort eingreifenden Jä­gern abgeschossen. Ein eigenes Flugzeug ist nicht zurückgekehrt.

England kann den Krieg nicht gewinnen.

Amerikanische Kritik am England-Hilfegesetz.

Neuyork, 7. Febr. (DNB.) Dor dem Außen­politischen Senatsausschuß gab Oberst Lind- bergt) ein längeres Gutachten zu dem geplanten England-Hilfgesetz ab. Er erklärte, falls Amerika jemals angegriffen werden sollte, würde die Ver­antwortung bei denen liegen, die USA.« Waffen nach Ueberfee schickten. Es sei eine erwiesene Tatsache, daß die USA.-Luftwaffe in einem jämmerlichen Zustand, die USA.« Armee schlecht ausgerüstet sei und daß die USA.» Flotte einer neuen Aufrüstung dringend bedürfe. Es widerstrebe der USA.-Sicherheit, auf einen Sieg Englands zu bauen, weil der Glaube an einen sol­chen Sieg außerordentlich zweifelhaft sei. Er sei deshalb Gegner des England-Hilfsgesetzes, weil es eine Politik gutheiße, die zum Kriegsmißlingen führe und zu einer üblen Diktatur im eigenen Lande. Er glaube aber nicht, daß die USA.-Hilfe den Engländern die Ueberlegenheit über Deutsch­land geben könnte. Lindbergh nannte Deutschland Europas natürliche Luftmacht". Er glaube auch nicht, daß die amerikanische Luftflotte im Verein mit der britischen von der kleinen Fläche der briti­schen Inseln aus unter gleichen Bedingungen kämp­fen könne wie die deutsche Luftwaffe, welche zahl­lose Stützpunkte auf dem ganzen Festland habe. Die,Vereinigten Staaten würden überdies genötigt sein, den Ozean mit Flugzeugen, Menschen, Brenn­stoff und Kriegsmaterial zu überqueren, während ihre Schiffe dauernd feindlichen Bomben und Tor­pedos ausgesetzt wären.

Unsere Politik, die wir im Augenblick betreiben", erklärte Lindbergh, geht von der Voraussetzung aus, daß England den Krieg gewinnt. Ich persönlich bin

der Ansicht, daß England nicht in der Lage ist, den Krieg zu gewinnen. Wenn es ihn nicht ge­winnt, und wenn unsere Hilfe nicht dazu benützt wird, um einen besseren Frieden für Eng­land zu erhalten, als er andernfalls möglich wäre, dann sind wir für die nutzlose Verlänge­rung des Krieges verantwortlich und insbesondere für das Blutvergießen und die Verwüstungen, die in Europa noch weiter angerichtet werden.

Weiter erklärte Lindbergh, daß zur Zeit des Polen-Einfalles die einzige Möglichkeit für England und Frankreich gewesen sei, die Kriegs­erklärung hinauszuschieben, bis ihre Wehrmacht fer­tig aeroefen wäre. Als England und Frankreich Deutschland den Krieg erklärten, war nicht die g e r i n g ft e Aussicht für diese Länder vor- Händen, Polen zu helfen. Lindbergh sei damals be­reits der Ansicht gewesen, daß der Krieg für Eng­land und Frankreich eine Katastrophe sei. Das ist bei Frankreich bereits der Fall, und ich glaube, daß es für England auch so werden wird."

Auf eine Frage des Senators Thomas betonte Lindbergh, wenn Frankreich erwartet hätte, daß wir in oen Krieg eintreten würden, hätte es nicht auf Hilfe und evtl. Truppen aus den Vereinigten Staaten gerechnet und würde nicht an Deutschland zu einer Zeit, die es für eigene Vorbereitungen be» nötigte, den Krieg erklärt haben. Seiner, Lind- berghs, Ansicht nach hätten auch amerikanische Diplomaten indirekt zum Krieg er­muntert. Ebenfalls habe die Haltung der Ü S A.« Presse die Hoffnung auf die USA.-Hilfe unter­stützt und England ermuntert, den Krieg fortzu­setzen.

Oie Friedenskonferenz von Tokio.

Japan« Vermittlung im Konflikt zwischen Thailand und Indochina.

Tokio, 7. Februar. (Europapreß.) Die Frie - densoerHandlungen zwischen Thai­land und Indochina begannen am Freitag mit einer ersten Fühlungnahme der Führer der beiden Abordnungen in der Wohnung des japa­nischen Außenministers Matsuoka. An dieser ersten Begegnung, an der auch verschiedene japa­nische Sachverständige teilnahmen, wurden die Ta­gesordnung und sonstige Formalitäten festgelegt. Matsuoka erklärte in seiner Begrüßungsan­sprache, die Feindseligkeiten zwischen Thailand und Indochina hätten nur unerwünschte Folgen für ganz Ostasien gehabt. Japan hätte auch deshalb seine Vermittlung angeboten und es sei vorbereitet, die Beilegung des Streites mit Entschlossenheit und Verantwortlichkeit herbeizu- ühren. Der Zusammenschluß Groß-Ost a f i e n s sei nicht nur für Japan, sondern über­haupt eine historische Notwendigkeit die im Fernostraum lebenden Länder konnten nicht nur zum Frieden Ostastens, sondern auch zum Welt­rieden beitragen, wenn sie sich gegenseitig ihren Platz im gemeinsamen Lebensraum sicherstellten.

Die Herstellung der Sicherheit und Stabilität Ost- asiens sei deshalb von lebenswichtiger Bedeutung, er hoffe aufrichtig, daß der Grenzstreit zwischen Thailand und Indochina freundschaftlich beigelegt werde, und hoffe, daß alle Teile sich in gleichem Geiste bemühten, die jetzige Konferenz zur Wieder­herstellung freundschaftlicher Beziehungen durchzu­führen.

*

Die japanische Presse beschäftigt sich ausführlich mit den Friedensverhandlungen. ,^Hochi Shimbun" erklärt, diese Verhandlungen bestätigten die füh­rende Rolle Japans in Ostasien aufs neue.Nichi Nichi Shimbun" meint, die prompte Regelung des Grenzstreites werde nicht nur den Weg für die Schaffung einer Sphäre gemeinsamen Wohlstandes in Asien ebnen, sondern darüber hinaus auch Thai­land und Indochina selbst unmittelbaren Vorteil bringen. Dies werde gleichzeitig eine gute Lehre für H o 11 ä nd i s ch - In d i e n fein, das noch keine Neigung zur Herbeiführung eines ge­meinsamen ostasiatischen Wohlstandes bekunde.

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technischer Dienststellen statt, sondern auch die fabri­katorische Leistungsfähigkeit dieser Industrie wird nach den militärischen Forderungen geregelt. Nur eine solche enge Verbindung von der Wehrmacht zur Rüstungsindustrie im weitesten Sinne, d. h. zu allen für die Gesamtversorgung der Wehrmacht im Betracht kommenden Wirtschaftszweigen, kann im totalen Kriege überhaupt noch die genügende Ver­sorgung der Wehrmacht mit allem erforderlichen:

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Fäden der Kriegführung selbst zusammenlaufen, Hai die mustergültige Zusammenarbeit von Wehrmacht, Wirtschaft und Technik ein Rüstungsinstrument von einzigartiger Vollkommen, heit geschaffen. Alle Waffengattungen, dia für die großen Kampfentscheidungen in diesem Kriege von besonderer Bedeutung waren und sind, Panze

kämpft und gelitten haben, erschienen. In Dertre« tung des Gauleiters legte ber Generalreferent beim Chef der Zivilverwaltung im Elsaß, Major Dr. Ernst, einen Kranz mit den Schleifen des Reiches nieder. Es werden Vorbereitungen getroffen, Karl Roos im deutschen Straßburg eine würdige letzte Ruhestätte zu schaffen.

Oer Wehrmachibericht.

Berlin, 7.Febr. (DRB.) Das Oberkommando

Führung muß schon im Frieden die Rüstung?« fabrikation maßgeblich beeinflussen können, weil nur sie die Bedürfnisse der Wehrmacht im Kriegsfall richtig beurteilen kann. Darum findet heutzutage nicht nur die Entwicklung des Kriegsgerätes durch die Rüstungsindustrie unter Mitwirkung militärisch- ;

samtkrieges gegen die englisch-französisch-polnischen Angrisfspläne in einer st arten Hand, näm-die un lief) in ber bes Führers und Oberbefehlshabers der Wehrmacht, lagen und liegen, bei dem auch alle

Grundlagen der Macht- entfaltung im Kriege.

Bon Major a. D. von Keifer. *

Bismark hat einmal in einer feiner großen Reichstagsreden gesagt:Der Krieg der Zukunst ist der wirtschaftliche Krieg, der Kampf ums Da. sein im großen. Mägen meine Nachfolger ba? immer im Auge behalten und dafür sorgen, baß wenn dieser Kampf kommt, wir gerüstet sind." Die Nichtbeachtung dieser Warnung trug die Schuld daran, daß Deutschland in den Weltkrieg mit un.

genügender wirtschaftlicher Rüstung zog. Heute ist es uns zur Seldverständlichkeit geworden, daß im Kriege die Mobilisierung der gesamten wirtschaftlichen Kräfte des Volkes genau jo wichtig ist wie die der militärischen und daß ihre restlose Zusammenarbeit eine der wesentlichsten Och J1 Grundlagen der Machtentfaltung im Kriege ist. Die ' höchstmögliche Steigerung dieser Machtentsaltung durch die Herbeiführung der vollen Einheitlichkeit der Gesamtkrieaführung wird nur einer starken unb unabhängigen Staatsführung möglich sein. Das hat der heutige Krieg zur Genüge bewiesen.

Der neuzeitliche Materialkrieg erfordert so un­geheure Mengen an Waffen und Munition, an Kraftwagen und Treibstoffen, eine solche Vielge­staltigkeit und technische Hochwertigkeit bes gesam­ten Kriegsmaterials, daß eine einfacheBestellung* ber Wehrmacht bei ber Rüstungsindustrie wie in früheren Zeiten nicht mehr genügt. Wie schon feil jeher bie militärischen Dienststellen für ben ge- samten Ersatz an kämpferischem Personal ver­antwortlich waren, so sind sie es heute ganz selbst- verständlich auch für bie ebenso wichtige Beschaffung unb den Ersatz bes Materials. Die militärische

Material hinsichtlich Masse und Brauchbarkeit ge» währleisten. '

In welchem Maße bie Möglichkeit einer so engen 7 unb vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen: |?LL Wehrmacht und Wirtschaft von der Art ber I Staatsform abhängt, mag ein kurzer Vergleich zwischen ber heutigen Kriegführung auf deutscher J °er und auf feindlicher Seite erläutern. In Deutsch, MMN. land, wo die Vorbereitung unb Führung des Ge. 'Deutsch ............... sWhrun

te s Z i e l hat. Vielmehr sei das Hauptziel, eine Art Auffangstelluna herzustellen, falls England falle. Roosevelt müsse mit England weitestgehende Abmachungen treffen, um die Flotte und bie in ber weiten Welt zerstreuten Teile der englischen Luftflotte sowie die Stützpunkte des eng­lischen Empires übernehmen zu können.

Hochseemanöver derLlGA-pazifikflotte

Tokio, 7. Febr. (DNB.) Aus Honolulu (Hawai) wird gemeldet, daß der Großteil der USA.-Pazisik- Flotte mit 150 Kriegsschiffen am Mittwoch aus Pearl Harbour z u H o ch s e e rn a n Ö v e r n ausgelaufen ist. Admiral Kimmel, ber neu­ernannte Flottenchef, befindet sich an Bord des FlaggschiffesPennsylvania".

England ohne Tonnage für die La-plata-Schiffahrt.

Montevideo, 7. Febr. (Europapreß.) Die amtliche Statistik für den Monat Januar 1941 zeigt deutlich, daß England keine Tonnage mehr für die La-Plata-Schiffahrt besitzt. Nur fünf britische Dampfer mit zusammen 19 000 BRT. liefen im Januar Montevideo an, während es im De­zember 1940 sieben waren. Vor dem Kriege besuch­ten monatlich 25 bis 30 englische Schiffe mit 120 000 bis 140 000 BRT. die Hauptstadt Uruguays. In­zwischen sind gerade viele wertvolle Schiffe der britischen Handelsflotte, vor allem die Kuhl- chisfe, versenkt worden, so daß England nur wch einen Bruchteil seiner einstigen La-Plata-Schiff« al;rt aufrechtzuerhalten vermag.

Quisling verabschiedet die Freiwilligen der Standarte ,7!ordland".

Oslo, 7. Februar. (Europapreß.) Die Nasjonal Sämling veranstaltete zu Ehren der vom Osloer Flughafen nach Deutschland fliegenden norwegischen Freiwilligen der StandarteNordland" eine Ab- chiedsfeier, auf der der Führer ber Nasjonal Säm­ling, Dibkun Quisling, ben Männern für ihre Einsatzbereitschaft bankte und sie mit der Mahnung entließ:Bleibt tapfer, treu unb mutigI" Am Mitt­woch sind die ersten Freiwilligen nach Deutschland geflogen.

Bulgarien.

Sofia, 8. Febr. (Europapreß.) Außenminister Popoff gab in der Sitzung der Mehrheitspartei der Regierung ein Exposö über die Beziehungen Bulgariens zu seinen Nachbarn. Es heißt, daß das Expose von den Abgeordneten mit vollster. Genug­tuung ausgenommen wurde. Ministerpräsident Prof.

F i l o f f ermahnte die Abgeordneten, das bulgarische Volk über die Politik der Regierung aufzuklären. Der Ministerpräsident teilte mit, daß an Stelle des zurückgetretenen Landwirtschaftsministers B a g r i a« n o f f der Leiter der Direktion für Getreideausfuhr, Totfcheff, vorgesehen sei. Das Sobranje wurde auf zehn Tage vertagt, um den Abgeordneten Ge- legenbeit zu geben, die Provinz zu bereisen und die Bevölkerung über die Politik der Regierung auszu- klären.

Oie Kampfziele des Oinaso.

Brüssel, 7. Febr. (Europapreß.) Der Stell­vertreter des neuen Leiters der Dinaso-Bewegung bringt in dem ParteiblattHier Dinaso" einen Artikel, in dem die jetzigen Kampfziele bes Dinaso auseinanbergesetzt werben. Danach ist unter Dinaso, nachbem die Gesamtleitung an den früheren Kom­mandanten der Dinaso-Sturmabteilungen, F r a n 9 o i s, übergegangen ist, in Zukunft nicht mehr Dietsche Nationalsolidaristen", sondernD i e t s ch e Nationalsozialisten" zu verstehen.

Der neue Standpunkt, ben man nach ber inneren Krise in ber Partei und dem Ausscheiden bisher führender Personen gewonnen hätte, besage ein­deutig:Wir sind völkischgermanisch nationalsozialistisch". Infolgedessen fei der Dinaso auch von der schicksalhaften Verbundenheit der germanischen Stämme überzeugt und fordere fortan, die eng ft e Zusammenarbeit mit dem Deutfchen Reich. Weltanschauung unb Lebenshaltung seien für alle germanischen Stämme burch ben von Adolf Hitler geschaffenen National­sozialismus bestimmt worden. Diese Erkenntnis ver- pflichte die Anhänger des Dinaso, nun Natio - nalsozialisten der Tat zu werden.

Diese Anschauung innerhalb des Dinaso, der bis­her den belgischen Unitarismus gegen ben flämi­schen Separatismus vertreten hatte, dürfte vor allem von den jungen Parteimitgliedern begrüßt werden, die in der letzten Zeit zu einem größeren Teil sich bei der flämischen ff hatten einschreiben lassen.

Da« deutsche Elsaß gedachte leine« Blutzeugen Karl Roo«.

Dor einem Jahr wurde Karl Roos, ber aufrechte Vorkämpfer für feine elsässische Heimat, nach einem Scheinprozeß wegen angeblicher Spionage in den Schießständen der Garnison Nanzig von den Fran­zosen standrechtlich erschossen. Auf dem kleinen Friedhof von Champigneulles stand eine Ehren­wache der elsässischen SA., ff und HI. und Wehr- macht an seinem Grabe. Mit den Familienangehö- rigen waren auch seine Freunde, die mit ihm ge­

bet Wehrmacht gibt bekannt:

Ein Unterseeboot versenkte zwei bewaffnete feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 1 2000 BRT. An der englischen Ostküste gelang es einem Schnellboot, einen britischen fiüsten- dampfet zu versenken. Die Luftwaffe führte trotz schlechter Wetterlage bewaffnete Aufklä­rung im Seegebiet um England durch und ver­minte britische Häfen. 3m Mittelmeerraum richteten sich Störangriffe von Kampfflugzeugen gegen mitt' tätifche Anlagen auf der Insel Matta.

Der Feind versuchte in den gestrigen Abend» unb Rachtsinnden mit einzelnen Flugzeugen in das be­setzte Gebiet an der fianalküste einzufliegen. Lediglich in einer Hafenstadt entstanden durch Ab­wurf von Brandbomben kleinere Brände, die von der Zivilbevölkerung schnell gelöscht werden fonnten. Flakartillerie schoß hierbei ein Kampfflugzeug vom Muster Armstrong-Dithley ab. Lin zweites Flug­zeug wurde zur Landung gezwungen, die Besatzung gefangen genommen.

Da« Eichenlaub für Hauptmann Oesau.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr- macht hat wie schon gemeldet Hauptmann Oesau, Gruppenkommandeur in einem Jagd­geschwader, anläßlich feines 40. Luftsieges als neun­tem Offizier der Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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