Kampfhandlungen von großer Tragweite
Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag.
DNB. Aus dem ZührerhauplquarNer, 4. Oft Das OkW. gibt bekannt:
An der Ostfront sind Kampfhandlungen von großer Tragweite im Gonge.
Die Luftwaffe versenkte im Schwarzen Meer einen Truppentransporter von etwa 20 000 LRT. und griff in der letzten Nacht kriegswichtige Anlagen in Moskau und Leningrad an. Mehrere starke Brände wurden beobachtet.
Einheiten der deutschen Kriegsmarine setzten lm Zusammenwirken mit der finnischen Marine Sperrunternehmungen im Finnischen Meerbusen fort.
Unterseeboote versenkten im Atlantik vier feindliche Handelsschiffe, darunter einen großen Tanker, mit zusammen 28 000 BRT.
3m Kampf gegen Großbritannien versenkten Kampfflugzeuge in der letzten Nacht ostwärts Great Darmouth drei Handelsschiffe mit zu- samnken 28 000 BRT. Sie beschädigten außerdem im gleichen Seegebiet sowie im St.- Georgs- Kanal vier große Handelsschiffe so schwer, daß mit weiteren Verlusten an Schiffsraum zu rechnen ist. Luftangriffe richteten sich ferner gegen Flugplätze in O st e n g l a n d.
3n Nordafrika richtete sich in der letzten Nacht ein wirksamer Angriff deutscher Kampfflugzeuge gegen Stadt und Hafen Tobruk.
Britische Bomber zerstörten in der Nacht zum 4. Oktober in Rotterdam zwei Kirchen, versenkten ein holländisches hospitalschiff und verursachten Verluste unter der Zivilbevölkerung.
Kampfhandlungen des Feindes über dem Reichsgebiet fanden nicht statt.
Die britische Luftwaffe verlor in der Zeit vom 24. August bis 30. September 4 7 6 Flugzeuge; davon wurden 418 durch Verbände der
Luftwaffe, 58 durch Einheiten der Kriegsmarine abgeschoffen. Mährend der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 40 eigene Flugzeuge verloren.
Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag.
DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 5. Oft. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Angriffsoperationen lm Osten sind in günstigem Fortschreiten.
3n der Südukraine brachten Infanteriedivisionen in Kämpfen um stark ausgebaute und zäh verteidigte sowjetische Stellungen im Raum von p e r e f o p sowie bei der Säuberung der Halbinsel südlich der Dnjepr-Mündung und einiger kleinerer Inseln im Schwarzen Meer in der Zeit vom 24. bis 29. September über 1 2000 Gefangene ein und erbeuteten 34 Panzer, 179 Geschütze und 472 Maschinengewehre.
Von Oesel aus besetzten Pioniere auf Sturmbooten in kühnem Zufaffen die Insel Abruka und nahmen die Besatzung gefangen.
In Ostkarelien setzten die finnischen Truppen ihre Operationen erfolgreich fort.
Luftangriffe richteten sich in der letzten Nacht gegen ein wichtiges Rüstungswerk südostwärts E h a r k o w sowie gegen militärische Anlagen in Moskau und Leningrad.
An der englischen Ost - und Südostküste bombardierten Kampfflugzeuge in der Nacht zum 5. Oktober kriegswichtige Einrichtungen.
In Nordafrika griffen deutsche Sturzkampfflugzeuge Ausladestellen und Materiallager im Hafen von Tobruk und Marsa Matruk mit guter Wirkung an. 3m Luftkampf wurden zwei britische 3agdflugzeuge abgefchossen.
Feindeinflüge in das Reichsgebiet erfolgten nicht.
Seit Stunden rollt der Angriff.
Die Lustwaffe im Rahmen -er Großoffensive gegen den Bolschewismus. Bon Kriegsberichter Johann Jörgensen.
DNB. ..., 5. Okt. (PK.) Es will uns heute scheinen, als wenn wir die ersten Kämpfe des Feldzuges gegen den Bolschewismus aufs neue erleben. Und doch liegen zwischen dem heute und dem frühen Morgen des 22. Juni d. I. 3% Monate.
Der Führer hat zu uns gesprochen und uns in knappen Worten Dank gesagt für die erreichten Leistungen. Er hat uns im gleichen Atemzuge angespornt zu weiteren Heldentaten, zu noch größerer Kraftentfaltung. Wir wissen heute mehr denn je, was wir seinen Erwartungen und seinem Vertrauen schuldig sind.
Die in den letzten Tagen befohlenen Angriffe sahen wir schon „alltäglich" an. Flogen die alte „Rennstrecke" ab und meinten uns am falschen Platz eingesetzt. Seit heute morgen denken wir anders darüber.
Seit Anbruch der Dämmerung verläßt mit uns eine Kette, eine Staffe-l und eine Gruppe nach der anderen den Flugplatz. Wir schlagen den Ostkurs ein, wie immer in den letzten 3V2 Monaten. Und während wir uns zum Anflug formieren, sehen wir rechts und links neben uns, über und vor uns, unter und hinten uns immer mehr Flugzeuge schweben.
Was ist das für ein stolzes und erhebendes Gefühl zugleich: Stukas und Jäger, Zerstörer und Kampfflugzeuge tragen in ungebrochener Stänke ihre verderbenbringenden Lasten gegen den Feind, der Bolschewismus hesßt. Uns ist seit wenigen Stunden nur zu gut bewußt geworden, welch neuer Abschnitt des harten Ringens im Osten begonnen hat.
Auf den Straßen, die zur Front führen, im flachen Gelände, das wir vom Flugzeug aus übersehen können und das die vorderste Linie kennzeichnet, stehen unsere Truppen in ihren Ausgangsstellungen bereit.
Kaum haben wir die Front überflogen, da be
ginnt ein Höllentanz da unten, wie wir es in so einem Ausmaß noch nie erlebt haben. Der Gegner hat sich außerordentlich schwer verschanzt und eingegraben, hat seine Feldstellungen und seine Gräben hervorragend getarnt, so daß wir sie in der morgendlichen Dämmerung kaum zu erkennen vermögen. Und dennoch wissen wir genau, wo er zu packen ist und wo seine schwachen Stellen sich befinden. Der Luftraum ist bereits von den Jägern leergefegt. Kaum ein feindliches Flugzeug läßt sich blicken, und wo eines von unseren Kugelgarben erwischt wird, da muß es brennend den Baden aufsuchen oder sein heil in der Flucht suchen.
Ein Angriff der Luftwaffe von gigantischen Ausmaßen beginnt planmäßig abzurollen. Artillerie und Stukas, Sturmgeschütze und Zerstörer, Schwere Maschinengewehrkompanien und Jäger im Tiefangriff sind am Werk, den Anlauf der vorstürmenden Infanterie zu unterstützen. Die Kampfgeschwader ' treten sodann als „weittragende Geschütze" in Aktion, um im Hinterland die feindlichen Kräfte zu zermürben, die Rückzugslinien oder Nachschubstraßen zu unterbrechen, die begonnene Verwirrung zu vervollständigen.
Unser Start beginnt im Morgengrauen bei schönstem Wetter. Unser Auftrag ist ebenso klar wie einfach. Eine bestimmte Bahnstrecke ist wirkungsvoll mit Bomben zu belegen. Rollendes Material ist zu vernichten. Auf halber Strecke zum Zielbeginn bedeckt sich der Himmel, und als wir über dem Ort I sind, von wo aus unsere Rennstrecke zu beginnen hat, haben wir Neunzehntel Wolkenbedeckung in geringer höhe. Das ist ebenso ärgerlich wie ungünstig für unsere Angriffsposition, weil wir dadurch gezwungen sind, entweder durch die Wolken hindurchzustoßen und uns so dem Flakbeschuß auszusetzen, oder unverrichteter Sache umzukehren.
Umkehren? Das kommt überhaupt nicht in Frage,
Roosevelt-Erklärung wie eine Bombe eingeschlagen habe, denn diese Erklärung widerspräche geradezu in allen Punkten der Wirklichkeit und Roosevelt selbst habe sich ja veranlaßt gesehen, bei der Anerkennung der Sowjets im Jahre 1933 zur Bedingung zu machen, daß wenigstens die USA.«Bürger, die sich im Sowjetbereich aufhielten, freie Betätigung und Ausübung ihrer Religion haben müßten.
Wie es in Wirklichkeit mit der freien religiösen Betätigung der Sowjetsklaven aussah, das beweisen die Massenmorde an den Bischöfen und dem übrigen Klerus der russisch-orthodoxen, der römisch-katholischen und der protestantischen Kirche. Wie zum hohn auf Roosevelt hat der Moskauer Nachrichtendienst jetzt verkündet, jawohl, man sei sehr tolerant, denn mau habe beschlossen, in Moskau — eine neue Synagoge zu errichten. Damit wird gewissermaßen der Skandal abgerundet, denn daß die herrschenden Juden in Moskau für sich alle Toleranz und für die Christen des weiten Reiches die größte Intoleranz in Anspruch nahmen, wird dadurch bestätigt.
Der Versuch Roosevelts, den USA.-Bürgern die Sowjets als etwas Urdemokratisches hinzustellen, ist also selbst nach der öffentlichen Meinung der USA.- Bürger glänzend daneben gelungen. Dieser Versuch aber bewies, mit welchen Mitteln Roosevelt arbeitet, um die Befehle seines jüdischen Gehirntrustes auszuführen. Der Leiter der jreikirchlichen Bewegung Schwedens, Pethrus, ist soeben von seiner Amerikareise nach Schweden zurückgekehrt und berichtet, rund 8l> v. H. des USA.-Volkes seien gegen den Krieg. Die Amerikaner lebten zu weit weg, um die europäischen und skandinavischen Probleme zu verstehen. Diese 80 v. H. der Bevölkerung sollen von Roosevelt in den Krieg gehetzt werden.
Ein Mittel dazu war seine Bemerkung über die angebliche Toleranz der Sowjets. Ein zweites ist der krampfhafte Versuch, diesen offenbaren Fehlschlag dadurch wettzumachen, daß Roosevelt zwei demokratischen Senatoren und typischen Deutschenfressern namens Gillette und Johnson den Befehl gab, einen Antrag auf einen Sonderausschuß einzubrin- gen, der „die Spionage- und unterirdische Betätigung durch diplomatische Vertreter Japans und anderer Achsenmächte" nachzuprüfen hätte. Die Erklärungen dieser Roosevelthörigen Senatoren enthüllen geradezu, daß dieser Vorschlag vom Weißen Haus ausgeht. Roosevelt will also nach Möglichkeit seine neueste Dummheit durch ein Ablenkungsmanöver wettmachen und den Haß seiner jüdischen Kreise gegen die Mächte des Dreibundes popularisieren.
Allerdings sehr peinlich für Roosevelt, daß gerade jetzt der isländische Premierminister Jonas- s o n sich gegen die amerikanische Besetzung Islands gewendet hat und ganz offen sagte, die Besetzung müsse aufhören; das größte Augenblicksproblem feien „die Beziehungen taufender Soldaten zu den isländischen Frauen", und in diesem Zusammenhang hätten sich auch die unglückseligen Zwischenfälle ereignet. Jonasson spielte dabei unverhüllt auf die Vergewaltigungsversuche, die von amerikanischen Soldaten gegenüber den Isländern unternommen wurden, an. Roosevelt hat schon seine Sorgen ... S.
Das Ritterkreuz.
Berlin, 4. Okt. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Gene- ralfeldmarfchall v. B r a u ch i t f ch , das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Major Wiesner, Abteilungs-Kommandeur in einem Artillerie-Regiment; Hauptmann Welsch, Kompaniechef in einem Schützen-Regiment; Oberleutnant v. Tippelski r d>, Bateriechef in einem Artillerie-Regiment; Oberleutnant Brechert, Kompaniechef in einem Infanterie-Regiment; ^-Sturmbannführer Best- mann, Kommandeur der Aufklärungsabteilung einer ^-Division; Oberleutnant Krafft, Batteriechef in einer Sturmgeschützabteilung; Leutnant Fromme, Kompanieführer in einem Panzer- Regiment; Leutnant Metzger, Zugführer in einer Sturmgeschützabteilung; Leutnant Kirchner, Zugführer in einem Schützenregiment; Oberfeldwebel Sack, Zugführer in einem Infanterie-Regiment; Oberfeldwebel Danhauser, Zugführer in einem Infanterie-Regiment.
Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen an: Oberstleutnant Weitkus, Kommodore eines Kampf- aeschwaders; Major Beckh', Kommodore eines Jagdgeschwaders; Hauptmann G o l l o b , Gruppenkommandeur in einem Jagdgeschwader; Hauptmann Eckerle, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader; Oberleutnant Schmidt (Winfried), Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader.
ÖerÖefreife undseineGchätze.
Von Heinz Scharpf.
Dem Gefreiten Sepp Kreiderer pfiff beim Einmarsch in Frankreich eine Franzosenkugel entgegen, die ihn wie einen Baumstamm umwarf. Nachdem er einige Zeit lm Feldlazarett zugebracht hatte, war er eines Tages so weit, daß er in die Heimat abtransportiert werden konnte. Daß ihm hier ein Stoßtrupp verflixter Frauenzimmer an den Hals rücken würde, daran dachte er nicht im entferntesten. Aber es kam so: An der Tür des Krankenhauses hina eine Tafel: „Besuchszeit von 2 bis 3 Uhr. Anmeldungen in der Aufnahmekanzlei."
Gleich am ersten Sonntagnachmittag nun, lange vor 2 Uhr, betrat die Rest Gschwandtner die Kanzlei und gab dem diensthabenden Unteroffizier bekannt, daß sie den Sepp aus ihrer Heimat zu sprechen wünsche. „Welchen Sepp?" erkundigte sich der Unteroffizier. „Den Sepp aus Katzbach." „Ja, habt's ihr nur einen Sepp in Katzbach?" ,^J hab' nur den ein'!" versicherte das Mädchen, „dem Moosbauern sein Sohn, der Hof heißt Hochegger und schreiben tut er sich Kreiderer." „Kreiderer?" nickte der Unteroffizier, sah in der Liste nach und wies die Geschämige auf Zimmer 22, dritter Stock. „Eintritt aber erst um 2 Uhr", fügte er dienstlich hinzu. „Grüaß Gott und dank' schön!" sagte Resi Gschwandtner, ergriff ihr Handtäschchen und wieder- holte im Hinausgehen noch ein paarmal die erhaltene Auskunft, um sie sich ja recht genau einzuprägen.
Nach fünf Minuten war ein zweites weibliches Wesen da, das sich gleichfalls nach dem Gefreiten Kreiderer erkundigte. In ihrem Aeußeren grundverschieden von der ersten Besucherin, nannte sich das Fräulein Lina Pichler, trug zwei gekreuzte Rotfüchse über der bemerkenswerten Vorderfront und war Serviermaid im Gasthaus „Zum Bräu". Sepps Zimmernummer schrieb sie sich in ein knallrotes Notizbuch, dann griff sie in ihre Börse und wollte dem Unteroffizier für feine gefällige Auskunft etwas überreichen. Da der dankend ablehnte, entledigte sie sich vornehm ihres Handschuhes und reichte ihm gnädig die Hand. Hierauf rauschte sie
hinaus. Mit einem bedauernden „Pardon" stieß sie vor der Tür mit einem jungen Mädchen zusammen, das eben eintreten wollte. Die neue Erscheinung gestand npch längerer Hin- und Herstotterei dem Herrn Unteroffizier, daß sie den Gefreiten Kreiderer gern sehen möcht', der wo in Frankreich verwundet worden sei. Und immer mehr in Verwirrung kommend, erzählte.sie, daß sie die Tochter vom Katzbachwirt wäre, die Zenzi, und der Vater von ihrem Besuch durchaus nichts erfahren dürfe, da er sie sonst in Grund und Boden hineinschlagen täte.
Als dann aber noch zwei weitere Weiblichkeiten, eine Fanni und eine Sefsi, den Sepp überraschen wollten, trug der Unteroffizier an dieser Massenwallfahrt zu dem immerhin noch schonungsbedürftigen Gefreiten doch Bedenken, und er meldete davon dem Stabsarzt. Der Stabsarzt kam gerade noch zurecht, um den Massenangriff der fünf Frauen auf seinen Patienten aufzuhalten. Die Besucherinnen durften nur einzeln zu ihm gelassen werden. Als erste stürmte die Dame mit den gekreuzten Rotfüchsen zur Tür hinein, die war nicht länger zu halten. „Wer sind die ausgschamten Frauenzimmer da draußen?" schrie sie und verschlang den Sepp dabei mit rottenden Augen. Der Gefreite ließ sie erst einmal austoben. „Aber Lina", sagte er dann milde, „wie kannst du denn überhaupt was Schlechtes von mir denken? Wer wird denn wegen a paar dumme Madln gleich so in Saft gehen? Die besuchen mich halt aus alter Freundschaft, aber schaug's bloß amal an, ob da eine einen Vergleich mit dir aushalt'?" Und er fügte hinzu, daß er eine haben müßt', die was gleichschaut wie sie, die Lina, die wie eine Gräfin daherkäm' und zu ihm, dem ©efreüen Kreiderer, passen täf, wie keine andere. Hierauf bat er die Versöhnte, bald wiederzukommen, und er wurde es ihr schon schreiben, wann dies am besten wäre. Fräulein Lina Pichler ließ vier Schachteln Zigaretten da und verließ duftend und vornehm, wie sie gekommen, das Lazarett.
Nach ihr trat die Resi Gschwandtner an des Gefreiten Bett. Sie meinte heftig, nahm aus ihrer Tasche einen Knollen Butter, legte ihn auf den Tisch und wollte sich stillschweigend wieder entfernen. Da aber sagte vorwurfsvoll der gekränkte
Sevp, sie solle durchaus nicht bekümmert fein, sie wisse, daß er nur auf das Herz bei einem Mädchen schaue und ihn der schönste Federditsch und Fuchsschwanz kalt lasse. Eine Gutmütigkeit wie die ihre aber fände man weit und breit nicht mehr und darum hätte das mit den andern gar keine Bedeutung und er täte es ihr mitteilen, wann sie wiederkommen solle. Getröstet nahm sie von ihm Abschied.
Dann aber, als die Sefsi eintrat, zog der Herr Gefreite andere Saiten auf. „Schämst di net?" brummte er, „mich so vorm Stabsarzt zu blamieren? Jßab i dir vielleicht schon amol an Grund zur Eifersucht geb'n? Drei Jahre kennst mi schon und machst a so a Gaudi her. Wo i der treueste Mensch bin zu Wasser und zu Land." Sefsi legte zerknirscht drei weiße Kaffeestrutzen hin und versprach hoch und teuer, erst wiederzukommen, wenn sie von Sepp Nachricht erhielte.
Der Zenzi sagte darauf der Gefreite, die alten Weiber wären wie die Kletten und er hätte überhaupt nur Augen fürs Zenzerl, die die Schönste im Jungfernbund fei. Er tät sie aber recht schön bitten, nicht mehr an einem Sonntag, ins Lazarett zu kommen, damit sie nicht mit anderen Katzbachern zusammentreffe und es so ihr Vater am End' erfahren könnte. Die glückliche Zenzi schenkte dem geliebten Sepp ein großes lebzeltenes Herz nebst einer Schachtel voll bayrischer Schmalznudeln und entschwand dann auf den Zehenspitzen.
Gott sei Dank, nun konnte der Katzbacher Don Juan aufatmen und in Ruhe der eintretenden Fanni feine Liebe versichern, wobei er des öfteren betonte, ihm könnten alle Weiber den Buckel hin- unterrutschen, ob jung, ob alt, ob schön, ob häßlich, nur die Fanni nicht, weil die so ganz anders wär als die andern, das wisse sie ja selber ganz genau, das brauche er ihr nicht erst zu sagen ... Und als er auch diese gute Seele zu sich bekehrt hattet, schlug es 3 Uhr. Fanni ließ beim Scheiden ein beträchtliches Stück Hausgeselchtes da und versprach, ein noch größeres demnächst zu bringen.
211$ die Luft rein war, zählte Sepp Kreiderer vier Schachteln Zigaretten, einen Knollen Butter, drei weiße Kaffeestrutzen, ein gewichtiges Stück Haus- geselchtes, ein lebzeltenes Herz und zwanzig Schmalz- nudeln« '
Kriegsorden des Deutschen Kreuzes.
Berlin, 4. Oktober. (DNB.) Durch Verordnung vom 28. September 1941 hat der Führer den Kriegsorden des Deutschen Kreuzes gestiftet. Der Orden, ein Wehrmachtorden, wird in Silber und Gold verliehen. Er besteht aus einem achtzackigen, dunkelgrauen, silbergeränderten Stern von 65 Millimeter Durchmesser, der in einem silber- nen bzw. goldenen Lorbeerkranz auf mattsilbernem Feld ein schwarzes, silbergerändertes Hakenkreuz trägt. Der Lorbeerkranz zeigt unten die Jahreszahl 1941. Das Deutsche Kreuz wird ohne Band auf der rechten Brustseite getragen.
_
Das Deutsche Kreuz in Silber wird verliehen füt vielfache außerordentliche Verdienste in der militärischen Kriegsführung. Das Deutsche Kreuz in Gold wird verliehen für vielfach bewiesene außergewöhnliche Tapferkeit oder für vielfache hervorragende Verdienste in der Truppenführung. Voraussetzung für die Verleihung des Deutschen Kreuzes in Silber und in Gold ist der Besitz des Eisernen Kreuzes I. Klasse von 1939 oder der Spange zum Eisernen Kreuz I. Klasse des Weltkrieges oder des Kriegsver- dienstkreuzes 1. Klasse mit Schwertern.
Der Stabsarzt schüttelte den Kopf. „Kreiderer, Kreiderer", ermahnte er den Gefreiten, sanken Sie Gott, daß die Sache fo glimpflich für Sie abgelaufen: ist." „Ja", seufzte der Sepp, „’s hätt' nebenaus gehen können. Herrschaft, wenn die Liesl da dazwischen gekommen wär!" „Die Liesl?" fragte der Stabsarzt, „wer ist denn das?" Strahlend lachte der Sepp: „Das ist nämlich meine versprochene Braut."
©er tüchtige Papagei.
Don den seltsamen Begleitumständen, unter denen es gelang, einen lange gesuchten Einbrecher endlich zu fassen, berichtete kürzlich die schwedische Presse. In einem Villenvorort Göteborgs häuften sich in letzter Zeit die Einbrüche in einzeln stehende Häuser, die immer bann heimgesucht wurden, wenn sich die Bewohner für längere Zeit entfernt hatten, sei es zu einer Einladung ober einem Theaterbesuch. Der Einbrecher hatte sich anscheinenb in jebem Fall vorher genaue Kenntnisse verschafft, so baß er immer wußte, wann unb wie lange voraussichtlich bas Haus verlassen war. Eines Abenbs war er in eine Villa, bie einem Professor gehörte, eingestiegen unb wollte sich gerabe an bie „Arbeit" machen, als aus bem Dunkel bes Nebenzimmers burch bie offene Tür eine scharfe Stimme rief: „Was machst bu da?" Voller Bestürzung — ba er die Wohnung bestimmt leer glaubte — sprang ber Einbrecher burch das offenstehenbe Fenster des Hochparterres auf bie Straße, wo er einem bienfttuenben Polizeibeamten direkt in bie Arme fiel. Dieser nahm ben Mann natürlich fest, ba ihm ber Fenstersprung sehr oer- dachtia vorkam. Auf ber Wache stellte es sich heraus, daß man ben langgesuchten Villeneinbrecher vor sich hatte, besten Fingerabbrücke mit ben an ben verschobenen Tatorten hinterlassenen übereinstimm» ten, — Beim Verhör gab ber Verbrecher zu, baß er seine guten Informationen über bie jeweilige Abwesenheit ber Hausbewohner von beren Hausangestellten erfahren hatte, bie er — in ber Maske eines Liebhabers — geschickt auszufragen wußte. 3m letzten Falle aber hatte bas Mädchen zu sagen vergessen, baß ber Herr Professor auch einen Papagei besah. Dieser war es, der durch seine Frage „Sßfl® wachst du ba?" be.q Verbrecher in die Flucht gej Magen
also durch! Kaum haben wir Erdsicht, als uns ein Hagel von MG.-Geschossen durch bie Borbwände unseres Flugzeuges funkt. Die Oelwanne wird burchschlagen, in ber Kanzel spritzen bie Splitter umher, Querschläger pfeifen unb heulen um bie Ohren. Also ein durchaus unfreunblidjcr (Empfang, als wir neugierig die Nase durch die Wolkendecke stoßen. Zum Glück wird niemand von uns verletzt. Nur der eine Motor fängt an zu spucken und zu blubbern. Doch wenn er auch abgeftellt werden muß, so läßt uns der andere nicht im Stich. Wir fliegen weiter nach bem Osten. Unb da sehen wir drei lange Transportzüge sich nach bem Westen bewegen.
Aus jeher Lokomotive wirbelt eine weiße Rauchfahne. Die Wolkenfetzen der unteren Schicht streifen uns, und dennoch können wir unsere willkom- menen Ziele genau ausmachen, und die Bombenreihen fallen. Während sie die Gleise zerreißen unb ben Bahndamm auswühlen, fährt ber eine Zug auf den vorherigen, entgleis enben, auf. Der britte unb die zahk reichen nachfolgenden können nicht weiterfayren. Ein unvorstellbares Chaos ist die Folge.
Es blieb nicht allein bei dem einen Flug dieses Tages. Kaum waren wir gelandet, hieß uns ein Befehl erneut in Bereitstellung treten. Fahrende Kolonnen waren die nächsten Ziele. Auch sie trafen wir gut, die Verwirrung in den zur Front befindlichen Marsch- und Fahrzeugkolonnen hätte nicht größer sein können. Viele gingen sofort in Hellen Flammen auf. Die Besatzungen und Fahrer fielen auf ihrer Flucht ins Gelände den Splittern zum Opfer. Die dem Gegner kostbare Ladung verbrannte.
Am späten Nachmittag wurde noch einmal ein Einsatz geflogen, auf dem wiederum die Nachschub st raßen der Sowjets zerstört wurden. Diesmal versuchten uns einige Jäger anzu- grerfen. Sie kamen jedoch nicht näher als 300 Meter heran, als wir sie schon mit einem Geschoß- hagel empfingen. Ihre Angriffslust ließ darauf merklich nach. Und als wir in eine Wolke zogen, verloren wir sie aus den Augen.
Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der rie»
wen t Allan p, da
Anno lPar mgen
jültil
!tod M-M
Ilan t h müf p die \ roon Senat - »Da ! ®är Men Meeb Mjei
Hi Ad,
Ä eh
KM 1 Pöre '
««lob ['Mn
Ai p v Wen
P U Mi
VH Wbne Nen
i ::?iler i n bie o i ben Hen 3400 3
I iilcher tyreib
jl her m Hi in bei i bi, ben
Bft. un ■iffsrai B eepti Ir.üen a\ Hutfdjlar
s
Mui ENt N'K ■In fr
Ai M-ke. LS ib
V*


