Nr. 186 Zweites Blatt
Donnerstag, 7. August 1941
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)
an davon geheilt hätten, dem Bolschewismus
oder
!«n aus Tc
lern, bk; in der &
Ws j»
allein
bt
s.Z. im Fels
Licht-
)D
itor
er»
Verschiß
M
;**l
ELfiSTOCORN
Verdunkelungszeit
7. August von 21.04 bis 5.46 Uhr.
NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach am Mittwochnachmittag in einem Betriebsappell vor der Gefolgschaft des größten Betriebes der optisch-mechanischen Industrie in Wetzlar, der L e i tz w e r k e. Der Gauleiter sagte, daß die soeben gesendeten Sondermeldungen des Oberkommandos der- Wehrmacht ganz klar charakterisierten, worum dieser Kampf geht: Um Sein oder Nichtsein Deutschlands und der europäischen Kulturwelt. Dieser Krieg bildet eine Einheit mit dem Weltkrieg. Es ist der Krieg, der gegen die weiße Rasse gefüllt wird, — zu ihrer Unterjochung unter niedrigste Instinkte. Wenn wir zur Zeit gegen den internationalen Bolschewismus kämpfen muffen, so wechselt nur das äußere Bild. Die Führung des Kampfes liegt eindeutig in den gleichen Händen, — es ist das Judentum und sein Geist, das gegen uns angetreten ist. „Dieser Krieg gilt trotz aller anderen Redensarten dem ganzen deutschen Volke. Ein teuflisch eingefädeltes Spiel sollte uns vom Osten her durch die sowjetische Dampfwalze den Genickfang geben, während wir im Westen im Entscheidungskampf gestanden hätten. Der Führer, genialer Staatsmann und Feldherr in einem, hat diesen Plan durchkreuzt. Und jene Sprecher aus anderen Staaten, die sich zum Richter über dieses deutsche Vorgehen aufwarfen, — sie sollten eher den Hut abnehmen vor den deutschen Soldaten! Sie sollten sich erst an Ort und Stelle die „Segnungen" des Bolschewismus anschauen, ehe sie vor der Welt das Wort nehmen.
Der Gauleiter konnte hier auf feine persönlichen Erfahrungen aus dem Weltkrieg Hinweisen, in dem er als deutscher Soldat an der Kampffront u. a. drei Jahre lang in der Ukraine eigene Erfahrungen sammeln konnte, die ihn von Anfang
zeuge von der gewaltigen Kraft unseres Volkes, wenn wir uns heute mit solchen Dingen beschäftigen können. Es sei ein Zeichen dafür, daß das deutsche Volk unbesiegbar und unübertroffen ist in der Welt. Darauf sollen wir stolz sein. Der Kampf, in dem wir heute stehen, sei nicht nur eine militärische und wirtschaftliche Auseinandersetzung, sondern auch ein Kampf der Weltanschauungen. Für die nächsten tausend Jahre falle jetzt die Entscheidung zwischen dem internationalen Judentum und den jungen, aufstrebenden Nationen. Auch in Rußland habe das Judentum, verbündet mit Pluto- traten, Bolschewisten und Freimaurern, die Führung. Heute komme es darauf an, dem Juden für alle Zeiten den Dolchstoß zu versetzen. Wir wollen unsere Pflicht erfüllen in der Heimat wie an der Front — als ein einziger Block der neunzig Millionen: dann wird unser Volk unbesiegbar sein, und am Ende wird Deutschland leben.
Nach der mit großem Beifall aufgenommenen Ansprache des Kreisleiters brachte der Werkschor das Lied „Nun schweige jeder von seinem Leid" zum Vortrag. Betriebsobmann Christel schloß den Appell mit dem Dank an den Kreisleiter und dem Gruß an den Führer. —
Beim gemeinsamen- Mittagessen konnte sich jedermann davon überzeugen, daß in der Werksküche reichlich und schmackhaft gekocht wird: Küche und Vorratsraum sind, wie ein kurzer Rundgang zeigte, mit den modernsten Einrichtungen vorbildlich und zweckmäßig ausgestattet. Der Gefolgschaftsraum, hell, freundlich und wohnlich ausgestattet, mit Blumen und Bildern geschmückt, ist so geräumig, daß je etwa 250 Betriebsangehörige in zwei Schichten nacheinander ihre Mahlzeit einnehmen können. Während des gemeinsamen Essens erfreuten zwei von Gefolgschaftsmitgliedern verfaßte und vorgetragene Gedichte Betriebsgemeinschaft und Gäste.
Aufruf!
3n diesem siegreichen Freiheilskampf erfüllt auch das Deutsche Ro te kreuz seine Pflicht itn höchsten Veranlworl^ngsbewuhtsein und steter Hilfsbereitschaft gegenüber Führer und Volk. Zuverlässig und gewissenhaft leistet es selbstlose Arbeit.
Zehntausende von freiwilligen Helfern sehen sich für die großen und vielseitigen Aufgaben ein, die dem Deutschen Roten kreuz namentlich im kriege gestellt sind. Es ist in dieser Zeit eine schöne und dankbare Aufgabe, hierbei mitzuhelfen.
Das Deutsche Rote kreuz benötigt aber für seine umfangreichen Kriegsaufgaben noch viele Helfer und Helferinnen zum Einsatz in der Heimat nud in den besetzten Gebiekn. Die Volksgenossen und Volksgenossinnen werden, deshalb aufgerufen, sich für den Dienst im Deutschen Roten Kreuz und damit für unsere tapferen Soldaten an der Front zur Verfügung zu stellen.
Weimar, den 25. Juli 1941.
Der ReichsverteidigungskommWar für den Wehrkreis IX. ,
gez. Sauckel, Gauleiter und Rejchsstatthalter.
Der DRK.-Landesführer.
gez. O r t l e p p, DRK.-Generalhavptführer, Brigadeführer, Staatssekretär.
'• Stellbem?» llch IMofig .Hans Zfat-. dlumIchmD
nlLLwsl "leitet:
•rftümmeLfJ:
erksappell bei Heyligenstaedt
Einweihung des neuen Gemeinschastshauses.
„Wir sind jeder Lage gewachsen."
Oer Sauleiter vor der Gefolgschaft der Leitz-Werke in Wetzlar.
allen Fällen muß der Einlieferer durch einen von ihm zu unterschreibenden Vermerk „Auf meine Gefahr" auf jede Entschädigung verzichten. Jeder Schaden, der durch die Beförderung ausgeschlossener oder nur bedingt zugelassener Sendungen entsteht, ist vom Absender zu ersetzen.
Versendet keine verderblichen Lebensmittel ins Feld!
Bei den Feldpoftämtern im Frontgebiet gehen immer noch Päckchen mit verdorbenen Lebensmitteln ein. Biel Butter und Fleischwaren sind damit schon für die Volksernährung oerlorengegangen. Auch frisches Obst eignet sich nicht zur Versendung in Feldpostpäckchen, denn es kommt stets verdorben und ungenießbar an. Päck-
Tageskalender für Donnerstag.
Gloria-Palast, Seltersweg: „Mazurka". — süelhaus, Bahnhofstraße: „Der Etappenhase".
Bis 1 Gramm darf der Brief mehr wiegen.
stets eine wertvolle Bereicherung der täglichen kost, besonders mit fruchten guböinqhochen mit entrahmter Trifchmilch sMagormilM Puüöingpuloer und Zucker mit LOaffer oder Ulilch ll Oorfchrift anrühren, die milch unter Rühren mit einer Prise Salz zum Kacken bringen, oon der Kackstelle nehmen, das ungerührte Puddingpulver hineingeben und einige Male aufkacken lassen. Puddingpulver gibt es auf die Rbfchnitte Fl 21 und 22 der llährmittelhacte.
irgend einer Abart dieser jüdischen Gedankenwelt auch nur einen Augenblick sein Ohr zu leihen. „Die Vernichtung des Bolschewismus", so fuhr der Gauleiter fort, „wird den Ordnungsgedanken in der Welt wieder segensreich zur Geltung bringen. Deutschland marschiert in diesem Kampf nicht allein. Eine europäische Einheit ist gegen den Bolschewismus aufgestanden. Das Leben auf dieser Welt hätte keinen Sinn mehr, wenn es abwärts, zur Vernichtung, ginge. Nur wenn das Leben des einzelnen mit dem Leben der Gesamtheit aufwärts geht, wird es sinnvoll. Der Sieg, der hier zu erringen ist, muß dem Besten anheimfallen, damit die Menschheit ihren Nutzen daran hat. Das Ende dieser weltgeschichtlichen Auseinandersetzung kann vom deutschen Volk in aller Ruhe abgewartet werden. Auch die USA. werden daran nichts ändern können. Deutschland, das die USA. nicht angreifen wird, ist die stärkste Macht der Welt, an die sich alle Völker Europas anlehnen. Wenn Roosevelt dem Kriege nachläuft, und glaubt, dieser europäischen Geschlossenheit etwas anhaben zu können, dann wird er im Bereich der europäischen Machtsphäre so angefaßt', wie wir gewöhnt sind, derartige Angriffe zurückzuweisen."
Der Gauleiter schloß mit dem eindringlichen Appell an die Arbeiter und Arbeiterinnen, nach wie vor mit ganzer Hingabe ihre Pflicht am Arbeitsplatz und darüber hinaus im völkischen Gemein- schaftfsleben zu erfüllen, ihr ganzes Können einzusetzen für das deutsche Volk und seinen Führer Adolf Hitler. Wenn dies geschieht, dann komme, was kommen mag, — wir sind jeder Lage gewachsen! Der Führer wird nach gewonnener Schlacht den Frieden restlos gewinnen.
sfühiz l „arbeit mit bet | ne des ty ies dx<!t t >' wird i teil „wr Irrungen i
tragen. Die Entscheidung falle aber nicht ..... . auf dem Schlachtfelds, sondern auch an der Heimatfront. Auch hier habe der Führer vorgesorgt: die Partei habe als Erzieherin zum Gemeinschaftsgedanken gerade heute eine bedeutende Aufgabe. Seit 1933 haben wir eine ungeheure Wandlung erlebt; heute bilden Betriebsführer und Gefolgschaft eine große Einheit. Wir müssen alles tun, so fuhr der Kreisleiter fort, die ideale Betriebsgemeinschaft her- zustellen.' Wenn wir heute hier eine Werksküche eröffnen, so sei das ein Ziel, das wir allenthalben erstreben, und der Betrieb könne stolz darauf fein, daß dies in schwerer Kriegszeit gelungen sei. Es
Die Firma Heyligenstaedt & Co. hatte für gestern mittag zu einem Werksappell aus Anlaß der Einweihung der Werksküche und des neuen Gefolgschaftsraumes eingeladen. Direktor Maas eröffnete den Appell im Gemeinschaftsraum, wo sich die Gefolgschaft versammelt hatte, mit der Begrüßung der Ehrengäste, an ihrer Spitze Kreisleiter Backhaus; er betonte, es sei eine schwere Aufgabe gewesen, den zusammengebrochenen Betrieb wieder aufzubauen und in die Reihe der führenden Werkzeugmaschinen- abriken einzugliedern. Ein Vergleich zwischen damals und heute zeige, daß vieles geschaffen werden konnte. Der Name der Firma in Deutschland und im Auslande sei wieder zu Ehren gekommen. Dies sei der Initiative des Führers in erster Linie zu verdanken. Auch in sozialer Hinsicht habe sich vieles geändert: es feien helle, luftige Hallen und Arbeitsräume .geschaffen worden, neuzeitlich eingerichtete Aufenthalts- und Waschräume und eine vorbildliche Lehrwerkstatt. Seit dem Jahre 1936 bis zum Lohnstopp habe sich der Lohn der Gefolg- chaftsmitglieder erheblich gesteigert. Ein neuer Beweis für den Aufbauwillen des Werkes sei die Eröffnung der Werksküche und des Gemeinschaftsraumes. Auch dies fei nicht einfach gewesen, doch ei mit den vorhandenen Mitteln das Möglichste ge- chaffen worden. Für die Betriebsleitung bedeute es die größte Anerkennung, wenn es jedem schmeckt. Mit dem Dank an alle Mitarbeiter, insbesondere auch an die Deutsche Arbeitsfront, übergab Direktor Maas Küche und Gefolgfchaftsfraum an die Be- jriebsgemeinschaft.
Betriebsobmann Christel übernahm die Räume für die Gefolgschaft mit Dankesworten an Direktor Maas, an die Arbeitskameraden, die am Bau beschäftigt waren, insbesondere Baumeister N e e b. In der Werksküche werde gut und reichlich für das leibliche Wohl gesorgt, und der Ge- 'olgschaftsraum solle eine Stätte zur Pflege des Gemeinschaftsgeistes fein. Mit der Mahnung, sich des Neugeschaffenen würdig zu zeigen, schloß Betriebsobmann C h r i st e l seine Ansprache.
Kreisleiter Backhaus betonte in seiner An- prache, nachdem er dem Betriebsführer für die Einladung gedankt hatte, man fei heute überrascht von dem, was hier in wenigen Jahren geleistet worden sei. Wir haben, so führte er aus, eine erstaunliche Aufwärtsentwicklung in Deutschland erlebt. Der Führer habe immer den Frieden gewollt, aber er habe auch mit einem Angriff gerechnet und deshalb für eine gewaltige Aufrüstung Sorge ge-
■5»
IZ rt sr el ischa« auflOhr«"! laus 3.00,
Aus Oer Siadl Gießen.
Die Ernte.
Die Natur ist die beste Lehrerin und Erzieherin. Im Laufe ihres Jahreskreislaufes zeigt sie uns im- mer wieder die Gesetze den Inhalt und Sinn alles Lebens. Glücklich die Menschen, die in engster Gemeinschaft mit der Natur zu leben vermögen. Anders spricht die Natur zu uns in der Pracht der herrlichen Blütezeit. Anders ist ihre Sprache zur Zeit der reichen Erntefülle. Eine sonderbare Kraft strömt von der gesegneten Fruchtbarkeit der Felder, Garten und Wiesen zur Erntezeit aus. In Ehrfurcht und Andacht neigt sich der Mensch vor den göttlichen Kräften der Schöpfung, wenn er an einem vollen Getreidefeld vorbeifchreitet, die köst- liche Last eines Obstgartens bestaunt oder die glühende Fülle eines Weinberges bewundert
In langer, sorgsamer und liebevoller Betreuung der keimenden Saat und des wachsenden Lebens hat der Mensch seinen Beitrag für die Fruchtbarkeit der Natur geleistet. Den weiteren Entscheid über Gedeih oder Verderb, gute Witterung oder Unwetter muß er gläubig und vertrauend, aber auch hart und gefaßt der Gottheit überlassen. In tiefer Dankbarkeit, fern aller dummen Überheblichkeit und aller niedrigen Oberflächlichkeit wird er dann die Früchte der Erde entgegennehmen und verwerten.
Ein- ober zweimal im Jahr ist in der Natur Erntezeit. Wo man vom selben Boden im Jahr
Peter, die Hausschuhe!" Ü
’S I Endlich Ruhe für die geplagter*
/ ( \ Füße! Wenn nur das Hühnerauge
/ / LA nicht... Aber bitte, das ist dod> ganz einfach» Elastocorn mit dem Filzring drauflegen, dam\ ist er bald sein Hühnerauge losfi
M
^schnitte übergreifen. Die Marken dürfen nicht useinandergeklebt und nicht über die Ränder eines 8:iesumschlags umgelegt fein. Pakete 0 t) n e 21 b * lenderangabe sind dem Einlieferer zum Nach- dclen der Angabe zurückzugeben, wenn es sich M Sendungen nach dem Inland mit dem Vermerk "Bettbero erb 5 arbeit, Absenderangabe im Paket" handelt. Wenn bei Paketen mit Ausschrrftfahnen ausnahmsweise der Absender auf seinen Wunsch
nicht auf der Umhüllung angegeben ist, so hat der Annahmebeamte den Einlieserer zu fragen, ob ein Doppel der Aufschrift in der Sendung vorhanden ist. Sendungen, deren Aufschriften nicht hinreichend befestigt sind, sind nicht anzunehmen, auch nicht auf Gefahr des Absenders. P 0 st k a r t e n , die den Bestimmungen für Postkarten nicht entsprechen, unterliegen der Briefgebühr. — Drucksachen in Briefform, die den Bestimmungen für Drucksachen nicht entsprechen, unterliegen je nach ihrer Beschaffenheit der Gebühr für Briefe, Geschäftspapiere ober Mischsendungen. — Wenn der Einlieferer die Beförderung /einer vorschriftswidrigen Sendung verlangt, so ist die Sendung nur ausnahmsweise anzunehmen, wenn aus der mangelhaften Beschaffenheit kein Nachteil für andere Sendungen und keine Störung des Dienstes zu befürchten ist. In
le in, bafa
oL5 Qm ■ ?nlpni6 t durch <
°h«!
' Fahrlch
: 3n hlen mit,;
5»'dinier - uhrer ff. ?. die |e: Mer Ley
chen mit verdorbenem Inhalt machen aber dem Empfänger Reine Freude. Die Absender werden daher erneut gebeten, die Versendung leicht verderblicher Lebensmittel während der Sommermonate gemäß der Losung „Kampf dem Verderb" zu unterlassen. Bei der guten und ausreichenden! Verpflegung unserer im Felde stehenden Soldaten ist die Versendung von Lebensmitteln auch durchaus entbehrlich.
Etraßenschuhe mit Holzsohle teilweise bezugsscheinfrei.
Wie die Reichsstelle für Lederwirtschaft bekannt- gibt, dürfen bestimmte Straßen schuhe mit Holzsohle, die nur zum Tragen im Sommer geeignet sind, in der Zeit vom 6. August bis zum 13. September 1941 .bezugscheinfrei verkauft werden. Es sind dies: Zehen- oder fersenfrei gearbeitete Straßenschuhe mit Holzsohle, ferner die mit einem Vorderblatt aus Riemen oder Bandagen hergestellten Schuhe und schließlich diejenigen Straßenschuhe mit starrer Holzsohle, die im Einzelhandel 9 RM. oder weniger kosten. Die übrigen Straßenschuhe mit Holzsohle dürfen nach wie vor nur gegen Bezugschein 2 verkauft werden.
Nehmt Nüctsicht aus die berufstätigen Frauen!
NSG. Wieder ist ein Nachmittag unter emsigem Tun vergangen. — Und die Einkäufe? Es ist schon fünf Minuten vor sieben, aber es klappt wohl noch! Husch, die Treppe hinab — natürlich je nach Temperament und Körperfülle! aber .auf jeden Fall§ schnell, schnell!
Das passiert in der Woche manchen Hausfrauen! wohl sechsmal! Wenn nicht abends, tbann mittags 1 Das ist auch zu verstehen. Eine Hausfrau hat tau< enderlei zu überlegen, zu bedenken, zu planem- Aber trotzdem muß in ihren Nachmittag noch mehr Disziplin, noch mehr Gedankenarbeit hinein! Es geht nicht an, daß unsere Hausfrauen, denen zu ihren Einkäufen der Vormittag und Nachmittag zur Verfügung stehen, in der letzten halben Stunde, in den letzten Minuten vor Toresschluß die Läden füllen.
.Diese letzte halbe Stunde gehört den berufstätigen Frauen! Sie bedeutet für die werktätigen Frauen die einzige Möglichkeit, ihren Haushalt mit Le- bensmitteln und den hundert Kleinigkeiten, die nun einmal notwendig sind, zu versorgen.
Wir wissen, daß diese Rücksichtnahme auf biß berufstätige Frau jedem selbstverständlich ist und gern gewährt wird. Es ist nur eine Frage der Disziplin und Rücksichtnahme. Darum, Hausfrauen: Denkt att eure berufstätigen Kameradinnen!
Wenn man eingeregnet ist ...
Sobald ein Kleidungsstück durchnäßt ist, kommt es auf den Kleiderbügel. Im Innern wird es mit einem alten Sofakiffen ausgeftopft, das mit Sicherheitsnadeln am Herausrutschen gehindert wird. Dann werden die Knöpfe des Rockes oder Heber« Ziehers geschlossen, das nasse Kleidungsstück mit sauberen Tüchern leicht abgerieben, faltenlos gezogen und die Aerrnel gedehnt. Zur Verhütung von Falten ist auch bei den Aerrneln ein Ausstopferr mit Tüchern ober geknülltem Zeitungspapier empfehlenswert. Ein Aufbügeln erübrigt sich meist nach dieser sorgfältigen Behandlung. Ein etwas krausgezogener Saum am Rock oder Heberzieher muß, wenn man Glanzstellen verhüten will, mit Hilfe eines feuchten Leinentuches mit einem mittel-
Die Ernte der Mütter aber wird in ganz be= onderer Weife zur Ernte des Volkes. Die Früchte eder Arbeit sind Garben für die Ernte des Volkes, 0 wie jeder Mensch ein Glied seines Volkes ist. )as junge Leben, das die Mütter schenken, ist die, ürnte, die jedes Volk als erste und notwendigste Voraussetzung seines künftigen Lebens braucht. Die ommerliche Ernte in der Natur mahnt uns immer ur heiligen Verpflichtung gegenüber der großen $rnte des Volkes. Sie bringt uns immer aufs neue lie wunderbare Schönheit und göttliche Kraft, den immlifchen Segen und die kostbare Fülle dieser großen Ernte zum Bewußtsein.
An uns liegt es, durch unermüdlichen Fleiß und argsame Betreuung der Reife dafür zu sorgen, laß für die kommenden Jahrtausende die Ernte unferes Reiches fruchtbar und gesegnet sei. A. H.
Dornotizen.
•ft»
leq«, “ft Mtll
*Mri( Mn J fÜhr?IU,191 lW)rf
1 Oes ft
W
Heber die Behandlung vorschriftswidriger Sen- ingen" bei der Poft schreibt die „Deutsche Post- Ziitung": Postordnungsmähige Einlieferung ist die vesentliche Voraussetzung für die Annahme und Beförderung von Sendungen. Sendungen, die den Bestimmungen nicht entsprechen, können dem Ein- lerer zur Beseitigung der Mängel zurückgegeben werden. Sendungen ohne Aufschrift werden bun Absender zurückgegeben, wenn er aus der inneren Beschaffenheit der Sendung zu ermitteln is>. Kann der Absender nicht ermittelt, werden, so $.rb die Sendung als unanbringlich behan- Mt. Sendungen mit unzulässigen Auf- Triften wie an nicht namentlich bezeichnete Personen, an nicht namentlich benannte Schiller N) Telegramm-Kurzanschriften sind nicht zur Be- forberung zugelassen. Postsendungen, die das Höchstgewicht überschreiten, sind dem Absender Mückzugeben. Bei Briefsendungen bleiben Heber- tireitungen des Höchstgewichtes dis etwa 1 Gramm ii'berücksichtiat. Postwertzeichen sollen bekanntlich io aufgeklebt sein, daß sie keine Schriftzeichen, Sie- gcabdrucke usw. verdecken; bei Postanweisungen, 0-hlkarten und Paketkarten sollen sie nicht auf die
eine dreifache Ernte heimholt, da müssen Boden, IKlima und menschliche Betreuung schon besonders üppig sein. Das Menschenleben ist so reich und von der Gottheit so unendlich gesegnet, daß seine Erntezeit die größte Spanne seines Erdendaseins umfaßt. Aus dem Buche der Natur hat es der Mensch gelernt, daß er nur dann eine reiche Ernte erwarten kann, wenn er mit zähem Fleiß arbeitet und schasst-
Herrlich ist bann aber die Ernte, die jeder Mensch in die Vorratskammern seines Lebens heimführen kann. Jeder Arbeiter, jeder Künstler, jeder fchaf- 'ende Mensch sieht die Ernte feines Fleißes. Ein großes Erlebnis ist es, wenn man sich sagen kann, an dieser Maschine, an diesem mächtigen Bau, an diesem Kunstwerk, an dieser organisatorischen Leitung habe ich Anteil. Jedes vollbrachte Tagwerk ft gesegnet als Teil unserer Lebensernte. Einzigartig ist aber die Ernte des Lebens, die durch die Frau mit der Geburt eines Kindes heimgeholt toirb. Gesegnet ist der Leib, der diese reiche Frucht >ur Reife bringt.


