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Eichener Anzeiger

Mittwoch, 5 Februar VHI

Kriegsschiff in Üebersee verienkie 29000 VRT

1.33 Q;

ein.

trag" der alliierten Handelsflotte die England

iruWos unb mit I F "h°f b-stattet würden Jnsntge

dem Ankauf non alten Schiffen au- den USA. könne , ' I--MM-N-

in Zukunft nicht mehr-rechnet werden. Menfche^-nq- an. che die B-stattunq uer-

So kommt Trotz zu dem für England katastrophalen H : ft - ,. ;*'«> ?-,u,^^e.n 0 3.. 7® n* *"

Ergebnis, datz die Verlmte der brittschen chandels- *r' */" tein 5Red,t *>Qt(en m «»»W« ®ri>6, flotte jetzt schon größer als der Ersatz" *

sind. England stehe gegenwärtig einer Abnahme

Es ist bezeichnend, daß derDaily Herold" kein

wieder angenommen habe, wobei sich Croß in vagen

Witts e m Dublin.

S t 0 ck h 0 l m , 4. Febr. (Europapreß.) Nachdem Beträge herabgesetzt werden, womit der

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er 7 bis 8 Millionen Tonnen wieder jn oorschriftsmäßsgern Zustand mit sich zu tragen, a i n g. Von den England bei Kriegs- Bisher haben höchstens 50 v. H. aller Londoner ihre Verfügung stehenden insgesamt 21,3 Gasmasken mit sich geführt. Die neue Aufforde-

verloren

erweiterungen und ähnlichem in der Lage seien. Der private Großverdiener wird im kommenden Finanzjahr seine Einnahmen nicht hoher zu ver- steuern brauchen als bisher, da die progressiven Be­steuerungen in erster Linie bei den kleineren und mittleren Gehältern wirksam.werden

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Hofsnungen über die Hilfe der Bereinigten Staaten erging.

Offenglanb mif guter Wirkung an.

Der Feind flog in das Reichsgebiet nicht Drei eigene Flugzeuge werden vermißt.

(3:3).

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Millionen Tonnen müsse man über vier Millionen |ir die ausschließlichen Bedürfnisse des Imperiums ai.stehen, so daß Großbritannien über rund 17 Mil­li: nen Tonnen und darunter nur 3 Millionen Ton-

Willkie wurde nach seiner Rückkehr von Irland am Dienstagabend von König Georg VI. empfangen.

losigkeit britischer Kriegführung dar. Denn wie liegen die Dinge in Wirklichkeit?

damit rechnen, daß schwere Verluste a u d)1 in Zukunft eintreien werden. Mit demBei-

Stockholm, 5. Febr. (DNB. Funkspruch.) In einem Dorf in der Grafschaft Surrey kam es nach einem Bericht desDaily Herald" zu sehr er­regten Szenen einer aufgehetzten Menschen- menge, die dagegen protestierte, daß einige deutsche Flieger, deren Flugzeug in der .Nähe des Dorfes abgestürzt war, auf dem Ge-

zu zersplittern; indem aber Deutschland auf zwei Fronten kämpfen muß, wird die Weltkriegs-

fieren, haß wit mit Maßnahmen der Luft- und Seeverteidigung niemals den Krieg gewinnen kön­nen. Nur die Offensive kann den Krieg ge­winnen. In einer Verstärkung der Born- dengeschwader liegt die Hauptwaffe, die un­ter Umständen die Achse aus die Knie zwingen wird. Wir müssen uns daran erinnern, daß viel grö­ßere persönliche Entbehrungen und Opfer von jedem einzelnen gefordert werden müs- sen, bevor wir durch sind. Es gibt gewisse Kreise in unserem Volk, die den Krieg noch kaum gefühlt haben und deren Leben ungefähr wie vorher weitergeht. Die warnenden Worte des Unterstaatssekretärs stehen zu den üblichen Illu- sionsphrasen der britischen Propaganda in einem bemerkenswerten Gegensatz. Aber dieser beschwö­rende Appell an den Opfersinn der britischen Geld­sackkaste dürfte ebenso zu spät kommen wie der Schrei nach der Offensive, der in letzter Zeit im­mer verzweifelter ertönt.

Der britische Schrffahrtsminister Croß gab auf einer.Versammlung in London einen nicht weniger -pessim-sttschen Ausblick der Lage. Auch er erwartet irgendwelche gigantischen Anstrengungen des Fein­des" und meinte, es wäre unangebracht, annehmen zu wollen, daß die augenblickliche Verminderung der Schiffsverluste, bfe er feststellen zu können glaubt, dauernd sein werde. Vielmehr müsse man

schen Ehren, die ihnen zukommen, zur letzten Ruhe gebracht werden. 3n England sind aber derartige Selbstverständlichkeiten infolge der maßlosen Ver­

hetzung der Bevölkerung nur unter größten Schwie­rigkeiten durchzusührcn.

Ma's Leib> Unb W mb erltf

iW mertti mg, wir! ir [trein- w* mmch, enn au: .t bereu

Berlin, 4.Febr. (BHB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Ein Kriegsschiff versenkte bei Operationen in überseeischen Gewässern 29000 SRI feindlichen Handelsschiffsraumes. Ein Unterseeboot meldet die Versenkung von zwei bewaff­neten feindlichen Handelsschiffen mit zusammen 11 000 VRT.

Kampfflugzeuge griffen am 3. Februar kriegs­wichtige Ziele um London und in Südost. england erfolgreich an. Bel Maidstone trafen Bom­ben schweren Kalibers eine Fabrikanlage. Auf mehreren Flugplätzen wurden hallen, Unterkünfte und eine größere Zahl von Flugzeugen zerstört. Ein Sturzkampfflugzeug versenkte vor Rams­gate ein Handelsschiff von 3000 BRT. durch Bombenvolltreffer. Das verminen britischer Hafen wurde fortgesetzt. 3n der letzten Rächt griff die Luftwaffe Flugplätze und kriegswichtige Ziele In

Eine Folge maßloser englischer Prestehetze

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Philip 4.ä a, VN ueilingö

Stockholm, 4. Febr. (Europapreß.) Die Mit­glieder des britischen Parlaments haben von der britischen Regierung eine schriftliche ,Aufforderung erhalten, in Zukunft stets ihre Gasmasken

ktefani feststellt, die günstige Periode abgeschlossen, ir der England auf eiye Vergrößerung seiner Han- dilstonnage hoffen konnte, während bereits in re­in: io kurzer Zeit gewaltsam requirierter Schiffs- rcum von über 7 bis 8 Millionen Tonnen wieder

^führen. Angeblich will daher der Schatzkanzler fiu? progressiv ansteigende B e st e u e - tu n g der Einkommen vornehmen, statt der ! sher festen und prozentualen Steuererhebung, die und die gleichen HöchstbesteuerungIsätze oorsehen wie ten Kleinverdiener ebenso trifft wie den Großoer- die bisherigen Festbesteuerungen.

t ener. Außerdem sollen die steuerfreienl -------

seiner Handelsflotte gegenüber und würde einen , Wort der Verurteilung für diese Haltung findet, läge wiederhergestellt das Einkreisunassnstem wie- harten Kampf zu bestehen haben, bevor seine Stärke! sondern die aufgehetzte Mw'se auch poch gegen den öer Lm S

Mitnahme von Mmcinett für die Rttttnosnummer bi§8'/ollbr desBvrmittags

Mtuetflcns'-Breife:

Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm . bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffelk-

Abschlüsse Mengenstaffel 8

Platzvorschrift t vorherige Vereinbarung) 25"/o mehr

England kann seineTonnageverluste nichtaufhoten

Eine italienische Betrachtung.

inr k ~i-;;-; --1 der zum Funktionieren gebracht und die deutsche

Par der, wenn auch widerwillig, d.e Bestattung Wehrmacht an der Kanalküste so geschwächt, daß sie .aufZum.egeln versuchte In eine Invasion der britischen Insel mit Aussicht auf ? & lm rlyiann sklbsiverstandlich, Erfolg nicht mehr unternehmen kann. Diese Argu-

Ä Cn<h-en^1 0 cn m * allen mil an- mentation stellt nur eine Selbstentlaroung der Hilf- 1iTPn (rnrpn fit» tnnon 11trnmmun utr T«bl»« > > li » <. t- *, « ,, r , ,.., 1 .

selbst brauchen. Da Großbritanniey viel Handels- tonnage verliert, kürzt es seinen alten Kunden.

Zusammen mit der Petroleumfrage sind andere Probleme entstanden, die sich jedoch als weniger brennend erwiesen, weil die Möglichkeit ei­nes Ersatzes leichter zu finden ist. Weizenmehl kann und wird durch Gerste- und Roggenbeifügung gestreckt werden. Die Farmer werden aufgefordert, mehr Weizen und Zuckerrüben anzubauen. Wenn Butter knapp werden sollte, so wird es genug Speck und Margarine geben. Aber selbst Benzinfayrzeuge können jetzt mit Gas und anderen geeigneten An­triebsanlagen, die eingebaut werden, betrieben wer­den. Es ist also praktisch kein Grund für irgendeine Art von Panik in Irland gegeben. Im Gegenteil, so hat Ministerpräsident de Valero vor kurzem im Parlament betont, das irische Volk würde lernen, sich im Hinblick auf die Güter, die es selbst produ­zieren könne, aus eigene Füße zu stellen. Das beweise auch, daß die Regierung recht hatte, wenn sie für die irische Selbstversorgung und Industriali­sierung eintrat.

Englands wachsende Kriegskosten erfordern neue Steuern.

Der Kleinverdienersottmehr zahlen aber dieKriegögewinnsteuer wird ermäßigt.

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Jugoslawische Freundschastsverträge

Von unserem v. M-Korrespondenten.

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fcie täglichen Kriegsunkosten Englands von 7,5 Mil­lionen Pfund Sterling im Juni vergangenen Jah­res auf heute über zehn Millionen Pfund Sterling gestiegen find, unb nachdem sich die Regie­tang gezwungen gesehen hat, in den nächsten Tagen tom Parlament bie dritte Milliarde Pfund Sterling als Nachtragsetat zu erbitten, wird ich der Schatzkanzler entschließen, bei Beginn des reuen Finanzjahres eine Reform des Steuer- ersetz es einzuleiten. Ihren Ursprung findet diese rnsicht in der Notwendigkeit, durch ein verbessertes ilteuergesetz der Staatsbasse mehr Gelder zu-

England hat seine afrikanischen Offensiven und seine Aktionen im Mittelmeer unternommen, um damit eine möglichst große propagandistisch« Wirkung zu erzielen. Denn es konnte eine Hilfe von dritter Seite, das heißt von den Vereinigten Staaten, nur dann erwarten, wenn die herrschenden Mächte in USA. überzeugt waren, daß die Briten noch genügend Widerstandskraft besäßen, um den Krieg auf längere Zeit fortzuführen. Die englische Kriegführung mußte diesen Beweis um so mehr liefern, als sie bis dahin völlig versagt und über­all in* Norwegen, in Frankreich, in Afrika, im Seekrieg nur Niederlagen eingesteckt hatte. Da­neben hofften die Londoner Strategen vielleicht auch, eine propagandistische Wirkung auf das ito« lienische Volk iszuüben und die italienische Wehr­macht zur Aufgabe des Kampfes zu veranlassen.

* So wurde der afrikanische Feldzug, der

Belgrad, im Februar 1941.

Anläßlich des 4. Jahrestages der Unterzeichnung des Pertrages ewiger Freundschaft zwischen Bulgarien und Jugoslawien wurde in amtlichen Erklärungen unb in Presseartikeln auf jugoslawischer und bulgarischer Seite bie Bedeu­tung dieses Vertrages für die Beziehungen zwischen den beiden Völkern unb bie Erhaltung des Frie­dens am Balkan hervorgehoben. Der jugoslawisch- bulgarische Freundschaftsvertrag hat bisher gute Er­gebnisse für Jugoslawien und Bulgarien und für die Erhaltung des Friedens am Balkan gezeitigt. Deshalb liegt die Fortsetzung der Politik im Geiste des Freundschaftsvertrages zwischen beiden Staa­ten nicht nur im Interesse beider Länder, sondern auch im Interesse der Politik der Neuordnung in Europa, die von den Achsenmächten eingeleitet wor­den ist.

In bet nächsten Zeit, Ende März d. I., wirb auch der 4. Jahrestag der Unterzeichnung des italienisch-jugoslawischen Freundschafts, unb Konsultierungspaktes begangen werden. Auch dieser Vertrag hat bisher große Ergebnisse für die Konsolidierung des Friedens in Südosteuropa ge­bracht. Die Spannung an der Adria, die jahrelang geherrscht hatte und von den Westmächten künstlich geschürt worden war, bildete eine ständige Gefahr für den Frieden am Balkan und die Konsolidierung des Verhältnisses in Südosteuropa. Durch den italie­nisch-jugoslawischen Vertrag Ende April 1937 wurde diese Gefahr für den Frieden im Südosten beseitigt. Die weitere Entwicklung der internationalen Lage hat gezeigt, wie weitsichttg und folgerichtig dieser Schritt der italienischen unb jugoslawischen maßge­benden Faktoren gewesen ist. Die Tatsache, daß ohne diesen Vertrag die gesamte Entwicklung der politischen Lage im Südosten eine ganz andere Rich­tung genommen hätte, ist kaum zu bezweifeln. Es ist ein Verdienst dieses Vertrages, daß der Süd­osten heute von den Kriegshandlungen saft völlig verschont geblieben ist, und daß andererseits bie Achsenmächte mit diesem Gebiet ungestört Handel treiben unb wirtschaftliche Beziehungen unterhalten können. Diese Beziehungen werden trotz des Krie­ges immer weiter ausgebaut.

Seit der Unterzeichnung des ungarisch- jugoslawischen Vertrages ewiger Freund­schaft ist nur eine kurze Zeit vergangen. Mitte Ja­nuar war der Vertrag einen Monat alt. Er soll demnächst ratifiziert werden. Es wäre daher über- eilt, über die Ergebnisse dieses Vertrages zu fpre-

Jahrgang Nr. 30

(indieim tanlidi, außer Sonntage und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener »>aniilienblätter Hemmt imBild DieSckiolle MvnLts-Bc-ugsvreiS: Mit TBeüngen RM. 1.95 Ohne Illustrierte 1.80 Zustellgebühr.. -.25 mich bei Nichterscheinen von einzelnen Wummern infolge höherer Gewalt Fernivrechanschluk 2251 Dmhtanfchrist:,,Anzeiger" Vo>lfckeck 116s«Tranks. M.

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Stille vor dem Sturm." England in der Furcht vor neuen deutschen Schlägen.

Stockholm, 4. Febr. (DNB.) Der Unterstaats, efretär im britischen Luftfahrtministerium Bal - i o u r erklärte in Oxford, die verhältnismäßige fiuhe in der Luft solle man nicht als eine Ab- 'chwächung der deutschen Kriegsanstrengungen an- ichen.Vielmehr", so sagte Balfour,ist es wahr- ! chsinlich die Stille vor dem Sturm unb ter Vorbote eines neuen harten Schlages gegen un­sere Widerstanbskraft. Wir werden noch Schläge > Zbzuwenden haben, mit denen verglichen die vor- cusgegangencn nur als eine leichte Berührung lusgewählter Stellen in unserem Land erscheinen. Laßt uns nicht bie Tatsache aus ben Augen Der-

Ir verfügte. Hierzu kamen 7 bis 8 Millionen Ton- nm requirierten Handelsschiffsraumes, so daß Eng- Ictib über insgesamt 25 Millionen Ion« 8t-n oa fügen tonnte.

L>ese Zahl könnte als eine gewaltige Ziffer an- »k ehen werden, wenn man nicht berüasichtigte, daß ) i e ganzen Rohstoffe, vor allem auch Oel, Ibiphta und Benzin sowie eine Unmenge Gebens. Vittel von Ueberfee eingeführt werden vr. sie, so daß die 17 21 000 000 t für bie Be- tirfniffe in Friedenszeiten knapp aus« ttichten. Um so schwieriger sei dahex heute die liege, nachdem von den 25 bis 28 Millionen Ton- lei bereits 10 Millionen versenkt öl rben Dazu komme, daß Englands Bedarf an 'Uihstoffen und Kriegsmaterial sowie an Maschinen in> Produkten, die die britische Kriegsindustrie auf .Bitunb des Trommelfeuers der deuttchen Luftwaffe ,tic>t mehr im früheren Rhythmus herzustellen ver- heg, sich vervielfältigt habe, während Die .lrinsportmöglichkeiten beträchtlich verringert wur- kr. Deshalb habe fith England mit einem bringen« kr Hilferuf an bie Vereinigten Staaten gewandt, Br ne aber im Höchstfälle 500 000 Tonnen alter -iffe erhalten, bie es zubem mit Golb aufwiegen hii'fe. An Neubauten töipie England frühe- [ins in elf Monaten bie ersten der 60 ver­brochenen amerikanischen Dampfer erhalten, zu- hcC ein Teil der Werften erst gebaut werden muffe, lnglanb selbst vermöge seine Verluste durch Neu- h.ten gleichfalls nicht auszugleichen.

Llnzeiigemäße Erinnerung.

Von umerer Berliner Schnftlettung

Daß den Engländern umso mulmiger wird, je weiter die Jahreszeit fortschreitet, ist ja begreiflich. Churchill unb feine Kumpane sind klug genug, ihre Propaganda auf die bevorstehende Todeskrise ein- zustellen und ihren Untertanen zu sagen, daß sie sich auf allerhand gefaßt machen müßten. Fast jeden Tag erhebt irgendein Plutokratenminister seine Stimme, um die englische Bevölkerung vor optimi­stischen Ansichten zu warnen. Erst jetzt wieder er« klärte der Unterstaatssekretär im Luftfahrtministe­rium, Balfour, man dürfe die Ruhe in der Luft nicht mißversteheff ober als eine Abschwächung der deutschen Kriegsanstrengungen betrachten, denn diese Pause bedeute nur bie Stille vor benr Sturm unb sei der Vorbote eines neuen harten Schlages gegen die englische Widerstandskraft. So tönt es landauf, landab in Britannien.

Aber es ist klar, daß die Insulaner, denen bis Zukunft in so düsteren Farben ausgemalt wird, unb die nach dem Willen und den Worten Chur­chills nichts anderes alsBlut, Schweiß unb Trä- nen" zu erwarten haben, auch einen Hoffnungs­schimmer sehen wollen. Die Jllusionsprogaganba ber Regierung stellt auch solche Hoffnungen zur Ver­fügung, unb zwar in zwei Formen, die sich wäh. renb der letzten Wochen immer mehr herausgebildet haben. Einmal richtet sie vor den Augen ber Insel- briten bas Trugbild einer gewaltigen amerika­nischen Kriegshilfe auf, zum anderen ope, riert sie mit der naiven Vorstellung, daß Deutsch- land ebenso wie 1914/18 durch ben Zweifron » t en kriea allmählich zerrieben würde. Besonders das letzte Argument spielt in ber englischen Agita­tion eine immer größer werdende Rolle.

Der englische Gedankengang dabei ist folgender: Durch die Eröffnung unseres Feldzuges in Afrika haben wir die Deutschen gezwungen, ihre Kräfte

chen; jedoch kann er als Zeichen des neuen Geistes in der Politik der Südoststaaten bezeichnet werden. Die Südostländer sehen allmählich ein, daß sie durch das Wachhalten ihrer alten nationalen Gegensätze nur verlieren können. Denn es gibt nationale Fra- gen in diesem Raume, die niemals unb auf keine Weise zur vollen Zufriedenheit beiber Seiten ge­regelt werden können. Durch verständnisvolle Poli­tik hingegen kann diesen Gegensätzen die Spitze abgebrochen werden und die nationalen Streit­fragen, die bisher stets eine Verhinderung ber Zu­sammenarbeit zwischen zwei Staaten gewesen sind, können der Ausgangspunkt einer neuen kulturellen, politischen unb wirtschaftlichen Zusammenarbeit werden.

Die jugoslawische Politik der Freundschaftsver- träge ist keine politische Spekulation, sondern eine durchdachte Einstellung auf den Frieden und die friedliche Zusammenarbeit ber Völker des Süd- ostens untereinaner unb mit den großen Völkern, auf bie der Südosten angewiesen ist: Deutschland unb Italien. Das jugoslawische Volk, das in seiner Geschichte unzählige Kriege führen mußte, ist zur Erkenntnis gekommen, daß nur im Frieden und in friedlicher Arbeit Jugoslawien und alle anderen Staaten des Südostens die lange Zeit nach holen können, um bie sie burch bie Mißgeschicke ihrer Ge­schichte hinter ben anderen Völkern zurückgeblieben sind. Das ist ber Grundgedanke und das Leitmotto der Politik ber jugoslawischen Freundschaftsverträge.

Kabinettsveränderungen in Belgrad.

Belgrad, 5. Febr. (Europapreß.) Die Kabi- nettsoeränberungen in Belgrad gehen nur schritt­weise vorwärts. Dienstag abend trat Justizminister Lazar Markowitsch zurück. Zu seinem Nachfol­ger wurde ber bisherige Mimster ohne Portefeuille Konstantinowitsch ernannt. Bereits seit län­gerer Zeit war in Belgrad bekannt, baß Lazar Markowitsch nicht mit ber Politik des Ministerprä­sidenten Zwetkowitsch im Einklang stand. La­zar Markowitsch trat vor IVt Jahren als Radikaler in die Regierung ein, wurde bann aber aus ber Radikalen Partei ausgeschlossen. Er bildete dann einen eigenen radikalen Block, der aber nicht allzu großen Zulauf fand. Der neuernannte Iusttzmini- ster Konstantinowitsch gilt als rechte Hand Des Mi­nisterpräsidenten Zwetkowitsch und hat sich große Verdienste bei dem serbokroattschen Ausgleich er­worben.

rung der Regierung wird begründet mit der Not­wendigkeit, alle Eventualitäten im Auge zu bemal­ten. Auch die britische Oeffentlichkeit ist auf diese Notwendigkeit aufmerksam gemacht worden.

Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Brandbomben werden zur Zeit oerschärst. Bis spätestens Dienstag werden alle Geschäfte, Fabriken und sonstige Baulichkeiten ihr Feuerbekämpsungs- schema durchgeführt haben. Im Falle eines Versto­ßes gegen diese Anordnungen der Regierung werden schwere Strafen angedrvht. Zu den Feuerlöschmann­schaften gehören auch Kinder im Alter von neun bis zehn Jahren. Die meisten Büroangestellten ver­bringen ihr Wochenende damit, sich in der Bekämp­fung von Brandbomben auszubilden.

Irlands Versorgungsnöie.

Eine Folge der englischen Blockade.

Berlin, 4. Febr. (DNB.) Der irische Versor­gungsminister Sean L e m a ß erklärte, bas irische Volk müsse sich mit einer schnellen Vermin­derung aller jener Güter abfinden, an deren Im­port man sich gewöhnt hätte, denn nach 18 Mona­ten Krieg gingen bie Vorräte z u Ende. Lemaß stellte fest, daß ber Grunb für die irischen Verforgungsschwierigkeiten in ber englischen Blockahepoliti k zu suchen ist. Irland ttihrt alles Petroleum und mehr als die Hälfte seines Weizens sowie die Hälfte feiner Fu11ermit- t e I ein. Andere Importe wie Tee, Kaftee, Früchte, Zwiebeln urro. sind selbstverständlich. Die Zufuhren, bie über Großbritannien kommen werden mehr und mehr gestört, weil bie Engländer sie

Stockholm, 4. Febr. (Europapreß.) Der ehe»

. r. - v ~ ~ v - malige nordamerikanische Präsidentschaftskandidat

Kleinverdiener, d. h. der Engländer mit einem Iah- Werrdell Willkie ist am Dienstag in einem eng- resgehalt von etwa 130 Pfund Sterling aufwärts, tischen Flugzeug in Dublin gelandet. Er wurde mehr erfaßt wird als bisher. Auf der anderen begleitet von dem irischen ^berfommiffar in Lan­zette sollen tedoch die hundertprozentigen Kriegs- don, Dulanty. Willkie traf mit Ministerpräsident gewinnt) Steuerungen für Gesellschaften, b e Valero zusammen. Der Besuch in Dublin unb Firmen um angeblich 20 o. H. vermindert wer- dauerte nur bis zu den frühen Nachmittagsstunden, den, und Zwar mit ber Begründung, daß andern- <wx "* *- * ' - ------- - -

falls die Unternehmen auch in Zukunft weder zu Investierungen noch zu Amortisationen, Betriebs-

vrllhlsche Universitätzdruckerei H. tauge General-Anzeiger für Gberheffen Sietzen.^5chulstrahe 7-9