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Eichener Anzeiger

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Der Reichsaußenmlnlsler von Ribbentrop gab um 6.30 Uhr vor Vertretern der deutschen und ausländischen Presse im Dundesratssaat eine Erklärung der Reichsregierung ab, in der dargelegt wird, daß Deutschland dem Treiben einer verblendeten Regierung in Athen und einer Clique von notorischen serbischen Verschwörern in Belgrad, die mit den Engländern gemeinsame Sache machen, seil Monaten zugesehen habe und dah alle Bemühungen, Griechenland und Jugoslawien zur Vernunft und einer freundschaftlichen Verständigung zu bringen, vergebens gewesen sind. Runmehr marschiere die deutsche Wehrmacht.

3m Anschluh an die Erklärung der Reichsregie­rung wurde eine am Sonnlagmorgen dem griechi­schen Gesandten überreichte Rote und dazu ein Memorandum sowie eine amtliche Verlautbarung der Reichsregierung und ein Memorandum über Jugoslawien verlesen.

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bisherigen Meldungen 24 feindliche Flug­zeuge ab. Dabei gingen nur zwei eigene Flug­zeuge verloren. Mil Sicherheit wurden weitere 44 Flugzeuge des Feindes am Boden zerstört. Ls kann damit gerechnet werden, dah eine weitere erhebliche Zahl von Flugzeugen am Boden zerstört oder beschädigt worden ist.

Italienischer Lustangriff auf jugostawischzKlottenstühpunkte

Rom, 7. April. (DRV.) Während die deutsche Luftwaffe in engster Zusammenarbeit mit dem Heer zum Schlag gegen die neue Position der angel- sächsischen Plutokralie ausholte, stürzten sich die italienischen Flieger auf die Flollenstühpunkte des Gegners an der adriatifchen Küste, die heftigen Bombardements unterzogen wurden. Der Hafen von S p a t a t o wurde außerordentlich hef­tig bombardiert, wodurch ungeheure Brände ent­standen. 3m Flughafen von Mostar wurden die Rollfelder und Anlagen zerstört. Auch die Hafen­anlagen, Magazine und zahlreiche vor Anker lie­gende Schiffe vor L a t t a r o wurden bei dieser Gelegenheit getroffen. 3ntenfio war auch die ita­lienische Aufklärungstätigkeil, die den ganzen Tag über den adriatifchen Raum kontrollierte.

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davon abzuhalten, den Weg der strikten Neutralität, der allein dem Wohl des griechischen Voltes gedient hätte, Schritt für Schritt zu verlassen und sich schließlich ganz den Engländern in die Arme zu werfen, obwohl weder von Deutschland noch von seinem italienischen Bundesgenossen das Geringste geschehen war, was die Griechen als Bedrohung ihrer Interessen hätten auslegen können. Die Doku» mente, die Reichsaußenminister von Ribbentrop gestern bekanntgegeben hat, bilden einen lückenlosen Beweis für die Arglist, mit der griechische Politiker und Militärs hinter dem Mantel einer bereits mehr als fragwürdigen Neutralität mit den erbittertsten Feinden der Achsenmächte paktierten. Achnlich wie Belgier und Holländer haben auch die Griechen bereitwillig eine enge militärische Zusammenarbeit mit britischen Landungstruppen von langer Hand

in der j Serlin, 6. April. (DRB.) Rach dem Ober- 1(1 iftnmanbo der Wehrmacht vorliegenden Meldungen grr'fen im Laufe des 6. 4. starke Verbände von

Der Führer hat heute in den frühen Morgen- fkuben einenAufruf an das deutsche lo H gerichtet, in dem er die Gründe darlegt, die Ilmtschland gezwungen haben, seit heute morgen (rie Wehrmacht im Kamps gegen die llsur- r toten von Belgrad und im Kamps gegen re in Griechenland gelandeten englischen

r b ä n b e einzusehen, mit denen Großbritannien n-der versucht, den Frieden Europas zu stören.

vleichzeitig hat der Führer und Oberste Besehls- hoer der Wehrmacht einen Tagesbefehl an d -Soldaten der Südost fron t erlassen, ütt ihm wird verkündet, dah die deutsche Wehr- pcht die 3ntereffen des Reiches, fo wie vor einem Ahr in Rorwegen und im Westen, nunmehr auch in Südasien Europas in ihren Schuh nimmt Aichsminister Dr. Goebbels verlas über alle dachen Sender um 6 llhr den Aufruf und den Lgesbefehl des Führers.

vorbereitet und auch diplomatisch alles getan, mos England in der Zuversicht bestärken konnte, hier einen sicheren Ansatzpunkt für seine Kriegsauswei- tungspläne zu haben. Während die politischen Glücksspieler in Athen das Angebot einer britischen Garantie mit Freuden entgegennahmen, obwohl sie wissen muhten, aus welchen gefährlichen Weg sie sich damit begaben, lehnten sie eine Erneuerung des griechisch-italienischen Freundschaftsvertrages ab und verstanden sich lediglich zu einem Austausch unverbindlicher Briefe zwischen den beiden Regie­rungschefs mit dem vielsagenden Vorbehalt, er dürfe Griechenlands Teilnahme an anders Kombination nen, also an einem Pakt mit England und der Tür­kei, nicht hindern. Obwohl dieses Balancierkunst- stück Italien zu äußerster Vorsicht mahnte, hat man sich in Rom erst zu militärischen Maßnahmen ent­schlossen, als man von Griechenland einen Anschlag auf Albanien, den italienischen Brückenkopf jenseits der Adria, befürchten mußte. Deutschland trat auch dann noch nicht aus feiner Reserve heraus, weil es noch immer die Hoffnung nicht aufgegeben hatte, die Griechen durch ernste Warnunaen von ihrem verhängnisvollen Schritt an die Seite Englands zurückzuhalten. Doch nichts hat gefruchtet. Die Griechen haben ihr Land den englischen Truppen als Aufmarschgebiet rückhaltlos zur Verfügung ge­stellt. So müssen sie die Folgen ihres Vabanque­spiels in ihrer ganzen Schwere tragen. Das Wort des Führers, daß die deutsche Wehrmacht die Eng­länder schlagen wird, wo auch immer sie sie an- trifft, und daß sie nicht ruhen und rasten wird, bis sie den letzten Engländer vom europäischen Kon­tinent hinweggefegt haben wird, wird sich auch an Griechenland erfüllen. Wer sich mit England ein­läßt, muß mit ihm zu Grunde gehen. Das griechische Volk aber, das schon einmal vor erst kaum einem Vierteljahrhun-ert eine so bittere Lehre empfangen hat, wird sich bei den Politikern und Militärs in Athen bedanken müssen, die trotz aller Warnungen in wahnwitziger Verblendung den Weg ins Ver­derben beschritten haben.

Das zweite Land, auf das die britischen Draht» zieher bei ihren Kriegsausweitungsplänen bauten

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tärischen Aktionen in Griechenland ist mit Opera­tionen im östlichen Mittelmeer und in der Aegäis zu rechnen, die ein ungefährdetes Befahren dieses da­mit zum Operationsgebiet gewordenen Seegebietes durch Handelsschiffe ausfchließen. Jedes Schiff, das dieses Gebiet befährt, fetzt sich der Vernichtung durch Minen und andere Kriegsmittel aus.

Kroatischer Hilferuf an den Führer.

Berlin, 6. April. Die vor dem serbischen Ter­ror in die Ostmark geflüchteten Kroaten haben den Führer in einem Telegramm um Hilfe ange­rufen, in dem gesagt wird, daß die unerträgliche serbische Tyrannei fallen und ein freies, Deutsch­land gegenüber treues Kroatien entstehen müsse.

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Deutschlands Wehrmacht übernimmt den Schuh unsererLntereffen im Südosten Der deutsche Gegenschlag auf den Belgrader Verrat.

Kampf bis zur Vertreibung des letzten Engländers vom Kontinent.

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In dieser Woche jährt sich zum erstenmal der Tag, an dem die deutsche Wehrmacht in einem bei­spiellos kühnen Landungsunternehmen Norwegen in ihren Schutz nahm. Der Führer war mit seinem schnellen Zugriff dem englischen Anschlag zuvor­gekommen, der von den Kriegsmachern in London von langer Hand eingefädelt war, um Norwegen zur Ausgangsstellung einer weitausgreifenden Um­fassung an Deutschlands Nordflanke zu machen. -Der Anschlag wurde vereitelt, die englischen Verbände, die bei Namsos und Andalsnes gelandet, auf ihre Schiffe zurückaetrieben, auch die englische Besatzung Narviks zum 21

Die Kämpfe des ersten Tages.

Die Festung Belgrad dreimal angegriffen. - Trotz Geländeschwierigfeiten und Gegenwehr planmäßiges Vorgehen der Truppen.

Sl.Zahrgang Nr. 82 schein: täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte SießenerFamilienblätter Heimat unRild DieSckolle «ouats-Berugsvreis: Wt 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte - 1.80 Mtellgebübr. -.25

juch bei Nichterscheinen inn einzelnen Äwmmern fr folge höherer Gewalt

die Schließung des Grenzverkehrs zwischen ^Bul­garien und Jugoslawien. Die bulgarisch« Deffent- lichkeit sieht den sich folgerichtig entwickelnden Ereig­nissen mit Ruhe entgegen, voller Zuversicht in den Erfolg der sieggewohnten deutschen Waffen, di« das bulgarische Volk in den letzten Wochen nach dem Einmarsch der deutschen Truppen noch mehr schätzen und bewundern gelernt hat.

Hilferufe in Washington.

Washington, 6. April. (Europapreß.) Die Nachricht von dem deutschen Vorgehen gegen Jugo­slawien und Griechenland erhielt Präsident R o os e ° velt während eines Journalistenbanketts, an dem auch Staatssekretär Hüll und der englische Bot­schafter Lord Halifax teilnahmen. Roosevelt be­gab sich sofort zum Weißen Haus. Marinefekrctär Knox erklärte Journalisten, daß die Vereinigten Staaten von Nordamerika Griechenland und Jugo­slawien schnellste Materialh'lfe im Rah­men des England-Hilfegesetzes gewähren würden. Bald nach Bekanntwerden der neuen Lage auf dem Balkan wandten sich noch in der Samstag nacht -die Gesandten Griechenlands und Jugoslawiens in Washington mit kurzen Rundfunkansprachen an die USA.-Öffentlichkeit mit der Bitte um Unter­stützung dieser Völker.

Nachdem sich bei der neuen jugoslawischen Re­gierung", so teiltTimes Herald" mit,ber Rausch ihres Putsches gelegt habe, sei man in Belgrad nüchtern geworden und frage sich sehr bedenklich, wann die von Roosevelt versprochene Material- hllfe kommen werde. Man habe sich darum diskret in Griechenland erkundigt, was es bisher von USA. erhalten hätte. Die Griechen hätten darauf die sehr entmutigende Antwort gegeben, daß sie bis dahin (es handelt sich um den 29. März) auch nochnicht ein einziges Stück des versprochenen Ma­terials erhalten hätten. Roosevelt habe dann mit- geteilt, dah er den Griechen einige alte 75-Milli- meter-Kanonen schicken werde. Ein Grund für das vollständige Versagen der USA.-Hilfe sei einfach der, daß nicht viel zum schicken da sei. Die brittsche Botschaft habe dem griechischen Gesandten erklärt, daß England alle Ankäufe mit den Ver­einigten Staaten regele und den Griechen Teile des in Nordafrika erbeuteten Kriegsmaterials abgehen

reich abzog, so spukte doch schon im vergangenen Frühjahr der Gedanke, durch Griechenland und den Balkan gegen Deutschlands südöstliche Flanke vorzu­stoßen, in den Köpfen der Churchill, Reynaud und Gamelin. Aus den französischen Dokumenten wissen wir authentisch, mit welch brutalem Zynismus sie darauf ausgingen, erst einmal politisch den Boden zu sondieren, auf dem sie dann militärisch Fuß zu fassen gedachten, um dann ihren Keil nach Nor­den vorzutreiben, Deutschland einen ihm aus wirt­schaftlichen Gründen wichtigen Raum zu entwinden und gegen die Donau vorzustoßen. Der Plan wurde zurückgestellt zugunsten des Einfalls in das Ruhr­revier, aber sofort wieder ausgenommen nach den vernichtenden Schlägen, mit denen die deutsche Wehrmacht den Versuch beantwortet hatte, unter Umgehung des Westwalles in Deutschland selbst ein­zufallen. Nun nahm England allein die Fäden wie­der auf und es hatte vorerst in Griechenland

allzu leichtes Spiel.

Weder die traurigen Erfahrungen, die das grie­chische Volk unh seine Dynastie im Weltkrieg mit den Alliierten hatten machen müssen, die Hand in Hand mit dem ihnen willfährigen skrupellos ehr­geizigen und machthungrigen Kreter Deniselos unter schnöder Verletzung der griechischen Neutralität Salo­niki zum Ausgangspunkt ihrer Operationen gegen die deutsch-bulgarischen Armeen in Serbien gemacht und damit das ganze Unheil des Krieges über Grie­chenland gebracht hatten, noch die ständigen War­nungen der deutschen Regierung haben es vermocht, die mit Blindheit geschlagenen Machthaber in Athen

eingetroffen.

Oestliches Mittelmeer zum Operationsgebiet erklärt.

« - r I i n , 6. April. (DNB.) Auf Grund der

nun unsererseits die Gegenküste gewonnen, von der aus Deutschlands Kriegsmarine und Luftwaffe über die freie Nordsee hinweg ganz andere operative Möglichkeiten für ihren Kämpf gegen die britische Insel erhielten, wie sie bisher imnassen Dreieck" der Deutschen Bucht gehabt hatten. Englands Schuß auf die deutsche Nordflanke war also auf den Schützen zurückgeprallt. Schon damals das wissen wir aus den von uns aufgefundenen französischen Generalstabsakten schwankten Politiker und Ge­nerale der Westmächte in ihren Kriegsausweitungs­plänen zwischen dem Norden und dem Südosten. Wenn auch das Saloniki-Unternehmen des Welt­krieges bei den Alliierten selbst immer höchst umstrit­ten geblieben ist die einen haben es als genialen Coup gepriesen, der die Auflösung der Mittelmächte beschleunigte, die anderen haben es als Abenteuer militärischer Dilettanten verworfen, das die Kraft der Alliierten vom Hauptkriegsschauplatz in Frank-

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würde. Daraufhin habe dann die neue jugoslawische Regierung bescheiden in London angefragt, was für Materialhilfe sie erwarten könne. Daraufhin habe man ihr erwidert, Jugoslawien solle die Italiener aus Albanien oertreiben und sich das Kriegsmate­rial dort selbst holen!

Oie Reaktion in England.

Stockholm, 7. April. (Europapreß.) Eine amt­liche englische Stellungnahme zum deutschen Vor­gehen in Jugoslawien und Griechenland liegt noch nicht vor. An zuständiger Stelle in London wird lediglich erklärt, Jugoslawien und Griechenland wür­den die uneingeschränkte Unterstützung Englands erhalten. England habe schon vorher Jugo­slawien volle Unterstützung zugesagt. Es werden Stellen aus der letzten Rede Churchills wiederholt, in denen es heißt, England werde gemeinsame Sache mit Jugoslawien machen. Die seit Monaten in Gang befindlichen englisch-türkischen Verhand­lungen scheinen jedoch nicht zu dem gewünschten Ergebnis geführt zu haben. Die englisch-türkischen Generalstabsbesprechungen werden zwar fortgesetzt, und die beiden Kommissionen haben sich zu weiteren Besprechungen nach Istanbul begeben.

Die entscheidenden Ereignisse auf dem Balkan spielen sich in einem Augenblick ab, in dem die ge­samte Lage im Mittelmeerraum und im Nahen Osten für England voller Gefahren ist. Nicht ohne Besorgnis lenkt man in London seine Aufmerksamkeit auf eine Reiheneuralgischer Punkte", bie geographisch weit verteilt sind. Man ist in London der Ansicht, so erklärt der Londoner Korrespondent vonSoenska Dagbladet", daß man sich nicht vom Balkan a bient en lasse solle, wo der entscheidende Schlag geführt werde. Man kenne außerdem nicht die Aufgaben der deutschen Armee in Afrika. Auch dem Staatsstreich im Irak be­gegnet man in London mit großem Interesse. Heber« schattet werden jedoch alle diese Probleme durch die gefährliche Lage, in die sich England auf dem Bal­kan hineinmanövriert hat.

Oer erste Eindruck in Spanien

Madrid, 6. April. (Europapreß.) Die Nachricht vom Einmarsch deutscher Truppen in Griechenland und Jugoslawien wurde in der spanischen Haupt­stadt erst am späten Sonntagvormittag bekannt. In den Restaurants und Kaffeehäusernn wurden die Nachrichten vom Publikum mit größter Spannung angehört, überall konnte man Befriedigung über den Schritt Deutschlands vernehmen. Das partei­amtliche Organ2lrriba" sagt, daß der jugoslawische Staat eine künstliche Schöpfung von Versailles fei, der keine natürliche Lebensberechtigung zugeftanden erhalten könne. In spanischen politischen Kreisen wird erklärt, Jugoslawien hätte infolge seiner in­neren Struktur in politische Anarchie fallen müssen. Es sei n i cf) t a n b e r s möglich gewesen, als daß Deutschland in der jetzt geschehenen Weise auf die Belgrader Herausforderungen hätte antworten müs­sen.ABC." stellt die Frage, was Jugoslawien eigentlich von dem Kampf erwarte. Die Haltung her Belgrader Regierung sei unverständlich. Jugo­slawien hätte in Ruhe und Frieden leben können, zumal die Achsenmächte nicht einmal das Durch- marschrecht für ihre Truppen gefordert hätten.

Unterzeichnung eines sowjetrussisch­jugoslawischen Nichtangriffspaktes.

Moskau, 7. April. (DNB.) Nach einer Mel­dung der TASS, wurde in Moskau wenige wenige Stunden vor dem Einmarsch deutscher Truppen in Jugoslawien zwischen der Sowjetunion und Jugoslawien ein Nicht­angriffspakt unterzeichnet.

Englische!l-Boote in jugoslawischen Häfen.

Sofia, 6.April. Die engen Zusammenhänge zwischen den serbischen Putschisten uni) der englischen Kriegsausweitungspolitik gehen daraus hervor, daß englische U-Boote die Häfeßi von Kotor und Dubrovnik benützen. Den jugoslawischen Flie­gern finb die nächsten englischen Flughäfen und hie Erkennungssignale der englischen Luftwaffe für die Landung englischer Augzeuge auf jugoslawi­schem Boden bekanntgegeben worden. Die Boden­organisation der jugoslawischen ßuftroaffe ist be­reits von englischen Truppen übernommen worden. Die ersten englischen Flugzeuge sind in Jugoslawien

iimpf-, Sturzkampf-, Zerstörer- und ^gdflugzeugen zahlreiche militärische und pgsrotdjhge Ziele in 3ugoslawien an. 3m Mittel- iMkt stand die Festung Belgrad, die im Kufe des Tages dreimal den Angriffen starker Wttpffliegerverbände ausgesetzt war. 3n zahlreichen «lgswichligen Zielen entstanden großeBrande, bis zum Abend noch nicht gelöscht werden tmlen. 3m Bahnhofsgebäude von Belgrad waren 1k Zerstörungen besonders schwer. Mehrere F l u g- xlZ he wurden mit Sprengbomben belegt und mit it oroaffen bekämpft. Zur gleichen Zeit griffen ila- «üsche Kampfflieger Flugplätze in der herzego- irka mit ebenfalls nachhaltiger Wirkung an.

Icach Ueberschreilen der ferbifchen und griechischen Mnze traten die Truppen des deutschen Heeres im Laufe des Tages überall in Berührung n f bem Feinde. Sie befinden sich trotz des koierigen Geländes und der feindlichen Gegen- M»r in planmäßigem Vorgehen.

>as Vorgehen des Heeres wurde wirksam cts der Luft unterstützt. 3n Luftkämpfen Pilsen deutsche Flugzeuge während des ersten Wnpftages über jugoslawischem Gebiet nach den

General-Anzeiger für Oberhessen si«tzrn?rchiilltr-b« r -9

jfctgsfampf gehe.

Keine Lteberraschung in Bulgarien.

Sofia, 6. April. (DNB.) Die Nachricht vorn Md)en Waffengang gegen Jugoslawien und Gne- Lriand hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet und ßristen Eindruck hervorgerufen. Nichtsdestoweniger Hit man diese Entscheidung ohne Ueberraschung zur Än-itnis genommen. Die unverantwortliche, per «s ordernde Politik der Regierung Sirnowitsch bth immer mehr die Auffassung verstärkt, datz Lgvslawienkopfüber in den Krieg steuerte .Die ftiunqSora" veröffentlichte heute schon Mel- h.igen unter der Ueberschrift:Das deutsche Heer bilitt zur Handlung auf dem Balkan". Die iugo- ltaische Generalmobilmachung sowie die fieberhaf­te kriegerischen Vorbereitungen- Jugoslawiens an irr Grenzen, die Fortdauer deutschfeindlicher fcgebungen und Ausschreitungen hatten das l[l von der Unabwendbarkeit und Notwendigkeit e rn Eingriffes zur Sicherung des gebens auf frn Balkan abgerundet. Eine besondere Beleuchtung l üzr die Lage durch Meldungen des »Decer über

hm, 6.April. (DNB.) Das ttalienische Volk, is seit Tagen tnit Ruhe und Gelassenheit die sich Gesichts her jugoslawischen Provokationen zu- hnhs verschärfende Lage verfolgte, ist durch die Li'ache nicht überrascht worden, daß Deutschland 2 Konsequenzen aus den jüngsten Vorgängen 3)gen hat. In römischen Kreisen wird die voll- nimene Uebereinftimmung der in Berlin und Rom irschenden Auftassungen unterstrichen und daraus 1-emiefen, daß neben der serbischen Clique und iichischen Regierung England die alleinige irmtroortung für diese neue Kriegsausweitung h' ,;i. Deutschland und Italien hätten lange genug Gpuhig gewartet, aber jede Geduld habe ihre Miezen. Im übrigen unterstreicht di« Presse den tte-schütterlichen Kampfwillen des italienischen llobes, das geschlossen hinter dem Duce stehe, sich. NeMessaggero" betont, seiner geschichtlichen Mif- Wn und der Gerechttgkeit seiner Sache vollauf de- Mst sei und wisse, um was es in diesem Be-