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Berdunkelungszeil
4.12. von 17.09 bis 9.12 Uhr.
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Mozart ging verständlicherweise mit Freuden darauf ein. Doch war die Sache nicht so einfach er hätte die Partitur selbst von dem Stopiften ent. lehnen müssen. Dazu schickte der Kaiser öfters danach, so daß er meinte, er würde sie nicht „ganze drei Tage sicher behalten können". So wandte er sich an seinen Vater nach Salzburg und bat ihn., der auch eine Partitur besaß, diese durch Salzburger Kopisten abschreiben zu lassen: bort_ „würde « heimlicher und wohlfeiler geschehen können *- ging zu Riedesel, den er als einen -------_
Mann" kennenlernte und versprach ihm die Abschrift, bis Ende Oktober, längstens Anfang No-
„Fröhliche Gymnastik und Spiele" für Frauen:
leben Donnerstag, von 20 bis 21 Uhr
Turnhalle Schillerschule, Schillerstraße.
Der Reichspropagandaleiter der NSDAP, und Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda erläßt folgenden
Aufruf!
Die deutsche Wehrmacht hat die bolschewlstischeu Angrifssfronten vernichtend geschlagen!
Unermeßliches Leid und unvorstellbares Elend haben damit unsere Soldaten von uns allen ferngehalten!
Run stehen unsere Väter tinb Brüder Tausende von Kilometern von der Heimat entfernt. Sie brechen den letzten Widerstand des Gegners und beseitigen damit für alle Zeiten die Gefahr des Bolschewismus!
In den trostlosen Weilen des sowjetischen Raumes erfüllen die deutschen Soldaten trotz aller Unbill der Witterung in täglichem Einsatz ihre Pflicht. Ihre Strapazen und Entbehrungen sind ungeheuer. Sie vermissen die einfachsten Einrichtungen der Zivilisation. Rundfunk können sie nur in seltenen Fällen hören. Sie haben kaum Möglichkeiten der Unterhaltung und Entspannung.
Wir alle wollen unseren Soldaten an der Ostfront und im hohen Norden den Kampf erleichtern Helsen!
Für die Kampfpausen und Ruhelage wird die Heimat ihnen die Möglichkeit der Entspannung schaffen.
Ich rufe daher zu einer Spende von Grammophonapparaten und Schallplatten auf. Gebraucht werden Koffer- und Tischapparate sowie vor allem unterhaltende und Musiksch-allplatlen.
Denke jeder, der sich von diesen Dingen schwer trennen kann, daran, daß er damit vielen Soldaten an der Front ein Stück Heimat vermittelt.
Uns bleibt zu Haufe so viel Möglichkeit an Entspannung, daß die geforderten Apparate und Schall-
vember.
Freilich konnte diese Zeit nicht eingehalten werben: bie Salzburger Kopisten waren zu sehr mitt Arbeit überhäuft. So kam bie Abschrift später, als der Meister gebucht hatte, in bie Hände b*s Gesandten unb nach Berlin. Riebesel, b-r seit fahren bie etwas lässige, heoueme Art ber Wiener kenn-n- gelernt hatte, wirb Hies nicht weiter überraW haben. Aber es hätte auch nicht so geeilt: es bauerte bis nach bem Tobe des großen Königs, bis endlich am 16. Oktober 1787 Berlin bie Erstaufführung ber „Entführung" zum Geburtstag ber Königin Frieberike- erlebte. E. E. B.
Zuchthaus für päckchenmarde-v
verurteilt.
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Handball.
Gauklasse.
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Händeklatschen unangebracht erscheint. Das sind mehrere kleine Stücke, bie hintereingnber zu Gehör gebucht werden: muß denn nach einem jeden ber Eindruck, den es auf die Hörer machte, durch lärmendes Klatschen zerstört werden? Sollte es mcht genügen (wir wollen einmal ganz kühn sein), wenn zum Beispiel nur vor ber Pause bes Konzertes und am Schlüsse geklatscht würbe? Damit wäre dem Publikum nicht die Ausdrucksmöglichkeit genommen und doch auch die lärmenden Unterbrechungen auf ein erträgliches Maß eingeschränkt. Denn, seien wir einmal ehrlich: das Zerklatschen eines großen Erlebnisses gehört zu dem häßlichsten, was sich die Menschheit im Laufe der Jahre selbst geschaffen hat. Warum würde es denn keinem von uns emsallen, sagen wir mal: bei einer Aufführung ber Matthäus- Passion zu klatschen? Unb ist denn Beethovens ober Mozarts herrlichste Musik weniger hellig als bie Bachs? Warum können wir nicht einmal nach bem Erleben großer Musik ganz, ganz still unb andächtig bleiben? Wissen wir denn wirklich nach dem An- hören einer Beethoven-Symphonie nichts Besseres zu tun, als in die Hände zu klatschen? Wahrhaft große Kunst hascht nicht nach Beifall, fie» will Andacht. hast du noch nie, lieber Leser, einen großen Geiger oder Pianisten an seinem Instrument gesehen? hast du noch nie die Versunkenheit unb rücktheit in seinen Zügen wahrgenommen unb noch nie das Erschrecken gesehen, mit bem ihn berlBeifatt aus seiner Welt riß, die Verlorenheit unb Verständnislosigkeit seines Lächelns, mit dem er für die Ovation dankte? Unb hast bu nie empfunben, baß es ihm bann oft nicht leicht mürbe, sich zu sammeln und von neuem in bie Welt zu entsinken, ber bu ihn lärmend entrissest?
Wisse, lieber -Konzertbesucher, wann Beifall unb laute Ovation am Platze ist, aber fühle auch mit feinem Takt, wenn dir ein heiliges. Göttliches mit Ernst ehrfürchtiges Schweigen gebietet. M. P.
Oberst Adolf Moeller f.
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Spendet Grammophonapparate und Schallplatten!
Ein Aufruf Dr. Goebbels.
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Im Lazarett zu heibelberg ist nach langem schweren Leiden ber Oberst unb Kommandeur ber Wehrmachtfürsorge- unb Dersorgungsdienststellen im Wehrkreis XII Adolf Moeller, inWiesbaden-Biebrich wohnhaft, gestorben. Oberst Moeller war ein alter Ilöer-Offizier, der im Jahre 1903 bei bem alten Gießener Infanterie-Regiment 116 eintrat und einen großen Teil seiner Dienstzeit in Gießen verbrachte. Im Jahre 1914 war er Bezirksadjutant beim damaligen Be- zirkskommando Gießen, bei Ausbruch des Krieges im August 1914 rückte er mit dem Reserve-Jnfan- terie-Regiment 116 ins Feld. Er fand dann bei verschiedenen anderen Regimentern Verwendung, wurde für seine Verdienste im Frieden unb Kriege mit einer Reihe von Orden ausgezeichnet, u. a. mit dem Ritterkreuz des Hausordens von hohenzollern mit Schwertern, und nach dem Kriege in die Reichswehr übernommen. Als Bataillonskommandeur führte er bann das Jägerbataillon in Hirschberg, später war er im früheren Reichswehrministerium als Leiter von Wehrmachtfürsorgestellen tätig unb kam schließlich als Oberst unb Kommandeur ber Wehrmachtfürsorge- unb Versorgungsbienststellen im Wehrkreis XII nach Wiesbaden. In den Kreisen der alten 116er wird das Gedenken an den verdienten Offizier in guter kameradschaftlicher Verbundenheit fortleben.
Erfolgreiche Iieichsstraßenfammlung.
Ergebnis im Rhein-vlain-Gebiei um 64 v. h. höher.
NSG. Die dritte Reichsstraßensammlung für das Kriegs-Winterhilfswerk des deutschen Volkes, die die Deutsche Arbeitsfront durchführte, brachte im Gau Hessen-Nassau einen großen Erfolg. Die Sammlung erbrachte einen Betrag von 845919,71 R M. Das bedeutet gegenüber ber vorjährigen Sammlung ber Deutschen Arbeitsfront im Oktober 1940, deren Ergebnis sich auf 543 579,31 RM. belief, eine Steigerung von 64 v. h. Im Kreis W e 11 e r a u gingen bei ber Sammlung 51 492,11 RM. ein.
Einziehung überzähliger Glocken.
NSG. Zur Erweiterung ber Reserven unserer Rohstoffwirtschaft werben gegenwärtig überzählige Kirchen- und Rathausglocken abgenommen. Es Han- beit sich babei um eine vorsorgliche Maßnahme, wie sie generell bereits vor 130 Jahren während ber Befreiungskriege erstmalig unb seither sowohl im Deutsch-Französischen Krieg 1870'71 wie in den ersten Weltkriegsjahren zur Durchführung kam. Es
Kleiner Konzert-Knigge
Nein, lieber Leser, ich gedenke dir hier nicht noch; einmal vorzusetzen, was besorgte Eltern ihren Söhnen und Töchlern vor dem ersten Konzertbesuch nahelegen, gute Lehren, als da sisid:
Komme pünktlich zum Konzert; Unpünktlichkeit ist beim Kaffeekränzchen ober beim Stelldichein angebracht, dort wirkt das .vornehm- Im Konzert aber ist Unpünktlichkeit unanständig, rücksichtslos und unkultiviert und sollte die Entziehung der Eintrittskarte zur Folge haben.
Oder: hast bu den Keuchhusten, jo verzichte auf den Konzertbesuch. Solltest du dich trotzdem (was ja immer Vorkommen kann) räuspern müssen, so juche die Wucht des Ausbruches möglichst zu dämpfen.
Oder: hat der Dirigent den Stab, ober der Geiger fein Instrument, oder der Pianist eben die Hände erhoben zum Beginn, so spare dir, was du dem Nachbar ins Ohr flüstern wolltest, für später auf. Auch deinen Stuhl habe möglichst schon vorher zurechtgerückt; es ist für den Künstler sicher keine reine Freude, minutenlang mit erhobenem Taktstock, erhobener Geige dazustehen, oder vor bem Flügel 3U sitzen, dis sich ber Hörerkreis im Saal langjam zu beruhigen geruht. Bereite dich auf den Genuß, ber deiner wartet, würdig vor, indem bu es fertig bringst, vielleicht sogar schon einige Minuten vor bem Erklingen ber ersten Töne still unb andächtig zu warten unb deine Seele dem Kommenden zu bereiten. Lege dir auch dein Programm so zurecht, daß bu' es ohne Umblättern, störendes Knistern und Papierrauschen befragen kannst.
Alle diese guten Lehren, lieber Leser, die Eltern ihren Sühnen unb Töchtern auf den ersten Konzertbesuch mitgeben, will ich dir hier nicht noch einmal ans Herz legen, weil sie sich ja für dich und mich von selbst verstehen. Etwas anderes ist es, wovon ich reden wollte:
Wenn ein Künstler seinen Vortrag beendet hat, so
plättln, gemessen an dem, was unsere Soldaten entbehren, kanm ein schweres Opfer bedeuten bürf- ten.
Die Sammlung wird in der Zeit vom 7. bis 14. Dezember 1941 durch die Partei durchgeführt. Die gesammelten Apparate und Schallplatten werden im Einvernehmen mit der Wehrmacht direkt an die Front gesandt.
Zeigen wir unseren Soldaten, wie wir mit ihnen verbunden sind und ihnen durch Taten danken.
Dr. Goebbels.
Reichspropagandaleiter der RSDAp^ Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda. Nur brauchbare Grammophonapparate und guterhaltene Schallplatten spenden
Die Reichspropagandaleitung der NSDAP, teilt zu diesem Ausruf ergänzend mit:
Die Sammlung wird von den Politischen Leitern ber NSDAP, in ber Zeit vom 7. bis 14. Dezember durchgeführt. Gesammelt werden Koffer- nnd Tstch' apparate sowie guterhaltene Schallplatten. Selbstverständlich dient die Sammlung nicht dazu, alte unbrauchbare Instrumente aus den Haushaltungen zu entfernen, sondern es sollen nur Apparate gespendet werden, die ohne Reparaturarbeiten direkt an die Front gesandt werden können. Größter Wert wird auf Schallplatten mit guter Unterhaltungsmusik gelegt. Die Musik soll unseren Soldaten Un- terhattung und Entspannung bringen.
Um den Sammlern bie Arbeit zu erleichtern, wer- den die Volksgenossen aufgefordert, ihre Spenden nach Möglichkeit zur zuständigen Ortsgruppenge- schästsstelle der NSDAP, zu bringen.
An einem der obengenannten Tage werden die Beauftragten der Partei in jedem haushalt Nachfragen, um Spenden entgegenzunehmen.
Die Spender erhalten eine künstlerisch wertvolle Urkunde.
Aus der Stadl Gießen.
Schlage,-
Richt nur die ernsten Stationen des Lebens find es, die unsere Erinnerung sesthält, nicht nur bas Gewichtige erscheint uns bedeutsam. Es gibt auch Belangloses, heiter Unbeschwertes, bas sich dem Gedächtnis einprägt. Wer wollte darum den Schlager schelten, der unser Ohr vom Erwachen der Aui- nahmesahigkeit an begleitet?
Es ist noch nicht lange hex, da machte ein hoch- musikalischer Zeitgenosse seinem ärgerlichen Herzen Lust, indem er auf den neuesten Schlager schimpste, ihn kitschig unb sentimental nannte und ihm die Existenzberechtigung mit wohlgesetzten Worten abzusprechen versuchte. Er ist zu klug, um ein Don Quichote zu sein, aber seinen Kamps führt er bem noch gegen Windmühlen. Denn wie diese, drehen sich die Schlager unbekümmert unb unbeschwert im Winde des Alltags. Sie mit künstlerischem Maß zu messen, wäre eine Verkennung ihres ureignen Wesens. Und wenn sie, auch nur selten den bleibenden
pflegt ber Konzertbesucher seinen Beifall burch Händeklatschen kundzutun. Zum großen Künstler gehört nun einmal das Beifallsrauschen, eine Premiere auf der Bühne zum Beispiel, bei der das -Applaudieren untersagt wäre, wäre eben keine rechte Premiere. Das Publikum hat keine andere Möglichkeit, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Auch im Konzert tut es seinen Dank auf diese Weise kund. Damit tritt aber nun die Frage auf: Wann und wie oft und wo soll unb darf geklatscht werden? Abgesehen davon, daß Sonaten, Konzerte und Symphonien nun einmal drei ober vier Sätze haben, je nach bem, unb zwischen bieten Sätzen nicht geklatscht werden darf (was bie ahnungslosen Konzert- besucher, bie über die Zahl der Sätze nicht informiert sind, leicht in Verlegenheit bringen kann), gibt es doch auch noch andere Fälle, in denen uns das
Lpd. Frankfurt a. M., 3. Dez. Weich' Hart- Strafe denjenigen trifft, der sich an ^elbpoftpäd- chen vergreift, zeigte bie Verhandlung vor ber Sondergericht Frankfurt a. M. geaen den 27jÄ rigen Postfacharbeiter Ludwig Matheis. 6« hatte feit dem Sommer dieses Jahres etwa 2C bis 25 Feldpostsendungsn und in fette Fällen gewöhnliche Päckchen ftohlen. Jrr zwei Fällen unterschlug er losen Kaffee, der aus Päckchen gefallen war. Der als Volksschädling er achtete Angeklagte wurde zu 3 Jahren Zuckt- Haus, 200 RM. Geldstrafe und 3 Jahren Ehr
Morari und Johann Hermann ^d'ed,sei
Mozart hatte sich aus dem Dienstverhältnis zu dem Erzbischof von Salzburg, das nach unb nach entroürbigenbe Formen angenommen hatte, frei gemacht und sich in Wien niedergelassen. Dort schrieb er sein entzückendes Singspiel „Die Entführung aus bem Serail". Auf Befehl des Kaisers Joseph H. wurde es am 16. Juli 1782 zum 'ersten Male auf. geführt. Der Streit um das neuartige Werk ent- brannte. So verbreiteten die „Gazetten" den Ruhm des Werks durch Deutschland unb Europa. Auch in Berlin hörte man davon. Am Hof des großen Königs lebte Prinz Wilhelm Friedrich, der spatere König Friedrich Wilhelm II., gleich seinem großen Oheim ein begeisterter Freund der Tonkunst Er war es wohl, der dem Gesandten des Königs am Wiener Hofe, Johann Hermann Riedesel Freiherrn zu Eisenbach, den Auftrag gab, das Singspiel nach Berlin zu schicken.
Johann Hermann Riedesel, aus dem Altenburger Zweig des alten - hessischen Adelsgeschlechts, bekannt durch feine weiten Reisen unb burch seine Reife- dücher, feit Jahren ein geschätztes Glied der Wiener Gesellschaft, wird den Auftrag gern entgeaenae- nommen haben. Die Verbreitung der großen Musik, werke lag damals in den Händen der „Kopisten^ sie hatten sie oft sogar im Vorrat, so daß man fii bei ihnen gegen bares Geld ohne weiteres taufen konnte. Der Komponist ging babei freilich ziemlich leer aus. Riedesel ging diesen Weg nicht. Er wußte wohl, daß der große Meister meist in Geldnöten schwebte, die durch seine Ehe mit der wenig haushälterischen Konstanze nicht geringer geworben waren: so wollte er ihm den Verdienst voll zukom- men lassen. Er schickte deshalb am 25. September zu Mozart und bat um eine Abschrift der Partitur „die Belohnung für die Musik werde schon er
Wert des Volksliedes erreichen, so kommen sie ihm 3um mindesten doch zuweilen nahe und sind schlimmstenfalls^ immerhin so etwas wie ein Volks- lieder-Erfatz/ synthetisch oder Surrogat, wie man eben eines von diesen Fremdworten anwenden will.
Kurz vor dem Weltkriege machte ein Schlager die Runde, der sich „Zinnsoldaten" nannte. Mancher wird sich- dessen entsinnen, wenn man den scher^ajterweise unterlegten Text nennt: „Freu dich, Fritzck-en" — — Damals fd)tpang ein fein» jirmiaer unb verantwortungsbewußter Journalist bre Keder, um den „Zinnsoldaten" damit zu erstechen. Er schrieb in feiner Zeitung, es hinge einem schon zum Halse heraus, immer und ewig diese Melodie plärren zu hören. Da erhielt er etwas später einen Bries mit weiblicher Handschrift. Es war kein Liebesbrief. Die Frau des Komponisten schrieb ihm, ihr Mann hätte feit langen Jahren errrfte Musik komponiert und wäre erfolglos in bitterer Armut geblieben, jetzt endlich hatte ihm der.. Schlager Geld ins Haus gebracht. Unb ber ^Herr Krittkus möchte doch fein allzu gestrenges Urteil ein wenig zügeln.
Ja, es hat eben alles seine zwei Seiten. Auch her Schlager. Darum seid mllde geaen ihn, wenn ihr ihn hört, auch wenn sein vielleicht schmalziger Klang euer empfindliches Ohr zu beleidigen scheint! Genügt es nicht schon, wenn er anspruchsloseren Gemütern, bie nichts weiter als ein wenig Freude suchen, gefällt? Auch das Gemüt braucht seine Speise,' unb wenn sie ihm schmeckt, dann ist sie richtig. So möge ber Schlager meiterflingen, als unverbindliches .Seelenpendel. W. K.
W'GenieinWst Ä Stall öüuü Mtze
ist Vorsorge getroffen, baß jeder Gemeinde mindestens eine Glocke erhalten bleibt Alle künstlerisch ober historisch wertvollen Glocken werden ebenfalls dem Kulturgut des deutschen Volkes bewahrt.
*
** Mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet wurde Forstasfessor Rudolf I m - mel, Leutnant in einem Artillerie-Regiment im Osten, für Tapferkeit vor dem Feinde.
** 7 5. G e b u r t s t a g. Der Lokomotivführer i.R. Heinrich Sommes, Weserstraße 23 wohnhaft, kann am morgigen Freitag, 5. Dezember, in körperlicher unb geistiger Frische seinen 75. Geburtstag begehen. Dem Jubilar, der seinen Geburtstag in Alzey, Volkerstrabe 33, verlebt, gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche. . ,
** Nähmittel auf Abschnitt „a“. Naa) einer Bekanntmachung der Reichsstelle für Kleidung dürfen auf den Nähmittelabschnitt, „a" der 3. Reichskleiderkarte Nähmittel im Werte von 30 Rpf. abgegeben werden. Bei der Abgabe von Nähseide usw. wird nur die Hälfte bes Wertes auf den Abschnitt abgerechnet.
*♦ 178 kg Hagebutten mehr. Wie die Direktion des Ludwig-Gymnasiums auf bett Sammelbericht der RfH. (ReichsarbeitsgemeinsckM für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung) hin mitteilte, lieferte die Anstalt z. Z ber Erkrankung des Schulstellenleiters. Studienrat Dr. Menger, insgesamt 178 kg Hagebutten an die Kdnservenfabriken Groß-Gerau und Gießen unmittelbar ab. Um diese ansehnliche Menge Wild- srüchte erhöht sich demnach die Leistung der Anstalt.
Aus der engeren Heimat,
Einbrecher
nach mehreren Monaten ermittelt.
* Butzbach, 3. Dez. Dor einigen Monaten wurden hier in der Schiehhalle der Butzbacher Schützengesellschaft Gewehre, Munition unb verschiedene andere Gegenstände mittels Einbruchs gestohlen. Trotz eifriger Bemühungen der Polizei konnten die Einbrecher zunächst nicht er- mittelt werden. Eine Reihe von Gartenhaus-- einbrüchen erweckte den Verdacht, daß diese Täter auch bei dem Einbruch in die Schießhalle in Betracht kommen könnten. Zwei wegen der Gartenhauseinbrüche inzwischen verhaftete Personen wurden daraufhin von der Polizei ins Verhör genommen unb gestanden schließlich auch ein, den Einbruch in ber Schießl-alle verübt zu haben. Dabei sind bie Täter nach Fortnahme mehrerer Dachziegel durchbasDach eingestiegen und Haden auf dem gleichen Wege den Ort ihrer Tat auch wieder verlassen, wobei sie nicht vergaßen, das Dach mit den Ziegeln sorgfältig wieder zu decken. Gestohlen wurden zwei Gewehre, einige hundert Schuß Munition unb noch mehrere andere Gegenstände. Die Polizei konnte in den Wohnungen der Einbrecher die versteckte Munition auffinden unb sicherstellen, nach den angeblich im Stadtwald versteckten Gewehren wird'noch gesucht.
Landkreis Gießen
♦ ß a u t e r ; 3. Dez. Die vor einigen Tagen durch Sturz in der Scheune ihres Grundstücks verunglückte Landwirtsfrau Emma Schmidt, die mit schweren inneren Verletzungen nach Gießen in ein Krankenhaus eingeliefert werden mußte, ist. dort an den Folgen bes Sturzes verstorben.
Kreis Alsfeld.
—.— Homberg, 3. Dez. Die NSG. „Kraft durch Freude" veranstaltete am Montagabend in der hiesigen Stadthalle ein Gastspiel der I Rhein-Mainischen ßanbesbüjne. Zur Aufführung kam das reizvolle Stück „Scampolo". Den Künstlern wurde verdientermaßen reicher Bei- i fall gespendet.
Kreis Dehlar.
* Salzböden, 3. Dez. Der Unteroffizier Konrad Klein von hier, der bereits während des ‘ Feldzugs in Frankreich mit dem Eisernen Kreuz ! 2. Klasse ausgezeichnet wurde, erhielt für hervor- > ragende Tapferkeit auf dem östlichen Kriegsschau- 1 platz das Eiserne Kreuz 1, Klasse. Sein • Bruder, der Obergefreite Richard Klein, wurdx i mit bem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet unb l gleichzeitig zum Unteroffizier befördert, er ist auch > Trager des Panzersturmabzeichens.
ftiger gestalten.
Kreisklasse.
Heuchelheim — Luftwaffe II 6:8 (4:4)
Heuchelheim fand sich mit Beginn des Spiels zusammen und führte bald 2:0. Die Soldaten ließe" jedoch nicht nach und konnten bald den AusgleÄ' herstellen. Nach beidersettigen weiteren Erfolgs ging man mit 4:4 zur Pause. Wiederum konnte W Platzmannschaft zwei Tore vorlegen. Dann kam M 'Luftwaffe auf. Der Ausgleich war bald erziell, um zwei weitere Treffer stellten das Spiel auf 8:6.
HI.-Spiele im Bann 116.
M tv. Gießen — Watzenborn 12:6 (5:2)
Äatzenborn konnte den Siegeszug der Gießens nicht unterbrechen. Die Mannschaft zeigte wohl (0 Ansätze, jedoch fehlt durch die neue Aufstellung Ww das Verständnis , untereinander. Anders mar * diesmal bei ber Platzmannschaft. Map^ zog dw Spiel auseinander, wodurch die Außenstürmer i®' mer wieder Gelegenheit fanden, Treffer zu erziele?
Lich — Grüningen 5:12 (1:5).
Griiningen trat zu diesem Spiel nur mit 9 MM an und konnte trotzdem gewinnen. Bei den VaH' Herren wollte nichts gelingen. Man glaubte bun Alleingänge zu Erfolgen zu kommen unb scheitsrÄ immer wieder an der verstärkten Verteidigung M Gäste. Die eigene Hintermannschaft rückte zu wer auf, was die Gäste jedesmal ausnutzten und w* Erfolge anbrachten. Beiderseits wurde zu hart (F spielt.
SA. Frankfurt — Lust waffeGießenSH
Die Luftwaffe mußte in Frankfurt die ermartete Niederlage hinnehmen. Das Spiel zeigte jedoch, daß die Soldaten bis zum Schluß durchhlelten und do durch noch ein achtbares Resultat erzielten. Bete Stande von 2:0 der Gastgeber konnte Gießen einer Treffer aufholen. Nach weiteren fünf Erfolgen br SA. gelang den Soldaten ein weiterer Treffer. NE dem Wechsel waren die Frankfurter zunächst tom angebend. Die Gäste griffen immer wieder ai ujü konnten durch drei weitere Tore das Ergebnis göm
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