Freitag, 7. März 1041
Giehener Anzeiger <Genera!-Anzelger für Oderhefien)
Nr. 5t» Zweites Blatt
Die Versorgung im Rhein-Main-Gebiet
Di« ersten Saatkartoffeln sind inzwischen im hiesigen Milch- und F e t t w i r t > ch a , t: ^er oea , Gebiet eingetrossen und, soweit bisher sestgestellt an Milch, Mllchorzeugnlsien, O-len und F werden kannte, von guter Beschaffenheit. I werterhin in ausreichendem Matze gedeckt.
Wie Heilkräuter gesammelt werden
gedruckt um> qt oann Körben. Kisten oder
Bornoh'XCtt.
Dlhrog sind die volkstümlichsten Fiqu hen Ensemble. — (Terra.) H.
Ians Thyriflt
Zeitschriften.
Verdunkelungszelt
7. März von 19.12 bis 7.58 Uhr.
1. Sammle nichts an Regentagen oder morgens, wenn noch Tau auf den Pflanze liegt. Regen und Tau erschweren das Trocknen.
2. Sammle nicht in Beuteln, Sacken oder Tuten (das Sammelgut wird leicht gedrückt und ift dann unansehnlich), sondern in nhar
Kästen. .. , . r. .
3. Sammle nur saubere Pflanzen, die frei sind von Erde. Staub, von Insektenfraß und sonstigen Verunreinigungen (Schmarotzer, Pilze usw.)
4. Sammle immer nur das, worauf es ankommt. Also bei der Linde nur die Blüten (mit den Deckblättern), ohne Laubblätter.
5. Sammle nur frische Pflanzen, keine welken, nur aufblühende Blüten, keine von verblühten (wichtig bei der Kamille).
6 Trockne niemals in der Sonne, sondern im Schatten. Die ganze Mühe und Arbeit ist vergeblich gewesen, wenn falsch getrocknet wird. Ein luftiger Dachboden ohne Durchzug, schattig und staubfrei, ist sehr geeignet. In dünner Schicht trocknen. Aufstellen von Trockenhorden. Langstieliges Sam-
düng eintritt und das Sammelgut dadurch wert» los wird. Der Trockenraum ist am besten zu verdunkeln, da sonst die Blüten ausbleichen.
7. Die Vorräte lagere luftig und prüfe jede Woche, ob der T.ocknungsvorgang wirklich abgefchlollen ist. Rach Abschluß der Sammeltätigkeit sende deine Vor- räte sofort an die Sammelstelle.
8. Erwarte nicht, daß die Sammelstelle dir kleine Einzelfunde freudig abnimmt, sondern liefere ge- schlossen alles, was gesammelt worden ist, ab.
9. Sei sauber, sauber, sauber — du selbst und deine Sammler auch! Behandle das Sammelgut so, als wolltest du dir selbst Tee daraus kochen.
10. Besorge dir gute Literatur, die es reichlich und z. T. sehr billig gibt. Es gibt nichts besseres auf unserem Gebiet als die „Veröffentlichung der Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilvflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung e. V. in München , die zum Teil kostenlos abgegeben werden.
— Berliner Theater im zweiten Knegswinter, der traditionelle Querschnitt, den die „n e u e 11 n t e in ihrem Märzheft bringt, ist diesmal ein besonders stolzer Rechenschaftsbericht. Was wurde gespielt? Wer leitete das Spiel? Wie entsteht ein Bühnenbild? Diese Fragen werden untersucht. Da ist zunächst ein Theaterbericht von Bruno E. Werner, der die Premieren der letzten Wochen rezensiert (dazu reizvolle farbige Szenenzeichnungen der wichtigsten Staatstheater-ASfführungen). Der zweite Beitrag stellt die führenden Berliner Regisseure vor im dritten nimmt ein bekannter junger Dühnenbiwn-er das Wort und bricht — an Hand farbiger Buhnencnt-
Gartenbauwirtschaft: Die Beschickung des Gemüsemarktes kann als durchweg zufriedenstellend bezeichnet werden. Kopfkohl ist ausreichend angeboten, ebenso Chicoree und Eskarol. Auch die Versorgung mit Apfelsinen war gut.
Kartoffelwirtschaft: Das Kartoffelgeschaft in der Berichtswoche war ruhig. Da die Lieferaufträge nach Baden und der Saarpfalz restlos erfüllt find, fanden nur kleinere innergebietliche Verladungen statt. Der Bedarf bei dem Empfangs- grohhandel sowie bei dem Kleinhandel und der Verbraucherschaft ist nach wie vor gering, woraus ersichtlich ist, daß diese noch reichlich emgedeckt sind.
Wieder, wie schon seit Jahren, ist der Aufruf auch an unsere Schuljugend ergangen, sich unter der Leitung der Lehrer an der Sammlung von Heilkräutern zu beteiligen. Folgende Ratschläge sind dabei von Bedeutung.
Menschen.
Nicht die Maschine, sondern der Mensch Ausgangspunkt der Produktion.
in der Geschichte blättert, hört man wenig von dem Einzelschicksal der Menschen aus dem Volke Und dennoch haben die Einzelnen durch ihr Blut und Opfer das Große der Großen unseres Volkes wer
Gegners. . ,
Daneben stehen einige Buben nut ihren Stelzen. Stolz schauen die Jungen von ihrem erhöhten Standpunkt selbst auf die Erwachsenen herab. Wie schön ist es in den Dörfern, wenn man durch die niedrigen Fenster in die Stuben der Leute blicken kann.' Und erst da, wo der Bach «durch die Dorfstraßen fließt! Durch die tiefsten Stellen zu waten, das ist eine Kunst, besonders dann, wenn das Wasser lebhaft rauschend oorüberzieht. Da muh man schon gehörig achtgeben, damit man nicht an Sterne stößt oder gar auf einer glatten Stelle abgleitet. Da gibt es nasse Kleider, oder man fällt gar in den Dach. Aber was macht das schließlich? Es gehört zu den ersten Frühlingsfreuden.
Betrachten wir auch die Kleinsten am Sandhaufen. Mit welcher iHngabe find sie beim Spiel. Ganz ernste Gesichter machen sie und sind wie versunken in eine andere Welt. Dann treten sie etwas zurück, um ihr „Weerk" zu besichtigen. Unabhängig von der Umwelt leben sie ganz ihrem Spiel
Die Mädchen ober finden sich zu einem Ringelreihen. In der Mitte steht ein Kind, und die andern fingen: „Mariechen war allem zu 5)0115. Zum Schluß wird dann getanzt, wenn das Lied auch noch so traurig endet. Die kleinen Bübchen, die eben noch am Sandhaufen spielten, hören auf und werden von den großen Mädchen mit in den Kreis genommen. Schau nur, wie sie emsig miftrot- ten, wie sie in die Hände klatschen!
Kinderlied, K'ickersviel, Ball und Stelzen beherrschen die Strafe? Sie erinnern on unsere eigene Juaendzeit, sie führen uns ins Kinderland zurück und helfen mit, daß wir den Frühling mit ganzem Herzen erleben. "
Immer nur das Große sehen!
Unfcr Opfer von heute ist der Sieg von morgen.
Aus -er Stadt Gießen.
Kinderspiele.
Der Frühling pocht an die Türen. Die Sonne schaut freundlich durch die weihen Wolken. Der Himmel ist wieder blau, und das perlende Lied der Amsel steigt in die Lust. Langsam, mit dem Wachsen der Tage, sind die Rebel verschwunden, die die Erde eingewickelt hatten. Don den Bäumen kommt leises Vogelgezwitscher.
Das Licht der Sonne fließt wie Gold über Die (Erbe, tropft auf die Bäume und Wiesen und vergoldet Himmel und Häuser. Die Fenster leuchten und blitzen im Widerschein der Strahlen.
Heber den Feldern erheben sich die Lerchen und lassen unablässig ihre Triller ertönen. Sie rufen immer wieder: Kommt heraus und schaut den einziehenden Frühling! Die Saaten leuchten, die Wie-
haupt nicht zum Reden, weil er die halblaut ge- j brummten Anweisungen befolgen muß:
„Richt so drücken!" y !
„Richt hin und her wackeln!
„So wird's schief!" , ., .
Kriiii-kriii fährt die Sage gleichmäßig hm und zurück Ab und zu kreischt sie, die Buchenstämme haben verdammt fienige Knorren. Staub und Spane rieseln dicht herab. Der alte Burmann pafft stumm ^Rach^dem dritten Kloben hat Fritz die Sache verstanden. „ , . ,
„Eine schöne, gesunde Arbeit, das Sagen! de«
''.Das wäre auch was für meinen Vater. Aber seitdem et das Reißen hat, kann er sich nicht mehr so bewegen ..."
Tabakswolke. Schweigen. .
„Meist sitzt er den ganzen Tag allem m seiner Stube. Er hat niemand, mit dem er mal ein wenig plaudern könnte. Früher haben Sie Um ja oft besucht, Herr Rurmann ..."
Ratsch — die Säge ist durch den Kloben gefahren, der nun in der Mitte auseinanderbricht und — verfrüht — vom Bock poltert.
BuWiann brummt ärgerlich, und Fritz ist bedrückt ob feiner Unachtsamkeit.
Rach zw"i weiteren Kloben:
S'hen Sie, Herr Burmann, mein Vater hat das damals ja gar nicht fo schlimm gemeint ihm tut es längst leid, bah er sich mit Ihnen verzankt hat..
„Sie wackeln schon wieder!"
Verdammt noch mal, es ist ziemlich heiß und dem jungen Enge ring perlt der Schweiß von der Stirn. Und die Schultern und Arme schmerzen ekelhaft.
Aber es hilft nichts. Beim Sägen ist der Alte am gesprächigsten — sagt Lotte. Einmal wird er schon ein War?fallen lassen an bas man antnupfen kann. Und Fritz Engering läßt seine ganze Beredsamkeit los, philosophiert von Freundschaft, Kameradschaft und Verträglichkeit und erzählt von seinem eigenen Leben und feiner Absicht, eine Familie zu gründen.
Der alte Werkmeister hüllt sich in Knasterrauch und schweigt. Hin und wieder wechselt ?r die Hand, t zieht ohne Pause die Säge durch die Bi'chenk'oben t und brummt nur ab und zu etwas Unv-rstand''ches. , Die Dämmerung bricht herein — ein mächtiger
Tageskalender für Freitag.
Stabtitfjeater: 19 bis 21.15 Uhr „©öfter auf Urlaub". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Sieg im Westen". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Umer " — Oberhessischer Kunstverem: 17.30
nungen — eine Lanze für die meist zu bß* achtete Leistung seiner Berufsgenossen. — Der Krieg wird in einer besonders interessanten Veröffentlichung sichtbar: die neue linie bringt Aufnahmen von 14 Weltkriegsoffizieren, deren Gesichter dem Betrachter überraschend bekannt erscheinen. Es find hier zum ersten Mal jene Männer als junge Offiziere gezeigt, die im gegenwärtigen Krieg als Gene- ralfelbmaridjälle den höchsten militärischen Rang bekleiden und an den siegreichen Feldzugen entschei- denden Anteil haben. — Zum Schluß seien noch erwähnt der prachtvolle Bildbeitrag über Münster und bas Ergebnis bes Erzähler-Wettbewerbs ber neuen linie, burch ben roieber bem beutschen Schrifttum neue' Kräfte zugeführt werben (Preis 1,—RM. Der-
nicht vorzeitig, ba sonst beim Lagern Schimmelbil- Turmhaus am Brandplatz.-----------
Eierwirtschaft: Bei ber auf ben Abschnitt c ber Reichseierkarte zur Ausgabe gelangen- ben Ware handelt es sich zum Teil schon um Eier aus der deutschen Erfassung.
D i e h w i r t s ch a f t: Die ©efamtanlteferung an Schlachtvieh — feien es Rinder, Schweine oder Kälber — genügte überall, um ben Bebarf auf allen Märkten unb Rerteilungsftellen bes Rerbanbs- gebietes ausreichend zu becken. Fleifchzulieferungen ober Zuleitungen waren nirgends erforderlich. Herausnahmen durch Mehrzulassung über ben eigenen Bebarf für bie Reichsstelle ber Tiere unb tierische Erzeugnisse fanben nicht statt.
Milch- und Fettwirtschaft: Der Bedarf
Haufen von runden Holzklötzen türmt sich um die Männer. Und bann zieht Burmann bie Sage aus dem letzten Kloben und verstaut die Pfeife m der Tasche. _ ,
„Genug für heute!" sagt er und geht zum Hause.
Fritz vermag kaum noch die Arme zu heben. Aber nun muß es endlich gesagt werden.
,jyerr Burmann, Ihre Lotte und ich ...
Der Alte bleibt stehen und schmunzelt.
„Ach so! Ja, ja, ich weiß. Wir haben gestern darüber gesprochen. Ich denke, ihr feiert morgen eure Verlobung bei mir. Bringen Sie man Ihren Vater mit!" _
Völlig verdattert folgt Fritz ihm ms Haus.
„Aber Lotte!" stotterte er, „dein Vater weiß ja schon ..."
„Ratürlich. Freust du dich, Fritz?"
„Ja, gewiß, aber warum mußte ich dann erst fo lange Holz sägen?" . -
„Oh, ich wollte doch nur, daß du ihm ein bißchen hilfst. Er wäre sonst heute kaum damit fertig geworben ...
Und der alte Burmann lacht, daß die Wände zit- i:rn: „Ein bißchen Strafe verdiente der Herr Schwiegersohn ja wohl auch für sein Heimlichtun, was?"
L'ckftprelßauS: „Unser kleine«- .lunae"
werden.
Der Vertrauensral im Kriege besonders wichtig.
Die Kriegserscheinungen im Betrieb erfordern geradezu einen regen Dertrauensrat und einen funktionierenden Amtswalterftab der Deutschen Arbeitsfront. Man denke an die durch den Krieg m die Betriebsgemeinschaft neu hinzugekommenen dienstverpflichteten Arbeitskameraden. Oft müssen sich diese an eine ganz neue Arbeitsweise und andere Umstände gewöhnen. Besonders trifft das bei den älteren Arbeitskameraden zu, die Jahre und Jahrzehnte wo anders standen. Ihnen ihren Ar- 'beitsgang zu erleichtern und angenehm zu gestalten, ist eine Hauptaufgabe der heutigen Sozialpolitik einer Betriebsaemeinschaft.
Dann sind feit Kriegsbeginn Tausend und aber Tausend Frauen an die Stelle der- Männer getreten, die ihren Arbeitsplatz verließen, um dem Ruf des Vaterlandes Folge zu leisten. All diesen Frauen gilt die größte Sorge des Betriebsführers unb feiner Beauftragten, befonbers ber Betriebs- frauenroalterin und ber sozialen Betriebsarbeiterin. Die Frau verlangt eine andere Behandlung als der Mann Sie darf nur an dem Platz stehen und 1 wirken, der sie körperlich und geistig keinen Scha- i den nehmen läßt. Die Frau ist in erster Linie Mutter, und nirgends darf das übersehen werden.
Ein wichtiges Mied in der Gemeinschaft ist der Betrieb, Ihn völlig intakt zu halten, ist Aufgabe der Deutschen Arbeitsfront. Sie hat Sorge dafür zu tragen, daß die Leistungsgemeinschaft Betrieb über einen Betriebsführer verfügt, ber im wahrsten Sinne bes Wortes Menschenführer ist, baß ihm zur Seite ein Betriebsobmann, Vertrauensmänner, Walter unb Warte stehen, bie es verstehen, ben Ge- meinschaftsgedanken zu förbern und bie Leistungen zu steigern, sowie für das Wohl des einzelnen Ge- olgschaftsmitgliedes einzuftehen. Es ist eine irrige Meinung, anzunehmen, daß bie Einrichtungen bes Vertrauensrates unb des Amtswalterstabes ber Deutschen Arbeitsfront im Krieg nicht notroenbig feien, ober, daß sie guminbeft in ihrer Bebeutung stark hinter ben Kriegsprobuktionsaufgaben ber Betriebe stünden. Dabei übersieht man, daß jede Produktion mit bem Menschen beginnt. Es find die schlechten Betriebsführer, die ihre Aufmerksamkeit nur auf bie Werkhallen unb Maschinen richten und dabei den schaffenden Menschen übersehen. Em guter Betriebsführer kümmert sich um bie Menschen in seinem Werk. Er läßt sich nicht abschließen von benen im Kesselhaus, an ber Werkbank, in ber Formerei unb burch feine Werkmeister unb Ingenieure vertreten, er bleibt selbst mit jedem einzelnen in Verbindung, soweit das irgend möglich ist. Der Vertrauensrat soll nicht nur auf bem Papier stehen, fonbern regelmäßig in kurzen Ab- ftänben zusammentreten. Hier können alle Fragen bes sozialen Lebens erörtert unb gelöst werben. Eine gute Betriebsgemeinschaft löst alles unter sich, und zwar im Sinne ber Partei unb bes Gesetzgebers. Rur in ben äußersten Fällen kann bie Deutsche Arbeitsfront ober ber Reichstreuhänber angerufen
lieh in die Länge gezogen und kompliziert, fo baß man bis ganz zuletzt nicht weiß, moran man .fr, und ob das wirklich noch eine dauerhafte Fmnckie wird. Außerdem merkt man gegen Ende auch die Uebertragung aus dem Bühnenstück auf die Leinwand. (Regie: B Barlog.) Hübsch und luftig sind bie Szenen mit bem kleinen blonden Jungen geraten; er heißt Hansi Radetzky ein nötiger Lümmel mit durchdringender Krahstimme. Hude Jansen und Hermann S p e e l m n n s sind das dickköpfige, spät miteinander glücklich werdende Elternpaar. Max G ü l st o r f f, Ernst Waldow, Ernst v K l i p st e i n , Lotte Koch und 3elfte Ribroa sind die volkstümlichsten Figuren im gro-
wissen, daß ein siegreicher Feind ihnen alles neh- men würde, daß aber ihre Opfer, bie sie heute und Bi bringen, den Sieg verwirklichen helfen. Sie fügen feit Den ita) romig cm in vm ----------------__ . .
Deutschen, und das einzelne Schicksal ordnet sicht Sieg ertrotzen, dem großen Werden des Volkes unter. Wenn man 1
ben lassen
Aus dem „Ich- ist bas „Wir" geworden.
Daß mir wieder in einer Gemeinschaft denken » daß aus ton 2-h d» °-r^en°n Ep^cn
Holzsägen. ' 1
Von O. G. Foerster.
Samstagmittag fährt der Reisende Fritz Engering mit der Vorortbahn in die kleine Siedlung am Rande der Stadt, wo der alte Werkmeister Burmann ein Häuschen hat. Die beiden arbeiten m der gleichen Firma A. Strunz & Comp., Tuchwaren en gros — aber seitdem Fritz Engerings Vater sich mit Burmann verkrachte, hat die alte Freundschaft einen Riß. , „ . ,
Und das ist sehr unerfreulich, vor allem deshalb, weil Fritz und Lotte Burmann sich nun schon em Vierteljahr lang heimlich treffen. Und einmal muß ber Vater es doch erfahren! Wenn er nur nicht so entsetzlich einsilbig und mürrisch wäre! Im Betrieb, bei seinen Maschinen, redet er nur, wenn es sich um seine Arbeit oder etwas Geschäftliches handelt, und auch bann nur das Allernotwendigste ...
An der Tür des kleinen sauberen Hauses empfängt Lotte Burmann den Besucher. Fritz wagt kaum, ihr die Hand zu geben.
„Ist der Vater schon zu Haus? flüstert er.
Sie hat einen hellen Schein in ben Augen und lächelt. „
„Er ist auf bem Hof unb sagt Holz.
Er zögert. Eine unerwartete Situation. Kann man einem Mann wie ben alten Burmann beim Holzsägen so komplizierte Dinge ausemanbersetzen?
Aber Lotte scheint sich davon gerabe Erfolg zu ver- fprechen.
„Geh nur hin, Fritz. Hilf ihm ein bißchen sagen. Beim Holzsägen ist er noch am gesprächigsten.
Gut. Fritz Engering gibt sich einen Ruck und geht auf den Hof. Halb von bem Holzstoß verdeckt, steht ber W"rkmeister vor bem Sägebock unb fuhrt die große Säge burch einen mächtigen Buchenkloben.
Er knurrt etwas Unverständliches auf Engerings Gruß und scheint überhaupt nicht verwundert über den Besuch zu sein. Und als Fritz ihm vorschlagt, ihm ein bißchen sägen zu helfen, nicht er nur unb weist mit der kurzen Pfeife auf das andere Ende der Säge
Und fo sägen die beiden nun gemeinsam. Fritz hat in seinem bisherigen Leben noch nie em ..Derartiges Instrument bedient, und er kommt zunächst über»
Wieder mal ein Vorstoß ins Volksstück mit zeitnahen Ideen und Figuren: das Drehbuch schrieb Aktien"^ von ^rid)^ a\ tz^m^a n m^Der Gedanke würfe, instruktiver Aufrisse unb heiterer Na^bzeich- ift nicht schlecht? bie Betriebsgemeinschaft eine« ------- — "" -'<♦ m9n,a bc*
Werkes nimmt sich, als eine junge Arbeiterin ein Kind bekommt. **r Mutter "vd des Kleinen an bis ber Vater nach Jahren enblich den Weg zu feiner Familie finbet. Das ist aus einem neuerwachter. Gemeinschaftsgefühl richtig empfunden. Immerhin w-.rd der Zuschauer, wenn er sieht, wie das emge- fädelt ist, einige Widerstände zu überwinden haben. Denn die Betriebsgemeinschaft ift mit dauerndem Klatsch, Stänkereien unb bösartigen Verleumdungen recht eigentlich schuld daran, daß der Vater schließlich davonlä"ft. "nd di- Arh"itskollegen, die hernach das „Kind auf Aktien" in ihre Obhut nehmen, geraden etwas unvermiftelt non einem Ertrem ins andere. Es wird überhaupt ein bißchen viel ®e-.»■.
schrei um bie Sache gemacht unb bas Ganze reich-1 log Otto Beyer, Leipzig-Berlin.)
Zur Zeit führt bie Deutsche Arbeitsfront in sämtlichen Kreisen unseres Gaues Arbeitstagungen burch. Sie bienen der erneuten Ausrichtung ber Betriebs, sichrer, ber Betriebsobmänner unb ber Vertrauensräte. Diese alle finb verantwortlich für bie Betciebs- aemeinfchaft, für deren Leistungen und Zufriedenheit. Die Arbeitstagungen geben ihnen das Rüstzeug für ihre Aufgaben. Ergänzt wird diese Aktion durch Betriebsversammlungen mit Rednern des Propagandaamtes der Deutschen Arbeitsfront unb ©aurebnern, sowie burch Betriebsbesuche führenber Parteigenossen ber Deutschen Arbeitsfront. Die Betriebsbesuche ermöglichen es, den unmittelbaren Kontakt zwischen ben Beauftragten ber Partei unb den Schaffenden zu erhalten. Diese Maßnahmen haben im Krieg mehr Berechtigung denn je. Mit dem uns aufgezwungenen Kampf sind nicht nur bie Pflichten des ganzen deutschen Volkes und jedes einzelnen Volksgenossen gewachsen, sondern auch die Sorge um das Wohl der Gemeinschaft unb ber
sen werben grün, bie Knospen ber Bäume schwellen. Unb kommen auch noch Stürme unb brausen noch Regenschauer nieder, vermischt mit Schnee und kleinen Eiskörnern, bas macht gar nichts aus. Wir nehmen bie ersten Sonnentage jn unser Herz, wir sinb wie bie Kinber, bie auf ber Straße bei ihren ersten Frühlingsspielen jubeln.
Schon seit Wochen haben bie Kleinen ihre Taschen mit „Klickern" angefüllt. Auf ben Straßen unb freien Plätzen werben kleine Vertiefungen gesucht oder künstlich hergestellt. Schon rollen bie kleinen Kugeln. Mit welch ernsten Gesichtern wird bas Spiel verfolgt! Auch bie zuschauenben Kinber zeigen eine Teilnahme, eine Hingabe, bie rührend ift. Jeder Zug, jeder Wurf wird mit Spannung beobachtet. Bleiben wir ba nicht unwillkürlich stehen und schauen zu? Die ersten Frühlingsspiele der Kinder erfreuen uns immer wieder. Wie oft haben sich die Kleinen nach der Strafte, nach der frischen Luft gefehnt. Run ist es fo weit. Unbekümmert um kleine Regenschauer, unbekümmert um bas bißchen Schmutz, ber noch hier unb ba auf ber Straße liegt, wirb munter unb eifrig gespielt. Das Spiel mit ben Klickern bleibt ewig basselbe. Zuerst kommt der „Einsatz", b. h. jeder der Spielenden schießt einen ober auch zwei unb mehr Klicker nach bem Loch. Wer seinen Klicker in bas Loch ober ganz in die Rähe bringt, hat das Vorrecht beim Spiel. Schießt er Zug um Zug alle glücklich hinein, dann ist er der Gewinner und erhält die Klicker fernes
Sie trägt in sich die Zukunft unseres Volkes, unb dementsprechend muß sie behandelt werden. ieuueil/ UUD uu=> ------
Zufriedenheit ber Schaffenden — unser hyuptziel. Wir von heute geworden i,., .
E« ist klar daß ein mit der Zeit gehender Be-und berechtigt uns, Träger der neuen Zeit Auftrieb sich an bem Leistungskampf der Betriebe de- Wie gut ist es doch, baß man m !Deutsch s ch
e ligt auch im Krieg. Die Ausgaben des Leistung-, nicht erst seit Kriegsbegmn pred gt santon sch kamnse- lind dem Kriege anaepatzt. Er stellt während der Kampszeit und seit den Tagen d r weniger materielle Fartounaen Das Ziel ist die Machiergreisung durch den Nattonalsoziallsmu- Di. beste ^Betriebsgemeinschast mit der besten Leistung.^ Schule der Partei undi ihresi °er anaerien v Der Betrieb, der die saubersten Menschen cm eigen der Deutschen Arbeitssrant, hat sich egensreich nennt der um die palitisch sargsallige Ausrichtung den 1- - Jahren !-es °«g^wi,tDer em
bemüht war, wo einer dem anderen wirklich K°->z-lne sieht aus das Zielund ordne darum , merad ift und WO jeder in seiner Arbeit voll auf- eigenen Interessen unter. Er sieht oas io$iaj geht dieser Betrieb ist in Ordnung. Es kommt auf Deutschland im Kampf gegen das zufriedene Menschen an, besonders in diesem uns Land Europas, England Und da stören ihn die au,gezwungenen Krieg. Jeder Schassende sühlt,sich Einschränkungenn die derKrieg.Mit sich^ br ngt nicht als Soldat der cheimat für den endgültigen eug ,rn geringsten Das Ziel ist mel !bochalismus unseres Volkes. Als Soldaten, auch Frauen k°n- Hlndermsie bis d°h,n. Der d°ul,ch° SozmUsmu- nen das in diesem Sinne sein, sehen sie über all marschiert. Europa bückt aus ihn al- sein oorvw. bas Kleinliche das der Alltag zu Hause und im Be- Und die er Sozialismus steht erst am Anfang einer trieb mit sich bringt, hinweg Sie sind gegen die! Auswirkungen. Es sei hier nur an d°- Wohnungs leinen Widerwärtigkeiten abgehärtet und beitzen bauprogramm. bi«‘to b°i..'chwi°ng°n Ausgaben to Zahn, Su -
e unb Besichtigungen Der Deutschen Arbeitsfront ftar- . uerroirnunen neuen, oie uen schaffenden Menschen in feinem Glauben,
ben Blockier ^unüberwindlichen und dieser unbändige Glaube wird ben endgültigen
__ •.___t-. dun »rtrnfapn W. K. D.


