Einzelbild herunterladen

publizistische Tätigkeit meiner Mitarbeiter. Wie viele Friedensangebote ich aber auch die. jer anderen Welt machte, Abrüstungsvorschläge, Vorschläge zur friedlichen Herbeiführung neuer oer. nünstiger wirtschaftlicher Ordnungen usw. sie sind alle abgelehnt worden, und zwar im wesentlichen von jenen abgelehnt worden, die er­sichtlich nicht glaubten, durch eine Friedensarbeit ihre eigenen Aufgaben erfüllen oder, besser gesagt, ihr eigenes Regime am Ruder erhalten zu können.

Trotzdem ist es uns allmählich gelungen, in jahrelanger friedlicher Arbeit nicht nur das innere große Reformwerk durchzuführen, sondern auch die Einigung der deutschen Nation einzuleiten, das Großdeutsche Reich zu schaffen, Millionen deutscher Volksgenossen wieder in ihre eigentliche Heimat zu- rückzuholen und damit auch das Gewicht ihrer Zahl dem deutschen Volk als machtpolitischen Faktor zur Verfügung zu stellen. In dieser Zeit gelang es mir,

eine Anzahl von Bundesgenossen zu erwerben, an der Spitze Italien, mit dessen Staatsmann mich eine persönliche enge und innige Freundschaft ver- bindet. (Stärkster Beifall.) Auch zu Japan wurden unsere Beziehungen immer besser. In Europa hatten wir außerdem von früherher eine Reihe von Völ­kern und Staaten, die uns in einer immer gleich- bleibenden Sympathie freundschaftlich gegenüber- standen, vor allem Ungarn und einige nordische Staaten. Es sind zu diesen Völkern andere hin­zugekommen, leider nicht das Volk, um das ich in meinem Leben am meisten geworben habe, das britische. Nicht, daß etwa das englische Volk in seiner Gesamtheit dafür allein die Verantwortung trägt, nein: aber einige Menschen sind es, die in ihrem verbohrten Haß und Wahnwitz jeden solchen Versuch einer Verständigung sabotier­ten, unterstützt von jenem internationalen Welt­feind, den wir alle kennen, dem internatio­nalen Judentum.

Churchill hatseinen Krieg."

So gelang es leider nicht, Großbritannien, vor allem das englische Volk, mit Deutschland in jene Verbindung zu bringen, die ich immer erhofft hatte. Deshalb kam eben, genau wie 1914, der Tag, da die harte Entscheidung getroffen werden mußte. Ich bin nun allerdings auch davor nicht zurückgeschreckt. Denn über eines war ich mir im klaren: Wenn es eben nicht gelingen konnte, die englische Freund­schaft zu erringen, dann war es besser, seine Feindschaft traf Deutschland in einem Augen­blick, in dem i ch s e l b st noch an der Führung des Reiches stand. (Brausender Beifall.) Denn wenn durch meine Maßnahmen und durch mein Entgegenkommen diese englische Freundschaft nicht zu erwerben war, dann war sie für alle Zukunft verloren: dann blieb nichts anderes übrig, als der Kampf, und ich bin dem Schicksal nur dankbar, daß dieser Kampf denn von mir selbst geführt werden kann. (Langanhaltender stürmischer Beifall.)

Ich bin daher auch der Ileberzeugung, daß es mit diesen INännern wirklich keine Verständigung gibt. Es sind das wahnsinnige Narren, Leute, die schon seit zehn Jahren kein anderes Dort mehr kannten als das eine:W ir wollen wieder einen Krieg mit Deutschland!"

Denn in all den Jahren, in denen ich mich be­mühte, unter allen Umständen eine Verständigung herbeizuführen, da hat Herr Churchill immer nur eines gerufen:Ich will meinen Krieg haben!" (Tosende Entruftungsrufe.)

Er hat ihn seht!

(Brausender Beifall.)

Und alle seine Mithetzer, die nichts anderes zu sagen wußten, als daß dasein reizender Krieg" fein wird, und die sich damals am 1. September 1939 gegenseitig beglückwünschten au diesem kom­menden reizenden Krieg, sie werden wohl unter­des über diesen reizenden Krieg schon jetzt anders denken gelernt haben? (Erneuter stürmischer Beifalls

Und wenn sie es noch nicht wissen sollten, daß dieser Krieg für England keine reizende Sache wird, so werden sie es sicher mit der Zeit doch merken, so wahr ich hier stehe! (Wieder er­hebt sich brausend der Beifall der Massen.)

Diese Kriegshetzer nicht nur in der alten, sondern auch in der neuen Welt haben es fertiggebracht, zunächst Polen vorzuschieben. Schlau haben sie ihm eingeredet, daß erstens Deutschland sowieso nicht das sei, was es zu sein vorgebe, und zweitens, daß man ja die Garantie besäße, unter allen Um­ständen die notwendige Hilfe zu bekommen. Das war die Zeit, in der England noch nicht seinerseits in der Welt um Hilfe herumgebettelt hat, sondern noch jedem großmütig seine Hilfe ver­sprach. Das hat sich ja .seitdem schon wesentlich geändert. (Tosender Beifall.)

Jetzt hören wir ja nicht mehr, daß England einen

Staat in den Krieg führt mit dem Versprechen, ihm zu helfen, sondern jetzt hören wir, daß England in der Welt herumbettelt, es möchte i h m in seinem Krieg geholfen werden. (Aufs neue bricht stürmisch der Beifall los.)

Ich habe damals gerade Polen gegenüber Vor- schlüge gemacht, von denen ich heute, nachdem die Ereignisse gegen unseren Willen einen anderen Ver­lauf genommen haben, geradezu sagen muß: Es war doch die Vorsehung, die allmächtige Vorsehung, die es damals verhindert hat, daß dieses mein Angebot angenommen wurde. (Tosender minutenlanger Beifall.) Sie hat wohl gewußt, warum das nicht so sein durfte, und heute weiß auch ich es und mir alle wissen es.

Diese Verschwörung von Demokraten, Juden und Freimaurern hat es also damals vor zwei Jahren fertiggebracht, zunächst Europa in den Krieg zu stürzen. Es mußten die Waffen entscheiden.

Seitdem findet nun ein Kampf statt zwischen der Wahrheit und der Lüge, und wie immer, so wird aber aüch dieser Kampf am Ende für die Wahrheit siegreich ausgehen. Das heißt mit an­deren Worten: Was immer auch die britische Pro­paganda, was immer das internationale Wettjuden- tum und feine demokratischen Helfershelfer zusam­menlügen, an den historischen Tatsachen werden sie nichts ändern! Und die historische Tatsache ist, daß nicht die Engländer in Deutschland stehen, daß nicht die anderen Staaten etwa Berlin erobert haben, daß sie nicht nach dem Westen oder nach dem Osten vorgerückt sind, sondern

die historische Wahrheit ist, daß seit nunmehr zwei Jahren Deutschland einen Gegner nach dem anderen niedergeworfen Hal.

(Wieder durchtost stürmischer Beifall den Sport­palast und steigert sich zu einer großen Kund­gebung für den Führer. Mit dem Ruf:Dafür danken wir unserem Führer!" jubeln die Tausende ihm zu.)

Ich habe das gar nicht gewollt. Sofort nach der ersten Auseinandersetzung gab ich ihnen wieder meine Hand. Ich war selbst Soldat und weiß, wie schwer Siege zu erkämpfen, wieviel Blut und Elend, Jammer, Entbehrungen und Ltzifer damit oer» bunden sind. Meine Hand wurde aber noch brüsker zurückgestoßen und seitdem haben mir es ja er­lebt, daß jedes Friedensangebot von mir sogleich dem Kriegshetzer Churchill und feinem Anhang da­zu diente, um den betrogenen Völkern zu erklären, das fei der Beweis der deutschen Schwäche.

Das fei der Beweis, daß wir nicht mehr kämp­fen könnten und vor der Kapitulation ständen. Ich habe es daher aufgeoeben, noch einmal diesen Weg zu versuchen. Ich habe mich zu der Ueberzeugung burtfwerungen:

Hier muß nunmehr eine ganz klare Entscheidung, und zwar eine weltge- schichlllche Entscheidung für die nächsten hun­dert Jahre erkämpft werden!

Die Heimiiilke der Bolschewisten.

Immer in dem Bestreben, den Umfang des Krie­ges zu begrenzen, habe ich mich im Jahre 1939 zu etwas entschlossen, was vor allem Sie, meine alten Parteigenossen, als das schwerste begreifen, was ich, ich möchte fast sagen, an menschlicher De­mütigung hinnehmen mutzte: Ich habe damals meinen Minister nach Moskau geschickt. Es war die bitterste Ueberroinbung meines Gefühls, aber in solchen Augenblicken, in -denen es sich um das Wohl von Millionen anderer handelt, darf ja nicht das Gefühl entscheiden. Ich habe versucht, hier zu einer Verständigung zu kommen. Sie wissen selber am besten, wie ehrlich und aufrichtig ich diese Verpflichtungen dann gehalten habe. Weder in un­serer Presse ist damals auch nur ein Wort mehr gegen Rußland geschrieben, noch in untereren Ver­sammlungen ein Wort über den Bolschewismus ge­sagt worden. Leider hat sich die andere Seite von Anfang an nicht daran gehalten. Die Folge dieser Abmachungen war ein Verrat, der zunächst den ganzen Nordosten Europas liquidierte. Was es für uns damals bedeutete, stillschweigend Zusehen zu müssen, als das kleine finnische Volk ab­gewürgt wurde, das wissen Sie alle selbst. Ich habe aber geschwiegen. Wie es uns endlich traf, als die baltischen Staaten ebenfalls überwältigt wurden, das kann nur der er­messen, der die deutsche Geschichte kennt und weiß, daß es dort keinen Quadratkilometer gibt, der nicht einst durch deutsche Pionierarbeit der mensch­lichen Kultur und Zivilisation erschlossen worden war. Trotzdem habe ich auch dazu geschwie- gen. Erst als ich von Woche zu Woche mehr empfand, daß Sowjetrußland nunmehr die Stunde gekommen sah, gegen uns f e I b ft vor- zugehen, als sich in einem Augenblick, da wir fnapp drei Divisionen in Ostpreußen besaßen, 22 sowje­tische Divisionen dort ansammelten, als ich allmäh­lich die Unterlagen erhielt, wie an unserer ganzen Grenze Flugplatz an Flugplatz entstand, wie eine Division nach der anderen aus dem riesenhaften Sowjetreich hierher zusammengeballt wurde, da war ich nun verpflichtet, auch mei­nerseits besorgt zu sein. Denn es gibt in der Geschichte keine Entschuldigung für ein Ver­sehen, eine Entschuldigung, die etwa darin besteht, daß man nachträglich erklärt, ich habe das nicht ge­merkt, ober ich habe nicht daran geglaubt. An der Spitze des deutschen Reiches stehend fühle ich mich nun einmal verantwortlich für das deutsche Volk, für sein Dasein, für seine Gegenwart und, soweit möglich, gerade auch für feine Zukunft.

Ich war daher gezwungen, Abwehrmaß. nahmen einzuleiten. Sie waren rein defen - siver Natur. Immerhin ergab sich bereits im

August und September des vergangenen Jahres eine Erkenntnis:

Eine Auseinandersetzung im Westen mit Eng­land, die vor allem die ganze deutsche Luftwaffe gebunden hätte, war nicht mehr möglich, denn in unserem Rücken stand ein Staat, der sich täglich mehr fertig machte, in einem solchen Augenblick gegen das Reich vorzugehen. Wie­weit allerdings diese seine Vorbereitungen be­reits getroffen waren, das haben wir erst jetzt in vollem Umfang kennengelernt.

Ich wollte damals noch einmal das ganze Pro­blem klären und habe deshalb Molotow nach Berlin eingeladen. (Er stellte mir die Ihnen be­kannten vier Bedingungen.

1. Deutschland müsse endgültig einwilligen, daß, nachdem sich die Sowjetunion erneut von Finn­land bedroht fühlte, sie zu einer Liquidierung Finnlands schreiten dürfte. Ich konnte nicht anders, als diese Zustimmung verweigern.

Die zweite Frage betraf Rumänien. Es war die Frage, ob die deutsche Garantie Rumäniens auch gegen Sowjetrußland schützen würde. Ich mußte auch hier zu meinem einmal gegebenen Wort stehen. Ich bereue es nicht, daß ich es getan habe. (Stürmischer Beifall.) Denn ich habe auch in Ru­mänien in General Antonescu einen Ehren- mann gefunden, der auch seinerseits blind zu seinem Wort gestanden hat. ((Erneuter brausender Beifall.)

Die dritte Frage betraf Bulgarien. Molotow forderte, daß Sowjetrußland das Recht erhalte, nach Bulgarien Garnisonen zu legen, um damit über diesen Staat eine russische Garantie auszuüben. Was das heißt, wußten wir ja unterdes von Est­land, Lettland und Litauen her zur Genüge. Ich konnte mich hier darauf berufen, daß eine solche Garantie doch bedingt sei von dem Wunsch des zu Garantierenden. Mir sei aber von einem solchen Wunsche nichts bekannt, und ich müßte mich daher erst rückerkundigen und mich mit meinem Verbün­deten besprechen.

Die vierte Frage betraf die Dardanellen. Rußland forderte Stützpunkte an den Dardanellen. Wenn Molotow das jetzt abzustreiten versucht, kst es nicht weiter verwunderlich. Er wird, wenn er morgen oder übermorgen nicht mehr in Moskausein wird, wahrscheinlich auch ab- streiten, daß er nicht mehr in Moskau ist. (Minu­tenlanger tosender, sich immer erneuernder Beifalls­sturm beantwortete diese Feststellung des Führers.)

Er hat aber diese Forderungen gestellt und ich habe sie abgelehnt. Ich mußte sie ablehnen, und damit war ich mir allerdings klar, daß nunmehr höchste Vorsicht am Platze war, (Wieder bricht to­

sender Beifall los, in den sich lang andauernde Rufe mischen:Wir danken unserem Führer!".)

Ich habe seidem Sowjetrußland sorgfältig beob­achtet. Jede Division, die wir feststellen konnten, wurde bei uns gewissenhaft eingetragen und durch Gegenmaßnahmen pflichtgemäß beantwortet. (Stär- mische Bravo-Rufe.) Die Lage war bereits im Mai soweit verdüstert, daß es keinen Zweifel mehr dar- über geben konnte, daß Rußland die Absicht hatte, bei der ersten Gelegenheit über uns herzufallen. Gegen Ende Mai verdichteten sich diese Momente so, daß man nunmehr den Gedanken einer drohenden Auseinandersetzung auf Leben und Tod nicht mehr von sich weisen konnte.

Ich mußte nun damals immer schweigen, und es ist mir das doppelt schwer geworden. Nicht so schwer vielleicht der Heimat gegenüber; denn letzten Endes muß sie begreifen, daß es Augenblicke gibt, in denen man nicht reden kann, wenn man nicht die ganze Nation in Gefahr bringen will. (Brausende Zustimmung.) Viel schlimmer ist mir das Schweigen meinen Soldaten gegenüber ge­fallen, die nun Division an Division an der Ost- grenze des Reiches standen und doch nicht wußten, was eigentlich vor sich ging, die keine Ahnung hat­ten von dem, was sich unterdes in Wirklichkeit verändert hatte und die aber eines Tages viel­leicht zu einem schweren, ja, dem schwersten Waffen­gang aller Zeiten antreten mußten. Und gerade

ihretwegen durfte ich ja nicht reden, denn hätte ich auch nur ein Wort verloren, dann hatte dies nicht im geringsten Herrn Stalins Entschluß geändert, aber die Ueberraschungsmoglichke", die mir als letzte Waffe blieb, wäre dann weggesallen. (Brausender Äeisall.) Und jede solche Dorankun- düng, ja, jede Andeutung hätte Hunderttausenden von unseren Kameraden das Leben gekostet. (Stärkste Zustimmung.)

Ich habe deshalb auch in d e m Augenblick noch geschwiegen, in dem ich mich endgültig entschloß, nunmehr selber den ersten Schritt zu tun. Denn wenn ich schon einmal seh, daß ein Gegner das Gewehr anlegt, bann werde ich nicht roarten, bis e r abzieht, sondern dann bin ich entschlossen, lieber selber vorher abzudrücken (Beifall.) Es war, das darf ich hier heute aussprechen, der schwerste Entschluß meines ganzen bisherigen Lebens. Ein jeder solcher Schritt öffnet ein Tor, hinter dem sich nur Geheimnisse verbergen und erst die Nachwelt weiß genau, wie es kam und was geschah.

So kann man sich nur im Innern mR fernem Gewissen abfinben, bas Vertrauen auf fein Volk, auf bie selbst geschmiedete Waffenstärke und schließ, sich, was ich früher oft sagte, ben Herrgott bitten, baß er bem seinen Segen gibt, ber selbst bereit und gewillt ist, heilig und opfervoll für sein Dasein zu kämpfen.

Dieser Gegner wird sich nie mehr erheben."

Arn 2 2. Juni morgens setzte nun dieser größte Kampf der Weltgeschichte ein. Seitdem sind etwas über 3V2 Monate vergangen und ich kann heute hier eine Festellung treffen:

(Es ist alles seitdem planmäßig verlaufen! (Lin ungeheurer Beifall antwortet jubelnd dem Führer.) was immer auch vielleicht im einzel­nen der Soldat oder die Truppe an Ueberra- schendem erleben mußte- der Führung ist in dieser ganzen Zeit in keiner Sekunde das Ge­setz des handelns aus der Hand gewunden wor­den. (Erneute tosende Beifallsstürme durchbrau­sen den Sportpalast.)

Im Gegenteil: Bis zum heutigen Tage ist jede Aktion genau so planmäßig verlaufen wie einst im Osten gegen Polen, bann gegen Norwegen und end­lich gegen den Westen und auf bem Balkan. (Wie­her jubeln die Massen bem Führer zu.)

Und noch eines muß ich hier feststellen: Wir ha­ben uns weder in der Richtigkeit der Pläne ge­täuscht, noch in der Tüchtigkeit, in der ein­maligen geschichtlichen Tapferkeit des deutschen Soldaten (Ein neuer Beifalls­sturm unterbricht minutenlang ben Führer.) wir haben uns schließlich auch nicht getäuscht über die Güte unserer Waffen! (Der Beifallssturm erhebt sich erneut.)

Wir haben uns nicht getäuscht über das reibungs­lose Funktionieren unserer ganzen Organisation der Front, über die Beherrschung der gigantischen Hin­teren Räume und auch nicht getäuscht über die deutsche Heimat.

Wir haben uns aber über etwas getäuscht: Wir hatten keine Ahnung davon, wie gigantisch die Vorbereitungen dieses Gegners gegen Deutschland und Europa waren und wie ungeheuer groß diese Gefahr war, wie haarscharf wir diesmal vorbeigekommen sind an der Vernichtung nicht nur Deutschlands, sondern ganz Europas. Das kann ich heute hier aussprechen! (Wieder brechen bie vie­len Tausende in minutenlange Beifallsstürme aus.)

Ich spreche das erst heute aus, well ich es heute sagen darf, daß dieser Gegner be­reits gebrochen und sich nie mehr erheben wird! (Der jubelnde Beifall, der den Führer umgibt, steigert sich bei dieser Fest­stellung zu einer einzigen großartigen Frenden- kundgebung.)

Hier hat sich gegen (Europa eine Macht zusam­mengeballt, von der leider bie meisten keine Ah­nung hatten und viele heute noch keine Ahnung besitzen. Es wäre dies ein zweiter Mongolensturm eines neuen Dschingis Chan geworben.

Daß biefe Gefahr abgeroenbet würbe, bas ver­danken wir zunächst der Tapferkeit, der Ausdauer und Opferwilligkeit unserer deutschen Soldaten (Tosender Beifall.) und bann auch ben Opfern aller derer, bie mit uns marschiert sind. Denn zum ersten Male ist diesmal doch so etwas wie ein europäisches Erwachen durch diesen Kon­tinent gegangen.

Im Norden kämpft Finnland ein wahres Helbenvolk! (Brausender Beifall.) In seinen wei­ten Räumen steht es oft ganz allein, nur auf seine eigene Kraft, auf seinen Mut, auf seine Tapferkeit und seine Zähigkeit angewiesen.

Im ©üben kämpft Rumänien. (Erneuter stür­mischer Beifall.) Es hat sich aus einer ber schwer­sten Staatskrisen, bie ein Volk unb ein Land be­fallen können, in staunenswerter Schnelligkeit er­holt, unter einem ebenso tapferen wie entschluß- freubigen Mann. (Abermals stürmischer Beifall.)

Und bamit umfassen wir auch bereits bie ganze Weite dieses Kriegsschauplatzes vom Weißen bis zum Schwarzen Meer. Und in biefen Räumen kämpfen nun unsere beutschen S 0 lbaten

und in ihren Reihen unb mit ihnen gemeinsam Italiener (wieber stürmischer Beifall), die Fin­nen, die Ungarn (und wieder Beifall), die Ru­mänen, Slowaken (unb abermals Beifall), Kroaten sind im Anmarsch (unb neuerbings (Beifall), Spa­nier sie rücken jetzt in die Schlacht (stürmischer Beifall), Belgier, Hollänber, Dänen, Norweger, ja selbst Franzosen sind eingerückt in bie große Front ober werben es bemnächst fein. (Unb noch einmal stürmischer Beifall.)

Der Ablauf dieses einmaligen Geschehens ist Ihnen, soweit es zurückliegt, im großen bereits jetzt bekannt.

Drei deutsche Heeresgruppen traten an. Eine hatte bie Aufgabe, bie Mitte aufzubrechen. Eine der bei­den Flanken hatte den Auftrag, gegen Leningrad vorzustoßen, unb bie anbere, bie Ukraine zu be­setzen. Im wesentlichen sinb diese ersten Aufgaben gelöst.

Wenn bie Gegner in dieser Zeit gewaltigster, weltgeschichtlich einmaliger Kämpfe oft sagten Warum geschieht jetzt nichts?" nun, e s i ft immer etwas geschehen. Gerade weil etwas geschah, konnten wir ja auch nicht reden! (Langan­haltender Beifall.)

Wenn i ch heute englischer Ministerpräsident sein müßte, würde ich unter diesen Umständen vielleicht and) dauernd reden, weil dort eben nichts geschieht. Ader gerade das ist der Unterschied! (Stürmi­scher Jubel.) Meine Volksgenossen, ich muß das heute hier vor dem ganzen deutsche Volke einmal aussprechen: Es konnte oft einfach nicht geredet werden nicht etwa, weil wir die ununterbroche­nen gewaltigen Leistungen unserer Soldaten nicht genügend würdigen, sondern weil wir bem Gegner nicht voreilig von Situationen Kenntnis geben dür­fen, die ihm selbst, bei seinem miserablen Nachrich­tendienst, oft Tage, ja manchmal erst Wochen später bewußt werden. (Brausende Zustimmung.)

Denn ich habe das neulich schon im Wehr­machtbericht bringen lassen: Der deutsche Wehrmachtbericht ist ein Bericht ber Wahrheit. ((Erneute stürmische Zustimmung.)

Wenn irgendein blöder britischer Zeitungslümmel nun erklärt, das müßte erst bestätigt werden: Der deutsche Wehrmachtbericht ist bisher schon gründlich bestätigt worden! (Ungeheurer Beifall brandet zum Führer empor.) Es gibt doch wohl keinen Zweifel, daß wir in Polen gesiegt haben und nicht die Polen, obwohl die britische Presse es anders behauptet hat. Es gibt auch kei­nen Zweifel, daß w i r in Norwegen sitzen und nicht die Engländer. Es gibt auch keinen Zweifel, daß ro i r in Belgien und in Holland erfolgreich gewesen sind und nicht die Engländer. Und es gibt auch keine Zweifel, daß Deutschland Frankreich be­siegt hat und nicht umgekehrt. Es gibt endlich auch keinen Zweifel, daß wir in Griechenland sind unb wiederum nicht die Engländer oder Neuseeländer und auch auf Krete sind nicht sie, sondern w i r. Also hat der deutsche Heeresbericht die Wahrheit ge­sagt und nicht der ... (Das Ende des Satzes geht in'ofenbem Beifallsjubel der Taufende unter.)

Und jetzt im Osten ist es nicht anders. Nach der englischen Version haben wir dort feit drei Monaten eine Niederlage nach der anderen erlitten. Aber mir stehen tausend Kil ometer j en* feite unserer Grenzen, wir stehen ösÜich von Smolensk, wir stehen vor Leningrad und wir stehen am Schwarzen Meer. Wir stehen vor der Krim, und nicht die Russen etwa am Rhein (Stür­mische Heiterkeit).

Wenn bisher die Sowjets dauernd gesiegt haben, dann haben sie ihre Siege jedenfalls schlecht aus­genutzt (Große Heiterkeit und jubelnder Beifall), sondern sie sind nach jedem Sieg 100 ober 200 Kilometer sofort zurückmarschiert, (erneute brau­sende Heiterkeit) wahrscheinlich, um uns in die Tiefe des Raumes zu locken (Stürmische Heiterkeit).

Sprechende Zahlen.

Im übrigen sprechen für die Größe dieses Kamp­fes Zahlen. Es sind viele unter Ihnen, die noch ben Weltkrieg mitgemacht hatten, und die wissen, was es heißt. Gefangene zu mad)en und gleichzeuig hunbert Kilometer vorwärts zu erobern.

Die Zahl der Gefangenen ist nun- mehr auf rund 2,5 Millionen Sorojet- ruffen gewachsen. (Großer Beifall.) Die Zahl der erbeuteten oder vernichteten, also bei uns befindlichen Geschütze beträgt bereits jetzt rund 2 2 0 0 0. (Brausender Beifall.)

Die Zahl der vernichteten oder erbeuteten, also bei uns befindlichen Panzer beträgt bis jetzt bereits über 1 8 000. (Roch stärkerer Beifall.)

Die Zahl der vernichteten, zerstörten und abgeschosfenen Flugzeuge über 14% Tau­send. (Der Beifall steigert sich noch mehr.)

Und hinter unseren Truppen liegt nun schon ein Raum, der zweimal so groß ist, als das Deutsche Reich war, als ich 1933 die Füh­rung erhielt, oder viermal so groß als Eng­land. (Ein Beifallssturm begleitet die Worte des Führers.)

Die Luftlinie aber, die die deutschen Soldaten 1 jurüdgelegt haben, beträgt fast durchgehend heute

über 800 bis 1000 Kilometer. Dos ist Luftlinie. An Marschkilometern bedeutet das oft das IVrfache und Doppelte auf einer Frontlänge, die gigantisch ist unb einem Gegner gegenüber, ber das muß ich aussprechen nicht aus Menschen besteht, son- bem aus Tieren, aus Bestien. (Große Entrüstung unb tosende Pfui-Rufe.)

Was der Bolschewismus aus Menschen machen kann, das haben wir jetzt gesehen. Wir können der Heimat gar nicht die Bilber bringen, die uns da zur Verfügung stehen. Es ist das Grauenhafteste, was Menschengehirne sich ersinnen können, ein Gegner, der einerseits aus tierischer Blutgier kämpft und zugleich aus Feigheit unb Angst vor feinen Kom­missaren andererseits. Es ist ein Land, das nach fast 25jährigem bolschewistischen Dasein unsere Sol­daten nunmehr tennengelernt haben. Und ich weiß eines: Wer dort war, und im Herzen in irgendeiner Fälle vielleicht noch Kommunist gewesen sein sollte, feiges auch nur im ideellsten Sinne, der kehrt von dieser Auffassung geheilt zurück. Davon können Sie überzeugt fein! (stürmische Zustimmung.)

DasParadies ber Arbeiter unb Bauern" habe ich immer richtig geschilbert. Nach Beendigung die­ses Feldzuges werden fünf ober sechs Millionen Soldaten mir bestätigen, daß ich die Wahrheit aus- sprach. Sie werden Zeugen sein, die ich bann auf- rufen kann. Sie sind über die Straßen dieses