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klirrst verlangen und das Material außerordentlich beanspruchen. Aber wer sich im Gebirgskrieg auf dem Balkan als Meister erwiesen hat, den können ein russischer Landweg oder die Wald- und Sumpf­gebiete der Grenzzone nicht schrecken. Auch für den Einsatz der Luftwaffe bieten sich durch den Charak­ter der östlichen Landschaft gewisse Schwierigkeiten, denn das spärliche Wegenetz und das ungenaue Kartenmaterial erschweren die Orientierung, aber die deutsche Luftwaffe wird auch dieser Schwierigkeit spielend Herr. Das beweisen nicht nur die unge­heuren Zahlen der auf den aufgespürten Flugplätzen des Feindes vernichteten Svwjetflugzeuge, sondern auch das hervorragende Zusammenarbeiten mit Den Erdtruppen bei der Vernichtung der bei Bialystok eingekesselten Sowjetarmeen wie bei der Verfolgung der auf der ganzen Front nach Osten weichenden Sowjettruppen. Wir erinnern uns der furchtbaren demoralisierenden Wirkungen deutscher Stukaan­griffe auf die in der Vernichtungsscklacht bei Kutno eingekesselten Polen und die französischen Verbände, die sich in der Flandernschlacht bei Lille eingekreist sahen. Danach kann man sich ein ungefähres Bild machen von, der ungeheuren Wirkung deutscher Stukabomben auf die immer enger zusammenge­drängten Massen russischer Soldaten, die nirgends einen Ausweg fanden und nun das Unheil auf sich herabstürzen hörten. Jetzt richten sich die Angriffe der Zerstörer, und Stukageschwader auf die rück­wärtigen Verbindungen des Feindes. Auf dem ohne­hin sehr weitmaschigen Eisenbahnnetz bewirken diese Angriffe Verstopfungen, die viele Strecken für den Nachschub unbrauchbar machen. Die auf den wenigen Straßen sich oft in mehreren Kolonnen nebenein­ander fortbewegenden Sowjettruppen aller Waffen­gattungen geraten unter den auf sie niederbrausen­den Luftangriffen in ein unentwirrbares Chaos, kurzum, die deutsche Luftwaffe hat, nachdem sie schon in den ersten Tagen des Feldzuges die Luft­herrschaft an sich gerissen hat, ihren reich bemessenen Anteil sowohl an den Vernichtungsschlachten im Grenzraum wie an den Verfolgungskämpfen, die sich nun in das Gebiet des eigentlichen Rußlands hin­ein abspielen.

Wenn also auch die Luftwaffe neben den moto- risierten Verbänden des Heeres ihrer Natur nach die Weite des osteuropäischen Raumes am leichte­sten überwindet, ohne ihre Einsatzkraft im gering­sten zu mindern, so zeigen doch die ungeheuren Marschleistungen der deutschen Infanterie in diesen beiden Wochen, daß diese ihrem alten Ruhm, die Königin des Schlachtfeldes zu fein, auch hier in der Weite des Ostens wie einst im Weltkrieg ge­treu bleibt. Von der ostpreußischen Grenze bis zur lettisch-russischen Grenze hat sie unter täglichen ost erbitterten Kämpfen mit einem sich zäh zur Wehr fetzenden Gegner rund 400 km zurückgelegt, etwa die gleiche Entfernung trennt die Grenze des Gene­ralgouvernements westlich Brest-Litowsk bis zu den Ufern der Beresina. Das sind ungeheure Leistungen der deutschen Infanterie, vollbracht im tiefen Staub der beispiellos schleckten, selten befestigten, aber oft auf das mehrfache Der normalen Breite ausgefah­renen Wege in einem an großen Wäldern und Sümpfen überreichen Gelände. Die Unübersichtlich­keit und Wegearmut des Geländes fordern natür­lich auch für die Sicherung des Nachschubs für die so mächtig Dorftiirmenben Armeen den Einsatz be* trächtlicher Truppemrerbände. Wenn man uns Deut­schen und namentlich auch der deutschen Wehrmacht immer nachrühmt, daß sie in hohem Maße die Gabe des Organisierens besäße man möchte mit die­sem Eingeständnis in uns mißgünstigen Kreisen des Auslands oft auch Erfolge abtun, die auf ganz anderem Gebiete ihren Ursprung haben so wird dies deutsche Organisationstalent in der Bewälti­gung der Schwierigkeiten in der Versorgung der kämpfenden Truppe mit all dem, was Mann, Pferd und Motor brauchen, neue Triumphe feiern und damit die letzten Hoffnungen illusorisch machen, mit denen man sich in England über die vernichtenden Niederlagen der neuen Bundesgenossen tröstet, in­dem man, verlockt durch den genius loci, recht törichte Vergleiche anstellt zu dem Rückzüge der Grande Arm£e Napoleons, deren traurige Reste sich in furchtbarer Winterschlacht am 26. bis 28. No­vember 1812 den Uebergang über die Beresina er­kämpften, über den gleichen rechten Nebenfluß des Dnjepr, den unsere Truppen jetzt in entgegenge­setzter Richtung an mehreren Stellen überschtitten haben. Aber diesmal liegt nicht nur der Sommer vor uns, sondern die bereits in heftigen Kämpfen zurückgelegten Entfernungen dieser ersten beiden Wochen des Feldzuges zeigen am schlagendsten, welchen Wandel der Motor für die Beherrschung von Zeit und Raum durch die Kriegführung her- aufgesührt hat. Und das trifft nicht zuletzt für die Versorgung der kämpfenden Truppe zu, die heute durch Nachschub gesichert wird, während Napoleons Armee sich zum weitaus größten Teil aus dem Lande selbst ernähren mußte, woran er Schiffbruch erlitt.

Nun sind die deutschen Armeen im Verein mit den verbündeten Rumänen, Ungarn, Slowaken und Finnen auf der ganzen gewaltigen Front vom Schwarzen Meer bis zum Eismeer im Vormarsch, wobei auf einer Reihe von Frontabschnitten bereits die alte russische Staatsarenze überschritten ist. Schon am Donnerstag meldete der Wehrmachtbericht das Vorgehen der verbündeten deutschey und rumä­nischen Truppen unter dem Staatsführer General Antonescu über den Pruth zum Dnjestr, der das den Rumänen entrissene Bessarabien von der Ukraine trennt. Nördlich davon sind die ungari­schen Truppen aus den Karpathen in die galizische Ebene hinabgestiegen und haben die Verbindung mit deutschen Heeresteilen hergestellt, mit denen hier Schuller an Schulter auch die kleine tapfere slowakische Armee kämpft. Im Norden melden die Finnen die Besetzung der vielumstrittenen Aalands- Inseln am Ausgang des Bottnischen Meerbusens in die Ostsee, auf denen die Sowjets nach ihrem Raubkrieg gegen Finnland im Winter 1939/40 starke Befestigungen angelegt hatten. Deutsche und Finnen trennt hier am linken Flügel des deutschen Vormarsches nur noch das Gebiet zwischen Peipus- und LadogcrSee. Das alte P les kau jenseits der estnisch-russischen Grenze liegt fast halbwegs auf dem Wege von Dünaburg nach Leningrad, zu des­sen Schutz sich die Sowjets von Finnland die Ka­relische Landenge mit Wiborg hatten abtreten las­sen. Auch die Südwestspitze der finnischen Halb­insel, die 3onc von Hangö, haben die Sowjets stark befestigt. Von, Finnischen Meebusen nach Süden verläuft jenseits der alten russischen Staatsgrenze die Stalin-Linie. Sie führt durch die Seenplatte, die sich östlich an den baltischen Höhenrücken an­schließt, am Ostufer der Narwa und des Peipussees entlang bis Pleskau, dann parallel zur alten lettisch- russischen Grenze, stößt etwa bei Polozk auf die Düna, biegt dann nach Osten tun, erreicht etwa 100 Kilo- meter weiter Witebsk und führt nun durch einen welligen, bis zu 200 Meter hohen Landrücken an den Dnjepr, den sie etwa bei Orscka erreicht. Nun zieht sich die Stalin-Linie ostwärts oes Dnjepr etwa

450 Kilometer nach Süden hin bis Kiew. Hier ver- läßt sie den schützenden Flußlauf und biegt durch das hügelige Podolien nach Südwesten in Richtung auf Kischinew, die Hauptstadt Bessarabiens zum Dnjestr ab, dem Grenzfluß zwischen Bessarabien und der Ukraine, an dem entlang sie bann bis zum Schwarzen Meer führt. In dieser Linie haben die Sowjets seit Jahren alle Vorbereitungen zur Ver­teidigung getroffen und eine Zone geschaffen, auf die die Reste der in Galizien, in Ostpolen und im baltischen Raum geschlagenen Sowjetarmeen vor den scharf nachdrängenden deutschen Truppen zurückweichen. Sie suchen hier offenbar einen neuen Rückhalt, um sich ihren Verfolgern wieder zum Kampf zu stellen. Ob ihnen das jedoch gelingen wird, ist höchst zweiselhaft, DenYi auch dies Gebiet unterliegt bereits den vernichtenden Schlägen der deutschen Luftgeschwader, und das

Tempo des deutschen Vorstoßes wird der sowjeti- schen Armeeführung kaum Zeit lassen, die auf dem Rückzug durcheinander geratenen Verbände neu zu ordnen, abgesehen davon, daß es ihr vermutlich un­möglich sein wird, die Lücken an. Truppen, Waffen und Flugzeugen zu ergänzen, die die deutschen Ver­nichtungsschläge auf die zum Angriff auf Deutsch­land bei Bialystok und Lemberg bereifgeftdlten sowjetrussischen Stoßarmeen gerissen haben, die Re­servebestände dürften hierzu kaum noch ausreichen. Zudem wirst es ein eigenartiges Licht auf die Disziplin und Zuverlässigkeit der Sowjettruppen, wenn 20 000 Mann der bei Minsk eingekreisten Ver­bände ihre politischen Kommissare erschießen und überlaufen. Das ist nicht der Geist, mit dem man nach beispiellos schweren und verlustreichen Nieder- laaen einen neuen Widerstand aufbaut.

Dr. Fr. W. Lange.

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Eine Sammlung erledigter Sowjeipanzer.

Dieser im Vordergrund stehende Sowjetpanzer ist in kurzer Zeit kampfunfähig gemacht worden. Nicht besser erging es vier weiteren Panzern, die in unmittelbarer Nähe im wirren Durcheinander m ver­nichtetem Zustande umherliegen. (PK.-Koch-Scherl-M.)

Feige Mordtat britischer tl-Aoot-Vesatzimg.

Schwimmende deutsche Soldaten erschossen. - Oer Bericht griechischer Fischer

Berlin, 4.Juli. (DNB.) In den nordgriechi­schen Hafen K a v a l l a lief Mitte Mai das Ret­tungsboot eines griechischen Motor­seglers ein, dessen Besatzung berichtete, daß ihr kleiner Fischkutter von einem britischen Un­terfeeboot versenkt wurde. Während die griechische Besatzung zusammen mit den griechi- chen Passagiere sich in das Beiboot des Motor- eglers habe retten Dürfen, wurde die deutsche Besatzung im Wasser schwimmend von den bri- tischen Matrosen mit Maschinengewehren erschos- s e n. Eine eidliche Vernehmung des Kapitäns und der Besatzung in Anwesenheit neutraler Ausländer bestätigt, daß die Briten mit unglaublicher Gemein­heit und menschenunwürdiger Roheit ein Verbrechen begangen haben. Der 35 Tonnen große Motorseg­lerOsia Paraskovi" wurde auf der Fahrt von der Insel Lemnos nach Kavalla von einem britischen Unterseeboot aus 1000 Meter Entfernung durch vier Schüsse über das Schiff angehalten. An Bord befanden sich außer der griechischen Besatzung ein deutscher Offizier, ein Unteroffizier und zwei Mann. Das Schiff stoppte sofort, und ein griechischer Matrose winkte mit einem weißen Tuch. Trotzdem wurde b er deutsche Offizier vom Turm des inzwischen längsseits gegangenen Unter» feebootes aus mit der Pistole beschossen.

Ein Offizier des britischen Unterseeboots forderte die griechische Besatzung auf, in das Rettungsboot zu gehen. Die deutschen Soldaten wurden sodann mit einem Maschinengewehr bedroht und gezwun­gen, sich unter Deck zu begeben. Daraus eröff­nete das Unterseeboot das Geschühfeuer aus nächster Rahe auf den Motorsegler, der sofort in Brand geriet und schnell sank. Mit teilweise brennenden Uniformen sprangen die deutschen Sol­daten ins Wasser und wurden, im Wasser schwimmend, so lange beschossen, bis alle getroffen und unter gegangen

waren. Die griechische Besatzung war in einer Entfernung von 30 Metern Zeuge dieses grausigen Vorganges von Anfang bis zu Ende. Deutschland wird aus dem rohen und unmenschlichen Verhalten der britischen Kriegsmarine die entsprechenden Fol­gerungen ziehen.

Entsetzen und Ekel in aller Wett.

Berlin, 4. Juli. (DNB.) Der neue Mord der britischen Kriegsmarine, der die Methoden der eng­lischen Kriegführung sinnfällig kennzeichnet, hat in der Welt tiefen Abscheu und einen Sturm der Ent­rüstung heroorgerusen. Auf Grund authentischer Berichte in derNeuen Zürcher Zeitung", der Suisse", der spanischen NachrichtenagenturEfe" sowie der bulgarischen ZeitungUtroY" liegen aus allen Teilen der Welt ausführliche Pressestimmen vor, in denen dieses neue britische Verbrechen ein­deutig aebrandmarkt wird.

Die Brüsseler ZeitungHet Laatste Nieuws" schreibt, daß bereits viel überbritische Moral" bekannt geworden sei, die ohne Rücksicht auf Hu­manitätsgrundsätze die wehrlose Bevölkerung der Bundesgenossen von gestern verrate und ganz all­gemein in^ der gesamten Kriegführung zu fianbf und zu Wasser anqewendet werbe. Die Erschießung der wehrlos im Wasser schwimmenden Deutschen bei Aufbringung des griechischen Motorseglers sei hierfür ein typisches Beispiel.Het Algemeen Nieuws" sagt:Dieses ist das Benehmen von Sol- baten Churchills, der erklärte, daß o-ie britischen Truppen für die Freiheit kleiner Völker kämpften. Es zeugt nicht von Mut, vier wehrlose Soldaten ums Leben zu bringen, wenn man anderseits ge­wohnt ist, Fersengeld vor an rüde nb en beutschen Truppen zu geben." Weitere Stimmen aus aller Welt geißeln in gleicher Weise das menschenun­würdige Verhalten der britischen Kriegsmarine.

Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.

Erfolgreicher ll-Boot-Kommandant.

Berli kl, 4. Juli. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dem Ober­leutnant z. S. Topp. Er hat als Komman­dant eines U-Bootes als Gesamtergebnis bis Mitte Juni 1941 108 970 BRT. feindlichen Handels­schiffsraumes versenkt, darunter einen Bewacher. Trotz stärkster Bewachung ist er an den Feind her- angeaangen und hat durch geschickte Führung sei­nes Bootes diesen glänzenden Erfolg erzielt.

Für tapferen Pionierzugführer.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr- macht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres nachträglich das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes Leutnant S ch n e e g e , Pionier- zugstihrer in einem Infanterie-Regiment. In der Nacht vom 14./15.5.1940 erging an das bei Pitt- lingen in Die Maginotlinie eingebrochene Regiment der Befehl zur Fortsetzung des Angriffs. Es galt, das zU einem stark gesicherten Stützpunkt der Maginotlinie ausgebaute Städtchen PitUingen im Frontalangriff in die Hand zu bekommen. Leut­nant Schneege erhielt den Auftrag, mit dem Pio- nierzug die am Rand des Ortes liegenden Bunker und Erdanlagen zu nehmen und bis zum vtaufee vorzustohen. Es gelang Schneege bis an die Bun­ker vorzudringen, sie zu überrumpeln, die ersten Gefangenen zurückzuschicken und durch den Ort bis an die zerstörte Brücke zu gelangen. Er suchte nach einer Möglichkeit, über den Stausee zu gelangen. Dabei erhielt er aus einem großen Bunker schwe­res Feuer. Schneege, der sich wieder als Erster

durch das Drahthindernis hindurchgearbeitet hatte, wurde am Arm verwundet. Kurz darauf machte ein Schuß dem Leben dieses Tapferen ein Ende.

Für einen schneidigen Afrikakämpfer.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Leutnant Toll, Zugführer in einem Pionier-Bataillon. Leut­nant Toll hat beimAngriffauf Tobruk am 30. 4. 41 im schwersten feindlichen Abwehrfeuer mit seinem Pionierzug das Drahthindernis des äußer­sten Befestigungsgürtels durchschnitten und nahm daraus im nächtlichen Kampf mit seinen Männern mehrere modernste englische Bunker im Nahkampf, wobei er selbst schwer verwundet wurde. Der große Einbrucherfolg der Division in den Festungsgürtel von Tobruk ist allein auf seine entschlossene Tat zu- rückzüführen.

Für tapferen Einsatz in Griechenland.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Mickley, Leutnant Grabert, Leutnant Droste, Oberjäger Sandner, Ge­freiter V a 11 i n e r.

Oberleutnant Mickley nahm beim Angriff über Die jugoslawisch-griechische Grenze an der Süd spitze des Doiransees im schneidigen Angriff die vom Feinde besetzten Höhen. Beim weiteren Vorstoß setzte er auf Schlauchbooten über die Pinios. Mit nur, einem Zug griff er Den Ort Tempi an und nahm ihn sowie die vom Feinde zäh verteidigten Höhen zwischen Tempi und Eoangelismos.

Leutnant Grabert ist es beim Vormarsch iq Nordgriechenland durch todesmutigen Einsatz ge. langen, hn letzten Augenblick die Sprengung de, 400 m langen Straßenbrücke über den Vardar-Fluß östlich Axiupolis zu verhindern. Er selbst nahm die Engländer gefangen, die sich in einem Panzerspähwagen auf der anderen Seite de, Brücke befanden und den Auftrag hatten, die Brücke in die Luft zu sprengen. Leutnant Droste Hai beim Einbruch in die Metaxas-Linie durch seins Tapferkeit feiner Männer durch das schwierige, stark befestigte und zäh verteidigte Gebirgsgelände mit­gerissen. Der Kampferfolg seines Spähtrupps Hai dem Bataillon das Durchstoßen der Flanke der Be» festigung am Halianga ermöglicht. Oberjäger Sandner eröffnete aus eigener Entschlußkraft als erster der angreifenDen Kompanie den einzig möglichen Annäherungsweg zu der aus mehr als zehn Bunkern bestehenden griechischen Werkgrupp, Kelkahia, was für den Durchbruch durch die 9JM taxas-Linie an dieser Stelle von entscheidender Be« deutung war. Gefreiter Valtiner Durdj- schwamm bei dem gewaltsamen Flußübergang über den Pinios zur Eröffnung der Enge von Tempi mit Den ersten Gebirgsjägern in voller Ausrüstung den Fluß, stellte Die günstigste Uebergangsstelle fest und erkämpfte in heftigem Artillerie- unD MG.« Feuer einen Brückenkopf, Der es Dem Bataillon ermöglichte, Den Fluß zu durchschreiten, den Geg« ner zu werfen und damit den Weg durch die Tembi« Schlucht zu öffnen.

Feuer in Smolensk.

, Von Kriegsberichter Dr. Hans Bowinckel.

PK. ..., 5. Juli. (DNB. Funkspruch.) Smolensk brennt es war ejn ungeheuerliches Schauspiel in der Nacht! Nach zweieinhalbstündigem Anmarsch brauchten wir unser Ziel nicht zu suchen. Aus wei« ter Entfernung leuchteten uns die Riesenbränds durch die Nacht entgegen. Noch über Der Stodi stoffen Die fuchenDen Riesenarme Der Scheinwerfer und die leuchtenDen Spuren der Flakgeschosse zu­sammen durch sie mußten wir hindurch, um uw seren Teil an dem Vernichtungswerk zu tun. In weitem Bogen umflogen wir diesen Dom von Feuer. Dann nahmen mir Kurs mitten h ins ein in Die militärischen Anlagen De, Stadt. Taghell ist es im Innern Der Maschine« Gelb und rot loderten Die Brände, entfacht von Bomben schwersten Kalibers, weißbläulich glitzernd, Flammengitter, entzündet von Der Unzahl unsere, Brandbomben.

Wie Riga genommen wurde.

Berlin, 4. Juli. (DNB.) Bei den heißen Kamps fen um Riga hat eine deutsche Vorausabteilung unter Führung von Oberst Lasch durch ihren schneidigen Vorstoß die schnelle Einnahme der mit starken sowjetischen Kräften besetzte Stadt ermög« licht. Während bolschewistische Infanterie, unter* stützt von schweren Panzerverbänden, die Außens bezirke Rigas zäh verteidigte, stieß im Dämmet der hereinbrechenden Nacht die deutsche Vorausabs teilung vor. Panzerjäger hämmerten in die rollen­den bolschewistischen Panzerkampfwagen, wodurch 30 zerschossen liegenblieben. Oberst Lasch ließ einen dichten Waldabschnitt unter Feuer nehmen und pirschte sich dann mit Jnfanteriegruppen weiter vor. Im Dunkel der Nacht wurde Der Angriff näher unD näher an Die bolschewistischen Stellungen her- angetragen. Im Höllentempo huschte eine motori­sierte Jnfanterieeinheit über Die Einfallstraße nach Riga hinein. Erbitterte Straßenkämp'fs entbrannten. Ein Keller, in dem sich etwa 50 Bol­schewisten eingenistet hatten, wurde mit Handgra­naten ausgerauchert. Maschinengewehrsaloen stri­chen die Fronten der Häuser ab, aus Denen dis bolschewistischen Soldaten ihr hinterhältiges Feuer eröffneten. Schnell war der WiderstanD gebrochen. Weitere Truppenteile rückten nach und nahmen Riga endgültig in deutschen Besitz.

Oeutsche Infanterie gegen Sowjeipanzer.

Berlin, 4. Juli. (DNB.) Bei den Kämpfet vor Dubno vernichtete eine deutsche Jnfanteries Division im Angriff gegen starke bolschewistisch, Panzerkräfte in zwei Tagen 98 Panzer* kampsw.agen, darunter eine Anzahl schwerste, 52-Tonnen-Panzerkampfwagen. Eine andere Divis sion hatte im selben Raum 58 bolschewistische Panzer- kampfwagen in Brand geschossen. Diese hervor* ragende Waffenleistung ist um so höher einzuschätzen, als den beiden Divisionen keine eigene Panzerunters stützung zur Verfügung stand. Nur auf ihre eigenen Panzerabwehrgeschütze, leichte Infanteriewaffen und einige leichte Artilleriegeschütze angewiesen, haben sie Panzer für Panzer zur Strecke gebracht.

Stalins Brandbefehl in den USA. scharf kritisiert.

Boston, 4. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der Bes fehl Stalins an die Bevölkerung der Sowjetunion, alle Getreidevorräte und Gebäude bei Annäherung ' der deutschen Truppen in Brand zu setzen, hat in Der nordamerikanischen Oeffentlichkeit ungeheures Aufsehen erregt. Diese Methode der Kriegführung wird als ein Verzweiflungsakt ausgelegt, der die totale Hungersnot für die russische Bevölke­rung zur Folae haben muß. Weite Kreise der USA, sprechen die Ueberzeugung aus, daß es sich hier unt Vernichtungsmaßnahmen handelt, Die jeder demo­kratischen und humanen Auffassung Hohn sprechen,

Oie Kriegslage in japanischer Beleuchtung.

Tokio, 5. Juli. (DNB.)Japan Times* weist auf die triumphale Kraftentfaltung Des deutschen Vorstoßes hin. Sogar Der sonst um Worte nie ver­legene LonDoner SenDer spreche von einer sehr em* ften Lage Der Sowjetunion. Auf Dem gegenwär­tigen Kriegsschauplatz in Europa seien bereits jetzt alle geschichtlichen Rekorde gebrochen worden. Die von England versuchte Blockade reiche angesichts der Naturschätze Europas nicht aus, um Deutschlands führende Stellung zu erschüttern. Selbst mit Nordamerika als Gegner besäßen Deutschland und Italien Die erforderliche Offensiv- unD Defensivkraft, um sich v o U d u r ch z u s e tz e n. (5s sei völlig unklar, welcher Ausweg Den Demo­kratien nunmehr noch verbliebe, da sie den klaren Tatsachen der europäischen Entwicklung nichts ertt- aeaenzusetzen hätten. Die europäische Situation stelle sich eindeutig zu Gunsten Deutsch­lands Dar. Die Sowjetunion könne in ihrer be­reits heute verzweifelten Lage mit den nicht ZU verwirklichenden Hilfeversprechungen Englands und der USA. nicht viel gnfangen.