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uni) Wochen sogar nur ein Lächeln dafür haben, k? ist deshalb nur ein Gebot ruhiger Ueberlegung,

Denn beispielsweise für einen offiziellen Beschwerde­

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deckt. Dabei ist das Anfassen der Phosphorstangen und Phosphorstückchen mit den Händen zu vermei­den, da das Phosphor giftig ist und Brand­wunden verursacht. Wo ein Brand entstanden ist, ist seine Ausbreitung mit allen Mitteln zu verhin­dern. Zur Bekämpfung sind als Selbstschutzgeräte Schaufeln, Spaten, Feuerpatschen und Transport-

Es entstanden die erstenHautschonenden Reinigungsmitte 1". Jetzt endlich durften sich auch die Kranken mit Hautekzemen wieder waschen! Nach dieser ersten wohltätigen Folge kam eine zweite: DieseKörperreinigungsmittel" führten sich auch in den Betrieben mit starkem und namentlich mit hautangreifendem Schmutz ein und fast schlag­artig verminderte sich die Zahl der Hauterkrankun­gen! Schon einige Zeit vor Ausbruch dieses Krieges war man so weit. Nun sind die beiden Mittel noch eingehend nach allen möglichen Rich­tungen hin durchgeprüft und z. T. weiter verbessert worden, so daß jetzt nach einer neuen Verfügung auf die Seifenkarte an Stelle eines StücksRIF- Seife" 100 Gramm solcher flüssigerHautschonen­der Körperreinigungsmittel" bezogen werden kön­nen. Ihre Benutzung ist ganz einfach: Man ver­reibt einige Tropfen von der Flüssigkeit auf der trockenen Hand und läßt allmählich Wasser darauf fließen, so daß unter dem kräftigen Reiben ein tüchtiger Schaum entsteht. Dann wäscht man weiter, bis der Schaum weiß wird und spült die Hände gründlich ab. *

Nachdem eine Bresche in die beherrschende Stel­lung der Seife gelegt war, brachten bei Kriegs­ausbruch und Einführung der Seifenkarten sehr viele Erfinder die verschiedensten fettarmen und fettfreien Reinigungsmittel heraus. Für mehr als 4000 Mittel wurde die Genehmigung beantragt, 600 bis 700 davon wurden genehmigt. In Zwei­felsfällen hat derAusschuß zur Verhütung ge­werblicher Hauterkrankungen", der die größte Er­fahrung auf diesem Gebiete besaß, diese Mittel un­tersucht. Einige Körperreinigungsmittel, die beson­deren Anforderungen genügten, wurden in einer Empfehlungslifte zusammengestellt mit dem Hinweis, daß sie sich zur Reinigung bei stärker ver­schmutzten Händen eignen. Die Prüfung durch den Ausschuß bezog sich stets auf den Reinigungswert, her an zweiStandard-Schmutzarten", an öliger Schmiere aus der Oelwanne des Kraftwagens und an staubigem Ruß erprobt wurde. Zur Prüfung der Hautverträglichkeit waschen sich mehrere Versuchspersonen 14 Tage lang ausschließlich mit dem zu prüfenden Mittel täglich sechsmal. In be­stimmten Zeitabständen wird der Säuremantel der Haut geprüft und unter dem Stereomikroskop die Rauheit der Haut beobachtet. Zur Zeit werden noch etwa 15 her bestbewährten Körperreinigungs- mittel besonders geprüft, um auch für den ständi­gen Gebrauch gute, fettfreie und daher auch bezug­scheinfreie Körperreinigungsmittel zur Verfügung stellen zu können. Bereits in nächster Zeit ist mit der Veröffentlichung einer Lifte solcher Mittel zu rechnen. Dr. J. Schwanke.

Verdunkelungszeit

5. August von 21.08 bis 5.43 Uhr.

schützende Zusatzstoffe für die Reinigungsmittel be­mühte sich, wie erwähnt, ferner besonders Professor Dr. Schultze in Gießen, und in Zusammenwir­ken mit ihm fand der Chemiker Dr. Prior eine Substanz, die sich auch in der Textilchemie bewährt hat und Wollgewebe schützt. Mit ihr läßt sich die Haut vor Angriffen bewahren.

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hatte für gestern zu einem Bunten Abend un­ter der DeviseJubel und Trubel, Heiter­keit und Fröhlichkeit" eingeladen, der sich in allen Teilen als wohlgelungen und als ein voller Erfolg erwies. Der Gloria-Palast war wieder ein­mal bis auf den letzten Platz besetzt, als Kurt Pratsch-Kaufmann auf der Bühne erschien und das Publikum mit einem schmetternden Wort­schwall begrüßte: er war die gute Laune in Per­son und hatte sofort Kontakt mit dem ganzen Hause. Er machte Stimmung, sagte an, aber kurz, und erwies sich außerdem als parodistischer Ge­sangskomiker von Qualität: seine Arien ausCar­men" undFreischütz", seine Vorträge im Stile von Lommel und Moser, Gigli, Erna Sack und Zarah Leander ergötzten die Leute nicht minder als der steinerne Gast" aus derDon Juan". Das gro­teske Tanzpaar Ponny und Ponpon kennen wir schon, aber sie brachten diesmal ein paar neue Sachen und erwiesen sich wiederum als Humoristen

Heiterer Abend mit Kd!?, im Gloria-Palast. NS.-GerneindeKraft durch Freude'

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Bei den feinen modernen Textilfaserstoffen machte man ebenfalls die Erfahrung, daß sie die Seife nicht gut vertragen. Für die Textilwäsche wurden Kunst- produkte hergestellt, die die Nachteile der Seife nicht besitzen und die wir seit vielen Jahren alsFein­waschmittel" kennen. Sollten sich diese Stoffe nicht auch zum Reinigen empfindlicher Haut statt der Seife eignen? Eingebende Untersuchungen zeig­ten, daß diese Mittel die Haut ungewöhnlich stark entfetten und dabei so tief eindringen, daß auch die untersten Schichten des Hautfettes herausgeholt wer­den. Außerdem fetzen sich aber diese Stoffe beson­ders gern auf den Eiweihbausteinen der Haut fest und machen das H a u t e i w e i ß , dasKeratin" spröde. Oft reißen dann bis zu zwanzig der feinen Hautschichten auf einmal ein. Die Haut wird rauh.

Rauhe Haut ist aber nicht nur unangenehm und sehr viel schwerer zu reinigen als glatte, sie ge­währt auch weniger Schutz gegen das Eindringen von Krankheitserregern. R. Jäger bemerkte nun, daß die synthetischen Waschmittel die Haut weniger oder gar nicht angriffen, wenn die Hände mit be­stimmten Farbstoffenverschmutzt" waren. Offen­bar bedecken diese Farbstoffe gerade diejenigen Bausteine der Haut, mit denen sich sonst die synthe­tischen Waschmittel gerne verbinden. Daraufhin gab er solche Farbstoffe, die aber farblos und daher unsichtbar waren undD e r m o l a n e" genannt werden, den Waschmitteln mit. Sie besetzen sogleich alle gefährdeten Stellen der Haut und die zerstö­renden Stoffe müssen dann mit dem Schmutz vor­liebnehmen, den sie ja auch beseitigen sollen. Um

tretungen werden nach der Verbrauchsregelungs- ftrafüerorbnung bestraft. Käufer, die Vorschußliefe­rungen verlangen, machen sich gleichfalls straf­bar.

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durch späteres Aufflammen dieser brandstisterischen!_r-----, v .

Mittel die ganze Scheune in Brand gesetzt werden mittel für Wasser (Jauchewagen, Eimer usw.) be- kann. Beim Lagern gedroschenem Getreides in Spei- reitzuhalten.

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Reinigungsmittel für empfindliche Haut

Forschungsarbeiten eines Gießener Gelehrten.

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Helft Getreidebrände verhüten!

Schuh der Ernte vor englischen Lustangriffen.

Aus -er Stadt Gießen.

Lieber den Dingen.

Es läßt sich leicht sagen: man soll über den Din­gen stehen, die Fassung nicht verlieren und jeder- ,eit Sonne im Herzen haben. Schwieriger ist es chvn, nach dieser lobenswerten Devise zu handeln. 3eher weiß, daß es Situationen gibt, bei denen .inem der Hut hochgeht, und es sind keineswegs die schlechtesten, die bei einer solchen Gelegenheit regel­recht explodieren. Nach einem Gewitter ist die Atmo­sphäre gereinigt, und es tut ordentlich gut, dann bin paar Züge frische Luft zu schöpfen. Nur braucht ;s nicht immer zu einem Gewitter zu kommen, und manchmal besteht wahrhaftig kein Anlaß, die Zvr- nesadern schwellen zu lassen. Es gibt freilich Leute, iie aus Nichtigkeit eine Tragödie heraufbeschwören können, wie man auch solche hat, die jederzeit in ter Lage sind, aus einer Mücke einen Elefanten u machen. Gerade diese Zeitgenossen aber können viele Mißhelligkeiten in den Alltag tragen und da­durch anderen die Daseinsfreude vergällen.

Was uns im allgemeinen das Gefühl ruhiger Ueberlegung gibt, ist der Abstand zu den Dingen. Lin Vorgang, dem wir uns plötzlich gegenüber sehen, vermag uns heute in stärkste Erregung ver-

Auf der Seifenkarte kann man, nach einer neuen Verfügung, statt eines StückesRIF= Seife" 100 Gramm eines flüssigenHaut­schonenden Reinigungsmittels" beziehen, die es bis vor kurzem nur auf ärztliche Bescheinigung hin gab. Um die Er­forschung dieser Reinigungsmittel hat sich Professor Dr. Schultze in Gießen be­sonders bemüht. Darüber berichtet unser Aufsatz, dem eine Unterredung mit dem Lei­ter desAusschusses zur Verhütung gewerb­licher Hautkrankheiten", Dr. Dr. H. H e b e- st r e i t, zugrunde liegt.

Seife wird aus Fetten von Tieren und Pflanzen gewonnen, die man mit Laugen von Soda, Natrium oder Kalium zum Sieden bringt. Dabei löst sich das Glyzerin aus dem Fett heraus und die Fett­säure verbindet sich mit jenen Laugen. Beim Waschen aber spaltet sich die Seife wieder und Laugenteilchen werden frei. Die menschliche Haut aber besitzt zu ihrem Schutz eine Art Säurepanzer. Diefe feinen Hautausscheidungen werden von den Laugen der Seife durchbrochen und gebunden. Außerdem quillt die Haut. Bei normalen Waschun­gen schadet das alles gewöhnlich nichts! Wer aber feiner Anlage nach oder infolge von Arbeit mit Chemikalien besonders empfindlich ist oder wer sich allzu oft und gründlich waschen muß, kann leicht Schäden davontragen: Im Gefolge des Säureman­gels der Haut können zum Beispiel Entzündungen

rang eine angemessene Wartefrist verlangt wird. Würde mancher, der im Affekt Handlungen begeht her Forderungen stellt, Gelegenheit haben, einige ~age später sich mit derselben Sache auseinander usetzen, so ergäbe sich in den meisten Fällen eine Korrektur, die eine wesentliche Aenderung der er- ten Stellungnahme bedeutete. Wenn aber der Ab­rand zu den Dingen eine solche Bedeutung besitzt, ihm die Kraft der Klärung und objektiven Würdigung innewohnt, dann ist es hur vernünftig, anach zu trachten, auch bei den Vorkommnissen des iäglichen Lebens ein Maß anzulegen, das dem lbftand von vornherein einigermaßen nahe kommt.

In den Zeiten, wie wir sie gegenwärtig durch- eben, ergeben sich häufiger als sonst Reibungs- lächen im Vexkehr der Menschen untereinander, in den Büros der Behörden, beim Einkauf im ebensmitteUaden, in der Straßenbahn und selbst n der Gastwirtschaft: überall hat der Unmut feine rangeifen aufgestellt. Der eine ober anbere fällt | mein, es läßt sich nicht änbern. Temperament und Urteilskraft sind dabei entscheidend. Wichtig ist je- och, daß die übrigen die ruhige Ueberlegung wir- I en lassen und die Erkenntnis vom Abstand der L dinge anwenden Das aber bedeutet es bereits: tber den Dingen stehen! Und damit ist schon viel ernennen, sowohl für den einzelnen wie für die Gesamtheit der Volksgenossen. H. W. Sch.

Markt zuzuführen. Beim Einfahren des geschnitte­nen Getreides in die Scheune ist darauf zu achten, daß Brandplättchen o-ber Phosphorstückchen, bie sich wegen der Feuchtigkeit noch nicht entzündet haben, nicht mit in die Scheune eingebracht werden, da durch späteres Aufflammen dieser brai

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treibe in Säcken leichter in Brand gerät und \d)me= rer zu löschen ist als geschüttetes Getreide. Wo sich eine Sacklagerung nicht vermeiden läßt, sind die ein­zelnen Stapel möglichst klein zu halten und aus­reichend voneinander zu trennen.

Brandbekämpfungsmaßnahmen.

Die sicherste Maßnahme gegen Schäden durch Abwurf von Brandplättchen und Phosphorstückchen ist die ständige Beobachtung der Felder und Dör­fer, das Absuchen nach Brandstiftungsmitteln und die sofortige Bekämpfung der Anfangsbrände auch mit einfachsten Mitteln. Das Absuchen der Felder ist namentlich bei warmem und trockenem Wetter notwendig, insbesondere wenn Ueberfliegungen durch feindliche Flugzeuge bemerkt oder bekannt ge­worben sind. Dabei sollen alle verdächtigen Gegen­stände auf Feldern, Wegen und an Gebäuden be­achtet und überprüft werden. Brandbomben, Brand­plättchen, Phosphorftangen und Phosphorstückchen werden an Ort und Stelle mit Sand oder Erde be-

** Wehrmachtkonzert verschoben. Das Konzert eines Musikkorps der Luftwaffe, das am heutigen Dienstag vor dem Stadttheater stattfin­den sollte, mußte verlegt werden. Es findet nun­mehr am Donnerstag, 7. August, um 17 Uhc statt.

** Standortappell des Reichstreu- b und es. Der Reichstreubund ehern. Berufssol­daten, Standort Gießen, hielt am gestrigen Mon­tagabend einen Standortappell im Burghof ab. Der stellv. Standortleiter Bill hieß den zur Zeit auf Urlauf hier weilenden Standortleiter Haupt­mann Schwender willkommen, der im Verlaufe des Abends den Kameraden höchst anregend von feinen Erlebnissen im gegenwärtigen Kriege zu er­zählen wußte.

** Industrie - und Handelskammer Gießen. Wie wir von der Industrie- und Handels­kammer zu Gießen erfahren, ist der stellvertretende Präsident, Herr Emil Robert Niederhausen^ der seither in Abwesenheit des Präsidenten dessen Tätigkeit wahrgenommen hat, zur Wehrmacht ein­berufen worden. An feiner Stelle wurde das Bei­ratsmitglied Herr Dr. Carl Schirmer mit dec Vertretung des Präsidenten beauftragt.

** Fahrgäste, übt Verkehrsdisziplin! Die Stadtwerke Gießen, Abt. Nahverkehrsbetriebe, veröffentlichen im heutigen Anzeigenteil ausführ­liche Anordnungen über das Verhalten der Fahr­gäste bei der Benutzung der städtischen Verkehrs­mittel, der Wartehallen und sonstigen ^Betriebs* einrichtungen, weiterhin allgemeine Beförderungs­bedingungen für den Straßenbahn- und Omnibus- verkehr. Die' Bekanntmachung wird allgemeiner Beachtung empfohlen. Ordnung, Verkehrsdisziplin und Sicherheit sind unerläßliche Voraussetzungen für einen geregelten Verkehrsbetrieb.

gung in Textilien würde gestört werden, wenn einige zehntausend Verbraucher, die finanziell dazu in der Lage sind, sich jetzt bereits einen Anzug ober Mantel reservierten unb Vorbestel­lungen abgäben. Aber auch bei kleineren Fristüber­schreitungen im Lebensmittelhanbel kommt bie sorgfältig abgewogene Warenlenkung sehr leicht in Schwierigkeiten, benn selbst wochen­weise Verfchiebungen können Störungen ver­ursachen. Jetzt in ber Reisezeit, wo bie Verbraucher bei den Ernährungsämtern die Ausgabe von R e i f e m a r f e n beantragen, ist jedoch bie Fest­stellung getroffen worben, baß in ber Tat bie vor- schußweise Belieferung noch nicht fälliger Abschnitte hier unb hort vorgenommen worben ist. Abgesehen bavon, baß ber Kaufmann sich daburch strafbar ge­macht hat, hat er auch bem Verbraucher nicht ge­dient, der ja eines Tages die zu früh verbrauchten Mengen wieder einfparen muß. Dör Kaufmann darf all folchen Wünschen gegenüber nicht weich werden. Er muß es verstehen, auch seinem besten Stammkunden klarzumachen, daß und warum die genaue Einhaltung der Bewirtschaf - tungsvorschriften notwendig ist. Um den Kaufmann in seinem Verhalten zu bestärken und um auch einen entsprechenden Einfluß auf den Verbraucher auszuüben, haben einige Bezirksfach-

Dornotizen.

Tageskalender für Dienstag.

I Gloria-Palast, Seltersweg:Mazurka". Licht- ! ipielhaus, Bahnhofstraße:Intermezzo".

Professor Dr. Bruno Henneberg f.

Professor Dr. med. Bruno Hennebe r g, em. ' i. ö. Professor der Anatomie unb ehern. Direktor Ilies Anatomischen Instituts der Ludwigs-Universi- lit, ist nach kurzer Krankheit im 75. Lebensjahre in vena verstorben. Bruno Henneberg entstammte -inem alten braunschweigischen Geschlecht. Sem Großvater war mit Lessings Stieftochter Mulchen Koenig verheiratet. Als Sohn eines Arztes am z. Juni 1867 in Magdeburg geboren, studierte Henne- :erg 188792 in Freiburg, Göttingen, Kiel und Serbin; hier promovierte er 1894, wobei er übrigens itne Reihe von Thesen gegen seine drei jüngeren Kräder verteidigte, die als Opponenten gegen ihn :uftraten. Hennebergs akademische Laufbahn be­gann und endete in Gießen, wo er 1894 Pro- !?ktor am Anatomischen Institut, 1899 Privatdozent, 1904 ao. Professor und 1920 als Nachfolger Strahls Ordinarius und Direktor des Anatomischen Instituts ourde. Seit 1933 lebte Professor Henneberg im Ruhestände. Seine zahlreichen wissenschaftlichen Ar­teten, an denen auch seine ihm im Sode voraus- (egangene Gattin lebhaften und tätigen Anteil § hatte, beschäftigten sich vorzüglich mit der Entwick- 8lingsgesthichte des Menschen und der (Säugetiere;

Biologie, Entomologie und Astronomie waren da- -a leben stets gepflegte Liebbingsgebiete. Während des || Weltkriegs 'wirkte Prof. Henneberg als ArAzt in i| t nem Lazarett und leitete den Verwundetenunterricht lind die Lazarett-Beratung. Der Oberhessischen Ge­sellschaft für Natur- und Heilkunde in Gießen hat lt tanneberg seit 1894 angehört, lange Jahre hin- ß durch im Vorstände und als 1. Vorsitzender der na= § tirwissenschaftlichen Abteilung. Aus Anlaß feines

10. Geburtstages im Juni 1937 zeichnete ihn bie : Gesellschaft in dankbarer Würdigung feiner oieF faltigen Verdienste durch Ernennung zum Ehren- | nitgliebe aus. Der Gießener Anzeiger verliert in j Professor Henneberg einen feiner getreuen alten

Mieder (seit bem Jahre 1895) und einen geschätzten Mitarbeiter, dessen anregende Beiträge stets einen | kroßen und aufmerksamen Leserkreis fanden. In vielen wird Professor Hennebergs Heimgang all- $2meiner Anteilnahme begegnen; das Andenken an i?n ausgezeichneten Menschen und vielseitigen Wis- f nschaftler, ber in Forschung und Lehre aus jeinem I ? achgebiete wie darüber hinaus Vortreffliches 1 lüftete, wird in unserer Stadt und vor allem im I Imtreife der Universität stets lebendig bleiben.

Kein Vorschuß auf die Marken.

Beim Verkauf markenpflichtiger Waren wird { läufig die Beobachtung gemacht, daß Verbraucher I lsrsuchen, auf noch nicht fällige Abschnitte ihrer 1 arten Waren zu erhalten. Während im Textilein- zühandel bereits Vorgriffe auf bie noch gar I richt ausgegebene nächste Kleiberkarte in ber uorm L swänscht werben, daß der Kunde sich eine be- | nmmte Wareper 1. Oktober" zu reservieren ver­acht, wirb ber Lebensmittelkaufmann darum an- egangen, es hochmit ben paar Tagen" bis zur Fälligkeit ber nächsten Lebensmittelabschnitte nichl 's fa genau zu nehmen. An unb für Jid) fann es Mtürlich über bie Verpflichtung bes Kaufmannes, tuf noch nicht fällige Kartenabschnitte keine Ware : <-i verabfolgen unb auch keine Ware 3u.rucfdulegen, : Einerlei Zweifel geben. Die gleichmäßige Bersor-

Es muß damit aerechnet werben, daß die eng­lischen Flieger versuchen werden, durch Abwerfen von Brandbomben, insbesondere aber Brandplättchen, Phosphor st angen, Phosphor st ückchen usw. Teile ber deutschen Ernte zu vernichten ober zum mindesten zu beschä­digen. Zum Schutze der Ernte vor solchen Luftan- grisfsmitteln sind deshalb wiederholt von den maß­gebenden Stellen Richtlinien ergangen, die in An­passung an die landwirtschaftlichen Verhältnisse be- ol-gt und burchgesührt werden müssen.

Brandschutzmaßnahmen.

Da die Gefahr der Getreibebrände in der Zeit der Hochreife am größten ist, muß darauf hm- gewirkt werden, daß die Getreideernte rechtzeitig erfolgt. Um die Verbreitung eines etwaigen Bran­des einzelner Getreidehocken zu erschweren, ist gro­ßer Wert auf sofortiges Schälen der Stoppeln zwischen den Reihen der Getreide­hocken zu legen. Wenn möglich, ist der Drusch vom Felde anzuftreben und das Getreide sofort dem

als elegante und geschmeidige Artistin von präzisem technischen Können. Stürme des Beifalls, die nut mehreren Zugaben belohnt werden mußten, erntete der vom Rundfunk und von manchen Schallplatten bekannte Rubi S ch u r i d e : er fang nut weicher, einschmeichelnder Stimme, gepflegt unb ohne Mätz­chen einige der volkstümlichsten Schlager unserer Zeit:Stern von Rio",Schon ist die Nacht', Komm zurück" und, das durfte nicht fehlen,Horst du mein heimliches Rufen".

Den zweiten Teil eröffneten die zwei -ora» e 11 o 5 mit einem Balance-Akt auf bem schlappen Seil: eine schlechterdings fabelhafte Leistung, die rein artistisch unbestreitbar den Höhepunkt dieses Abends darftellte; man bekommt derartige Num­mern auch an großen Varietes nicht alle Tage zu ehen. Maria Eiselt, Soubrette vom Metropol­theater Berlin und Gärtnerplatztheater München: ebn zierliches Persönchen in Rosa, zwitschernd und tanzend mit quecksilbernem Temperament. Kennt und Paddy F r i n d t vom 'Berliner Wintergarten waren das letzte Mal schon bei uns zu Gast, aber man sieht sie gerne noch einmal; sie find komische Exzentriker von sauberem Können, unb insbeson­dere der Schlußtrick im Zeitlupentempo ist eine erstaunliche Sache. Das Wiener Wohlmuth- Terzett enblich war eine ber gelungensten Num­mern dieses gelungenen Abends: diese drei musizie­ren, imitieren, fingen und jodeln mit einer derb­komischen Urwüchsigkeit und Spielfreude, daß es ein reines Vergnügen ist, ihnen zuzuhören und 3U= zusehen. Wolfgang Daum am Flügel erwies sich als zuverlässiger, taktsicherer Begleiter.

Hans Thyriot.

Wer will

auf die Heeresunteroffiziersschule?

Die stolzen Taten auf allen Kriegsschauplätzen Europas und Afrikas weifen bie Jugend Groß- deutfchlands zum Heere. Die Heeresunter-- offiziersvorschulen und -schulen bieten unserer Jugend, die die Neigung zur Laufbahn bes Berufsunteroffiziers hat, eine sorgfältige und umfangreiche Ausbilbung und zugleich ein Leben in froher Kamerädfchaft. Zum 1.4.42 stellt bas Heer neue Freiwillige für bie Heeresunter- offiziersvorfchulen und Heeresunteroffiziersschulen ein.

Zu den Heeresunteroffiziers v o r f ch u l e n kön­nen sich Jugendliche melden, die in der Zeit vom 1.1. 27 bis 31. 3. 28 geboren sind. Die Ausbildung bauert drei Jahre. Dann tritt ber Unteroffiziers- Vorschüler als Soldat in eine Heeresunteroffiziers­schule über. Der Besuch der Heeresunteroffiziers- vorschulen ist kostenlos. Unterkunft, Verpflegung, Bekleidung, Unterricht und Heilfürforge sind frei. Außerdem' erhält der Unteroffiziers-Vorschüler ein Taschengeld von 20 Rpf. pro Tag.

Die Heeresunteroffiziers schulen nehmen Ju­gendliche auf, die zwischen dem 1. 4. 24 und 31.3. 25 geboren sind. Die Freiwilligen sind Soldaten, wer­den zwei Jähre an den Heeresunteroffiziersschulen ausgebildet und treten dann bei Bewährung bereits als Unteroffiziere zu den verschiedenen Waffengat­tungen des Heeres über, denen sie weitere zehn Jahre angehoren.

Anfragen und Bewerbungsgesuche find an das für den dauernden Wohnort bes Bewerbers zustän­dige Wehrbezirkskommando oder Wehrmeldeamt zu richten. Dort können auch Merkblätter mit den ge­nauen Aufnahmebedingungen kostenlos angefordert werden. Die Meldefrist für die Heeresunteroffiziers- vorfchulen endet am 1.10., für die Heeresunteroffi- ziersschulen am 1.11. 41.

Gießener Vvchenmarklpreise.

- Gießen, 5. Aug. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, XA kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln, neue, % kg 8, Wirsing 10 bis 15, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 30 bis 35, gelbe Rüben 15 bis 20, rote Rüben 8, Römischkohl 8, Bohnen, grün, 20 bis 30, gelb, 28 bis 30, Mischgemüse 8, Tomaten 25 bis 50, Rhabarber 15, Frühäpfel 40, Birnen 45, Pfir­siche 65, Stachelbeeren 30, Johannisbeeren 30 bis 35, Salatgurken 20 bis 30, Salat, bas Stück 10 bis 12, Einmachgurken 2 bis 5, Enbivien 15 bis 20, Ober­kohlrabi 8 bis 15, Rettich 10 Rpf.

gruppen bes Lebensmitteleinzelhanbels ein Plakat in Üebereinftimmung mit bem Provinzialernäh- , v ,

rungsamt an die Geschäfte gehen lassen, das das groß und wohlverdient. (Sonja Güll präsentierte Verbot der Dorausgabe der Waren enthält. Hebet» sich mit Bolero, ägyptischem und javanischem Tanz

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