japanische Konkurrenz ist der Handelshafenverkehr zwar erheblich behindert worden, aber die entscheidende Bedeutung Wladiwostoks liegt auf strategischem Gebiet. Hier stellt der Kriegshafen mit seinen schützenden militärischen Anlagen eine gewaltige Festung dar, die zugleich auch eine wichtige Luftbasis ist. Tokio liegt nur 1000 Kilometer von Wladiwostok entfernt, wie sich überhaupt alle vier Hauptinseln Japans mit ihren Riesenstädten und ihrer Kriegsindustrie sowie die Industriezentren Südrncmdschukuos in der Reichweite der Wladiwostoker Flugplätze befinden.
Einen großen Nachteil hat Wladiwostok allerdings bei all seiner hervorragenden strategischen Bedeutung insofern, als es eine Festung ohne Hinterland darstellt. Es ist auf sich ganz allein * angewiesen. Auf diese Tatsache ist ja auch die Anlage dieser Festung und ihre militärische Ausrüstung aufgebaut worden^Doch ist es fraglich, ob Moskau heute nach den schweren Niederlagen im Westen, noch in der Lage wäre, Wladiwostok im Falle eines Konfliktes lange zu halten. In dieser Situation meldet sich der Dollarimperialismus mit der feinen Witterung eines Erbschleichers und Leichenfledderers. Er will angeblich Kriegsmaterial für den Bolschewismus nach Wladiwostok schaffen, in Wirklichkeit aber dort nur festen Fuß fassen, um nie wieder von dort wegzugehen. Vielleicht redet man den Bolschewisten „freundschaftlich" zu, ihr eigenes Riesenarsenal in Wladiwostok auszuräumen und nach dem Westen zu verfrachten, während Washington sich „gern" bereit erklären wird, inzwischen den militärischen „Schutz" der fernöstlichen Interessen der Bolschewisten wahrzunehmen, der — wie in Tokio richtig erkannt worden ist — sich in der Praxis gegen Japan auswirken soll.
Von japanischer Seite ist vor nordamerikanischen Kriegsmateriallieferungen nach Wladiwostok gewarnt worden. Japan betrachtet das Japanische Meer als seine lebenswichtige Einflußzone, deren Zugänge die Straße von La Perouse, die Tsugar- Straße und die durch die Vernichtung der Zarenflotte 1905 berühmt gewordene Tsuschima-Straße von Japan wohl gesperrt werden könnten.
Neuordnung des Ltnterrichts in Frankreich.
Vichy, 3. Sept. (Europapreß.) Der Staatssekretär für den Unterricht, Carcopino, erläuterte im Rundfunk die Grundzüge der Unterrichtsreform in Frankreich. Mit dieser Reform werden vor allem wesentliche Vereinfachungen angestrebt. In den Höheren Schulen wird man künftig der sportlichen Erziehung mehr Zeit einräumen. Bei der Mädchenerziehung soll vor allem der Musikpflege und dem hauswirtschaftlichen Unterricht mehr Zeit als bisher eingeräumt werden. Die Unentgeltlichkeit des Unterrichts wird für die Höhere Schule abgeschafft. Während den klassischen Höheren Schulen, in denen Latein als Pflichtfach bleibt, der Name Lyzeum vorbehalten wird, erhalten die auf einer modernen und technischen Grundlage arbeitenden Höheren Schulen den Namen Kolleg. In diesen wird neben der sportlichen Ausbildung das Studium der lebenden Sprachen verstärkt werden. Auf den Volksschulen soll im Vordergrund des Unterrichts insbesondere der nationale Gedanke wie der völkische Gedanke der Familie stehen. Die Lektüre der großen französischen Schriftsteller sowie der Botschaften des Marschalls Pötain soll hierzu beitragen. Die bisherigen Normalschulen, in in denen der Lehrernachwuchs herangebildet wurde, werden durch besondere pädagogische Berufsschulen ersetzt werden. Die Volksschullehrer müssen außerdem künftighin einen besonderen landwirtschaftlichen und technischen Unterricht sowie sportliche Kurse durchlaufen.
Vereitelter kommunistischer Anschlag in Bulgarien.
Sofia, 3. Sept. (Europapreß.) Am zweiten Jahrestage des Kriegsausbruches versuchten die Kommunisten in Bulgarien eine größere Aktion zu unternehmen. Sie soll von der Sowjetge- sand'tschaft in Sofia mit englischen Geldern unter st ützt worden sein. Die Aktion kam jedoch der bulgarischen Polizei rechzeitig zur Kenntnis. Vön der Polizeidirektion wurde folgende Erklärung herausgegeben: „Am Montagabend waren Organe der staatlichen Polizei in Sofia im Begriff, eine Person zu verhaften, die in eine Derschwöreraktion verwickelt war. Diese Person brachte eine Bombe zur Explosion und beging darauf Selb st mord, indem sie sich aus ihrem im fünften Stockwerk gelegenen Zimmer stürzte. Durch die Explosion der Bombe wurde ein Polizist leicht verletzt, während im Hause Schäden entstanden sind. Ein Helfershelfer suchte zu entkommen, wurde aber bei der Verfolgung schwer verletzt."
Weitere LlSA.-Ingenieure und Techniker in Nordirland.
Stockholm, 3. Sept. (Europapreß.) Ein neues Kontingent von Ingenieuren und Technikern ist aus den Vereinigten Staaten in Nordirland einaetroffen. Genau wie die schon in Nordirland befindlichen früheren Gruppen, die bereits viele hundert Personen umfassen, wird auch das neue Kontingent formell von der britischen Regierung angestellt und bezahlt. Die Bezahlung erfolgt im Rahmen des Leih- und Pachtgesetzes. Man kann daraus entnehmen, daß die Vereinigten» Staaten den Betrag zurückerstatten.
Wieder Ruhe und Ordnung in Teheran
I st a n b u l, 4. Sept. (DNV.-Funkspruch.) Aus einer Meldung des Radio Teheran geht hervor, daß in der iranischen Landeshauptstadt beim Vormarsch der Sowjets eine Panikstimmung ausgebrochen ist. Zahlreiche Leute haben die Stadt verlassen, Kaufleute und Handwerker ihre Läden geschlossen. Tagelang war es schwer, Brot und andere lebenswichtige Mittel auszutreiben. Durch entsprechende Maßnahmen soll jedoch das Vertrauen wiederhergestellt worden sein, die Läden feien wieder geöffnet und der Verkehr lebenswichtiger Mittel, wie Brot usw., sei wieder* sicher gestellt.
Die in Iran vom Süden her bis nach Kazoin vorgerückten britischen Truppen haben sich, nachdem sie dort auf sowjetische Verbände gestoßen waren, in Richtung Hamadan wieder zurückgezogen, wie aus Awe, etwa 100 km südwestlich von Kazoin, berichtet wurde.
19000 Tote bei den Lustangriffen gegen England.
Neuyork, 1. Sept. (DNB.) Die amerikanische Lebensoersicherungsgesellschaft Metropolitan Life Insurance Company stellt fest, daß im ertzen Halb
jahr 19 41 in England 19 000 Personen durch Luftangriffe das Leben verloren. In diesen Zahlen seien nur die Menschenverluste in London und anderen britischen Großstädten eingeschlossen.
Taipale wieder in finnischer Hand.
Kopenhagen, 2. Sept. (Europapreß.) Aus Helsinki wird mitgeteilt, daß Taipale, am West-- ufer des Ladogasees, in der Nacht zum Dienstag von den finnischen Truppen erobert worden ist. Der finnische Vormarsch schreite in östlicher Richtung sicher weiter. Taipale spielte im Winterfeldzug gegen die Sowjets eine große Rolle, als es starken sowjetischen Abteilungen trotz wiederholter Versuche niemals gelang, diesen Ort zu erobern.
Erst durch den Friedensschluß fiel Taipale an die Sowjetunion.
Erstes Luftgefecht der Italiener an der Ostfront.
Rom, 4. Sept. (DNB.-Funkspruch.) Bei den ersten Lustkämpfen an der Ukraine-Front zwischen italienischen und sowjetischen Luftstreitkräften wurden von italienischen Jägern insgesamt elf sowjetische Flugzeuge abgeschossen, während die italienischen Flugzeuge keine Verluste erlitten. Eine italienische Flakbatterie erzielte mit dem vollkommenen Abschuß eines sowjetischen Verbandes von fünf Bombenflugzeugen, die die italienischen Stellungen zu überfliegen versuchten, einen großen Erfolg.
Reichsminister Or.Todt 60Jahre alt.
Berlin, 4. Sept. (DNB.) Reichsminister Dr. Todt, der am heutigen Donnerstag seinen 50. Geburtstag feiert, trat schon 1922 der NSDAP, bei. Kurz nach der Machtübernahme wurde er vom Führer zum „Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen" ernannt und mit dem Bau der R eich s a u t o b a h n e n betraut. Dieses Werk war die erste nationalsozialistische Tat, die die Arbeitslosigkeit in Deutschland beseitigte und als technische Großleistung die Bewunderung der ganzen Welt erweckte. Noch während des Baues der Reichsautobahnen erhielt Dr. Todt vom Führer den Auftrag zum Westwallbau. Mit der von ihm geschaffenen Organisation Todt" vollendete er termingerecht das große Werk. Aus den Westwallarbeitern wurden unter seiner Führung die Frontarbeiter der „OT.", die als treue Helfer des Frontsoldaten heute an allen Fronten einen entscheidenden Beitrag zum Siege leisten.
Im Dezember 1938 wurde er zum „Generalbevollmächtigten für die Regelung der B a u w ir ts ch ä ft" ernannt. Seine Hauptaufgabe bestand darin, den Gesamtbauwillen mit dem Gesamtbauoermögen, in Übereinstimmung zu bringen. Als Leiter des Hauptamtes für Technik hatte er bereits innerhalb der Partei alle technischen Sektoren in seiner Hand vereinigt. Um eine straffe Durchführung der technischen Arbeiten auch im staatlichen Sektor zu gewährleisten, ernannte ihn der Führer am 23. Februar 1940 zum „Generalinspektor für die Sonderausgaben im Dierjahresplan" und kurz darauf am 17. März zum „R e ich s m i n i ste r für Bewaffnung und Munitio n". Er wurde damit zum Waffenschmied des Deutschen Reiches, denn es obliegt ihm die Aufgabe, die deutsche Rüstung auf ein Höchstmaß von Leistung zu bringen. Am 29. Juli 1941 ernannte ihn der Führer zum „Generalinspektor für Was-
s e r und Energie". Damit vereinigt Reichsminister Dr. Todt oie wichtigsten technischen Teilgebiete in seiner Hand.
Zu seinem 50. Geburtstag sprach der Führer dem Reichsminister Dr. Todt am Vorabend des Geburtstages im Führerhauptquartier seine Glückwünsche aus.
Das „Haus der Technik" in Frankfurt.
NSG. Im Adolf-Hitler-Haus fand die Gründung eines „Hauses der Technik" in Frankfurt statt. Der Gauwalker des NS.-Bundes deutscher Technik, Gauamtsleiter Dr. Kränzlein betonte, daß die Gründung als Geschenk des Gaues Hessen-Nassau anläßlich des 50. Geburtstages von Reichsminister Dr. Todt am 4. September vorgesehen ist. Dem „Haus der Technik" soll auch die Begabtenförde- rung der chemisch-technischen Berufe am Herzen liegen. Aus diesem Grunde wird das „Haus der Technik" mit feiner Einrichtung auch eine Chemotechnikerschule vereinen. 14 000 Techniker und Ingenieure, darunter viele Chemiker und Chemotechniker, leben allein im Gau Hessen-Nassau. Noch längst nicht alle sind dabei durch den „NS.- Bund deutscher Technik" erfaßt. Sie jedoch alle beruflich zu führen und wissenschaftlich zu betreuen, wird eine der wesentlichsten Aufgaben des Dauses der Technik" sein. Vom Hauptamt für Technik sprach Direktor Kunze und betonte vor allem, daß Be- deutuna und Auswirkung der Technik noch niemals einen solch sichtbaren Ntedersckstag gefunden haben wie im gegenwärtigen Kriege. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger dankte Dr. Kränzlein für sein tatkräftiges Arbeiten, ferner dem Hauptamt für Technik für die Unterstützung, der Stadt Frankfurt für ihre Hilfe und nahm dann das ,^)ous der Technik" unter seine Obhut.
Technik und Wirtschaft.
Von Gauamtsleiter W.Avienh, Sonderbeauftragter für Wirtschaftsführung und Wirtschaftseinsatz im Gau Hessen-Nassau.
NSG. Anläßlich des 50. Geburtstages von Reichsminister Dr.-Jng. Todt am 4. September und der Uebergabe des neu gegründeten „Hauses der Technik" in Frankfurt a. M. haben wir in Generaldirektor W. Avieny einen führenden Mann der Wirtschaft unseres Gaues gebeten, zu dem Thema „Wirtschaft und Technik" Ausführungen zu machen.
Die moderne Wirtschaft ist gegenüber den früheren Wirtschaftssystemen durch eine weitgehende Anwendung der wissenschaftlichen Technik gekennzeichnet. Die Verbindung von Technik und Wirtschaft hat für die Steigerung der Lebenshaltung der Völker Außerordentliches bedeutet. Als Beispiel könne man Zahlen aus allen Lebensbereichen nennen. Es sei an dieser Stelle nur an die ungeheure Steigerung des Einsatzes maschineller Energie erinnert. Diese bedeutete, daß die Basis der menschlichen Arbeitskraft durch die Nutzbarmachung der Naturkräfte vervielfacht werden konnte. Während in anderen Wirtschaftsformen die Arbeitskraft der Menschen fast ganz für die Deckung des primitiven Nahrungsmittelbedarfes in Anspruch genommen wird, kann auf diese Weise bei gewaltig gestiegener Bevölkerung und weit verbesserter Ernährung immer mehr Arbeitskraft für die Befriedigung der gehobenen kulturellen Bedürfnisse verwandt werden. Zumal in Deutschland hat die Technik dadurch eine besondere Aufgabe, daß sie in Ueberroinbung des Mangels an vielen natürlichen Rohstoffen dem deutschen Volke einen hohen Lebensstandard sichern und überlegene kriegerische Machtmittel zur Verfügung stellen muß.
Obschon im nationalsozialistischen Staat politische Notwendigkeiten die Produktionsziele bestimmen, und die Technik die Mittel zur Erreichung dieser Ziele aufzeigt, bleiben auch der Wirtschaft nach der weitgehenden Lenkung durch den Staat noch entscheidende Führungsprobleme außerhalb der technischen Fragen: Einordnung in die wirtschaftspolitische Linie, Organisaton des Menscheneinsatzes, Rohstoff- und Energiebeschaffung, Finanzierung, Verteilung, — ganz abgesehen von den Aufgaben des Betriebsführers auf sozialem Gebiet, auf die ich hier nicht.einzugehen brauche. Die enge Verknüpfung von Technik und Wirtschaft kommt in dem Typ des WirtschaftsfShrers zum Ausdruck, der sich herausgebildet hat. Der Wirtschaftsführer ist heute entweder Kaufmann mit ausgesprochen technischem Verständnis und Gefühl für den Einsatz der Techniker — ober aber Techniker mit besonderem Gefühl für die wirtschaftlichen Zusammenhänge und für die wirtschaftlichen Oraanisations- und Führungsaufgaben. In, dieser Verbindung liegt auch die Antwort auf die oft geführten und nicht immer nützlichen Erörterungen, ob der Kaufmann ober der Techniker in einem Unternehmen führend fein soll, wobei je nach der Eigenart des betreffenden Unternehmens der Akzent auf dem einen oder anderen liegen kann. Dabei ist eine selbstverständliche Voraussetzung für den Wirt- schafsführer nationalsozialistische Haltung, da diese allein den Einsatz für die sachlichen Ziele sowie für die besonders im Kriege entscheidenden Aufgaben der Menschenführung bietet.
Die Leistungen der Zusammenarbeit von Technik und Wirtschaft z. B. auf dem Rohstoffgebiet — wie die Erzeugung synthetischer Treibstoffe, künstlicher Textilfasern, künstlichen Kautschuks, daneben vieler anderer Austauschwerkstoffe — schlagen eine Bresche in die von England gegenüber dem Kontinent versuchte Blockade. Zu der Erweiterung der Rohstoffbasis kommt die überlegene Güte der deutschen Maschinen, Skiffen Usw, Die Bedeutung alles dessen,
nicht nur für die Wehrwirtschaft, sondern auch für die Sicherung der deutschen Lebenshaltung, ist in das Bewußtsein des ganzen Volkes eingedrungen. Was man sich aber im allgemeinen nicht vergegenwärtigt, ist das Ausmaß von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf technischem Gebiet, sind die Organisations- und Planungsarbeiten auf wirtschaftlichem Gebiet. Nur die enge Zusammenarbeit dieser beiden Bereiche konnte dabei den Erfolg gewährleisten.
Diese Leistungen hatten das System der Wirtschaftsführung und -Wirtschaftsplanung zur Voraussetzung, wie es der Nationalsozialismus in Deutschland aufgebaut hat. Während man vorher die Wirtschaft als das Jneinandergreifen freiwirkender Kräfte sah, die sich der Beeinflussung und der Planung durch den Staat infolge der in ihnen wirksamen Gesetzmäßigkeit entzogen, erfolgt jetzt eine Lenkung im Rahmen der staatspolitiscben Zielsetzungen. Der Ablauf und die Richtung des Wirtschafts lebens find für den Staat in weitgehendem Maße eine Frage der zweckmäßigsten Organisation geworden. Organisationsprobleme sind aber den technischen Problemen in gewissem Sinne verwandt.
Auch auf dem Gebiete der Technik setzte eine klare Zielsetzung und Lenkung durch den Staat ein, welche den Rahmen für die schöpferische Initiative der einzelnen Menschen abgab. Diese erstreckte sich einmal auf die behandelten Probleme, den Kräfteeinsatz usw., zum anderen auf die -Erfassung der Menschen. Dabei ist eines bemerkenswert, worauf ich an anderer Stelle schon hingewiesen habe. Während man früher gewohnt war, private Initiative und staatlichen Konservatismus als feststehende Be- grifspaare einander gegenüberzustellen, haben sich nach 1933 die Verhältnisse in mancher Beziehung umgekehrt. Wir sahen oft einen Konservatismus der Privatwirtschaft bezüglich neuer wirtschaftlicher Aufgabenstellungen, neuer technischer Verfahren, der erst durch die vorantreibenbe Kraft des Staates überwunden werden mußte. Das ist zu einem großen Teil ein Verdienst der Partei, die in sich die Bewegung und Dynamik des völkischen Lebens verkörpert. Es zeigt sich, daß die geistige Haltung der Staatsverwaltung" und der „Aemter" überhaupt eine Frage des Menschentyps und der Weltanschauung ist. Ebenso ist auf der anderen Seite anzuerkennen, daß die Wirtschaft bann die ihr gestellten Probleme aufgegriffen hat und, nachdem die weltanschauliche Wandlung einmal vollzogen war, heute von sich aus ihre ganze Kraft und ihre ganzen Leistungen für Die neuen Aufgaben und Fragestellungen einsetzt und für Forschungs-- und Entwicklungsarbeiten usw., die Verbesserung und Erweiterung der Produktionsstätten große Mittel aufwendet, ganz abgesehen von den besonderen Anstrengungen, die man für die Bereitstellung des Nachwuchses auf technischem Gebiet macht. Die Sicherung dieser Mitarbeit auch in allen neu auftauchenden Fragen und die restlose Einschaltung von Technik und Wirtschaft und ihrer Zusammenarbeit für die Erfordernisse des völkischen Lebens macht die weltanschauliche Durchdringung der in diesen Bereichen führend tätigen Männer zu einer Aufgabe, der auch weiterhin besonderer Nachdruck zu widmen ist. Ferner müssen aus der engen Verbindung, in der sich die technischen und wirtschaftlichen Probleme stellen, und die den bereits eingangs kurz geschilderten Typ des Wirtschaftsführers bestimmt hat, Folgerungen bei der so entscheidenden Heranbildung des Nachwuchses gezogen werden. Das darf nicht in dem Sinn geschehen, etwa beim Kaufmann eine nur schädliche und Ansprüche stellende Halbbildung auf technischem Gebiet heranzuzüchten. Vielmehr muß Verständnis M die grundsätzlichen Eigenarten Md Fragestellun-
Kleine politische Nachrichten»
An der Front von Tobruk unternahmen britische Spähtrupps Vorstöße gegen die deutschen und italienischen Stellungen. Die Spähtrupps mußten sich unter Verlusten zurückziehen. Es entwickelte sich eine beiderseitige Artillerietätigkeit.
Deutsche und italienische Sturzkampfflugzeuge unternahmen unter Begleitung von Jägern einen Angriff a u f Tobruk und belegten in aufeinanderfolgenden Wellen Befestigungsanlagen, Treibstoff- und Munitionslager mit Bomben schwersten, schweren und mittleren Kalibers. Trotz der heftigen Bodenabwehr wurden alle Ziele getroffen und zahlreiche Explosionen beobachtet. Alle Flugzeuge kehrten unversehrt zurück.
In Ostafrika halten italienische Truppen den Gegner weiterhin in Schachend fügen ihm empfindliche Verluste zu. Ein vom Stützpunkt (Tolga aus operierendes Bataillon unternahm einen Vorstoß tief in die feindlichen Linien. Im Gefecht rour^e ein großer feindlicher Verband zersprengt.
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Kampfflugzeuge griffen im Finnischen Meerbusen sowjetische Handelsschiffe mit Bomben aller Kaliber an. Drei Handelsschiffe mit zusammen 11000 BRT. wurden schwer beschädigt, ein weiteres von 1000 BRT. durch Volltreffer versenkt. Ferner versenkten Kampfflugzeuge ein sowjetisches Kanonenboot und zwei Schlepp-Kähne auf der Newa.
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Auf der Fischerhalbinsel an der Murman-Küste bombardierten deutsche Kampfflugzeuge mit gutem Erfolg sowjetische Flak- und Artilleriestellungen und erzielten zahlreiche Volltreffer in einem sowjetischen Truppenlager.
Feldmarschall Mannerheim richtete an den Führer ein Telegramm, in dem er sich für die Ehre bedankt, die ihm und dem finnischen Heer durch die Verleihung der hohen Kriegsauszeichnung widerfahren fei. Er sehe in der Auszeichnung eine Anerkennung des Anteils der finnischen Armee in dem gemeinsamen Kampf zur Vernichtung des Bolschewismus.
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König Michael I. zeichnete den General Ritter von Schobert für die Verdienste um die Befreiung Bessarabiens und der Nordbukowina sowie General Haussen für die Art, in der er ein deutsches Armeekorps bei der Besetzung von Ki- schinew geführt hatte, mit dem Orden „Michael der Tapfere" aus.
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Der Führer f)at dem Marschall von Kroatien, Minister K v a t e r n i t, anläßlich des Ablebens feiner Frau fein Beileid übermittelt.
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Die kroatische Postverwaltung hat sechs Briefmarken der ersten Serie der neuen kroatischen Postwertzeichen in Umlauf gebracht, die an Stelle der bisherigen jugoslawischen Marken mit dem Bildnis Peter II. jetzt das kroatische Wappen tragen werden.
Außer sechs kommunfftisch orientierten Abgeordneten des finnischen Reichstages ist unter dem Verdacht von Hoch- und Landesverrat der Leiter der
gen der Technik und der Arbeit des Technikers geschaffen werden. Dasselbe gilt mit anderen Vorzeichen für die Techniker. Ich sehe den Nutzen einer solchen Erziehung vor allem in den menschlichen Voraussetzungen, die dadurch für die Zusammenarbeit und die gegenseitige Ergänzung und Befruchtung gelegt werden.
Besondere Aufgaben für die Heranziehung des Nachwuchses stellt die Betätigung auf internationalem Gebiet, die nach Beendigung des Krieges wieder verstärkt einsetzen muß, und bei welcher nicht zuletzt der hohe Stand der deutschen Technik den Platz der deutschen Wirtschaft in der kommenden Großraum- und Weltwirtschaft mitbestimmen wird. Der Austausch zwischen den einzelnen Volkswirtschaften verlangt besondere Kenntnisse. Vieles, was innerhalb des deutschenWirtschaftsraumes durch staatliche Regelungen gewährleistet ist, muß hier frei verantwortlich und in einem in feinen Formen anders gearteten Wettbewerb erreicht werden. Die Schulung des Nachwuchses muß so erfolgen, daß er auch diesen anders gearteten Anforderungen gewachsen. ist. Nur so kann er dazu beitragen, der deutschen Wirtschaft und Technik die Stellung zu sichern, die sie nach ihrer Leistung und den Aufgaben Deutschlands beanspruchen muß. Zusammen mit der Erfüllung der kriegswirtschaftlichen Erfordernisse und den Zielen, die der Führer für die Nachkriegszeit vor allem auf sozialem Gebiet ge- stellt bat, sind das die großen Ausgaben, welche Technik und Wirtschaft in enger Zusammenarbeit rm nationalsozialistischen Staat zu bewältigen haben. Gauaussteilung für bildende Künste.
NSG. Die auf Anordnung des Gauleiters vom 6. 9. bis 5. 10. 1941 im Städelfchen Kunstinstitut zu Frankfurt veranstaltete Gauausstellung für bildende Künste darf mit einem starken allgemeinen Interesse rechnen. Schon jetzt hat der Gauleiter namhafte Ankäufe in Aussicht gestellt. Seinem Bei- spiel sind zunächst vor allem die Städte und öffent- üchen Körperschaften gefolgt. Darüber hinaus wendet sich ein Aufruf des Gauleiters an alle kunstinteressierten Kreise, ihn jn feinem Bestreben, die Kunst der Heimat zu fördern, tathyftig zu unterstützen. Durch Ausfüllung eines bei der Kunstaus- stellungsleitung erhältlichen Vorauszeichnungsschei- nes ist die Möglichkeit gegeben, sich schon jetzt ein Kunstwerk zu sichern. Die günstige Aufnahme die- fer Vorauszeichnungsscheine läßt die Erwartung zu, daß die diesjährige Ausstellung den Erfolg des Vorjahres noch übertreffen wird.
Eröffnung
der Reichsuniversität Giraßburg.
Wie der Reichserziehungsminister mittet«, nimmt die Universität Straßburg zum bevorstehenden Wintersemester 1941/42 ihren Lehrbetrieb auf. — Von diesetp Zeitpunkt ab kann an der Universität Straßburg das Studium in allen Fächern der philosophischen Fakultät, das rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Studium sowie der klinische Teil des medizinischen Studiums durchgeführt werden. Auch ist in begrenztem Um- ange für Studierende in höheren Semestern die Fortsetzung des Studiums in der naturwissenschaftlichen Fakultät sowie die Promotion in naturwissenschaftlichen Fachgebieten möglich. Es emp- iehlt sich jedoch, Rückfrage bei dem Rektorat der Inioerfität zu halten. Eine besondere Emreisegv« nehmigung ist für Studierende nicht erforderlich.


