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Erhabener Elefant.

Von F. G. Sparwasser.

(Erhabener Elefant, dies ist der höchste Ehren- n>ame, den ein Europäer im Sudan überhaupt tragen kann. Und Kapitän 21., ein großer Jäger vor dem Herrn, trug diesen Namen mit Recht. Im ganzen.Nigerkn-ie erzählte man sich von den Jagden dieses französischen Militärs, der übrigens einer der bekanntesten Saharisten ist.

Wieder mal ist Kapitän 21. aus Safari, diesmal in der Gegend von Zinder. Große Empfänge waren norausgegangen am Hofe des Sultans, wobei viel gegessen und noch mehr gesprochen worden war. Das war Anstandspflicht gewesen, der sich der er­habene Elefant nur ungern unterzogen hatte, aber es gibt eben Dinge aus der Welt, denen man nicht ausweichen kann. f

Endlich aber ist es soweit, daß Kapitän A. mit seinem Boy aufbrechen kann. Schwer bepackt sind beide. A. mit Gewehr und Munition, der Boy mit den übrigen Ausrüstungsgegenständen. Stunden­lang streifen beide durch das hohe Gras der Steppe, das hart und scharf ist und bloßliegende Hautstellen zerschneidet. Brütend lastet die Hitze auf der un­endlichen Weite, und nur selten spendet ein Daum spärlichsten Schatten.

Und da -finben sie tatsächlich eine Löwengegend mit Spuren und Lagerresten. Mit erhöhtem Jagd­eifer setzen sich die beiden auf die Fährte.

Stunden um Stunden veraehen. Starr richten sich die Augen der beiden auf den Horizont, aber nichts ist zu sehen. Vorsichtig setzen sie Fuß vor Fuß, pirschen sich leise vor, geyen auf offenen Strecken mit weitausholendem Schritt, und darüber steht die weiße Sonne des Sudan.

Da plötzlich reiht 21. das Gewehr hoch, der Schuß E'"cht hinaus ... und fünfzig Schritte weiter t ein gut ausgewachsener Löwe aus ... ver- indet im hohen Gras.

Als sie an die Anschußstelle fommen, finden sie hellroten Schweiß Lun gen schuß. Nun heißt's vor­sichtig sein, damit das angeschofsene Tier sie n'cht unverhofft annimmt.

Weiter geht es durch das unübersehbare Gras- feld, aus dem hie und da in weiten Abständen Tamarisken ragen. Dauernd wechselt der gespannte

Balkan eine Ablösung der englischen durch amerlka- Nische Geschäftsbeziehungen vorzuschlagen.

George Carle ist aber mit der amerikanischen Schwerindustrie im Staate Pennsylvanienverhei­ratet". Mächtigster Mann der Kohlenindustrie in Pennsylvanien ist aber der Vater jenes William Bullitt, der als amerikanischer Botschafter In Paris schon »1939 der Mittelpunkt der Kriegstreiber gewesen ist. George Carle begann nach der ersten Wahl Roosevelts als amerikanischer Gesandter in Wien, 1933/34, machte sich dort durch ähnliche Skan­dalszenen in Nachtlokalen unmöglich und wurde von Roosevelt wegen seiner Beziehungen zu den Kohlen­

magnaten von Pennsylvanien zum Gouverneur die­ses Staates ernannt. Bei den nächsten Wahlen ... fiel er durch. Darauf folgte seine Ernennung zum amerikanischen Gesandten in Sofia.

In Budapest residierte acht Jahre lang der Käse-König von Chikago", ein gewisser Mont­gomery, der in den letzten Tagen von dem bis­herigen amerikanischen Gesandten in Lissabon na­mens Pell abgelöst wurde. Der amerikanische Ge­sandte in der rumänischen Hauptstadt Bukarest, Gunther, ist nur repäsentatives Organ eines amerikanischen Obersten namens R a t a y , dessen Eltern echte Polen gewesen sind. Dr. Ho.

Mlsuokas Europareise wird ihre Früchte tragen.

Oer japanische Außenminister vor der presse.

Auf der Rückreise von Jtom private Besuche in Berlin und Moskau.

Rom, 3. April. (Eurovapreh.) Am Mittwoch- mittag hat der japanische Außenminister Matsuoka die italienischen und die deutschen Pressevertreter in der Villa Madama empfangen. Er sei dessen sicher, so sagte er, daß feine Reise nach Europa ihre Fruchte tragen werde. Er könne er­klären, daß nach dem von ihm in den Aussprachen gewonnenen Eindruck nicht die gering st e Möglichkeit von Meinungsverschie­denheiten zwischen den Mächten des Drei­mächtevertrages bestehen könnte, daß sie in bester Uebereinftimmung feien, wie dieser Krieg zu führen sei, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen. Er fei überzeugt, daß die drei Mächte sich niemals schei­den, sondern Hand in Hand und sehr eng mitein­ander verbunden marschieren würden.

Auf den Hinweis, daß er am Dienstag den Dret- mächtevertrag als einen einzigartigen Bündnisver­trag bezeichnet habe, antwortete Matsuoka, daß na­türlich jeder ein Bündnis schließende Staat die eige­nen Interessen berücksichtigt wissen wolle. Das Be­sondere dieses einzigartigen Vertrages dieser Art sei die Präambel, in der zum Ausdruck gelange, daß das große, gemeinsame Ziel die Hauptsache sei und deshalb die eigenen Interessen jedqs Vertragsstaates in die zweite Reihe zu rücken hätten. Aus diesen Gründen besitze das Bündnis der drei Mächte nicht nur eine Grundlage für die Verwirklichung der gegenwärtigen gemeinsamen Ziele, sondern für eine Dauer von Hunderten, ja Tausenden von Jahren.

lieber sein weiteres Programm befragt, teilte Außenminister Matsuoka mit, er werde sich von Rom wieder nach Berlin begeben. Sein Aufenthalt in Deutschland sei jedoch privater Natur. Er wünsche Berlin zu sehen, wozu ihm in­folge der Reichhaltigkeit der Arbeit beim offiziellen Teil seines Besuches roenia Gelegenheit geboten worden sei. Er werde vielleicht auch eines der Schlachtfelder dieses Krieges besuchen. Er hoffe, daß sich ihm auch i n M o s k a u aus der Heimreise Ge-

legenheit zu Besuchen bieten werde, die ebenfalls nur privaten Charakter haben würden.

Eine neue Unterredung mit Mussolini.

Rom, 2. April. (Europapreh.) Nach dem Emp- fang der Pressevertreter begab sich Matsuoka in Den Klub Der Wehrmacht, wo Mussolini ihm zu Ehren ein Frühstück gab. Daran nahmen außer den Regierunasmitgliedem der Senatsprä- stdent, der deutsche Botschafter und die Vertreter der dem Dreimächtepakt beigetretenen Staaten teil. Nach dem Frühstück fand zwischen dem Duce und Matsuoka eine lange und herzliche Unterredung statt. Nachmittags stattete Matsuoka auch dem Forum Mussolini einen Besuch ab, von den Akademisten sowie den aus Orvieto und Sabaudia herüberkommenden Akademistinnen und Angehöri­gen der Marineschule wurden ihm begeisterte Kund­gebungen bereitet. Nach einer eingehenden Besich­tigung des Forums in Begleitung des Außenmini­sters Graf Ciano wohnte Matsuoka einigen impro­visierten Vorführungen der Mitglieder Der beiden Akademien bei. Der japanische Botschafter in Rom, H o r i t i r i, gab am Mittwochabend zu Ehren Matsuokas einen Empfang, an dem auch der italie­nischen Außenminister Graf Ciano und der deutsche Botschafter von Mackensen teilnahmen.

Oer japanische Außenminister > bei Papst piuS XII.

Rom, 3. April. (DNB. Funkspruck.) Papst Pius XII. hat am Mittwochvormittag den japa­nischen Außenminister M a tf u o f a in Audienz empfangen. Anschließend stattete der japanische Außenminister dem Kardinalstaatssekretär M a*g - Hone den üblichen Besuch ab, den dieser im Lause des Vormittags erwiderte.

Das Seegefecht bei Kreta.

Eine amtliche italienische Darstellung.

Rom, 2. April. (Eurovapreß.) Das italie­nische Marine Ministerium gibt eine zu- sammenfassende Darstellung des Seegefechts südlich von Kreta, die erkennen läßt, daß es sich um eine größere italienische Unternehmung zur Störung englischer Geleitzüge von Aegypten nach griechischen Häsen gehandelt hat. Schon seit einiaer Zeit fei die Zu­nahme des Schiffsverkehrs zwischen den ägyptischen und griechischen Häfen festgestellt worden. Zur Störung dieser Bewegungen wurden von italieni­scher Seite Torpedoboote, Schnellboote und 5Iug- zeuge mit den bekannten Erfolgen eingesetzt. Die Ofsensivhandlung, die in der Nacht zum 26. März begann, sollte den Gegner dazu zwingen, beschwer­lichere Schutzsysteme anzuwenden und ihm natür­lich außerdem Verluste beibringen.

Mit dem Eindringen der neuen italienischen Sturmboote in d i e Suda-Bucht wurde diese Unternehmungs-Reihe eröffnet. In Der darauf fol­genden Nacht sind dann acht italienische Kreuzer, von Torpedobootsjägern begleitet, und ein Schlachtschiff ausgelaufen. Am Morgen des 28. März erreichte diese Gruppe die Gewässer südlich von Kreta und eröffnete das Feuer gegen eine Abteilung feindlicher Kreuzer, die sich aber sofort der Gefechtsberührung ent­zogen. Während die italienischen Schiffe den Rück­

weg antraten und das Meer abharkten, entwickelte sich jene Unternehmung der Flugzeuge, die zur Torpedierung zweier englischer Kreuzer und eines Flugzeugträgers sowie einiger Handelsschiffe führte. Auch der Feind steigerte am Nachmittag des 28. März die Tätigkeit feiner Torpedo-Flug­zeuge. Diese trafen kurz nach Sonnenuntergang einen italienischen Kreuzer, der wegen erlittener Schäden seine Geschwindigkeit verringern mußte.

Während die Division, zu der er gehörte, in Ent­fernung vom Gros die italienischen Seestreitkräfte deckte, stießen sie in der Nacht mit feindlichen Streitkräften zusammen, die nach englischen Aus­sagen auch einige Schlachtschiffe umfaßten. Daraus ergab sich ein heftiges Gefecht. Die italienischen Schiffe haben sofort mit Feuer und Angriffen der Torpedobootsjäger reagiert, die selbst nach Aussagen des Feindes bis unmittelbar vor die englischen Schiffe vorgeprellt sind. Die italieni­schen Verluste, so betont der Bericht des Marine­ministeriums noch einmal, sind mit Einschluß des schon nach Sonnenuntergang torpedierten Kreuzers, die, welche im Wehrmachtbericht mitgeteilt worden find. Am darauf folgenden Tage haben Geschwader Der Luftwaffe bei bewaffneter Aufklärung einen weiteren englischen Kreuzer torpediert und mit Bomben einen Flugzeugträger getroffen.

ie groß ist der Atlantik?

Bevor wir die Frage prüfen, welche Auswirkun­gen der Kampf der deutschen Marine und Luftwaffe gerade im Atlantik hat, wollen wir uns kurz nut den Größenverhältnissen des Atlantik befassen, von denen man im allgemeinen in Leserkreisen ein völlig unzulängliches Bild hat. Mit rund 106 Mill, qkm Fläche (genau genommen: 106 463 000) kommt der Atlantik hinter dem 179 Mill, qkm großen Großen oder Stillen Ozean an zweiter Stelle. Eu­ropa, Afrika, beide Amerika, Australien mit den Inseln und die Antarktis u f a m m e n $ e n o m » men sind etwa ebenso groß wie dieses eine Weltmeer, bei dem vielleicht der Vergleich näher- liegenber wäre, daß es elfmal so groß wie Europa oder zweieinhalbmal so groß wie das doch riesige Asien ist. Die uns räumlich am nächsten liegende Ost- und Nordsee besitzen zusammen noch nicht ein­mal 1 v. H. der Fläche, die der sogenannteOffene Atlantik" ausmacht, dessen Ausdehnung man mit 82,4 Mill. qkm. beziffert. Fragen mir vergleichs­weise nach der Tiefe des Atlantischen Ozeans, so haben wir in der Ostsee eine größte Tiefe von 427 Meter, in der Nordsee am Skagerrak eine solche von 611 Meter, in der Biskaya, am Eingang zum Atlantik, rund 5100 Mete? und im Puerto Rico- graben, also auf der Höhe Mittelamerikas, eine Itefe von 8526 Meter.

Welche Entfernungen haben nun Schiffe zurückzulegen, welche die Weite dieses Weltmeeres zu überbrüden haben? Diegeringste" Breite fin­den wir zwischen Freetown (Westafrika) und dem Kav San Roque (Brasilien) mit 1530 sm oder 2840 km. Zwischen Irland und der dem amerikani­schen Kontinent vorgelagerten Insel Neufundland messen wir 1823 sm ober 3375 km, während die Entfernung von der spanischen Küste nach Neuyork rund 3000 sm oder 5500 km beträgt.

Die Dauer der S ch i f f s r e i s en in nor­malen Friedenszeiten beträgt auf einigen der Haupt­linien zwischen Quebec (Kanada) und Liverpool 7 Tage, zwischen Colon am Panamakanal und Southampton 14 Tage, von Montevideo (Uruguay)

Keine Übereilten Folgerungen.

Zu dem Bericht des italienischen Marineministe- riums schreibt dasDeutsche Nachrichtenbüro":

Die Bilanz der Schlacht ist noch zu ziehen. Um einen klaren Ueberblick zu gewinnen, muß man b i e schweren englischen Verluste in Betracht ziehen, bie- ihnen italienische Torpedoflug­zeuge durch die Versenkung eines Kreuzers und die Beschädigung von zwei leichteren Kreuzern zu­fügten. Gleichfalls in Rechnung zu stellen find Die Verluste durch die Angriffe neuartiger schneller Ein­heiten der italienischen Kriegsmarine in der Suda- Bucht vor Kreta, denen ein Kriegsschiff und ein großer Tanker zum Opfer fielen. Um so erstaunlicher sind die Folgerungen, die man englischerseits aus dem Gefecht in der Ionischen See zieht. Die Daily Mail" meint, die Engländer seien dadurch in die finge versetzt worden, ihre Flotte im Atlantik zu verstärken. Man wird sich noch er­innern, daß genau die gleichen überheblichen Be­trachtungen nach dem Angriff englischer Torpedo­flugzeuge auf die italienische Flottenbasis in T a» r e n t angestellt wurden. Jedesmal, wenn ein bri­tisches Kriegsschiff die Bestimmung erfüllt, für das es als Glied der größten Flotte der Erde gebaut wurde, erfaßt die britische Oeffentlickkeit ein Taumel ohnegleichen. Daß Kriegsschiffe nicht nur dazu da find, in schottischen Buchten vor Anker zu liegen ober offene Stäbte, wie Genua, Oran und Dakar, zu bombardieren, sondern auf hoher See gegen den Feind operieren sollen, scheint in England eine ganz ungewöhnliche Auffassung zu sein. Wenn aus der Seeschlacht im Ionischen Meer überhaupt eine Lehre gezogen werben kann, bann allenfalls die, bah bie Englänber mit ber italienischen See­macht alle Hände voll zu tun haben. Die Entschlossenheit und Kampfkraft ber mit wehenden Flaggen untergegangenen italienischen Kreuzer aber dürfte die britische 2lbmiralität eher veranlassen, die Mittelmeerttotte zu üerftärten, wie das durch die Entsendung eines neuen Flugzeugträgers erst kürzlich geschehen ist. ,

Der italienische Bericht

Rom, 2. April. (DRV.) Der italienische Wehr- machtberichl vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut:

bis zum gleichen britischen Hafen drei Wochen von England bis Kapstadt (Südafrika) rund 36 la» wobei eine Entfernung von 11000 sm oder 204001$ zurückzulegen ist.

In der Angabe dieser räumlichen Entfernung liegt schon die Frage nach dem Sinn krieg,, rischer Handlungen im Atlantik beantrag tet. Jede Störung ber britischen Schiffahrt in ds< dem Raum hat einen Ausfall von Frachtraum ad den lebenswichtigen Derkehrsabern zur Folge, ben weiteren Schutz ber hier fahrenben Geleits müssen in immer stärkerem Maße Einheiten britischen Flotte herangezogen werben, die donit anderen militärischen Aufgaben entzogen »erbet, Durch bas Operieren deutscher Hilfskreuzer merfrn schließlich, zuminbest zeitweilig, ganze Stretf>, I lahmgelegt. So wurde beispielsweise sofort nach bj Melbuna von bem Seegefecht im Sübatlantif, 3 dessen Verlauf dieCarnarvon Castle" schwer Schäden erlitt, von den britischen Behörden in Ut> guay und Argentinien ein Auslaufverbot erlafTtii und die bereits in See gegangenen Handelssch durch Funkspruch zurückbeordert. Daß sich soltz ' Maßnahmen nicht nur wirtschaftlich, sondern mH politisch hinsichtlich des Prestiges des angetw meerbeherrschenden Albions" auswirken, liegt «,f der Hand. Bereits im Weltkrieg haben der Kreuz< Karlsruhe", die Hilfskreuzer Kronprinz Wilhelm', Prinz Eitel Friedrich" und andere, schließlich bi besonders erfolgreichenMöve" undWolf" in!U len des Atlantischen Ozeans wirkungsvoll Hand«!-, krieg geführt und den Briten starke Verluste q Schiffsraum und moralischem Kredit eingetragen, Ganz anders liegen die Dinge heute, da es sich niet um Einzeltaten hinausgesandter Einheiten Handes, sondern um eine planvolle Aktion, an der Sdjlafaj, schiffe, Hilfskreuzer, U-Boote und die ßuftron teilnehmen, um den Feind an seinem Sebenswi» |i zu treffen. Mit vollem Recht sprechen wir ba^i von einem Kriegsschauplatz Atlantik, auf dem be deutsche Kriegsflotte und Teile der Luftwaffe fäiu fen und siegen. F jJ

An der griechischen Front nichts von & Deutung.

3n Rorbafrtfa haben italienische und dm!, sche motorisierte Truppen nach Ueberwindung ta feindlichen Widerstandes tflarfa el Vreg«, eine Ortschaft in der Lyrenaika, beseht. Unfre Flugzeuge haben Schiffe im Hafen von Venghii bombardiert und eines davon versenkt.

In O st a s r i k a ging während des gestrig« Tages die Verteidigung unserer Truppen geg« die übermächtigen feindlichen Kräfte sowohl an ta Nordfront wie in der Zone des Auase-Fluss« weiter. Unsere Jagdflieger in Ostasrika haben jd hurricane und zwei feindliche Bomber abgeschossa.

OaS Ritterkreuz für erfolgreichen Ll-Boot-Kommandanten.

Berlin, 2. April. (DBB.) Der Führer n» Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der kriegsmariuir, Das Ritterkreuz Des Eisernen Kreuzes an fiapifit« leutnant Oeften. Lr hat als Kommandant einuf Unterseebootes insgesamt 91943 BRT. feindliche Handelsschiffsraum versenkt. Dieser glänzende & folg, der auf verschiedenen Unternehmungen, ft, ihn bis dicht unter die englische Küste führten, g< zielt wurde, ist der Entschlossenheit und dem Ar- schick des Kommandanten, der sich jeder feindlich« Gegenwirkung zu entziehen wußte, zu verdank«

portugiesische Klippfischflotte will auslaufen.

Lissabon, 2. April. (Europapreß.) Die poffi? giesische Klippfischflotte macht sich zu einer Ausfchl bereit. 10 400 Seeleute auf 46 Schiffen arbeit« fieberhaft an ben letzten Reparaturen Der Fifv bampfer. Das Ziel ber portugiesischen Fischerflock sinb Die Gewässer um Gränlanb. Ein gn? her Teil ber portugiesischen Fangflotte ist bereits in Lissabon versammelt unb wirb in den nächst« Tagen auslaufen.

Blick von ber Spur auf Die Umgebung, aber nir­gends ist bas Tier zu sehen.

Unerträglich wirb bie Hitze, unb das Gewehr lastet schwer auf ber Schulter. Nur einen Moment auf atmen können! Nach kurzem Ueb erlegen gibt A. bas Gewehr bem Boy zum Halten und richtet sich erleichtert auf, öffnet weit bas Hemb und greift zur Wasserflasche.

Da ... ein wildes Fauchen unb Knurren ... ber Boy schreit entsetzt auf, rennt auf Den nächsten Baum zu, unb 21. tut im Moment bes ersten Er­schreck tseins basselbe.

Nun kommt etwas, worüber man Abhandlungen schreiben konnte. Es kann ein Baum noch so hoch und noch so glatt sein, es könnte auch eine polierte Marmorsäule sein, in bem Moment, wo ein an ge­schossener Lowe hinter einem her ist, kommt man hinauf, und zwar mit affenartiger Geschwindigkeit. Wie? Das weiß Allah, ber Allmächtige.

Auf jeden Fall, sowohl ber erhabene Elefant als gpch fein Boy saßen je auf einem Baum, zwanzig Meter voneinander entfernt, unb dazwischen tobte ber wütende Lowe.

Ali, wo hast bu das Gewehr?" fragt 21. auf ben andern Baum herüber.

Bei mir!" kommt bie Antwort.

Verdammt!" zischt ber Elefant. Zu allem lieber« fluß hat er auch noch feinen Zwicker, ben er als Militär statt einer Brille trug, verloren. So kann er nicht einmal erkennen, was um ihn herum vor- geht.

Ali, was macht Der Löwe?"

Löwe läuft herum ... ist sehr böse, erhabener Elefant." e

©ine verdammte Situation. Er hier auf dem Baum, ohne Zwicker, behängt mit Patronen und bas Gewehr zwanzig Meter weg in ber Hand eines Kerls, ber es nie wagen würde zu schießen. Da hilft nur Geduld. Mal sehen, wer es länger aus- hält, wir ober ber Löwe.

Ali, was macht das verfluchte Weh?"

Löwe liegt am Daum ... leckt sich Schnauze!" Ewigkeiten verrinnen. Ab und zu streicht bas Tier wieder um bie beiden Bäume und knurrt gefährlich. Dann wirb es wieder ruhiger. Die Sonne sinkt immer mehr bem Horizont zu. Hunger und Durst wüten in den Gedärmen, unb stundenlang auf einem Daum zu fitzen, ist auch kein Vergnügen.

Erhabener Elefant!" brüllt Da Ali herüber: Sultan kommt ... viel Leute, viel Speere ... elhambullilah ..."

Undefinierbare Laute nähern sich dem Daum, auf dem 21., ohne etwas sehen zu können, sitzt. Dann sieht er plötzlich einen großen blauen Fleck unter sich. Und aus bem Fleck heraus kommt bie Stimme bes Sultans:Steige herab vorn Baurn, erhabener Elefant, ber Lowe ist tot!"

Oh Sultan! Ich kann nicht herabsteigen, denn ich habe mein Pineenez verloren!"

Ratlose Stille unten. Dann:Erhabener Elefant, was ist ein Pincenez?"

Das sind meine Augen aus Glas, erhabener Sultan!"

Unten hebt ein großes Suchen an und bauert eine Weile. Dann kommt wieber bie Stimme aus bem blauen Fleck:Erhabener Elefant! Deine Augen aus ©las hängen an einem Ast unter Dir!"

Erleichtert angelt sich A. feinen Zwicker, klemmt ihn auf bie Nafe unb steigt herab. Dann hott er sich Ali herbei unb verfohlt ihm bas Leder. Irgendwo muß er doch feine Wut auslassen. Schon auf bie Gefahr hin, daß jemand über ben erhabenen Elefan­ten lächeln könnte.

Gloria-palast: ,<5o gefällst du mir.*

Friebrich Perkonig unb Rubo Ritter schrie­ben bas Drehbuch für ben von Hans Thimig in Szene gesetzten Wien-Film ber BavariaSo ge­fällst bu mir". Ein Schwank von reinstem Wasser: Die Verwanblung eines großstäbtischen Balletlmäbels in eine urwüchsige Bäuerin. In bas Bilb ber kleinen Tänzerin*auf bem Titelblatt eines Magazins hat sich angeblich ein, reicher Brasilianer verliebt, unb bie zuständige Bauerngemeinde gerät in Anbetracht einer zu erwartenden Schenkung aus Ueberfee in Aufregung, während bie fianbverschickung ber Tän­zerin burch einen stürmischen Mißerfolg auf Der Bühne beschleunigt wirb: sie hat in einem Ballett eine Brunnenfigur barzustellen, unb ba ihr Freund ihr Juckpulver in bie KÖrperschminke gemischt hat, kann man sich vorstellen, was Dies auf unb vor ber Leinwanb für einen Heiterkeitserfolg bewirkt. In ber Lanbwirtfchaft tobt bas Mädchen noch hemmungsloser, so daß Mensch unb Vieh vor ihr Reißaus nehmen, bis am Ende ber brasilianische Schwindel ans Licht kommt und unter dem Motto

So gefällst bu mir" Verlobung gefeiert werd« kann. Gusti Huber spielt mit grotesker Drösln bie oerroanbelte Brunnenfigur, Wolf AIbach' Retty recht wienerisch ben Liebhaber dazu, Oslos Sima einen fpefulierenben länblichen Bürg^'' meister. Die Spielleitung sparte nicht mit saftig« Effekten. Hübsche Lanbschaftsbilber begrenzen dtt Szenerie.

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Im Beiprogramm gibt es einen lehrreichen f^1-1 über bie Bekämpfung von Branbbomben. M bie neue Wochenschau: aus ihrem Inhalt: Ungarrri Außenminister beim Führer: Tag der Wehrmacht Kulturtage in Posen: Lagebesprechung beim tReidW marschall: Vormarsch in Bulgarien: deutsches AfrD korps: Bomber gegen England. Auf Der Sührt zeigen zwei Kunstradfahrer ihre vielseitigen Trifl-

Hans Thyriot

Im Aprilheft der MonatsschriftDie Äunfii (Verlag F. Bruckmann, München), dem eine s^! bige Wiedergabe bes Gemälbes von H Sürai| Eichwald mit Viehherde" vorangestellt ist, R fünf neuentberfte Bilder von Caspar David Frieds Gegenstand einer ausführlichen Betrachtung Carl d. Lorck. In knappen Zügen bringt 1DI-» Stommel einen Ueberblick über bie moberne ® ? lerei der Flamen. Die Bilder lassen die Stirnnw^ skala bieser an bie Landschaft gebundenen erkennen. Carl Georg Heise hebt ben hohen ®ieS gewonnener Meisterschaft in ben Arbeiten des W ftifers Gerhard Marcks hervor. Von ber MoA Rodin-Gedächtnisausstellung in Paris berichr Carlheinz Pfitzner unter Einbeziehung prochwol- Reproduktionen der beiden Künstler. Im Teil vermittelt ein Bildbericht ben Um- und Weiterungsbau eines Gutshauses in MccklenvM von Architekt Wilhelm Kraemer. Otto Dalenr^ befaßt sich mit ber Umgestaltung eines ßanWK1^ gartens, wobei ben lanbschaftlichen Schönheiten schwäbischen Alb Rechnung getragen wird. künstlerische Arbeiten von Nora Ortlied, Stuttge^ sind in Bild unb Text bem Leser nabe geb rot* Neuere Arbeiten ber Kunstgewerblichen Werkstail» Felzer & Stahl, Berlin, sowie ber MeettvMU Zinnschmiede beschließen das viels«tti-e W*