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Alottenstühpunkt Alexandria durch. Bomben.
Unser Bild zeigt einen Teil der Hafenanlagen von Alexandria (Scherl-Archiv)
Berlin, 6. Juni (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Luftwaffe führte den Kampf gegen die britische Versorgungsschiffahrt mit gutem Erfolg ro* ter. Jn der letzten Nacht versenkten Kampf, flugzeuge vor der schottischen O st k ü st e aus stark gesicherten feindlichen Geleitzügen heraus drei Handelsschiffe mit zusammen 15800 BRL. und beschädigten vier weitere große Schiffe schwer.
Ministerrat in Vichy.
Französisch-Afrika im Vordergrund.
In Ostafrika hat die feindliche Artillerie un>; sere Stellungen längs des Omo-Flusses im Abschnitt von Abalti (Gala und Sidamo) inten.
konnte.
Jn Nocdafrika bekämpfte die deutsch-itn. llenische Artillerie britische Batteriesiellungen, Muni, tionslager und Wasserversorgungsanlagen bd Tobruk mit guter Wirkung.
Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden weder bei Tag noch bei Nacht stall,
Oer italienische Bericht.
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Flucht her britischen Kolonie.
Damaskus, 6. Juni. (DNB.) Der Bomben» angrrff deutscher Kampfflieger auf Alexandria hat bie Nervosität der britischen Militärbehörden außerordentlich gesteigert. So wird die E v a k u - lerung der britischen Kolonie seit dem Angriff in der Nacht zum 5. Juni mit einer hast betrieben, daß hier schon von einer wahren Flucht gesprochen werden muß. Nur mit dem Notwendigsten versehen, mußten die Angehörigen der britischen Kolonie ihre Häuser verlassen und wurden ins Innere von Aegypten abtransportiert.
sie und legt einen breiten Sperrgürtel um das Ziel. Es schreckt nicht — es ist ein im Angriff schon gewohntes Bild.
Speicher und Tanks in Flammen.
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Rote Feuer über Alexandria
Bomben schwersten Kalibers fielen.
Von Kriegsberichter Anton Dietz.
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Aber das sind nicht unsere Sorgen, um so weniger, als Jie in ihren letzten Konsequenzen auf eine politische Wahnvorstellung begründet sind, auf die Vorstellung nämlich, von dem Kampf **' r. -"ien Amerika und
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um die „Weltherrschaft" zwisch, ________________
»land. Aus erschütternde Weise wird jedoch bei ethoden und Formulierungen, mit denen in den USA. eine Kriegspsychose erzeugt wird, klar, daß die amerikanische Ideologie auf eine politische Utopie oder — um es noch klarer auszudrücken — auf den gewissenlosesten und verbrecherischsten Betrug, den die Welt gesehen hat, aufgebaut ist: auf die Lüge der von Deutschland und seinem politischem System erstrebten „Weltherrschaft". Ebenso erschütternd ist es, daß, wie oft in Zeiten politischer Hochspannung, die praktische politische Vernunft und der gesunde Menschenverstand plötzlich außer Funktion gesetzt zu sein scheinen und in den USA. heute der Demagogie politischer Hochstapler und Hasardeure das Feld überlassen bleibt.
DNB. ..., 6.Juni. (PK.) Nach seiner Flucht aus Kreta zog sich der Engländer mit seiner vielgepriesenen Flotte nach Alexandria zurück, mit Schiffen und Menschen, die ihr Leben in Sicherheit zu bringen suchten. Aber nicht in ruhiges Land führte die Fahrt. Deutschlands Luftwaffe bleibt dem Feind auch weiterhin an der Kehle, heute ist Alexandria kein sicherer Ort mehr. Jn der Nacht zum 5. Juni mußte das die Stadt an Aegyptens Küste bitter verspüren.
Wie die Männer strahlten, die schwarzen Gesellen, die Bombenwarte und ihre wackeren Helfer. Was heißt hier schon Gluthitze, was Schweiß, Durst, alles Ungewohnte dieser südlichen Zone, heute werden Bomben geladen, Bomben schwersten Kalibers. Alexandria ist das Ziel. Solche Verheißung zündet und reißt mit. Es geht wieder mit vollen Segeln gegen den Feind. Pausenlos. Einer der Soldaten findet noch Zeit genug, mit Pinsel und weißer Kalkbrühe in einer alten Blechbüchse bewaffnet, von Bombe zu Bombe zu wandern und den Riesenleibern aus hartem Metall einen Segenswunsch aufzumalen.
Der Süden birgt Widersprüche in sich. Längs der Wege blüht in lebendigen Farben Oleander, leuchten Akazien, treiben mannshohe Kakteen in die höhe, ragen dunkle Zypressen spitz in den Himmel. Daneben liegt oft und oft kahles, aus- getrocknetes Land, hinter unseren zum Start rollenden Maschinen ziehen breite, dichte Staubschwaden her, die bald auch die letzten Umrisse der großen Vögel verwischen. Der mehlige lehmbraune Dreck findet auch durch die fleinften Ritzen einen Weg.
In den Flugzeugen spukt es wie bei einem wild-' tobenden Orkan. Die Hände vor die Augen schützend gebreitet und dem dichtesten „Mief" gefolgt, das bleibt als einzig sicheres Orientierungsmittel auf dorn Weg zum Startplatz. Wir könnten fluchen und tun es nicht. In wenigen Minuten wird auch dieser schon fast gewohnte Spuk vorüber sein.
Wir schweben über das weite, endlose Meer, das sich hier nach Süden bis dicht an den Flugplatz heranschiebt. Schwer heben sich heute die Maschinen vom Boden ab, schwerfällig trotz des bereits aus- gsworfenen überflüssigen Ballastes. Kein Wunder! Bomben schwersten Kalibers hängen unter. dem Leib, und Bomben füllen die Schächte. Viele, viele hundert Kilometer sind zurückzulegen, denn weit entfernt liegt das Ziel, liegt Alexandria.
Wasser, nichts als Wasser da unten. Strahlend blau teuchtet es in der Sonne.^Die Wellen erscheinen wie kleine weiße Streifen, die sich einander jagen. Man mag eine Weile diesem Spiel folgen, dann wird auch das langweilig. Kursberechnungen und schließlich hin und wieder ein witziges Wort über das Bordmikrophon halten frisch und bringen angenehme Abwechslung.
Nachts über der Aleeresrveite.
hin und wieder auf die Uhr geschaut. Jede Stunde, jede halbe Stunde, jede Minute wird abgerechnet, die zwischen Start und Zielen liegt. Die Hälfte des einen Weges liegt hinter uns. Die Sonne im Westen sinkt und verschwindet schließlich tief hinten am Horizont unter dem Wasserspiegel. Die Dämmerung bricht herein. Nacht! Das Meer ist grauschwarz geworden, und nur hin und wieder spiegelt es noch blinkend herauf.
Der Kurs bleibt südlich gerichtet. Alexandria kann nicht mehr fern sein. Der aufkommende Mond erleichtert die Sicht. Plötzlich meldet der Funker: Land voraus! Weit vorn blitzt es weiß auf ... die Küste. Augenblicke später hängen wie kilo- meterlange Lichtarme Scheinwerfer am Himmel. Sie schneiden sich und greifen suchend um» yer. Das Donnern der Motoren hat den Feind auf Den Plan gerufen. Bald mischen sich in das Spiel ! der Lichter auch die ersten Mündungsfeuer mitt- i lerer und schwerer Flak. Wie besessen feuert i
um es gerade Deutschland ist, das im neuen Europa fuljrt, unb wie es sich das Recht und die Pflicht zur Führung erworben hat, wissen wir. Das bedarf keiner Begründung.
Deutschland, die .Hauptstadt der Welt", als Formulierung dafür, daß Deutschland auf dem Wege errschaft" sich befinde und zwangsläufig nach dem gewonnenen Kriege gegen England in die westliche Hemisphäre einfallen und Amerika mit Kriea überziehen wolle, — das ist eine Erfindung «I und wahnwitzig ist, daß sie
sich selber richten müßte, wenn sie nicht mit einem ungeheuren Aufwand von Hetze und Lüge und Der- leumbung einem Volke eingehämmert würde, das unglücklicherweise aus mancherlei Gründen für eine l°lche Hetzpropaganda besonders anfällig ist, nicht zuletzt wegen seiner allzu kurzen eigenen geschichtlichen Erfahrung.
Deutschlands Weg zur „Weltherrschaft", das ist solch ein Wahnsinn, daß man sich fragen muß, wer von den USA.-Kriegchetzern und ihren Hintermännern etwa selber daran glaubt. Glauben Roosevelt unb seine Berater als Exponenten der Kriegshetze im Ernst daran, daß Deutschland die Weltherrschaft erstreben und Amerika angreifen will? Selbstver- stänlich glauben sie das nicht! Sie können das als Politiker — um das Wort Staatsmann zu vermeiden —, die die Zusammenhänge kennen und fbene-n alle Informationen zugänglich find, gar nicht
Jtn Mittelmeerraum führten Verbände da ijö', deutschen Luftwaffe in der Nacht zum 5. Juni einen besonders erfolgreichen Angriff gegen den britisch«
meer ein feindliches U-Boot versenkt.
In der Nacht zum 5. Juni hgben feindliche Flug« zeuge Rhodos mit Bomben belegt.
In Nordafrika wurde an der Front voitz Soll um ein feindlicher Vorstoß zurückgewiesen, Unsere besonders aktive Artillerie hat im Hasen pon Tobruk vor Anker liegende Schiffe beschoss^ Fliegereinheiten haben erneut die Verteidigungsanlagen von Tobruk bombardiert. Eine Hurrikane wurde von unseren Jägern abgeschossen.
Feindliche Flugzeuge haben Bomben auf Bengasi und auf Demo abgeworfen.
In der Zone von 23 ar b i a wurde eine Grup« englischer Soldaten unter dem Befehl eines ziers, die mit einem Motorboot von der Insel Kretv geflohen waren, gefangengenommen.
glauben. Roosevelt unb feine helsersheiser müssen nach jener alten Parole jjaltet den Dieb!" so reden und handeln, als bedrohe Deutschland den amerikanischen Äontinent, weil sie die handlanger von Mächte ns ind, die in der Tat auf tfyre Art d i e Weltherrschaft erstreben, nämlich die Mächte des internationalen Finanzkapitals unb b e s Dollar. Imperialismus! Noch einmal wollen diese Machte die Herrschaft des Goldes über.die Völker und deren eigene Lebensinteressen aufrichten. In den USA. ist die letzte Bastton des vergehenden kapitalifttsch-imperialistischen Zeitalters, das nicht erkennen will, daß feine Zeit abgelaufen ist.
Nein, Berlin ist nicht die Hauptstadt der Welt", und wir sind nicht vermessen genug, solch einen Rang für Berlin zu wünschen und zu erstreben! Wenn die mit dieser Lüge verbundene Ab-! sicht nicht so verbrecherisch wäre, würden wir Herz-1 haft über diese Vorstellung lachen. Aber um so sicherer steht allerdings etwas anderes fest: Berlin ist der Kern eines neuen, erneuer« ten Europas, und das allerdings in einer so schöpferischen, konstruktiven und tatkräftigen Weise, daß die Pläne der Kriegshetzer jenseits des Atlan-1
Die französische Armee sichert Syrien.
Beirut, ö. Su-nt. (DNB.) Jn einem Tagest-' fehl an die Levante-Streitkräfte verwahrte sich (9e* neral D e ntz gegen die verleumderischen Unterste!« langen, daß Frankreich Syrien räumen unb gar auf geben wolle. Die französische Regierung wolle, daß Frankreich im Rahmen einer europäischen Politik lebe. In diesem Sinne fordere Marschall Pötain, daß die Syrien-Armee den ihr anoertrauten Besitz bewahre.
Umbildung der ägyptischen Regierung verschoben.
von den amerikanischen Kriegshetzern betriebene Unterstützuna Englands sogar eine gewisse Logik: wenn der Angriff des auf dem Wege zur diktatorischen „Weltherrschaft" begriffenen Deutschlands auf Amerika unausweichlich ist, so ist es besser, den Kampf aufzunehmen, bevor England endgültig befielt ist, denn dann kann man den Rest der Verteidigungskraft Englands und seines Empire, aufgepulvert durch die amerikanischen Lieferungen, aktiv für den Kampf der Vereinigten Staaten einsetzen!
Das scheint auch durch die demagogisch raffinierte Formulierung der Thompson bestättgt zu sein: daß die amerikanischen Kriegshetzer und ihre Hintermänner England unb dasbritische Weltreich bereits so ober so abgeschrieben haben! Die eigentliche und letzte Entscheidung soll, der Thompson zufolge, zwischen Washington und Berlin, zwischen der demokratischen „Freiheit" ameri-
Rom, 6. Juni. (DNB.) Wie aus Kair-o bekannt wird, ist über eine Umbildung des ä g n ptischen Kabinetts trotz ausgWehnter Besprechungen keine Einigung zwischen beitt Ministerpräsidenten Hussein Sirri Pascha und den Dorfitzenden der politischen Parteien zustandegekoin- men. Der Ministerpräsident hat demzufolge be» schloffen, daß das Kabinett unverändert im ... v,-: ------ iAint verbleibt und eine Umbildung auf un-
”F5 i'h^m verbrecherischen Geschwätz von bestimmte Zeit verschoben wird.
Deutschlands Weg zur Welcherrschaft daran scheitern Die Wafd - Partei hat es ab gelehnt, sich mcr&eru I an der von Hussein ©irrt Pascha neu zu biDend^
“ —1 Regierung zu beteiligen. Die Partei begründet dicht
Vichy, 6. Juni. (Europapreß.) Die Sitzung des französischenMinisterrats, zu der sich die Regierungsmitglieder am Freitagmittag versammelt hatten, dauerte etwa zwei Stunden. Rach ihrer Beendigung wurde die folgende amtliche Mb teilung ausgeaeben:
„Der Ministerrat ist heute morgen unter dem gorfig non Marschall Pötain zusammengetreten. Der Minister rat hat sich mit den auf Franzö- ft s ch-A f ri k a bezüglichen Fragen besaßt. Der französische Generaldelegierte in Nordafrika, Wey- g a n b , der französische Generalresident in Tunesien Admiral E st e b a , und der Generalgsuverneur von FranzösischMestafrika, Boisson, haben an den Beratungen teilaenommen. Der Rest der Beratungen war laufenden Angelegenheiten gewidmet."
Fragen der Verteidigung des französischen Kolonialreiches stellen sich, was Tunis betrifft, besonders unter dem Gesichtspunkt der letzten englischen Born- benangeriffe auf den tunesischeen Hafen von Ssax.
Tatsächlich aber begreift, nicht nur die historische Erfahrung, sondern die unverwirrte politische Vernunft, daß die Alternative: Weltherrschaft von Berlin ober von Washington aus, ein Wahnwitz, eine glatte Unmöglichkeit unb zudem ein weltgeschichtlicher Anachronismus ist! Dor zwei Jahrtausenden als von Rom aus die damalige Wett, eine räumlich allerdings im wesentlichen auf die Länder rings um das Mittelmeer begrenzte Welt, beherrscht wurde, gab es zwar so etwas wie eine Hauptstadt der Welt, heute ist die Vorstellung der von einer Hauptstadt, einer politischen Zentrale aus beherrschten Wett zugleich eine politische Wahnvorstellung unb eine ungeheuerliche Vermessenheit!
Die Entwicklung der Welt verläuft zweifellos in der Richtung ber Herausbildung von p o l i - tischen Großräumen. Das begreifen wir als Anhalt und Gesetz einer neuen geschichtlichen Entwicklung, die sich zwangsläufig vollzieht. Eine spätere Zeit wird erst voll ermessen können, welch Glück es war, daß schon zu Beginn dieser geschichtlichen Entwicklung der Entstehung von Grosträumen die neue von Deutschland ausgehende europäische Ordnung die Einheit Europas begründete und vollendete und damit Europas Gesamtschicksal einen neuen gewaltigen Auftrieb gab! Berlin als Zentrum Europas, jawohl, das läßt sich begründen, obwohl diese Rolle Berlins im System der neuen europäischen Ordnung eine andere ist, als die ameri- konische „Demokratie" es sich vorstellt, die die Begriffe Hauptstadt und Vorherrschaft mit der Vor- stellung von Vergewaltigung und Unterdrückung verbindet, weil die politische Praxis der sogenannten „Demokratie" tatsächlich in Vergewaltigung und Unterdrückung völkischer und politischer Selbständigkeiten besteht. In Europa aber ist die geschichtliche Entwicklung der Großräume mit einem neuen System des selbständigen Bestandes unb der Weiterentwicklung natürlicher völkischer und staatlicher Ordnungen verbunden! Jede Nation wird ihr eigenes autonomes Leben im Rahmen der gesamteuropäischen Ordnung leben, unb wir hoffen unb glauben, daß eine neue politische unb kulturelle Blüte Europas bie Folge fein wird!
Daß der heutige Entscheidungskrieg unseres Zeitalters noch einmal in Europa selber die Brandfackel entzündet hatte, bis sie überall von der deutschen Wehrmacht ausgetreten worden ist, ist allein die Schuld Englands, das Jahrhunderte lang die Einigung Europas immer wieder Hintertrieben unb verraten hat. Berlin, bas Zentrum Europas — das gilt in diesem Sinne, daß Berlin die Hauptstadt Deutschlands ist, das in voller Erkenntnis feiner geschichtlichen Verantwortung und seines geschichtlichen Auftrages die Führung im neuen Europa Übernom- fiten hat. Daß einer führen muh, wo viele versammelt find, braucht nicht begründet zu roerben; wcrr-
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Den Verso rgungsanlagen des Riesenhafen s gilt es heute. Dicht und dicht breiten sich Lagerhallen und Oeltanks am Hafen von Alexandria aus, die Speicher, aus denen die Flotte Seiner Majestät im Mittelmeer ihr wichtigstes Lebensgut, den Brenn st off, nimmt. Die ersten Maschinen werfen schon! Brandbomben, dann eine riesigeDeto Nation, ein Flammenkegel bildet sich, ein Riefenbrand ist entfacht unb dient fürderhin als beste Zielanweisung. Und es fallen Bomben aufBomben. Wie ein großer schwarzer Schatten huscht unter dem Leib ber Maschine ein Riesenkoloß hinweg unb rast mit ungeheuerer Geschwindigkeit in die Tiefe. Meter höher springt das Flugzeug. Fester als vorher liegt die Hand des Flugzeugführers am Steuerknüppel, um den Schock ab zu fangen, den die plötzliche Erleichteruna des braven Vogels bewirkt. Unb wieder ein Treffer ba unten. Der Bombenmechaniker schreit es mit । r. ■ « • « , , „ - - - -»■
überspringender Stimme durchs Bordmikrophon flö> abeT mit geringem Ergebnis beschossen. £Äf"Stte5lÄDmmm6ant Wn< Tagesalarm in London.
Weit, weiter als vorher scheint der Rückweg, der Stockholm, 7. Juni. (DNB. Funkspruch.)' Flug durch bie dunkle Nacht. Das Dröhnen der L o n d o n hatte am gestrigen Freitag, wie ein Low Motoren ist das einzige, stetig gleichbl erb ende Lied, doner amtlicher Funkspruch meldet, einen län- Manch ein frisches Wort fällt zur Abwechslung. goren Tagesalarm.
Man kann auch froh sein, wirklich ftoh. Nach \ K n t i
Mexandria, die große englische Bastton JkKP OeF ButiSF btt Käse!
«halten. Das USA.-Bott soll sich für England
Alexandria toeitcr einschränken.
r .... . _..L . Washington, 7. Juni. (DNB. Funkspruch)
Die große ägyptische Hafenstadt Alexandria Der U8A.-Landwirtschaftsminister W i ck a r d er- von den Engländern als britische Flottenbasis suchte, Associated Preß zufolge, das Volk der Der. Mißbraucht. Das hat dazu geführt, daß diese alte einigten Staaten, den Verbrauch an Käse ein- unb berühmte Stabt bombarbiert moröen ist. Das zuschränken, damit erhöhte Mengen für 6ng- "AMe Gruße der deutschen Luftwaffe ...land verfügbar seien. Nach Ansicht Wickards Gruße freilich, die in erster Lmie der englischen verlange er mit diesem Ersuchen nicht zu viel voi» Flotte unb den von den Engländern benützten dem U8A.-Dolk, da Käse auf dem Speisezettel der riegswlchttaen hafenelnrichtunaen gegolten haben. Vereinigten Staaten nicht so stark wie in Englankl ©rofre. in den Vordergrund trete. Gleichzeittg forderte Aon im klaUchen Altertum als Wickard die USA.-ftarmer auf, die Magermilch. X P s &rf?en W^rnn^t ch unb i b.e h^r hauptsächlich für die DiehMerun,
ofr ix • r ^ststlst.chasteri berühmt. Das neue verwandt hätten, für den menschlichen 23er- Alexandnen wurde viel genannt, als es 1798 von b r a u ch zu verwenden. I
nac^ Nachdem erst kürzlich die Zuteilung verbilligter
rtfnw* bombardierten es die Eng- Butter an die minderbemittelte Bevölkerung dec
F ^ eröffneten damit bie Epoche ihrer Be-1 USA. zugunsten der Hilfe für England eingestellt Das moderne Alexandrien werden mußte, mutet man dem USA.-Dolk jetzt roei- Million Glnwohnttr, Ht mit tere Entbehrungen zu, um das reaktionäre Churchill- ver- Regime in England am Leben zu erhalten. Dabei oF* Automoblfftraßen nach wurde von zuständiger amerikanischer Seite erst n d>t nur 9ht ™ TI- kürzlich festgestellt, daß in den Vereinigten Staaten, :
SIw ®-Ur • sondern auch bie halb- dem reichsten Land der Welt, 45 Millionen
% °ußerord«n«,ch «unstige Lage Menschen unterernährt sind. 1
ber Stadt hat es ihr ermöglicht, die Folgen jenes 1 ■
Bombardements der Engländer vom Jahre 1882 relativ schnell zu überwinden, obwohl damals auch das europäische Quartier in Trümmer gelegt wurde. Das war ein reiner Grausamkeitsakt, bestimmt, den widerfpenstigen Aegyptern zu zeigen, „was eine Harke ist , will sagen: was englische Schiffskanonen gegen einen unb em öffneten Gegner vermögen.
kanisch-plutokratischer Prägung unb der auf dem Wege zur Weltoetsklavung begriffenen „Nazidikta- tur", zwischen Amerika unb Deutschland-Europa, aus getragen werben. Englanb würbe — immer den geheimen Gedankengängen dex transatlantischen Kriegshetzer folgenb — so ober so verbluten, mit unb ohne amerikanische Englandhilfe, unb selbst im Falle eines ,/Sieges" Amerikas bliebe für England fein anderes Schicksal, als das eines amerikanischen Vasallenstaates.
Man kann annehmen, daß die wahre Haltung der transatlantischen Kriegshetzerclique noch weit brutaler und zynischer gegenüber England ist, etwa in der Richtung dieser Uebeflegung: je mehr England mit immer größerem Kräftoerlust Zur Fortsetzung des Kampfes angetrieben wird, um so mehr wird es sich verbluten, um so hilfloser wirb es gegenüber den geheimen Absichten Amerikas fein, unb ein um so größeres „Recht" wirb sich Amerika erworben haben, die Erbschaft des Empire anzutreten. Es mag beinahe paradox erscheinen, aber es steht eine eiskalte Lo^ik unb Berechnung hinter dieser Gleichung: je tödlicher England und fein (Empire infolge ber am er i konischen Hilfe erschöpft sein wirb, um fo müheloser w ird Amerika den alten Konkurrenten En gl and schließlich erledigen unb auspLünbern können!
Vielleicht gibt es in England selber Männer, die eine Vorahnung dieses Schicksals und ein Gefühl für bie wahrhaft grausige Ironie des Schicksals haben, daß längst schon mit den England ab gepreßten Sicherungsübereignungen unb Abtretungen an Amerika ber künftige Erblasser England bereits zu Leibzeiten auf sehr gewalttätige Weise von ungebulbigen Erbschleichern „beerbt" wird! Unb vielleicht gibt es in England sogar Männer, die Sbas von Amerika zugeb achte unwürdige unb yfe Ende Englands — entsprechend Englands eigenem brutalen und verräterischen Verhalten seinen ehemaligen Verbündeten, von Polen bis Griechenland, gegenüber — ahnen und also eine Vorahnung davon haben, welches Schicksal dem im Kampfe erschöpften und ausgebluteten und als Bundesgenosse mertlos gewordenen England von seinen amerikanischen „Freunden" droht!
Rom, 6. Juni. (DNB.) Der italienische Wehm machtbericht vom Freitag hat folgenden Worttaul;
Jn ber Nacht zum 6. Juni hat untere LufttvaW M die Festung Gibraltar sowie die Flugplätze!
Hal Far und M i c a b b a (Matta) bombardierLM^U^- Cins unserer Torpedoboote hat im zentralen Mittel«
treffet in der Nähe der britischen Oellager lösten :lolL| einen großen Brand aus, der von den Besahungev lÄL noch lange Zeit nach dem Abflug beobachtet werden!


