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vlenstag, 7. Oktober Ml

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BrflW^e Uwtonfttdte^derdB. General-Anzeiger für Oberhessen *ri#it*e«3d)altr<^e 7-9

kN. Jahrgang Nr. 258

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Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum 6. Oktober mit guter Wirkung einen Hafen am Afowfchen 2Neer sowie einen wichtigen Ver­kehrsknotenpunkt westlich Moskau und militärische Anlagen in Leningrad.

3m Kampf gegen Großbritannien versenk­ten Kampfflugzeuge bei Tage 400 Kilometer westlich vrest ein Handelsschiff von 2500 VRT. und bom­bardierten kriegswichtige Einrichtungen auf den S h e t l a n d i n f e l n. 3n der letzten Nacht richteten sich Luftangriffe gegen Häfen in Südosteng­land.

3n Nordafrika erzielten deutsche Sturz­kampfflugzeuge in der Nacht zum 5. Oktober Born- benvolltreffer in der Stadt und im Hafen von To­bruk. Lin weiterer Luftangriff richtete sich gegen die Reede von Suez.

Einflüge des Feindes in das Reichsgebiet fanden weder bei Tage noch bei Nacht statt.

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-emvelt, wenigstens solange wie diese im wesent­lichen in der heutigen Gestalt besteht. Um des rein politischen willen brauchte man also nicht von einem Jorwärtsstreben der Türkei im gegenwärtigen Zeit­punkt zu sprechen, ganz gewiß nicht ...

Allein, der Türke hak nicht die Gefühlsmomente

verboten. Der Staat übernahm den öffentlichen Unterricht und stellte fdgar die Ausbildung der Geist­lichkeit unter seine Aufsicht. Gar mancher war vor anderthalb Jahrzehnten über die Kühnheit solcher Maßnahmen erschreckt, heute kann man nur sagen, daß sie sich als großer Segen erwiesen haben. Das türkische Volk hat nicht nur die Erwartungen seines Staatsgründers nicht enttäuscht, es hat sich auch zu einem Staatsbewußtsein durchgerungen, das ihm alle Ehre macht, und von dem es jüngst einen überzeugenden Beweis geben konnte.

Die zweifache Begründung, die mir der Verle­gung der Hauptstadt von Istanbul nach Ankara ge­ben konnten, ließ den Verdacht aufkommen, daß den Türken nicht mehr allzu viel an der Hauptstadt des Ottomanischen Reiches liegen könne. Es gibt keinen größeren Irrtum, als an eine solche Mei­nung zu glauben. Man vergesse nicht, welche Bedeu­tung die Türken der Lage ihres Landes beimessen: Mittlerin zwischen Morgen- und Abendland! Istan­bul -st aber gerade der Brückenkopf nach Europa, dessen Wesen man soeben mit Leiden­schaft in sich ausgenommen hat. Schon aus diesem, aber ebenso aus geschichtlichen Gründen lehnen die

Türken mit aller Entschiedenheit eine Interna­tionalisierung Istanbuls und der Meerengen ab, wie sie vor kurzem von amerikanischer Seite gefordert wurde. Die einmütige Stellungnahme der türkischen Presse zu diesem Ansinnen war ein be­redter Beweis für das inzwischen erstarkte Selbst- gesichl des Volkes, das unter keinen Umständen mehr Einmischungen von außen dulden will.

Der Türke von heute ist stolz auf die verheißungs­volle Entwicklung, die sein Land nach europäischem Vorbilde genommen hat. Er fühlte sich wieder als beachtlicher Faktor im europäischen Kräftespiel. Dies hat für ihn einen besonderen Reiz. Er will durch sein Beispiel seinem Heimaterdteil Asien ein Bei­spiel geben, wie man aus eigener Kraft mit euro­päischen Mitteln zu einer geachteten Machtstellung gelangen kann. In dieser Aufgabe sieht er seine Mittlerstellung zwischen Abend- und Morgenland. Sie veranlaßt ihn aber im Augenblick, in dem ge­waltigen Ringen um Europas Zukunft sich zurück­haltend und abwartend zu verhalten, getreu der von Kemal Atatürk eingeschlagenen Politik, alle Dinge ausschließlich vom türkischen Standpunkte aus zu betrachten und selbst die europäischen Ver­hältnisse lediglich nach türkischen Bedürfnissen und Erfordernissen zu werten und zu nutzen, alles jedoch nur unter Wahrung des hochempfindlichen türkischen Ehrbegriffs.

en wer- Dlinufet dauernd

Der Wehrmachtberichi.

DNv. Aus dem Führerhauptquartier, 6. Oktober. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Angriffsoperationen im Osten brachten gestern weitere Erfolge.

Westlich Leningrad wurde ein vom Feuer sämtlicher Kronstädter Forts und Schiffs­und Küstenartillerie unterstützter Landungsversuch starker sowjetischer Kräfte durch entschlossenen Ein­satz der abwehrbereiten deutschen Truppen völlig zerschlagen. Gleichzeitig brachen die heftigen Angriffe zusammen, mit denen die Einschliehungsfront von innen h^r durchbrochen werden sollte. Der Feind erlitt schwere blutige Verluste. Gelandete Teile rout- den aufgerieben oder gefangengenommen. Mehrere vollbesetzte Schiffe wurden versenkt, 22 Panzerkampf­wagen, darunter sieben überschwere, vernichtet.

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eitere Erfolge des Angriffs im Osten

Sowjetischer Landungsversuch westlich Leningrad völlig zerschlagen.

Lustangriffe auch gegen Häfen in Südostengland, gegen Tobruk und Suez

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Mittler zwischen Abend-und Morgenland

Von unserem rey-Berichterstatter.

Me Wirkung der Wahrheit.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Wenn vor Hwei Jahren Churchill und seine Hel­fershelfer die Wirkungen dieses Krieges auf Eng­land auch nur geahnt hätten, wären sie in ihrem Vernichtungsfeldzug gegen Deutschland, den sie so oft wollüstig ausmalten, sicherlich zurückhaltender gewesen. Rach zwei Jahren Krieg ist England aus dem Kontinent verbannt, es ist selbst halb wrack ge­schlagen, und sein großer Verbündeter, Stalin, sieht bereits sein Ende vor sich. Die Unterschätzung der militärischen Macht der Achsenmächte hat sich bitter gerächt. Jetzt muß England alle Welt um Hilfe anflehen, und da diese Hilfe absolut unzureichend ist und Stalin beim hilfeflehenden England und bei den Rooseveltianern seinerseits vergeblich um Suk- kurs bettelt, ist die Gesamtlage' klar. England hat zwar, wie seine Presse großspurig versichert,ge­waltige Pläne", um den Nationalsozialismus end- gülttg zu vernichten, aber seine Mittel langen nicht dazu, auch nur einen Angriff auf die deutsche West­front zu versuchen, ganz abgesehen von einem Marsch nach Berlin . Der Außenminister Roose­velts hat soeben zugegeben, ein solcher Versuch sei geradezu Selbstmord.

Während die Deutschen von Sieg zu Sieg schrei­ten, hat England seine Stinktöpfe geöffnet, und eine Flut von Lügen ergoß sich über die Welt. Wir sagten nichts. Wir handelten. Die Lügen der Eng­länder wurden immer toller. Noch am Tage der Führer-Rede wagte der amtliche Londoner Nach­richtendienst der Welt zu versichern, die deutsche Umklammerung Leningrads sei zweimal durchbro­chen, im Süden habe Marschall Budjenny große Er­folge erzielt, in der Mitte der Front, bei Smolensk, seienneue Erfolge" der Bolschewisten zu erwar­ten. Am letzten Sonntag versicherte der Londoner Nachrichtendienst ganz ernsthaft, Deutschland habe über dengroßartigen Verlauf der Moskauer Kon­ferenz" der von einander hilfeflehenden Engländer, Bolschewisten und Roosevelttaner einfach die Spra­che verloren? So matt sich in diesen Köpfen ihre eigene Niederlage. Der Führer hat demgegenüber nur Tatsachen gegeben, die die ganze nichtenglische Welt auf das stärkste beeindruckten. Wir sind die Sieger. Wir haben, wie sogar Churchill jam­mernd zugeben mußte, die Initiative in der Hand. Und während die englische und amerikanische Ta- aespresse täglich die Engländer und die Amerikaner schamlos belügt, steht in den englischen Zeitschriften doch etwa ganz anderes. DieNational Review" spricht wahrheitsgemäß von einem wahren Todes- kampf der Sowjets, die sehr angesehene Zeitschrift Nineteenth Century" weist darauf hin, die Deut­schen hätten Erfolge errungen, die vor der Geschichte einzig daständen. Die Deutschen handelten nach einem Plan, und dieser Plan sei nicht fehlgeschlagen.

Als der Führer die gewaltigen Gefangenen- und

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Ankara, Anfang Oktober 1941.

Ihrem Landbesitz nach war die Türkei bis in das zweite Jahrzehnt dieses Jahrhunderts ein durchaus europäischer Staat, wenn auch dessen Schwerpunkt ich in Dorderasien befand. Allein nicht deswegen, ändern weil man die Türken nach Herkommen mb Sitten als asiatisch empfand, betrachtete man sie als Fremdkörper in Europa, und zwar selbst mch in dem Augenblick, als ihre Grenzen nahe bei Wien sich befanden. Nur in dem Spiel der euro-

Mschen Politik rechnete man grundsätzlich anders: schon feit dem 16. Jahrhundert bedeutete der Sul- - lan in Istanbul eine wichtige Figur in den Be­such »Rechnungen der Kabinette von Wien, Paris und t,", Mipäter auch von Petersburg. Die Türkei gehörte also lsse au! Wils Machtfaktor durchaus in die europäische Staa-

Entlarvung der englisch-sowjetischen Lügenberichterstattung

Ein Interview mit Neichspressechef Dr. Dietrich.

übersehen, die von Europa aus gegen ihn spre­chen: der Fremdkörper aus Asien! Bis zum Aus­gang des Weltkrieges reagierte er darauf mit der ,..... Gelassenheit des Kismetgläubigen. Bis ihm im

oei M. Augenblick der größten Not und Erniedrigung in itemal Pascha ein Retter erstand, der den Stier bei den hörnern packte und zu Boden zwang.

erkannte, daß die Türkei wirksam nur durch Üe eigene Kraft gerettet werden konnte, allerdings nur durch d i e eigene Kraft, die sich auf die natür­lichen Gegebenheiten von Volk und Boden stützte. Die Bodenfrage Härte sich am schnellsten. Ent­schlossen gab Kemal die Nebenländer der Türkei in Afrika und Arabien preis, da sie nicht zu halten uaren. Nur Kleinasien mit den Brückengebie- len nach Jnnerasien und Europa verblie­ben. Diese Tatsache verkündete das Wesen der neuen Lürfei vielleicht deutlicher als irgendeine Rede oder Kundgebung. Durch ihre Lage war nunmehr der Türkei ganz klar ihre Zukunftsaufgabe vorgezeich- let: der Mittler zu sein zwischen Mor­renland und Abendland? Die darin lie­gende Gefahr eines Zwischenwesens, das haltlos Mischen den beiden es bestimmenden Elementen kin= und herschwankt, bannte Kemal sogleich, indem hr von sich aus den Schritt in die europäische Welt mit aller Entschlossenheit und Folgerichtigkeit tat IjDabei bekundete er ein ungeheures Maß von

!Dtaatsklugheit und Menschenkenntnis.

I; Er warf sich nicht planlos dem Westeuropäismus IJn die Arme und ahmte blindlings feine Lebens­formen und politischen Bräuche nach. Dazu war er bei allem Schwung seines Geistes ein zu kühler mb kritischer Rechner. Er kannte allzu gut die Ge­fahren, die einem Volke drohen, wenn es die Wur- jelkräfte der Nation preisgibt. Auch ihm war be- iannt, daß die Erneuerungselemente eines Volkes n einem gesunden Bauerntum ruhen. Die- \ fern vertraute er sich an, mit dessen letzten Kräften hertrieb er die Feinde in Ost und West. Nachdem ir die Grenzen gesichert, galt dem Bauerntuni.

tltnatoliens alle Fürsorge. Was Europa an land- Iloirtschaftlichen Erfahrungen bot, suchte er ihm i nitjbar zu machen, um seine Lage nach so vielen fahren Krieg endlich planmäßig aufzubessern.

I Sollte dieses Werk gelingen, mußte die Grund- I irndenz der türkischen Politik aufFriedenab- I-estellt sein. Kemal Pascha, durch den Willen I ier Nationalversammlung Kemal Atatürk ( Kämp- I er. Ahne der Türken), hat 1938 sein Leben zwar In bewegter Zeit, aber doch im Frieden beschließen I lönnen. Sein von ihm bestellter Nachfolger I s net Jnönü hat ihn durch geschickte Verhand-

I bngen mit den europäischen Mächten, nicht zuletzt | auch mit dem Deutschen Reich in diesem Frühjahr, leiten können, zum Segen seines Volkes, das ihm

«erabe als Bauernvolk besonderen Dank weiß.

' Um ben bodenständigen Charakter seiner Politik I zu betonen, verlegte Kemal die Hauptstadt des Landes aus bem geräuschvollen Istanbul in die sille Landstadt Ankara in Anatolien. So zeig­en sich Regierung und Volk auch äußerlich aufs mgfte verbunden. Die stille Landstadt hat sich aller- imgs inzwischen dank der vorzüglichen Planung utb Betreuung seitens des deutschen Professors Janssen zu einer der modernsten Hauptstädte ntwickelt, die es mit jeder anderen Stadt auf neh­men kann. So' wichtig die Verlegung der Haupt- . febt aus innenpolitischen Gründen auch sein mag, h beruht sie aber auch auf Rücksichten, die sich zu- _ röchst außenpolitisch auswirkten. Hierzu gehört der f üelleicht entscheidendste Schritt Kemals, ben er je I (2tan, mochte er auch von ihm als geschichtlich not- 'v endig erkannt worden sein. Das war der Schntt, ». bem er sich am 3. März 1924 entschloß, als er kird) die Abschaffung des Kalifats die 1 rrbgüüige Trennung der staatlichen und geift-- »lchen Gewalten durchführte. Damit gab er zwar I ten Anspruch auf die Herrschaft über glaubensDer» vs t* anbte Völker auf, tatsächlich aber entkleidete er Ites türkische Staatsoberhaupt von einem Schein, ter sich oft genug als trügerisch erwiesen. Es ging en außenpolitischer Nimbus verloren, der reichlich Q^fgeroogen wurde durch die Möglichkeiten, die sich I ten Türken in der nunmehr geöffneten freien I ^ollsentwicklung boten. , . .

Das war der Augenblick, in dem Kemal feine M in bas Volksleben eingreifenden Neuerungen durchsetzen konnte. Losgelöst aus der engen religp d en Verstrickung fand das türkische Volk einen fiche- r~n Weg zur abendländischen Kultur und Ziv-ili- ipion. Lateinische Schrift ersetzte die arabische. An d« Stelle der mohammedanischen Zeitrechnung tra- die 24stündige Uhr und der gregorianische 5U= tnber. Der Fes, das Sinnbild des Vorranges vor bn Andersgläubigen, mußte dem Hut weichen. Wie ter Mann, so hatte auch die Frau europaifche Tracht vilzulegen, ihre Verschleietung entfiel, und sie genoß rechtliche Gleichstellung. Die Vielehe wurde

Berlin, 7. Oft. (DNB.) Reichspressechef Dr. Dietrich äußerte sich in einem Interview, das er dem Sonderberichterstatter des DNB. im Führer­hauptquartier, Hauptschriftleiter Heinz Lorenz, gab, über die nachrichtenpolitische Situation, wie sie sich in der militärischen Berichterstattung der Londoner und Moskauer Lügenzentrale über die Lage im Osten gegenwärtig darstellt.

Unter Bezugnahme auf die Erklärung des Füh­rers in feiner Rede vom 3. Oktober, daß seit 48 Stunden eine neu eingeleitete Operation von gigan­tischem Ausmaß an unserer Ostfront im Gange sei, richtete der DNB.-Sonderberichterstatter an den Reichspressechef die Frage, ob er sich zu den aus London und Moskau in den letzten Tagen über die militärische Lage vorliegenden Berichten äußern könne, die im Gegensatz zu den Erklärun­gen des Führers hartnäckig von offensiven Ope­rationen der Bolschewisten sprechen.

Antwort desReichspressechefs: Wenn in den letzten Tagen die trüben Nachrichtenquellen berßonboner und Moskauer militärischen Sachver­ständigen ganz besonders reichlich fliehen, so ist das wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß der im Londoner Rundfunk anaefünbigte Besuch des Gene­raldirektors im britischen 3nformationsminifte= rium Konkton bei dem amtlichen sowjetischen Jnformationsjuben Losowsky zwecks, Koordi­nierung der beiderseitigen Lügenfeldzüge offenbar bereits erfolgt ist. Sie dürften sich dabei auf das Motto geeinigt haben: Getrennt berichten, vereint lügen.

Frage: Der sowjetische Heeresbericht beschränkt sich seit langem auf die immer gleichbleibende, ge­radezu erschütternde Neuigkeit: Während des heuti­gen Tages bekämpften unsere Truppen den Feind an der gesamten Front, wobei es der Phantasie des Lesers überlassen ist, sich vorzustellen, wo sich jeweils diese Front befindet. Aber je freibleibender Moskau sich äußert, um so wortreicher berichtet das englische NachrichtenbüroExchange Telegraph" Tag für Tag aus der sowjetischen Hauptstadt. Ihnen, Herr Reichspressechef, sind sicherlich die Lageberichte dieses typisch englischen Lügenbüros Churchillscher Herkunft aus den letzten Tagen bekannt?

Antwort: Sie liegen mir gerade vor! Ihre Leser dürften sich für einige Stilblüten dieses üppig sprießenden jüdischen Gewächses am Baum Reu­ters interessieren.

Schon 10 Tage lang lügen sie die Welt jetzt mit einer sowjetischen Grohoffensive an.

So berichteteExchange Telegraph am

25. September: Marschall Timoschenko hat nördlich und südlich von Smolensk die Offensive er­griffen";

26. September:Marschall Timoschenko meldet, daß

Frage: Wieso Operationen geroaltigen Um­fanges? Don unserer «Seite oder von Seiten der Sowjets?Operationen gewaltigen Umfanges" das klingt ja schon fast wie die Sprache des deut­schen Wehrmachtberichts. Merken denn diese briti­schen Schwätzer nicht, daß die blitzartige Kehrtwen­dung in ihrerBerichterstattung" eine schallende Ohrfeige in ihr eigenes Lügen gesicht ist? MitUm­gruppierung" ihrer Streitkräfte bei Gomel meinen diese Dummköpfe offenbar den Abtransport in die deutschen Gefangenenlager.

Antwort: Sehr wahrscheinlich! Jetzt nach fünf Tagen scheinen sie endlich dahinter zu kommen, was ihnen der Führer so unmißverständlich ankündigte. Denn die letzten Reuter-Berichte von heute abend melden aus London:

Ein sehr wuchtiger deutscher Angriff ist auf der ganzen 2000-I<m-Front von Leningrad bis zur Krim im Gange. Der deutsche Angriff wird als sehr stark beschrieben und ist wahrscheinlich die große Offen­sive, die Hitler in seiner letzten Rede erwähnt hat. Sie scheint einigen Erfolg zu verzeichnen zu haben."

Frage: Und das sagt man so plötzlich in London mit einer Miene, als ob man niemals etwas anderes behauptet hätte! Die deutsche Presse aber wird sie auf ihren Lügen feftnageln und sich ihrer beizeiten erinnern!

Wie ist nun Ihr Urteil, Herr Reichspressechef, über die Zweckmäßigkeit einer Nachrichtenpolitik, die sich so wie die unserer Gegner in ihrer eigenen Schlinge fängt?

Antwort: Diese Art von preffepolifif ist wirklich die törichtste und dümmste, die man überhaupt machen kann. Man fragt sich nur immer wieder, auf welchem Grad von Naivität und auf welchem Niveau von Gedankenlosigkeit ein Leserpublikum angekommen sein muß, dem man tagaus tagein eine derart lächerliche Lügen- berichlerstattung, wie ich sie Ihnen soeben kenn­zeichnete, alsmilitärisch sachverständig" vor- sehen kann.

Ich erwähnte kürzlich, daß die Zeit, in der wir in unserer Presse über den Gang der Operationen im einzelnen aus Disziplin zu schweigen pflegen, meist die Zeit ist, in der die deutsche Wehrmacht handelt, während wir schweigend han­deln, die anderen schamlos lügen. Da Churchills Jnformationsjuden jetzt wieder so hem­mungslos lügen, während wir schweigen, hätten ihre Leser eigentlich schon von selbst daraus schließen müssen, daß die deutsche Wehrmacht zur Zeit wieder handelt, und zwar sehr kräftig und entscheidend handelt! Davon wird der OKW.-Bericht dem deut­schen Volk und der Welt zur rechten Zeit Kunde geben!

die russischen Tank- und Fußtruppen nunmehr eine große Generaloffensive eingeleitet haben, die weitere Fortschritte gemacht hat";

29. September:Marschall Timoschenko meldet von der Jelnja-Front die Ueberquerung des Desna- flusses in breiter Linie und den Beginn erfolg­reicher Operationen südlich von Gomel";

39. September:Marschall Timoschenkos Streit­kräfte stehen in sehr scharfen Verfolgungskämp­fen der Panzer- und Infanteriedivisionen der Armeegruppe Guderian, die eine vernichtende Niederlage erlitten hat. Zum erstenmal berichtet das russische Oberkommando von einem deut­schen Rückzug in Unordnung."

Frage: Sollte dem deutschen Hauptquartier der hier gemeldetegewaltige Durchbruch" der Sowjets durch unsere Zentralfront, dieservernichtende Schlag" gegen unsere Armeen, und dieüberstürzte Flucht der Panzergruppe Guderian" entgangen sein? Wenn ich nicht irre, lag Gomel am 30. Sep­tember mindestens 200 Kilometer hinter der deut­schen Front!

Antwort: Diesen jüdischen Lchreibtischstralegen kommt esin der Weite des russischen Raumes" auf ein paar hundert Kilometer mehr oder weniger nicht an. Inzwischen hat allerdings die Bekanntgabe der gigantischen deutschen Offensivoperationen durch den Führer den Schwindlern das Lügenkonzept gründlich verdorben. Und nun hören Sie, in welch' blamabler Weise sich jetzt diesemilitärischen Sach­verständigen" vor ihrem betrogenen und getäuschten Publikum aus der Affäre zu ziehen versuchen:

Arn 3. 10. abends, als nach den Worten des Führers unsere Offensive bereits 48 Stunden in vollem Gange war, quälte sichExchange Tele­graph" aus Moskau folgenden Bericht ab:Alle Anzeichen deuten auf die Vorbereitung einer groß- angelegten , kurz bevorstehenden deutschen Offensive hin, die gegen Moskau gerichtet sein wird. Jedoch hat Marschall Timoschenko auch weiterhin die Initiative in der Hand."

Am 4.10. gibt Reuters militärischer Kommentator General G o u g h zu, daß die Situation in Rußland durch den deutschen Angriff jetzt eine außerordent­lich kritische Phase erreicht habe. Aber er klammert sich gleichzeitig an die lügnerrfdje Hoffnung:Die Russen ihrerseits machen ihre yauptsächttchen Ge­genangriffe an der mittleren Front und stoßen dort langsam, aber beständig vor. Smolensk ist umfaßt und sicherlich bedroht."

Am 5.10. meldetExchange Telegraph":Bud­jenny und Timoschenko haben ihre Streitkräfte bei Poltawa und Gomel angesichts der neuen deutschen Offensive umgruppiert. Operationen gewaltigen Um­fanges bahnen sich an."