schalls v. Kluge, des Generalobersten Strauß und des Generalobersten von Deichs, sowie die Panzergruppen unter Generaloberst Guderian und Generaloberst Hoth dem Feinde ungeheuer blutige Verluste brigebracht. Rund 310 000 Gefangene fielen hierbei in unsere Hand. 3205 Panzerkampfwagen, 3120 Geschütze und unübersehbares sonstiges Kriegsmaterial wurden erbeutet oder vernichtet.
Die Luftflotte des Generalfeldmarschalls Kesselring hat an diesem Siege entscheidenden Anteil. Die Sowjet-Luftwaffe verlor in diesem Kampfabschnitt 1098 Flugzeuge.
Der Verlauf dieser Schlacht im einzelnen wird im morgigen Wehrmachtbericht näher geschildert werden.
Vernichtete Mittionenheere.
Mit den in den heutigen Sonderberichken be- kanntgegebenen zahlenmäßigen Erfolgen unserer Ostfront haben sich die im Wehrmachtbericht vom 11. Juli gemeldeten Gesamtzahlen von 400 000 Gefangenen, 7615 Panzerkampfwagen, 4423 Geschützen und 6233 Flugzeugen auf insgesamt
895 000 Gefangene
13145 Panzerkampfwagen
10 388 Geschütze und
9 082 Flugzeuge
erhöht. Erfolge sind damit errungen, die die kühnsten eigenen Erwartungen weit üb er treffen. Sie sind in ihrem ganzen Umfang nur richtig zu werken, wenn man berücksichtigt, daß die blutigen Verluste dieses überaus zäh und verbissen kämpfenden Gegners ein Vielfaches der Gefangenenzahlen betragen.
Die Verbände des Heeres, der Waffen-^ und der Luftwaffe haben gegenüber diesem bisher härtesten Gegner an Tapferkeit und Ausdauer fast Ueber- menschliches geleistet.
Der Ueberlegenheit der deutschen Führung, der unübertrefflichen Güte der Waffen, der hervorragenden Ausbildung und Kampferfahrung der Truppen, vor allem aber dem Heldenmut des deutschen Soldaten und feiner Waffengefährten ist es zu verdanken, daß die gewaltig gerüstete Sowjetwehrmacht zerschlagen werden konnte.
hervorzuheben find die Marfchleistungen der Infanteriedivisionen, die unter Ein- rechnung der Gefechtsbewegungen teilweise weit über 1000 Kilometer zurückgelegt haben. Die gesamten Operationen in diesem Ausmaß sind nur auf der Grundlage einer hervorragenden Organisation des Nachrichtendienstes und der rückwärtigenverbindungen möglich gewesen sowie auf Grund der Tatsache, daß es gelungen ist, schon heute das Eisenbahnnetz des besetzten feindlichen Gebietes fast in vollem Umfange bis dicht hinter die Kampfzone wiederherzustellen.
Im Vewuhksein ihrer Ueberlegenheit und in der Gewißheit des Endsieges steht die deutsche Wehrmacht bereit, um nunmehr in einem neuen Operationsabschnitt den Vernichtungskampf forj- zusehen, den sie mit einer Reihe größter Siege begonnen hat.
Oer Wehrmachtbericht.
DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 6. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Ueber die erfolgreichen Operationen im O st e n ist im Laufe des heutigen Tages durch Sondermeldungen berichtet worden. Stärkere Kampffliegerverbände belegten in der Rächt zum 6. August bei guter Sicht militärische Anlagen in Moskau mit vielen Tonnen Sprengbomben und Zehntausenden von Brand- bomben. Volltreffer in Werken der Flugzeugindustrie sowie zahlreiche Brände in versorgungsbelrieben ließen den Erfolg dieses Angriffes erkennen.
An der britischen Ostküste vernichtete die Luftwaffe einen Frachter von 6000 BRT. und traf ein zweites Handelsschiff schwer. Andere Kampfflugzeuge bombardierten in der letzten Rächt mit guter Wirkung Hafenanlagen im Rordosten und
im Osten der Insel. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen mehrere Flugplätze.
In Rordafrika brach in der Rächt zum 4. August ein erneuter britischer Ausfallversuch aus Tobruk heraus im Feuer der deutsch-italienischen Artillerie zusammen. Der Feind hatte hohe blutige Verluste und verlor eine Anzahl Gefangene.
Der Feind warf in der letzten Rächt an verschiedenen Orten West- und Südwestdeutschlands, vor allem in Karlsruhe und Mannheim, Spreng- und Brandbomben. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste an Token und Verletzten. Flakartillerie und Rachtjäger schossen acht der angreifenden britischen Bomber ab.
Nachlassen der Kampfkraft bei den Sowjets.
B e r l i n, 6. Aug. (DRV.) An der gesamten Ostfront ist in zunehmendem Blaße ein R a ch l a s s e n der Gefechtskrafl der Sowjetarmeen erkenn- bar. Zahlreiche Verbände werden aus Mangel an Offizieren bereits von Unteroffizieren geführt. Der Ersah ist überhaupt nicht oder nur mangelhaft ausgebildet. Zum Teil wird er in Zivilkleidung und ohne ausreichende Bewaffnung in den Kampf geworfen. Bei den neuaufgeslelllev Verbänden fehlt es an Artillerie, besonders an schwerer. Mehrere Panzerdivisionen kämpften ohne Panzer als Fuhtruppen. Spezialtruppen, wie z. B. Luftlandebrigaden, werden ebenfalls als Infanterie eingesetzt. In überstürzter hast werden immer wieder Arbeiterwehren und Jungkommunist en-Verbände an die Front geführt. Der sowjetische Ersah hat durchweg nur geringe Gefechtsstärke und ist in sich stark vermischt.
Neue Erfolge.
Sowjetangriffe im Nordabschmtt blutig zurückgeschlagen.
Eine deutsche Infanterie-Division wies am 5.8. im Nordabschnitt der Ostfront aufeinanderfolgende Angriffe der Sowjets, die von zahlreichen Panzern unterstützt wurden, unter schweren VerlustenfürdieBolschewistenab. Eine große Zahl gefallener Sowjetsoldaten bedeckte das Kampffeld, und rund 1000 Gefangene wurden ein- gebracht. Umfangreiche Waffenbestände und mehrere Sowjetpanzer wurden vernichtet.
*
Im Raum von Wassnessensk haben deutsche Kampfflugzeuge am 5. August die gesamten Gleisanlagen sowie die Bahnhofsgebäude in der Stadt völlig zerstört. Dabei wurde ein v o l l b e l a d e - ner Munitionszug in die Luft gesprengt. Auf dem Flugplatz wurden 12 Sowjetflugzeuge am Boden zerstört. Ein bolschewistischer Pilot, der mit seiner Jagdmaschine nach Osten zu entkommen versuchte, wurde nach wenigen Feuerstößen abgeschossen.
Ein sowjetisches Kavalleriekorps, das erfolglos versucht hatte, die rückwärtigen deutschen Verbindungen in einem Abschnitt der Ostfront zu stören, wurde am 5. August von deutschen Verbänden zum Kampf gestellt. Die deutschen Truppen zersprengten das Kavalleriekorps und kreisten die einzelnen Gruppen ein. Dabei erlitt die sowjetische Kavallerie schwere Verluste.
Neue große Erfolge in der Ltkraine.
Berlin, 6. Aug. (DNB.) Die von den deutschen Truppen eingekreisten sowjetischen Verbände an der ukrainischen Front wurden am Dienstag, dem 5. August, weiter zusammengedrängt und die Vernichtung fortgesetzt. Eine sowjetische Schwadron suchte verzweifelt einen Ausweeg aus dem eisernen Ning. Sie ritt Attacke gegen die deutsche Umklammerung. Die Attacke brach im deutschen Feuer zusammen. Die Hälfte der bolschewistischen Reiter blieb tot oder verwundet vor den deutschen Linien liegen. Im Raum südlich voy Kiew warfen die deutschen Truppen in kühnem Ansturm die Bolschewisten aus Feldstellungen hinaus und nahmen 21 Bunker mode r n st e r Bauart. Die Gegenangriffe der Sowjets, die zum Teil mit Panzereinsatz erfolgten, brachen im wirkungsvollen Feuer der deutschen
Wer war Friedemann Bach?§
Von Professor Dr. Hans Joachim Moser.
In den nächsten Tagen wird in Gießen der Terra-Film „Friedemann Bach" mit Gustaf Gründgens in der Titelrolle anlaufen.
Eines der merkwürdigsten Beispiele der anscheinend nie zu beseitigenden Spannung zwischen geschichtlicher Wahrheit und romantischer Legendenbildung und damit ein Problem der Geschichtsforschung als solcher bieten Gestalt und Leben von Johann Sebastians ältestem Sohn Wilhelm Frie bemann Bach. Wenn in diesen Wochen t>ei gleichnamige Gründgens-Film durch Deutschland gehen wird, der sich dem Roman von Emil Brachvogel (1858) weit enger anschließt als dem aktengetreuen biographischen Bericht des im Weltkrieg gefallenen jungen Forschers Martin Falck, so ist das selbstverständlich das gute Recht der Verfilmung. Hatte nicht auch der historische Egmont ein Holzbein und viele Kinder — wer wird ihn ernstlich gegen den Goetheschen eintauschen wollen? Es war Emil Brachvogel, dem biedermeierlichen Berliner Theatersekretär, nicht zu verwehren, daß er seinen Romanhelden so frei zeichnete, wie er wollte, falls es als wirklicher Künstler dabei verfuhr; und wie wir als Sekundaner mit heißen Schauern die Zigeunerabenteuer feines Pseudo-Friedemann mit erlebten, so werden sie vielleicht auch noch künftige Generationen bewegen.
Damit kommen wir zu dem geschichtlichen Mann selbst. 1710 in Weimar als Sohn des damaligen dortigen Hofkonzertmeisters Bach und von dessen Base Maria Barbara, der Tollster des als Orgel- und Motettenkomponisten wohlangesehenen Joh. Michael Bach geboren, trug er von zwei Seiten den Bachschen musikalischen Erbstrom in sich. Zunächst verlief sein Leben in durchaus „normalen" Bahnen, soweit man bei einem so einzigartigen Elternhaus von Norm sprechen darf. Nachdem er zehnjährig die Mutter verloren, war Friedemann der Lieblingsschüler seines Vaters. Um 1730 schreibt
der Zwanzigjährige herrliche Sonaten — für ein und zwei Klaviere, Klavierkonzerte, Trio-Sonaten — alles auf der Schwelle zwischen dem musikalischen Hoch- und Letztbarock seines Vaters und dem alla- modischen Rokoko seiner eigenen Generation.
1733 wird Friedemann aus dem Leipziger Elternhaus als Sophienorganift nach Dresden, nach vierzehnjähriger gesegneter Amtstätigkeit zum Organisten der Marktkirche nach Halle berufen. Hier heira- tet er, erst ein Jahr nach dem 1750 erfolgten Tod des Vaters und weithin als der „Höllische Bach" verehrt, eine in guten Vermögensverhältnissen stehende Dorothea Elisabeth Georgi, die ihm drei Kinder schenkte. Es ist die Zeit, aus der die Mehrzahl seiner Kirchenkantaten stammen wird — von wann die hochbedeutenden, auf Beethoven vorausweifenden Klavierpolonäsen herrühren mögen, steht dahin. Noch 1762 bemühte sich der Darm« städtische Hof, Friedemann als Nachfolger des soeben verstorbenen berühmten Hofkapellmeisters Christoph Graupner zu gewinnen.
Und erst nun, in seinem 52. Lebensjahr, beginnen Züge zugleich der Unrast und der äußeren Trägheit an seiner bürgerlichen Existenz zu nagen. Er, dessen „gute Conduite" noch eben von der Kirchenbehörde gerühmt worden war, läßt nach monatelangen Verhandlungen mit dem hessischen Hof die Berufung unbegreiflicherweise verfallen, tritt von seinem hallischen Kirchenamt zurück, verzieht mit seiner Frau, die allmählich das elterliche Besitztum auf« zehren muß, und einer allein überlebenden Tochter nach Braunschweig, dann nach Göttingen. An beiden Orten möchte man ihn, den gewaltigen Orgelimprovisator, fesseln (der junge Musikgelehrte For- k e l war hier sein verehrender Adlatus, den er gegen Geld in die — heute zum Teil verschollenen! — Kantaten Sebastians Einblick nehmen ließ, und 1776 übergab er diese unschätztzbaren Nachlaß-Manuskripte dem Professor E s ch e n bu r g in Braunschweig zur Auktion, um drückende Schulden loszuwerden.
Dann zog er nach Berlin, wo er in der Prinzessin Anna Amalia, der wunderlichen Schwester des Alten Fritz, einer Dame mit gänzlich reaktiv-
Truppen zusammen. Bei diesen Kämpfen wurden zahlreiche Gefangene gemacht. Deutsche Verbände und rumänische Truppen unter General Antonescu erzielten in der Ukraine gegen die teilweise zäh kämpfenden Bolschewisten neue Erfolge. In diesen Kämpfen erbeutete eine rumänische Kavalleriebrigade eine Anzahl von Panzern und Geschützen, sowie einen sowjetischen Munitionszug. Die Sowjets erlitten schwere Verluste.
Rumänische Auszeichnung deutscher Truppenführer.
Bukarest, 6. August. (DNB.) Der Oberbe- sehlshaber der deutsch-rumänischen .Front, General Antonescu, zeichnete drei deutsche Führer großer Truppenverbände mit der höchsten rumänischen Kriegsauszeichnung, dem Orden „Michael der Tapfere" im Namen des Königs als eine Anerkennung ihrer Truppen- führung und ebenso der Tapferkeit der an der rumänischen Front kämpfenden deutschen Soldaten aus. Die drei Offiziere dankten für die Auszeichnung und versicherten, sie immer mit Stolz neben dem Eisernen Kreuz zu tragen.
Die rumänischen Zeitungen bringen Reportagen über die Verleihung an den Oberbefehlshaber einer deutschen Armee, dem der General erklärte: „Ich fühle mich verpflichtet anzuerkennen, daß wir die Befreiung Bessarabiens und der Bukowina in großem Maße dem unübertrefflichen Heldentum und Opfersinn der unbesiegbaren deutschen Wehrmacht zu verdanken haben. Ein Ehrenplatz-^m Goldenen
Buch des rumänischen Volkes gehört der deutsch^ Wehrmacht und nicht minder Eurer Exzellenz. Dy Führer der deutschen Armee erwiderte: „Ihre Wehi. macht, mein General, und die deutsche Wehrmach haben eine gemeinsame Aufgabe und eii^ gemein fames Ziel: Die Schaffung einer glücklicheren Zv Eunft für unsere beiden Völker. Dieses gemeinsam Ziel verbindet uns und befähigt uns zu den höchste, Leistungen. Alle meine Soldaten haben nur eine, Wunsch: Lassen Sie uns für immer bleiben: gun Kameraden und treue Kampfgefährten, die ifo Pflicht tun für ihr Vaterland: Rumänien uni Deutschland.
Das Ritterkreuz
für General Antonescu.
DRV. AusdemFührerhauptquartier 6. August. Aus Anlaß der Befreiung Beffarablety von bolschewistischer Zwangsherrschaft verlieh bei Führer und Oberste Befehlshaber der Wehnuoch dem rumänischen Staatsführer uri Oberbefehlshaber deutscher und rumänischer Iru^ pen General Antonescu das Ritterkreuz d« Eisernen Kreuzes. Der Führer ehrte damit bei gemeinsamen im Rahmen der Operationen wichtige Waffenerfolg unter der unerschrockenen tapfere, Führung des Generals Antonescu. Der Führr nahm die Auszeichnung heute an der $ übfront ds östlichen Kriegsschauplatzes perfönllch vor.
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von denen sie bereits Tausende erlegt haben.
für die Afrikaner schmackhafte Fleisch und die Feilt ihrer Feinde sind den Eingeborenen eine willkoav mene Zugabe.
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befindet sich hauptsächlich in dem von dec deutsch!» Luftwaffe wiederholt bombardierten Sfabftdl nordostwärts des Moskwa-Vogevr. ferner im Rordwesten der Stadt in der TUN des Zentralflughafens und in dem Moskauer ort Tufchimo. Mit dem erfolgreichen Vomback» ment auf die Flugzeugmotoren- und Zelleuweril hat die sowjetische Rüstungsindustrie einen weilt ren schweren Schlag erhalten.
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Der neue Angriff.
Berlin. 6. Aug. (DRB.) Der erfolgreiche Angriff der deutschen Luftwaffe in der Rächt zum 6. August auf Rüsiungsfabriken in Moskau hatte vorwiegend Flugzeugzellenwerke neben anderen kriegswichtigen Anlagen zum Ziel. In dem befohlenen Zielraum nordostwärts des Moskwa- Bögeus brachen zahlreiche Brände aus, die sich rasch ausdehnten. Die Moskauer Flugzeugindustrie
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närem Geschmack, die Mäzenin zu finden hoffte. Doch besaß diese bereits in dem tüchtigen Bachschüler Johann Philipp Kirnberger einen Hauskapellmeister, der eifersüchtig diese Bemühung Friedemanns zu durchkreuzen trachtete. Die Prinzeß ließ sich nicht weiter für Friedemann Bach erwärmen, dessen Phantasieren auf der Orgel der alten Berliner Garnisonkirche noch der junge Zel - t e r bewundert hat. Bach geriet immer mehr in Not und zeigte wunderliche Spuren geistiger Verwirrung, zu denen zählt, daß er jetzt hie und da Werke seines Vaters für eigene und eigene für solche seines Vaters auszugeben begann. Am 1. Juli 1784, also mit 74 Jahren, starb Friedemann zu Berlin in völliger Armut. Dies ist ungefähr das einzige, was an Brachvogels Mythe mit der Wahrheit übereinstimmt; von der Oper „Lausus und Lydie" (die aber nie aufgeführt worden ist) weiß man nur, daß sie 1778/79 teilweise entworfen wurde, jedoch verloren ging. An Friedemann Bach hat sich die Tragik eines zwischen die Zeiten gestellten „Zwischenmeisters" erfüllt. Er konnte sich von den Formen der vorigen Generation, die in seinem Vater den nicht mehr überbietbaren Gipfel gefunden hatte, nicht völlig lösen, besaß aber auch nicht die Sprungkraft in den kommenden Stil hinein, der diesmal derart weit sich vom Gewesenen distanzierte, daß die Zeitgenossen von einer „Katastrophe der Musik" sprachen. Ihr fiel er zum Opfer wie so mancher handfeste Bachianer damals, auch der gelehrte Epigone Kirnberger. Um 1820 kamen dann allerlei „wunderliche Musikgenies" wie der Geiger Scheller, der Kantor Böhner auf, und es sind zum Teil Züge von ihnen, die der Leipziger Rochlitz auf Friedemann übertragen hat — als Leiter der „Allgemeinen musikalischen Zeitung" hat er E. T. A. H o f f m a n n und C. M. v. Weber als Autoren eines Friedemann-Bach-Romans gewinnen wollen. Als diese Meister auswichen, hat Brachvogel das Erbe übernommen. Ueber den „echten" Friedemann hat kürzlich Kurt Arnold F i n d e i s en I auch einen lesenswerten Roman verfaßt. Doch schon hinreichend romanhaft schrieb — wenn auch schlichter — das Leben selbst Friedemanns Geschichte.
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Zeitschriften.
— Im letzten Heft der Monatsschrift „Kurß dem Volk" (Verlag Heinrich Hoffmann, Wie"! lesen wir u. a. einen schon thematisch ungewöhn' lichen und reizvollen Beitrag „Mode im Spie^i der Kunst", von Ann Tizia Leitich, eine „Bekroch tung vom Standpunkt der Wiener Mode" zu d dc ; züglichen Wiedergaben von Bildnissen Angelir, Makarts, Kriehubers, Winterhalters und anderes heute kaum noch bekannter Porträtisten; auch Florentiner Selbstbildnis der Angelika Kauffmaiv („Vestalin") findet sich in der Reihe. Aus bei) übrigen Inhalt fei ein ebenfalls ausführlich M' gut bebilderter Beitrag über das Werk des SOjcfr rigen Wiener Malers Carl Moll und eine Ab Hard lung „Kupferstich und Radierung" hervorgehobei (mit Proben aus dem graphischen Werke von fas von Leyden, Dürer, Rembrandt, Goya, Callol, Manet und Boehle); zum 500. Todestage des 3^ van Eyck findet man einige Ausschnitte vom Getue! Altar.
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Infolge des bisher bestehenden Abschußverbot« N?n haben sich die Paviane im Südwestafrika ungentefl^ tarc stark vermehrt, so daß sie bereits zu einer L plage geworden sind. Sie verwüsten die Felder
Wie die Brandwolken auf dieser Ausnahme eines deutschen Aufklärers bewerfen, standen die Fabrik« .
im Moskauer Stadtteil Krassnaja Pressnja, der zahlreiche Rüstungsbetriebe umfaßt, noch am Tagt; di
nach dem ersten nächtlichen Bombenangriff unserer Kampfflugzeuge in Flammen.
(Ausnahme: PK.-Lu ftwaffe-Atlantic°M.)
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in der Morgendämmerung die Siedlungen der fit reros zu überfallen, die Dächer abzudecken und des Geflügel die Hälse umzudrehen. In letzter Ai! gingen sie sogar dazu über, rudelweise auf befl j Felde arbeitende Negerinnen zu jagen und sie A steinigen. Die Behörden haben sich deshalb dringende Bitten der Schwarzen entschlossen, nim mehr den Abschuß der Paviane freizugeben. Seit dem veranstalten die Hereros, mit allen möglich „Waffen"- ausgerüstet, Treibjagden auf die Asst
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