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Samstag, 4- / Somtag, 5. Gktober (941

JW d Samstag, 4./5'

Gießener Anzeiger

Der Führer sprach zum deutschen Volke im Namen der kämpfenden Front

Sie Rede des Reichsministers Dr. Goebbels

ing der Summen, von deren Größe man nur durch p^stische Vergleiche einen wahren Begriff erhalten

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Vas Gesamtaufkommen des 2. Kriegswinter-

Die Rede des Führers

Dr. Ho.

Hilfe nicht versagen!

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Reichsminister Dr. Goebbels gab in seiner st'öffnungsrede einen großangelegten Rechenschafts- ; »richt über das Kriegswinterhilfswerk - (940/41. Unter stärkster Anteilnahme der Der- : skinmelten verkündete der Minister das imponie- rnbe Ergebnis des letzten Kriegswinterhilfswerkes i rb erläuterte an einzelnen Beispielen die Bedeu-

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sich unterbrochen worden war. Damit, meine Volks­genossen, war also auch unser äußeres Programm von vornherein festgelegt, die dazu nötigen Maß­nahmen von vornherein bestimmt. Keineswegs aber war damit gesagt, daß wir jemals nach einem Kriege strebten. Nur eins war sicher, daß wir unter keinen Umständen auf die Wiederher st ellung der deutschen Freiheit und damit auf die Voraussetzungen zum deutschen Wiederaufstieg ver­zichten würden.

Ich habe aus diesen Gedanken heraus der Welt sehr viele Vorschläge unterbreitet. Ich brauche sie hier nicht zu wiederholen; das besorgt die tägliche

Amrabme von An,eigen für die Mittagsnummer biS8'/,Ubr des Vormittags

Luzetgeu-Prette:

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Nachlässe:

Wiederholung Maistaffel I Abschlüsse Mengenstaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25/ mehr

[ft Jahrgang llr. 236

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Beilagen:

HUfswerkes 1940/41 betragt 9 1 6 240 000 B217. gegen 681 Millionen R M. im vergangenen Jahre. Das bedeutet eine Steigerung von 235 Millionen RM. 3m

Kriegswinterhilfswerk wurden 4 4 2 Mil­

lionen MH M. Abzeichen abgeseht. Das deutsche Volk hat das Gesamtergebnis aller kriegshllfswerke 1940/41 zusammengerech­net, also einschl. Minterhilfswerk, Deutsches Ro­kes Kreuz, Beiträge zur RSV. usw.an jedem lag des soeben abgelaufenen Opferjahres aus eigenem Antrieb und freiwillig rund vier Millionen RM. für soziale Zwecke aufgebracht. Insgesamt haben wir Deutschen in den letzten acht Jahren für das WHLV. die riesenhafte Summe von über 4 Milliar­den R M. geopfert. Das ist so viel, um ein Beispiel zu nehmen, wie die gesamten Staats- ausgaben der Schweiz im Laufe von zehn Zähren.

Dr. Goebbels wies dann im einzelnen die Ver­ödung dieser gewaltigen Beträge nach und hob vor, daß es ein unbestreitbarer Erfolg der ionalsozialistischen Volks- und Staatsführung letzten acht Jahre sei, daß diese großen Summen erster Linie nicht nur zur Linderung von Nöten 'gewendet werden mußten. Wir seien in der cklichen Lage, nicht nur Elend beseitigen zu ssen, sondern kommende Not vorbeugend verhin- zu dürfen. Nahezu zwei Drittel des Gesamt- rkommens des Kriegswinterhilfswerkes, nämlich i nd 600 Millionen NM., konnten als Zu- mbung an die Hilfswerke der NSV. ab- Ührt werden, während das letzte Drittel zur Lin- ung von Not, vor allem in den neu zum Reich 'ommenen Gebieten aufgewendet worden sei.

Sie NS-Dolkswohlfahrt habe von Anbeginn i?r Tätigkeit das Ziel ihrer Arbeit in der B e - -hrun'g und Förderung aller gefun­kt Glieder des deutschen Volkes ge- >n. Für die Kriegsarbeit der NSV. beanspruche e Zielsetzung natürlich ganz besondere Geltung. t Mittelpunkt dieser fortgesetzten Betreuung und *bening stünden Mutter und Kind. Ihnen Ve besonders jetzt, da ungezählte Familienväter' n Wehrdienst oder sonstigen Kriegseinsatz em» jufen seien, alle Pflege, Sorgfalt und Unter- - "g.

der berufstätigen Mutter die Sorge um die iterbrtngung und Erziehung ihrer Kinder abzu- imen, habe die NSV. die Zahl ihrer Kinder-- ag e s st ä t t e n während des Krieges ftarf er- t und unterhalte heute insgesamt 2 3 0 0 0 imber gärten, lieber 420 000 Kinder kamen r täglich in den Genuß einer sorgfältigen Be- eiung.

Mt der Zunahme der Luftangriffe aus die deut- i Zivilbevölkerung im September 1940 wurde Befehl des Führers zur Sicherung des Lebens der Gesundheit unserer Jugend und unserer Her aus den besonders gefährdeten Gebieten e erweiterte Kinderlandverschickung tl-bgeführt. Im Rahmen dieser Aktion wurden 5 Millionen Kinder und über 150 000 Mütter mit sd 65 000 Säuglingen und Kleinkindern zur Er-

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nach einem durch eigene Schuld verlorenen Krieg den tiefsten Sturz in seiner Geschichte hinter sich hatte. Allein schon eine riesenhafte Aufgabe! Ich begann dabei diese Aufgabe in dem Augenblick, als alle anderen an ihr entweder gescheitert waren, oder nicht mehr an die Möglichkeit der Erfüllung eines solchen Programms glaubten.

Unsere Werke des Friedens.

Was wir nun in diesen Jahren im friedlichen Aufbau geleistet haben, ist einmalig. Für mich und meine Mitarbeiter ist es daher oft geradezu eine Beleidigung, uns mit jenen demokratischen Nullen abgeben zu müssen, die selbst auch auf keine einzige wahre große Lebensleistung zurückzublicken in der Lage sind.

Ich und meine Mitarbeiter hätten diesen Krieg nicht notwendig gehabt, um dadurch etwa unsere Namen zu verewigen. Dafür würden die Werke des Friedens gesorgt haben, und zwar ge­nügend gesorgt. Und außerdem: Wir waren nicht am Ende unserer schöpferischen Arbeit angekom­men, sondern wir standen auf manchen Gebieten er ft am Beginn.

So war die innere Sanierung des Reiches unter den schwersten Voraussetzungen gelungen. Denn immerhin müssen in Deutschland 140 Menschen auf den Quadratkilometer ernährt werden. Die andere Welt hat es hier leichter. Trotzdem aber haben wir unsere Probleme gelöst, während die andere, demo­kratische Wett zum großen Teil gerade an diesen Problemen scheiterte.

Unsere Ziele waren dabei folgende:

1. die innere Konsolidierung der deut­schen Natton,

2. die Erringung unserer Gleichberechti­gung nach außen, und

3. die Einigung des deutschen Volkes und damit die Wiederherstellung eines naturgege­benen Zustandes, der durch Jahrhunderte nur künst-

Meine.deutschen Volksgenossen und -genossinnen!

Wenn ich heute nach langen Monaten wieder zu Ihnen spreche, dann geschieht es nicht, um etwa einem jener Staatsmänner Rede und Antwort zu stehen, die sich vor kurzem wunderten, warum ich so lange geschwiegen habe. (Heiterkeit.) Die Nach­welt wird einmal abwägen und feststellen können, was in diesen dreieinhalb Adonaten mehr Gewicht hatte: Die Reden des Herrn Churchill oder meine Handlungen.

Ich bin heute hierher gekommen, um wie immer dem Winterhilfswerk eine kurze Einleitung zu geben. Diesmal wurde mir das Herkommen aller­dings sehr schwer, weil sich in diesen Stunden

an unserer Ostfront eine neu eingeleitete Ope- ration wieder als gewaltiges Ereignis vollzieht. (Stürmischer Beifall.) Seit 48 Stunden ist sie in gigantischem Ausmaß im Gange» Sie wird mithelfen, den Gegner im Osten zu zerschmet­tern. (Erneuter brausender Beifall.)

Ich spreche nunmehr zu Ihnen im Namen der Millionen, die in diesem Augenblick kämpfen, um Sie, die deutsche Heimat, aufzufordern, zu allen sonstigen Opfern auch in diesem Jahr das Zusätz­liche des Winterhilfswerkes auf sich zu nehmen.

Seit dem 22. Juni tobt ein Kampf von einer wahrhaft weltentscheidenden Bedeutung. Umfang und Auswirkung dieses Ereignisses wird erst eine Nachwelt klar erkennen. Sie wird dereinst feststellen, daß damtt eine neue Zeitwende begann. Aber auch dieser Kampf wurde von mir nicht gewollt. Seit dem Januar 1933, in dem mir die Vorsehung die Führung und Lenkung des Reiches anvertraute, hatte ich ein Ziel vor Augen, das im wesentlichen im Programm unserer nationalsozialistischen Par­tei umrissen war. Ich bin diesem Ziel nie untreu geworden, ich habe mein Programm niemals auf­gegeben. Ich habe mich damals bemüht, den inne­ren Wiederaufbau eines Volkes herbeizuführen, das

Berlin, 3.Oktober. (DNB.) Freudige lieber» ttschung hatte das deutsche Volk erfaßt, als am freitagmittag der deutsche Rundfunk verkündete, nft der Führer zur Eröffnung des Kriegs- Binterhilfswerkes 1941/42 sprechen würde. In die- |tm Jahre erhielt diese Ankündigung ein besonderes kewicht dadurch, daß der Führer zum ersten Mal ttch einem halben Jahr das Wort ergriff, um sich 61 das deutsche Volk und an die Welt zu wenden, ter Berliner Sportpalast zeigte das gewohnte Bild soßer Tage. Kopf bei Kopf drängten sich die Tau- snde. Das Braunhemd der Partei und das Feld- xau der Soldaten beherrschten den Versammlungs- num. Aus den Berliner Lazaretten waren Hun- brte von Verwundeten gekommen, denen die Eh- piwlätze, die ersten Reihen, vorbehalten waren.

Heilrufe grüßten die führenden Männer der na» inalsozialistifchen Bewegung. Stehend grüßten die ehntausende die Fahnen der nationalsozialistischen cwegung und die Standarten der Berliner SA, is NSKK., der HI. und der ff. Besonders Herz- Her Beifall empfing Reichsminister Dr. G 0 eb - sls, her zusamemn mit Oberbefehlsleiter Hil- enfeldt den Sportpalast betrat.

der Sowjetunion trieben sich 2 Millionen Kinder verwahrlost im Lande herum, während in Deutsch­land seit Kriegsbeginn täglich über 2000 Kinder zur Erholung führen, eine Ziffer, die nach einer amtlichen Sowjetstatistik etwa der Zahl der täglichen Abtreibungen in der Sowjetunion entspreche. 750 000 'werdende Mütter und Wöchnerinnen seien seit Kriegsbeginn von der nationalsozialistischen Dolkswohlfahrt betreut und gesund erhalten worden.

Dr. Goebbels wies mit besonderem Nachdruck darauf hin, daß diese riesenhafte, in wenigen Zah­len skizzierte Arbeit nur dadurch zu bewältigen ge­wesen fei, daß sich die besten Kräfte der Volks­gemeinschaft in den Dienst dieses größten Sozial­werkes aller Zeiten gestellt hätten. 1 100 000 Mitar­beiter hätten der NSV. im August 1939 zur Ver­fügung gestanden. Ihre Zahl erhöhte sich auf 1165 000 bis zum 30. April 1941. Allein was die Hunderttausende von ehrenamtlichen Mit­arbeitern und Sammlern an freier Zeit zur Verfügung stellten, sei ein beachtliches Opfer, denn noch nicht 1 v. H. der in der NSV. tätigen Helfer und Mitarbeiter bezögen für ihre Tätigkeit irgendeine Besoldung. Dr. Goebbels wies auf den Gegensatz hin zwischen dieser Freiwilligen-Millio- nenarmee, die sich in Deutschland für die Wohlfahrt des Volkes einsetze, und der Hillionenorganisation der GPU. in der Sowjetunion, die nur geschaffen fei, um eine wehrlose Bevölkerung zu bespitzeln und zu terrorisieren.

Daß sich das deutsche Volk zur Arbeit in der RS.-Volkswohtfahrt bekennt, findet in dem ungewöhnlichen Ansteigen der INitgliederzahl, die seit Kriegsbeginn um weit mehr als 2'/- Millionen gewachsen ist, einen eindeutigen Aus­druck. während die NSV. bei Kriegsbeginn 11 900 000 Mitglieder zählte, betrug ihre stän­dig noch wachsende Zahl am 30. April 1941 14 600 000.

Nach her Verkündigung hiefer stolzen Bilanz, die von der Versammlung mit großer Genugtuung und immer neuen Beifallskundgebungen ausgenommen

ing aufs Land geschickt. w.,

S vom Jahre 1933 bis heule wurden 5,7- fonen Kinder zur Erholung anfs Land ge­macht. Hinzu kommen 0,5 Millionen Mütter mit töer 100 000 Säuglingen und Kleinkindern.

jäUßÄ **cn eindrucksvollen Zahlen über hie Betreuung MW irT Mutter unb Kinh stellt Dr. Goebbels die bar» LO»ischen Methoden der Sowjets gegen- J ,'r, die sich nicht scheuen, 12-14jährige zu 16stun-.

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wurde, dankte Reichsminister Dr. Goebbels all den vielen Hunderttausenden von Helfern, deren uneigennütziger Arbeit diese imposante Leistung in her Hauptsache zuzuschreiben ist, auf bas herzlichste. Sie alle hätten sich, so fuhr Dr. Goebbels fort, mit großem Jbealismus trotz des Krieges und her mit ihm oerbunbenen erhöhten Anforderungen für bas Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt. So sei bie» ses Werk eine Demonstration unserer Volksgemeinschaft im de st en Sinne des Wortes.

Das großartige Ergebnis, das im Winter 1940/41 erzielt wurde, mag damit auch der Front zeigen, welche Gesinnung die Heimat er­füllt; es soll ihr ein Beweis dafür sein, daß, während sie für die Freiheit der Ration kämpft unb ihr Leben einseht, die Heimat in unermüd­lichem Opferfinn bestrebt ist, ihr dafür zu ihrem Teil ihren Dank und ihre Bewunderung zum Ausdruck zu bringen.

Es gebe keinen überzeugenderen Beweis für bie innere Festigkeit her deutschen Heimatfront als diese nüchternen, aber doch so vielsagenden Zahlen. Diese Zahlen, an denen nicht gezweifelt werben könne, seien beweiskräftig, weil sie sich täglich in soziale Leistungen umsetzten unb un­gezählte Millionen Menschen in den Genuß hiefer Leistungen kämen.

Was hat die Londoner P l u t 0 t r a t i e dem entgegenzusetzen?, so fragte Dr. Goebbels zum Schluß: Nichts als verlogene soziale Phra» s e n und lügnerische Versprechungen. Sie redet nur von dem, was sie nach dem Kriege tun wird. Aber sie hat ihre Zeit verpaßt. Im Jahre 1918 war ihr die unwiederbringliche Chance gegeben, Europa sozial unb national neu zu orbnen: sie hat diese Chance nicht wahrgenom­men und muß deshalb nach einem geschichtlichen Gesetz von der Bühne der Entscheidün­gen abtreten. Fußend auf den stolzen Ergeb­nissen des Kriegswinterhilfswerkes 1940/41 treten wir nun wiedevum zur Eröffnung des 3. Kriegs- winterhilfswerkes vor die Öffentlichkeit.

Nie Begrüßung des Führers.

Reichsminifter Dr. Goebbels führte zur Be­grüßung des Führers aus:

Mein Führer! Es ist für uns alle eine stolze Freude, Sie in dieser Stunde in unserer Mitte zu wissen. Unsere Freude wird vom ganzen deut­schen Volk geteilt. Es ist lange her, baß Sie bas letzte Mal zu uns sprachen. Während Sie schwiegen, haben bie sogenannten Staatsmänner der Feind- mächte gerebet. Sie mein Führer, konnten sich Ihr Schweigen leisten, denn unterdes haben Ihre K a - nonen gesprochen, Haden Ihre Soldaten Siege erfochten, deren gigantische Ausmaße die Geschichte bisher nach nichr kannte. Es ist für uns Berliner ein schöner Augenblick, Ihnen, mein Führer, dafür im Namen des ganzen deutschen Volkes unsere glühende Dankbarkeit zum Ausdruck bringen zu können. (Stürmischer Beifall.) Ich glaube, im Namen dieses ganzen Volkes zu sprechen, wenn ich sage: Mein Führer! Wir sind, während Sie schwiegen und handelten, bei Ihnen gewesen in schweren und in glücklichen Stunden. (Erneuter stürmischer Beifall.) Unb wir werben treu unb pflichtbewußt hinter Ihnen marschieren über alle Fährnisse hin­weg zur stolzen Stunbe unseres Sieges! (Stürmi­scher Beifall.)

Aus ben kurzen Einführungsworten von Ober­befehlsleiter H i l g e n f e l b t ging hervor, daß das Winterhilfswerk des deutschen Holkes im Winter 1940/41 einen stolzen Nachweis einer einmaligen Leistung erbracht hat. Diese Tatsache zeige, daß Front und Heimat sich in unvergleichlicher Weise vereinten zu einem Sozialwerk, das kein anderes Volk der Erde aufweisen könne.

Stürmisch begrüßt ergriff sodann Reichsminister Dr. G 0 ebbels das Wort, der unter dem jubeln­den Beifall der Zehntaufende verkündete, daß der Führer in kurzer Zeit von dieser Stätte aus zum deutschen Volk sprechen werbe. Der Rechenschafts­bericht, ben Reichsminister Dr. Goebbels ablegte, bewies in nüchternen Zahlen, in sachlichen Dar­legungen, mit welcher Leihenschaft und mit wel­cher Tatbereitschaft bas deutsche Volk in der Hei­mat sich hinter bie Front seiner kämpfenden Sol­daten gestellt hat.

Jubel ohne gleichen erfüllte den Sportpalast, als her Führer am Eingang erschien und unter ben Klängen bes Babenweiler Marsches zur Redner­tribüne schritt.

Mit gesammelter Kraft.

Im WHW. trifft sich bas ganze deutsche Volk, im WHW. verkörpert sich der Grundgedanke des Füh­rers, alle Glieder des deutschen Volkes, alle feine Stände, alle feine Berufe zusammenzuschließen in dem Gedanken an das übergeordnete Ganze.

Der Führer ist von der Front, an der wie die Wehrmachtberichte ankündigten die Aus­nutzung der letzten Großsiege im vollen Gange ist, selbst nach Berlin geeilt, um hier an einer Tradi­tionsstätte zum Winterhilfswerk und damit zum ganzen deutschen Volk zu sprechen. Er sprach i m Namen her Millionen, bie Kämpfen. Er sprach zu der Heimat, die für die Millionen vor dem Feind die besten Waffen herstellt unb trotz mancher Ungunst der Witterung dem Boden die Lebensrnittel abringt, die auch zur Kriegführung gehören.

Der Führer entwarf ein Gesamtgemäkde der po­litisch-militärischen Lage mit der eigentümlich ein­dringlichen Kraft des Mannes, der bie Verantwor­tung trägt,, der die geschichtlichen Entscheidungen getroffen hat und in dessen Mund jedes Wort einen tieferen Sinn erhält. Seine Schilderung der Kampf­und Marschleistungen glüht in dem Wissen um die Opfer bes Krieges. Er ist her Mann, her als Ge­freiter im Weltkrieg die Schlachten von unten her gesehen fjat.

Gerabe darum weiß auch der Führer, baß es in her Geschichte keine Entschuldigung für Versehen gibt. Er mußte her Riesengefahr nicht bloß einer Vernichtung Deutschlands, sondern von ganz Eu­ropa in einem neuen Mongolensturm entgegen- gehen. Im richtigen Augenblick! Er mußte sich für diesen Augenblick das Ueberraschungsmoment aufsparen. Er durfte seinen eigenen Soldaten seine Gedanken nicht entschleiern, weil jedes Wort, jede Andeutung Hunderttausenden das Leben gekostet hätte.

Nach 103 Tagen dieses Ostfeldzuges, in dem die deutschen Truppen ein Gebiet von her vierfachen Größe Englands besetzt haben, sprach der Führer zur Heimat: Was bie Front leistet, kann nie­mals unb nirgends und durch nichts ausgewogen werden. Aber notwendig ist, daß auch bie Leistung der Heimat vor der Geschichte besteht unb der Front das Gefühl des gleichen Schrittes und Trit­tes gibt.

Dr. Goebbels hat, wie alljährlich, ben Bericht über bie bisherigen Leistungen bes WHW. und im besonderen der beiden Kriegs-WHW.s gegeben. Es ist eine Zahlenparade, bie nüchtern, aber auch phan- tastisch oder enthusiastisch genannt werden kann. Ein lederner Mensch empfindet eben ledern, ein Mensch mit einem wacheü Gefühl kann sich begei­stern. Und ein Mensch von Einbildungskraft kann hinter ben Zahlen auch bie Menschen sehen.

Nicht nur notbeiahene Menschen. Dieser ursprüng­liche Zweck bes WHW. aus ben ersten Jahren her nationalsozialistischen Staatsführung ist imAlt- reich" in ben Hintergrund) getreten. Hier sind bie Millionen Arbeitslose, bie bie Regierung Adolf Hit­lers im Jahre 1933 zu betreuen hatte, längst in Brot unb Lohn gekommen, unb bas ist gut so. Un­mittelbare Not gilt es nur noch zu beheoen in ben Gebieten, bie neu an bas Reich gekommen sind. Auch in ihnen ist die Arbeitslosigkeit auf ein Min­destmaß herabgesetzt. Aber sie tragen noch an alten Sünden. Sie haben noch die Folgen einer jahr­zehntelangen Vernachlässigung oder Verwahrlosung zu überwinden. Hier wirkt bas WHW. noch als N 0 t Hilfe.

Allein wichtiger ist bie Leistung bes WHW. als vorbeugendes Sozialwerk geworden. Der Krieg ist nun einmal die Zeit, in der der Tod rasch an den Menschen tritt. In dieser Zeit, wo der Tod eine zusätzliche Ernte hält, ist die Pflege von Muttet und Kind ein unsterbliches Werk.

Ein u n st e r b l i ch e s Werk! Habt Ihr genau hin- gehört? $abt Ihr ben ganzen Sinn bes rasch ge­sprochenen Wortes vomunsterblichen Werk" erfaßt? Wenn Männer kämpfen unb sterben, so reichen sie her Zukunft bie Hand. Die Zukunft ist bie Mu t - te r, bie Zukunft ist bas Kinb! Die Pflege von Mutter unb Kinb erschöpft sich nicht mit her Ge­burt unb hem Kleinkinb. Die Aufgabe ist, bie ganze heranwachsenbe Jugenb gesunb, kräftig, wohlgestaltet an Leib unb Seele über den Krieg Hinwegzubringen. Die zurückkehrenben Väter sollen ihre Freube haben.

Man muß nur einmal bie Hanb an bem Puls unseres Volkes haben, um zu wissen, was bie Be­ratungsstellen ober bie 23 000 Kinbergärten für Mütter bedeuten, bie in her Fabrik am Fließbanb stehen ober einen ganzen bäuerlichen Hof zu be­treuen haben.

Das ist eine alltägliche, immer wieberkehrenbe Arbeit, bie nicht laut, aber einbringlich ist. Sie ist bas Beispiel zu bem Wort bes Führers:Der Herrgott hilft keinem Faulen unb keinem Feigen, keinem, her sich nicht selbst zu helfen weiß. Volk, hilf bir selbst, bann wirb bir her Herrgott seine

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