Aus der engeren Heimat
diesem
fün
fen außerordentlich vielseitiyrs Programm
SJ.-fpor/
Das
im gleichen Sinne erziehen.
aber,
hta&e Füße ? tUB!'Schutz die W fWeg damit: Sohlen M
Fußball-Länderspiel: Deutschland-Schweiz
Ohr: wäre
den Schuhfoh/en 3 facht tcairbarked und macht fie waff erd ich t!
berg durch die NSKOV.
Eine größere militärische Feier kann in Jahre nicht stattfinden.
»Von der Brnzinlutsche
<utn Volkswagen.^
KlodI
Janes Streifte Kupfer Rohde Kitzlnger Hanretter Hahnemann Conen Walter Kobierski. In der Schweizer Elf findet man fast alle Spieler wieder, die schon 1938 in Paris dabei waren, so
Sonstige Spiele finden im Bereiche des Bezirks ......u„. .„,.ö _ WVI11
Hessen nicht statt, weil im Hinblick auf die Gieße. Nur so werden sie auch einmal selbst als Erwachsene ner Turnveranstaltung allgemeine Spielsperre be- das Brot richtig achten und ihre Kinder wiederum steht. im gleichen Sinne erziehen.
Charlotte ließ sich neben ihrer Mutter nieder. Die alte Dame fragte: „Bist du wirklich am
Sladttheaker Gießen.
Am heutigen Freitag wird das Lustspiel von Paul Helwig „Götter auf Urlaub" wiederholt. Spielleitung Hans Albert Schewe, Bühnenbild Karl Löffler. 23. Freitag-Miete.
Gießener Konzerlring.
Der Dtolinabend von Basa Prthoda, der im Januar wegen Erkrankung des Künstlers ausfallen muhte, ist nunmehr endgültig auf den 15. Mai fest- gelegt worden.
Orlszell für den 8. März.
Sonnenaufgang 7.58 Uhr, Sonnenuntergang 19.16 Uhr. — Monduntergang 4.37 Uhr, Mondaufgang 13.27 Uhr.
Oer Heldengedenktag in Gießen.
Dom Standortältesten in Gießen wird uns mit« geteilt:
Der Heldengedenktag am 16. März 1941 wird in allen Standorten der Wehrmacht und bet allen Truppenteilen in schlichten militärischen Feiern be- gongen, die dem Gedenken der Gefallenen des Welt, trieges und des jetzigen Krieges gelten.
Im Standort Gießetz wird an diesem Tag um 9.30 Uhr vormittags am Denkmal des J.-R 116 auf dem Landgraf.Philipp.Platz der Standortälteste, Oberstleutnant Kühne, im Namen des Stand- ortes einen Kranz niederlegen. Zu dieser Gedenk« feier, die im kleinsten Rahmen stattsindet, sind Par. tei und die der Wehrmacht nahestehenden Verbände ausgefordert worden. Die Hinterbliebenen von Ge« fallenen werden gebeten, sich zu dieser Feier ein« zusinden.
Im Anschluß an diese Feier erfolgen Kranznleder« legungen am Kriegerdenkmal von 1870/71 auf dem Marktplatz durch den NS.-Reichskrleaerbund und im Ehrensriedhof des Weltkrieges auf dem Rvdt-
Minelli, Lehmann, Springer, Dickel, Amado, Wala- cek und Aeby.
Das Handballspiel de« Sonntag«.
3um Rückspiel um die Meisterschaft des Gaues Hessen-Nassau tritt die Mannschaft des Tv. Hochel« heim am kommenden Sonntag in Kesselstadt an. Das Vorspiel endete mit einem Unentschieden. Wie der heimische Vertreter am Sonntag abschneiden wird, hän^t allein von der Leistung ab, zu der sich die Einheit aufrafft. Es ist noch nicht bekannt, hi welcher Aufstellung die Mannschaft spielt. Die Ver- einsspielleitung wird auch diesmal alles versuchen, um eine kampfkräftige Einheit auf die Beine zu bringen, damit auch in diesem Jahre der Erfolg errungen werden kann. Die Spieler kennen ihren Gegner und wissen sich auf seine Spielweise einzustellen. Die heimischen Handballer erwarten, daß sich Hochelheim auch diesmal wieder durchsetzt und dann Im entscheidenden Treffen zu der Form oufläuft, die zur Erringung der Bereichsmeisterschaft notwendig ist.
Die Kasseler Ruder-Regatta, die im Terminkalender noch fehlte, ist jetzt zum 22. Juni genehmigt worden. An ihr werden Männer und Frauen beteiligt sein.
Die StudenteN'Skiwettkämpfe in Kitzbühel wurden am Mittwoch mit dem 18-km* Langlauf eingeleitet. Reichssieger wurde Paul Nick« (er (Univ. Freiburg) in 1:39,22 Stunden vor Rößner (Graz) und Steinberger (München). Den internationalen Wettbewerb gewann der Schwede Hjuckström in 1:25,52 vor seinen Landsleuten Sjölie und Sie- fopsson.
Wer die Brotkrume nicht ehrt...
Ein jedem Menschen bekanntes Sprichwort sagt: „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht rozrt." Dieses Sprichwort kann man finn^emäfe auch auf andere Dinge anwenden, zum Beispiel auf dar tätliche Brot, das wir ebenso notwendig brauchen wie das Geld. Wer die einzelne Scheibe Brot, ja sogar die einzelne Krume und das einzelne Korn nicht ehrt, ist auch des ganzen Brotes nicht wert. Gerade beim Brot begegnet man oft der Einstellung, auf die einzelne Krume, auf eine Scheibe Brot käme
digt das Deutsche Volksbildungswerk im Rhein- Maingebiet für den Monat März an. Im Vordergrund flehen solche aktuelle Themen, die sich des stärksten Besuches erfreuen. Wir hören Vorträge vom Kriegseinsatz im Weltkrieg und im heutigen Krieg, vom Einsatz unserer U-Boote, von den Fahr- ten des Kreuzer» „Emden", vom Kampf in Flandern und über unsere Wehrmacht. Besonders bemerkenswert sind die Vorträge, die Frontoffiziere über ihre Kriegserlebnisse halten. Daneben spielen die politischen Themen eine außerordentlich große Rolle. Sie unterrichten über den Ostraum, Europa, Norwegen, Frankreich. England, den Rassegedanken, die Ostmark, den deutschen Weltaufkrag, den Faschismus, unsere Wirtschaft, die englischen Piraten oder über ein jeweils aktuelles Thema, wie es wegen der Schnelligkeit des Geschehens für Staatsminlstsr Prof. Dr. Schmitthenner angekündigt wird. Zwei kennzeichnende Themen finden wir auf geschichtlichem Gebiet, — „Deutscher Geist" und „Richelieu". In unserem Zeitalter der Technik finden Vorträge wie „Benzinkutsche und Volkswagen" stets viele Freunde. Auch von den Erlebnissen beim Tierfang lassen wir uns gern erzählen. Und warum sollte nach des Tages Arbeit nicht auch einmal der Humor zu Worte kommen? Zuletzt seien noch die besonders bemerkenswerten Dichterlesung^ genannt, für die das Deutsche Volksbildungswerk der NS- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" Agnes Miegel und Klara Nordström gewonnen hat Ein außerordentlich wertvolles Programm wird so den Volks- genossen im Rhein-Maingebiet wieder geboten, und es ist wohl zu verstehen, daß sich diese Vorträge durchweg eines guten Besuches erfreuen.
♦
*♦ 36500 RM. für das Krieas-WHW Bei der Neichsstrahenfammlung für das Kriegs- Winterhilfswerk am vorigen Samstag und Sonntag wurden im Kreise Wetterau insgesamt rund 36 500 Reichsmark von den Männern der SA., ff, des NSKK und des NSFK. sowie der NSKOV. gesammelt.
es nicht an. Ist eine Scheibe Brot zu trocken geworden ober gar verschimmelt, so wird sie eben verfüttert ober weggeworfen. Eine solche Unachtsamkeit und Unüberlegtheit kann heute niemand mehr vor sich verantworten. Das tägliche Brot ist unser kostbarstes Gut, von dem nicht das geringste umkommen darf. Genau so wenig wie der Bauer Brotgetreide verfüttern darf, sollte im Haushalt Brot vergeudet wenden. Es braucht auch keineswegs vorzu- kommen, daß Brot verdirbt. Es ist nur kühl und sauber in einer outen Brotbüchse aufzubewahren, und die Kanten sind rechtzeitig zu essen, bevor sie „knochentrocken" sind. Sollte doch einmal Brot zu hart geworden fein, so ist es noch gut zu einer Brotspeise zu verwenden. Die Kinder müssen von klein auf zur Achtung vor dem Brot erzogen werden.
Jlad>rid)fenftelk für da« Blindenwesen in Marburg.
LPD. Marburg, 6. März. Der rund 17000 Mitglieder erfassende Spitzenoerband der deutschen Ziviiblinden, der Reichsdeutsche Blindenverband e D. zu Berlin, errichtete mit sofortiger Wirkung eine Nachrichtenstelle für das Biindenwesen. Sitz der neuen Einrichtung ist Marburg a. d. Lahn. Ihre Tätigkeit erstreckt sich über das gesamte Reichsgebiet. Die Hauptaufgabe besteht darin, weiteste Beoölkerungsschichten unter zeitgemäßen Gesichtspunkten über die Stellung des werktätigen blinden Menschen inmitten der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft aufzuklären und dadurch überwundenen Auffassungen aus einer vergangenen liheralistischen Zeit mit ihrer billigen Mitleidsbetonung zu begegnen. Mit dem Aufbau und der Leitung der neuen Nachrichtenstelle wurde der in Marburg als Dozent der Zeitungswissenschaft wirkende hnegsblinde Hauptschriftleiter i. R. Pg. Kittel betraut.
Landkreis Gießen.
(D Lollar, 6. März. Am heutigen Donnersta-g wurde der älte st e Einwohner von Lollar, Philipp Geißler, der das 9 0. Lebensjahr fast erreicht hatte, zu Grabe getragen. Die Freiwillige Feuerwehr Lollar, der einziger noch lebender Mitbegründer und Ehrenmitglied er war, und der Gesangverein „Sängervereintgung" gaben ihrem Ehrenmitglied das letzte Geleit und legten am Grabe Kränze nieder. Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden durch die Feuerwehrkapelle Lollar nahmen die Kameraden Abschied von dem Verstorbenen.
* Großen-Linden, 5. März. Der diesjährige Generalappell der Freiwilligen Feuerwehr fand bei Kamerad Luh „zum Hüttenberg" statt. Oberzugführer Velten eröffnete und leitete den Appell. Zunächst wurde der verstorbenen Kameraden Degen und Keßler, sowie der Gefallenen gedacht und ihr Andenken in gewohnter Weise geehrt. Dann gab Oberzugführer Velten den Bericht über die Tätigkeit der Wehr im verflossenen Jahre. Die Wehr wurde einmal nach Leihgestern zur Bekämpfung eines Scheunenbrandes alarmiert. In Vertretung des Kassenwart G a ß m a n n , der unter der Fahne steht, gab Haupttruppführer B o p f den Kassenbericht. Die Kasse wurde in Ordnung befun
den. Oberzugführer Velten dankte Haujrttrupp- führer B o p f für seine Tätigkeit und erteilte ihm Entlastung. Anschließend gab er noch einige Aufklärungen über das neue Feuerwehrrecht. Dann schilderte Kamerad Seht kurz seine Erlebnisse in der Feuerwehrfachschule. Mit dem Gruß an den Führer wurde der Avpell von Oberzugführer Velten geschlossen. Die Kapelle Wolf umrahmte den Abend mit musikalischen Darbietungen, und Kamerad Geißler verstand es mit seinen humoristischen Vorträgen, die Kameraden nach dem Appell noch in bester Weise zu unterhalten.
* Laubach, 6. März. Die Bezirkssparkasse Laubach kann für bas Jahr 1940 eine außerordentlich befriedigende Entwicklung verzeichnen. Die Einzahlungen an Spareinlagen beliefen sich im Jahre 1940 auf insgesamt 679 506.84 Reichsmark, die Auszahlungen bezifferten sich auf 279 208,96 RM., so daß mithin ein lieberschuß an Spareinlagen in Höhe von 400 297,88 RM. allein für das Jahr 1940 vorhanden ist. Der Gesamtbestand der Spareinlagen belief sich Ende 1940 auf 2 510 352,12 RM An Sparbüchern wurden Ende 1940 insgesamt 3525 einschließlich eines Zuwachses um 166 im Jahre 1940 gezählt. Der GesamiumGtz der Kasse belief sich im Jahre 1940 auf 19 713 436.22 RM., gegen 17 990 309,76 RM im Jahre 1939 Der Reingewinn in Höhe von 9679,66 RM. wurde der Sicherheitsrücklage überwiesen. Die Rücklagen beliefen sich Ende 1940 insgesamt auf 152 556,59 RM.
cf Weickartshain, 5. März. Kaufmann Wilhelm T r ü l l e r und Frau Mina, geb. Försterling, aus Garbenteich, begingen heute das Fest der silbernen Hochzeit. Dem Jubelpaar nachträglich herzlichen Glückwunsch.
\ Frankfurter Schlachtvlehrnarkt.
F ra n^fu r t a. M., 6. März. Es notierten je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 45 bis 46,5, b) 41 bis 42,5, c) 35,5 bis 37,5, Bullen a) 43,5 bis 44,5, c) 38 bis 40,5, Kühe a) 43 bis 44,5, b) 38 bis 40,5, c) 30 bis 34,5, d) 18 bis 25, Färsen a) 44,5 bis 45,5, b) 40 bis 41,5, c) 35 bis 36,5, Kälber (Sonderklasse) 65 bis 74, andere Kälber a) 59, b) 56 bis 59, c) 45 bis 50, d) 35 bis 40, Lämmer und Hämmel nicht notiert, Schafe a) 42 bis 44, b) 36 bis 40, c) 15 bis 32, Schweine a) 57,5, bl) 57,5, b2) 56 5, c) 54,5, d) 51,5, e) 49,5, gl Sauen) 57,5. Marktverlauf: lebhaft.
Fußball im Tv. Klein-Linden.
ftteln-Clnben 3gb. — BfB.-H. (Bieben 3-3 (3:0).
Nach langer Paule trat Klein-Linden am Sonn- tag zum Freundschaftsspiel gegen VfB -Reichsbahn Gießen an. Die erste Halbzeit gehörte Klein-Linden, das durch seinen Linksaußen einmal und feinen Mittelstürmer zweimal erfolgreich fein konnte. In der zweiten Halbheit war das Spiel anfanas noch ziemlich ausgeglichen, dann aber zeigte Siegen ein schönes Spiel, konnte durch feinen Mittelstürmer einmal und durch seinen Rechtsaußen zweimal zu Torerfolgen kommen. Im Endspurt um den Sieg rangen oeide Mannschaften vergeblich. Das Spiel endete mit einem Unentschieden.
Universität München siegt im Staffel'auf.
Heineke (Freiburg) schnellster Deutscher.
Zum erstenmal wurde im Rahmen der Ski-Reichs- wettkämpfe der Studenten in Kitzbühel auch ein Staffellauf über 4 X 5 km durchgeführt, der am Donnerstag als zweiter Wettbewerb zum Austrag kam und den Erfolg der mannschaftlichen Erziehung in der Deutschen Studentenschaft deutlich sichtbar in den Vordergrund rückte. Als Reichssieger ging die Studentenschaft der Universität München her- vor, die in 2:03,26 Std. vor der Staffel der Universität Innsbruck und der durch Bindungsbruch zurückgeworfenen Freiburger Studentenschaft ins Ziel kam. Die Tagesbestzeit wurde wieder in der Ausländerklasse gelaufen, too die schwedische Mannschaft in 1:57,36 erneut über die norweglsch« Vertretung triumphierte.
Rune Spontnotizen.
Hessens Meisterschaft im Mannschafts-Gewichtheben wurde von Hessen- Preußen Kassel mit 1375 kg vor AV. 88 Marburg mit 1357,5 kg gewonnen.
Vater hinüber, der mit höflicher Aufmerksamkeit und bedächtig kauend seinem ältesten Sohn zuhörte, der von der Notwendigkeit eines engen wirtschaft- liehen Zusammengehens zwischen Deutschland und dem Balkan sprach.
Miltic machte dem Gespräch mit Gert gewaltsam ein Ende, indem er einfach nicht mehr antwortete, und wendete sich Eyarlotte zu. Er vertraute ihr an, daß er einen Abstecher nach Berlin plane. Sie zeigte sich wenig interessiert, und er überfiel sie mit der Frage, ob sie nicht vielleicht auch zufällig nach Berlin reifen müsse. „Es roärre ganz härrlich, gnäddiges Frräulein!" rief er.
Das ließe sich wohl nur schwer machen, antwortete sie.
Er senkte betrübt die Augen und wußte nicht, wie er die Unterhaltung mit ihr weiterführen sollte.
Direktor Knelenbrink trank Charlotte zu. Sie dankte lächelnd. Auch ihr Vater hob gegen sie das Was, und sie glaubte schon, daß Gerts Nachricht von dem Ferngespräch mit Heiderskrug eine harmlose Ursache gehabt habe. Aber als bas Essen be- endet war, fügte es der Zufall, daß sie während des Aufbruches neben ihrem Vater stand. Er lenkte sie scheinbar unabsichtlich von den anderen weg.
„Ich habe dir Grüße von Tante Alice zu bestellen", sagte er, als sie vor dem hohen Fenster des Speisezimmers standen, ©eine Stimme klang freundlich, aber unbeirrbar fest. Charlotte sah ihm gerade in die Augen und sammelte alle Kräfte zur Austeh- nung. „Sie würde sich sehr freuen, dich aus ein paar Wochen in Heiderskrug zu haben. Auch ich halte es für einen guten Gedanken, nachdem du deinen Aufenthalt in Arofa so früh abgebrochen hast."-
Sie wollte widersprechen, wollte entschlossen-, nein sagen: Christoph Mathesius sah ihr mit küyler Aufmerksamkeit in die Augen.
„Da du dein Zimmer in Heiderskrug so gut hast (rotc hier", fuhr er fort, „brauchst du ja kein« um stündlichen Vorbereitungen zu treffen. Du könnest also — sagen wir, übermorgen fahren."
Ihre ganze Widerstandskraft brach unter seinem Blick jämmerlich zusammen.
Er drohte nicht, befahl nicht, sprach keinen Vorwurf aus, aber man mußte ihm gehorchen, so lange man unter seiner Botmäßigkeit stand. Also mußte Man sich von ihm trennen. Er stand in seiner Welt,
kommende Wochenende ist reich an sportlichen Großereianissen. Mit besonderer Spannung wird die deutsche Sportgemeinde dem Fußball- Ländertreffen zwischen Deutschland und der Schweiz in Stuttaart entgeyensehen, zählen doch die Schweizer zu den spielstarksten Fußballändern Europas. Die beiden letzten Begegnungen mit der Schweiz sanden anläßlich der Fußball-Weltmeisterschaft 1938 In Paris statt und brachten Deutschland nicht den gewünschten Erfolg. Nach einem 1:1 im ersten Spiel gewannen die Eidgenossen die Wiederholung mit 4:2 Toren. In Stuttgart gilt es also, die Pariser Schlappe wettzumachen.
Auf deutscher Seite stehen für diesen Kampf 14 Spieler bereit, von denen wahrscheinlich Kolb (Frankfurt), Gellesch (Schalke) und der Berliner Jahn in Reserve bleiben werden. Mithin sollten spielen:
sie in der ihren, und keine Verbindung gab es dazwischen. In diesem Augenblick war sie entschlossen, sich Lasard zu überantworten.
Sie schluckte an einer Antwort. „Lisa hat übermorgen ihren Hochzeitstag. Papa, ihren ersten", sagte Jie und bemühte sich ganz ruhig zu svrechen. „Sie hat mich vorhin gebeten, am Abeich bei ihr zu fein."
An der Erinnerung an Stefans Hochzeit runzelt« er die Stirn, antwortete aber freundlich: „Gut, dann also einen Tag danach, nicht wahr?"
An diesem Tage werde ich auf und davon gehen! dachte sie. Don irgendwoher sahen Gerts Augen sie mitleidig an. Sie erkannte niemand und konnte nicht antworten. Die Kehle war ihr zu eng. Sie drehte sich um und ging davon. Direktor Knelenbrink ing sie auf der Schwelle zur Bibliothek ab, hakte ich bei ihr ein und sagte, daß ihm alles noch einmal o gut schmecke wie sonst, wenn er bei Tisch sie vor Augen habe. Dann fühle er aber auch so recht, wie freudlos sein Junggesellenleben fei.
„2Iber au meiner Zeit", meinte er melancholisch, „gab es leider keine Mädels wie Sie." Er verfiel in Schweigen und schien in seinen Erinnerungen nachzusuchen, ob es nicht vielleich doch welche gegeben hatte, an denen er vorbeigelaufen war.
Geraume Zeit fühlte Charlotte sich von ihrem Vater beobachtet. Sie bemühte sich, unbefangen mit Frau Ruhland und Lis zu sprechen, war zärtlich zu ihrer Mutter und freundlich zu Herrn Miltic, aber als ihr Vater endgültig mit den anderen Herren in das Rauchzimmer gegangen war, lief sie hinüber in sein Arbeitszimmer, wo das Telephon stand, und rief den „Schlelifchen Hof" an.
Es meldete sich der Besitzer. Ohne ihren Namen zu nennen, bat sie hastig, Herrn Lasard an den Apparat zu rufen.
Sie lauschte hinaus auf den Flur, ob sich dort etwa Schritte näherten. Jeden Augenblick mußte sie mit einer Ueberraschung rechnen und hätte keine glaubwürdige Lüge gehabt. Endlich vernahm sie La- satds erwartungsvolle Stimme. „Ja ...?" rief er leise.
„Henry!" antwortete sie, und ihre Stimme klang so atmelos, als hätte sie einen langen Lauf hinter sich.
______________ (Fortsetzung folgt.)
erwies oder sagte.
Stefan Mathesius tauschte mit seiner Schwester einen selten Händedruck. Er sah aus wie ein Offizier in Zivil, schmal und schlank, unauffällig und korrekt, pslichtgetreu und unbedingt verläßlich.
Er überließ Charlotte sofort seiner Frau, und es schien, als sei er mit ihr in einem geheimen Einverständnis, denn er sprach angelegentlich mit seiner Mutter, um deren Aufmerksamkeit abzulenken.
Vom ersten Tage ihrer Bekanntschaft an waren Lis und Charlotte Freundinnen geworden. Sie waren etwa gleichaltrig, dennoch fühlte Lis sich fs di« reifere, und Charlotte erkannte das an. Bis zu ihwr Heirat mit Stefan hatte Lis sich tapfer mit dem ßtb.m herumgeschlagen, und das gao ihr ein gehör!- ges Ue berge wicht. Sie war früh verwaist, ihr Vater, ein österreichischer Offizier, war im Kriege gefallen, und sie war von klein auf beinahe ganz allein auf sich selbst angewiesen gewesen.
„In den letzten Tagen yast du mich sträflich ver- nachlässlat", sagte sie, und ihre Sprache klang noch immer ein wenig an das Wienersche an, was Charlotte gern hörte. „Zu entschuldigen braucht du dich nicht, denn ich weiß, was du hier auszustehen hast/ Sie warf einen bedeutungsvollen Blick zu ihrem Schwiegervater hinüber. „Nun verlange ich daß du deinen Besuch endlich nachholst."
„3a, Lis! Schrecklich gern?"
„Dann also morgen, zur Jause?" „Ja, morgen zur Kaffeezeit." Die junge Frau neigte sich zu Charlottes
„Du tust mir furchtbar leid, Kleines! Ich ____
längst zu dir gekommen, wenn man hier unter vier Augen miteinander, sprechen könnte. Also, vergiß nicht: morgen! Ich erwarte dich bestimmt!"
„Ich werde kommen!"
WWWliSliMMk.
Roman von (Otto neufdöt.
7. Fortsetzung ^Nachdruck verboten )
Frau Mathellus lächelte und errötete dabei wie ein junges Mädchen. Es war immer, als käme sie sich unverdient beschenkt vor, wenn man ihr Liebes
Nachmittag noch in der Stadt gewesen, Kind? Frau Triebsch sagte mir ..."
„3a, Mama. Herr Lasard hatte mich gebeten, zu kommen. Er wollte sich verabschieden, weil er morgen abreist."
"Du hast ihn aufgesucht?" fragte Frau Mathe- sius erschrocken.
„Ich habe im Schlesischen Hof eine Tasse Kaffee mit ihm getrunken, verdiene ich deshalb einen Vor- rourf?"
„Nein, nein! Gewiß nicht! Aber du weißt, rote empfindlich Papa gegen das häßliche Gerede ist, das wegen jeder Kleinigkeit hier entsteht."
„Das darf für mich kein Grund sein, gegen Herrn Lasard unhöflich au sein, Mama."
"Wie du sprichst. Kind! Ich habe dich doch nicht zurechtweisen wollen."
Charlotte strich entschuldigend über die weiße kraftlose Hand ihrer Mutter. „Bitte, verzeih, Mama!"
Die große Flügeltür zum Speisezimmer öffnete sich. Frau Triebsch erschien und meldete der Hausfrau, daß angerichtet sei. Frau Mathesius erhob sich und bat zu Tisch.
Im Hause Mathesius wurde bürgerlich schlicht gegessen. Direktor Knelenbrjnk, der in vertrautem Freundeskreis als begabter Liebhaberkoch bekannt war, legte keinen sonderlichen Wert darauf, an der Tafel seines Chefs zu speisen und aß sich schon immer vorher satt an dem, was ihm schmeckte.
Vlacho Miltic hatte an der Seite Charlottes seinen Platz. Gert, der ihm schräg gegenüber sah, ließ ihm jedoch wenig Gelegenheit, sich mit Charlotte zu beschäftigen. Er erkannte, wie hilflos und ungedul- big sie war und sprang Ihr bei. Statt seiner Nachbarin leidenschaftliche Schmeicheleien zu sagen, mußte Mittlc darüber Auskunft geben, welche Entwicklung das Verkehrswesen in seiner Heimat während der letzten Jahre genommen hatte, und wie es um den Autoimport siehe, welche Aussichten die deutsche Industrie im Vergleich zur italienischen und amerikanischen habe.
Miltic zeigte sich sehr gut unterrichtet, bedauerte aber, daß Gert Ihn fest in der Unterhaltung hielt.
Nuhland, der an Charlottes anderer Seite saß, sprach wenig. Seine Frau und Gert waren die einzigen, die unter der eisigen Förmlichkeit dieser Tafelrunde nicht litten. Charlotte sah zu ihrem


