Die Eroberung Kretas in der neuen Wochenschau
wo „Not am
SD.
(Nachdruck verboten.)
36. Fortsetzung
iu gelangen, muß man
>en Ring voll,
Eine halbe Stunde später verließ Gerda das
Einwohner unserer Gemeinde, e n s j a h r. Er zeigt noch eine er-freu-
Vorsahrsmeister, Er wurd-e schon \
Der beste Soldat der Wett hat auch ein Recht au^te beste pflege. Daran denke, wenn Du Dein Opfer bringst für das 2. Kriegshilfswerk für das Deutsche Lote Kreuz.
n den
Diese noch abseits stehenden deutschen Mädchen können jetzt im Endkampf gegen England einen wertvollen zusätzlichen Beitrag leisten. Durch den Einsatz aller noch brachliegenden Arbeitskräfte wird der vom Führer geforderte lückenlose Einsatz des gesamten Volkes an der Rüstungsavbeit verwirk' lickt werden.
An jenem Kreis von jungen Mädchen wie auch an deren Eltern richtet sich der Appell des Führers, der, woran wir nicht zweifeln, von der Mehrzahl freudig befolgt werden wird. Die Befolgung ist um so leichter, als sie wissen, daß alles nur Menschenmögliche «getan wird, um jeden gesundheitlichen Schaden in den Betrieben von der weiblicher; Jugend ferrrzu» halten.
vermummte, von Nebel zugedeckte Gärten hinter grünen Lattenzäunen. Sie wendete nutzlose Gedanken an die Frage, ob Clemens heute allein speisen würde oder mit Freunden. Mit einer Frau vielleicht? Dann stand sie an der Haltestelle der Straßenbahn und wartete, in Nebel gehüllt.
den Treppenweg hinunter, der aus dem hockq. legenen Villenviertel zur Hauptstraße führt. Sehr vorsichtig stieg sie über die ausgetretenen, nassen Stufen abwärts, rechts und links waren winterlich
Er murmelte beteuernd hinter seinem aufgeschlagenen Mantelkragen, er habe sich bemerkbar ge- macht wie die Posaunenengel des Jüngsten Gerichts, aber die alten Leute werden wahrscheinlich in der warmen Küche eingeschlafen sein, müde, wie sie von der Arbeit sind. Gerda fand das reichlich । unwahrscheinlich — alte Menschen schlafen nicht so
nie mehr darüber klar, wie lange diese gnadenvolle Zeitspanne der Arglosigkeit bemessen war.
Ausruf des Führers zur _ , , , .
die dazu durchaus in der Lage sind, legt nicht zuletzt den Eltern selbst eine vaterländische Pflicht auf.
über die klappernden Florentiner Steinplatten gehen. Und nachher über Haufen aufgerollter Tcp- piche steigen. Jeder fällt hin, der das in der Dunkel' heit versucht. Paul ist nicht hingefallen. Und er hat die Florentiner lautlos passiert.
nicht mehr im in der Vorrunde
Erweiterte Ermähigong für Kriegsbeschädigte.
Die Deutsche Reichspost hat die Ermäßigung für Kriegsbeschädigte auf den Krnftposien, die bisher nur zum Besuch von Erholungsstätten gewährt wurde, erheblich ausgedehnt. Die Fahrpreisermäßigung von 50 v. H. erhalten Schwerkriegsbeschädigte jetzt für folgende Fahrten: zur Behandlung durch Fachärzte, zur Unterbringung in Heilanstalten, zum Besuch von Kurorten und Erholungsheimen, 3um Erholungsaufenthalt, zur Unterbringung in Ausbildungsanstalten und zum Besuch von AuSbildungs- lehvgängen, zum Aufsuchen der Beratungsstelle, zur Vorstellung beim Arbeitgeber und zum Stellenantritt. Die Begleiter schalten freie Fahrt wie im Eisenbahnverkehr.
Am „Pfingsttag der Leibesübungen" in G' auf dem Waldsportplatz beteiligten sich bei .... Wettkämpfen auch 2 Jugendstaffeln (4X100 m» Staffel) des M. T. D. mit dem guten Ergebnis: l. Jugendstaffel 49,5 Sek., 2. Jugendstaffel 51,2 Sek.
ren zur allerersten deutschen Klasse. Der DSC. ist Pokalsieger, Rapid war es 1938/39. Zur Meisterschaft hat es beiden bisher ebenso wenig gereicht wie dem VfL. 99 Köln, der erst in dieser Spielzeit in die Reihe unserer Elitemannschaften getreten ist. Vorentscheidung im Handball.
Elekkra Berlin — Polizei Hamburg. Reinecke Beleg — Minden.
Auch die Spiele um die deutsche Handballmeister«
männliche sein 9 0. Leh
liche körperliche Rüstigkeit, auch seine Geisteskräfte sind für sein hohes Alter noch in guter Verfassung. Er entstammt unserem zahlreichsten Bauerngeschlecht, das seit der Mitte des 16. Jahrhunderts unter uns urkundlich nachweisbar ist. Philipp Kohler ist unser letzterKrieasteilnehmer von 1 8 7 0/7 1. Als dieser deutsch-französische Krieg ausbrach, der für das junge Geschlecht unserer Tage schon fast sagenhaft geworden ist, diente Köhler freiwillig bei den hessischen Jägern, mit denen er den Siegeszug nach Frankreich mitmachte. Sein einziger Sohn nahm ehrenvollen Anteil am Weltkrieg, und jetzt stehen seine vier Enkelsöhne und der Schwiegerentel unter den Waffen. Militärische Tugenden scheinen in der Sippe schon früher vorhanden gewesen zu sein- Der Urgroßvater des Jubilars, der 1756 bis 1813 lebte, Johann Jakob Köhler XVIII., diente bei der damaligen Solms-Brannfelsischen Miliz, dem söge-
AieÄsmelmM
Roman von Elisabeth Holt.
Schalke 04 und?
Meisterschafts-Vorschlußrunde im Fußball.
„Sie müssen auf den Teppich gefallen sein", behauptete er keuchend. „Vorhin, als ich wegen dem verfluchten Tabakbeutel meine Taschen ausgeleert Hobe. Du mußt mich nochmals reinlassen — sei nicht böse. Wenn du das nicht tust, muß ich ohne Nachtzeug in einem fremden Hotel schlafen."
„Die Hausmeisterin ist noch nicht schlafen gegangen, sie wird dir öffnen."
.Ich habe es schon versucht; gleich als ich den Verlust entdeckte, bin ich zurückgerannt, aber die Tür ging nicht auf, und das Hous blieb finster." „Das verstehe ich nicht!" Gerda sah ein kleinlautes, flackerndes Lächeln über fein Gesicht geistern, sie würgte ihren Aerger über die Störung hinunter. Birinsky wird eben warten müssen.
Entschlossen kletterten sie die Stufen wieder aufwärts. „Die Portiersleute sind doch in der Küche — wieso haben sie dich nicht klingeln hören? Hast du fest auf den Knopf gedrückt?" fragte Gerda noch einmal.
20 000, die Zahl hat sich inzwischen um mehr als das Doppelte erhöht.
Appell an die Frauen und Mädchen.
Die Partei, hier in erster Linie die DAF., die Hitler-Jugend und der Staat nehmen sich der arbeitenden Jugend weitgehend an, so daß Besorgnisse der Eltern unberechtigt sind. Dor allem die vorbildliche gesundheitliche Betreuung der weiblichen Jugend nimmt den Eltern jede Sorge um ihre Kinder ab. Die Eltern solcher junger Mädel, die noch
Hindenburg Minden mit einem sensationellen 13:1- Ergebnis ausgeschaltet, und damit ging gleichzeitig die Rolle des Favoriten an die Mindener Pioniere über, die schon einmal 1938 die Meisterwürde erkämpften.
Im Treffen zwischen LSD. Reinecke Brieg und MSV. Hindenburg Minden, das auf dem Platz des schlesischen Meisters ausgetragen wird, darf man die Gäste nach Kampf in Front erwarten. Die Mindener haben eine glanzende Mannschaft, die überhaupt keinen schwachen Punkt aufweist. Es wäre eine Riesenüberraschung, gelänge dem Gastgeber ein Sieg. Ziemlich offen erscheint auch der Berliner Kampf zwischen Elektra Berlin und Polizei Hamburg. Die Hamburger, die in Theilig einen überragenden Stürmer haben, scheinen in der Fün- serreihe Vorteile zu haben, was vielleicht von entscheidender Bedeutung ist. Ein Meisterschafts-Endspiel Hamburg — Minden hat die größte Wahrscheinlichkeit.
Jugendstaffeln des 2IT. T. B. beim „Pfingsttag der Leibesübungen".
kennenlernen werde.
Unsere Wochenschauen sind ja schon seit Langem keine zufälligen Zusammenstellungen von interessanten Bildgeschichten mehr. Aber in diesem Falle ist es gelungen, in verdichteter Form, und doch ohne Verzicht auf die Darstellung typischer Einzelheiten — ein Wirklichkeitserlebnis in darstellbare Form zu bringen, wie es, wenn man dazu noch die Kurze der für diese Arbeit zur Verfügung stehenden Zeit berücksichtigt, in feinem anderen Lande und wohl bisher auch in Deutschland noch nicht zu sehen war.
Dann geschah es. Es geschah schlagartig, ohne vorbereitenden Uebergang von Unbehagen und steigender Furcht, es war wie ein rasender Sturz, wie das Reißen eines Nervenstranges. Nur Menschen, die viel gewartet und gezittert haben, kennen lene blikgleiche Erleuchtung, das untrügliche Begreifen, das mit verstandesmäßigem Erfassen nichts zu tun hat. Ein Nichts, die Winzigkeit eines Geschehens traf sie wie ein Stoß ins Rückenmark. Oben knarrte nämlich eine Tür, und der schwache Ton war noch nicht verstummt, als Gerda auch schon alles wußte, was über dieses Knarren zu wissen war. Die lang verschlossen gewesene, ungeölte Tür von Polas Schlafzimmer schrie, sie schrie aber nur bann, wenn man sie langsam und vorsichtig aufmachte, schnell aufgemacht gibt sie feinen Laut von sich. Um zu dieser Tür, die linfs hinter der Gangbiegung liegt, zu über die klappernden FI
Als Einleitung zur neuen Deutschen Wochenschau, die ant mörgigen Samstag erscheint, zeigt eine Propagandafornpanie anläßlich des 60. Geburtstages von Generaloberst von. Küchler etwas aus ihrem eigenen Arbeitsgebiet. Gleich darauf sind wir wieder mitten im Kriegsgeschehen. Tobruk heißt der Name, um den sich die Willensanspannung unseres deutschen Afrikakorps in diesen Bildern fonzentriert. General 9bo m m e I, wieder ganz vorn an der Frontlinie, gibt Befehl zum neuen Einsatz. Meter* um Meter arbeiten sich die Männer, unterstützt von Stuka-Verbänden, näher an Tobruk heran. Züge von gefangenen Engländern sind das stolze Ergebnis des Angriffs.
Dom Kreuzerfrieg im Südatlantik erleben wir die Versenkung eines großen Teils eines britischen Geleitzuges, dessen Rest völlig zer- sprengt wiro. Auf den englischen Schissen wieder eine große Zahl fremder Hilssvölker. Aus einem unter englischer Flagge fahrenden norwegischen Tanker wimmelt es von Negern.
Ein geschlossenes filmisches Epos für sich bildet die Folge der Aufnahmen von der Eroberung Kretas. Dom ersten Angriffsbefehl bis zur Säuberung des Bereichs um die Suda-Ducht sind wir Zeuge des überaus mutigen und so rasch erfolgreichen Vorstoßes dieser deutschen Wehrmachtsteile
Dornotize«
Tageskalender für Freitag.
Stadttheater: 19.30 bis 22.30 Uhr „Boccaccio". — Gloria-Palast, Seltersweg: „U-Boote westwärts". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ,/Unser Fräulein Doktor.
Baden mit Verstand!
Unsere Buben und Mädel können es gar nicht erwarten, bis endlich die Badezeit beginnt. Manches von ihnen hat sogar schon „a-ngefemgen". Alle freuen sich über Wasser, Luft und Sonne: das bringt Bewegung, Fröhlichkeit, Gesundheit! Aber mit Verstand und mit Vernunft, nicht leichtsinnig und gedankenlos müssen wir zum Baden gehen. Noch ehe die erste Meldung über ein tödliches Unglück ein» läuft, wollen wir uns vor Augen halten, was vielen vor uns das Leben kostete. Es sind immer wieder die gleichen Ursachen: Baden nach dem Essen mit vollem Magen kann den Tod bringen, ebenso Baden in erhitztem Zustand oder nach langen Sonnenbädern. Der Kopfsprung ins unbekannte Gewässer, bei dem man auf oen Grund prallt, hat ebenfalls schon viel Freude in Leid verwandelt. Nicht schwimmen können, und dann an eine tiefe Stelle geraten, oder als schlechter Schwimmer von einem Strudel erfaßt werden, sind weitere Ursachen des Unglücks. Darum: fröhlich baden — aber mit Verstand!
Aus der engeren Heimat.
Landkreis Gießen.
öd ßangsb 0 rf, 6. Juni. Morgen vollendet der Landwirt P h i l i p p K ö h l e r V., der älteste
Außerdem ist Polas Tür versperrt, der Schlussel hängt versteckt neben der Türeinfassung.
Wahrscheinlich kommt es daher, daß Gerda schon so lange unter dem lastenden Schatten dieses Hauses lebt, es kommt von den unverständlich spürenden Fragen der Polizei, die zäh und unablenkbar an der Theorie des verdächtigen Freundes, der Pula ermordet haben soll, festhält, — jedenfalls weih Gerda, die flach an die Vertäfelung des Pfeilers gepreßt dasteht, auf einmal ungeheuer viel mehr als die Polizei. Aus ihrem Schreck, aus ihrer Angst heraus weiß sie das Letzte. — Paul hat die Schlüssel nicht bei ihr vergessen, er hat sie mit diesem Vorwand bloß in das leere Haus zurückgelockt. Es ist genau wie bei der Pols — genau fo! Niemand hat ihn mit ihr eintreten sehen, kein Mensch wird morgen sagen können, wer der Mann wat hinter dem guten Visier eines aufgeschlagenen Mantelkragens und dem tiefgezogenen Hut. Die Hausmeisterin wird beeiden, daß Paul um rin* halb acht fortgegangen ist--die Klingel ist ob-
geschnitten, auch die Lichtleitung.
Was tut er eigentlich in Polas Schlafzimmer? Ist sie auch oben? Wartet sie auf ihn, die Tote? — Ihr grünes, glitzerndes Kleid liegt auf dem Bett, auch der Zobel. Was will er in Polas Schlafzimmer? Was sucht er da?
(Fortsetzung folgt).
„Hallo!" schrie jemand. „Hollo, Gerda!" Paul Bürger kam in voller Karriere über die glitschige Straße gerannt. „Gott sei Dank, daß ich dich noch erwischt habe!" Er war außer Atem und g^nz auseinander vor lauter Eile, nicht einmal den Hut nahm er ab. Er hatte (eine Schlüssel^in ihrem Zimmer liegen lassen, einen ganu Zimmerschlüsiel und Schrank schlüssel.
Paul antwortete nicht gleich, er schien über den Fall nachzudenken, und bann meinte er bedauernd, er könne beim besten Willen weder Zu- sammenhana noch Vernunft in der Geschichte finden. „Wo zum Teufel ist eigentlich mein Tabak hingekommen?" fragte er. Er häufte feine Habseligkeiten auf den Tisch, er geriet in Aufregung und fand endlich den geliebten speckigen Beutel auf dem Fußboden. Besänftigt und getröstet setzte er sich tief in den Sessel zurück und erlaubte seiner Wirtin, zerstreut zu sein. Er war selber nicht ganz bei der Sache.
„Für die nächsten Monate bin ich gebunden", 'sagte er nach einer Weile sorgenvoll, „in acht Tagen muß ich fort."
„Du auch?"
„Auch? Wer noch?"
Gerda hatte große bestürzte Augen und sagte ausweichend: „Alle gehen fort — einer nach dem andern."
„Wer ist das zum Beispiel?"
Und er erfuhr, daß sie hauptsächlich an Fritz Gredler und den Bassisten Karnbeißer denke. In Wirklichkeit aber stellte sie zu ihrer eigenen Der- munberung fest, baß Pauls Abreise sie kalt ließ. Don dem Gefühl ber Vertrautheit, das sie sonst in seiner Nähe empfunden, mar wenig mehr übrig geblieben. War ihr außer dem kühlen Mann aus Norddeutschland wirklich schon alles gleichgültig geworden?
17. Kapitel.
Die Hausmeistertn hatte dem Architekten in den Rock geholfen und bas Tor hinter ihm zugesperrt. Dann kehrte sie zurück, um ber Frau Sekretärin mitzuteilen, daß die Fenster heute abend wegen des Nebels unter keinen Umständen aufgemacht werden dürften. „Kommen Sie spät nach Hause?"
,Zch weiß nicht", sagte Gerda, „es kommt auf den Baron an — Sie wissen ja, wie er sich manch- mal anstellt. Aber auf mich brauchen Sie natürlich nicht zu warten. Gehen Sie bitte ruhig schlafen/'
scha-ft nähern sich ihrem Höhepunkt und Abschluß. Am Sonntag steigen die beiden Kämpfe ber Vorschlußrunde, und 14 Tage später wirb toon der neue deutsche Meister ermittelt. Spv. LjM^t, der lerfc.
Von den 20 Bereichsmeistern, die vor wenigen Wochen die Gruppenkämpfe um die deutscke Fußballmeisterschaft aufnahmen, sind ber Titelverteidi- ber Schalke 04, ber vorjährige Endspielteilnehmer Dresdner SC., der Ostmarkmeister Rapid Wien und der Mittelrhein-Meister VfL. 99 Köln übrig geblieben. Diese „letzten Vier" streiten nun am kommenden Sonntag in den beiden Kämvfen der Vorschlußrunde um den Eintritt ins Meisterschafts-Endspiel. Die Paarungen, die durch das Los vorgenommen wurden» lauten:
in Düsseldorf: Schalke 04 — VfL. 99 Köln, in Beuthen: Dresdner SC. — Rapid Wien. Als klarer Favorit gilt eigentlich nur der deutsche Meister Schalke 04, dem man im Düsseldorfer Rheinstadion einen glatten Sieg über den „Außen- seiter" Köln 99 zutraut. Der Mittelrhein-Meister gilt nämlich als der Schwächste des Quartetts, aber er wird sicher den Ehrgeiz haben, zu beweisen, daß er ein würdiger Teilnehmer an ber Vorschlußrunde ist. Die „Knappen" werden auf jeden Fall gut tun, den Gegner nicht zu unterschätzen.
Wer in Beuchen das bessere Ende haben wird, ist nicht vorauszusagen. Der DSC. ist seit dem vorjährigen. Meisterschafts-Endspiel gegen Schalke, in dem er 0:1 unterlag, unbesiegt. Gegen Rapid gewann er im vergangenen Jahr zweimal, einmal in ber Meisterschafts-Vorentscheidung und einmal in der Pokal-Dorschlußrunde. Cs scheint so, als hätte der DSC. die bessere Kampfmoral: die Wiener Elf ist doch gewissen Stimmungen unterworfen und hinsichtlich ihrer Leistungen nicht von ber gleichen Beständigkeit wie der DSC.
Ein neues Endspiel Schalke — Dresden ist naheliegend, aber es wird auch keine Ueberraschung sein, wenn Rapid die Stelle des DSC. einnehmen sollte. Eine Sensation wäre es natürlich, könnte Köln 99 die Westfalen aus dem Rennen werfen!
Meister Schälke 04 steht nun schon zum zehnten Male (!) in ununterbrochener Folge in der Vorschlußrunde der deutschen Fußballmeisterschaft, gewiß ein seltener Rekord. Dabei unterlagen die „Knappen" nur zweimal (gegen Eintracht Frankfurt 1931, gegen 1. FC. Nürnberg 1936), und in den anschließend bestrittenen sieben Endspielen wurden sie auch nur zweimal geschlagen, während sie fünfmal die „Viktoria" heimführten und nun auf dem besten Wege sind, den Meisterschaftsrekord des 1. FC. Nürnberg zu erreichen. Die übrigen drei Teilnehmer an der Vorschlußrunde können natürlich mit so glanzvollen Rekorden wie Schalke nicht aufwarten, aber DSC. und Rapid zählen seit Iah-
keine Beschäftigung haben und zu Hause durchaus abkömmlich sind, sollten es daher als ihre Pflicht ansehen, die Mädchen zu veranlassen, daß sie sich jetzt, Mann" ist, $ur Verfügung stellen. Der ührers zur Mitarbeit solcher Mädchen,
vsuir yuiuc öiuhuk jpuiei oeiui'n uus . miumyi — uue ;uien|a)en la-lusen niajl jo
Haus. Während sie die finstere Halle durchschritt, | tief, aber immerhin. Die Portiersfrau hatte vor- fpürte sie schon den faden Geruch des Nebels. Sie, hin die Kognakflasche in die Küche mitgenommen, wickelte sich energisch in ihren Mantel, drückte bte I Er war schrecklich schuldbewußt, er sagte, es sei
nannten Ausschuß", und war als „Pfeifer" dem Musikkvrps ^geteilt. Den Namen des Pfeifers nahm er auch mit in sein späteres Zivilleben, und nach ihm wird die Sippe noch heute im Dorsmunde genannt. Der Jubilar gehört seit Jahrzehnten dem hiesigen Airchenvarstand an, der ihn 1933 zu seinem Ehren- senior ernannte. Wir wünschen dem ehrwürdigen alten Herrn einen schönen Lebensabend.
Tierversicüerungs-Gesellschast Biedenkopf. /
* Biedenkopf, 3. Mai. Hier fand die diesjährige ordentliche Hauptversammlung der T i e r« Versicherungs-Gesellschaft Bied e n köpf a. G. unter Leitung des Vorsitzers des Aufficktsrats, Kreisbauernführer D e l1 e, und in Anwesenheit des Vorsitzers des Vorstandes Landrat Br. Burghof statt. Direktor P l i t t erstattete den Bericht über das Geschäftsjahr 1940. Das Kriegsjahr 1940, in welches die- Gesellschaft noch unter dem Namen .Lreisviehkasse Biedenkopf V. a. G." eingetreten war, brachte am 22. August 1940 als besonderes Ereignis die Aenderung der Firmenbezeichnung in „Tieroersicherungs-Gesellschaft Biedenkopf (Lahn) a. G." und Umwandlung in eine große Tierversiche- rungsgesellschaft. Infolge Ausdehnung des Geschäftsgebietes über 11 Kreide war dies nötig geworden. Die Gesellschaft versichert chren Mitgliedern Pferde, Maultiere, Esel, Rindvieh, Schweine, Ziegen und Schafe. Angeschlossen ist Trächtigkeits-, Kaftrations-, Weide-, Transport- und Dievstahlverficherung. Der Geschäftsbetrieb hat auch hn Jahre 1940 weiter zugenommen. Versichert waren am Ende des Jahres 23 835 Tiere mit einer Versicherungssumme von 6 970185 RM. und einem Versicherungsbeitrag von 185771,90 RM.: nämlich 2447 Pferde, 9633 Stück Rindvieh, 10 013 Schweine, 1656 Ziegen und 86 Schafe. Die Versicherung ssunzmen betrugen bei Pferden 1 997 550 RM., bei Rindvieh 3 490 720 RM., bei Schweinen 1425 900 RM., bei Ziegen 48 725 RM. und bei Schafen 7290 RM. Für Dersicherunas- beitrage gingen ein: Bei Pferden 66717,10 RM., bei Rind-weh 61031,90 RM., bei Schweinen 42178,10 RM., bei Ziegen 2989 RM., bei Schafen 558,40 RM. Entschädigt wurden: 196 Pferde mit 85 005 RM., 485 Stück Rindvieh mit 65118,10 RM., 589 Schweine mit 34 647,60 RM., 111 Ziegen mit 2603 RM., 13 Schafe mit 944 RM. Der Mitgliederbestand betrug am Ende des Jahres 7390 Tierbesitzer. Der Verlust im Jahre 1940, der durch außergewöhnliche Verluste bei Pferden entstanden ist, betrug 7617,96 RM. und ist durch die Rücklagen gedeckt. Die Rücklagen der Gesellschaft betrugen am 31. Dezember 1940 — 159 099,27 RM. Die Versammlung nahm von den Ausführungen des Direktors Kenntnis und genehmigte den Jahresabschluß. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Die silberne Medaille nebst Diplom für langjährige treue Dienste wurde den Ortsbevollmächtigten Bauer Jakob Happel (Erdhaufen) und Landwirt Christoph D e r s ch (Sarnau) verliehen.
8000 Mk. verloren und wledergefunden
LPD. Biedenkopf, 5. Juni. In der Nähe der Ortschaft Breidenbach verlor ein Butterbändler während der Fahrt mit seinem Auto die Arten- lasche mit 8 0 00 R M. Inhalti Er Lehrte um, suchte die ganze Strecke ab und fand schließlich die Tasche an der Straßenböschung wieder. Der Inhalt hatte keine Minderung erfahren.
,Laß mich klingeln!" Gerda preßte den Daumen auf den Beinknopf und ließ ihn da liegen — es mußte einen Höllenlärm geben in der Küche, einen Lärm, um Tote aufzuwecken. Schließlich zog Paul ihre Hand weg.
„Herrgott", sagte er nervös, „wenn du ohnehin den Schlüssel hast, wozu noch klingeln?" Er nahm ihr den Schlüsselbund weg und sperrte auf.
„Der Schalter ist rechts", sagte Gerda.
Und jetzt wurde offenbar, wieso es kam, daß "Pauls verzweifelte Signale keinen Erfolg gehabt hatten. Die Klingel läutete nämlich ebensowenig, wie ber Lüster Licht hergab, obzwar Paul eifrig am Schalter drehte.
Ihr riß die Geduld. „Das ist zu dumm! Erst letzte Woche haben wir den Elektriker dagehabt. Jetzt muß man sich wieder mühsam mit Kerzenlicht behelfen bis morgen früh."
„Gibt es überhaupt Kerzen im Haus?"
Natürlich gab es die. Im großen Salon stehen hohe, alte Kirchenleuchter mit armdicken, gedrehten Wachskerzen — auch im Speisezimmer sind Kerzen, 'wahrscheinlich auch in der Küche. Paul machte die Haustür zu. Er meigerte sich, in den Salon zu tappen, möglicherweise sei nicht die ganze Leitung kaputt, sondern nur ein Teil. Vielleicht brennt oben bas Licht, er wird hinaufgehen und nachsehen.
„Du mußt dich immer rechts halten."
„Ich weiß schon", sagte Paul. Er glitt von ihr fort, ein schwarzer Schatten, der in noch tiefere Schwärze versinkt, stieß an den Schirmständer, schimpfte halblaut und fand glücklich den schwungvoll ausladenden Sockel des Treppengeländers. „Gleich bin ich wieder da."
Sie wartete mit erhobenem Kops. Sie mar verärgert über die verdorbene Leitung und über das Wetter, das so verhängnisvolle Wirkungen auf den elektrischen Draht hervorbringt, und hauptsächlich ' ärgerte sie sich über ihre nervöse Ruhelosigkeit. ! Sie versuchte, in der Dunkelheit zur Haustür zu gelangen, den gelben Dunst und ein bißchen Licht । hereinzulassen, aber die war versperrt. Offenbar hatte Paul sie in der Aufregung vorher wieder -"geschlossen, auch die Schlüssel mußte er jetzt noch Haven. — Sie wartete zwei Minuten, vielleicht auch fünf oder acht Minuten, sie war sich später
auf den Hauptstützpunkt Englands im östlichen Mit-, telmeer. Wieder ist es die Luftwaffe, die scheinbar Übermenschliche Leistungen vollbringt. Die Fallschirmjäger, die wir schon bei den Vorbereitungen zum Abflug und bann beim Einsatz selbst sehen, sind wirklich ganze Kerle. Jeder einzelne! Und große Hochachtung nötigen uns auch die Führer ber vielen Transportmaschinen ab, die häufig nach schwerem Flakbeschuß, in einem Falle mit nur ■ einem Rab am Fahrgestell, ohne Bruck in ihren griechischen Standort wieder zurückkehren. Wieder einmal allen voran ftürmen auf Kreta die Gebirgsjäger, die auf den Flugplätzen, die die Fallschirmtruppen vom Feind gesäubert hatten, gelandet wurden, und machen so immer wieder das Führerwort wahr, daß England die Ostmärker noch
Aktenmappe unter den Arm und ging schnell den I eine Schweinerei und ein Zeichen von beginnendem vertrauten Weg zur nächsten Haltestelle. Altersblödsinn, dieses Verlieren und Verlegen wich-
Aus der lichttos zusammengebackenen Häusermasse' tiger Gegenstände. Seine Wohnungstür habe ein schlug eine Kirchenuhr achtmal. Um diese Zeit hätte | Tooseschloß, und die Wirtin sei seit Tagen auf dem Clemens Kempf sie abholen wollen. Gerda ging Land bei ihrer Tochter. Das erzählte er alles, ckge- während sie aufwärts rannten.


