Melitopol
/alanskaja
ilwhtary Wschujew
tfexhki Wd
Perekop toilsthwkl
Cherson Mtrisla»
hntdrd »5
‘Bakai e
r ./ m; Eupafona i*sttgsHui M Simferopol^
A Dnjeproptfnt Krimri Pog [
/ Nikopol Orio» l Kronau
^mtJWKnHRodap
-.knapa ^■•Npworössijsk
Aluschta
Zreltag, 7. November 1941
191. Jahrgang Nr. 265
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/-Uhr desVormittagS
Anzeigen-Preiie:
Anzeigenteil 7 Rot le mm bei 2*2 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvt. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite
Nachlässe:
Wiederholung Malftaffell Abschlüsse Mengenftaffel B Platzoorichrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr
Erscheint täglich außer Sonntag-:- und feiertags Beilagen:
Gießener Kam Menblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis:
Monatlich.......RM1.80
Zustellgebühr... ,, -.25 auch bei ditchterschemen von einzelnen 9himmem infolge höherer Gewalt rrernivrechanschlun 2251 Drahtanschrift:„Anzeiger" Postscheck 11 Os« Franks j M.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
•Pawlograd
Omans*
Rosuhot
>Saporoshjc ) Schönfeld »Hochs ladt
0 SO 100 150km
out Z -BECKS*, •Stahno
•Jelenowka
JRAwatd ROSTOW
Mariupol
. . JaLr Mawritoivka
Das „Dünkirchen" der Sowjets aus der Krim
der
,Z)ie
6c-
Ritterkreuzträger starben den Heldentod.
Batterien des Heeres bekämpften kriegswichtige Ziele in Leningrad und feindlichen Schiffsverkehr im Finnischen Meerbusen. Zwei Kriegsschiffe und ein Frachter wurden schwer getroffen.
Bei einem Nachtangriff der Luftwaffe auf die Industriestadt Gorki wurden neue schwere Zerstörungen in Rüstungswerken und versorgungsbetrieben angerichtet.
Andere Kampffliegerverbände belegten in. der letzten Nacht Moskau und Leningrad mit Spreng- und Brandbomben.
An der Südwestküste Englands bombardierte die Luftwaffe in der Nacht zum 6. November Werftanlagen des Hafens Falmouth.
Der Feind flog in der vergangenen Nacht mit schwachen Kräften in das deutsche Küstengebiet ein. Der Angriffsversuch blieb ohne Wirkung. Sieben britische Bomber wurden abgeschossen.
In der Zeit vom 29. Oktober bis 4. November verlor die britische Luftwaffe37 Flugzeuge. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien sieben eigene Flugzeuge verloren.
Zu den widerwärtigsten Erscheinungen der nord- amerikanischen Sensationspresse gehört die Neu- yorker Zeitung „PM". Dieses zumeist von Juden geleitete und in jüdischem Besitz befindliche Organ kämpft selbstverständlich dafür, daß die Nordamerikaner ihren Kopf auf den Altar des jüdischen Rachekrieges gegen Deutschland legen. In ewiger Litanei wird dort den Amerikanern versichert, die Sowjets seien der Inbegriff der Kultur und Demokratie, und sie kämpften jetzt für die Freiheitsideale der ganzen Welt gegen die „Nazihorden", die über die blühenden Gefilde des Ostens die Greuel hunnischer Verwüstung gebracht hätten.
Als Europa sich anschickte, seine Kulturmission gegen den Bolschewismus zu vollziehen, hatte der Hauptschriftleiter dieses Organs, namens Ingersoll, nichts Eiligeres zu tun, als nach Moskau zu fliegen, um dort zu verkünden, der blutige Stalin kämpfe für die Weltkultur. Zusammen mit dem nach Samara geflüchteten bolschewistischen Agitationsjuden Losowski, der es jetzt fertig brachte, die deutschen Erfolge auf der Krim mit eherner Stirn zu leugnen, ließ sich Ingersoll weitläufig über die Vorzüge des kulturprächtigen Sowjeffystems aus. Und jetzt?
Berlin,-6. November. (DNB.) Einen Tag, vor ihn die Kunde von der Verleihung des R terkreuzes des Eisernen Kreuzes erreichte, ist der Oberst h o r st von Wolff an der Spitze seines Infanterie-Regimentes im Osten gefallen. Oberst von Wolff, gebürtiger Oberfchlesier, war aus dem Kadettenkorps hervorgegangen. Im Weltkrieg führte er ein Bataillon und fand weiterhin in Generalstabsstellen Verwendung. Der hervorragende Ofsizier erhielt damals nicht nur das E.K. I. und II. Klasse, das Verwundetenabzeichen und andere hohe Kriegsauszeichnungen, sondern auch den Orden Pour le merite. Seinen rücksichtslosen Einsatz im Weltkrieg wiederholte Oberst von Wolff im neuen Befreiungskampf. Im Westfeldzug verdiente er sich in höchster Bewährung die Spange zu den beiden Eisernen Kreuzen, und im Abwehrkampf gegen die Sowjets stellte Oberst von Wolff seine überragenden Führereigenschaften immer wieder unter Beweis.
Am 19. Oktober 1941 erlag der Ritterkreuzträger
Major Edgar Stentzler seiner im Kampfe erlittenen schweren Kopfverletzung. Für seinen Heldenmut und seine vorbildliche Führung bei den Kämpfen um Kreta wurde Major Stentzler mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse und später vom Führer mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
wurde eine wichtige Eisenbahnstrecke durch mehrere Bombentreffer aufgerissen.
Im nördlichen Kampfabschnitt griffen deutsche Kampfflugzeuge am 5. November in mehrfachen Einsätzen den Hafen Nowaja-Lagoda am Ladogasee an und versenkten einen sowjetischen Transporter von 8000 BRT. und 15 Prähme von je 500 BRT. Die im hohen Norden eingesetzten Verbände der deuffchen Luftwaffe unternahmen ausgedehnte Flüge über das Seegebiet und bombardierten mit Sturzkampfflugzeugen Landbrücken und sowjetische Feld- und Bunkersysteme bei Kandalakscha. Bei diesen Angriffen erlitten die Bolschewisten starke Verluste.
In der Nacht zum 6. 11. richteten sich die Angriffe der deutschen Luftwaffe erneut auch gegen Leningrad. In der Nähe eines wichtigen Leningrader Bahnhofes wurden nach erfolgtem Bombenwurf Detonationen und hohe Stichflammen beobachtet, sowie eine Anzahl großer Brände, die rasch an Ausdehnung gewannen. Von diesen erfolgreichen Luftangriffen kehrten alle eingesetzten deutschen Flugzeuge zu ihren Stützpunkten zurück.
In den Luftkämpfen am 5. November schossen Jäger 32 sowjetische Flpgzeuge ab. An diesen Luftkämpfen waren auch italienische Verbände beteiligt, die mehrere Abschüsse erzielten. Durch Flakartillerie wurden drei Sowjetflugzeuge abgeschossen, während 20 Flugzeuge am Boden zerstört wurden. Insgesamt verloren die Sowjets am gestrigen Tage nach bisherigen Meldungen 5 5 Flugzeuge.
Der gegenwärtige Kampf gehört zu den ruhmreichsten Taten der Weltgeschichte. Alle Maßnahmen Englands und der Vereinigten Staaten find anerkennenswert, aber bisher nicht ausreichen d." Mit dieser Feststellung betont die Moskauer „P r a w d a" noch einmal, wie schon vor wenigen Tagen, daß die Sowjetbehörden mit der Hilfeleistung, die ihnen von England und den Vereinigten Staaten versprochen worden ist, nicht zufrieden sind. Im übrigen wird in dem Artikel dazu aufgefordert, daß angesichts der M a t e r i a l ü b e r l e - gen h eit des Feindes alle Kräfte ber, Sowjetunion zusammengefaßt werden müssen. Sowjetrußland werde, so heißt es weiter, den Kampf siegreich bestehen, wenn dies geschehe. „Auf den Gräbern der Nazisoldaten", so schließt der „Prawba"-- Artikel, „wird in Kürze das Unkraut wuchern, weil niemand mehr da ist, der sich um diese Gräber kümmert."
Oer Wehrmachiberichi.
DNB.Aus dem Führerhauptquartier, 6. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:'
Auf der Krim wurde die Verfolgung des geschlagenen Feindes auf der gesamten Front erfolgreich fortgesetzt. 3m 3 a i t a - Gebirge warfen deutsche und rumänische Truppen abgeschnittene Kräfte des Feindes und stießen zwischen 3 a 11 a und Feodosia in breiter Front zur Küste des Schwarzen Meeres vor. Auch im Gebirge oftwärts Sewastopol wurde feindlicher Widerstand gebrochen. Die Luftwaffe unterstützte die Operationen und fügte den Sowjets in den Gewässern der Krim sowie vor der Nordostküste des Schwarzen Meeres neue schwere Schiffsverluste zu. Sie versenkte drei Truppentransporter mit zusammen 13 000 BRT. und beschädigte durch Bombenwurf vier weitere größere Handelsschiffe.
Vor Leningrad wurden Ausbruchsversuche des Gegners abgewiefen. Schwere und schwerste
Zusammenhang mit der Eroberung von Nikolajew und Odessa sowie der Besetzung der Küste des Asow- chen Meeres der deutsche Siegeszug auf der Krim bedeutet. Durch die Siege auf dem Lande wird genau so wie im Norden auch die bolschewistische Kriegsmarine getroffen, die tatenlos zufehen muß, wie ihr eine Basis nach U.
anderen entrissen wird.
Erkenntnis in Moskau.
„Ausschließlich aus den Schultern der Sowjetunion."
Helsinki, 6. November. (Europapreß.) Hauptlast des Kampfes liegt ausschließlich auf den Schultern der Sowjetunion.
Oie Verfolgung auf der Krim.
Deutsche und rumänische Truppen in breiter Front zur Küste des Schwarzen Meeres vorgestoßen. — Neue schwere Schiffsverluste der Sowjets.
Unsere Flieger im Abschnitt Moskau
Erfolge auch im Norden.'
Berlin, 6. Nov. (DNB.) Stärkere Verbände deutscher Kampfflugzeuge griffen im Verlaufe des 5. November zur Unterstützung der heeresopera- tionen südlich von Moskau mit gutem Erfolg an. Schwere Angriffe richteten sich gegen gut getarnte sowjetische Batterie- und Feldstellungen und forderten von den Sowjets starke Verluste. Bei Angriffen auf sowjetische Panzer in einem Bereitstellungsraum wurden mehrere sowjetische Panzer zerstört und über 60 Kraftfahrzeuge in Brand geworfen und vernichtet. Auch im Laufe des 5. November richteten sich starke Angriffe der Luftwaffe gegen die rückwärtigen Verbindungen der Sowjets. Wichtige Nächfchublinien und Transportwege wurden mit Bomben belegt. Sechs Züge und 25 Lokomotiven erhielten Volltreffer und wurden zerstört, 144 vollbeladene Züge und 5 weitere Lokomotiven wurden fo beschädigt, daß die Güter zum großen Teil unbrauchbar wurden. Unter den angegriffenen Eisenbahnzügen befanden sich mehrere Betriebsstoffzüge und ein Panzerzug.
Verbände der deutschen Luftwaffe griffen in der Nacht zum 6. 11. wieder mit großem Erfolg die Industrieanlagen in Gorki an. Kraftwerke und eine Autofabrik wurden erneut von einer größeren Zahl schwerer Bomben getroffen. In den weiträumigen Anlagen des Autowerkes beobachteten die deutschen Flieger 11 große Brän d e. Mehrere heftige Explosionen wurden ebenfalls fest- gestellt. Die angerichteten Zerstörungen sind schwer.
Im Kampfgebiet ostwärts Leningrad
Oie Farce.
„Die Chancen stehen für Deutschland", schrieb kürzlich der amerikanische Militärfachoerstänbige Baldwin in der USA.-Zeitschrift „Life", „und wenn die Deutschen in der Sowjetunion siegen, würde Deutschland klar und vollständig die Grenzen des europäischen Kontinents gesprengt haben, und die britische Blockade würde in diesem Fall zur Farce."
Der amerikanffche Verfasser rechnete England ferner vor, daß es-im Begriff ist, die Schlacht im. Atlantik und im Mittelmeer zu verlieren, und daß es vor dem Verhungern und der Invasion nur gerettet werden könne durch die „Schießhilfe" der USA. Die englische Produktion liege wesentlich unter der deutschen, die Zahl der britischen Kriegsschiffe sei heute weit geringer als im Weltkriege (376 gegen 738), und außerdem hätten damals noch die Seestreitkräfte der Alliierten zur Verfügung gestanden. Deutschland habe hundert Häfen in dem gewaltigen Küstenbogen von Spitzbergen bis zur Biskaya. Großbritannien dagegen könne kaum einen der Häfen an feiner Ostküste südlich von Schottland und keinen Hafen an der Südküste noch wirklich benutzen. England „atme" nur noch durch Glasgow, Liverpool und die Häsen des Bristolkanals, und sogar diese seien von Bomben gezeichnet und weiter verletzlich.
Für uns sind diese amerikanischen Ansichten zwar aufschlußreich, aber keineswegs überraschend; höchstens in der Beziehung, daß hier einmal die Wahrheit gesagt wird. Wir sehen die Lage Englands so wie sie ist. Die Erfolge der deutschen U-Boote lassen erkennen, daß die britische Admiralität keine grundsätzliche Verbesserung des Geleitschutzes erzielen konnte.' Sie hat immer noch kein Gegenmittel gegen die massierten Angriff der U-Boote gefunden. Das ist für die britische Versorgungsschiffahrt verhängnisvoll, die nicht nur das Mutterland versorgen, sondern auch die in Uebersee stehenden Truppen und den sowjetischen Bundesgenossen beliefern soll. Das sind Ansprüche, denen sie auf die Dauer nicht gewachsen ist.
Dazu kommen noch die Verluste und Beschädigungen der britischen Kriegsschiffe, die sich im Geleitschutz ununterbrochen abnutzen. Es wirft ein bezeichnendes Licht auf die Lage in England, wenn das USA.-Marineamt mitteilte, daß sich zur Zeit 31 britische Kriegsschiffe zur Reparatur in nord- amerikanischen Werften befinden. Darunter sind nicht nur die beiden neuen Flugzeugträger „Jllu- strious" und „Formidable", die im Mittelmeer
Sowjetunion ohne Maske
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Für feine Heimkehr nach der gelobten Heimat in Neuyork wählte Ingersoll diesmal die langwierige Eisenbahnfahrt durch Rußland quer durch Sibirien, und, was es dort sah, gibt er in Reiseschilderungen ausgerechnet in seinem „PM." und zugleich in einer Washingtoner Zeitung, dem ,7Washingtoner Evening Star", wieder. Der amerikanische Hauptschriftleiter stellt, sicherlich in Erinnerung an die Lügen, die ihm Losowski vorsetzte, summarisch fest, die moskowiti- schen Heeresberichte enthielten viel Phantasie und verwechselten oft den Wunsch mit der Wahrheit; wobei zur Korrektur eingeschaltet werden muß, daß diese Sowjetberichte ja weit vom Schuß vom geflohenen Stalin und feinen Juden aus den Fingern gesogen werden. Aber was interessanter ist als diese Binsenwahrheit: Sogar der Hauptschriftleiter dieses Neuyorker Hetzblattes bestätigt in feinen Berichten, daß die Sowjets in den zwanzig Jahren ihrer Herrschaft ihr weites Land geradezu unglaublich verwahrlosen ließen. Ingersoll erzählt u. a., Alma Ata, die Hauptstadt von Kasakstan, sei ebenso staubig und die Straßen feien dort ebenso ungepflastert wie in Taschkent, das öffentliche Bäder habe, aus deren rostigen Röhren kein Wasser fließe. »Dix Eifenbahnfahrt"« fo erzählt der anscheinend
Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten am ’ 6.11. erfolgreich die Häfen von Sewastopol und । Kertsch. Drei in den Häfen liegende Transportschiffe von 6000, 5000 und 3000 BRT. wurden versenkt. Vier weitere Schiffe am Kai erlitten schwere Beschädigungen. Kampfflugzeuge griffen bei Se- ; wastopol und auf der Halbinsel von Kerffch sowje- tische Artilleriestellungen und Feldbefestigungen mit gutem Erfolg an. Eine große Anzahl von Fahrzeugen fliehender fowjetffcher Truppen wurde mit Bomben und Bordwaffen bekämpft und vernichtet.
Auf der Krim gewannen die Truppen einer deutschen Infanterie-Division am 5. 11. im Angriff mehrere sowjetische höhen st ellungen. Vor dem Ansturm der deutschen Infanterie räumten die Bolschewisten fluchtartig ihre Stellungen. Die Sowjets ließen ihre Geschütze und zahlreiches weiteres Kriegsmaterial zurück, das von den deutschen Truppen erbeutet wurde.
Von der Krim haben wir in den letzten acht Tagen viel gehört und gelesen, allein unsere Divisionen sorgen dafür, daß „der Stoff nicht ausgeht". Am 6. November teilte der Wehrmachtbericht mit, daß deutsche und rumänische Truppen „zwischen Jalta und Feodosia in breiter Front zum Schwarzen Meer vorstießen". Feodosia und Jalta hegen in einer Entfernung — in der berühmten Luftlinie! — von mehr als 130 Kilometern. Das entspricht der Entfernung von Mannheim nach Stuttgart ober von Bielefeld nach Bremen... in 61 -= senbahn Kilometern. Wir haben hier also bie Luftlinie der Eisenbahn gegenübergestellt. Mit anderen Worten: Das Südufer der Krim ist nicht an einer schmalen Durchbrüchsstelle erreicht, sondern wie der Wehrmachtbericht mit sehr gutem Recht sagt, „in breiter Front"! Außerdem meldet der Wehrmachtbericht, daß auch im Gebirge ostwärts von Sewastopol feindlicher Widerstand gebrochen worden ist. Damit ist der westliche Flügel der deuffchen Truppen auf der Krim in den unmittelbaren Bereich von Sewastopol gekommen, wie er durch die in dem Krim-Krieg (1853/ 56) oft genannten Orte, z. B. Inkerman ober Burl- juk, wenigstens bem Historiker bekannt ist. Dieses Vordringen an das Schwarze Meer über das hohe Iailagebirge ist eine Marschleistung ersten Ranges.
Britische Beklemmungen
um die Sowjetflotte im Schwarzen Meer.
Berlin, 6. Nov. (DNB.) Der Londoner Nachrichtendienst führte aus, daß nach der Ausschaltung Sewastopols bie b o l s ch e w i st i fch e F l o 11 e i m Schw arzen Meer sich auf N o worossiisk unb Batum als ihre letzten Stützpunkte zuruck- ziehen müsse, unb stellt bazu fest: „Keiner oie- fer beiden Häfen i ft ausreichenbaus- g e r ü fte t. Es wird schwierig sein, Noworossijsk zu halten, wenn den Deutschen bie Einnahme von Kertsch gelingt."
Auch ben Briten ist g(ft) klar geworben, was im
Der Angriffsgeist ber beuffchen Wehrmacht hat auch auf ber h a l b i n f e l K r i m, wie schon früher bei Reval und in ben Felbzügen im Westen und Südosten, dahin geführt, daß ber geschlagene Feinb, in biesem Falle bie Sowjets, sich auf alle Art unb Weise bemüht, über bas Meer zu entkörn- men. Weber bie Luftwaffe noch bie nachbrängenben Derbänbe des Heeres lassen den Bolschewisten jedoch die Zeit, sich auf die Transportschiffe zu begeben. Die deutsche Kriegsmarine hat im übrigen schon im September 1941 15 Kriegsschiffe der bolschewistischen Kriegsflotte im Schwarzen Meer versenkt und außerdem sechs Kriegsschiffe beschädigt. Im Oktober hat dann die deutsche Luftwaffe im Zusammenwirken mit den Angriffen der deuffchen Verbände auf die Landenge von Perekop und mit bem Vormarsch über bie Krim-Steppe bafür gesorgt, daß die Bolschewisten nur so wenig Nachschub wie möglich über bas Meer heranbringen konnten. Als nun bie Sowjets geschlagen sich zum Abtransport in ben Hafenorten zufammenbrängten unb hier Truppen-
aus allen Illusionen gerissene Ingersoll, „war be« primierenb infolge der Erschütterungen über bie Armut in den Städten, die man passierte; eine verfallene Stadt nach der anderen mit einem kleinen elenden „Kulturpark" und Statuen von Lenin und Stalin, die sich anlächelten, wohl über ben Riefen- schwinbel, mit bem iyre Leute biebere USA.=3our* nalisten in Moskau einzuwickeln pflegten. Weiter erzählt. Ingersoll, bie Eisenbahnstationen seien von Unkraut überwuchert, von zerfallenen Zäunen umgeben, zahllose Fliegen seien bie einzigen Nutznießer biefer bolschewistischen Pracht. Bei jebem Aufenthalt habe ein roilber Kamps zwischen ben Passagieren um bie kärglichen Lebensrnittel eingesetzt, babei seien bie Lebensmittelpreise phantastisch hoch gewesen, so habe ein sehr frugales Frühstück 4 USA.-Dollar gekostet. Zur Bebienung ber Lokomotive seien fünf Mann nötig. Von Orenburg an habe bie Armut zugenommen, man habe Bettler gesehen unb Verhungernbe, bie anscheinenb jebe Hoffnung aufgegeben hätten. In vielen Stäbten stäuben unfertige Fabriken, bie Häuser in ben Stäbten bes europäischen Bolschewistenreiches seien vernachlässigt unb sehr reparaturbebürftig, obgleich Sowjetschilber stolz verkünbeten, biese Häuser seien erst in ben letzten Jahren errichtet worben. Offenbar, fo schreibt Ingersoll, altern bie sowjetischen Bauten sehr schnell.
Jetzt muß Ingersoll bie hunbehaare verbauen, die ihm bie Sowjets unfreiwillig in feine Jllusions- fuppe hineinhackten. Uns unb vor allem unseren Solbaten sind biese Zustänbe im Sowjetparabies so bekannt, baß wir mitleibig über jeben Lobpreiser bieses Sowjetparabieses lächeln. Aber baß ein amerikanischer Hauptschriftleiter, besten Aufgabe bie Lobhubelei Stalins unb bie seines Sowjetparabieses war, jetzt der Wahrheit bie Ehre geben muß, zeugt boch von einer gewissen Ernüchterung, bie in Neuyorker Jubenkreisen Platz gegriffen hat unb Deutsch- lanbs unb ber übrigen europäischen Mächte Mission gegen ben Bolschewismus als burchaus notroenbig hinstellt.
Halbinsel Krim und Umgebung.
transporter aller Größen für den erhofften Abtransport zusammenfuhren, hatte die deutsche Luftwaffe wieder die Aufgabe, durch Versenkung ber Sowjetschiffe ein Entkommen ber Sowjettruppen zu verhüten. So würben in den letzten Wochen um Die Halbinsel Krim herum fünf Kriegsschiffe der Sowjets unb 34 h anb elsfdjiffe schwer beschädigt. Die beschädigten Handelsschiffe können auf den Werften der Sowjets nicht mehr repariert werben, weil die Werften in Obesf a, Nikolajew, Cherson seit Wochen in beutscher unb rumänischer Hand finb unb bie beiben Häfen an ber Ostküste des Schwarzen Meeres, Noworossijsk unb Saturn, entroeber unter bem deutschen Bombenhagel ober zu weit entfernt liegen. Die Sowjets erleben also jetzt an ben Küsten ber Krim die gleiche Situation wie ihre Scrbünbeten, die Briten, seinerzeit in Dünkirchen.


