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Oie Ostfront im Weltkriege

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Ein Mann kehrt heim.

Von Karl Heinrich Waggerl.

Um die Abendzeit wandert ein Mann durch

Während die deutschen Truppen im weiten stür­mischen Vormarsch die Sowjetarmeen zurückdrängen, sind sie bereits jetzt zu einem erheblichen Teil über die Frontlinie vorgestoßen, die die deutschen Trup­pen bis zum Jahre 1917 im Osten gehalten haben. Während damals die Düna die Grenze war, ist die Düna jetzt in breiter Front überschritten worden, und der deutsche Vormarsch ist bis zur Beresina vorgetragen. Bis zum Jahre 1917 verlief die deut­sche Front von Dünaburg, das aber von uns nicht besetzt war, bis in fast gerader Linie südlich bis Pinsk. Lemberg, das oft den Besitzer gewechselt hatte, war in deutsch-österreichischem Besitz. In diesem Raum hatte General Brussilow vor 25 Jah­ren nämlich bis zum August 1916 einen großen Durchbruch versucht, der aber schließlich nach großen Verlusten für die zaristischen Armeen gescheitert war.

Die Erweiterung der Ostfront erfolgte dann im Jahre 1918. Im Frühjahr 1918 hatte das deutsche Ostheer infolge des Scheiterns der Verhandlungen in Breft-Litowsk mit leichter Mühe seine Front bis an die Mündung des Dons, also bis Rostow, an den mittleren Dnjepr und bis zum Peipus-See vor­geschoben. Später hatte Oesterreich-Ungarn die aus der bisherigen Ostfront entnommene Ostarmee erst unter Generaloberst Böhm-Ermvlli, später unter General der Infanterie Alfred Krauß in den süd­westlichen Teil der Ukraine folgen lassen. Diese ener­gischen Maßnahmen hatten schnell zu dem gewünsch-

Weimar, 4. Juli. (DNB.) Der 15. Jahrestag der Namensgebung der Hitler-Jugend erhielt seinen Auftakt durch eine Feierstunde im Deutschen Natio- naltheater, die gleichzeitig auch die Eröffnung der vierten Wochenreihe der Weimarer Festspiele der deutschen Jugend bildete. Max RegersVaterlän­dische Ouvertüre" leitete den Festakt ein. Dann nahm der bevollmächtigte Vertreter des Reichs­jugendführers, Stabsführer Helmut M ö ck e l das Wort, um einen Rückblick auf die Tage der Kampf­zeit zu geben und der geschichtlichen Entscheidung zu gedenken, daß der Führer der Jugend dieses Rei­ches seinen Namen gegeben hatte. Das Prinzip der jungen Führung habe sich in diesem Kriege bewährt.

Reichsleiter von Schirach ließ gleichfalls in seiner Ansprache noch einmal die Ereignisse jener Tage aufklingen. Es scheine ein Gegensatz zu bestehen, wenn gewissermaßen im Schatten der Schlacht sich hier in Weimar die Jugend mit den Dichtern und Denkern ihres Volkes befasse, während graußen die eherne Sprache des Krieges erklinge. Wer dieser Auffassung huldige, habe aber den Sieg des deutschen Kampfes nicht begriffen. Es gehe nicht um den äußeren Ruhm, sondern um die Behauptung und Durchsetzung der Kulturidee,

Der australische MarineMinister, W. M. Hughes, hat den Vertust des australischen ZerstörersWater- hen" (1100 T.) bekanntgegeben. Er sei während der Kriegsoperatiorren im Mittelmeer ver­senkt worden.

Am Ausgang der Stadt erkennen wir zwischen den Bäumen ein umfangreiches W a l d l a g e r mit allen Anzeichen eines überstürzten und gewaltsam erzwungenen Aufbruches. Das Lager hat früher kommunistischen Unterrichtszwecken gedient und ist in jüngster Zeit in aller Eile in eine Art Hauptver­bandplatz der Sowjetarmee ausgebaut und als sol­cher während der Kämpfe auch benutzt worden. Un­ter freiem Himmel waren Hunderte von Matratzen aufgestellt, die jetzt zusammen mit durcheinander- gewürfelten Ausrüstungs- und Bekleidungsstücken, inmitten zurückgelassener russischer Maschinenge­wehre und Munitionskisten, einen wüsten Anblick bieten. Einige tote Sowjetarmisten sind auf ihren Matratzen einfach liegen gelassen worden, andere wurden von ihren Pflegern kurzerhand in den Wald geworfen, wo sie noch der Bestattung harren.

Am Eingang einer der Freilichtabteilungen die­ses Waldlagers sehen wir als Schmuck zwei rote Fahnen und ein großes allegorisches Bild: die Erd­kugel, über der sich als Symbol der Weltbeherr­schung ein hoher Turm erhebt, auf dessen Zinne Lenin in Rednerpose dargestellt ist. Zu Füßen die­ser bombastischen Allegorie, inmitten eines scheuß­lichen Chaos, aber liegt ein toter sowjetrufsischer Soldat, dem eine Granate die rechte Kopfhälfte weg­gerissen hat.

Das ist das Ende der jüdisch-bolschewistischen Weltherrschaftsplüne: der verhetzte und verführte Muschik muß die Rechnung mit seinem Blute be­zahlen.

Tal herein. Er trägt seinen Kasten zugeschnallt am Riemen über der Schulter, und auf den Hut hat er ein paar Blumen gesteckt, wie sich das für einen Burschen gehört, wenn er aus der Fremde heim­kehrt. Es ist ja auch Frühling, die Haseln stäuben schon, und im schattigen Grund rumort der Bach und drängt sein wildes Wasser durch das Joch der Brücken. Musik ist das für den Wandersmann, der tiefe Baßgesang des Wassers, die vielfachen Stim­men der bewegten Luft im Gezweig und hoch oben ein starkes Brausen in den Wipfeln, oh, eine freu­dige Melodie!

Auch der Mann summt ein bißchen vor sich hin, das muß er tun, ihm ist so wohl ums Herz. Da geht er, ganz allein im stillen Abend, schreitet aus und schwingt seinen Stock, und die Straße führt ihn sorgsam durch das Holz. Sie klettert umher an den Lehnen, sucht und windet sich durch, eine Weile an der Schattenseite und wieder jenseits, wo der Grund felsig ist und besser trägt. Dann und wann schlürft sie eine Quelle auf, einen kalten Brunn, und macht ein wenig Platz unter den Büschen, damit der Wan­dersmann dort sitzen und sich stärken kann.

Weiter läuft die Straße über Hang und Hügel, krumm ist sie unb abschüssig, ein wunderliches Wesen. Sie hat keine Mauern unter sich, keine kunstvollen Viadukte, solche Kniffe kennt sie gar nicht. Aber sie trägt doch jeden sicher, der da geht und kommt, zuletzt gewinnt sie die Höhe und findet das Dors im innersten Schoß des Tales. Da weitet sie sich noch

die durch die Achsenmächte repräsentiert werde. Be­sonders wichtig sei es, daß die Jugend hier in Wei­mar begreife, daß sie an einer klassischen Stätte des Wortes versammelt sei. Die natio­nalsozialistische Revolution habe aus der Tiefe der deutschen Sprache geschöpft und mit dieser Sprache den Menschen bezwungen. Die vergangenen letzten Monate, als Hunderttausende deutscher Men­schen aus den weiten Räumen des Ostens zyrück- kehrten, hätten bewiesen, daß die deutsche Sprache ein entscheidendes Element unserer völkischen Ge­meinschaft ist. Baldur von Schirach schloß:Nicht allein das große Wollen, sondern das große Tun ist entscheidend. Das hat uns Adolf Hitler vor- gelebt. Wir tragen nicht nur feinen Namen, son­dern trage auch seine Idee. So seine Jugend durch ihn unsterblich ist, so ist er unsterblich durch sie. Generation auf Generation wird sich in seinem Geiste in Weimar versammeln, um das Treuege­löbnis zu erneuern."

Die Feier fand chren Abschluß mit der Enthüllung einer Gedenktafel an den Armbrust-Paststätten, wo 1926 die großdeutsche Ju-gend den Namen des Füh­rers erhielt.

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Das ist eigentlich eine Gewifsensfvsge, der wahre Dichter würde antworten:Eine innere Kraft treibt mich dazu!" oder so ähnlich. Aber weder fühle ich mich alswahren Dichter" noch habe ich Lust und Zeit, auf ihre Fragen tiefschürfend zu Antworten. So sage ich nur:Weil ich Geld ver­dienen muß!"

Warum mußt du Geld verdienen?"

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Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat dem Privatgelehrten Dr. h. c. Bernhard Hauff in Holzmaden (Württemberg) aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres in Anerkennung seiner wisienschaftlichen Verdienste auf dem Gebiete der Paläontologie die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

Zwei Wetten.

Deutsche Soldaten in Sowjetstädten.

Von Kriegsberichter Dr. Fritz Meske.

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einmal, rundet einen schönen Platz zwischen den Häusern, und dann ruht sie aus; vor dem Kirchhofs- gatter ist die Straße zu Ende. .

Es gibt freilich prächtigere Straßen. Der Mann ist auf solchen gewandert. Auf breiten Alleen, die glatt sind und weithin ins ebene Land führen; es sieht aus, als liefen sie geradezu in den Himmel hinein, ja, aber in einen fremden Himmel. So be­trachtet, ist diese armselige Straße die beste von allen auf dem Erdenrund, denn sie führt heim.

An den und jenen Tag muß der Mann zurück­denken, an grobe Wetter und schaurige Nächte. Oder an den Vater, der zuzeiten fromm war und unter­wegs mit lauter Stimme Litaneien sang, während er, ein kleiner Bub, nebenher laufend, mit einem atemlosenErbarme dich" antwortete und dabei selber den Kops voll abenteuerlicher Gedanken hatte. Einmal warf er eine Kugel aus buntem Glas in den Quelltümpel, es sollte ein ewiges Geheimnis sein. Das ist lange her, aber sooft er dort rastet und die Finger zum Trinken verschränkt, schaut er nach disser Kugel, und sie liegt immer noch auf dem Kies und ist fein großes Geheimnis geblieben.

Heimkehr, ja seltsam ist das. Man weiß nicht zu sagen, warum einen das so bewegt, wenn an einer gewissen Stelle der Wald zum erstenmal ausein­andertritt, wenn die Berge hereinschauen, farbig bekränzt vom späten Licht und sehr fern, sehr weit entrückt unter dem Himmel. Der Mann, der den Staub von vielen Straßen schmecken muß, findet er denn das reicht überall, Berg und Busch und Bach, schöner sogar, fetter Acker, sanftere Wiesen? Er ist ja kein Träumer, er hat gar fein besonders schwärmerisches Gemüt. Und dennoch, wiederum gibt es in der ganzen weiten Welt keinen Ort, der ihm so lieb und so im Blut vertraut werden könnte, wie der winzige Erdenfleck, auf dem sein Vatererbe steht. Nein, überall kann man rasten, werken auch und seinenVorteil suchen, aber Frieden hat man nur daheim. Es gibt kein anderes Dach, das so wärmt, Zinnen und Türme täten es nicht. Und nirgends rinnt ein Brunnen, der einen so lind im Schlafe trösten kann wie der dort vor dem Kammerfenster. Hier brach einem der erste Schrei aus dem Munde, hier muß auch der letzte Atemstoß verlöschen, anders kann ein Mensch nicht ruhig sterben.

Wir haben llns jetzt etwas aus gedacht, um auch einen Spaß an Püddis Fragen zu haben. Wir haben ihr beigebracht, anstattWarum?"Wie bitte" zu fragenTamunki, wie bitte gehst du fort?" und dasUnd-denn"-Spiel haben wir übernommen Und spielen es mit Erwachsenen, die sich nach einer Viertelstunde schon nach erreichbaren, festen Gegenständen umsehen, die-sie uns an den Kopf werfen können. Alle» in allem gibt es uns aber Kraft und Geduld, um Püddis nächsten Fragen zu begegnen.

Der paraguayischen Regierung gelang es, eine Offiziersrevolte der Garnison Pilar im Keime zu ersticken. Offiziere hatten bereits. Waffen und Mu­nition aus einem Arsenal an Zivilpersonen ver­teilt. Daraufhin wurden die meuternden Offiziere verhaftet. Drei Haupträdelsführer konnten jedoch entstiehen. ,

Das große Fragespiel.

Von Christine Großmann.

Püddi ist fünf Jahre alt, blond und sehr zierlich. Sie hat ein Gedächtnis, um das viele sie beneiden würden und eine Art zu fragen, die die Erwachse- . nen an den Rand des Wahnsinns bringt. Es ist nämlich so, daß Püddi meine Nichte ist und ich demzufolge moralisch verpflichtet bin, ihr zu ant­worten.

ten Erfolg geführt. Durch die Unterzeichnung der Friedensbedingungen am 3. März 1918 erkannte die Sowjetunion den durch die Mittelmächte geschaffe­nen Zustand formell an, sie ließ aber keinen Zweifel darüber aufkommen, daß sie nur der Gewalt wiche. Die österreichisch-ungarische Ostarmee hatte im An­schluß an dem Vormarsch der Heeresgruppe Linsingen die Gouvernements Lublin, Podolien, Cherson, Je- katerinoslaw und die Westhälfte von Wolhynien besetzt. Die deutsche Heeresgruppe Kiew übernahm später das Gebiet östlich des Dnjepr unb östlich des Bug. Die Heeresgruppe unterhielt die Verbindung mit den in Taurien stehenden deutschen Truppen. Odessa war von der 7. württembergischen Landwehr- Division besetzt worden. Die Heeresgruppe Kiew hatte noch Gebietsteile östlich von Charkow besetzt sowie den Raum von Postow und Taganrog. Das Ostheer stand also auf dem gewaltigen Raum vom Schwarzen Meer bis zum Finnischen Meerbusen verteilt. Das bedeutet also, daß auch die Krim und der zwischen der Ukraine und den Donkosaken strit­tige Kreis Taganrog und Lugansk von deutschen Truppen besetzt war. Die damalige 10. deutsche Armee stand im Raum der Nordgrenze der Ukraine im Süden bis zum Zipfel Kurlands im Norden. Die Demarkationslinie hatte eine Ausdehnung von 400 Kilometer Luftlinie. Nördlich davon hatte die 8. Armee das Baltikum, insbesondere Riga, Reval unb Narva besetzt.

Tamunki, erzähl mal die Geschichte vom großen Zauberer!" ,

Ach Püddi, diese Geschichte kennst du viel besser als wir alle zusammen, aber wenns sein muß ... ich sinde mich drein und fange an:

,^tf) wollte zaubern lernen, weißt du, so ein Ei aus her Nase oder aus dem Ohr ziehen, das vor­her gar nicht da war. Und deshalb ging ich zu dem großen Zauberer. Der wohnt ddrt hinten im Wald, siehst du, da ganz hinten, wo die großen Tannen stehen."

Und denn?"

Und dann konnte ich zaubern."

Es war schon ganz finster, und ich durfte keine Laterne mitnehmen, das hat der große Zauberer nicht gern."

Und denn?"

Und dann kam ich zu der Höhle von dem alten Zauberer."

Und denn?"

Und bann sah ich den alten Zauberer. Er hatte einen langen weißen Bart und das ganze Gesicht voll Runzeln. Er trug einen wunderschönen blauen Mantel, der mit lauter Sternen bestickt war und eine ganz spitze Mütze, wie ein Zuckerhut."

Und denn?"

Und bann lernte ich zaubern."

Und denn?"

O weh! Ich hatte nicht mit Püddis Gedächtnis gerechnet ober doch geglaubt, sie würbe sich zufrie­den geben. Aber damit kam ich schön an.

Das stimmt gar nicht, du hast ganz falsch er­zählt! Da war doch noch der schwarze Kater mit den gelben Augen und das Eichhörnchen und die Eule, die immer auf der Schulter von dem alten

Zauberer sitzt und ... und ..." Vor lauter Em­pörung geriet sie ins Stottern, ihre Augen flamm­ten. Aber nach wenigen Minuten machte die Em­pörung einem unverhohlenen Mißtrauen Platz. Ich wußte, daß sie jetzt überlegte, ob ich nicht dumm sei, und ich muß sagen, daß mir bas gar nicht sehr angenehm war. Ich blamiere mich lieber vor Erwachsenen als vor einem Kind. Aber bas Unglück war nun einmal geschehen, unb ich mußte mich wohl ober übel mit den Tatsachen abfinben. Em Trost blieb mir: an diesem Tag hatte ich Ruhe vor weiteren Fragen.

PK. In einer beträchtlichen Anzahl von größeren Städten ber Sowjetunion amtiert heute bereits ein deutscher Offizier als Drtstommanbant, geben die feldgrauen Uniformen unb Fahrzeuge der deutschen Wehrmacht dem Stadtbilde das Gepräge. Zwei Welten, die ihrer Wesensart nach unvorstellbar weit voneinander verschieden sind, kommen in diesen Tagen in eine unmittelbare Berührung, die auf bei­den Seiten als eine Sensation ohnegleichen empfun­den wird. Wo der Kampf entschieden unb bie Macht der deutschen Waffen sichtbar ausgerichtet ist, gibt es auf beiden Seiten ein ungeheures Erstaunen.

Was sich in den Köpfen der Sowjetbevölkerung angesichts dieses Erlebnisses abspielen mag, können wir kaum ahnen. Einstweilen sehen wir sie nur in völliger Sprachlosigkeit an den Straßenrändern stehen unb auf bie feldgrauen Solbaten starren, die in endlosen Kolonnen durch die Städte marschieren. Die meisten dieser stummen Beobachter sind sicher­lich viel zu unintelligent, um die weltenweite Be­deutung dieses Marsches auch nur im entferntesten ,zu erkennen. Sie befinden sich im Angesicht eines Naturereignisses, zu dem sie nichts zu sagen haben, weil sie es nicht begreifen.

Der deutsche Soldat kommt als Sieger, erfüllt von einem wachsamen Mißtrauen gegen jede Er­scheinungsform des Bolschewismus, den er als Na­tionalsozialist aufs tiefste verabscheut. Millionen von deutschen Soldaten, die in den letzten acht Jahren aus der Hitler-Jugend über den Arbeits­dienst unmittelbar in die Wehrmacht gelangt sind, kennen den deutschen Bolschewismus aber nur noch aus Erzählungen unb aus ber Literatur. Sie wissen, welche ungeheure Gefahr biese geistige Verirrung einstmals für Deutschlcmb bebeutet hat. Aber sie können es sich kaum noch vorftellen, baß ber Bol­schewismus in ihrer Zeit lebenbige Wirklichkeit fein kann.

Wo beim Grenzübertritt ber Truppen zum ersten­mal an einem Gebäube ber Sowjetstern sichtbar wirb, gibt es in ben Kolonnen eine eigenartige Be­wegung: Eine Mischung von Neugier, Abneigung unb Angriffslust. Man ist aufs höchste gespannt, was man in einem ßanbe, bas solange unter diesem Zeichen gelebt unb gelitten hat, zu sehen bekom­men wird.

Die erste sowjetrussische Stabt von Bebeutung, die in unseren Bereich genommen wurde, ist A u - gustowo, eine ehemals polnische Stadt, von der man annehmen sollte, daß sie nur eine oberfläch­liche bolschewistische Tünche angenommen hat. Ihre Bewohner gehören auch heute noch volkstums- näßig vorwiegend zu ben Polen. Dielen beutschen Weltkriegssolböten ist Augustowo aus ben Kämpfen des Jahres 1915 noch in lebhafter Erinnerung. Der Hauptmann, an besten Seite ich heute über ben Marktplatz schritt, war z. B. einer ber jungen Kriegsfreiwilligen, bie die Stabt im Februar 1915 gestürmt haben unb im Anschluß baran hier vor jinbenburg in Parabe stehen bürsten. Er ist heute licht minber verwundert über biese Sowjetstabt wie eine jungen Solbaten.

Don Norden her nähern wir uns ber Stadt durch die Enge, in ber unser Angriff stundenlang von sowjetischen MG.-Nestern aufgehalten worben.war. Die Besatzung eines beutschen Panzerzuges, ber sich auf bem Schienenwege über bie Grenze bis hierher durchgekämpft hatte, nahm an bem Sturmangriff, der bas Schicksal ber Stabt enbgültig entschied, ver­dienstvollen Anteil. Unmittelbar hinter ber Enge steht rechts eine umfängliche Kaserne mit einem riesigen Sowjetstern nebst Hammer unb Sichel als Schmuck. Es beburfte eines sehr energischen Vor­gehen unserer Infanteristen unb Pioniere, um bie Verteidiger dieser Kaserne hinauszuwerfen. Den Bahnhof Augustowo lassen wir links liegen und erreichen auf einer breiten, gepflasterten Straße durch ein ungepflegtes Waldstück das Stadtinnere.

Zunächst sehen wir links eine Kirche, au deren Turm wiederum der Sowjetstern thront. An tier Längswand zwischen den Kirchenfenstern hän­gen riesige Plakatbilder Stalins und verschiedene Jn- christen mit bolschewistischen Lehrsätzen. Es ist eine ber zahllosen Kirchen, die von den bolschewistischen Machthabern auch in ben früher polnischen Gebieten ihren hetzerischen Zwecken bienftbar gemacht wor- ; ben sind. ,

Auf dem Marktplatz steht eine endlose mehr-

Generalgouverneur Reichsminister Dr. Frank überreichte auf her Burg zu Krakau dem Leiter der Regierung des Generalgouvernements, Staatssekre­tär Dr. Bühler, die Ernennungsurkunde des Führers zum Stellvertreter des Generalgouverneurs.

Der italienische Bericht.

Rom, 4. Juli. (DNB.) Der italienische Wehr­machtbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:

In Nordafrika wurde ein Vorstoß englischer Panzer durch unser Feuer abgewiesen. Unsere Luft- verbände haben weiterhin die Befestigungsanladen von Tobruk mit Bomben belegt unb ein wich­tiges Eifenb ahnzentrum östlich von Marsa M a - truk bombardiert. Der Feind hat Einflüge auf Tripolis und einige Ortschaften im Gebiet von Bengasi durchgeführt, bie Schäden an Wohn­häusern und einige Opfer verursachten.

In Oftafrika hat eine unserer Kolonnen einen erbitterten Kampf südlich von Core. (Galla unb Sidamo) mit Erfolg abgeschlossen und dem Feind beträchtliche Verluste zugefügt. Englische Flugzeuge haben bei einem Einflug im Abschnitt von (Bon­bar ein Lazarett getroffen. Em Flugzeug wurde von unserer Bodenabwehr brennend zum Absturz gebracht.

Oer Krieg in China.

Tokio, 5. Juli. (DNB.) Mit dem Eintritt in das fünfte Kriegsjahr mit China gibt bas japanische Hauptquartier einen Bericht über bie Kriegslage feit Beginn des Jahres 1941, wobei hervorgehoben wird, daß die Kampfkraft ber Tschingking-Truppen ftarf nachge­lassen habe unb insbesondere keinerlei Anzeichen von Angriffsgeist mehr festzustellen feien. Dagegen hätte die japanische Führung in China den Gegner auf allen Fronten unablässig in Atem geh alten. Seit Jahresbeginn haben die Chinesen in etwa 12 000 Gefechten rund 200 000 Mann verloren und 48 000 Gefangene nebst zahlreicher Kriegsbeute. Die japanischen Verluste betragen 5119, also nur den vierzigsten Teil der chinesischen Verluste. Das Hauptquartier schätzt die Gesamtstärke Tschungkings auf etwa zwei Millionen Mann aber 290 Divisio­nen, die etwa zur Hälfte kaum noch ein- satzfähig sind. Tschiangk ätschet versuche verzwei­felt, Hilfe von außen zu erhalten, er sei aber voll­kommen blockiert. Dagegen sei das neue China in Nanking auf eine solide Basis gestellt.

Oie Lage in Syrien.

Genf, 4. Juki. (DNB.) Palmyra, das nur von 300 Mann und 20 Fliegern 13 Tage lang gehalten wurde, fiel, nachdem der Berg Kalaad, westlich von Palmyra, in bie Hände der Engländer gefallen war. Die Eroberung ermöglichte es der britischen Artillerie, die tiefer gelegene französische Kaserne in Palmyra direkt zu beschießen. Die Verteidiger beschlossen darauf, die Stadt zu übergeben. In-. zwischen ist die englische Kolonne in Richtung Homs weiter vorgerückt. Homs ist ein wichtiger Knotenpunkt etwa 150 Kilometer nordwestlich von Palmyra. Beirut wurde wieder bombardiert. Eine neue vom Irak kommende Truppe hat im äußersten Nordosten Syriens die Grenze überschritten. Die französischen Streitkräfte sind hier sehr gering unb verfügen über keine ausreichende Ausrüstung. Die Lage in diesem Abschnitt wird daher als wenig er­mutigend bezeichnet.

।fiebrige Menschenschlange vor einem Gebäube, Jeffen Türen unb Fenster fest verschlossen finb. Es ist, wie uns gesagt wirb, bie Kooperative", bie kommunistische Einkaufsgenossenschaft, in ber bie Einwohner von Augustowo ihre Lebens­mittel bezogen ober zu beziehen hoffen. Sämtliche Straßen finb mit zahllosen bolschewistischen Trans­parenten unb sowjetischen Inschriften überhäuft. Silber von Stalin, Molotow, Timoschenko unb an- beren kommunistischen Größen hängen an Mauern unb Häuserwänoen. Auch ein riesiges geschmackloses Stanbbilb von Stalin ziert eine ber Hauptstraßen..

Die Kommunisten haben sich offensichtlich alle Mühe gegeben, biefer polnischen Stabt ein sow­jetisch-bolschewistisches Aeußeres zu geben, wobei an ben schreienben Geschmacklosigkeiten erkennbar wird, baß hier ausschließlich Juden am Werke gewesen finb. Tatsächlich finb fast sämtliche kommunistische Funktionärstellen in Augustowo von 3üben besetzt gewesen, bie kurz vor bem Einmarsch ber beutschen Truppen mit Weibern unb frembem Eigentum bas Weite suchten, nachbem sie ein gräß­liches Blutbab unter ben Polen angerichtet hatten.

Damit wir etwas zum Essen und Trinken kau­fen können!" (Oh Gedankenlosigkeit der Erwachse­nen! Bei Kindern dreht sich nicht alles um Essen und Trinken, ich weiß das sehr gut. Trotzdem...!)

Tamunki, warum mußt du was zum Essen unb Trinken kaufen?"

Damit wir groß unb stark werden." Ich bin mir bewußt, daß ich einer Frage vorgegriffen habe, Iber ich habe wirklich wenig Zeit, um nicht zu jagen, gar keine.

Warum müssen wir groß und stark werden?"

Damit mir arbeiten können!"

Warum müssen wir arbeiten?"

Damit wir Geld verdienen!"

Warum müssen wir Geld verdienen?" Und so weiter, siehe oben! Schon ist der Bandwurm fertig und geht im Kreise bis zu meiner völligen Erschöp­fung. Püddi macht ein etwas erstauntes Gesicht unb fangt nach einer Pause von etwa zehn Minuten trieöer an:

Püddi hat zwei Arten zu fragen, die eine ist: . . .Warum?" und die andere:Unb denn?" Beide hat , ltTb nicht anders zu beschreiben als durch Bei- Wie- '1 1 * -m

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