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zy|. Jahrgang lTr.56

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Sietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessenitfcetu Sd>ulftraf|e 7-9

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Deutsche Lustangriffe auf Matta

das Reichsgebiet ein. 3n der Zelt vom 27. Februar bis 5. März verlor der Feind insgesamt 23 Flug- zeuge, davon 16 im Luftkampf, fünf durch Flak- artillerie und zwei durch die Kriegsmarine. Außer­dem wurde eine Anzahl britischer Flugzeuge am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen 15 eigene Flugzeuge verloren.

Die Bedeutung von Halfar.

Antonescu wieder in Bukarest.

B u k a r e st, 6. März. (Europapreß.) General An- tonescu ist am Donnerstagnachmittag im Flugzeug aus W i e n kommend nach der rumänischen Haupt­stadt zurückgekehrt. In seiner Begleitung befanden sich der deutsche Luftfahrtattachs Oberst G e r st e n - berg und Dr. S ch o b e r von der Wirtschafts­abteilung der deutschen Gesandtschaft. Zum Empfang hatten sich Verteidigungsminister General I a - cobici mit seinen drei Unterstaatssekretären, der Chef der deutschen Wehrmachtsmission, General Hansen, und in Vertretung des noch in Deutsch­land weilenden Gesandten von Killinger der Ge­schäftsträger Dr. Stelzerleingefunden.

Neuer rumänischer Gesandter in Berlin

B u k a r e st, 6. März. (Europapreß.) Der bis­

sen Flugplatz ihre Hoffnungen gesetzt. Er liege im Südsüdrvesten des Hauptflugplatzes- M i k a b b a. Ursprünglich habe er zwar an Bedeutung dem Flugplatz von Mikabba nachgestanden, aber da der Hauptflugplatz fortwährend durch die ständigen An­griffe der deutschen Flieger zerhämmert wurde, hätten die Engländer begonnen. Halfar zu ver­bessern und zu vergrößern, um damit die Schäden auszualeichen, die durch die täglichen Einflüge der Deutschen in Mikabba hervorgerufen würden Die ersten Befestigungensarbeiten auf dem Rollfeld seien fieberhaft betrieben worden, um -'ne Abflugbahn zu schaffen rings um das Feld fei Baumaterial aufgestapelt worden. Das alles fei durch die Aufklärung entdeckt worden. Die letzte Bombardierung von Halfar habe am 26. Februar stattgefunden, und zwar gleichzeitig mit einem schweren Angriff auf Mikabba. Sie habe die eng­lischen Anstrengungen auf dem Flugplatz von Hal­far beendet.

Diesmal habe sich der Angriff noch mehr gelohnt, denn die Engländer hätten schon nach dem letzten

wurde, gelang dem Feinde der Durchbruch durch die schwache mazedonische Front. Der bann erfolgende Zusammenbruch der schwer leidenden bulgarischen Heimat hat die Ehre des bis zuletzt tapfer kämpfen­den bulgarischen Heeres nicht berühren formen. Mit Stolz trugen und tragen die Bulgaren auch heute noch den NamenPreußen des Balkans"

Das Friedensdiktat von Neuilly vom 27.11.1919 verurteilte Bulgarien genau wie die anderen unterlegenen Staaten des Weltkrieges zu fast völliger Wehrlosigkeit. Es blieb ihm nur ein Freiwilligenheer von 20 000 Mann mit zwölfjäh­riger Dienstzeit ohne die Möglichkeit, Reserven aus­zubilden, ohne mittlere und schwere Geschütze, ohne Kampfwagen und ohne jede Luftverteidigung. Ein­schließlich der erlaubten Gendarmerie und eines klei­nen Grenzschutzkorps durfte der Gesamtbestand an Gewehren höchstens 33 000 betragen. Diese mili­tärische Ohnmacht erwies sich für das Land als außerordentlich verderblich.

Trotzdem ist es dem bulgarischen Volke in lang­jähriger, zäher politischer und militärischer Aufbau­arbeit gelungen, Ordnung zu schaffen und den Weg für den Wiederaufstieg zur Freiheit wirksam vdr- zubereiten. In kluger Zurückhaltung enthielt sich Bulgarien außenpolitisch jealicher Bindungen und bewahrte strengste Neutralität nach allen Seiten. Im Innern führte es als erstes europäisches Land, um der drohenden bolschewistischen Zersetzung ent­gegenzuwirken und die Jugend zur Ordnung und vaterländischen Gesinnung zu erziehen, die A r - b e i t s d i e n st p f l i ch t ein und schaffte damit einen gewissen Ersatz für die fehlende militärische Disziplinierung. In militärischer Hinsicht wurde aründliche Kleinarbeit getrieben, die Schaffung aro- ßerer Verbände zunächst hintangestellt und das Heer lediglich in Regimenter eingeteilt. Das Stre­ben war, die zahlenmäßige Schwäche des Heeres durch eine vorzügliche Qualität der Truppen aus­zugleichen. Nach und nach, vor allem infolge der deutschen Aufrüstung und der Besserung der Be­

lin ernannt, v. Bossy war vorher Gesandter Ru­mäniens in Rom.

Exkönig Carols Flucht aus Spanien.

Madrid, 6. März. (Europapreß.) Exkönig Carol von Rumänien ist, wie sich jetzt herausge­stellt hat, mit Hilfe eines ausländischen Diplomaten über bie spanische Grenze entflohen und nach den neuesten Meldungen bereits i n Lissabon eingetroffen. Mit ihm hat auch Frau L u p e s c u das Land verlassen. Die Ueberschrei- tung der spanisch-portugiesischen Grenze war mög­lich, weil sich sowohl Exkönig Carol als auch seine Geliebte gefälschter Pässe bedienten. Die bei­den Flüchtlinge haben Spanien verlassen, ohne die inzwischen auf eine beträchtliche Höhe angelaufenen Rechnungen für ihren Aufenthalt in Sevilla beglichen zu haben. Nach den neuesten Meldungen haben sich Carol und Frau Lupescu in einem Hotel in Estoril einquartiert.

Reichsmarschall Göring traf sich wie schon kurz gemeldet am Mittwoch in Wien mit dem rumänischen Staatsführer General Antonescu. Unser Bild zeigt General Antonescu nach feiner Ankunft mit Reichsmarschall Göring die Front der Ehrenkompanie abschreitend. In der Mitte General­oberst Löhr und links Reichsstatthalter von Schirach. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Besuch General Weygands in Vichy.

Genf, 7. März. (DNB. Funkspruch.) Wie aus Vichy gemeldet wird, ist der Generaldelegierte der französischen Regierung in Afrika, General Weygand, Donnerstag in Vichy eingetroffen.

britischer Vizelustmarschall verunglückt

Stockholm,?. März. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Reutermeldung ist Vizeluftmarschall Breese auf einem Dienstflug infolge eines Flugzeugunfalls ums Leben gekommen.

Oie Brasilienfahrt des deutschen Dampfers ^Lech-.

Rom, 6. März. (Europapreß.) Wie in der italie­nischen Sendung des brasilianischen Rundfunks, die vom italienischen Rundfunk übernommen worden ist, mitgeteilt wurde, hat der deutsche DampferL e ch" feine Fahrt von Bordeaux nach Brasilien mit deut- schen Exportwaren, vornehmlich pharmazeutischen Präparaten, ohne jede Tarnung durchge­führt.

Angriff auf Mikabba von dort aus einen Teil des Materials, wahrscheinlich auch Flugzeuge, nach Halfar gebracht. Die englischen Hoffnunaen, dadurch ihr Material vor Vernichtung zu schützen, seien durch die neuen Angriffe zerstört worden. Die Stu­kas hätten ihre Anariffe durchaeführt, als das Wit­ter eine leichte Besserung erfahren hatte, obwohl die Insel Malta durch dichte Nebelwände fleacn Fliegersicht geschützt zu fein schien Die meisten Be- schädiaungen seien auf der Westseite des Platzes angerichtet worden, wo sich die Gebäude be­funden hätten. Brände hätten sich auch auf einem anderen Teil de« Platzes entwickelt, unb zwar in ber Nähe ber Materiallager unb auf der Abflugba hn, wo wahrscheinlich Flugzeuge getroffen worben sind.

. Generalfeldmarschall List von Könia Boris empfanaen.

Belgrad, 6. März. (Europapreß.) Aus Sofia wird berichtet, daß Generalfeldmarschall Lisi an der Spitze einer deutschen Mililärab- ordnung am Donnerstag vom König Boris in

herige rumänische Gesandte in Bern Raoul von Bossy wurde zum außerordentlichen Gesandten bevollmächtigten Minister Rumäniens in Der-

Der Wehrmachtbericht

Berlin, 6. Marz. (DBB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die in Bulgarien einmarschierenden deutschen Truppen erreichten am 5. März trotz schwieriger Ge­ländeverhältnisse die befohlenen Ziele.

Ein Unterseeboot hat weitere 9000 BRT. feindlichen handelsfchiffsraums versenkt und damit feinen Gesamterfolg auf 27 000 BRT. erhöht.

3tn Mittelmeerraum griffen deutsche Kampf- und Sturzkampffliegerverbände unter Begleitschuh durch deutsche Jäger den Flugplatz halfar auf der Insel Malta mit großem Erfolg an. Sie zerstörten hallen und Unterkünfte und vernichteten mehrere feindliche Flugzeuge am Boden. Jagdflieger schossen im Luft- kampf über dem Angriffsraum drei britische Flug- zeuge ab. Auch in Rordafrlka griffen deutsche Kampfflugzeuge einen feindlichen Flugplatz mit guter Wirkung an. Aufklärungsflugzeuge bombardierten militärische Anlagen und erzielten hierbei Treffer in Kasernen und im Gelände der Staatswerft.

An der schottischen Ostküste vernichtete ein Kamvf- flugzeug einen britischen Minenleger durch Volltreffer.

Der Versuch des Feindes, im Laufe des Tages mit einigen Kampfflugzeugen unter Jagdschutz nach Rordfrankreich anzudringen, scheiterte an der entschlossenen Abwehr durch Jagdfliegerverbände und Flakartillerie. Von insgesamt 16 angreifenden Flugzeuaen wurden sechs im Luftkampf und eines durch Flakartillerie abgeschossen. Feindliche Flugzeuge flogen weder bei Tage noch bei Rächt in

Wiedersehen mit Französisch-Marokko

Von unserem Hx.-Sonderberichterstatter.

den hatten.

Ich benutzte zu meiner Fahrt bie Bahn von Tanger nach Fez. Gegen 10 Uhr morgens kam der Zug an ber spanischen Grenzkontrolle an. Die Abfertigung ging schnell unb glatt oonftatten. Nach etwa 5 Kilometer weiterer Fahrt kam die franzö­sische Grenzstation. Auch dort war die Kontrolle verhältnismäßig schnell, wenn man sich auch mir als Deutschem gegenüber doch ziemlich»zurückhal­tend zeigte. Unb dann ging es hinein ins Land. Die Sonne hatte inzwischen den Bodennebel ver- trieben unb strahlte warm vom blauen Himmel. Flach dehnte sich das Land. Am östlichen Horizont erhoben sich die Berge des Rif. Einer hatte eine Schneekappe ausgesetzt. Es war ja noch Winter, unb es kann recht kühl um diese Jahreszeit in Marokko fein. Wir tarnen an weiten Feldern vor­bei. Ueberall sprossen schon die grünen Halme her­vor. Riesige Obstgüter mit Apfelsinenbäumen und Weinstöcken waren rechts unb links ber Bahn zu sehen. Zwischenburch kamen wieder weite Strecken braches Land, wo Herden von Schafen und aller­dings ziemlich kümmerlich aussehenden Rindern grasten. Die Gegend zwischen der Grenze und Petit- jean, der Station, wo ich aussteigen mußte, um den Zug nach Casablanca zu besteigen, hier geht die Bahnlinie von Tanger in die große Linie von Casablanca nach Oujda an der algeri­schen Grenze über ist außerordentlich fruchtbar. Getreide, Oliven, Obst unb Wein sind die fast aus­schließlichen Produkte, die hier hervorgebracht wer­den.

Der Zug setzte sich zusammen aus einem Wagen 1.. einem 2. unb zwei 3. Klasse, die fast ausschließ­lich von Europäern benutzt werden, und dann einer ganzen Anzahl von meist sehr alten 4. Klasse, in denen sich ein buntes Gemisch von Arabern zusam­menfindet. In der 1. unb 2. Klasse sitzen viel Offi­ziere, z. T. etwas übertrieben elegant, unb sehr nach­lässig in Haltung unb im Benehmen. Wir Deutsche vermissen baS/ftraffe Militärische bei bem französi­schen Militär. Wenn ein französischer Unteroffizier ober Solbat mit feinem Offizier spricht, so steckt er beim Gespräch meist mit aller Seelenruhe eine ober sogar zwei Hänbe in bie Hosentasche. Der Offizier im übrigen auch.

Gegen Mittag bin ich in Petitjean. Hier mußte ich etwa vier Stunden warten, bis der Zug von Fez nach Casablanca kam. Ich setzte mich in das Restaurant des Bahnhofs, um zu essen, unb bekam nun bas übliche französische Mittagessen. Zu­nächst hors doeuvre, bann ein Omelette, weiter Fisch, Geflügel mit Gemüse und pommes frites, dazu Käfe unb reichlich Früchte. Nein, hier gab es keinen Lebensmittelmangel, hier war alles noch reichlich vorhanden. Das Brot war zwar nicht mehr ganz weiß, da zu Beginn des Jahres ein Bei­mischungszwang von 20 v. H. von der Reaierung verfügt worden war, da Marokko große Menaen von Weizen nach Frankreich abgegeben hatte. Für meinen Geschmack hatte das Brot nur gewonnen, da das Weißbrot wenigstens für uns Deutsche zu

fade schmeckt.

Nach dem Essen bestellte ich mir Kaffee, unb hier merkte ich etwas, was an eine außergewöhnliche Zeit erinnerte. Es gab nämlich feinen Zucker, nur Süßstoff (Sacharin). Wer aber Marokko kennt, weiß was es bedeutet, wenn der Araber feinen Tee ohne Zucker trinken muß. Eine falsche Wirt- sch-'tspolitik hat sich nie um den Zuckeranbau im Lande gekümmert, sondern unbedenklich den billigen Zucker aus Kuba importiert und im Lande raf­finiert. Für fast 260 Mill. Franken hat Marokko 1938 an Zucker eingeführt, dem Werte nach fast gleich viel wie die Einnahme aus der Phosphat- ausfuhr (286 Mill Franken). Da feit Herbst 1940 die Einfuhren nach Marokko fast vollständig aufge­hört haben, ist das Land von Zucker entblößt.

Gegen 18.30 Uhr kam der Zug aus Fez an. Er war ähnlich zufammengestellt, wie der aus Tanger, nur hatte er noch einen Speisewagen, so daß ich das Diner einnehmen konnte. Die Speisen­folge war fast die gleiche wie Mittags in Petit­ion. Also auch hier wie später in Casablanca unb in Rabat sowie anderwärts man noch wie in Friedenszeiten und war von Mangel an Lebens­rnitteln nichts zu merken. Spät am Abend kamen wir in Casablanca an, wo sich gleich sehr unangenehm bemerkbar machte, daß es kaum Fort­bewegungsmittel wie Taren ober Droschken gab. Alles stürzte sich auf die beiden Autobusse, die vor dem Bahnhof standen und im Augenblick überfüllt waren. Es roar^ein etwas ungemütlicher Zustand, so spät am Abend vor dem Bahnhof zu stehen, der ziemlich weit vom Zenttum der Stadt entfernt liegt Es blieb mir nichts anderes übrig, als für mein Gepäck einen von den herumlunaernden Araber­jungen zu nehmen, um mich zu Fuß nach meinem Hotel aufzumachen. Wohl begegneten mir eine ganze Anzahl von Pferdedroschken, aber alle waren besetzt

In Casablanca waren alle Hotels überfüllt Ich mußte die erste Nacht mit einem Badezimmer vor­lieb nehmen, das mir der mitleidige Geschäftsfüh­rer eines Hotels anbot und das ich annahm, um nicht die Nacht im Freien verbringen zu müssen. Casablanca ist noch überfüllt von Emigran-

gen Autobusse, die noch im ^Betrieb sind, durch bas Land fährt. Während man früher vor allem auf den meist befahrenen Strecken zwischen den wich­tigsten Städten einem Auto nach dem anderen be­gegnete, ist die Leere der Landstraßen heute ganz auffallend. Auf der Rückfahrt von Casablanca nach der Grenze des französischen unb bes spanischen Pro­tektorates, immerhin eine Strecke von ca. 230 Kilo­meter, begegneten wir kaum 10 Autos. Fast durch- weg will bie bobenftänbige Bevölkerung nichts vom Kriege wissen. Sie ist froh, baß ihr bie Schrecken besfelben erspart geblieben sind. Das will aber nicht besagen, daß es nicht genügend unruhige Elemente im Lande gibt. Diese auf die Dauer im Zaume zu halten, zumal eine große Arbeitslosigkeit droht, dürfte keine ganz leichte Aufgabe fein. Dabei ist weniger ber Araber bas unruhige Element, wie solche Kreise, bie von außen hereingekommen finb.

ten. Auf fast 20 000 schätzt man deren Zahl im ganzen Lande. Sie sitzen hier fest und kommen vorläufig nicht weiter, da die Weiterreise nach Ame­rika fast unmöglich geworden ist unb Portugal sich der Einreise dadurch erwehrt, daß es augenblicklich nur demjenigen ein Einreisevisum gibt, der über den Nachweis einer Passage nach USA. ober nach Sübamerika verfügt.

Wirtschaftlich sieht es in Marokko nicht gut aus. Die Lebenshaltung ist sehr teuer geworben, wo- (egen bie Verbienstmöglichkeiten geringer unb die Löhne und Gehälter fast gleich geblieben sind. Sehr groß ist der Mangel an Benzin. Dies macht sich be- onbers bemerkbar, wenn man mit einem ber wem-

Wehrhaftes Bulgarien.

Von Major a. D. von Keifer.

Der mit ber bulgarischen Regierung vereinbarte Einmarsch ber deutschen Truppen in Bulgarien zur Sicherung des durch Englands Angriffsplan be­drohten Friedens auf dem Balkan ist von der bul­garischen Bevölkerung äußerst freundlich begrüßt worden. Diese sogar von Reuter gemeldete Tatsache entspricht durchaus der treuen Waffenbrüderschaft zwischen dem deutschen und dem bulgarischen Volke im Weltkriege Bulgariens langjährige Unter­drückung durch die Ententemächte, Englands Drohungen und Sabotagemaßnahmen im Laufe des heutigen Krieges haben nur dazu beigetragen, die Freundschaft mit bem deutschen Volke zu vertiefen.

Als Bulgarien im Weltkriege an Deutschlands Seite in den Kampf trat, da hatte es bereits in zwei Balkankriegen die schwersten Opfer an Gut und Blut gebracht. Im Weltkriege selbst hatte das bul­garische Heer zunächst nach Westen, gegen Ser­bien, später aber gleichzeitig nach Norden und Süden, gegen Rumänien und die Salonikifront der Alliierten zu kämpfen. Trotz großer wirtschaft­licher Schwierigkeiten kämpften die bedürfnislosen bulgarischen Soldaten außerordentlich tapfer und hielten mit schwacher deutscher Unterstützung län­gere Zeit hindurch ihre Stellung gegen die an Zahl und Ausrüstung weit überlegenen und vorzüglich verpflegten Truppen der Entente. Erst als die Un- terlegenheik Bulgariens infolge der mit Rücksicht auf die Lage im Westen erfolgten Zurückziehung eines Teiles der deutschen Truppen allzu kraß

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Casablanca, Ende Februar 1941.

Es waren eigentümliche Gefühle, die mich be­schlichen, als ich die Grenze von Französisch-Marokko überschritt und das Land betrat, für das ich feit Jahren ein großes Interesse, ja direkt eine Liebe unb Zuneigung besitze. Ist boch Marokko ein Lanb voll unenblicher Reize, voller Geheimnisse, großer Gegensätze im Leben seiner Bevölkerung, ein Lanb so fruchtbar und reich wie wohl nur wenige ber Welt. Wie würbe ich es wiederfinden, würde der Krieg spurlos an ihm vorübergegangen sein, ober zeigten sich auch hier seine Folgen? Wenn auch bis­her in Marokko keine Kampfhandlungen stattgefun-

Görings Begegnung mit Antonescu in Wien

Rom, 6. März. (Europapreß.) lieber die Be­

deutung des am Mittwoch von dem deutschen Flis-'« emvfanaen wurde aerkorps angegriffenen Flugplatzes Halfar auf P 9

Malta berichtet dasG'ornale b'Jtalia". Die Eng­länder. so schreibt das Blatt, hätten gerade auf die-