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)er Front würben den Sowjets durch Bomben und Tiefangriffe schwere Verluste an Menschen und Naterial beigebracht. Bei fortgesetzten Angriffen ittf die Derbindungsstraßen und das Verkehrsnetz ffl rückwärtigen Gebiet der Bolschewisten wurden acht nur Wege und Bahnlinien unterbrochen, son- ern 78 Transport, und Materialzüge nb rauchbar gemacht. Allein 55 Züge war­en völlig zerstört. An vier wichtigen Bahn. Öfen wurden so schwere Bombentreffer erzielt, daß chebliche Stockungen und Behinderungen im Der- chrssystem der Sowjets eintraten. Von den Er- ilgen bei der Bekämpfung von Erdzielen zeugt die iernichtung von 3 4 Sowjetgeschützen, 0 Panzerkampfwagen und 650 Fahrzeu- ien aller Art an einem Tage. Außerdem wurden runter, Feldstellungen und Truppenansammlungen rollendem Einsatz unter Beschuß genommen.

Die Zerstörung des Bahnhofs in harkow, die die deutsche Luftwaffe meldet, ist ir die Bolschewisten ein schwerer Schlag. Charkow t ein Eisenbahnknotenpunkt, in dem acht Li. ien zusammentreffen, darunter solche von gro. er Wichtigkeit. Von den drei Bahnen, die Moskau >it dem Süden verbinden, läuft eine über Charkow, ine weitere führt von hier über Brjansk nach cningrab. Nach Süden hin ist Charkow sowohl I fit dem Donezbecken als auch mit dem bereits er. i werten Erzgebiet von Kriwoi Rog durch doppel- M eisige Linien verbunden. Sowohl unter militär- chnischen, wie auch unter wehrwirtschaftlichen Ge. btspunkten muß der Ausfall dieses Bahnhofs als n empfindlicher Verlust für die bolschewistische sührung angesehen werden.

Kronstadt im fteuer schwerer deutscher Art llerie.

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wunde- i diesen it einer n. M Q fertig, ) beutet lagenen ht der rlanb

Der Führer danki den G<udenien

Berlin, 6. Oft. (DNB.) Seit Tagen liegt der wjetische Kriegshafen Kronstadt im Feuer er schweren deutschen Artillerie, ren Granaten in fast ununterbrochener Folge e Anlagen dieses sowjetischen Kriegshafens zer- lagen. Kronstadt ist wegen seiner außerordentlich astigen militärischen Lage der wichtigste Stütz- inft der sowjetischen Ostseestotte. Hier befinden h außerdem die Verwaltungsgebäude der sow- 'ilchen Admiralität. Wie der Bericht des Ober» mmandos der Wehrmacht am 6. ,10. meldet, ver- rhten die Sowjets von Kronstadt aus mit ihrer 7lillerie in den Landkawpf vor Leningrad einzu- ei'en. Dieser Versuch wurde vereitelt.

»Hungen al geh! hinweg, r. Wei. a unten über, rnz auf. m eben ! haben Ausbau ie Gen itommtn gar ein ht rech! en Sol>

Berlin, 6. Oktober. (DNB.) Der R e i ch s st u . k n t e n f ü h r e r hat an den Führer folgende te- graphische Meldung erstattet:Der Studenten, mb hat das Deutsche Studententum in diesen ent- Ieidenden Monaten für einen Teil der Hochschul' ien in einen Großeinsatz der Rüstungs- b u ft r i e geführt, und ich darf Ihnen melden, ß 26 000 Studentinnen und Studenten für zehn ochen an Arbeitsplätzen in Werken und Verkehrs, ternehmungen ihre selbstverständliche Pflicht ge- i hoben. Sie halben den Kameraden an der Front notwendigen Waffen schmieden und haben es rüber hinaus ermöglicht,'daß Tausende von Ar- terinnen einen für die Erhaltung ihrer Arbeits- Ißft notwendigen Urlaub nehmen konnten.

Mer« an, unb aschmeii, b in bk

Der Führer hat hierauf mit nachstehendem ilegramm geantwortet:Ich danke Ihnen für ire Melduna und habe mit Genugtuung von dem kräftigen Arbeitseinsatz der deutschen Studenten- pft Kenntnis genommen. Ich bitte Sie, allen

ht ber gen in eben

rtschen Studenten und Studentinnen, die sich wäh- ib ihrer Ferienzeit im Gerste nationalsozialistischer :lksgemeinschaft helfend in der Kriegswirtschaft

nel. «tätigt und damit zugleich erholungsbedürftigen beiM tbeiterinnen die Gelegenheit zum Urlaub gefchaf-

Fortsetzung

(Nachdruck verboten.)

hinein- sere B/ qdo, nif! ba unten . morgen

r icnwW der M istete 'sentlichen en Teilen

Labour-Kabinett in Australien.

^Schanghai, 6. Oft. (Europapreß.) Wie aus slinberra gemeldet wird, ist ein neues In ft r a 11 f d) e 5 Kabinett, und zwar ein ki bour-Ka binett, gebildet worden. An sei- Hr Spitze steht als Premier- und Derteidigungs- unifter John Curtin, Führer der australischen pck>our-Partei. Außenminister wurde E v a 11.

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Der Doktor sah Hellwang über den Brillenrand ikaveg fast erschrocken an:Erwarten Sie etwa <ite Fortsetzung oder gar eine Wiederholung Ihrer Ehe mit einer neuen Frau? Mein lieber eirund, das wäre allerdings ein verhängnisvoller irisch. Das wäre ein Treubruch gegen den Tod ln> eine Sünde gegen das Leben. Beide würden M an Ihnen furchtbar rächen. Denn jeder Mensch '!»ine einmalige Ausgabe. Und jede neue Gemein. M ist ein Zusammenspiel neuer Kräfte. Und die ^gangenheit läßt sich nicht wiederholen! Um ^tes willen, Hellwang, vergessen Sie das nie!

- -oben und neue

i haben, meinen Dank zu übermitteln.

gez. Adolf Hitler.

;;e neue Ehe bringt neue sichten, vielleicht auch ein neues Glück, gewiß aber [e-e Leiden. Ach, mein Lieber, wo gäbe es das, das Leben uns einen neuen Kredit einräumt, e gleichzeitig auch feine Forderungen zu erheben?

"ch Sie werden Opfer bringen und manches auf. I^en müssen, woran Sie hingen, Sie werden sich [e einstellen müssen, und es wird Ihnen nicht er* !)c-t bleiben, in eine neue Haut zu schlüpfen und p alte zu verbrennen. Den Altar, den Sie der [®<n in Ihrem Herzen errichtet haben, brauchen p gewiß nicht zu zerstören. Aber wenn Sie nicht ?[?it sind, die Vergangenheit ohne Trauer als ab» stfhlossen, unwiderbringlich und unwiederholbar zu achten, wenn Sie nicht bereit sind, der Zukunft laubig und ermartunasfreubig und mit ungeteiltem p^an zu begegnen, dann ersparen Sie sich lieber p Enttäuschungen. Denn in diesem Falle haben f11 nichts anderes als Enttäuschungen zu erwarten. P'er Doktor schien noch nicht fertig zu sein, aber f wurde unterbrochen. Der bestellte Krankenwagen r. fein Ankunftssignal, und dieSantöter", wie -h'ia diese wackeren Männer nannte, hoben be« hs die Tragbahre aus dem Innern und zwängten ß mit ihr durchs Gartentor. Hellwang eilte ins kl'verzimmer, um Trix von der Ankunft des ^gens zu benachrichtigen. Britta machte ängstliche |ulßn, als bereue sie nun doch ihren Mut, aber U Abschied fiel ihr etwas leichter, als sie hörte, I ' Trix sie begleiten würde. Inzwischen betraten

Mßübergang unb Sturm auf einen Wer.

Eindrücke von einer preffeführung der Wehrmacht.

(Eigener Bericht des Gießener Anzeigers.)

Aus der Stadt Gießens Der bunte Wald.

Die letzten Blumen leuchten zum Abschied noch einmal auf. Still und leicht geneigt stehen sie ba; sie fühlen das Ende. Die Schwalben sammelten sich auf den Telegraphendrähten, sie haben Abschied genommen und sind nach wärmeren Ländern ge. flogen. An den Hecken winken die roten Hagebutten aus dem dunklen Laub, tief zur Erde geneigt locken die schwarzen Brombeeren an den langen Ranken.

Auch der Wald steht still, wie in Andacht. Bei Tage trinkt er den Sonnenschein, aber nachts lasten Nebel schwer auf ihm. Er wird nun auch bald zur Ruhe gehen. Schon leuchten hier und da rote und gelbe Blätter im Grün des Laubes. Der Wald feiert fein goldenes Hochzeitsfest.

Es ist keine stürmische Feier, wie die in den ersten Frühlingstagen, wenn laue Winde wehen. Die goldene Hochzeit kommt still und weich. Jubel und helle Zukunftsfreude fehlen. Die Sänger des Waldes sind fast alle verstummt, nur dann und wann hört

verdunkelungszeit

7. Oktober von 18.45 bis 7.31 Uhr.

man ein sanftes Zirpen. Dafür brüllen in den Nächten die Hirsche ihren Liebesruf in die Fin­sternis ...

Aber zur Herbstfeier legt der Wald sein schönstes Kleid an. Auch der Schleier fehlt nicht. UcberaU hängen die Sommerfäden, dasMariengarn". Ein­zelne Schmetterlinge gaukeln noch um die letzten Blumen, aber Stille herrscht im Wald. Leise und wie seufzend fallen einzelne Blätter zur Erde, rieseln Nadeln von den Lärchen. Sie haben ihre Arbeit getan, sie wollen nun ruhen. Ein Ton von Scheiden und Meiden geht durch den golbnen Wald.

Da leuchten alle Farben in wundervollem Zu» sammenklang auf. Von dem Boden her, der schon mit buntem Laub bedeckt ist, wächst die Pracht. Da stehen die Büsche, umrankt von den dunklen Brom­beerruten, in buntem Herbstgewand. Dahinter er- heben sich die stolzen Buchen. Ihre Blätter glänzen in allen Farbentönen. Die schlanken Birken haben ein goldgelbes Kleid angezogen. Die Eichen sind noch grün, sie lassen nur mürrisch und langsam ihr Laub fallen. Es müssen starke Stürme kommen, um sie kahl zu zausen. Ganz im Hintergrund stehen stumm und aufrecht die dunklen Fichten. Durch ihre grünen Nadeln hebt sich erst die frohe Farbenpracht.

Dann und wann hören wir den Schrei eines Eichelhähers. Ab und zu knackt es im Laub. Die reifen Eicheln fallen zur Erde. Das Eichhörnchen kann nun Vorräte sammeln. Auch Haselnüsse wird es in Mengen finden ...h.

Dornotizen.

Tageskalender für Dienstag.

Stadttheater: 19 UhrVeit Stoß". Gloria- Palast, Sellersweg:Annelie". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Heimat". 2fuf dem Oswalds- garten: Herbstmarkt (Schaumesse).

Für unsere Verwundeten.

Die Presse des Gaues Hessen-Nassau war zu einer von der Wehrmacht veranstalteten Führung eingeladen. Es wurden dabei ge­zeigt der gefechtsmäßige Uebergang über einen Fluß mit Sturmbooten und Floßfäcken, und ein Stoßtruppunternehmen auf Bunker. Bevor sich die Wagenkolonne durch die Stadt zum Fluß hinunter in Bewegung fetzt, findet im Offi­ziersheim eine kurze Besprechung statt. Der Presse» offizier und der die Hebungen leitende Bataillons­kommandeur richten knappe, einführende Anspra­chen an die als Zuschauer teilnehmenden Wort- und Bildberichter. Aus diesen Ansprachen verdienen $roci Grundgedanken ausdrückliche Hervorhebung. Zunächst soll über den unvergleichlichen Leistungen der Front die Leistung des Ersatzheeres in der Hei­mat nicht vergessen werden: dessen aufs Höchste vervollkommneter Ausbildungsstand ist eine der wesentlichsten Voraussetzungen für bas, was die Front in zwei Kriegsjahren vollbracht hat und von Tag zu Tag aufs neue erkämpft. Zum anderen wird an diesem Vormittag die Aufmerksamkeit im Besonderen auf die Pionierwaffe gelenkt. Es ist festzustellen, daß die Pioniere im gegenwärtigen Kriege nicht in erster Linie eine technische Truppe sind, sondern eine Kampftruppe: Pioniere bahnen der Infanterie den Weg, sie sind Vorkämpfer und Mitkämpfer der Schwesterwaffe. Diese beiden Leitgedanken werden durch die folgenden Gefechts­übungen mit überzeugender Anschaulichkeit be­kräftigt.

Als wir am Schauplatz der ersten Uebung ein­treffen, herrscht noch dicker Frühnebel. Arn jen- feitiaen Weserufer ist nicht viel zu erkennen; am diesseitigen liegen die zum Angriff bereitgestellten Kräfte in ihren Ausgangsstellungen. Die Lage ist folgendermaßen: der Feind, im Diemeltal geschla­gen, ist im Rückzug von Westen nach Osten über die Weser gegangen; seine Nachhuten verteidigen bas Ostufer bes Flusses. Das I. Batl. hat am Abend des 1.10. die Weser bei H. erreicht, greift am nächsten Morgen 9.20 Uhr den Feind an unb wirst ihn aus seinen Stellungen. Erstes Angriffsziel: V. Unterstellt: ein Zug Panzerpioniere mit leichten Ueberfetzrnitteln, nämlich je vier Sturmbooten, gro­ßen unb kleinen Floßfäcken. Eine Gruppe Artillerie in Gegend K.-G. zerschlägt feindlichen Widerstand und blendet den Gegner durch Nebel. Schwere Infanteriewaffen s. MG., Jnf.-Geschütze unb Granatwerfer überwachen den Uebergang unb halten erkannte ober überraschenb auftretenbe feinb- liehe Wiberstanbsnester nieber.

Während eine Leuchtkugel bas Signal zum An­

griff gibt, oergeaenroärtigt sich der Zuschauer noch einmal die im Lagebefehl mit militärischer Kürze umrissene taktische Situation und erwägt Schwierig­keiten und Risiko des Unternehmens aus persön­licher Erfahrung ober auch wohl in Erinnerung an Silber aus bem FilmSieg im Westen" unb man­cher Wochenschau. (Der Oberrhein unb der Dnjepr waren zwei besonders einprägsame Beispiele.) Da setzt schon der kurze, heftige Feuerschlag der Ar­tillerie ein. Starke Detonationen gehen am jen­seitigen Ufer hoch, ihre Wolken mischen sich mit bem künstlichen und dem noch immer über dem Flußtal ziehenden Oflobernebel. Jetzt ist es soweit. An vier Stellen spritzen die Stoßtrupps aus der Deckung, schleifen Sturmboote unb Floßsäcke ins Wasser, springen an Borb, unb schon braust bie erste An­griffswelle hinüber. Die in ben Floßfäcken padbeln aus allen Kräften; bie Sturmboote, klein, leicht unb roenbig, preschen schäumenb auf die befohlenen Lanbestellen los. Die Mannschaft liegt gebückt im Boot, am Bug feuert bas l. MG., nur ber Pionier am Steuer bes Außenborbrnotors steht aufrecht unb unerschütterlich, wehrlos ber feinblichen Gegen­wirkung ausgesetzt. Von den Bootsführern bas wirb schon an dieser Uebung deutlich fordert der Ernstfall ein ungewöhnlich hohes Maß von Schneid, Geistesgegenwart, Geschicklichkeit unb Verantwor­tungsgefühl. Während bie ersten Stoßtrupps drüben an Land springen unb blitzschnell in Deckung gehen, rasen die Sturmboote leer zurück, um die nächsten Wellen zu holen. Das markierte Feuer ber MG s, Handgranaten und Geschütze ergibt mit dem Blick auf den von hin» und herjagenden Booten aufge­wühlten Fluß ein plastisches Gefechtsbild: der Zu­schauer erhält einen lebendigen Eindruck von mili­tärischen Unternehmungen, wie sie in diesem Kriege immer wieder an den verschiedenen Fronten eine wichtige, vielfach entscheidende Rolle gespielt haben. Man sieht hier, wie bie im Felbe gewonnenen Er­fahrungen unmittelbar für bie Ausbildung des Er» jatzheeres nutzbar gemacht werben, was über kurz ober lang, in sinnvollem Kreisläufe, wieder der kämpfenden Truppe zugute kommen wird. Was an dieser ersten Uebung vor allem besticht, ist das von der Führung planvoll durchdachte Zusammenwirken verschiedenartiger Kampfmittel zu durchstoßender Angriffswucht, daneben die persönliche Initiative des einzelnen Mannes, von dessen sorgfältig ge­schulter Gefechtsmoral und soldatisch-technisch voll­kommener Ausbildung das Gelingen eines solchen Unternehmens in hohem Maße abhängt.

Wenig später, auf dem llebungsgelänbe, ein ande­res Bild. Es handelt sich um ein militärisches

Das interessiert die Hausfrau:

Warnung vor übermäßiger Eindeckung mit Speisekartoffeln.

In ber verflossenen Woche erfreute eine Singschar bes BDM. unter Leitung ber Untergauführerin Inge Hack hiesige Lazarette mit ihrem Besuch. Unter­mischt von Versen wurden Lieber unb Kanons ge­sungen, wobei die Verwundeten mit einstimmten. Dann wurde ein LaienspielDie natürliche Nachti­gall" in den passenden Kostümen durch eine BDM.- Gruppe aufgeführt. Die Veranstaltung machte den Verwundeten sichtlich Freude und fand starken Bei­fall. Durch Vermittlung der Kreisfrauenschasts- leiterin, Pgn. Wrede, überbrachte dieser Tage die Ortsfrauenschaft von Lollar eine sehr große Zahl feiner Kuchen, bie von ben Einwohnern für die Ver­wundeten gestiftet worden waren. Die Spende wurde an die Lazarette verteilt.

Gießener Dochenmarktpreise.

* Gießen, 7. Oft. Auf dem Ijeutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, 5 kg 40, Wirsing, % kg 8 bis 13, Weißkraut 5 bis 10, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 10, rote Rüben 10, Spinat 13 bis 20, Rörnischkohl 8, Unterkohlrabi 7, Mischgemüse 8, Tomaten 20 bis 30, Zwiebeln 12 bis 15, Kürbis 10, Feldsalat, 1ho, 10, Lauch, Vi kg 20, Sellerie 20, Blumenkohl, das Stück 20 bis 50, Salat 10 bis 12, Endivien 10 bis 15, Rettich 10 bis 15, Radieschen, das Bund 10 bis 12 Rpf.

NSG. Durch die Einführuna von Kartoffelbestell- scheinen und Einkau-fsausweisen in den größeren Städten und einem Teil des Gaues Hessen-Nassau ist jedem Verbraucher die Möglichkeit gegeben, fei­nen Wintervorrat an Speisekartoffeln Rechtzeitig und in ausreichender Menge einzukellem. Eine An­zahl von Volksgenossen glaubt nun, daß es in die­sem Jahre notwendig sei, sich besonders reichlich mit Speisekartoffeln einzudecken, um für die fonv mende Jahreszeit genügend mit diesem unentbehr­lichen Nahrungsmittel versorgt zu sein.

Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß für den einzelnen Verbraucher kein Anlaß besteht, wesent­lich mehr Speisekartoffeln als in den früheren Iah, ren zu beziehen und einzukellem. Vor allem dürfen nur solche Mengen gekauft w-rden, wie hierfür (Ein, kellerungsmöglichkeiten bestehen. Da es ferner jetzt darauf ankommt, alle Volksgenossen vor Eintritt bes Frostes gleichmäßig mit Kartoffeln zu versor­gen, hat das Landesernährungsamt angeordnet, daß nicht mehr als drei Zentner je Kopf des Haushal- tes ausgegeben werden. Diese Vorschrift gilt für den gesamten Bereich des Landesernährungsamtes Hessen, also auch in ben Gemeinden, in denen der Kartoffelbestellschein nicht eingeführt ist; .entgegen­stehende Bekanntmachungen, die in der Zwischenzeit etwa ergangen sind, sind hinfällig und aufgehoben.

Es hat daher keinen Zweck, wenn Verbraucher den Kartoffelbestellschein mit einer größeren Menge, als dem Haushalt zusteht, ausfüllen oder einechöhere Belieferung verlangen. Wer mehr Kartoffeln einkel­lert, als ihm zusteht, läuft außerdem Gefahr, daß bie nicht verbrauchten Mengen verderben. Neben dem wirtschaftlichen Verlust, der dadurch dem Ein­zelnen entsteht, geht damit noch wertvolles Nah­rungsgut der Allgemeinheit verloren.

Es- ist daher erforderlich, daß alle Verbraucher so viel vernünftige Ueberlegung und Verantwor­tung sbewußtse in besitzen, daß sie von einem un­berechtigten, übermäßigen Bezug von Speisekartof- fein Ab st and nehmen.

CREME

etwas mit, was ihr die Langeweile verkürzen sollte. Einen neuen Teil zu ihrem Metallbaukasten, ein verzwicktes Geduldsspiel oder eine Blldermappe. Aber sie war doch immer ein wenig enttäuscht, wenn er allein kam. Dann hob sie fragend das Ge­sicht, und in der überdeutlichen, lautlosen Taub­stummensprache, in der sie sich zu unterhalten ge- ^wungen waren, preßte sie die Zunge dreimal gegen die Zähne; es waren die drei T in der Frage: Tante Trix? Wo ist sie? Weshalb hast du sie nicht mitgebracht?

Manchmal nahm Hellwang Kathi mit und machte Zwischen ihr und Britta den Dolmetsch. Kathi fand Britt spitznasig und abgemagert. Ihre .Hauptsorge war, ob Britta auch gut verpflegt würde'. Britta mußte stets die Speisezettel der voraufgegangenen Tage aufschre-iben, die Kathi meist einer vernichten­den Kritik unterzog.

Also mit dem Essen is amal nix, Herr Doktor", stellte sie auf der Heimfahrt fest;Kruzitürken, da­für ist es doch a Kinderspital, daß sie ben Kindern auch ihre Schmankerln kochen dürften. Wo unsere Britta für rote Grütze mit Vanillefoß ihr Leben laßt! Und dann, Herr Doktor, also da wird alleweil geredet, daß wir im Zeitalter der Erfindungen leben. Auch so ein Schmarrn! Da steht man hinterm Fenster und muß Fratzen schneiden roiar a Aff, wenn man mit an kranken Kind reden will. Was wäre schon dabei, wann sie an jedem Bett an Tele­phon hinhänga täten und heraußen auch eins, und nacha könnt man sich doch a wen'g unterhalten, und füri die Kinder wärs halb so langweilig ..."

Und als sie sich Greisfing näherten, nahm Kathi die Unterhaltung noch einmal auf. Sie setzte dabei ihre biedere Miene auf, die ben Kinbern sofort das Zeichen gewesen wäre,, daß sie etwas im Schilde führte.Unb wie bie Britta am Fräulein Trix hän­gen tut!" sagte sie mit öliger Stimme,äfurat wie an ber gnäen Frau. Unb die beiden anderen Kin­ger auch! Mich kennen s' überhaupt nicht mehr. All- weil heiht's nur Tante Trix hier unb Tante Trix ba ..." Und als Hellwang schwieg, fügte sie nach einer kleinen Weile sanft lauernd hinzu:Sie is aber auch schon a besonders Habe Person, bces Fräulein Trix. I, wann i a Mannsbild roaar, oh mei* ..."

(Fortsetzung folgt.)

Dr. Lechner und die Krankenträger auch schon das Zimmer. Britta wurde umgebettet. Kathi stand mit verschwollenen, roten Lidern in der Tür.

Sie, Fräulein Bafaria, mit Eahnemer Figur müssen S' Eahna scho a wen'g seitti druck», wann mir oorbeifimma solln", sagte der Vorderman von den Sanitäter^, als sie sich mit ihrer leichten Last in Bewegung fehlen.

Servus, Kathi, und besuch mi* fei", würgte Britta hervor. Kathi schluchzte laut auf. Oben schau­ten Lydia und Söhnchen mit weißen Gesichtern durch bie Sprossen bes Treppengeländers. Hellwang ging neben Britta her. Er hielt ihre heiße Hand, die unter der Decke hervorlugte. Es war ein warmer Spätoktobertag. Am Himmel schwebten zarte Feder­wölkchen, und die Lust wär golden getönt und un­endlich klar. Er bewegte die Lippen, um ein paar Worte zu sagen, um Britta ein wenig aufzuheitern, aber feine Kehle war wie zugeschnürt.

Sie hoben das Kind in den Wagen. Trix kletterte nach unb nahm auf einem kleinen Schemel neben ber Trage Platz.

Du mußt fei oft kommen, Konni!" rief Britta ihm zu.

,^Ieden Tao, Kleines!" versprach er und winkte.

Alsdann hätten mir's, wohl ..." ließ sich ber Sanitäter vernehmen, der zu Britta in den Wagen aeftiegen war. Er hob die Hand zum Gruß. Sein Ausdruck war teilnahmsvoll ernst und dabei irgend­wie ermutigend, als wolle er sagen: nur keine ver­frühten Trauerkundgebungen, Herr, hier sind noch die meisten lebendig herausgekommen. Er hatte das vorschriftsmäßige Berufsgesicht eines Mannes, der die Tür eines Krankenwagens schließt.

Auch Dr. Lechner begab sich zu seinem Wagen. Er schüttelte Hellwang durchs Fenster bie Hanb unb rief ihm zu, baß er Trix in feinem Wagen heim­bringen werbe. Die Autos verschwanden um die Ecke, und Hellwang kehrte ins Haus zurück. Kathi kam aus der Küche, als sie ihn die Tür schließen hörte.

Ich hab' uns derweil an Kaffee gekocht, Herr Doktor; aber schon ganz was Extriges. I moan halt, Sie werden ihn auch nötig haben. Mir fan Knie ganz woach ..."

IX. E n b e g u t

Trix arbeitete im Garten. Lybia und Söhnchen halfen ihr. Sie schnitt die verwucherten Ananas­

erdbeeren zurück. Das lange Beet unter der Obsthecke war völlig verfilzt. Den ganzen Sommer über hatte sich fein Mensch darum gekümmert. Die alten Pflan­zen, die jetzt im dritten Fruchtjahr standen, waren von ben Ausläufern so überfponnen, daß es eine unenbliche Gedulb erforderte, sie wieder freizulegen. Lydia unb Söhnchen trugen die abgeschnittenen und ausgehackten Iungpflanzen in kleinen Weidenkörben auf den Komposthaufen. Für gewöhnlich erlahmte ihr Eifer bei solchen Beschäftigungen sehr rasch. Aber da Trix für je drei fortgeschaffte Korbe ein Karamellgutti als Belohnung ausgesetzt hatte, war es begreiflich, daß sie im Akkorbtempo zwischen Erd­beerbeet unb Komposthaufen hin- und hersausten. Es bauerte eine Weile, bis Trir auf den Schwindel tarn, daß sie die Körbe nur sehr flüchtig füllten. Söhnchen befaß sogar die Frechheit, einen gänzlich leeren Korb keuchend bis hinter die Hausecke zu schleppen, dort ein wenig zu warten, erschöpft zu- rückzukommen unb an Trix das Ansinnen einer Lohnerhöhung zu stellen. Daraufhin entließ Trix die beiden Faulpelze unb stellte sie erst wieder in ihren Gartenbaubetrieb ein, als sie reumütig unter den alten Lohnbedingungen die Arbeit wieder aufzu­nehmen versprachen.

Das Wetter hatte sich mit dem Mondwechsel ver­ändert. Der Himmel war grau bezogen, unb ein herbstlicher Wind fegte schwere Wolken heran. Die Bäume waren kahl, bie Blumen oerborrt, nur die safrangelben und scharlachroten Chrysanthemen blühten noch bem Spätherbst entgegen. Von der Würm her krochen allnächtlich die Nebel feucht unb kalt heran. Sie hüllten die letzten Blumen in den Gärten noch in ihr graues Kleid. Eine klare Nacht konnte ben ersten Frost bringen.

Britta lag jetzt schon fast drei Wochen im Spital. Die äußeren Krankheitsmerkmale waren zurückge- aangen, sie lag ohne Schmerzen in ihrem Bett, ihre Aufgabe bestand nur noch darin, Geduld zu hoben, um den gefährlichen Folgeerscheinungen der Di- Phtherie zu entgehen. Hellwang besuchte sie täglich, häufig mit Trix zusammen, manchmal allein. Er durfte mit ihr natürlich nicht sprechen. Wenn er kam, schob die Schwester Brittas Bett in die Nähe bes Fensters, an dem er im Besuchszimmer stand. Er lächelte Britta zu unb versuchte, sich mit ihr in ber kurz bemessenen Besuchszeit durch Zeichen und Gebärden zu verständigen. Stets brachte er ihr