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Am 6. Juni 1940 wurde Linie auf der ganzen Front

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119er heran, legt den beiden Unteroffizieren die Arme auf die Schultern und ruft voll Freude: Jungens, ich gratuliere euch. Ihr wart es, die den Ehemin des Dames stürmten, ich werde euch dafür in den Heeresbericht bringen." Dann erkun­digt er sich nach den Verwundeten der Kompanie und zeigt dem Spähtrupp auf der Karte, wie er am besten weiterkommt. Das war der deutsche General von 1940, der die Stürmer vom Ehemin des Dames 3um Siege führte. Wenige Tage später ist er an der Spitze seiner Truppen gefallen.

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Englands Gewalt in Aegypten.

Die Borgeschichte der ägyptischen Kabinettskrise.

Sie hörten Frontberichte der Propagandakompanien."

Von Schwierigkeiten, dieam Wege"' liegen.

Bon Kriegsberichter Robert Gurezka.

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Und diese Sorgebeflügelt den eilenden Fuß". Ein Kradfahrer entdeckt die Möglichkeit, durch ein Flugzeug mitgenommen zu werden. Er verbrachtet sein Krad und fliegt nun mit der Maschine. Er ist sicher, jetzt wird er rechtzeitig am Ziel antreffen. Sein Kamerad muß sich anders helfen. Als an einer Stelle gar keine Aussicht besteht, mit dem Krad durchzukommen, steigt er ab und tragt das Mate­rial in mühevollster achtstündiger Kletterei über das Gebirge zur nächstenVerbindungsstelle". Es ging aber nicht immer so glatt. Manchmal traten Ver­zögerungen ein, z. B. an dem Tage, als ein Krad­fahrer zu Tode stürzte oder damals, als ein anderer sich schwerste Verletzungen zuzog ober auch in jenen Fällen, wo hier und da ein Krad irgendwo im Ge­birge einfach stehen blieb.

Das Ziel aller Kradfahrer sind dieVerbin­dungsstollen". Drei oder vier Soldaten mühen sich dort nahezu pausenlos Tag und Nacht. Ihr Dienst ähnelt dem Betrieb auf einem kleinen Postamt. Kunden sind die Kradfahrer. Sie treffen zu jeder Zeit ein, auch mitten in der Nacht. Daher kennt man bei diesenPostämtern" kein Schild mit der Aufschrift:Schalterstunden von ... bis ...". Im­mer haben diese paar Männerauf Draht" zu sein

Einen ebenso anstrengenden Dienst haben auch die Besatzungen der Kurierflugzeuge Täglich sind alle Verbindungsstellen arnufliegen. Das bedingt eine 10= bis 12stündige Flugdauer bei mehreren Zwischenlandungen, die stets mit Uebernahmearbei- ten ausgefüllt sind, und eine reine Flugzeit von 8 bis 10 Stunden. Sie überfliegen täglich große Teile Europas, und es fehlt oft an der Zeit, um etwas warmes zu essen

Der Kompanieführer hat seinen Bericht beendet. Als wir auf die Straße treten, hören wir von dem Lautsprecher nur noch den einen letzten Satz:Sie hörten Frontberichte der Propagandakompanien!"

PK. Kurierflug zu den Propagandakompanien in Serbien und Griechenland: gestern abend noch in Berlin, heute am Acgäischen Meer. Wohin das Auge schweifen mochte, überall war Gebirge. Hat denn dieses Land keine Straßen? Schon lange sucht das Auge nach irgend etwas, was diese wirre Landschaft kühn durchschneidet, Tal mit Tal verbindet und Kunde gibt vorn Leben und Verkehr. Nur Pfade scheint es dort zu geben. Nein, dort ist auch eine Straße. Getreulich folgt sie den Windungen des Tales, senkt sich in zahllosen Serpentinen einen Berg hinab und mündet plötzlich in einen Fluß. Aber das ist nur eine Täuschung. Hinter dem schroffen Felsvorsprung geht die Straße wieder weiter, dicht neben dem Wasser entlang, nur etwas höher. Gerade führt eine Nachschubkolonne über sie dahin. Die schweren Lastwagen scheinen mit der einen Seite die Felswand zu streifen und mit der anderen über dem Abgrund zu schweben; so schmal ist diese Straße, die aus unserer Karte mit einem dicken roten Strich bezeichnet ist.

Auf einem Feldflughafen am Aegäischen Meer führt die Ju die letzte Landung dieses Tages durch. Bald darauf sitze ich dem Führer einer Propa­gandakompanie gegenüber Wir sprechen von dem Einsatz seiner Männer. An allen Brennpunkten der viele hundert Kilometer langen Front sind sie als Kriegsberichter eingesetzt. Täglich sendet der Rund­funk ihre Frontberichte bringen die Zeitungen Wortberichte und Bilder von der dramatischen Ent­wicklung der Operationen, künden die Wochenschauen von der Kühnheit unserer Divisionen und von dem Einsatz der PK. So muß es sein, denken der Rund-

feuer von Weltkrieasformat erkämpft der deutsche Soldat den Aisne-Kanal und stürmt den Ehemm des»Dames. Der Feind aber überwindet den Stuka- Schrecken und rafft sich auf zu starken Gegenstößen mit Unterstützung von Panzern. In brütender Hitze kommt es an den verschiedensten Abschnitten zu er­bitterten Einzelkämpfen, bei denen das Heldentum des deutscher! Soldaten von 1940 in hellstem Lichte erstrahlt-Als der blutige Tag zur Neige geht, steht die württembergische 2d. Division trotz wiederholter feindlicher Gegenstöße unerschüttert auf dem Kamm des Ehemin des Dames und hält die M a l m a i» so n-F e rm e , die den Kämpfen dieses Tages nach 25 Jahren ein zweites Mal zum Opfer gefallen ist.

In diesem Abschnitt liegt auch am nächsten Mor­den, am 6. Juni 1940, der Schwerpunkt des An­griffs, der wiederum durch ein wahres Höllenkonzert von Bomben und Granaten eingeleitet nrirb. Neue Truppen ersteigen den Ehemin des Dames. Wieder­um fetzt der Gegner Panzerwagen zu Gegenstößen ein, aber der deutsche Soldat wird mit ihnen fertig. Acht Panzer werden allein von Oberleutnant Päckelmann, dem Führer einer Schützenkom­panie, zur Strecke gebracht. In zähem blutigen Ringen geht es Schritt für Schritt vorwärts. Am Abend des 6. Juni ist die historische Höhenlinie in einer Breite von 10 Kilometer fest im Besitz deut­scher Bataillone, und schon stürmt die vorderste Di­vision o>eiter vor und erreicht die Aisne.

Furchtbar sind die Spuren der beiden Kampf­tage", heißt es in dem Bericht der angreifenden Armee.Gruppen- und reihenweise hat das deut­sche Artilleriefeuer, haben Bomben und MG.-Gar- ben die französischen Spldaten hingemäht. Zumal den Alpenjägern brachten die beiden blutigen Tage ungeheure Verluste. Sie haben sich ausgezeichnet geschlagen, aber sie haben sich davon überzeugen lassen müssen, daß sie sich mit deutschen Infante­risten nicht messen können."

Als die Aisne erreicht ist, trifft ein Spähtrupp von der 9. Komp. Jnf.-Regts. 119 in einem Wald­stück bereits auf den Gefechtstand des General-

Dichy, 6.Juni (Europapreß.) lieber die Dor- Schichte des Rücktrittes des ägyptischen Ka- Mtts S i r r t Pascha wird hier nach Meldungen Kairo bekannt, daß die englischen Behörden «n dem zurückgetretenen Kabinett die Entwaff- njn g der ägyptischen Armee, die Derab- ijx ,-iedung einer Anzahl England nicht genehmer !elqr^' LfiZiere, eine englische Kontrolle über d i e

Am 6. Juni 1940 war im Zuge des neuen Antretens des Heeres an der Südfront die Weygand-Lmie auf der ganzen Front durchbrochen worden. Unsere Aufnahme aus diesen Tagen zeigt schwere Panzer- " Pionieren errichtete Behelfsbrücke über die Aisne fahren.

(PK.-Schäfer-Scherl-M.)

Beisetzung Wilhelms II. in Doorn.

Doorn, 5.Juni. (DNB.) Der ehemalige Seifer Wilhelm II. wird entsprechend seinem kixenen Wunsche in Doorn beigesetzt werden, me Beisetzung sindet am Montag statt.

Kehrmachtbeamte sind Kombattanten

Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht $üt einen Erlaß bekannt, der Klarheit über die Bettung der Wehrmachtbeamten hinsichtlich der Astimmungen der Haager Landkriegsordnung Kifft. Danach sind die deutschen Wehrmachtbe- tnten berechtigt, und nach Maßgabe ihrer Dienst- »biegenheiten verpflichtet, sich mit der Waste an Scmpfhandlungen zu beteiligen. Dies gilt nicht für Hl unter dem Schutz der Genfer Abkommen stehen­der im Sanitätsdienst eingesetzten Beamten sowie Hi Feldgeistlichen. Hiernach sind also die deutschen ^hrmachtbeamten Kombattanten im J-165 SiL 3 der Haager Landkriegsordnung. Sie haben taier, wenn sie am Kampf teilnehmen und dabei si Feindeshand fallen, Anspruch darauf, in der St egsgefangenschaft als rechtmäßige Kombattanten lebanbeit zu werden Die im Sanitätsdienst einge- Iftten Beamten sowie die Feldgeistlichen sind aus- feiommen. weil sie unter den Schutz der Genfer ilikommen stehen und kein Recht zur Teilnahme am Kcmpfe haben.

Reue Quelle für Jndustriedarlehen.

Nachdem der Vorrang der Selbstfinanzierung, der bis vor etwa zwei Jahren bestanden hat, infolge der neuen Einstellung unserer Wirtschaftsführung besei­tigt ist, muß die Industrie für ihren Ausbau auf langfristige fremde Kapitalhilfe zurückgreifen. Hier­auf ist d i e Z u n a h m e d e r A k t ie n b e ge b u n- 1 e n besonders auch in der breiten Schicht der Aktienaesellfchasten mittlerer Gröhe zurückzuftihren. Die Bereitstellung ausreichender Kapitalien wird aber von der Industrie nicht allein unter dem Ge» ichtspunkte des gegenwärtigen Bedarfes betrachtet, andern man rechnet möglichst diezukünstige E n t w i ck l ü n g ein Dabei ist zunächst zu beachten, daß die gegenwärtige Freilegung von stillen Re- erven und die zwangsläufige Einschränkung der Betriebserneuerungen infolge der hierdurch beding­ten Zunahme der steuerpflichtigen Gewinne einen zusätzlichen Kapitalentzug bedingen, der unter frühe­ren Voraussetzungen nicht entstanden wäre. Jeden- alls fehlen die Beträge später. Anderseits läßt sich für den größeren Teil der deutschen Industrie heute schon übersehen, daß er nach dem Kriege größere Kapitalien benötigt, sei es um größere Rationali­sierungsmaßnahmen einzuleiten. Es handelt sich dabei durchaus nicht allein um Unternehmungen, welche zu einem strukturell besonders stark aufftei- aenden Wirtschaftszweig gehören. Vielmehr wird hiervon auch die übrige Industrie erfaßt, denn dar­über besteht kein Zweifel, daß nach bem Kriege der Kampf um die Arbeitskraft größer sein wird als je zuvor. Die stärkste Stütze finden dabei natürlich die­jenigen Wirtschaftszweige, welche besonders wichtig sind, während die übrigen Wirtschaftszweige die vorhandenen Umsatzmöglichkeiten nur unter stärk­ster Rationalisierung ausnutzen können, was selbst­verständlich auch ein erhöhtes Kapital bedingt.

Man darf also den gegenwärtigen Kapitalbedarf nicht allein unter den augenblicklichen Verhältnissen betrachten, sondern er wird durch die Zukunft be­stimmt. Die große Geldflüssigkeit der Gegenwart, die trotz der starken Inanspruchnahme des Kapitalmark­tes durch das Reich dank der lebhaften Geschäfts­tätigkeit und der verhältnismäßig geringen Kriegs­einschränkungen besteht, reizt natürlich besonders zur rechtzeitigen Hereinnahme der notwendigen Ka­pitalmengen, denn gegenwärtig sind langfristige Kredite verhältnismäßig leichter zu erhalten als unter Voraussetzungen, bei welchen das gesamte in­dustrielle Kapital angespannt ist. Die Neigung der Industrie geht also dahin, die gegenwärtige Lage zur Bereitstellung der in Zukunft benötigten Ka­pitalien auszunutzen. Diese Erscheinung spiegelt sich auch schon sehr stark in den Bilanzen der Aktien­gesellschaften wider, wo wir oft sehen, daß unter den Verpflichtungen neue Da n g f r i ft t g e Dar­lehen ausgewiesen werden, wobei aber nur ein Teil der hereingenommenen Mittel für die gegen­wärtig durchzufuhrenden Bauten benötigt wird. Auch der wünschenswerte Abbau der kurzfristigen Verpflichtungen nimmt die gesamten Mittel nicht in Anspruch, sondern fast immer erscheint ein nicht geringer Teil dieser Beträge auf der Aktivseite wie­der in der Form von Bankguthaben ober mehr noch in der Form von Wertpapieren, also hauptsächlich von Staatsanleihen, worin man die Beträge an­legt, um einen möglichst geringen Zinsverlust gegen­über den eigenen Zinszahlungen zu fyaben. Diese Einstellung finden wir nicht nur bei den großen Aktiengesellschaften, welche sich an den Kapitalmarkt wenden können, auch die mittlere und kleinere In­dustrie geht in zunehmendem Maße diesen Weg. Sie nimmt keine Anleihen auf, sondern Dar­lehen, für welche die Grundstücke und Gebäude- werte belastet werden.

Die Aufnahme von Hypotheken ist in der In­dustrie immer verhältnismäßig selten gewesen, denn die Beleihung von Fabrikgrundstücken ist wenig ge­eignet für Hypothekenbanken. Soweit solche Dar­lehen bestanden haben, sind sie meistens auf ver­wertbare Wohn- und Verwaltungsgebäude, u. a. auch auf Arbeitersiedlungen, altz Sicherung auf ge­nommen. Die Kreditbanken haben nach dem Welt­kriege teilweise solche Geschäfte vorübergehend ge- ' tätigt, indem sie langfristige Darlehen aufnahmen und diese unter ähnlichen Bedingungen weiter­gaben, aber die Tatsache, daß die Versuche später keine Fortsetzung erfahren haben, beweist, wie wenig diese Art von Kreditgeschäften in ihren Rah­men hineinpaßten. Um aber den Bedarf der breiten 1 Schichten mittlerer und kleinerer Unternehmen ' decken zu können, ist die Bank für I n d u st r i e- Obligationen, welche die Jndustriebelastung für die Reparationen verwaltete, in die Deutsche ' Jndustriebank umgebildet worden, die während der 1 letzten Jahre das Darlehnsgeschäft an industrielle ' Unternehmungen ausgebaut hat. Für Spezialzwecke sind außerdem noch Spezialunternehmungen ge- schäften worden (wie für die Filmwirtschaft, Luft­fahrt, Zuckerindustrie u. a.).

Aber trotzdem zeigt sich in jüngster Zeit noch eine neue Quelle für diese Art Kredite in den deutschen Versicherungsgesellschaften. Insbesondere die Le-

iunkhörer, der Zeitungsleser, der Kinobesucher. Und so ist es dank der Einsatzfreudigkeit, Entschlossen­heit, Tapferkeit, Findigkeit, dank der restlosen Hin­gabe der Männer der PK. Sie stürmten an der -veite der Gebirgsjäger, als die Metaraslinie auf- gebrochen wurde und holten sich ihr Eisernes Kreuz dabei. Sie fuhren ungedeckt auf den Panzern lie­gend gegen den Feind und filmten ihre Kriegsbe­richte. Als ihre schweren Spezialfahrzeuge dem schnellen Vormarsch auf den steilen Gebirgsstraßen nicht folgen konnten, bauten sie kurz entschlossen ihr Aufnahmegerät aus, verlästeren es auf Mulis und strebten auf Saumpfaden dem Kampfplatz zu.

Während sie immer weiter vorstießen, mußte das erarbeitete Berichtsmaterial zurückgeschafft werden. Womöglich noch am gleichen Tage sollten die Rund­funkberichte über alle Sender laufen; morgen muß­ten ihre Wort- und Bildberichte in der Presse zu finden fern, wenn die unter Mühen und Strapazen angefertigten Arbeiten ihren Sinn als aktuelle Kriegsberichte nicht verlieren tollten.

Das zu schaffen war zunächst die Arbeit der Krad­fahrer. Sie fuhren über verkarstete Höhen, über Zyklopenäcker und Kolorado-Landschaften, durch Schnee, Staub und weite Ueberschwemmungsgediete. Immer entgegen den feindwärts strebenden Kampf­truppen und Nachschubkolonnen. Immer mit der einen Angst im Nacken, sie konnten mit dem ihnen anvertrauten Berichtsmaterial ihr Marschziel zu spät erreichen, dadurch die Arbeit ihrer PK -Kame­raden entwerten und manche Kunde vom todes­mutigen Einsatz der vordersten Divisionen zum Verstummen bringen.

tie»gef<ihrlichen'spanischenZeitungen

Algeciras, 5. Juni. (Europapreß.) Neue Hh^nabmen zur Sicherung von Gibraltar sind Kl der Festungskommandantur getroffen worden. Äcnach dürfen zur Erhaltung der Moral der Dstungsbesatzung keine spanischen Zeitun- je n mehr in das Festungsgebiet gelangen. Au Irweifung des Gouverneurs der Festung dürfen leierlid) Zeitungen auch nicht mehr als 5idpap t er benutzt werden. Vor allem sollen Hf spanischen Arbeiter, die täglich von La Linea vch Gibraltar gehen, daraufhin untersucht wer- kir, ob sie Zeitungspapier mit sich führen.

MZ. Pk.Der große Kampf in Flandern und im Artois ist zu Ende. In die Kriegsgeschichte wird er als die bisher größte Dernichtungsschlacht aller Zeiten eingehen", heiß es im OKW.-Bericht vom 4. Ium 1940. Während jenes gewaltigen Ringens um die Kanalküste war ganz Nordfrankreich längs der Somme und des Oife-Aisne-Kanals durch einen tählernen Ring abwehrbereiter deutscher Truppen abgeschirmt worden. Das im Weltkrieg so heiß umstrittene Schlachtfeld um Aisne und Cham­pagne, dessen Wunden nach 25 Jahren immer noch nicht geheilt sind, mar seit dem 20. Mai wie­der zum Schauplatz eines Stellungskampfes ge­worden. In die alten Unterstände von 1917 hasteten zur Nacht wieder die Essenträgertrupps hinein, um mit den Postenablösungen der vordersten Linie Schutz vor dem französischen Artillerieseuer zu fin­den. Vor den deutschen Stellungen aber lag drohend der Höhenrücken, mit dessen Namen sich für jeden deutschen Soldaten die Vorstellung unheimlich blutigen Geschehens im Weltkriege verknüpfte: der Ehemin des Dames. Hier hatten die feld­grauenFürsten des Grabens", wie ein Dichter die Kämpfer von 1917 genannt hat, die Offensive Nioel- les in Blut und Grauen erstickt und Frankreich an den Rand des Abgrundes getrieben, ohne daß sie es wußten. Viele von ihnen sind nun ein zweites Mal hier.

Auch dem deuftchen Soldatentum von 1940 ist die Auseinandersetzung mit dem Ehemin des Dames nicht erspart geblieben. Die zweite große Offensive im Westen, die unmittelbar nach Beendigung der Flandernschlacht einsetzt, üelt auf das Herz Frank­reichs. Die eilig ausgeyobene befestigte Wey- g a n ö I i n i e an der Aisne muß genommen wer­den. Ihr vorgelagert ist der steil ausragende Berg­rücken des Ehemin des Dames, von wo aus der Feind das deuftche Angriffsgelände weithin be­herrscht. Die französische Führung weiß, was von dem Besitz dieser Höhenstellung abhängt. Sie hat deshalb die Stellungen in fieberhaften Arbeiten ver­stärkt, vorzüglich ausgebildete Alpenjägertruppen zur Verteidigung eingesetzt und die Artillerie erheb­lich vermehrt. Die Truppen der deutschen Armee unter Generaloberst Strauß, die hier Mm An­griff angesetzt werden, sind sich der Schwere ihrer Aufgabe bewußt, aber sie sind entschlossen, auch dieses Hindermis zu bewältigen und schnell zu siegen.

Am 5. Juni morgens um 5 Uhr donnern die der Armee zugewiesenen Kampfflugzeuge über die deut­schen Linien hinweg und fragen Tod und Verderben in die französischen Feldstellungen, Artilleriestände und Munittonslager. Unterstützt durch ein Artillerie-

Oer Sturm auf -en Ehemin des Dames

Am 5. und 6. Juni 1940.

Von Kriegsberichter Dr. Aritz Meske.

1. Einschließlich dieser Summe beläuft sich der ! 3 den Vereinigten Staaten für die augenolickliche ' :früftung aus'gegebene Betrag auf über 30 i illiarden Dollar. Zu diesen 30 Milliarden Illar kommen noch hinzu die für die Englandhilfe bnnlligten 7 Milliarden und die zum Ausbau HerZwei-Ozean-Flotte" bewilligten 6 Milliarden Mar. In dem Bericht des Finanzausschusses wird der neuen Wehrvorlage ausgeführt, daß selbst Hi|e neuen Beträge für die geplante Aufrüstung m ch nicht ausreichen. In der Begründung bifizu wird erklärt, daß die bei der Aufstellung des In früftunggprogramms einkalkulierten Preise in 3 töt fegen stark ange ft legen seien.

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Oie Lage im Irak.

Beirut, 5.Juni. (Europapreß.) Eine in Beirut ^getroffene irakische Persönlichkeit erklärte, der ftüipfesmille der irakischen Armee, die sich Ls Baadad zurückgezogen habe, sei ungebrochen. Je Führer dieser Armee seien entschloss-en, den lam p f bis zum Endsieg fort^usetzen. Alle Aeldungen über die Gegensätze zwischen einzelnen ir. tischen Stämmen, die am Krieg gegen England irlnehmen, seien falsch und tendenziös.

In Bagdad dauert der Belagerungszu- fimb an. Die Presse unterliegt einer scharfen Zen- Ir. Die Hauptstraßen der Stadt werden dauernd frrd) Militärpatrouillen überwacht.

Ein in Damaskus eingetroffener irakischer Abge- pneter berichtet, daß der englische Angkift auf igdad, der zur Uebergabe führte, von 200 dritt­en Tanks durchgeführt wurde, denen die irakischen uppen keinerlei gleichwertige Waffen entgegen- en konnten. Man schätzt die irakischen Verluste f etwa 5000 Tote, da die Engländer keine efangenen machten, sondern rück- chtslos alles niederschossen. Der Haß ;en Großbritannien so erklärte der geflohene geordnete gerade wegen dem brutalen eng- hen Vorgehen sei gegenwärttg im Irak größer , in je.

Gespannte Lage in Indien.

Rom, 5. Juni. (Europapreß.) In Benares 1Tb Lahore (Indien) ist es nach Berichten der ftnischen Presse aus Kabul zu öffentlichen Kund- : bungen gegen die unmenschliche Behänd- tngber politischen Gefangenen durch bi e Engländer gekommen. In verschiedenen Hädten hätten sich aus dem gleichen Grunde auch jftammenstöße mit der Polizei ereignet Die Eng- iber hätten aber die Gelegenheit nur dazu be- It, neue Einkerkerungen vorzunehmen. Die bri-

»n Trupppen patrouillieren in Bombay durch Straßen der Stadt, da stündlich der Ausbruch :r Unruhen befürchtet werden muß. Ansarnm- .en von mehr als fünf Personen sind verboten den. Das Ausgangsverbot wurde um zwei wei- Wochen verlängert.

Amerikas Uüstungskosten.

Gute Zeiten für Kriegsgewinnler: Die Preise stark angestiegen."

Washington, 5. Juni. (Europapreß.) Mit 09 655 187 Dollar ist dem Abgeordnetenhaus am nerstag die größte Wehrvorlage der A. seit Ende des Weltkrieges zugeleitet wor-

stigungsanlagen verlangt hätten.

ve,rie Der König bzw. die königliche Verwaltung im . tfliic;Hilais verlange den- Eintritt der Wafd° Partei °Ior h das neue Kabinett, und zwar im Zeichen der , M nationalen Union.

aDe? Wie aus Kairo über Beirut gemeldet wird, hat 3e nach der Flucht des früheren ägypttfchen Gene- .stlDabsckefs Masri Pascha geführte Unter- sischung das Ergebnis gehabt, daß es Masri Pascha ~ - seinen Begleitern gelungen ist, die ägyp°

|jsche Grenze zu überschreiten. In dem siugzeug, das zur Flucht benutzt wurde, fand man K Dokumente.