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nr.151 Zweiter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger fiir Gberheffen)

Donnerstag. 5. Juni |94(

Aus dem Reiche der Krau

Wöchnerinnen im Krühjahr

IN MAUS

UND

Zur

gleichen Dienste.

H.

verbündet

elastisdf

tlansapiastEE

aus Hellem Wasch st of f', das für kühlere Tage aber für die Straße durch ein Bolero aus dem gleichen Stoff oder ein gcimiftertes Blüs­chen ergänzt werden kann.

Das Kleid ist glockig geschnitten, hat vier große, aufgesteppte Taschen, angeschnittene Träger, einen

ausgiebige Verwendung der künstlichen Vitamine in »ei Winter- und Frühjahrsmonaten.

Abreiben der Haut mit einem Reinigungsmittel, wie ßc jetzt an Stelle von Fettkreme angeboten werden. Ein damit befeuchteter Wattebausch reinigt die -Poren tiefer vom Straßen- und Zimmerstaub, der sich tagsüber darin abgelagert hat, als Wasser. Durch die Tiefenwirkung solcher Mittel wird die Hautatmung begünstigt. Eine leichte Kopfmassage mit den Fingerspitzen regt die Blutzirkulation an und verhindert Faltenbildung.

Zur Kräftigung der Haut empfiehlt es sich, bei der morgendlichen Reinigung warmes und kaltes Wasser anzuwenden. Zuerst mit warmem Wasser und Seife waschen und dann mit möglichst kaltem Wasser abspulen ergibt eine für die Haut, ihre Ela­stizität und ihr Aussehen vorteilhafte Wechselwir­kung. Warmes Wasser allein erweitert zwar die Blutgefäße, entfernt Fett und Schmutzteilchen und befördert das Abstoßen der Hornzellen, es macht aber, dauernd angewendet, die Haut schlaff und

Wir verwenden alte Wolle!

Wenn wir einmal Schränke und Truhen durch­suchen, werden wir vieles finden, was einmal bei­seite gelegt wurde, weil es unmodern, ausgewaschen oder zu sehr gestopft war. Z. B. sind da alte ge­strickte oder gehäkelte Kinderkleidung, Pullover, Jacken, Socken, Handschuhe, Mützen u. a. m. Bei näherem Besehen stellt sich bald heraus, daß vieles davon als Material doch noch erheblichen Wert be­sitzt. Wir brauchen die Stücke nur aufzutrennen und können sie dann wieder neu verarbeiten. Um aber

sannnen mit dem Spinat geben. So oder so das ist ganz gleich, die kleine List hilft, und auch der Appetit auf Gemüse kommt beim Essen.

widerstandsunfähig gegen Witterungseinflüsse. Be­nutzt man dagegen ausschließlich kaltes Wasser, wer­den die Hautgefäße verengert, die Haut wird da­durch blaß und blutleer, während sie gegen Erkäl­tung allerdings sehr abgehärtet wird. Die der Haut zuträglichste Behandlung ist das Wechselbad, bei bem bie Haut durch bas warme Wasser gut gereinigt unb durchblutet wirb, währenb bas kalte bie Poren schnell schließt unb bie erweichte Haut wieder strafft.

Daß man bei ber Wäschereinigung sog.hartes Wasser" durch entsprechende Zusätze erst weich machen muß, soll der volle Reinigungseffekt erzielt und das wertvolle Waschgut geschont werden, ist dank reger Aufklärungsarbeit heute allgemein be­kannt. Was der Wäsche recht ist, ist der Hautpflege billig. Auch das Wasser, das der Körperreinigung dient, sollte erst enthärtet werden etwas Borax genügt manche Klage über rauhe unb spröde wird dadurch unnötig.

schmalen Stoffgürtel uni) wird vorne durchgehend (mit waschbaren Knöpfen) geschlossen.

Das lose Bolerojäckchen hat ebenfalls zwei auf- gesteppte Taschen und halblange Aermel.

Die kleine Hemdbluse (rechts) kann leicht aus einem älteren Sommerkleid selbst geschneidert werden; eine farbige Po 1 obluse tut die

OerAppeiii kommt beim Essen

Ein altes Sprichwort, das jeder Erwachsene schon oft an sich selbst ausprobiert hat. Manche Mütter wundern sich aber immer wieder darüber, wenn ihr Kind trotz gütlichen Zuredens keine rechte Lust zum Essen verspürt, ja, die bargebotene Nahrung oft rundweg ablehnt. Es wäre nun grundverkehrt, wenn man das Kind zum Essen zwingen wollte ober ihm nach der früher oft üblichen Methode die Nahrung einfach löffelweise in den Mund stopfen würde. Da­mit erreicht man oft gerade das Gegenteil. Ein ge­wisser Zwang kann zwar manchmal wahre Wunder tun, in Essensfragen aber sollte der Zwang durch die Überlegung ersetzt werden. Könnte es denn nicht ein, daß das Kind etwa noch gar nicht hungrig lenug ist, daß es also zwischen den einzelnen Mahl­zeiten vielleicht hin unb wieder etwas zugesteckt be­kam? Dann ist es ganz gut, wenn man die Mahlzeit ausfallen und das Kind etwas hungern läßt. In­zwischen stellt sich bann der Appetit wieder ein.

Manchmal zeigt sich aber die Ablehnung schon nach dem ersten Löffel. Dann liegt es daran, daß die Nahrung für das Kind vielleicht noch neu ist ober ihm gar nicht schmeckt, selbst wenn sie nach An­sicht der Mutter dochso gut" gekocht ist. Man trifft dies oft bei der Gemüsekost an. So ist Spinat z. B. ür bie Kinder sehr gesund, er wird aber oft zurück- gcroiefen, weil er leicht etwas bitter schmeckt. Ein bißchen Nachdenken hilft auch aus dieser Sorge her­aus. Jede Mutter wird erfreut fein, wenn sie hört, daß auch beim Kleinkind der Appetit angeregt und der manchmal anfänglich noch vorhandene Wider tanb gegen ein neues Gericht, gegen Gemüse ober was es sonst noch ist, leicht überwunden werden kann. So lernt das Kind z. B. viel rascher Gemüse

UeberbackenerRhabarber als Festspeise mit Eiern: 3 Eigelb mit 100 g Zucker und etwas Salz zu dickem Schaum rühren (20 Min.), etwas Zitronenschale abreiben, steifen Schnee nach dein Untermischen von 1 Eßlöffel Mehl barunterheben, sofort auf rohe Rhabarberwürfel, 500 g mit 100 g Zucker gemischt, geben unb in ber Röhre in gut 20 Minuten hoch aufgehen lassen. (Von 1 Ei ein Drittel des Rezeptes zubereitet ist eine gute Speise für Genesende.)

Rhabarberschichtspeise: 250g Rhabar- berstuckchen mit 2 Eßlöffel Mehl zum Andicken ein- streuen, lauwarm lagentpeife auf geriebenes Voll- fornbrot oder Pumpernickel geben, darauf dünne Schicht leicht gesüßten, frischen Quark, oberste Schicht Rhabarber. (Schlägt man Quark mit etwas ent­rahmter Frischmilch tüchtig durch, so wird bie Masse schaumig und gibt viel her, muß aber gleich ver­wendet werden.)

Rhabarber verwenden wir ungeschält. Was gelegentlich davon abfällt (Fäden, Stumpf unb Blattansatz) verwenden wir zum Auskochen der Alumimumtöpfe unb scheuern biese mit dem in Sand getauchten Abfall darnach gründlich aus. Rhabarberblätter dürfen nicht zu einem jpinatartigen Gemüse gekocht werden. Ihr hoher GehaU an Oxalsäure wirkt zum mindesten gesund­heitsschädlich unb verursacht Erkrankung' unter Vergiftungserscheinungen, wenn nichts schlimmeres! Rhabarberblätter können ebenfalls zum Auskochen unb Scheuern von Aluminium ober im Garten zum Beschatten unb als Frostschutz gegen Maifröste bei Jungpflanzen verwendet werben.

R h a b a r b e r t u n f c ft a 11 Früchts ast. Ge» rabe recht kommt ber Rhabarber, wenn bie Frucht- safte zu Ende gehen: 250 g Rhabarber mit 2 Eßl. Zucker und etwas Zitrone gären, durchschlagen, auf- kochen, evtl, mitRotzucker" färben, etwa 2 Eßl. Kartoffelmehl zum Anbicken durchkochen unb zu Flammeri reichen.

Rhabarber saft mit Selters. (Zum Frischgebrauch) 250 g Rhabarber mit 3 Eßl. Zucker garen, burchschlagen, Saft einer Zitrone bamit mischen unb mit geeistem Selters wie Fruchlsaft trinken.

R. ARBEIT

Arbeit in Haus und Garten kizzieren wir heute ein praktisches Kleid

wieder gutes brauchbares Material zu bekommen, müssen wir folgendes beachten: Gestrickte oder ge­häkelte Arbeiten aller Art müssen vor dem Auftren­nen gewaschen werden. Erst wenn sie wieder völlig trocken sind, kann man sie aufziehen. Wir wickeln die aufgezogene Wolle straff über ein Brett, tau­chen dieses in Wasser, bis die Wolle durchnäßt ist und lassen sie dann auf bem Brett trocknen. Dadurch wird der Faden wieder glatt und straff. Nach dem Trocknen wickeln wir die Wolle auf ein Knäuel. Sie ist nun gebrauchsfertig für die neue Arbeit. Kurze Fäden, die beim Aufziehen an Stopfstellen oder Lochern abfallen, wickeln wir für sich auf ein eigenes Knäuel. Man kann damit später einzelne Teile zusammennähen oder Knopflöcher umstechen. Die neu gewickelte Wolle wird dann gewogen, damit wir wissen, was sich daraus Herstellen läßt. Man braucht durchschnittlich für einen Herrenpullover mit Aermel 350 bis 450 Gramm, für einen Herrenpul­lover ohne Aermel 250 bis 300 Gramm, für einen Damenpullover mit langen Aermeln 350 bis 450 Gramm, für einen Damenpullover mit kurzem Aer­mel 300 bis 350 Gramm. Reicht die Wolle nicht ganz, so können wir andersfarbige Streifen, Passen, Bündchen usw. einarbeiten. Auf diese Weise erhalten wir aus alten, abgelegten Stücken wieder ein neues, brauchbares Kleidungsstück. 4

_ Müheloses, rasches Verbinden mit Hansa*. Meine- plast-elastisch! Nur einen Streifen ab- g schneiden die Gaze entfernen und den

Verband auflegen, schon ist die Wunde /7z2 hygienisch verschlossen.

Sastgewinnung durch Oampfentsasten.

Die zweckmäßigste Obst- und Gemüsesaftgewin­nung geschieht durch Dampfentsaften. Sie ist die Konseroierungsart, die sowohl Mineralsalze, wie Vitamine unb Aroma schont. Wir verwenden da­für einen der vielen neuzeitlichen Entsaftungsappa-. rate und richten uns genau nach den ihnen beige­gebenen Vorschriften. In Ermangelung eines sol­chen Apparates behelfen wir uns mit Vorhandenem! 2lls erstes belegen wir den Boden eines großen Kochtopfes mit einem passenden Drahteinsatz oder einer kräftigen Schicht locker zusammengeballten Zei­tungspapiers. Nun stellen wir eine passende Schüs­sel zum Auffangen des Saftes hinein und gießen soviel Wasser in den Topf, bis die Schüssel zur Hälfte im Wasser steht. Ein trockenes (vorher aus­gekochtes) weißes, engmaschiges Tuch wird über den Topf gelegt, in feiner Mitte kräftig eingedrückt, ein gleiches, aber grobmaschiges Tuch über den Topf gelegt, nur leicht in ber Mitte eingebrücft unb beibe Tücher werden am Topfrand mit Garn festgebunden. Das sorgsam gereinigte, sehr zerklei­nerte, entsteinte Obst wird mit ober ohne Zucker auf dieses Tuch gegeben (Spinat füllen wir unzer­kleinert, Mohrrüben am besten rohgeraspelt auf das betreffende Tuch), Pergamentpapier darüber ge» deckt (damit die durch Wasserdampf entstehenden Tropfen nicht hineinfallen) und der Deckel nicht ganz fest auf den Topf gesetzt. Die Tücher werden am Deckelgriff verknotet, der Topf wird zum Kochen gebracht und etwa 100 Minuten bei gleichmäßigem ruhigem Dämpfen bis ungefähr 80 Grad gehalten. Die einsetzende Dampfentwicklung bewirkt die Saft­bildung. Der Saft tropft durch die Tücher in die darunterstehende Auffangschüssel. Nach Ablauf des Entsaftungsprozesfes werden die Tücher am Topf­rand abgebunden, der Deckel mit den daran ver­knoteten Tüchern abgenommen und der heiße Saft sofort durch einen Trichter in die mit kalter Soda- lauge gesäuberten, heißem Wasser gespülten und noch heiß erhaltenen Flaschen gefüllt. Die Flaschen werden sofort verkorkt, versiegelt oder der Flaschen- hals in heißes Paraffin getaucht. So wird jede Möglichkeit des Verderbens ausgefchaltet. Die Fla­schen werden zum Erkalten in ein Gefäß umgestülpt und später im Keller liegend aufbewahrt. S. Schall.

Von Prof. Dr. H. O. Kleine, Chefarzt der Stad. Fxauenklinik Ludwigshafen a. Rh.

Viesiährige Beobachtungen haben erwiesen, daß viele wahrend Schwangerschaft und Wochenbett auf­tretende Erkrankungen regelmäßig in den Winter- unb er ft en Frühjahrsmonaten gehäuft Vorkommen. Die zur gleichen Zeit auftretenbe Ver­knappung der für den Organismus benötigten Vita- rrune legte bie Vermutung 4>iner ursächlichen Be- Aftbung nahe zwischen ber Häufigkeit bestimmter Krankheiten und den jahreszeitlichen Schwankungen

Bttammversorgung, ber Mineralstoffzufuhr (Nahrkalk) und der Ultraviolettstrahlung. Biologisch gesehen ist in unseren Breiten ber Mai nicht ein ""^monat", sondern mindestens bis Mitte Mai emMangelmona t".

^edeic^Hen wir Milch, Butter u. dgl. auch als animalische Vttaminspender, so stammen diese Vita­mine doch unmittelbar aus ber Pflanzenwelt, unb Das zeigt sich an bem größeren Vitamin-A-Reichtum ber ©eibebutter, sobald die Trockenfütterung (Heu und Ruben) aufhört.Eingemachte" Bohnen, Kohl- rabi weiße und rote Rüben, Rotkohl, Sauerkraut NLHtamin-G-ärmer als Frisch-(Sommer°)Gemüse; geschalt gekochte Kartoffeln sind Vitamin-B.-ärmer als die m der Schale; Mehlspeisen (Nudeln usw.) aus Weißmehl Vitamin-B-ärmer als das. unver- mahlene Korn, woraus die dringende Notwendigkeit der Schaffung eines preiswerten Volks-Vollkorn­brotes sich ergibt. Zu langes Wässern, Abbrühen, langes Kochen, wiederholtes Aufwärmen vernichten viel vom Vitamin- und Mineralstoffgehalt der Spei­sen. Der Vitamin-v-Gehalt von Milch unb Butter hängt von der Menge ultravioletten Lichtzap ab, die die Kühe während des Weideganges Mirch bas Sonnenlicht erhalten, berjenige der Eier von der Intensität der Besonnung der Legehühner.

Untersucht wurde nun jahrelang die jahreszeit­liche Verteilung der Häufigkeit von Nachtblindheit ! (schlechtes Sehen in der Dunkelheit), übermäßigem (unstillbarem) Schwangerschaftserbrechen, neuritischen > Beschwerden der werdenden Mutter, Blasen-, Nie­renbeckenentzündung, Gebärmutterblukung nach der 'Geburt des Kindes, Brustbrüsenentzündung und Knochenerweichung. Die Gipfelpunkte in der Häufig­keitskurve genannter Krankheiten fallen mit den Tiefpunkten der entsprechenden Vitamin-, auch ber Nahrungskalk- unb Ultraviolettstrahlungskurven zu-< jammen. Nachtblinbheit beobachtete man in der Ludwigshafener Frauenklinik bei Schwangeren nur vährend der Winter- und ersten Frühjahrsmonate Ditamin-A-Mangelerscheinung). In diesen Ma­laten häuft sich auch das unstillbare Schwanger- chaftserbrechen (Vitamin-Bi- unb -O-Mangel). Die Nahrung bes Städters ist besonders im Winter alknrm. Die Schwangere aber hat erhöhten kalkbedarf, den hauptsächlich Käse, Quark und Milch befriedigen. Auch die Magermilch ist ein hoch­wertiges Nahrungsmittel, reich an Eiweiß und Kalk, ralk enthalten weiter: Blumenkohl, Endivien, Kohl- abi, Möhren, Sellerie, Tomaten, Weißkraut.

Diele nervöse Beschwerden darf man auf Kalk- nb Vitamin-Q-Mangel zurückführen, besonders im Januar, aber auch auf den winterlichen Ultraviolett- -rahlenmangel. Verkappung an Vitamin Bi unb ' in diesen Monaten zeitigt leicht Blasen- und tterenbeckenentzündung. Knochenerweichung unb achitis werben burch Mangel an Kalk, Ultraviolett- Tahlung unb Vitamin D begünstigt. Da auffallen- .rroeije an Knochenerweichung erkrankte Schwan­ke rachitissreie Kinder gebären, muß man schlie- ?n, daß das werdende Kind das zu seiner Entwick- -ng benötigte Vitamin D dem mütterlichen Orga­smus entzieht.

Mithin begünstigen die schwangerschaftsbedingte teigerung des Vitamin- und Mineralstoffbedarfs id der winterliche Mangel an Ultraviolettstrahlung Dde Erkrankungen. Deshalb sind nötig: Aufklärung Dir Hausfrauen über Bedeutung, Vorkommen, sach- 8 mäße Verarbeitung unb Aufbewahrung ber ver- fc iebenen Vitamin- unb Mineralstoffspender. Wei- y eine ausreichende Berücksichtigung der Vitamin- »rforgung bei der Schwangerschaftsberatung: But- ik!', Vollkornbrot, Zitronen, Lebertran! Schließlich b'* Ausnutzung bisher als Vitaminfpender wenig bckannter, jedoch als solche hochwertiger Nahrungs- ir ttel wie Hagebutten, rohes Sauerkraut, schwarte frljQttnisbeeren (Vitamin C), Rettiche, Hefe, Nüffe Vitamin B), Heringe (Vitamin A und D), endlich

as sollen wir tragen?

PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

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Rhabarber, Rhabarber!

Wie haben wir während bes langen Winters das erste frische Kompott herbeigesehnt. Jetzt ist bie Zeit bes Rhabarbers roieber gekommen; ba werben einige erprobte Reiepte willkommen sein. Greisen wir in dieZuckersparkasse", so geben etwa 100 g Zucker auf 500 g Rhabarber genügend Süße. Sonst nehmen wir halb Zucker, halb Süßstoff.

...Roggenmehlpa stete mit Rhabarber­füllung (warme Mehlspeise): 150 g dreimal ge­liebtes Mehl, 50 g geriebene Kartoffeln von tags zuvor, 100 g Rindertalg ober rohes Nierenfett von fettreichem Rindfleisch abgeschnitten, gehäutet und gewiegt, etwas Salz, 1 kleines Ei und 1 kleine Tasse Wasser, alles gut kneten, ausrollen, feuerfeste Form belegen und mit Teigrand ausfüttern. Boden durch­suchen, dünne Schicht Schwarzbrotkruste, gerieben, einstreuen, Rhabarber roh einfüllen, Teigdeckel auf- drücken, mehrfach durchstechen und in der Mitte kreuzweise schneiden, bie vier Eckchen hochbiegen, ba­mit Feuchtigkeit aufsteigen kann unb bei sehr guter pitje etwa 1 Stunbe backen. (500 g Rhabarber wär­st In, 100 g Zucker aufstreuen, verbeckt einige Stun­den stehen lassen, vor Einfällen Saft mit Zitronen- m)ale und Kartoffelmehl dicken und mit dem rohen Rhabarber in die Form füllen. Zuerst gute Unter- chtze, zuletzt Oberhitze. Die Talgstückchen bewirken em Abbacken ähnlich Blätterteig.

essen, wenn man ihm bas Gemüse mit einigen Lösfelchen Mondamin-Breiversüßt". Reicht man Spinat, so kocht man ein Schüsselchen mit diesem Brei, der schwach gesüßt wird. Dann gibt man ab­wechselnd immer eine Löffelspitze Brei und einen ___________________o_... _

Löffel Spinat Man kann aber auch den Brei zu- brauchbares Kleidungsstück.

Natürliche Kosmetik für die Hausfrau.

Die Frühlingssonne, die sich jetzt schon häufig wen läßt, sollte für die Hausfrau nicht nur zum rlllaß genommen werden, ihre Wohnung durch licn gründlichen Hausputz wieder frisch herzu- toten und vom winterlichen Staub zu befreien k m sie sich vorurteilslos im Spiegel betrachtet, jirb sie feftftcUen, daß auch f i e selbst einer »ffsrischung bringend bedarf. Vor gllem ist ihre We, schlaffgewordene Haut der Beweis, daß sie zu Juig an die frische Luft gegangen ist. Die Be- pungsgänge von einem zum anderen Laden sind w. Ersatz für einen Spaziergang in frischer Luft M Entspannung der Nerven und zur Durchblutung lr Haut. Darum mache sie es sich jetzt, zu Beginn

Frühjahrs zur Pflicht, bei jedem Wetter hin- tt-zugehen. Ohne Besorgungsgedanken, damit die Jeruen entspannen können. Dabei soll energisch <(:atmung durchgeführt werden, denn sie ist es, die *n träge gewordenen Blutkreislauf wohltätig an- *9 und beschleunigt. Ein guter Blutkreislauf aber bie Voraussetzung zum Ausscheiden all der Z acken, die sich im Blut und im Körperinnern Jrhrsüber angestaut haben. Verdicktes, schlacken- Mcjmertes Blut aber ernährt die Haut nur unge= Jc;nb und macht sie schlaff und welk. Schlechtes «eiter darf keine Ausrede fein. In Gegenteil: dann jj't recht. Denn gerade regnerisches Wetter ist eines Oir wirkungsvollsten Schönheitsmittel für die Haut, ®i feuchte Luft die Gesichtshaut reizt und eine jsre Durchblutung begünstigt.

. Ead) außer dieser Blutauffrischung durch lief» i^-ing und Luftfeuchtigkeit ist natürlich auch eine Mittelbare Hautpflege nötig. Wirkungsvoller noch A ein abendliches Waschen des Gesichts und des Ws mit kaltem oder warmem Wasser, ist das