Dotmtrsfag.4- Dezember 1941
II. Jahrgang Ur. 288
werde. Roosevelt habe
Diktatur unter dem Mäntelchen
Die Neigung des englischen Pulvers, bei Treffern
diesem Sinne auszulegen.
r 19t
■ V
und bereitet ihr ein
sch h e i t!
■shft»
Oer Sieg des
Bizet
nbe
)e
FheaW
-.RiM
le ( drin im Seb
Sonnt-: in tti
ndL icht le ‘ in
-r IM 8 416 t* len.fe 1 475» 9 465,? 9 491;
rheatfl rM
WZii lofienc lejsje UfW2 > um- uen c:
• (Bi 4.
gibt bekannt:
An der Front vor Moskau gewannen die von starken Kampf- und Sturzkampfftiegerverbänden unterstützten Angriffe unserer Infanterie- und Panzerverbände trotz zähen Widerstandes und örtlicher Gegenstöße des Feindes weiter an Boden. Bei diesen Kämpfen wurden gestern insgesamt 20 feindliche Panzer vernichtet.
3m Finnischen Meerbusen ist ein großer sowjetischer Transporter auf eine deutsch-fin- nifche Minensperre gelaufen und g e f u u k e n.
3m See gebiet um England wurde ein größeres Handelsschiff durch Bombenwurf schwer beschädigt. 3n der Tracht zum Z. Dezember bombardierte die Luftwaffe eine Hafenanlage an der englischen Süd Westküste. 3n einem Gefecht mit britischen Schnellbooten im Kanal erzielten Minenräumboote mehrere Artillerietreffer auf feind- lichen Einheiten. Der Gegner brach darauf das Gefecht ab.
die Republikaner ihrem Kandidaten W i l l k i e nach der zweiten Wiederwahl Roosevelts ziemlich unverblümt vorwarfen, daß er ein Stroh mann Roosevelts sei, was sich inzwischen vollauf be-
lies- Weltherrschastsanspruch! — hat er der USA- Unzweifelhaft sei in diesen Fällen die Explosion Dolitik einen universalen Sinn gegeben, und die einer Pulverkammer die Ursache gewesen, so betonte T ...... . . . . ■< ....... Ha k.. fnr.u na oil., Koiklo CCrnno nn
teile d» Pel.Sl«
Kriegsglück oder Tapferkeit?
Von Konteradmiral a. D. Karl Tägert.
„Der Torpedo riß mittschiffs an Steuerbord ein riesiges Loch. Die Wucht der Detonation war unae- Heuer. Das Licht im Schiff verlosch, eine ganze Minute lang lief heftiges Zittern durch die Planken. Sofort krängte das Schiff nach Steuerbord. Panikartig stürzte die völlig überrasche Besatzung an Deck .. Schon war es unmöglich, die Rettungsboote zu Wasser zu lassen." So berichtet das Reuter- Büro über den Untergangder„ArkRoya V*.
den konnte, wäbrend das Schicksal des britischen Schiffes sich so schnell erfüllte, daß hie ganze Besatzung den Tod fand. Der Schauplatz des Kamvfes fcq in den australischen Gewässern. Großbritannien hat, um sich im Atlantik der deutschen Anm-irfe zu erwehren und seine bedrobte <st«*b lung im Mittelmeer zu behaupten, zahlreiche Streft» kräfte aus dem indischen und Stillen Ozean zur"E- ziehen müssen. Der Schutz, den es seiner Handels« schiffabrt dort aewähren kann, ist daher an sich ichon unqenüaend. Doppelt schlimm für England, wenn unter solchen Umständen einer der wenigen Be- schützer der britischen Seeweae selbst, im Angesicht der Küste Australiens, einem Feind zum Opfer fallt. Wieder einmal wird der Welt bewiesen, daß die britische Flotte — unter heutigen Verhältnissen — ihrer Aufgabe, die Verbindungen zwischen den Teilen des Weltreiches zu sichern, nicht gerecht werden kann.
druck und Verlag: vrühlfche Univerfitatrdruckerel B. Laage
in die Munitionsräume zu erprobteren.
Em sowjetischer Marinefachmann, Professor Krylow, hat sich darüber geäußert, als der unvergeß kiche Unterseebootheld Günter Prien mit beisviel^ later Kühnbeit in die berühmte Bucht von Scava Flow einqedrungen war, deren Eintahrtsschwierig- feiten und Verleid igim-qsm-ittel kein Geringerer als ! Winston Churchill selbst als ungeheuerlich bezeichnet hatte. — und dort das Schlackstlchift „R anal O " k" torpedierte. Hören wir, was Krylow schrieb: „Aus die Detonaation des Torpedos folgte offenbar die Erplosion der beiden achteren Türme, d. h. die Er plosion von etwa 80 Tonnen Pulver sCord'to) und von etwa 40 Tonnen lLyddit) in den Geschossen. Die Sprengladung des Torpedos bestand im annten aus etwa 250 Kilogramm. Das gesamte Personal, das sich im Achterschiff befand, war sofort tot. dar- unter alle Diniere... Es ist nicht zu verwundern, daß etwa 900 Mann ums Leben kam-n. Der Untergang war nach den erhaltenen Beleb ädigung"n un ausbleiblich... Churchill sagte im Parlament, daß der schwarze Rauch nach der Torpebadeton'-'tton von Iber Explosion des Heizstoses, d. h. des Oeles her rührte.'Hier liegt bei ihm entweder ein Irrtum vor oder er hat absichtlich einen Fehler ge-
Australischer Kreuzer „Sidney" von dem Hilfskreuzer „Lormoran" versenkt
Slmmbme von Anzeigen für die Miltaasnummer teSV.Ubr des BormtttagS
Auzeigeu-Prette:
Ameigemetl 7 Rvr ie mm bei 22 mm Zeüenbrette, Wertteil 50 Rvl. ie mm bei 70 mm Beilenbreite Nachlässe:
Wiederholung Malftaffell Abschlüsse Mengenuanel B Plavoorschntt t oorbenge Vereinbarung»25°/0 mehr
Lein
al- »bk»
mg!
iHthrf
daß in der Tat der Präsident soviel Machtvollkom- menheit besitzt, daß er, wie hier mehrfach resigniert bemerkt wurde, durch „exekutives Ermessen oder als oberster Kriegsherr den Krieg für die USA. unvermeidlich" machen könne. Unvermeidlich! Darauf ist auch in der Außenpolitik seine Taktik abgestimmt, die ebenfalls durch die Unbestimmtheit seines Auftrages in diesem Sektor erleichtert wird. Zwar muß der Senat Verträge mit fremden Mächten ratifizieren, die Ernennung der Missionschefs bestätigen usw., aber Roosevelts „Sonderbotschafter" und „persönliche Beauftragte" sind ja bekannt, und Verträge kann man durch außenpolitische Absprachen oder direkte Handlungen umgehen, auf die der Senat keinen Einfluß hat, die aber ihrer Natur nach alles andere als friedensfördernd sind. Wir denken da an die Errichtung von USA.-Stützpunkten auf Island, iuuui bie Vorgänge um Grönland und jetzt wieder an das riesigen Schiff von 22 600 Tonnen den Todesstoß Bekanntwerben des Ausbaues eines Marinestütz- zu versetzen. Aber bie Engländer sind bei solchen Punktes in Nordirland. Auch von der Bildung eines Katastrophen nie um Trostarunde verlegen „Es gemeinsamen USA.-Kanadischen Verteidigungsaus- war eben ein Gluckstreffer wird kaltblütig schusses erhielt der Kongreß keine Mitteilung. Bei erklärt. Es war ja auch ein Gluckstreffer, als am all diesen entscheidenden Dingen wurde zunächst der 24. Mai bie mächtige ,^)oob , bas größte Schlacht- Kongreß ausgeschaltet, bann aber später burch ge- schiff der Welt, der „Stolz von ganz England durch eignete Panikmache und durch Druckmanover ein-1 eine Salve der „Bismarck mit fast der ganzen Be- beuliqster Art mehr ober minber gezwungen oder satzung vernichtet wurde. Damals erinnerte die übertölpelt entweder die notwendigen Gelder zur „Times" an ähnliche Vorgänge der Skagerrak- Verfügung' zu stellen oder aber entscheidende Be- schlackst, als drei der besten britischen Schlachtkreuzer stimmungen des Neutralitätsgesetzes aufzuheben, im Feuer artilleristisch weit schwächerer deutscher L . . P rn , Ort I • v: s. I fQ Ma in hii> Hilft H Ortim
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Washington, November 1941.
Itacfj der Mstimmung im Repräsentantenhaus r die Revision der Artikel II und III des N e u - aNtätsgesetzes sind in der hiesigen Oeffent- keit sehr eindeutige Stimmen der Kritik laut geben, bie mit Vorwürfen gegen ben Präsibenten
Roosevelt und die Verfassung
Bon unserem Bk.-Berichterstatter.
die Hand gegeben hat. m r rr
Ulan muß berücksichtigen, daß die Verfassung
17. September 1787 über die Dreiteilung der walteii in gesetzgebende, vollziehende und richter- ie Gewalt einen Kompromiß barstellte, der
endig mar, um überhaupt die 13 Urstaaten einem Bund zusammenzufügen. Obgleich nun Machtvollkommenheiten des Kongresses (Senat Repräsentantenhaus) als gesetzgebende. Rechte Vorrechte des Präsidenten als vollziehende und : Befugnisse des Obersten Bundesgerichts als Mliche Gewatt sehr genau in der Verfassung itgeUat sind, ist in ben USA. praktisch stets so Äitik gemacht worden, daß der Buchstabe der rrfassung nicht eben selten verletzt wurde, um in „Geist" zu wahren. Was es mit diesem „Geist" ms sich hat, kann am besten burch das berühmte Pamphlet „Common Sense“ klargemacht werden, ks Thomas Paine am Vorabend des Aufstandes men England im Januar 1776, zur Aufrüttelung Mer Landsleute verfaßte; es lautet: „Oh ihr, die 7 die Menschheit liebt! Auf jedem Fleckchen der len Welt herrscht heute die Unterdrückung. Die reih eit wurde um den Erdball gejagt. Sie jrbe längst aus Asien und Afrika vertrieben, iropa sieht in ihr eine Fremde, und England hat ir längst ben Rat gegebch, zu verschwinden! Oh ivarmt euch der ......M
r öü
5 h
8 Hb
etn
taltn
unw«
u) seine während der Abstimmung bekannt geroor» been Kuhhandels-Methoden und Druckmanöver sparten. Ein Sozialistenführer nannte das cgehen der Regierung ein „klassisches Beispiel" ur, wie bas Volk in einen unerwünschten Krieg
Die Versenkung des australischen Kreuzers „Sydney" durch ben deutschen Hilfskreuzer „Kormoran" gehört zu den ruhmvollsten Was- fentaten der Seekriegsgeschichte. Hilfskreuzer sind ehemalige Handelsschiffe, die für Kriegszwecke bewaffnet werden. Handelsschiffe, selbst schnelle Passagierdampfer, bleiben in ihrer Geschwindigkeit weit hinter den Spitzengeschwindigkeiten moderner Kriegsschiffe zurück. Handelsschiffe haben keinen Pan'zerschutz, und die Bewaffnung für Kriegszwecke reicht selbstverständlich nicht an die Bewaffnung eines regulären Kreuzers heran. Em solches ehemaliges Handelsschiff war auch der „Cormoran Ein zum Hilfskreuzer umgebautes Handelsschift hat, darin liegt die besondere Größe dieser Waffentat, ein britisches Kriegsschiff modernster Bauart versenkt.
Der Kreuzer „S y d n e y", der Ende. 1934 vom Stapel lief, war erst 1936 in Dienst gestellt worden. Bei einer Wasserverdrängung von 6830 Tonnen hatte er eine Geschwindigkeit von 32 Seemeilen. Seine Bewaffnung bestand aus acht Ge- schützen von 15,2 cm, acht Geschützen von 10,2, einer Luftabwehrartillerie von vier Mittleren und 12 leichten Geschützen und acht Torpedorohren. Zwei Katapultflugzeuge befanden sich an Bord. Malchmen von 72 000 PS gaben dem auf einer englischen Werft gebauten Schiff den Antrieb. Die friedens- mäßiae Besatzung von 550 Mann war verstärkt worden. Der Verlust des Kreuzers trifft die tleme australische Marine um so schwerer, als diese Schlachtschiffe überhaupt nicht besitzt und jetzt nur noch aus fünf Kreuzern, fünf Zerstörern, einigen Schnellbooten und Spezialfahrzeugen befteht. Der
Der australische Kreuzer „Sidney". — (Scherl-Archiv-M.)
|6i#,
* Ä tB
HÜ
Dor der australischen Küste kam es zu —
$regattentapitans Detmers bat ber beuW L (e n Sriegscrfolgc des „Kormoran" Hilfskreuzer den an Bewaffnung und Geschwindlg- bIeibt öesbalb einer späteren Zeit vorbehalten, feit weit überlegenen Gegner niedergekämpft und $er deutsche Sieg in diesem ungleichen Gefecht versenkt. Der 6800 Tonnen große Kreuzer „Sib- wird noch dadurch 'unterstrichen, daß der Kreuzer nen" ist mit der gesamten Besatzung von 42 Offi- „Sydney" mit der gesamten Besatzung verloren zieren und 603 Mann untergegangen. Infolge der ging, wahrend em großer Teil der Hllf^reuzer. Wigungen. bie bas beu.sche Schi,, in bem b« ®ü£"
fd>roeten Gefecht erlitten hatte, muhte es nach Australische Regierung hatte Suchfahr.
reichern Kampf aufgegeben werden. Em großer leil bis dur äußersten Grenze des Aktionsradius der Besatzung wurde gerettet und erreichte die ^ggeschickt, aber keine Spur von dem Kreuzer war australische Küste. zu entdecken. Der Premierminister Curtin dehaup-
Der Hilfskreuzer „L o r m o r a n“ hat im Kreuzer- tet, die Veröffentlichung über ben Verlust verzögert krieg in überseeischen Gewässern unter feinem tapfe- zu haben weil man bte Hoffnung noch nichts aufge- reu .ammanbanten eine grahe «n,°h. b!« bS
Handelsschiffe versenkt. lua erst zugab, nachdem die deutschen Schiffsboote
3n Nordafrika wurden die südostwärts von ber australischen Küste gelandet waren. So erst Tobruk eingeschlossenen britischen Kräfte — bie murbe bcr Untergang bes Kreuzers in ber auftra- Masse einer neuseeländischen Division — teils ver- Aschen Bevölkerung bekannt. Die Veröffentlichung nichtet, teils gefangengenommen. erfolgte, nachdem also ber Verlust nicht mehr ver-
--------- , heimlicht werben konnte.
Der bekannte Marinesachverstänbige Konter, abmiral Lützow erklärte zum Sieg bes „Cormo- /V »<*•*♦* *%*♦/%*•*/ ran": lieber ben materiellen unb personellen Der-
WlUI Wil ♦ lust hinaus, den bie britisch-australische Marine burch
” die Vernichtung ihres Kreuzers „Sybney" erlitten
»-iS
Der Hilfskreuzer „Kormoran t)at eine er- ejn ^llfskreuzer einen regulären mobernen folßreidje Laufbahn im ^reuzertrieg m über. jm Äampf überwältigt hat. Das einzige,
seeifchen Gewässern hinter sich. Von seinen Urfolgen - ü0raU5 haben kann, liegt auf dem
Ist in den Meldungen desOberkommando^' d-r -r vor ^Überraschung, deren Wirkung Wehrmacht wiederholt berichtet worden. Monate-1 ber ber reguläre Kreuzer durch seine große Wendig- epr1Ther briti Ecit leicht ausmanövrieren kann. Daß die lieber- schledensten Seegebiete. Ueberall hat er der brm- _ benn -n u baben roir sicher bie Ur-
scheu Versorgungsschisfahrt heftig zugesetzt und be5 Erfolges zu sehen — so vollständig gelun- durch seini Sluftreten Unruhe- verbreitet. Die Ung- > ist,'läßt erkennen, wie zweckentsprechend die länder haben die- Laufbahn dieses Schisses an H Ausrüstung unb wie meisterhaft bie Handhabung ber vielen Schlffsoersenkungen ö" verfolgen g czilfskreuzers war Unsere Freube über seinen Mt Sie großer als wir erfahren haben.
uL ^eröfsenl-ichen daß der größte Teil,feiner Belobung^gerett^wer- darüber eine Liste. Obwohl diese Liste weder aur Vollständigkeit Anspruch erheben kann, noch in Einzelheiten zutrifft, gibt sie doch eine Vorstellung von ber weitverzweigten Tätigkeit eines Hilfskreuzers m überseeischen Gewässern. Unter diesem Gesichtspunkt ist die britische Darstellung zu werten.
Auf das Konto dieses Hllfskreuzers stellt die britische Liste zunächst die Versenkung der drei Schisse „An Ionia", „British Union" unb „Af ri- c a n <5ta r". Später habe er den „E u r y l 0 ch u s" versenkt. Dann tauchte er im Südatlantik" auf unb versenkte im Frühjahr biefes Jahres bie Dampfer „21 g a 11 a" unb „C,r a s t s,m a n". Jm Juni operierte er bann — immer nach biefer britischen Darstellung — zwischen Ceylon unb Sumatra, wo er bie Dampfer ,-F e l e b i t" unb „Tlarceba" versenkte. Ende September habe er schließlich das von England übernommene griechische
Kein Wunder, baß ber Kommandant bemerkte, als er aus ber Kantine an Deck stürzte: „Dies ist bas traurigste Schauspiel, bas ich je gesehen habe." Hotte doch ein einziger deutscher Torpedo genügt, dem
tätigt hat.
Daß Roosevelt selbst ein großes Interesse daran hat, bie USA. als „bedroht" hinzustellen, ist begreiflich. Denn in schwierigen Zetten hat es immer ein starkes Anschwellen ber Exekutiv- gewalten gegeben, was allein bie Verhängung des bebingten unb bann bes unbedingten Ausnahmezustandes beweist, wofür es weder in der Verfassung noch in irgendeinem Gesetz eine Anleitung gibt. Roosevelt ist hier seinen Vorgängern gefolgt und hat das getan, was feinen Zwecken diente. Dabei spielt die agitatorische Taktik, so zu tun, als befinde sich Amerika im Krieg, ebenfalls eine große Rolle, denn ber Präsibent, bem gewisse Rechte scharf beschnitten sinb, ist burch die Konstitutton ber oberste Kriegsherr. Er wirb natürlich niemals selbst die militärischen Operationen leiten, aber er hat boch starken Einfluß auf die taktischen und organisatorischen Vorbereitungen ber verschiedenen uc» ---------..... v---- --------
Kriegsministerien unb selbstverständlich auch auf Durch seine Parole: „Verteidigung der Demokratie"— Gegner wie die „Nußschalen" in die Luft flogen strategische Pläne. Als oberster Kriegsherr kann er Weltherrschaftsanspruch! — hat er ber USA -, Unzweifelhaft sei in diesen Fällen die Explosion auch amerikanische Truppen außerhalb des < uu euie|l ulllveMUiei, ...... --------------- ' , „
Landes verwenden, wobei in erster Linie an den nnnitiitton bietet ihm genug Handhaben, sie in das Blatt. Damit schnitt es eine heikle Frage an: „Schutz ber USA.-Bürger" gedacht wurde. ■ — -— x«« hot Treffern
Wir sehen schon aus diesen wenigen Anmerkungen,
Oer Wehrmachiberichi.
D71B. AusdemFührerhauptquartier, 3, Dezember. Das Oberkommando der Wehrmacht
be i m f ü r d i e M e n s ch h e i t!
: „(£tn Heim für bie Menschheit?" Das ist heute , ir e vor 165 Jahren die Zauberformel, mit ber fbofeoelt es wogen kann, die Derfasfung m feinem , £.nne, realpolitisch gesprochen also zur Erringung : dir Weltherrschaft für bie USA. burch Be- it ligung am jetzigen europäischen Kriege, auszu- k^en. Bei diesem, bisher zweifellos erfolgreichen ärreben kam ihm sehr zustatten, baß der Ameri- । liirer seiner ganzen Mentalität nach auf „i n - b rett es" Regieren eingestellt ist, daß es. kein Lind der Welt gibt, in dem ber Einfluß auf bas M eine so große und entscheidende Rolle spielt. 118 zeigt sich vor allem in Krisenzeiten, in denen tor Rahmen der Verfassung sich als viel zu eng -Meist. Welche Möglichkeiten^ der Präsident vei b?sem taktisch meisterhaften Spiel Hat, zeigt bie M:ad)e Tatsache, daß er im 2luguf£ 1936 vor seiner ! >ederwähl die denkwürdigen Sätze aussprach: ,Sir versuchen, Amerika vollständig gegen einen fcieg zu isolieren. Ich hasse den Krieg. Ich wünsche, ic» könnte ihn von allen Rationen fernhalten, aber k s übersteigt meine Kräfte. Ich kann jedoch dafür irgen, daß keine amerikanische Handlung einen fi-ieq hervorruft ober ihn fördert."
Von diesem Ausspruch dis zur praktischen Aus- kbung des Neutralitätsgesetzes geht der Weg ^osevefts in den letzten fünf Jahren, auf dem er silh bemühte, die Verfassung als ein Instrument hanes Willens zu handhaben: wie war das mog» Ich? Nun, durch eine stete Irreführung der offeM- lilhen Meinung, indem er im Gegensatz zu leinen I-orten aus dem Iahe 1936 immer stärker den „Seist der demokratischen Freiheit beschwor, immer skrupelloser die Gefahr an die Wand matte, ü der die USA angeblich schwebten und sodann, d:.ß er in entscheidenden Fragen am Kongreß vor- b- iging und dadurch Zustände schuf, die Roosevelt d.rch die völlige Beherrschung des ge| amten f.S^.-Propaaanbaappara^c's tunümft unb mit 3> klldacht verschlimmerte. Zwar liegt der Hauptton tKr amerikanischen Regierung auf dem »o n • ß^e ß: dort kann Roosevett weder selbst noch durch fine Kabinettssekretäre seine Ansichten^ und An- bäge vertreten, sondern nur durch Die Führer oe jiweiligen Regierungspartei. Immerhin besteht Düd oißerkonstitutionelle Prinzip ber Führung be Partei durch den Präsibenten, und wie weit lein Zufluß in Krisenzeiten reicht, — selbst, wenn dies oid) nur in der Einbildung bestehen
fci gewissen politischen Zwecken herbeigefuhrt w - b*n! — geht wohl am besten daraus hervor, dchz
3 II
(geheim lafliicb außer snntags und Feiertags
BeUagen:
ebener Fam ckienblätter anal unBild-DieScholle
BeiugSvreIS:
mailich.......RM1.80
rnellgebühr... -.25 ch ve> Nichterscheinen Sri einzelnen Nummern i^oige höherer Gewalt kpm'vrechanichlun 2251 « ahtanickmit:„Anzeiger" 8 üiche^ 1168^ Franks M.
ür, wie das Volk in ein, d ch Irreführung gebracht i verständen, eine Diktatur i Verteidigung ber Demokratie" zu errichten. ' Diefe harten Kritiken beweisen zunächst einmal, Ise zerrissen gegenwärtig bie öffentliche Mei- tttig der USA. ist, sie machen für Außenstehende n?r auch ein Problem deutlich, das seit Beginn bcr ; rsaffung immer wieder die Gemüter beschäftigt ] . die Frage nach ber Macht bes Präsiden- !n im Rah men der Verfassung. Was osevett betrifft, so hat er während seiner Amts- ; auf innerpolttischem Gebiet versucht, ben ihm leckten Rahmen durch seine New-Deal-Reformen durchbrechen, wobei ihm 1935 bcr „Supreme urt", ber Oberste Gerichtshof, mit ber Begrün- ig in ben Arm fiel, baß seine vom Kongreß geigten Gesetze nicht verfassungsmäßig seien. Auf ßenpolltischem Gebiet sah Roosevelt bagegen en weit größeren Spielraum, die an sich sehr unbare Grenze der ihm übertragenen Rechte vir- 98 zu erweitern und zu verschieben, nachdem 1936 v Kongreß seinen Versuch zum Scheitern brachte, rd) Vermehrung bcr Richterzahl bes Obersten Ge- !)tshofes das „System von Bremsen und Otogen- Dichten" zu seinem Vorteil aufzicheben. Seit die- - Zeit hütet sich Roosevelt sehr, die Empfindlichkeit - USA.-Bürger in diesem Punkt allzu sehr zu gen. Er hat vielmehr eine Taktik eingeschlagen, -en Mittel ihm das Wesen der Verfassung selbst
Vertin daß j die- sten- /enn ;rge- bge- i Sie idnfc.
ä D vonner;
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger flir Gberhefs en


