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Während zum Frühlingsanfang, am 21. März, daheim überall die Blumen blühen und Sträucher und Bäume ihr erstes Grün tragen, ist es hier zu Lande noch recht kalt und winterlich. Weil uns der starke Unterschied in der Verschiebung der Jahreszeit aber so auffällig erscheint, fei dieser Tag näher beschrieben.
Draußen ist alles weiß, ein feiner Nebel, der immer wieder vom Wind in Fetzen über das Wasser gejagt wird, nimmt uns die Fernsicht. Ein Kamerad, der am Nachmittag auch-dienstfrei hat, will mit hinaus auf eine große, der Stadt weit vorgelagerte Insel. Wir wachsen die Bretter, schnallen die Gamaschen an und greifen nach den gestrickten Handschuhen mit den alten Mustern aus den Bergtälern. So geht es hinunter zum Anlegeplatz der Schiffe. Mit dem kleinen Dampfboot fahren wir los unb sehen sehr bald, wir hart es sich zwischen den großen Eisschollen durchschlagen muß, um die verschiedenen Anlegestellen an beiden Seiten der Bucht zu erreichen. Weiter draußen liegt em großer, alter Segler, ganz in Eis eingeschlossen; er hat Holz geladen und wir kommen nur bis auf etwa 20 Meter an ihn heran, dann sind die Eisschollen zu dick, und
zwei Männer springen aus unserem Dampfboot, um das letzte Stück des Weges über die Eisbrocken zu klettern. Wir stoßen wieder zurück und schauen beim Weiterfahrön noch lange dem einsamen, heruntergekommenen Segler nach, der uns anmutet wie ein Bild aus Wagners „Fliegendem Holländer". Tatsächlich soll auch der große Musiker, durch eine Notlandung in eben diesem Küstenabschnitt, entscheidende Anregungen zu seinem Werk bekommen haben. Am nächsten Landeplatz sind wir am Ziel, und nach zwei mißglückten Versuchen gelingt es dem stampfenden Dampfboot doch noch, alle seine Fahrgäste abzusetzen.
Wir schnallen an, und nun geht es quer durch die viele Kilometer lange Insel hinaus zum Strand ans offene Meer. Unser Weg führt streckenweise über große, zugefrorene Wasserarme, vorbei an den kleinen rostroten Häusern und Hütten, die sich stark abheben gegen die weiße, winterliche Welt dort draußen. Inzwischen ist es heller geworden, die Sonne bricht durch unb strahlt wohltuende Wärme. Nach zweistündigem Laus sinb wir am Strand und gleiten längs der rauschenden, schäumenden öcc über die tief verschneiten Geröllhalden zu dem ein-
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satz nachträglich der akademischen Laufbahn zuzu- sü'hren. Vielfach werden ehemalige Studierende zur nachträglichen Beendigung ihres Studiums veranlaßt werden können. Weiter dürfen Akademiker nicht in Stellen sitzen, die auch von Nichtaka- demikern ausqefüllt wrden können. Die Nachwuchslenkung darf nicht erst beim höheren Schüler beginnen .Die Auslese muß schon auf der Volksschule einsetzen, und von dort aus müssen auch die Zuführungswege zum Hochschulstudium entsprechend elastisch gestaltet' werden. Schließlich muß das zu erwartende Minimum an Quantität durch ein Plus an Qualität ausgeglichen werden
Das Geschichlsvuch.
In Anwesenheit des Chefs der Kanzlei des Führers, Reichsleilßt B o u h l e r , wurde die erste Arbeitstagung der „Reichsarbeitsgemeinschaft für das Geschichtsbuch" eröffnet, bei der Oberdienflleiter Hederich über die Aufgabe eines Geschichtsbuches für die Volksschulen sprach. In großen Zügen wurden hierauf die weltanschaulichen unb wissenschaftlichen Aufgabenstellungen des neu zu schaffenden Geschichtsbuches umrissen, wobei der Oberdienstleiter die wissenschaftliche Treue verbunden mit politischer Bestimmtheit und Eindeutigkeit als vordringlichste Forderungen herausstellte. Unser Geschichtsbuch muß sich ernsthaft bemühen, dem Wesen vergangener Zeitepochen gerecht zu werden unb in ihrer Verschiedenheit zugleich die Ewigkeit der Schöpferkraft unseres Blutes unb unserer Rasse zu sehen. Hierbei müssen die großen Persönlichkeiten im Licht einer gesamtdeutschen unb völkischen Sicht erfaßt sowie die partikularistischen, dynastischen unb gar konfessionellen Maßstäbe überwunden werden. Es ist uns als Nationalsozialisten zu selbstverständlich, daß nicht der Teil, sondern das Ganze, nicht die Heimat, sondern das Reich Ausgangspunkt und Mittelpunkt jeder geschichtlichen Betrachtung ist.
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Das DAF. - Amt für Berufserziehung hat den Versuch unternommen, die planmäßige Steuerung des Akademikernachwuchses durch eine Erhebung über den Bestand und den Nachwuchsbedarf zu unterbauen. Der Bestand an Akademikern wurde mit etwa 420000 für das Jahr 1939 ermittelt. Unter Berücksichtigung des Ersatzbedarfs unb bes Erweiterungsbedarfs wurden für das Jahr 1950 Bestandszahlen von 497 000 bis 535 000 angeserck. Der zu erwartende Nachwuchs wurde unter Rückgriff auf die Abiturientenzisfern und die Neuzugänge zum Studium geschätzt. Er wird zwar ausreichen, den durch natürlichen Abgang, wie Tod, Invalidität usw. entstehenden Verlust auszugleichen, es wird aber nur ein Ueberfchuh von knapp 10 000 für das organische Wachstum bleiben, der längst nicht ausreicht, um Weiterentwicklung unb zusätzlichen Bedarf zu decken. Wir werden mit einem Defizit an Akademikern von 50 000 bis 80 000 zu rechnen haben. Am günstig- ten stehen die Aerzte da. Noch verhältnismäßig günstig die technischen Berufe, jedoch reicht hier der Nachwuchs nicht mehr zur Deckung des normalen Erweiterungsbedarfs. Bei Juristen und Erziehungsberufen kann nicht einmal der Ersatzbedarf gedeckt werden. Im Jahre 1950 werben bei ben Juristen 40 dis 50 Proz., bei den Lehrkräften sogar 60 bis 65 Proz. des benötigten Nachwuchses fehlen.
Zur Steigerung des Zuganges zu den akademischen Berufen und zu einer besseren Verteilung auf die einzelnen Studienfächer wird ein großzügiger Ausbau der Studienförderung als notwendig bezeichnet. Nur noch die Begabung darf der Schlüssel zur akademischen Laufbahn sein. Weiter wird es daraus an tarnen, aus dem vorhandenen Begabtenreservoir der Erwachsenen, die nicht die formellen Voraussetzungen für das Studium besitzen, einen möglichst großen Prozent-
zigen Eafö auf der ganzen Insel, das sich äußerlich in nichts unterscheidet von der ländlichen Bauart der übrigen Höfe. Wir kehren ein, bskommen Milch und Kuchen und können uns nachher sogar auf Liegestühlen draußen an wind geschützter Stelle sonnen. Bald aber geht es weiter zu einem der^ältesten Baudenkmäler des Landes. Es ist eine Steinkirche aus dem 11. Jahrhundert mit kräftig bemalten Holzplastiken und Tafeln aus der Barockzeit. Dieses Kircheninnere hat viel Aehnlichkeit mit Dorf- kirchen in Bayern unb Tirol. Alte Steinarbeiten und Grabtafeln zeigen in Art unb Beschriftung enge Beziehungen zu niederdeutschen Handwerkern unb Seefahrern.
Draußen werden die Schatten länger unb so wird es für uns Zeit, an den Rückweg zu denken. Er führt uns durch andere Teile dieser großen stillen Insel, die in dem tiefen Schnee noch abgeschiedener wirkt. Würden wir nicht auf den hohen Felsen unsere Küstenwache erkennen, und wäre uns nicht draußen am Strand ein deutsches Wasserflugzeug im Tiefflug begegnet, so würden wir nur an un serer eigenen Uniform erkennen können, daß wir im Kriege sind. Jetzt überqueren wir wieder eine Bucht, die ein besonderes Gepräge hat durch die zerfallenen Leiber mächtiger, abgetakelter Segler, die aus Eis unb Schnee hervorftarren wie Gerippe aus dem Wüftenfanb. Im Herbst war es nicht möglich, ihnen ohne ein Boot näher zu kommen; setzt können wir ungestört zwischen ihnen hindurchlaufen.
Nun noch ein Anstieg jenseits ber Bucht, unb die letzte Abfahrt bringt uns zurück zu unserem Dampf* boot, das inzwischen wieder von der Stadt heraus* gekommen ist. Die Sonne ist schon lange unterge- gangen, dafür bestrahlt nun ber Monb diese ww terliche Landschaft mit seinem milden Licht unb übergießt jedes Dach unb jede Scholle mit silbernem Glanz. Die Rückfahrt ist nicht weniger mühsam als der Weg heraus. Aber schließlich ist es doch geschafft, wir kommen wieder in das freie Wasser im Hafen und sehen drüben die riesigen Umrisse zweier Frachtbampfer, eines deutschen unb eines norwegischen, die nebeneinanber festgemacht haben ■ unb im gedämpften Scheinwerferlicht des großen Krahns laden. Sie sind uns lebendige Zeugen ungestörter Handelsbeziehungen mitten im Kriege. Wir haben inzwischen angelegt; die Bretter werden geschultert unb so geht es zur Unterkunft hinaus, in der wir in schönen geräumigen Stuben noch einmal diesen Frühlingsanfang überdenken unb empfinden, daß dieser Tag in seinem eigenartigen Verlauf uns unvergeßlich bleiben wird als ein rech* ter Wintertag in Norwegen. •
Der norwegische Komponist Christian Sinding t-
Der bedeutende norwegische Komponist Christian Sinding -ist, wie aus Oslo gemeldet wirb, am Mittwochabend im Atter von 85 Jahren geftor- ben. — Christian Sinding, ein Bruder des Malers Otto unb des Bildhauers Stefan Sinding, am 11. Januar 1856 in Kruchtberg in Norwegen geboren, besuchte das Leipziger Konservatorium und studierte auch in München und Berlin. Durch sein Klavierquartett in L-Moll wurde er zuerst als Komponist bekannt; es gehört zu ben besten modernen Kammermusikwerken. Von Sindings zahlreichen Ton- 1 schöpfimgen seien ferner bas Streichquartett od. 70 : in -V-Moll, das Klavierkonzert op. 16 in Des «Dur, Klaviertrios, Diolinsonaten, Violinkonzerte, Sym- . phonien, Orchesterstücke, Lieder und eine Oper „Der > heilige Berg" genannt; in weitesten Kveisen wurde : Sinding in Deutschland durch sein populärstes Klo- > vierstück ,/Frühlingsrauschen" bekannt.______________
Kleine politische Nachrichten.
Deutsche Fernkampfartillerie beschoß mieber lchisf sziele imKanal. Die britischen Schiffe
Zum Generalbirektor im britischen Jnformations- r.inisterium würbe R a b c l i f f berufen als Nach- )lger von Sir Walter M o n k t o n , ber zum Lci- r bes britischen Informationsdienstes in Kairo er» annt wurde unb sein Amt bereits angetreten hat. •
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Die argentinische Regierung hat beschlossen, vier änische Schiffe zu beschlagnahmen, die seit Aus- ch des Krieges in einem argentinischen Hasen r Anker lagen. Der dänischen Gesandtschaft wurde e Zusicherung gegeben, die Schiffe nach dem riege an die dänischen Besitzer zurückzugeben.
Ein weiteres Kontingent von 750 Angehörigen nordamerikanischen Armee bat «schanghai an sorb eines nordamerikanischen Schiffes verlassen ;itib sich nach Manila zurückbegeben.
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> Die Schuhe halten länger K und bleiben länger schon!
regten sofort ab unb flüchteten in ben Nebel un- r ber britischen Küste. Infolge des unsichtigen Zetters konnte keine Beobachtung über die weitere Zirksamkeit des Beschüsses gemacht werden.
a5 Kriegsgericht sprach ihn frei, da sich fein ver- ifferter Motortyp im Kriege als ausgezeich - et erwiesen habe. '
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bewährt hat, altbewährt ist, bleibt man treu» Erdal, das keines Ursprungszeugnisses bedarf,ist ja geradezu zum Freund geworden, hat täglich durch schöne, guterhaltene Schuhe erfreut, ganz gleich, ob in der Blechdose oder in der Nachfüllpackung. Wenn es dg oder dort einmal nicht zu haben ist, so fragt man sonstwo nach, denn man nimmt nur das bestens bekannte,
alt^wclUcte- Erdal
König Boris empfing den deutschen Gesandten 'eckerle, ber den bulgarischen Außenminister Po- □ff zur Antikomintern-Tagung nach Berlin be- , ^itet hatte, in Audienz, anschließend den Bauten- inister Wasileff unb Professor Hartmann, Di* .ttor ber Geologischen Abteilung bes Kaiser-Wil- elm-Jnstituts in Berlin.
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Inn britischen Empire sehe und keine W eist ngen aus Kopenhagen mehr ent» «egennehmen könne, sondern Dänemarks Indessen nach eigenem Ermessen in London vertrete werde. — Dieser Schrttt des bisherigen düni- ften Gesandten in London ist ein weiterer Beweis str die eifrige Arbeit, die Londons Finanzleute h üer den Kulissen treiben, um den London un- Egenehmen Eindruck zu schmälern, den die Aus- , rttung der Antikominternfront in Europa in >nbon hervorgerufen hat.
Rumänischer Flugzeugbaues rehabilitiert.
Bukarest, 8. Dez. (Europapreß.) Nach drei ichren rehabilitiert wurde der ehemalige Direktor •(r rumänischen Flugzeugryerke in Kronstadt, Jn- : nieur Peter Carp, der 1938 vom Kriegsge- i j)t zu eineinhalb Jahren, Gefängnis verurteilt । orben war. Carp war beschulbigt worden, Militär- igzeuge gebaut zu haben, die nicht ben vorgegebenen Bedingungen und den von den fran- ; fischen Rhönewerken erworbenen Lizenzen ent- ssralyen. Dieses Unternehmen unter der Leitung lies gewissen Paul Weiler, dem inzwischen die mzösiscke Staatsanbehörigkeit aberkannt wurde, i ?il er für die militärische Niederlage Frankreichs - itverantwortlich war, hatte 1933 dem rumänischen > taat die Lizenz eines Flugzeugmotorentys verduft, der schlecht war. Carp behauptete im ersten rozeß, er habe den schlechten Motor aus patrioti- aen Erwägungen verbessert. Trotzdem wurde : verurteilt. Nach dem Sturz des Carol-Systems


