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Zerstörungen durch Sprengbomben sind fortgesetzt ter Abwehr mehrerer Gegenangriffe in kühnen Vor­worden. Die von den finnischen Truvpen besetzten stoßen tief in die bolschewistischen Stellungen ein. Gebiete tragen den Stempel der Zerstörung und sind Im Rücken der Bolschewisten nahm es mehrere durch Minen und Fallen stark verseucht. > kleinere Ortschaften. Der kühne Vorstoß bedeutet

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macht, um nicht das Zutrauen zum englischen Pulver zu untergraben, das bereits in der Skager­rakschlacht explotüerte, während das deutsche Pulver ohne Explosion ausbrannte. Diese Verheimlichung der Wahrheit vor dem Parlament, und das bedeutet die Verheimlichung vor der Oeffentlichkeit, war seine Pflicht. Als Erster Lord der Admiralität^mußte er mit allen Mitteln für die Hebung der Stimmung der Flotte sorgen."

Helsinki, 3. Dez. (DRV.) Das Oberkommando der finnischen Wehrmacht gab bekannt: Wegen des nahenden Winters und des Drucks unserer Truppen hat der Feind die Räumung des Gebietes vonHangö begonnen. Maßnahmen hur Besetzung des Pachtgebietes sind im Gange. Die feindlichen

Augenblick an, in dem der spanische Außenminister auf dem Berliner Staatsakt feine' Rede gehalten hatte. Auf diese Weise wurde die politische Ziel­setzung der nordamerikanischen Wirtschaftsverhand­lungen entlarvt.Arriba" erklärt, das fei die eigen­artige Auffassung Nordamerikas von demokratischer Freiheit, für die man dort zu kämpfen vorgebe.

Die positive Seite der Bilanz, die das parteiamt­liche Organ zieht, wird folgendermaßen formuliert: Der Berliner Kongreß ist ein erster Schritt zu dem, was eines Tages auf dem Kontinent nach der heutigen Auseinandersetzung verwirklicht wer­den muß. Dort wurde die Grundlage für eine poli­tische und wirtschaftliche Zusammenarbeit aller europäischen Völker geschaffen. Die antikommunistischen Kräfte werden eines Tages die außergewöhnliche Aufgabe übernehmen müssen, das Schicksal eines neuen Europas auf feinen wirklichen Interessen aufzubauen. Die Berliner Konferenz ist der Prüfstein für die Zukunft Europas."

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Sun er. Dabei werden bemerkenswerte politische

Oer Einbruch in das Verieidigungssystem vor Moskau

arum Stalin vergebens auf die Lieferungen aus den Vereinigten Staaten warten muß.

OieBerfenkungeinesbriiifchen Kreuzers vor Tobruk.

Rom, 3. Dez. (Europapreß.) Zur Versenkung eines Kreuzers derAurora"-Klasse durch ita­lienische Torpedoflugzeuge berichtet Mefsaagero", der englische Flottenverband sei von einem oeutschen Aufklärer auf der Höhe von Tobruk gesichtet worden. Etwa fünfzig Seemeilen von der Stadt entfernt hätten drei italienische Tor­pedoflugzeuge vier leichte Kreuzer in mitt­lerer Fahrt in Doppelkiellinie festgestellt und den Kreuzer auf dem äußersten rechten Flügel zum Ziel bestimmt. Der Angriff sei gleichzeitig von zwei Sei­ten erfolgt, um dem Kreuzer das Ausweichen un­möglich zu machen. In heftigem Abwehrfeuer feien die drei Torpedos fast gleichzeitig abgescbossen worden und hätten das Schiff getroffen. Große Löcher seien in die Planken des Schiffes gerissen worden, das innerhalb von zehn Minuten gesunken sei. Die italienischen Torpedoflugzeuge seien trotz einer Reihe von Beschädigungen im Führerflugzeug zu ihrem Stützpunkt zurückgekehrt.

Der australische Avisoparamatta" gesunken.

Berlin, 3.Dez. (DNB.) Mit der Versenkung des australischen KreuzersSydney" wird auch zu­gleich die Vernichtung des australischen AvisosP a.- r a m a t t a" gemeldet. DieParamatta" wurde 1940 fertiggestellt und als Geleitschiff in Dienst gestellt. Sie gehörte, wie dieSydney", der australischen Marine an und hatte eine Wasserverdrängung von 1060 Tonnen. Die Besatzung betrug 161 Mann. Da­von werden 141 Offiziere und Mannschaften ver­mißt, sie sind wahrscheinlich ums Leben gekommen.

Oie Sowjets räumen Hangö.

Spanien und die Neuordnung Europas

Oer Gegendruck aus England und den USA.

N e u y o r k, 3. Dez. (Europapreß.) Die amerika­nischen Lieferungen an die Sowjetunion sind nach einem Bericht derNew York Times" in den ersten beiden Monatey seit dem USA.-Lieferungsverspre- chen weit hinter den Erwartungen zu­rückgeblieben. Daher sei man sowohl in Mos­kau wie auch in Kreisen der sowjetischen Einkaufs­kommission in den USA. sichtlich ungehalten. Mili­tärsachverständige äußern die Befürchtung, daß die Sowjetunion das ihr versprochene Material nicht mehr rechtzeitig erhalte. Der militärische Widerstand der Roten Armee könne an dieser Frage cheitern. Als Gründe für das bisherige Versagen der USA. wird erstens die T o n n a g e k n a p p- heit angeführt. Bisher ist kaum die Hälfte des für die versprochenen Lieferungen benötigten Schiffsraumes zur Verfügung gestellt worden. Als zweiter Grund wird der Widerstand britischer und amerikanischer Flotten- und Armeekreise gegen die Abgabe von Rüstungsmaterial an

Berlin, 3. Dez. (DNB.) Der Einbruch der deut­schen Truppen in das bolschewistische Derteidi- gungssystem vor Moskau ist mit hervorragenden soldatischen Leistungen aller eingesetzten deutschen Einheiten verbunden. In harten Kämpfen haben die deutschen Soldaten ein tiefgegliedertes hob schewistifches Stellungssystem b e ° z w u n g e n , das durch zahlreiche Bunker, Ma­schinengewehrstände und Widerstandsnester aus Holz und Stein verstärkt war. Außerdem hatten die Bolschewisten mehrere kleine Dörfer zu festungs­artigen Stützpunkten ausgebaut. Gegen dieses Verteidigungssystem traten die deutschen In­fanterie- und Panzerverbände am Morgen des 1. 12. nach voraufgegangener Artillerievorbereitung an. Trotz der großen Kälte und des Glatteises arbeiteten sich die deutschen Soldaten an die bolschewistischen Stellungen heran. Um die zahlreichen Widerstandsnester und vor allem um den Besitz der von den Bolschewisten befestigten Dörfer entwickelten sich hartnäckige Einzel­kämpfe, in denen sich Infanterie und Pioniere wiederum den Bolschewisten weit überlegen zeigten. Unter schweren bolschewistischen Verlusten wurde ein Stützpunkt nach dem anderen ausgeräuchert. Bereits in den Mittagsstunden des 1. 12. war klar erkenn­bar, daß der Einbruch auf breiter Front gelungen war. An einzelnen Stellen des Kampfgebietes waren Minenfelder zu überwinden, die von den Bolschewisten mit allen Mitteln der Sprengtechnik angelegt waren. Ein deutsches Armeekorps drang gegen heftigen bolschewistischen Widerstand und un-

die Sowjetunion genannt. Als dritter Grund wird geltend gemacht, daß man keine genügende Kenntnis über Entlade- und Laqermöglichkeiten in Archan­gelsk und über die Frage des Weitertransportes besitze. Von sowjetrussischer Seite werde behauptet, Archangelsk könne monatlich 350 000 Tonnen um­schlagen. Die Sachverständigen in den Vereinigten Staaten und England bestreiten diese Angaben und behaupten, die Waren müßten teilweise mit erheb­lichem Verlust auf Eisflächen ausgeladen werden. Ferner fei niemand darüber unterrichtet, ob Sowjetrußland die Entladung großer Materialmen­gen arbeits- und organisationsmäßig bewältigen könne. Schließlich solle der amerikanische Sachver­ständige Harriman und der britische Beschaf- fungsminister B e a v e r b r o o k auf der Moskauer Konferenz mit ihrem Versprechungen weit über das erfüllbare Maß hinausgegangen sein. Sie hätten einiae 100 000 Tonnen monatlich versprochen.

Feststellungen gemacht über das Verhältnis Spa­niens zu England und Nordamerika und zur Neu­ordnung Europas. WieArriba" feststellt, wird von britischer und nordamerikanischer Seite der Versuch unternommen, Spanien politisch und wirtschaftlich unter Druck zu setzen und damit seine Be­wegungsfreiheit einzuschränk?n. Von London aus ist versucht worden, unzufriedene Elemente in Spanien gegen die nationale Führung zu mobilisieren. Diese britischen Bemühungen nennt das BlattMachenschaften widerlicher und übel­keitserregender Mitarbeiter Ehurchills".

Bei dem nordamerikanischen Druck handle es sich um den Versuch, eine T r e i b ft o'f f f p e r r e über Spanien zu verhängen. Man habe von Washington aus mit einer solchen Sperre gedroht von dem

für die frontal angreifenden deutschen Truppen eine spürbare Entlastung.

Im weiteren Angriff stießen Kräfte einer Pau-, zerdivision durch die Linien der Bolschewisten und drangen in eine größere Ortschaft ein. Dabei wur­den Teile des Gegners eingeschlossen und bis jetzt 450 Gefangene gemacht, sowie zahlreiche Geschütze erbeutet. Mit diesem Vorstoß konnte die Panzer­division die Verbindung mit einer benachbarten Infanterie-Division Herstellen. Die deutschen Panzer setzten ihren Angriff fort und nahmen noch mehrere Ortschaften in Besitz. An anderer Stelle durchbrach die Vorausabteilung einer Infanterie-Division die feindlichen Linien bis zu einem Flußlauf und nahm die unversehrten Brücken in ihre Hand. Die Vor­ausabteilung bildete am jenseitigen Ufer einen Brückenkopf, der das weitere Vorgehen der nach­folgenden Division ermöglichte. Andere Panzer haben in hartnäckigem Kampf eine starke verteidigte größere Ortschaft genommen. Teile derselben Pan­zerdivision unterstützten einen Jnfanterieangriff gegen einen Waldrand, der ebenfalls in deutsche Hand kam. Die Bolschewisten unternahmen zur Entlastung mehrere Dorstöße, die jedoch alle für den Gegner verlustreich zurückgewiesen werden konnten. Auch in dhberen Kampfabschnitten ver­suchte der Feind durch weitere verzweifelte Gegen­angriffe das Vordringen der deutschen Truppen-auf- zuhalten. So griff er an einer Stelle, unterstützt von Panzern und lebhaftem Artilleriefeuer, im Lause des 2.12. siebenmal an. Alle Angriffe wurden unter schwersten Verlusten für die Bolsche­wisten zurückgeschlagen. An anderer Stelle wehrten deutsche Panzer von Süden geführte Infanterie- und Panzerangriffe ab. Bei all diesen Kampfhand­lungen hatten die Bolschewisten viele Tote und

Madrid, 3. Dez. (Europapreß.) Das partei- :die OrganArriba" zieht die Bilanz der Ber- Reise des spanischen Außenministers Serrano

Auch bei der Versenkung derRoyal Oak" wurde drüben von Zufall, vonGlück" heißt Glück im Krie

V' gesprochen. W a s riegsfall?Glück hat auf die Dauer n u r d e r T ü ch t i g e" sagte schon Feld- marschall Graf M o l t k e. Nicht blinder Zufall ist der Grund für die erwähnten deutschen Erfolge gewesen nein deutsche T ü ch ti gkeit hat unserer Marine diese Ueberlegenheit des Materials verschafft. Sie konnte aufbauen auf den gründlichen Erfahrungen, die sich in allen Werken des geniglen Erschaffers der deutschen Hochseeflotte gezeigt haben. Die Besatzungen unserer Flotte wissen ge­nau, daß alles geschehen ist, um sie mit den denk­bar vollkommeiHten Schiffen und Waffen auszu- rüften. Anders drüben!

Man versteht, daß der englische Admiral, der die gegen dieBismarck" zusammengezogene Angriffs­flotte befehligte es waren schließlich 16 Eng­länder gegen einen einzigen Deutschen, selbst dem schon todwunden Feinde gegenüber feirte vier riesigen Schlachtschiffe auf-größte Schußweite hielt. Sonst wären sie vielleicht ebenso in die Lust ge­flogen wie kurz vorher dieHood" und einst vor dem Skagerrak die .Zndefatigable",Queen Mary" undInvincible". Der Geschwaderchei zog es vor, gegen den allmählich wehrlos werdenden Deutschen Ichnelle leichte Schiffe zu Torpedoangriffen anzu­setzen. Aber nicht etwa nach dem ersten Treffer ist dieBismarck" gesunken, nein, nicht weniger als neun Torpedotreffer waren nötig, bis das Heldenschiff endlich mit wehender Flagge in den Fluten versank. Der Londoner Admiralität aber blieb nach diesemSiege" die nagende Sorge, daß auch bei weiteren Gefechten ein paar deutsche Granaten, ein einziger Torpedotrefier genügen können, auch das größte britische Schiff hemmungslos in den Grund zu jagen. Daran mahnt auch jetzt wieder der neueste Verlust, der Untergang der mächtigenArk Royal".

Zu spät!

Bon unserer Berliner Schriftleitung. Jetzt hat Churchill selbst den Wirrwarr rm eng. lijchen Arbeitseinsatz zugeben müssen. Bisher hatte er die Regulierung des Arbeitseinsatzes feinem Ar. beitsminister Benin übertragen. Benin wurde et­was voreilig von der liberalen und der Labour. Presse, mit Vorschußlorbeeren bedacht und als der Mann der gewaltigen Initiative angepriefen. Benin versuchte, die Massen, ähnlich wie Lord Beaver, brook, zu Mehrproduktion zu veranlassen. Entscheid dende' Monate sind darüber vergangen. Schließlich sieht sich Churchill genötigt, vom Unterhaus die Vollmachten für sich selbst zu verlangen, die Benin vor Jahresfrist empfangen hatte und nicht ausnutzen konnte.

Daß Englands Arbeitskräfte nicht zureichen, um den Materialbedarf eines totalen Krieges zu sichern, ist nicht eine Weisheit von heute. Churchill selbst aber gibt zu, daß seine Hoffnungen zusammenqe- brochen sind. Die Hoffnung auf die USA., sie wär. den das produzieren, was die fehlenden Arbeits­kräfte Englands bisher nicht produzierten, hat ge« trogen.Wir haben weiterhin", sagte Churchill, auf sehr wichtige Zufuhren verzichten müssen, die wir aus den USA. erwartet hatten, die jedoch nun mit unterer Zustimmung nach Rußland qe* sandt worden sind." Infolgedessen sei sein Zeit­plan für die Mumtionserzeugung in Unordnung geraten. Jetzt, im dritten Jahr des Krieges, sieh, sich Churchill genötigt, endlich den Briten zu sagen, daßdie Schraube noch schärfer angezogen werden muß". Aber der totale Krieg wird entschieden durch die Nation, die rechtzeitig alle ihre Kräfte auf ein Ziel ausrichtete. Eine solche Nation ist nicht mir ein Volk in Waffen, sondern ein Volk in Diszivlin vom ersten Tage des Krieges ab. Und das ist nicht, wie Churchills Rede genugsam bewies, das sinkend, England.

Verwundete und verloren insgesamt 20 Panzer» wagen.

Wofür General Gallenkamp das Ritterkreuz erhielt.

Generalleutnant Gallenkamp, der, wie mir gestern schon meldeten, als Kommandeur einer In­fanteriedivision mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet worden ist, hat sich bereits in den Kämpfen bei Bialowicza, bei Mogilef, Blagowitschi und Roslawl große Verdienste erworben. Er übernahm mit seiner Division am 21. 8.1941 den Befehl über einen Ab­schnitt des Jelnja-Bogens. Er hat sich ohne Schonung seiner Person rücksichtslos dafür eingesetzt daß der feindliche Angriff vom 29. 8.1941 bis zum 19.1941 ohne Erfolg für den Gegner blieb. Die Herausführung der Division aus einer besonder! schwierigen Lage war nur möglich, weil Generalleut' nant Gallenkamp im Vertrauen auf feine Truvpe sehr schwierige Bewegungen befehlen und zum Teil selbst leiten konnte.

Zwei Ritterkreuzträger der ff gefallen.

Berlin, 3. Dez. (DNB.) Bei den Kämpfen um Rostow fiel am 17. 11. der Kompaniechef der 1. Kompanie der Leibstandarte ffAdolf Hiller", -Hauptsturmführer Gerd P l e i ß. Im Mai hatte der Führer ihm durch Verleihung des Ritter­kreuzes für fein heldenmütiges Verhalten im Süd- ost-Feldzug ausgezeichnet. Ihm gebührt das Ver­dienst, die englische Schlüsselstellung am Klidi-Paß. erstürmt und damit der Leibstandarte den Durch­bruch ermöglicht zu haben. Selbs . verwundet, Hal. er damals ohne Unterstützung schwerer Waffen bei Regen und Schnee an der Spitze.feiner Snnwanie- die Gipfelstellung gegen härtesten Widerstand er­obert.

Ferner ist seinen bei den Kämpfen im Osten er­littenen schweren Verletzungen erlegen Erwin. Rochner, ^-Unterscharführer in einer- Panzer­jägerabteilung. Roßner hat im West- und Südost' Feldzug in den Reihen der ^-DivisionReichs gestanden. Das Ritterkreuz erhielt er für überlegten und tapferen Einsatz bei den Kämpfen- um Jelnja. Als Geschützführer einer leichten Pak gelang es ihm, acht sowjetische Panzerkampfwagen in fünf Minuten zu vernichten.

Oer dänische Gesandte in London sagt sich von seiner Ikegierunq los.

Stockholm, 3. Dez. (Europapreß.) Der däni­sche Gesandte in London hat dem Außenminister Scavenius mitgeteilt, daß er in dem Beitritt Dänemarks zum A n ti t o m i n t e r n p affi eine Gefährdung der allen Beziehungen Dänemark»

Büchertisch.

Ernst Ludwig Cramer: Die Kinder­farm, mir 66 Lichtbildern, Verlag Rillten & Loe- ning in Potsdam. So fröhlich wie das mit sudelnden Kindern vollgepackte Eselgespann auf der Einbandzeichnung von Heiner Rothfuchs ist dies ganze Buch, das ein alter Afrikaner aus dem eige­nen reichen Erleben Deutsch-Süd-Wests geschrieben und das er dem Andenken der deutschen afrifa= nischen Jugend gewidmet hat, die -für den Sieg Großdeutschlands ihr Leben gab. Er erzählt mit her Anschaulichkeit und Ausführlichkeit, die wißbe­gierige Jugend haben will, von der Entstehung der Farm, von der Natur des Landes und seinen Ur­bewohnern, von den vielen kleinen und großen Sorgen, die auf einen Farmer einstürmen bei seiner harten Arbeit fern von Nachbarn und Hilfe aus der Stadt. Vor allem aber erzählt er von den^füns Kindern, die an allem teilhaben, an Leid und Freud auf der Farm, die in Windhuk in die deutsche Schule gehen und dann doppelt frohe Ferien daheim auf ihrer Farm erleben. Es ist ein schlechtes Buch von einer beglückenden Natürlichkeit und daß es zu den Kindern spricht, dafür zeugt die hohe Auflage, dafür zeugt auch derHilf-mit"-Preis des NSL.-Lehrer- bundes, den der Verfasser soeben erhielt. Die vielen ganz aus dem Tageslauf des Farmerlebens ge­schöpften Lichtbilder entsprechen ganz der An die­ses Buches, das mir recht vielen deutschen Buben und Mädeln auf den Weihnachtstisch legen möchten.

Dr. Fr. W. Lange.

Luise Ullrich: Sehnsucht, wohin führst du mich? Mein südamerikanisches Tage­buch. 142 Seiten. Mit 6 farbigen Tafeln und 19 Textbildern der Verfasserin. Broschiert 2,40 RM., gebunden 3,20 RM. Im Propyläen-Verlag, Berlin. (102) Das Buch ist ein neuer, sympathisch anmutender Beleg 3um_ Thema der künstlerischen Doppelbegabung, diese Schauspielerin hat bewiesen, daß sie zu schreiben versteht, und sie hat ihr schma­les Buch übrigens auch mit Federzeichnungen und Aquarellen illustriert, die Anschauungsvermögen, Sicherheit des Striches und Farbensinn erkennen laffen. Was den Text betrifft, so ist er in feuille-

tonistisch kurze Kapitel aufgeteilt, angenehm und anschaulich zu lesen: man bekommt eine Vorstel­lung von Land und Leuten, Menschen und Tieren, von Rio und Buenos Aires, von Anden und Ur­wald, von Kupferminen, Inka-Ruinen und Schlan- genfarmen. Außerdem ist es wirklich so etwas wie ein Tagebuch, also etwas sehr Persönliches. Der wienerische Charme und der weibliche Humor, den wir aus manchen Filmrollen der Luise Ullrich ken­nen, hat sich auch ihrem Buche mitgeteilt; es ist das gescheite, nachdenkliche und warmherzige Buch eines Menschen, der mit einer ganz kindlichen Sehnsucht und einer unverbildeten Aufgeschlossen­heit den Wundern wie den Realitäten einer fernen Wett entgegentrat und davon zu erzählen weiß. Den vielen Freunden der Schauspielerin Luise Ullrich wird es eine willkommene Bereicherung ihres Schattenbildes sein. Hans Thyriot

Hedwig L 0 : Große Freud' am kleinen Tier. Häusliche Erlebnisse mit allerlei Kriechzeug, mit Igeln und lustigen Vögeln. Verlag Knorr & Hirth, München. Geb. 3,70 RM, Hed­wig Lohß erzählt von ihren Schützlingen in Haus und Garten. Die Eidechsen im Garten warten auf Leckerbissen aus ihrer Hand. Freund Igel findet sich ein zu Kost und Logis, die Blindschleiche ist Spielkamerad der Kinder. Eine Schildkröte genießt ebenso Hausrecht wie zwei Mauergekkos und nied­liche Haselmäuse. Und dann die Vögel' Mit ganzer Hingabe werden kleine, dem Nest entfallene Find­linge groß gezogen; ein Kirschkernbeißer, ein Fink, ein Starmatz. Eine gute Mutter hat immer ein Herz für das Tier. Darum sind ihre Kinder Mit­spieler, Mitentdecker, Mithelfer. Wir sehen es auch an den 40 Ausnahmen der Verfasserin, Tierbildern von besonderem Reiz. .

21 u g u ft Straub: Die Malerin Marga Buchheit. Leben und Werk einer früh Lollenoeten.,79 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. Verlegt bei Schirmer & Mahlau, Frankfurt a. M. 1941. (89) Wir haben vor einiger Zeit in der Heimat im Bild" einen Ausschnitt aus dem Schas­sen der mit 22 Jahren verstorbenen, hochbegabten Malerin Marga Buchheit veröffentlicht. In dem von 2luguft Straub liebevoll betreuten, vom Verlage ge­

diegen ausgeftatteten Bande erscheint nun das Bild der 1914 in Marburg Geborenen, 1936 in Swine- münde ganz plötzlich Dahingegangenen in aussühr- licherexn Zusammenhänge, persönlich belebt durch Briefe, Tagebuchblätter und kleinere dichterische Aeußerungen; neben die Schilderung des allzu kur­zen Lebensganges, dem schöne Erfolge .und eine spürbar zu verfolgende Entwicklung die hoffnungs­vollsten Akzente gaben, tritt im Bildanhang ein glücklich gewählter Ueberblirf über Marga Buch- heits überraschend umfangreiche künstlerische Hinter­lassenschaft: sie besticht noch in der Wiedergabe ebenso durch die erstaunliche technische Sicherheit wie durch eine ausgeprägt persönliche Haftung, eine an bester deutscher Malertradition geschulte Form. Der kleine Band mit dem sorgfältig zusammengestellten Werkverzeichnis sei allen Kunstfreunden empfohlen: er wird den Leser und Betrachter empfinden lassen, welch ein Verlust mit dem allzu frühen Tode von Marga Buchheit zu beklagen ist, und was aus chrer Hand, bei gleichmäßig fortschreitender Entwicklung, noch zu erhoffen gewesen wäre. Hans Thyriot.

Bernhard Schwertfeger: Im Kampf um den Lebensraum. Preis in Seinen gebun­den 9,80 RM. Verlag Rütten & ßoening, Pots­dam. Der Verfasser, Generalmajor Dr. h. c. Bernhard Schwertfeger, in der kriegswissenschaft­lichen Arbeit des Generalstabs herangebildet, im Weltkriege als Betreuer der Archive des belgischen Außenministeriums bereits durch Veröffentlichung voll Dokumenten, die zur Klärung der Verantwortlichkei­ten wesentlich waren, heroorgetreten, ist dann einer der namhaftesten Kämpfer gegen die Kriegsschuldlüge von Versailles geworden. Nicht minder aufschlußreich sind seine Forschungen über Öte Zusammenhänge von Politik und Kriegführung namentlich zu Ende des Weltkrieges. Auch in diesem neuen, viel weiter aus» holenden Werk kommt es dem Verfasser darauf an, dem Zusammenklang politischen und mllttärischen Handelns in der jüngsten deutschen Vergangenheit von 1870 bis in unsere Tage nacyzugehen, denn der 2lusgang des Weltkrieges hat soviel gelehrt, daß hier eine der entscheidendsten Fehlerquellen daftir liegt, daß Deutschlands Kamps um den ßebensraum nicht früher schon zu Ergebnissen geführt hat, die ihm hinreichende Sicherheit gegen die Bedrohung

durch die anderen europäischen Machtfaktoren bou Politisch wie militärisch mußten diese Sicherungen geschaffen werden. Bismarcks genialer Bündnis­politik stand eine starke Rüstung zur Seite, aber in der Folgezeit konnte weder das eine noch das andere« wie es der sich immer bedrohlicher zuspitzenden ßage des Reiches entsprochen hätte, erhalten, geschweige denn ausgebaut werdem Die Folgen kennen miß alle. Wie das kam, legt Schwertfeger aus genaueste Kenntnis der unendlichen Fülle des geschichtlicheifi Materials gründlich und umfassend dar, wob» wenige große Gesichtspunkte gleichsam als ßeiifterne dem Leser stets vor Augen bleiben, so daß hier en Werk entstanden ist, das jedem nach den Zusammen­hängen von Vergangenheit und Gegenwart Fragen­den klare Antwort gibt. Dr. Fr. W. Lange.

Otto Julius Schober.: Vormarsch mit Panzern. Nachrichtenmänner bei der Kämpfen im Westen. 112 Seiten mit Aufnahmen des Verfassers. Verlag von G. Danner, Mühlhausen (Thür.). (97) Die nicht ganz kleine Zahl vor Panzerbüchern, die wir heute schon besitzen, ist hie» um eines vermehrt, in denen der aus seiber frühe-- reu Tätigkeit in Gießen bekannte Verfasser feine Erlebnisse als Panzer-Nachrichtenmann niedergelegt hat und sowohl von seiner "anstrengenden Spezim- ausbilbung in der Heimat als auch von feiner Kriegserlebnissen im Westfeldzuge berichtet, den n im Verbände einer schnell berühmt gewordener Panzergruppe mitgemacht hat. Das Bändchen gib/ manchen Einblick in den Dienst und die Kamps aufgaben einer wichtigen Spezialtruppe und mit? dem Verfasser und seinen Kameraden später eine erwünschte Erinnerung sein. Aufnahmen und Kar ten beleben den Text. Hans Thyriot.

Dr. Reinhold Bulgrin: Walde mar B 0 nse 1 s. Ein deutscher Dichter. 177 Sei.- ten. Geb. 4,80 RM. Wett-Ost-Verlag WetiM Iöhren, Berlin SW 61. (90) Obwohl es sel­ber Zeit nach dem Weltkriege stiller geroorber ist,um Bonseis, wird der vorliegende, liebeool! sich bemühende Versuch, ein Bild der Personlichkeb aus seinen Büchern abzuleiten, vielen feine" Freunde willkommen sein. Einige wenig bekannt' Aufnahmen bereichern die Darstellung.

Hans Thyriot