Lustschutzauiwendimgeil und Einkommensteuer
Turmhaus am Brandplatz.
Inflation besonders begrüßt worden waren.
(Nachdruck verboten >
6 Fortsetzung
Gegen Zdhhsieinänsatz -
von das
starkwirksam, zahnfleischkräftigend, mikrofein, mild aromatisch, - und preiswert!
40? t die große Tube die kleine Tube
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,La, Herrgott, rodest du denn nun auch schon so wie Papa? Findest du es gleichfalls richtig, daß ich die Hände in den Schoß lege, und diese alberne Nolle als Haustöchterchen jahraus, jahrein weiter- fpiele, bis jemand kommt, um mich zu heiraten? Wir leben nicht mehr im Mittelalter! Es ist mir zuwider, so zu leben, und ich mache nicht mehr mit! Ich will keine Wohltaten empfangen, für die ich nicht aus vollem Herzen danken kann. Ich komme mir vor wie eine Betrügerin. Kannst du das denn nicht einsehen?" ,, „ v
„Natürlich, Lolott! Seh' ich ein! Aber ich finde, du nimmst das alles zu gewissenhaft. Ein bißchen Schwindeln und Schöntun — du lieber (Bott, an» ders geht es nun mal nicht im Leben! Das ist nicht gleich ein Betrug!"
Sie zog ihren Arm behutsam aus dem seinen. „Sei mir nicht böse, lieber Gert! Ich fürchte, wir verstehen uns nicht mehr."
Als sie das Haus betraten, gaben sie sich stumm die Hand, und beide hatten das Gefühl, sich endgültig Lebewohl gesagt zu haben, als sie ihre Zimmer aufsuchten.
,^ler ist eine Mettwurst drin, liebe Feldpost, riech mal dran,
Die Aufwendungen für den Luftschutz können bei Ermittlung der Einkünfte aus Gewerbebetrieb und aus Vermietung und Verpachtung bei der Einkommensteuer voll als Ausgaben abgesetzt werden. Für den Abzug ist es vollkommen gleichgültig, wie hoch die Lustschutzau'wendungen sind. Beispiel: Nehmen wir an, ein Steuerpflichtiger hat ein Einkommen von 10 000 NM. für 1940 und hat gleichzeitig 10 000 RM. Luftschutzaufwendungen in 1940 gehabt. Er kann diese 10 000 RM. voll abziehen, hat also für 1940 kein steuerpflichtiges Einkommen.
Wie ist es aber, wenn der Steuerpflichtige diese 10 000 RM. nicht sofort, wenn er z. B. nur 6000 RM. absetzen will? Dann muß er die restlichen 4000 RM. auf die Nutzungsdauer des Gebäudes, zu dem der Luftschutzkeller gehört, verteilen. Er kann die restlichen 4000 RM. nicht etwa im folgen- den Jahr abziehen.
In manchen Fällen hat sich auch der Bau von Luftschutzräumen auf mehrere Jahre erstreckt. In derartigen Fällen kann alljährlich der in dem betreffenden Jahre angefallene Herstellungsaufwand abgezogen werden. Entstanden die Luftschutzaufwendungen nur in einem Jahr, so kann das Finanzamt dem Steuerpflichtigen auf Antrag gestatten, die
Aufwendungen auf 3 Jahre zu verteilen. Beispiel: Die Luftschutzaufwendungen betragen 10 000 RM. Da das Einkommen des Steuerpflichtigen ebenfalls 10000 RM. beträgt, beantragt er die Verteilung der Aufwendungen auf 3 Jahre. Er kann dementsprechend jährlich von seinem Einkommen 3333 RM. auf die Dauer von 3 Jahren absetzen.
Die steuerliche Ersparnis, die bei einer derartigen Verteilung der Aufwendungen auf 3 Jahre eintritt, ist ziemlich groß. Beispiel: Der Steuerpflichtige hat ein Einkommen von 10 000 RM. und Luftschutzauf- wendungcn in Höhe von ebenfalls 10 000 RM. Die Einkommensteuer nach Steuergruppe I beträgt bei einem Einkommen von 10 000 RM. -- 2232 RM. Wenn der Steuerpflichtige die Luftschutzaufwendungen in demselben Jahr absetzt, in dem sie entstanden sind, spart er 2232 RM. Er zieht nun aber 3 Jahre lang nur 3333 RM. ab, so daß ein steuerpflichtiges Einkommen von 6667 RM. verbleibt. Die Einkommensteuer für 6667 RM. betrügt 1287 RM. Das sind 945 RM. weniger. Diesen Betrag spart er 3 Jahre lang, also 3X945 — 2835 RM. Während der Steuerpflichtige also im ersteren Falle nur 2232 RM. gespart hätte, spart er in letzterem Falle 2835 RM.
Ausdruck k^m:
„Vier Jahre stand mein Mann im Feld, und oft erreichte ibn der F»ldkarton.
Heute dient er meinem Sohn und er wird's euch danken schon."
Die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau, Gießen, Schanzenstraße 18, Fernsprecher 2141 teilt mit, daß 14tägig montags, von 10 bis 12 Uhr vormittags, Sprechstunden zur Erfinderberatung durchgeführt werden. Die Sprechstunden finden im ersten Vierteljahr des Jahres 1941 an folgenden Terminen statt: 5998D
10. März, 24. März.
Or.-Lng. e h. Bruno Möhring t-
Gloria-Palast, Seltersweg: „Sieg im Westen".— Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Unser kleiner Sunge". — Oberhessischer Kunstverein: 17.30 bis
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düng dem bestimmten Empfänger bei der Truppe zuzustellen, was oftmals sehr schwierig ist. Em Beispiel dafür ist die Anschrift dieser Sendung, die vor einigen Tagen doch noch ihren Adressaten erreichte. Auf der Karte stand zu lesen: „An den langen blonden Soldaten (er mißt ungefähr zwei Meter) und ist aus Gr. Ochtersum, der bei Schild in dem Dorfe (hier wurde ein Dorf genannt) mit der Trup"e .ausgestellt* wurde." Wie sollte die Feldpost diesen Mann finden? Die Sache war im Prinzip nicht schwierig, denn als die Feldpost den Dorfnamen hatte, wußte sie auch ball) die Einheit, die dort aufgestellt worden war. Und so bekam der lange Albrecht seine Post, die übrigens einen zärtlichen Liebesbrief enthielt.
Sornofuen.
Tageskalender für Donnerstag.
Ortszeit für den 7. März 1941.
Sonnenaufgang 8.01 Uhr, Sonnenuntergang 19.14 Uhr. — Monduntergang 3.47 Uhr, Mondaufgang 12.33 Uhr. Mond in Nordwende.
Annahmeunter'uchung für Waffen-ff und (Schutzpolizei.
bitte, laßt's passieren.
Jst's doch sür 'n Soldat im Feld;
der darf doch nicht frieren."
Auf einem rundlichen kleinen Paket konnte man folgende nette Mahnung lesen, die sicherlich einer Frau ausgestiftelt war, die sich auch um Wohl des Mannes an der Front kümmerte:
Arbeitstagung der 71SS. .Kraft durch Freude".
NSG. Die Kreiswarte der NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude" waren in Frankfurt a. M. zu einer Arbeitsbesprechung versammelt, in der ihnen der Gauwart, Gauamtsleiter von Rekowski, neue Arbeitsanweisungen gab. Die einzelnen Gau- referenten sprachen über die Aufgaben und die Programmgestaltung in den kommenden Monaten. Besonders bemerkenswert war ein Referat des Parteigenossen Röser über die Maßnahmen des Amtes „Schönheit der Arbeit". In allen Kreisen werden jetzt Dertrauensarchitekten eingesetzt. Besonderes Augenmerk wird darauf gerichtet, daß die Verdunkelungsmaßnahmen im Sinne von „Schönheit der Arbeit" eingerichtet werden. Bei der Lichtberatungsstelle liegt jetzt ein Jnnenbeleuchtungs- katalog aus, der beste Beratung auf diesem Gebiet ermöglicht. Eingehend berichtete Parteigenosse Röser über die Gestaltung der Gemeinschaftshauser der NSDAP. Die Tagung zeigte, daß in den nächsten Monaten wieder eine Fülle von Aufgaben ihrer Erledigung wartet.
Arbeitstagung des BOM -ObergaueS.
NSG. Die Führerin des BDM.-Obergaues 13, Gertrud Samper, hatte für Samstag und Sonntag sämtliche Abteilungsleiterinnen und Führerin- nen der Untergaue zu einer Arbeitstagung noch Frankfurt a. M. einberufen. Em Vortrag über aktuelle politische Tagesfragen diente dazu, das Verständnis für die Fragen der unmittelbaren Gegenwart zu vertiefen. Eine Feierstunde im Kleinen Haus am Sonntagmorgen, die ausschließlich von den Arbeitsgemeinschalten des BDM. - Werkes „Glaube und Schönheit" bestritten wurde, hatte sich in den Dienst des Kriegswinterhilfswerkes gestellt. Die Tagung fand ihren Abschluß in einer Zusam- menkunft des Führerinnenringes, in deren Verlauf an Hand eingehender Aussprachen die Arbeitsgrundsätze und Ziele für die kommenden Wochen festgelegt wurden.
Kamrlienhemfahrten und Osterverkehr.
Die besonderen Aufgaben der Deutschen Reichsbahn im Kriege verlangen die Zurückstellung aller vermeidbaren und aufschiebbaren Reisen, insbesondere in den Zeiten, in denen sonst üblicherweise eine Steigerung des Verkehrs eintritt.
Der Reichsarbeitsminister hat daher die Reichs- treuhänder der Arbeit ersucht, darauf hinzuweisen, daß Urlaub nach auswärts nach Möglichkeit nicht in der Osterzeit genommen wird. Er hat weiter den einzelnen Betriebsführern und Gefolgschaftsmitglie- dern zur Pllicht gemacht. Familienheimfahrten in ; der Zeit vom 6. bis 20.Aprll nur in beschränktem Umfang durchzuführen.
. Familienfahrten, auf die die im Bergbau, im ; Baugewerbe, im Metallgewerbe und in der cheml- - schen Industrie beschäftigten, von ihren Angehöri- , gen getrennten Arbeiter im Rahmen der hierzu er- i gangenen Tarifforderungen einen Anspruch haben, , dürfen in der Zeit vor und nach Ostern n ur in dem t Umlang angetreten werden, der sich bei gleich- t mäßiger Verteilung aller fälligen Fahrten an* ein
Ali WWN Ms Michl
Roman von Ao fleuftlöt.
Der Assistent Doktor Ruhland war in Gesellschaft i seiner Fran gekommen, einer zierlichen, auffallend l hübschen Brünetten, die sich redlich Mühe gab, ihre natürliche Lustigkeit in dieser würdigen Umgebung . zu bändigen und keinen Anstoß zu erregen.
Gert nahm sich ihrer sofort an. Aus der Ecke, in der die beiden miteinander plauderten, kam häufig das Gelächter der kleinen Frau. Dann warf sie jedes mal einen erschreckten Blick zu ihrem Mann hinüber, der aber nickte ihr beruhigend und treuherzig zu.
Er war ein ruhiger, schweigsamer Mensch, beträchtlich älter als seine kleine Frau, und ganz Oschnitz fand, daß die beiden eigentlich gar nicht zueinander paßten. Sie wußten es aber offenbar besser, und ihr eheliches Glück kümmerte sich um keine Unheilprophezeiungen.
Die ganze Familie war schon in der Bibliothek versammelt, als Charlotte eintrat. Mtt den Augen suchte sie ihren Vater. Er stand im Gespräch mit den beiden Herren vom Werk und dem Herrn der Stadtverwaltung. Auch er bemerkte sie und kam ihr entgegen.
Charlotte wich ihm nicht einmal mit den Blicken aus, obwohl ihr Herz vor Unruhe zitterte.
Niemand hätte zu sagen gewußt, was Christoph Mathesius vor den anderen auszeichncte, und doch wäre er auch von jedem Fremden als die bedeutendste Persönlichkeit dieses Kreises erkannt worden.
Es war keineswegs sein Atter, dem er dieses Uebergewicht verdankte. Er war um die Mitte der Sechzig und noch längst nicht von greifender Würde. Er hielt sich aufrecht und straff. Sein bäurisch mächtiger Kopf saß ungebeugt zwischen den breiten Schultern. Sein Gesicht war noch nahezu faltenlos. Er hätte jugendlich gewirkt, wenn der kurze, viereckig zugeschnittene Vollbart nicht schon ergraut gewesen wäre. . _ , _
Er küßte Charlotte die Stirn. Sein Gruß war freundlich wie immer, und in seinen Augen kündigte sich keine Drohung an. Eine schwache Hofs- . nung, daß er nachgeben werde, begann sich in ihr i zu beleben. Aber sie wußte aus Erfahrung, daß । den Entschlüssen ihres Vaters niemals em War- • nungszeichen voranging, wie auch keine Begrün- - düng ihnen folgte. Rechenschaft legte er nur sich I selber ab.
Der fremde Gast, mit dem ihr Vater sie bekannt
Nicht nur unsere Reichsvost ist findig; die Feld. , _ , ,,
post ist es nicht minder. Auch sie hat die unmög- topf ft a n fr a r t en: a) rn i t Dlenstzettvervflich- Ikhften, manchmal sehr ungenauen vertracktesten tung, (12 Jahre, Lebensberuf: Polizei oder Wehr- Anschriften und Aufgaben zu lösen und die Sen-, bauer) Mindestgroße: 168 cm mit 17 Jahren,
Aus der Stadt Gietzen.
Humor in Feldpostadressen.
Die deutsche Feldpost arbeitet mit einer Pünkt- ichkeit und Zuverlässigkeit, die so leicht nicht zu Übertreffen ist. So war es Anno 14—18, und so ist es auch heute wieder. Hunderttausende Zentner wandern täglich durch viele fleißige Hände, bis die einzelnen Briese oder Päckchen ihren Soldaten erreicht haben. Jeder Soldat wartet sehnsüchtig jeden Tag auf Post. Was für die Heimat Brot, Kino und Theater sind, das ist für den Soldaten die Feldpost. Sie stellt nicht nur das Band zwischen Heimat und Heer dar, sie ist auch das tägliche seelische Bindeglied im Miteinandersprechen zwischen der Frau in der Heimat und dem Feldsoldaten, zwischen dem Geliebten, der draußen Wache hält, und der Geliebten, zwischen den Eltern und dem Sohne.
Ost aber findet man auch kleine ungewollte Scherze auf den Feldpostpäckchen und Briefen. Ein unfreiwilliger Humor liegt darin, der der Fürsorge entspringt. Meistens wird in dem Vers auch eine bescheidene Bitte ausgesprochen. Einige dieser Anschriften seien hier zum Besten gegeben. So kam in diesen Tagen ein Paket draußen an, das nach dem Anfühlen zu schließen, einen dicken Pullover enthalten mußte. Und was stand darauf?
„Wenn's Paket auch schwer ist,
über die Bedingungen, und Mathesius schien nachzugeben. Man woltte sich mit dem Ausschreiben an den A r chitekte n-Na chwuch s wenden, Mathesius stimmte auch dem zu.
Als Miltic sie einmal freigab, benutzte sie die Gelegenheit, den Oberingenieur Ruhland zu begrüßen, der ihr mit einem guten Lächeln kameradschaftlich formlos die Hand schüttelte. Direktor Knelenbrink drängte sich hinzu, ein rundlicher, kleiner Mann, dem eine tiefgründige Weinkennerschaft vom Gesicht leuchtete. Er war Junggeselle, ziemlich sechzig Jahre alt und noch immer ein ausgezeichneter Walzertänzer. Er streichelte Charlotte die Hand und strahlte sie verliebt an, tuschelte ihr zu, daß sie niemals schöner gewesen sei als heute, daß er auf der Stelle bereit sei, ihretwegen einen „ganzen Sack voll Dummheiten" zu begehen, und roch dabei ein ganz klein wenig nach Kognak.
Dann gab er sie frei, und sie ging zu ihrer Mutter.
Frau Helene Mathesius saß abseits wie immer. Sie hatte ihre blassen, kraftlosen Hände im Schoß gefaltet, und um ihren mädchenhaften Mund schwebte das scheue, gütige Lächeln, das ihr zur Gewohnheit geworden war. Beständig schien sie von der Furcht geplagt, zu stören oder etwas falsch zu machen. So- gar im Umgang mit ihren Kindern, die sie zärtlich liebte, wagte sie nie, ihren Gefühlen nachzugeben.
Sie war viel jünger als Mathesius, aber rasch gealtert. Ihr Haar war schneeweiß. Ihr frühzeitig verwetttes Gesicht hatte jetzt eine kindlich zarte Anmut zurückgewonnen, einen matten Abglanz ehemaliger Schönheit, mit dem der enge Kreislauf ihres Lebens sich zu schließen und zu vollenden schien.
Neben dem Ledersofa, in dessen Ecke sie saß, standen Stefan, ihr Aeltester, und Lis, Stefans Frau. Sie unterhielt sich mit ihnen, war aber niemals ganz bei der Sache, weil ihre ängstliche Aufmerksamkeit ihrem Mann gehörte, der übrigens kaum zu ihr herübersah. Sie blickte beschwörend zu Gert hin. der sich viel zu laut und luftig mit der kleinen Frau Ruhland unterhielt, und zu Dlacho Miltic, dessen peinliches Temperament ihrem Manne sicher lästig war.
„Guten Abend, liebe kleine Mama!" sagte Charlotte herzlich und küßte ihrer Mutter rasch beide Wangen. „Wie geht es dir? Gut? Du blühst geradezu heute abend!"
(Fortsetzung folgt.)
NSG. In den kommenden Tagen finden wiederum Annahmeuntersuchungen für die Waffen - ff und Schutzpolizei statt, und zwar am 9. März um 8.30 Uhr in Alsfeld, ff-Dienststelle, Lutherstraße; 9. März um 14 Uhr in Schotten, Oberschule. Adolf-Hitler-Strahe; 10. März um 8.30 Uhr in Gießen, Nest. „Burghof", Burggraben. Angenommen werden Freiwillige für 1. ff - Verfü - gungstruppen (einschl. Leibstandarte ff „Adolf 1 Hitler") Mindestgröße: 170 cm. 2. ff - Toten -
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In Bad-Nauheim ist im 75. Lebensjahre der Ehrensenator der Universität Gießen Dr.-Jng. e. h. Bruno Möhring verstorben. Dr.-Jng. Möhring hatte in der Inflationszeit der Universität Gießen und chren Instituten tatkräftige Förderung in vielfacher Art zuteil werden lassen und wurde für diese starke Bekundung seines Interesses an unserer Universität im Februar 1924 zum Ehrensenator ernannt. Vor 43 Jahren hatte Dr. Möhring die Lochanstalt in Dillingen an der Saar mitbegründet. Er war später technischer Generaldirektor der durch seine Arbeit in hervorragendem Maße entwickelten Meguin A. G., die bei der Besetzung des Saar» gebietes durch die Franzosen nach Butzbach verlegt wurde, und dort schließlich in die Bamag-Meguin überging. Generaldirektor Dr. Möhring schied dann aus diesem Unternehmen aus und führte die Lochanstatt Butzbach allein weiter, in der er noch bis vor einigen Jahren tätig war. Aus der Zeit seiner Butzbacher Tätigkeit als Generaldirektor der Meguin A. G. stammen seine zahlreichen Förderungsmaßnahmen für unsere Universität und ihre Institute, die von diesen gerade in den Monaten der wildesten
machte, hieß Dlacho Miltic und war Jugoslawe. Er war noch jung, ein kleiner, zäher, unbändig beweglicher Herr mit jettsckwarzen Augen unfr Haaren und einer kühnen Adlernase. Seine Kleidung war von betäubender Eleganz. Er duftete stark nach einem herben Parfüm und nach Zigaretten.
Als er Charlotte vorgesteltt wurde, blickte er sie zuerst stumm und hingerissen an, bemächtigte sich dann ihrer Hand unfr drückte einen heftigen Kuß darauf, lieber feinem Rücken hinweg sah sie auf Gert. Der grinste, und sein unauffälliges Achselzucken sollte wohl bedeuten: „Drück' ein Auge zu, Lolott! Der Bursche bringt eine Menge Geld ins Haus unfr hat dafür das Recht, sich zu benehmen, wie ein elektrisierter Affe.
Millic begann ein Gespräch mit ihr, das um ganz» gleichgültige Dinge ging, sich aber sehr aufgeregt anhärte, weil er förmlich explosiv sprach. Es stellte sich übrigens dabei heraus, daß er ein weitgereister Mann mit vernünftigen Ansichten war und gesunde Urteile hatte. Nur die Art, wie er sich benahm und wie er sprach, ließ ihn ein wenig fremdartig und lächerlich erscheinen.
Er drückte ihr seine Begeisterung aus sie kennengelernt zu haben unfr sagte ihr, daß er sie für eine Schwedin gehalten hätte. So blondes Haar, so graugrüne Augen und eine so lichte Haut habe er nur bei den Stockholmer Frauen gesehen. Es war ihr peinlich, daß er sich so eingehend darüber äußerte. Er schien jedoch dabei nichts zu finden. In übertriebener Weise tobte er Oschnitz und Deutschland.
Er beherrschte leidlich die deutsche Sprache, stieß die Rachenlaute jedoch so hart und gewaltsam heraus. als wollte er eine verschluckte Fischgräte aus dem Halse entfernen. „Härrliches Land, Ihr Schlesien!" rief er. „Die Bärrge, die Wälderrr! Oh, ich känne ganz Deutschland, und könne es gutt, Jhrr Land! Bärrlin! Hamburg! Wunderrvolle Städte, gnäfrdiges Frräulein!" Er verdrehte entzückt die Augen, als zergehe ihm etwas durchdringet Süßes auf der Zunge.
Charlotte hörte chm halb befremdet, halb belustigt zu. Sie lauschte auch mit halbem Ohr auf das Gespräch, das ihr Vater mit Direktor Knelenbrink i und dem Herrn von der Stadtverwaltung hatte. Das Preisausschreiben für die Siedlung war offenbar : eine abgemachte Sache. Man unterhielt sich nur noch
Außer dem fremden Gast, von dem (Bert schon gesprochen hatte, brachte Christoph Mathesius noch andere Gäste mit ins Haus zum Abendessen. Da war der Ches des Traktorenhauses, Direktor Knelenbrink, und dessen Assistent Doktor Ruhland. Ein Herr der Oschnitzer Stadtverwaltung war gleichfalls erschienen, weil Mathesius einige Angelegenheiten wegen der geplanten Siedlung erörtern wollte. Es hieß, man wolle sich jetzt mit einem Preisaus- schreiben an die deutschen Architekten wenden, und zwar besonders an die jüngere Generation, um einem jungen Mann die Möglichkeit zur Lösung einer besonders schönen Ausgabe zu bieten. Der Gedanke dazu war von den Herren der Stadtve^ maltung ausgegangen, unfr Mathesius hatte sich noch nicht recht damit befreundet.
b) ohne Dienstzeitverpflichtung (bevorzugt SA.- Männer und Parteigenossen). 3. Schutzvol i z e i: Ungediente Bewerber. Geeignete Bewerber können sich bei der Annahme-Untersuchung als Freiwillige melden.
und behandle sie recht nett, denn sie ist für meinen Mann." Uederhaupt die Fürsorge! Dieser entspringen wohl die meisten Ideen. Dieses hatte wohl eine Mutter geschrieben, die um das Wohl des Sohnes besorgt war: „Liebes Fräulein von der sortierenden Feldpost. Nicht stürzen, bitte! Und das Päckchen schonend behandeln. Es ist nämlich Hagebuttenmarme- labe drin, die mein lieber Sohn so gern ißt. Liebes Feldpostfräulein, es sind nämlich Vitamine drin." Auf einem anderen Brief konnte man dieses lesen: „Bitte diesen Brief irgendeinem Kameraden der Westfront zustellen." Unfr daß die Feldpost auch . ----------
das besorgt, versteht sich. Der Brief kommt in ir- 18.30 Uhr Ausstellungen im Stadttheater und im gendeinen Feldpostsack, durch den er bestimmt seinen *----
Adressaten findet. Oft findet man in diesen Briefen den herzlichen Wunsch, irgendeinen unbekannten Soldaten, da man selbst keine Angehörige im Felde hat, mit einer Liebesgabe zu erfreuen.
Selbst die alten „Feldpostkartons" aus dem großen Weltkriege, die schon manche Fahrt von Front zu Front hinter sich hatten, und die eine liebende Frau in einer sicheren Ecke b°s Kleiderschrankes, ober in einem Kofier auf dem Boden aufberoohrte, machen nun wieder ihre Fahrten zur Front. Zwei So'datengenerationen diente dieser Karton, was and) in d"m folgenden gutgemeinten Poem zum
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Zlit Maggi’s Würze schmeckt es - ganz bestimmt! M Auch, wenn man sparsam nur ein bißchen nimmt:
MAGGI* WÜRZE so
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