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Zreltag, 7. November 1941

191. Jahrgang Nr. 265

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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DasDünkirchen" der Sowjets aus der Krim

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Ritterkreuzträger starben den Heldentod.

Batterien des Heeres bekämpften kriegswichtige Ziele in Leningrad und feindlichen Schiffsver­kehr im Finnischen Meerbusen. Zwei Kriegsschiffe und ein Frachter wurden schwer ge­troffen.

Bei einem Nachtangriff der Luftwaffe auf die Industriestadt Gorki wurden neue schwere Zer­störungen in Rüstungswerken und versorgungsbe­trieben angerichtet.

Andere Kampffliegerverbände belegten in. der letzten Nacht Moskau und Leningrad mit Spreng- und Brandbomben.

An der Südwestküste Englands bombar­dierte die Luftwaffe in der Nacht zum 6. November Werftanlagen des Hafens Falmouth.

Der Feind flog in der vergangenen Nacht mit schwachen Kräften in das deutsche Küstengebiet ein. Der Angriffsversuch blieb ohne Wirkung. Sieben britische Bomber wurden abgeschossen.

In der Zeit vom 29. Oktober bis 4. November verlor die britische Luftwaffe37 Flug­zeuge. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien sieben eigene Flug­zeuge verloren.

Zu den widerwärtigsten Erscheinungen der nord- amerikanischen Sensationspresse gehört die Neu- yorker ZeitungPM". Dieses zumeist von Juden geleitete und in jüdischem Besitz befindliche Organ kämpft selbstverständlich dafür, daß die Nordameri­kaner ihren Kopf auf den Altar des jüdischen Rache­krieges gegen Deutschland legen. In ewiger Litanei wird dort den Amerikanern versichert, die Sowjets seien der Inbegriff der Kultur und Demokratie, und sie kämpften jetzt für die Freiheitsideale der ganzen Welt gegen dieNazihorden", die über die blühen­den Gefilde des Ostens die Greuel hunnischer Ver­wüstung gebracht hätten.

Als Europa sich anschickte, seine Kulturmission gegen den Bolschewismus zu vollziehen, hatte der Hauptschriftleiter dieses Organs, namens Inger­soll, nichts Eiligeres zu tun, als nach Moskau zu fliegen, um dort zu verkünden, der blutige Stalin kämpfe für die Weltkultur. Zusammen mit dem nach Samara geflüchteten bolschewistischen Agitations­juden Losowski, der es jetzt fertig brachte, die deutschen Erfolge auf der Krim mit eherner Stirn zu leugnen, ließ sich Ingersoll weitläufig über die Vorzüge des kulturprächtigen Sowjeffystems aus. Und jetzt?

Berlin,-6. November. (DNB.) Einen Tag, vor ihn die Kunde von der Verleihung des R terkreuzes des Eisernen Kreuzes erreichte, ist der Oberst h o r st von Wolff an der Spitze sei­nes Infanterie-Regimentes im Osten gefallen. Oberst von Wolff, gebürtiger Oberfchlesier, war aus dem Kadettenkorps hervorgegangen. Im Weltkrieg führte er ein Bataillon und fand weiterhin in Ge­neralstabsstellen Verwendung. Der hervorragende Ofsizier erhielt damals nicht nur das E.K. I. und II. Klasse, das Verwundetenabzeichen und andere hohe Kriegsauszeichnungen, sondern auch den Orden Pour le merite. Seinen rücksichtslosen Einsatz im Weltkrieg wiederholte Oberst von Wolff im neuen Befreiungskampf. Im Westfeldzug verdiente er sich in höchster Bewährung die Spange zu den beiden Eisernen Kreuzen, und im Abwehrkampf gegen die Sowjets stellte Oberst von Wolff seine überragenden Führereigenschaften immer wieder unter Beweis.

Am 19. Oktober 1941 erlag der Ritterkreuzträger

Major Edgar Stentzler seiner im Kampfe er­littenen schweren Kopfverletzung. Für seinen Helden­mut und seine vorbildliche Führung bei den Kämp­fen um Kreta wurde Major Stentzler mit dem Ei­sernen Kreuz I. Klasse und später vom Führer mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.

wurde eine wichtige Eisenbahnstrecke durch mehrere Bombentreffer aufgerissen.

Im nördlichen Kampfabschnitt griffen deutsche Kampfflugzeuge am 5. November in mehr­fachen Einsätzen den Hafen Nowaja-Lagoda am Ladogasee an und versenkten einen sowjetischen Transporter von 8000 BRT. und 15 Prähme von je 500 BRT. Die im hohen Norden eingesetzten Verbände der deuffchen Luftwaffe unternahmen aus­gedehnte Flüge über das Seegebiet und bombar­dierten mit Sturzkampfflugzeugen Landbrücken und sowjetische Feld- und Bunkersysteme bei Kanda­lakscha. Bei diesen Angriffen erlitten die Bolsche­wisten starke Verluste.

In der Nacht zum 6. 11. richteten sich die An­griffe der deutschen Luftwaffe erneut auch gegen Leningrad. In der Nähe eines wichtigen Le­ningrader Bahnhofes wurden nach erfolgtem Bom­benwurf Detonationen und hohe Stichflammen be­obachtet, sowie eine Anzahl großer Brände, die rasch an Ausdehnung gewannen. Von diesen erfolg­reichen Luftangriffen kehrten alle eingesetzten deut­schen Flugzeuge zu ihren Stützpunkten zurück.

In den Luftkämpfen am 5. November schossen Jä­ger 32 sowjetische Flpgzeuge ab. An die­sen Luftkämpfen waren auch italienische Verbände beteiligt, die mehrere Abschüsse erzielten. Durch Flakartillerie wurden drei Sowjetflugzeuge abge­schossen, während 20 Flugzeuge am Boden zerstört wurden. Insgesamt verloren die Sowjets am gestri­gen Tage nach bisherigen Meldungen 5 5 Flug­zeuge.

Der gegenwärtige Kampf gehört zu den ruhmreich­sten Taten der Weltgeschichte. Alle Maßnahmen Englands und der Vereinigten Staaten find aner­kennenswert, aber bisher nicht ausrei­chen d." Mit dieser Feststellung betont die Mos­kauerP r a w d a" noch einmal, wie schon vor we­nigen Tagen, daß die Sowjetbehörden mit der Hilfe­leistung, die ihnen von England und den Vereinig­ten Staaten versprochen worden ist, nicht zufrieden sind. Im übrigen wird in dem Artikel dazu aufge­fordert, daß angesichts der M a t e r i a l ü b e r l e - gen h eit des Feindes alle Kräfte ber, Sow­jetunion zusammengefaßt werden müssen. Sowjet­rußland werde, so heißt es weiter, den Kampf sieg­reich bestehen, wenn dies geschehe.Auf den Grä­bern der Nazisoldaten", so schließt derPrawba"-- Artikel,wird in Kürze das Unkraut wuchern, weil niemand mehr da ist, der sich um diese Gräber kümmert."

Oer Wehrmachiberichi.

DNB.Aus dem Führerhauptquartier, 6. November. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:'

Auf der Krim wurde die Verfolgung des geschlagenen Feindes auf der gesamten Front er­folgreich fortgesetzt. 3m 3 a i t a - Ge­birge warfen deutsche und rumänische Truppen abgeschnittene Kräfte des Feindes und stießen zwi­schen 3 a 11 a und Feodosia in breiter Front zur Küste des Schwarzen Meeres vor. Auch im Gebirge oftwärts Sewastopol wurde feindlicher Widerstand gebrochen. Die Luft­waffe unterstützte die Operationen und fügte den Sowjets in den Gewässern der Krim sowie vor der Nordostküste des Schwarzen Meeres neue schwere Schiffsverluste zu. Sie versenkte drei Trup­pentransporter mit zusammen 13 000 BRT. und beschädigte durch Bombenwurf vier weitere größere Handelsschiffe.

Vor Leningrad wurden Ausbruchsversuche des Gegners abgewiefen. Schwere und schwerste

Zusammenhang mit der Eroberung von Nikolajew und Odessa sowie der Besetzung der Küste des Asow- chen Meeres der deutsche Siegeszug auf der Krim bedeutet. Durch die Siege auf dem Lande wird genau so wie im Norden auch die bolsche­wistische Kriegsmarine getroffen, die tatenlos zufehen muß, wie ihr eine Basis nach U.

anderen entrissen wird.

Erkenntnis in Moskau.

Ausschließlich aus den Schultern der Sowjetunion."

Helsinki, 6. November. (Europapreß.) Hauptlast des Kampfes liegt ausschließlich auf den Schultern der Sowjetunion.

Oie Verfolgung auf der Krim.

Deutsche und rumänische Truppen in breiter Front zur Küste des Schwarzen Meeres vorgestoßen. Neue schwere Schiffsverluste der Sowjets.

Unsere Flieger im Abschnitt Moskau

Erfolge auch im Norden.'

Berlin, 6. Nov. (DNB.) Stärkere Verbände deutscher Kampfflugzeuge griffen im Verlaufe des 5. November zur Unterstützung der heeresopera- tionen südlich von Moskau mit gutem Erfolg an. Schwere Angriffe richteten sich gegen gut ge­tarnte sowjetische Batterie- und Feldstellungen und forderten von den Sowjets starke Verluste. Bei An­griffen auf sowjetische Panzer in einem Bereitstel­lungsraum wurden mehrere sowjetische Panzer zer­stört und über 60 Kraftfahrzeuge in Brand ge­worfen und vernichtet. Auch im Laufe des 5. No­vember richteten sich starke Angriffe der Luftwaffe gegen die rückwärtigen Verbindungen der Sowjets. Wichtige Nächfchublinien und Transportwege wur­den mit Bomben belegt. Sechs Züge und 25 Loko­motiven erhielten Volltreffer und wurden zerstört, 144 vollbeladene Züge und 5 weitere Lokomotiven wurden fo beschädigt, daß die Güter zum großen Teil unbrauchbar wurden. Unter den angegriffenen Eisenbahnzügen befanden sich mehrere Betriebs­stoffzüge und ein Panzerzug.

Verbände der deutschen Luftwaffe griffen in der Nacht zum 6. 11. wieder mit großem Erfolg die Industrieanlagen in Gorki an. Kraftwerke und eine Autofabrik wurden erneut von einer größeren Zahl schwerer Bomben getroffen. In den weiträumigen Anlagen des Autowerkes beob­achteten die deutschen Flieger 11 große Brän d e. Mehrere heftige Explosionen wurden ebenfalls fest- gestellt. Die angerichteten Zerstörungen sind schwer.

Im Kampfgebiet ostwärts Leningrad

Oie Farce.

Die Chancen stehen für Deutschland", schrieb kürzlich der amerikanische Militärfachoerstänbige Baldwin in der USA.-ZeitschriftLife",und wenn die Deutschen in der Sowjetunion siegen, würde Deutschland klar und vollständig die Grenzen des europäischen Kontinents gesprengt haben, und die britische Blockade würde in diesem Fall zur Farce."

Der amerikanffche Verfasser rechnete England ferner vor, daß es-im Begriff ist, die Schlacht im. Atlantik und im Mittelmeer zu verlieren, und daß es vor dem Verhungern und der Invasion nur ge­rettet werden könne durch dieSchießhilfe" der USA. Die englische Produktion liege wesentlich un­ter der deutschen, die Zahl der britischen Kriegs­schiffe sei heute weit geringer als im Weltkriege (376 gegen 738), und außerdem hätten damals noch die Seestreitkräfte der Alliierten zur Verfügung gestanden. Deutschland habe hundert Häfen in dem gewaltigen Küstenbogen von Spitzbergen bis zur Biskaya. Großbritannien dagegen könne kaum einen der Häfen an feiner Ostküste südlich von Schottland und keinen Hafen an der Südküste noch wirklich benutzen. Englandatme" nur noch durch Glasgow, Liverpool und die Häsen des Bristolkanals, und so­gar diese seien von Bomben gezeichnet und weiter verletzlich.

Für uns sind diese amerikanischen Ansichten zwar aufschlußreich, aber keineswegs überraschend; höch­stens in der Beziehung, daß hier einmal die Wahr­heit gesagt wird. Wir sehen die Lage Englands so wie sie ist. Die Erfolge der deutschen U-Boote lassen erkennen, daß die britische Admiralität keine grund­sätzliche Verbesserung des Geleitschutzes erzielen konnte.' Sie hat immer noch kein Gegenmittel gegen die massierten Angriff der U-Boote gefunden. Das ist für die britische Versorgungsschiffahrt verhängnis­voll, die nicht nur das Mutterland versorgen, son­dern auch die in Uebersee stehenden Truppen und den sowjetischen Bundesgenossen beliefern soll. Das sind Ansprüche, denen sie auf die Dauer nicht ge­wachsen ist.

Dazu kommen noch die Verluste und Beschädigun­gen der britischen Kriegsschiffe, die sich im Geleit­schutz ununterbrochen abnutzen. Es wirft ein be­zeichnendes Licht auf die Lage in England, wenn das USA.-Marineamt mitteilte, daß sich zur Zeit 31 britische Kriegsschiffe zur Reparatur in nord- amerikanischen Werften befinden. Darunter sind nicht nur die beiden neuen FlugzeugträgerJllu- strious" undFormidable", die im Mittelmeer

Sowjetunion ohne Maske

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Für feine Heimkehr nach der gelobten Heimat in Neuyork wählte Ingersoll diesmal die langwierige Eisenbahnfahrt durch Rußland quer durch Sibirien, und, was es dort sah, gibt er in Reiseschilderungen ausgerechnet in seinemPM." und zugleich in einer Washingtoner Zeitung, dem ,7Washingtoner Evening Star", wieder. Der amerikanische Hauptschriftleiter stellt, sicherlich in Erinnerung an die Lügen, die ihm Losowski vorsetzte, summarisch fest, die moskowiti- schen Heeresberichte enthielten viel Phantasie und verwechselten oft den Wunsch mit der Wahrheit; wobei zur Korrektur eingeschaltet werden muß, daß diese Sowjetberichte ja weit vom Schuß vom geflohenen Stalin und feinen Juden aus den Fin­gern gesogen werden. Aber was interessanter ist als diese Binsenwahrheit: Sogar der Hauptschriftleiter dieses Neuyorker Hetzblattes bestätigt in feinen Be­richten, daß die Sowjets in den zwanzig Jahren ihrer Herrschaft ihr weites Land geradezu unglaub­lich verwahrlosen ließen. Ingersoll erzählt u. a., Alma Ata, die Hauptstadt von Kasakstan, sei ebenso staubig und die Straßen feien dort ebenso ungepflastert wie in Taschkent, das öffentliche Bäder habe, aus deren rostigen Röhren kein Wasser fließe. »Dix Eifenbahnfahrt"« fo erzählt der anscheinend

Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten am 6.11. erfolgreich die Häfen von Sewastopol und Kertsch. Drei in den Häfen liegende Transport­schiffe von 6000, 5000 und 3000 BRT. wurden ver­senkt. Vier weitere Schiffe am Kai erlitten schwere Beschädigungen. Kampfflugzeuge griffen bei Se- ; wastopol und auf der Halbinsel von Kerffch sowje- tische Artilleriestellungen und Feldbefestigungen mit gutem Erfolg an. Eine große Anzahl von Fahrzeu­gen fliehender fowjetffcher Truppen wurde mit Bom­ben und Bordwaffen bekämpft und vernichtet.

Auf der Krim gewannen die Truppen einer deut­schen Infanterie-Division am 5. 11. im Angriff mehrere sowjetische höhen st ellungen. Vor dem Ansturm der deutschen Infanterie räumten die Bolschewisten fluchtartig ihre Stellungen. Die Sowjets ließen ihre Geschütze und zahlreiches wei­teres Kriegsmaterial zurück, das von den deutschen Truppen erbeutet wurde.

Von der Krim haben wir in den letzten acht Ta­gen viel gehört und gelesen, allein unsere Divisionen sorgen dafür, daßder Stoff nicht ausgeht". Am 6. November teilte der Wehrmachtbericht mit, daß deutsche und rumänische Truppenzwischen Jalta und Feodosia in breiter Front zum Schwarzen Meer vorstießen". Feodosia und Jalta hegen in einer Entfernung in der berühmten Luft­linie! von mehr als 130 Kilometern. Das ent­spricht der Entfernung von Mannheim nach Stutt­gart ober von Bielefeld nach Bremen... in 61 -= senbahn Kilometern. Wir haben hier also bie Luftlinie der Eisenbahn gegenübergestellt. Mit an­deren Worten: Das Südufer der Krim ist nicht an einer schmalen Durchbrüchsstelle erreicht, sondern wie der Wehrmachtbericht mit sehr gutem Recht sagt, in breiter Front"! Außerdem meldet der Wehr­machtbericht, daß auch im Gebirge ostwärts von Sewastopol feindlicher Widerstand gebro­chen worden ist. Damit ist der westliche Flügel der deuffchen Truppen auf der Krim in den unmit­telbaren Bereich von Sewastopol ge­kommen, wie er durch die in dem Krim-Krieg (1853/ 56) oft genannten Orte, z. B. Inkerman ober Burl- juk, wenigstens bem Historiker bekannt ist. Dieses Vordringen an das Schwarze Meer über das hohe Iailagebirge ist eine Marschleistung ersten Ranges.

Britische Beklemmungen

um die Sowjetflotte im Schwarzen Meer.

Berlin, 6. Nov. (DNB.) Der Londoner Nach­richtendienst führte aus, daß nach der Ausschaltung Sewastopols bie b o l s ch e w i st i fch e F l o 11 e i m Schw arzen Meer sich auf N o worossiisk unb Batum als ihre letzten Stützpunkte zuruck- ziehen müsse, unb stellt bazu fest:Keiner oie- fer beiden Häfen i ft ausreichenbaus- g e r ü fte t. Es wird schwierig sein, Noworossijsk zu halten, wenn den Deutschen bie Einnahme von Kertsch gelingt."

Auch ben Briten ist g(ft) klar geworben, was im

Der Angriffsgeist ber beuffchen Wehrmacht hat auch auf ber h a l b i n f e l K r i m, wie schon früher bei Reval und in ben Felbzügen im Westen und Südosten, dahin geführt, daß ber geschlagene Feinb, in biesem Falle bie Sowjets, sich auf alle Art unb Weise bemüht, über bas Meer zu entkörn- men. Weber bie Luftwaffe noch bie nachbrängenben Derbänbe des Heeres lassen den Bolschewisten jedoch die Zeit, sich auf die Transportschiffe zu begeben. Die deutsche Kriegsmarine hat im übrigen schon im September 1941 15 Kriegsschiffe der bolschewisti­schen Kriegsflotte im Schwarzen Meer versenkt und außerdem sechs Kriegsschiffe beschädigt. Im Oktober hat dann die deutsche Luftwaffe im Zusammen­wirken mit den Angriffen der deuffchen Verbände auf die Landenge von Perekop und mit bem Vor­marsch über bie Krim-Steppe bafür gesorgt, daß die Bolschewisten nur so wenig Nachschub wie möglich über bas Meer heranbringen konnten. Als nun bie Sowjets geschlagen sich zum Abtransport in ben Hafenorten zufammenbrängten unb hier Truppen-

aus allen Illusionen gerissene Ingersoll,war be« primierenb infolge der Erschütterungen über bie Armut in den Städten, die man passierte; eine ver­fallene Stadt nach der anderen mit einem kleinen elendenKulturpark" und Statuen von Lenin und Stalin, die sich anlächelten, wohl über ben Riefen- schwinbel, mit bem iyre Leute biebere USA.=3our* nalisten in Moskau einzuwickeln pflegten. Weiter erzählt. Ingersoll, bie Eisenbahnstationen seien von Unkraut überwuchert, von zerfallenen Zäunen um­geben, zahllose Fliegen seien bie einzigen Nutz­nießer biefer bolschewistischen Pracht. Bei jebem Aufenthalt habe ein roilber Kamps zwischen ben Passagieren um bie kärglichen Lebensrnittel einge­setzt, babei seien bie Lebensmittelpreise phantastisch hoch gewesen, so habe ein sehr frugales Frühstück 4 USA.-Dollar gekostet. Zur Bebienung ber Loko­motive seien fünf Mann nötig. Von Orenburg an habe bie Armut zugenommen, man habe Bettler gesehen unb Verhungernbe, bie anscheinenb jebe Hoffnung aufgegeben hätten. In vielen Stäbten stäuben unfertige Fabriken, bie Häuser in ben Stäbten bes europäischen Bolschewistenreiches seien vernachlässigt unb sehr reparaturbebürftig, obgleich Sowjetschilber stolz verkünbeten, biese Häuser seien erst in ben letzten Jahren errichtet worben. Offen­bar, fo schreibt Ingersoll, altern bie sowjetischen Bauten sehr schnell.

Jetzt muß Ingersoll bie hunbehaare verbauen, die ihm bie Sowjets unfreiwillig in feine Jllusions- fuppe hineinhackten. Uns unb vor allem unseren Solbaten sind biese Zustänbe im Sowjetparabies so bekannt, baß wir mitleibig über jeben Lobpreiser bieses Sowjetparabieses lächeln. Aber baß ein ame­rikanischer Hauptschriftleiter, besten Aufgabe bie Lobhubelei Stalins unb bie seines Sowjetparabieses war, jetzt der Wahrheit bie Ehre geben muß, zeugt boch von einer gewissen Ernüchterung, bie in Neu­yorker Jubenkreisen Platz gegriffen hat unb Deutsch- lanbs unb ber übrigen europäischen Mächte Mission gegen ben Bolschewismus als burchaus notroenbig hinstellt.

Halbinsel Krim und Umgebung.

transporter aller Größen für den erhofften Ab­transport zusammenfuhren, hatte die deutsche Luft­waffe wieder die Aufgabe, durch Versenkung ber Sowjetschiffe ein Entkommen ber Sowjettruppen zu verhüten. So würben in den letzten Wochen um Die Halbinsel Krim herum fünf Kriegsschiffe der Sowjets unb 34 h anb elsfdjiffe schwer beschädigt. Die beschädigten Handels­schiffe können auf den Werften der Sowjets nicht mehr repariert werben, weil die Werften in Obesf a, Nikolajew, Cherson seit Wochen in beutscher unb rumänischer Hand finb unb bie beiben Häfen an ber Ostküste des Schwarzen Mee­res, Noworossijsk unb Saturn, entroeber unter bem deutschen Bombenhagel ober zu weit entfernt liegen. Die Sowjets erleben also jetzt an ben Küsten ber Krim die gleiche Situation wie ihre Scrbünbeten, die Briten, seinerzeit in Dünkirchen.