Mittwoch. b.August Ml
Im Zull 407000 BRT. versenkt
Sowjewotschasten als Spionage- und FSrderzenlralen
IlElunbe bereiten will, lese übrigens in diesem Zu- Immenhang auch einmal Wilhelm Hauffs reizende
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Sprenginhalt und
diente, befunden sich gläserne Ampullen mit kon-
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2. 7:1.
Piel blieben ieger.
11.2:0.
In Nordafrika scheiterte bei Tobruk ein Angriff stärkerer britischer Kräfte unter schweren Verlusten für den Feind.
Deutsche Kampfflugzeuge griffen auch in der letzten Nacht britische Stützpunkte am Suez-Kanal an. In der Nacht zum 4. August vernichteten sie auf der Reede von Suez zwei britische Handelsschiffe mit zusammen 18000 VRT. und trafen ein großes Fahrgastschiff schwer.
Der Feind flog weder bei Tag noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein.
3m Kampf gegen die britische handelsfchiffahrt versenkten Kriegsmarine und Luftwaffe im Monat Juli 407 600 VRT. feindlichen Handelsschiffsraumes. Außerdem wurden eine große Zahl feindlicher Handelsschiffe so schwer beschädigt, daß sie für längere Zeit nicht zur Versorgung des britischen Mutterlandes eingesetzt werden können. Die Verluste, die der Feind durch Minenoperationen erlitten hat, sind in diesen Zahlen nicht enthalten.
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Flucht von Zimmern von den übrigen Teilen des Gebäudes durch ein starkes im Gang eingefügtes Gitterwerk abgetrennt. Dieser Teil enthält wiederum weitere Räumlichkeiten, die unter sich durch besonders starke Panzertüren isoliert sind. Die Fenster sind mit Panzerblenden verschließbar. Offensichtlich handelt es sich hierbei um ein raffiniertes Spezialgefängnis, das die Bolschewisten brauchten, um sich unbequemer Mitwisser aus ihren eigenen Reihen zu entledigen. Die Einschläge von 25 Revolverschüssen an einer dieser Panzertüren sprechen eine deutliche Sprache. In einem Zimmer, das als Dunkelkammer für photographische Arbeiten
gen. Einst wirb es aber ebenso lehrreich wie unterhaltend sein, der Gestalt des „reisenden Engländers" überwundener Zeitläufte aus der reichlich quellenden Literatur und Karikatur das gebührende komische Denkmal zu setzen.
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Schmutzige Jinanzmanöver des USA.-präsidenten.
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die „United European Investors Ltd. Franklin D. Roosevelt, Präsident."
Die Mitbürger des derzeitigen Präsidenten der Bereinigten Staaten, die auf Grund der ersten Aufforderung Roosevelts am 22. Oktober eine Million Papiermark für 200 Dollar kauften, hatten bis zum 5. 11. 1922 innerhalb von zwei Wochen bereits 12 5 Dollar verloren.
Am 15. Dezember 1922 veröffentlichte F. D. Roosevelt in der „New Bork Times" einen Artikel über die Aufgaben und Geschäftspraxis der United European Investors Ltd. U. a. heißt es da wörtlich: „Selbst wenn die Mark ganz und gar verschwinden sollte, wird ein entsprechender Teil an den Gesellschaften oder an dem Eigentum (in Deutschland), in das die Dollars investiert wurden, unter allen Umständen dem Verkäufer von Dollars gehören."
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So ziehen sich Typ und Wesen des britischen Globetrotter" unverrückbar durch die Jahryun- le- te. Daß allerdings Ausnahmen auch hier die phgel bestätigen, soll der Objektivität halber verzeich- :e werden. Die Engländer, die auf dem Kontinent -einisch wurden, standen zumeist in ausgespro- piner Auflehnung gegen ihre heimische Unfultur. Bi dem Dichter Keats, der auf dem Protestanten Kirchhof in Rom begraben liegt, ging diese Itneigung so weit, daß er sich sogar m der heute ■ci) sichtbaren Grabinschrift die Nennung seines -'tarnens verbat. Sein dort gleichfalls begrabener, w» Eton ausgestoßener Freund Shelley Machte fc)t anders. Bon Byron aber sagt Goethe; vatz
Genius in ihm durch die Tatsache getrübt sei, d? er nicht nur Engländer, sondern sogar Pair p England gewesen sei! Schärfste Worte der' Der- -TieUung für das Verhalten der angelsächsischen jititern in Italien findet der Amerikaner William ckftmors Story. I____
fertigen. Man fand ferner Dum-Dum-Geschosse, Schweißbrenner mit den SauerstoMaschen, große Vorräte an Siegellack verfchisdenfter Sorten deutscher und ausländischer Herkunft, um wichtige Schriftstücke zu öffnen und nach ihrer „Prüfung" wieder zu verschließen. In her Sowjet-Handelsvertretung in der Lietzenburgerstraße wurden drei vollständrge Rundfunksendeanlagen gesunden.
einer russischen Pension in Alt-Moabit hatten die Bolschewisten mehrere Innenantennen und eine Zuleitung für eine Hochantenne gelegt, die zum Senden verwendbar waren. Auch diese Funde bestätigen, in welchem Ausmaß sich die bolschewistischen Verbrecher in Berlin mit illegaler und lichtscheuer Tätigkeit befaßt haben.
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Ein Aktionskomitee in Marseille.
Vichy, 5. Aug. (Europapreß.) Auf Veranlassung des Leiters des Zentral-Ausschusses der französischen Freiwill igen-Legion zum Kampf gegen den Bolschewismus, De- loncle, hat sich für das unbesetzte französische Gebiet mit Sitz in Marseille nunmehr endgültig ein Aktions-Komitee der Legion gebildet, dem verschiedene führende militärische und zivile Persönlichkeiten angehören, wie die Generale K i e f f l e r und Blanc, der Direktor der Zeitung „Gringoire", Carbuccia, der Schriftsteller Abel V o m a r d. Zum Generalsekretär dieses Unterkomitees wurde Simon S a b i a n i vom Parti Populaire Fran^aife bestimmt.
„Old England" in Italien
Von unserem R.-Berichterstatter.
flien ihrer so wohlhabenden und zahlreichen Gäste hellen!" Wir kennen das Datum der Erstaufführung dieses vermutlich recht aufschlußreichen Theaterstückes, den 12. Oktober 1786. Später, in jlom, wandte sich Goethe gegen die Scheinfreiheit h aefunifn titr Briten, die in Wirklichkeit durch die von ihrer . Leihgestern AGeistlichkeit auferlegte Konvention — den „cant“ — schlitz,herrscht wurden, und der große deutsche Dichter ■ - "* '*-ht von dieser Feststellung unvermittelt zu den - Menschenaffen über! (Wer sich eine vergnügte
erschienene Schilderung des damaligen Rom verdanken. Insonderheit rügt er das aufdringliche Benehmen der Briten in den ihnen glaubensfremden Kirchen, die sie geradezu entheiligten. Ein junger Römer, der gut englisch spräche, habe sich, so erzählt Story, verärgert durch einen besonders krassen Vorfall, während des Gottesdienstes in die englische Kirche begeben. Dort sei er ungeniert urnher- gewandelt, habe die Damen angestarrt und versucht, sich laut zu unterhalten. Ueber den Geschmack dieser Selbsthilfe ließe sich natürlich streiten, doch sei dies die einzige Sprache, die von Engländern verstanden würde!
Die Zeiten der Misses auf dem europäischen Festland sind unwiderruflich dahin. Sie waren pluto- kratisch bestimmt. Die Neuordnung Europas wird auch ein anderes, berufneres Reisepublikum drin-
Berlin, 5. August. (DNB.) Schon wenige Tage nach Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen Deutschland und Sowjetruhland erhielt die Reichsregierung Kenntnis davon, daß die Sowjetregierung eine Durchsuchung der deutschen Botschaft in Moskau unmittelbar nach der Abreise der deutschen diplomatischen Vertretung vorgenommen hatte. Aus diesem Grunde haben die zuständigen deutschen Stellen eine Untersuchung der ehemaligen sowjetischen Botschaft in Paris und Berlin durchgeführt. Das Ergebnis gewährte einen aufschlußreichen Einblick in die Spionage - und Sabotagetätigkeit der GPU. in fremden Ländern und bestätigte erneut, daß die diplomatischen Vertretungen der Sowjetunion als Außenstelle der Komintern die Zentralen kriegshetzerischer und revolutionärer Umtriebe in den einzelnen Ländern sind.
Der ckollwmmen isolierte Flügel der Pariser Botschaft, in welchem sich die Diensträume der GPU. befanden-, kann nur als technisch raffiniert ausgestattete Verbrecher- und Mörder- wert st a 11 bezeichnet werden. Die Zugänge sind durch schwere Panzertüren gesichert. Schalldichte Mauern, getarnte Beobachtungslücken und Schießscharten zu den Gängen und einzelnen Zimmebn sowie als Kernstück ein elektrischer JZrbrennungs- ofen mit einer Wanne zum Zerstückelnder Leichen bitten allßer zahllosen Einbrecherw-rkzeügen, Bohrmaschinen,' Sauerstoffapparaten, Gasmasken, 20 Handschellen zum Fesseln und Giftampullen aller Art das Inventar. Sendeanlagen, transportable
mit aufschraubdarem Deckel zur Aufbewahrung von je fünf Giftampullen, konzentrierte Schwefelsäure, konzentrierte Phosphorsäure und weitere Chemie falten,, die zu photographischen Arbeiten in keiner Weise verwendet werden können. Weitere Räume sind mit den hastig abmontierten Anlagen von drahtlosen Sende- und Empfangsstationen versehen. Im Hofe der Botschaft mürbe in einem Kraftwagen eine vollständige Sende- und Empfangsstation fest- gestellt. In einem Keller murdeü unter verbrannten Papierresten zahlreiche Metallsiegel aufgefunden, von denen z. B. einer den Aufdruck „Consulado de la Republica de Chile en Breslau“ enthielt. Die Bolschewisten bedienten sich also der Jnfianien eines fremden Staates, um p^li^ifche FälMiGgsn anzu-
6eschichte vom „Jungen Engländer", wo er die shrankenlose Engländerbewunderung einer schwä- kschen Kleinstadt dieser Zeit herrlich verspottet.)
Lange vor Goeches Reise bildeten die britischen Juristen in Italien sogar dichte Kolonien. Charis de B r o s s e s , Präsident des Gerichtshofes p n Dijon, der 1740 Italien bereiste, erwähnt sie hufig in feinen höchst kurzweiligen Briefen, die t: in die Heimat richtete. Er schreibt aus Rom: „Zon Engländern wimmelt es hier, und sie bringe das meiste Geld ins Land. Aber im Grunde itres Herzens sind die Italiener durch das ganze Lind für die Deutschen eingenommen." Als die ^beliebteste Nation erklärt er feine Landsleute, n??il „die Franzosen überall mit lauter Stimme ihre Lebensart über die anderer ^Völker stellen". Kswiß eine bemerkenswerte Beobachtung! Den (hglänbern aber — so fährt dieser unbestechliche giuge fort — helfe ihr Geld nur wenig, da sie sich herauf beschränkten, in ihren Gasthäusern an der P azza die Spagna den ganzen Tag zu trinken a!er Billard zu spielen! (Später war es Dani snt- Iprechend Kricket, Tennis oder Golf.)
I Hundert Jahre später erzählt der Franzose Henry |ßyqle, der sich nach Winkelmanns Geburtsstadt Stendhal" nannte, aus Rom die folgende berechnende Geschichte: Im Jahre 1824 habe ein Eng-, ’läiber sein Jagdgewehr bei einem römischen Büchsenmacher zur Reparatur gegeben. Da wegen des Leises Streitigkeiten entstanden seien, habe der Kn glänber dem Handwerker mit der Reitpeitsche ins Wsicht geschlagen und habe daraufhin einen tob» Ifiqien Dolchstich in Kauf nehmen müssen. Auf dramatische Beschwerde von englischer Seite hm I6e die römische Regierung zur allgemeinen Ge- ■".igtuung die Antwort erteilt, es fei leider bekannt, WH die Engländer zu Hause ihre Arbeiter zu pru- gem pflegten, Rom sei aber eben nicht England, -öendhal berichtet weiter von einem jungen (rng= ilärber, der von feinen Landsleuten mißachte gDj.rbe, weil er mit 10 000 Franken im Jahre sich itgnüge und gelehrten Studien lebe: Er meint, fit mit Unbildung gepaarte Reichtum der -Briten erberbe den italienischen Kunstmarkt für den wirk-
Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis8'/,Uhr des Bormittags
Anzeigen-Vreife:
Anzeigenteil 7 Rpf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Nvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite
Nachlässe:
Wiederholung Malstaffel l Abschlüsse Mengenftanel B Platzoorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°/o mehr
^Berlin, 5. Aug. (DNB.) Der Präsident der USA., F. D. SU) ofeoelt, ist durch Enthüllungen übevrbetrüg^ifche Finanzgeschäfte neuerlich auf das jmwerfte -kompromittiert. Vor 20 Jahren hat er die StyU/UJ 0 n in Deutschland an der SpitzevinerTlüdischen Finanzgruppe in Kanada zu schmuAgeh ünd betrügerischen Geldgeschäften ausgenutzt und nicht nur deutsche, sondern auch seine amerikanischen Mitbürger in der skrupellosesten Weise ausgebeutet. Im Jahre 1922 wurde in Kanada die eingetragene Gesellschaft „United E u - ropean Investors L t d." gegründet. F. D. Rosevelt wurde ihr Präsident. Am 12. Oktober 1922 erschien in der Zeitung „San Francisco Chronicle" im Zusammenhang mit der Gründung der „United European Investors Ltd." folgende Anzeige:
„Die neue Gesellschaft wurde ausdrücklich gegründet, um die Tatsache auszunuhen, daß d i e Mark, wenn sie mit Dollars gekauft wird, sehr billig ist. Die Gesellschaft wird diese Mark entweder in Deutschland oder in deutschen Werten anlegen. Die Gesellschaft wird aus den in Deutschland bestehenden Bedingungen Nutzen ziehen. In Anbetracht der hohen Verantwortlichkeit und des Charakters des Mannes, der hinter der Gesellschaft steht (gemeint ist F. D. Roosevelt), hat Karl Osser es unternommen, als ihr Vertreter in San Francisco zu arbeiten. Die ersten Rothschilds wurden dadurch reich, daß sie heruntergewirtschastete Wahrungen von zusammengebrochenen Nationen aufkauften."
Am 22. Oktober 1922 boten die Agenturen der United European Investors Ltd. in allen Zeitungen eine Million Mark für 200 Dollars. Am 29. Oktober 1922, eine Woche später, boten die gleichen Agenturen eine Million Mark für 100 Dollars, und am 5. November 1922 erschien im „San Francisco Chronicle" in großer Aufmachung folgende Anzeige:
„Deutsche Mark wird gekauft oder verkauft gegen Kasse oder monatliche Raten. Wir bieten für eine Million Mark 75 Dollar. Falls Sie welche besitzen, verwerten Sie sie.
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So also sieht der Mann aus, der im Verein mit Juden und Freimaurern sein Land in den Krieg gegen Europa treiben will. Hier hat er sich entlarvt als ein Schieber übelster Sorte, der in frivoler Arroganz seine schmutzigen Manipulationen mit denen der Rothschilds vergleicht, die durch blutige Geschäfte mit dem Tod ein Riesenkapital ergaunerten. Zu dieser Sorte zählte auch der heutige Präsident der USA. Wir begreifen jetzt erst den wahren Sinn jener Erklärung der Frau Roosevelt, die Mitte Mai dieses Jahres vor Pressevertretern in Washington äußerte: „Die Welt, in der Hitler siegreich sei, sei nicht die Art Welt, in der sie und ihre Söhne leben wollten." Gewiß, in eine Welt der Sauberkeit und des politischen und geschäftlichen Anstandes passen die Roosevelts nicht hinein! Da ist kein Platz für Finanzmanöoer zum Nachteil anderer Länder umb zum Schaden der eigenen Mitbürger. Da ist auch kein Platz für Dokumentenfälschungen, durch die andere Völker verhetzt werden sollen. Die Roosevelts fühlen sich nur wohl in der stickigen Luft der Wallstreet, im trauten Verein mit Mischen Spekulanten und verkommenen Schiebern. Das ist ihre Welt. Und aud) nur in solchem Sumpf gedeiht jene bigotte Heuchelei, die sich anmaßt, andere Völker zu bevormunden und ihnen moralische
Kofferapparate, Morsetaster, Verstärkeranlagen, Empfangsgeräte und Filmapparate beweisen, daß der gesamte diplomatische und konsularische Apparat der Sowjets in Paris für die Zwecke des Nachrichtendienstes eingerichtet war. Ferner wurden Zeitzünder, Maschinengewehre und Maschinenpistolen und über 3500 Schuß MG.- Munition sowie hochexplosive Sprengstoffe ficher- gestellt. In den Arbeitsräumen des Militärattaches wurden außerdem ZiArren mit S: J sogar zwei Fallschirme beschlagnahmt. Die in den Folterkammern der GPU.- Zentrale eingebauten großen chemischen Oefen waren für d i e Verbrennung von Leichen hergerichtet. Es ist daher sicher, daß nicht nur der Führer der russischen Emigranten, General Miller, dort ermordet und seine Leiche verbrannt worden ist, sondern daß auch General K u t i e p o f f und andere Persönlichkeiten der weißen Emigranten und der sowjetischen Opposition in Frankreich auf diesem Wege hingemordet und beseitigt worden sind.
Die sowjetische Botschaft in Berlin umfaßt weit über 100 Räume. Im dritten Stockwerk ist eine
Von Kessel zu Kessel.
Von Oberstleutnant von Menges.
Die schlichten Worte „Der letzte Kessel ostwärts Smolensk vor der Vernichtung, Sowjettruppen westlich des Peipus-Sees eingeschlossen" künden dem deutschen Volk den dicht bevorstehenden siegreichen Abschluß der größten Vernichtungsschlacht aller Zeiten an. Um die ganze Größe und Tragweite dieser einzig dastehenden Leistungen zu verstehen, muß man sich die äußerst hartnäckigen und erbitterten Kämpfe der letzten 14 Tage in einem ungeheuren Raum, ausgetragen von noch mindestens 6 Millionen Streitern, vergegenwärtigen. Von dem Einmarsch in Sowjet-Polen bis zur Stalin-Linie hat die deutsche Wehrmacht und ihre Verbündeten in härtesten Grenz- und Verfolgungsschlachten einen Raum überwunden, der, wie unsere gestrige Karte zeigt, an Ausdehnung dem Deutschen Reich nicht viel nachgibt, dessen Einwohnerzahl fast die Hälfte der großdeutschen Bevölkerung erreicht. In diesem Raum ist nicht nur an der Front, sondern auch im Rücken des vorgehenden Heeres gegen überraschend auftretende, starke, abgesprengte Sowjetgruppen und fanatische Einwohner gefochten worden, den rückwärtigen Diensten mußte der Nachschubweg an vielen Stellen noch einmal erkämpft werden. Seit dem Durchbruch der Stalin-Linie wird unter andauernden, pausenlosen, erbitterten Tag- und Nachtkämpfen in einem Raum von rund 150 Kilometer Tiefe um die Hauptentscheidung des Feldzuges gerungen.
In einer ungeheuren Frontausdehnung, die nur eine großzügig ausgestattete und leistungsfähige Nachrichtentruppe wie die deutsche mit ihrem Netz für die Führung überspannen kann.
Infolge des tiefen, keilförmigen Eindringens der deutschen Panzerverbände an verschiedenen Stesten, vorzugsweise an Orten mit leidlichem Wegenetz, haben sich Kampfgruppen der Sowjets gebildet, die, von der nachrückenden Masse des deutschen Heeres umschlossen, in immer neuen Angriffen durchzu- brechen versuchten, stellenweise auch von außen Verstärkung erhalten konnten. Die oft an Zahl unterlegenen deutschen Truppen und Verbündeten konnten sich nicht auf die Abwehr beschränken, sondern mußten ihrerseits angreifen, sich in Flanke und Rücken wehren, manchen Erfolg sich entgehenlassen, bis Verstärkung durch die Panzer- und Luftwaffe oder durch neu eintreffende Teile des Heeres einsetzte; dann ging das Ringen von neuem weiter.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Rom, Ende Juli 1941.
Es handelt sich hier gewissermaßen um einen ,Nachru f", wenn auch um keinen von besonderer Wehmut erfüllten; denn die Schönheiten Italiens md anderer Länder haben durch den Wegfall mehr löer weniger grotesker Scharen reifender Briten oahrlich keine Einbuße erlitten. Aber an manchen puristisch hervorstechenden Punkten schwebt ihre tenerationenlange Anwesenheit noch gleichsam in [er Luft. Hier und da scheint es immer noch, als Näßte jeden Augenblick irgendein bewunderndes -ybeautiful“ oder „indeed, wonderful“ ertönen. Gerau so, wie dies z. B. in Heidelberg ober Rothen- iurg ob. der Tauber, in Dresden, Potsdam ober Nänchen ber Fall fein wirb. Unser alter Kontinent ft an vielen Stellen durch das Dorbeidefilieren in- fHarer Reisezüge „beglückt" worben.
Von Rouen bis nach Palermo und von Sevilla s Lübeck hat der reisende Engländer seine Spu- ?n hinterlassen. Er ist derselbe geblieben in den ^Shorts“ oder den Knickerbockers jüngster Vergan- mheit wie in den tarierten Beinkleidern des vori- ?n Jahrhunderts ober ben Kniehosen ber galan- n Zeit. Dumm, stumm unb reich würbe er über» I und jederzeit zur dankbaren Beute des Volksitzes und der Karikaturenzeichner. Allerdings erst, Mdem das ursprünglich so bescheidene Leben der ütischen Inseln durch den Kolonialhandel pluto- latische Züge anzunehmen begonnen hatte. Erst n 17. Jahrhundert wirft die große Spinne ihr eltumspannendes Netz aus, und seitdem beginnen ce wohlhabenden Sendlinge die Kulturstätten des rropäischen Festlandes zu bevölkern. Bis dahin raren die nach Rom und Paris führenden „Kava- -’rreifen" überwiegend das Vorrecht bildungsbeflif- ner Deutscher gewesen. Im 18. Jahrhundert aber rängt sich ber englische Einschlag in den Vorder- runb.
Als ber junge Goethe im Herbst 1786 Venedig besuchte, wurde dort im Theater von San Lea ein Stück aufgeführt, das den Titel trug: „L'Jnglicisrno in Italia", das Engländertum in Jta- lim. Man konnte dort erfahren, so berichtet Goethe, oas die Italiener von „ben Sitten und Gebräu-
^(.Jahrgang M.(85 J ll
Gietzener Anzeiger
von einzelnen Hummern , Vv
infolge höherer Gewalt w w e Mee
SBSä wäu General-Anzeiger für Gberhessen
DNB. Ausdem Fiihrerhauptqwartler, 5. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
In der Ukraine wurden Ausbruchsversuche der auf engem Raum zusammengedrängten feindlichen Kräfte abgewiesen. Teile des Gegners wurden dabei aufgerieben.
Bei der Erweiterung des Durchbruchsraumes hundert Kilometer südostwärts Smolensk wurde eine neue feindliche Kräftegruppe durch überraschenden Vorstoß teils vernichtet, teils eingeschlossen.
In E st l a n d wurde die Stadt Taps genommen.
Kampfflugzeuge belegten in der letzten Nacht in rollendem Einsatz militärische und wehr- wirtfchaftliche Anlagen in Moskau erfolgreich mit Spreng- und Brandbomben.
Bei Angriffen gegen die britische Versorgungsschiffahrt versenkte die Luftwaffe westlich I r - land und im St.-Georgs-Kanal zwei Handelsschiffe mit zusammen 10 300 VRT.


