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Oer erste Llmfle-lerzug aus Litauen

Wir haben vor dem englischen Kriege oft von den außerordentlichen Anstrengungen der italieni­schen Regierung und den von ihr ausgewählten Kolonisten gehört, Teile von Libyen einer ^moder­nen tropischen Landwirts«' r £

Einzelne Kampfflugzeuge griffen gestern erfolg­reich Flugplätze, Fabrikanlagen, Lagerhäuser und Dahnen in Südostengland an. Auf einem Flugplatz wurden feindliche Kampfmaschinen zer­stört und Treffer in einer. Halle erzielt. Südlich Southend wurde ein Handelsschiff in Brant) geschossen. Ein weiteres Handelsschiff erhielt südostwärts Harwich mehrere Bombenvoll­treffer. Der Feind verlor gestern drei Flugzeuge, davon eines im Luftkampf und eines durch Flak­artillerie. eines wurde zur Landung gezwungen.

Auch Hopkins in USA. zurückerwartet

Washington. 3. Febr. (Europapreß.) Zugleich mit Willkie, der telegraphisch aus London zu­rückberufen wurde, dürfte Harry Hopkins, Roo-

fsvelts Sonderbeauftragter, aus England heirnkeh- ren. Jedenfalls erwartet man hier beide in den nächsten Tagen zurück.

allem um städtische Bevölkerung. Alle De. rufe waren vertreten: Beamte, Angestellte. Hand« werter, Kaufleute, Lehrer und andere mehr. Ihre saubere deutsche Sprache verriet ebenso wie dir zum Teil echt ostpreußischen Namen auf den Ge« päckschildern, daß sie sich ihr deutsches Volkstum voll erhalten haben. In den nächsten Tagen wer­den weitere Bahn-Transporte erwartet. Am 12. Fe. bruar werden auch die ersten Trecks an der ostpreuhischen Grenze erwartet.

Die Gesamtzahl der Deutschen in Litauen wild von Kennern auf mindestens 45 000 geschätzt. Da.

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Oer italienische Bericht.

Rom, 3.Febr. (DBB. Funkspruch.) Der ifalte- nische Wehrmachlbericht vom Montag hat folgenden Dorllauk:

An der griechischen F r o wt Spähtrupp- und beiderseitige Artillerietatigkeit. Unsere Luftwaffe hat Truppenzusammenziehungen bombardiert.

In Bordafrika haben unsere Luftstreitkrafte motorisierte britische Kolonnen erfolgreich bombar­diert

3n Ostafrika wurden die heftigen Kämpfe im Gebiete von Agordat und Barentu auch am Sonntag fortgesetzt. Unsere Luftwaffe hat sich weiterhin mit prächtigem Kampfgeist eingesetzt. ' <

Feindliche von Westen kommende Flugzeuge haben Sardinien überflogen und Bomben und zwei Torpedos erfolglos gegen das Stauwehr des Tirfo abgeworfen. Weitere Bomben fielen auf freies Feld, ohne Opfer oder Schäden zu ver- Ursachen. Ein feindliches Flugzeug wurde von der Flak getroffen und stürzte ab. Die Besatzung wurde gefangen genommen. Ein englischer Eindecker vom Spltfire-Typ ist in der Bähe von Bia Reggio ab- gcstiirzt. Der Pilot wurde gefangen genommen.

Oie Kolonisierung Libyens.

Oer Kramladen.

Von Emil Merker.

Gewiß, das Große und Einmalige ist das Ent­scheidende. Aber das Kleine und Alltägliche ist so oft das menschlich Ergreifende.

Oer Wehrmachtbericht vom Montag.

Berlin, 3. Febr. (DBB. Funkspruch.) Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Nack erfolareidiem Feindflug über dem Mittelmeer kehren deutsche Stukas zurück. Unter sich haben sie herrliches Land. (PK.-Rechenberg-Scherl-M.)

Deutsche Kampfflugzeuge iiberm Mittelmeer

Von Kriegsberichter Meher-Golderrstädt.

!?.y un s« Wil Rlein Aslei

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Griffen.

Im Gefechtsstand ist es noch still. Nur im Nebenraum sitzen die Funker, die Hörer an den Ohren, und kontrollieren. Die große Karte des Mittelmeerraumes liegt unbeachtet. Das Rollfeld, das sich in der Ferne übergangslos in den angren­zenden Olivenhainen verliert, ist noch fast leer. Eine Kuriermaschine, eine Ju52, wird zum Start fertiggemacht. Auf der entgegengesetzten Seite stei­gen italienische Fliegerkameraden in ihre Jagd- maschinen, die einen grün-weiß gesprenkelten An­strich haben. Ein leises Brummen in der Luft be­stätigt die inzwischen eingelaufenen Funksprüche vom Eintreffen des Verbandes. Vorsichtig setzt Flugzeug um Flugzeug auf und rollt am Gefechts­stand vorbei zum Abstellplatz. Rumpf und Trag- flächen sind eigenartig gefärbt. Es ist richtiger roter Wüstensand, der Hx 'n-n' *'

den schwarzglänzenden Flächen

Sonne glänzt. Die Besatzungen klettern heraus, treten ein paarmal von einem Fuß auf den an­deren und recken die steifen Glieder. Die Akten­taschen, die die Bordverpflegung enthielten, werden

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nachgereicht, und es kommen noch riesige Tropen­helme zum Vorschein. Eine der letzten Maschinen bleibt vor dem Gefechtsstand stehen. Es ist die Ma­schine des Kommandeurs, Hauptmann N. Groß. Jung und blond kommt er, immer zwei Stufen auf einmal nehmend, die Treppe zum Gefechtsstand herauf. Wie selbstverständlich blinkt das Ritterkreuz. am Kragen. Er schildert selbst seinen Einsatz:

Es war für uns ein prachtvolles Erlebnis. Der Flug verlief navigatorisch wunderschön, da das Wet­ter einwandfrei war. Das befohlene Ziel wurde ge­funden und in kürzester Zeit von allen Flugzeugen angegriffen. Als ich gerade im Anflug war und zum Angriff kurvte, wurde ein im Hafen liegender Dampfer anscheinend durch eine Bombe schwersten Kalibers getroffen. Wenigstens gab es kurz darauf eine Feuersäule von etwa 50 m Höhe, dann einen schwarzen Rauchpilz, der etwa zehn Minuten lang in der Luft stand, 100 m hoch und 50 m breit Das Spiel mit der Abwehr war ebenfalls sehr lustig, da wir derart viele Flugzeuge waren und so gleich. zeitig angriffen, daß die unten nicht wußten, wo sie Hinhalten sollten.

Der Kommandant einer der Kampfmaschinen, der vor wenigen Minuten vom Feindflug zurückkehrte, gibt folgende Schilderung:Es war ein Einsatz, nickt so, wie sie uns von der Insel England her geläufig sind, sondern einmal etwas ganz anderes. Es ging auf einen Hafen am Mittelmeer, der vom Tommy beherrscht wird, los. Der Anflug war pro« grammäßig. Wir flogen unser Ziel richtig an. Dort war eine wüste Abwehr. Bomben fielen haufen­weise auf die Schiffe, auf die Hafenanlagen, und eine riesige Rauchsäule flieg auf, als eine Bombe schwersten Kalibers einen Kohn von mindestens 8000 Tonnen traf. Der Kahn ging in die Luft, und es blieb weiter nichts übrig als die Feuersaule mit furchtbarer Rauchentwicklung."

Inzwischen werden die Flugzeuge des Verbandes schon wieder startklar gemacht. Die Besatzungen stärken sich, und nach einem kurzen Schlaf wartet jede wieder ungeduldig auf die nächsten Befehle.

Willi..." Und nach ein paar Minuten gelassen ruhiger Ueberprüfung stimmte es. Die Zeiten äiv öerten sich. Aber dasWas wird gefällig fein? blieb unverändert in feiner zuvorkommenden Höf« lichtest, die doch nie unterwürfig war, vielmehr stets einer gewissen zurückhaltenden Würde nicht ent« behrte.

Eine Konkurrenz tat sich auf mit hohen Spiegel' scheiben, galanten und witzigen Kommis, verfüh­rerischen Weihnachtsauslagen. Die Konkurrenz ver­schwand wieder, der halbdunkle Laden blieb. Post'' und Bahndienst und Gutsverwaltung wurden Ische* chisch und verlangten ihre Waren tschechisch um­mußten tschechisch bedient werden.

Sie wurden bedient, mit Zurückhaltung und Hof* lich-kühlem Abstand. Der September 1938 kam mit seinen die Nerven ins Unerträgliche spannenden Ge» schchnissen. Kaum, daß die Stimmen etwas vibrier­ten, die nach dem,was gefällig sei" fragten. Di« Hände jedenfalls, die es auswogen, griffen nicht daneben. Seltsam oft hatten damals ein paar junge Frauen im Laden zu tun, vergaßen immer etwas, so daß sie nach einer Stunde schon wieder haftenden. Sie hatten es nicht eilig, wieder nach Hause zu kom­men, standen urtb erzählten mit unnütz laute! Stimme von ihren Kindern. Ihreeingerückten Män­ner" hinter der dünnen Bretterwand des Speichers hörten jedes Wort und blieben auf dem Laufenden. Die beiden Buben aber, die keine Buben mehr wa­ren, waren wirklich eingerückt, aber besser ausge­rückt über die Grenze, nämlich zum Freikorps. Auch jetzt sind sie eingerückt.Wie gehts? Gute Nachricht aus dem Felde?" erkundigen sich die Kunden. Danke. Der Fritz hat gestern geschrieben. Aber Dom dem Walter hören wir schon elf Tage nichts. Walter, das ist der mit der Auszeichnung, der Fl"» ger?"Ja, das E.K. hat er." Die Stimmen klingea ruhig, aber am anderen Tage schwingt doch wohl ein hellerer Ton mit.Heute hat auch der Walttt geschrieben." Und die Hände trennen die Marken a»g ,',500 Gramm Mehl, 300 Gramm Nährmittels.. Frau Richter, bekommen schon? Was wird gefautg fein, Fräulein Hilde?

Und wenn eines Tages vom Fritz oder vom ter fein Brief mehr zu erwarten wäre? Hände, die Zucker und Mehl und Salz ausroegej roürden ihre Pflicht weiter tun, wie sie sie buri fünfundzwanzig Jahre getan haben»

DNB. ... 4. Febr. (PK.) Die Sonne brennt schon seit Stunden auf hie steilen Karsthänge an der Südküste Siziliens, als uns unser braver Kübelwagen über die Serpentinen der Autostraße dem - Einsatzort einer deutschen Kampfstaffel ent­gegenführt. Rechts und links der Sttaße grasen Zie­gen an den einfriedigenden Feldsteinmauern, die zur Festigung und Nutzung obendrein noch mit Kakteen bepflanzt sind. Der aufwirbelnde Staub steht lange in der Lust und zieht bann langsam der Ebene zu. Zwischen zahlreichen Eselskarren fah­ren mehrere Lastkraftwagen der Luftwaffe, die Baumaterial und italienische Arbeiter befördern. Vorbei an Flakstellungen, die noch unermüdlich ausgebaut und mit kleinen Baracken ausgestattet werden, geht es auf der guten aber schmalen Straße dem Horst entgegen. Der italienische Posten am Eingang, der bis dahin sein Gewehr lässig in der Hand hielt, präsentiert mit für uns ungewohnten

die besten Generale der Westmächte einen Wider­stand von mindestens sechs Monaten zugebilligt hatten. Niemand hat bisher überhaupt ein solches Unternehmen wie den Skandinaoienfeldzug und die Art feiner Durchführung in einigen Wochen für möglich gehalten. Niemand hat die Vernichtung des englischen Expedittonheeres und die militärische Nie­derwerfung Hollands, Belgiens und Frankreichs samt seiner angeblich unüberwindlichen Maginot- iinie in einigen Wochen als denkbar zugegeben und die dies alles für unmöglich erklärt haben, wa­ren die ersten militärischen Autoritäten der Demo­tratten diesseits und jenseits des Großen Teiches!

Es ist langst zu spät geworden, um Staats­männer zu sachlicher Erkenntnis zu mahnen, die sich, wie Adolf Hitler erinnerte, niemals um das Wesen des Nationalsozialismus oder des Faschismus ge­kümmert haben. Denn sonst würde ihnen die viel­leicht bittere, aber unvermeidliche Einsicht gekom­men sein, daß es sich hier nicht nur um die Aus­tragung einer von England heraufbeschworenen Entscheidung und auch nicht nur um den Daseins­kampf derHave-nots, der Habenichtse, gegen die übersaturierten Mächte, sondern um den Beginn der großen geistigen Revolution des So­zialismus gegen den jüdisch infizierten Welt- kapitalismus handelt. Es geht um den Lebenskampf nationalbewußter und nationalstolzer Volksgemein­schaften gegen die Herrschsucht und die Raffgier einiger plutokratischer Cliquen angelsächsischer Prä­gung, für die die Volksmassen selbst in den eigenen Ländern nichts anderes als Herden von Arbeits­tieren und Stimmmeh sind.

Es ist wirklich zu spät geworden für solche Auf- klärungsversuche. Der Führer hat denn ackch Die gegnerischen Mächte, gleichviel wo sie beheimatet sind vor den nüchternen Tatbestand der heutigen Sachlage gestellt. Er, dessen Derständigungsangebote an die britische Überheblichkeitgeradezu ein Programmpunkt" waren, hat ihnen in seinem Wir­ken, in seinen Reden und Schriften überreiche Ge­legenheit gegeben, die Zeichen der neuen Zeit zu erkennen sie beantworteten alle Bemühungen eines Adolf Hitler mit Wettrüsten, dann mit Ein­kreisung, schließlich mit Krieg. Mit dem Erfolg, daß England, zum erstenmal in einem Angriffskriege allein gelassen, nun einem absolut unvermeid­lichen Schicksal entgegengeht, das niemand n i c m a n d, auch nicht mit überseeischen Kriegsliefe­rungen, auch nicht mit noch weitergehenden Maß- nahmen! aushalten kann.

Denn der Führer hat in der Rede vom 30. Januar über das Ergebnis dieses Kampfes zwei Worte ge­sprochen, die alles besagen, als er von den noch gewaltiger gewordenen Rüstungen Deutschlands sprach, fügte er hinzu:Aber das ist noch nicht alles!" Und den Amerikanern, für deren Freiheit einst auch so viele Deutsche gegen England gekämpft haben, rief er den inhaltschweren Satz zu:Wir haben jede Möglichkeit von vornherein einkalku­liert." Aber diese beiden Worte, gesprochen von einem Manne, der erfahrungsgemäß sehr genau weiß, was er sagt und sagen kann, betreffen nur den Krieg selbst. Weit'über diese Worte hinaus an Bedeutung geht der Satz am Schluß der Rede: das Jahr 1941wird das Jahr einer großen geschicht­lichen Neuordnung in Europa" sein! Der Führer ist stolz auf uns, seine Gefolgschaft? Wir sind noch viel stolzer, daß wir die Mitkämpfer eines solchen Füh- rers sein dürfen, jeder an feinem Platz!

des Wüstenklimas zu erschließen. Im Altertum war Libyen eine der Kornkammern des alten Roms. Die Ausgrabungen haben Riefenstädte unter dem Wüstensand wieder an die Sonne gebracht, die vor nicht ganz 2000 Jahren hier blühten und gediehen. Libyen, das mehr als dreimal so groß wie Deutsch­land und nur von etwa mehr als einer Million Einwohner besiedelt ist, hat ungeheuer große Flächen, die sich vorläufig jeder landwirtschaftlichen Nutzung entziehen. Das gilt auch für den ganzen Raum bis zu der ägyptischen Grenze, also etwa von Bardia über Tobruk bis Dema. Aber bei Derna verändert sich etwas der Charakter der Landschaft. Westlich von Derna, wo die libysche Küste etwas nach Norden vorspringt und die breite Bucht der Großen Syrte" bildet, beginnt der Dschebel el Akbar, dasgrüne Gebirge", das in Stufen rasch bis über 800 Meter anfteigt Hier gibt es mehr Regen und insbesondere ist der Boden was­serführend. Durch Sand oder Kalk sickert das Was­ser durch und staut sich manchmal erst viele hun­dert Meter tief, wo die Kalksormation von Ton­boden abgelöst wird. Im Bereich desgrünen Ge­birges", das charakteristtscherweise von einem meist schütteren Buschwald bedeckt ist, war das Erbohren von Quellen ober bie Anlage von artesischen Brun­nen sehr viel leichter. In diesem Gebiet haben auch bie Italiener, die vortreffliche (Straßenbauer sinb, ihre Straßennetze stärker ausgebaut: hinter Derna gabelt sich bie Küstenstraße in eine eigentliche Küftenftraße und in eine zweite Straße, die über das Tafelland führt und die nach Süden durch eine Reihe von Forts abgedeckt ist. Dr. Ho.

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Königsberg, 4. Febr. (DNB.) Am Montag­nachmittag traf der erste Transport mit 527 Um­siedlern aus Litauen auf deutschem Boden ein. Auf der fahnengeschmückten Grenzstation Eydt- kau standen Helfer bereit, die ihnen bie kleinen Kin- bec abnahmen, das Gepäck trugen und sie herzlich willkommen hießen auf dem Boden des Vaterlan­des. In der Zollhalle hatte bie NSV. an langen Tischen eine dampfende Mahlzeit aufgetragen, zu der sich bie Umsiedler, nachdem ihr Gepäck verstaut war, zusammensetzten. Dieser erste Zug brachte aus. nahmslos Volksgenossen aus bem Kownoer Vorort Schanzen. Es hanbelt sich baher vor Sie schätzen bie Mengen, bie noch vorhanben sind, mit ben Augen ab.

Wenn noch etwas übrig bleibt, bwana mkuba , sagt k)r Führer, um bich loszuwerben, unb er fut­tert sich weiter,wenn noch etwas übrig bleibt wir werben sehen wir werden dann den Frauen etwas mitnehmen!"

Aufbruch am nächsten Morgen. Das Fleisch der Büffel ist verschwunden. Nur die großen Knochen sinb noch ba. Du siehst erstaunt hin:Habt ihr wirk­lich alles aufgefressen? Unb eure Frauen? Die be­kommen nun nichts?"

Nein, bwana, bie können wahrhaftig nichts be­kommen! Sieh doch: es ist leider nichts übrig ge­blieben! Schabe, sehr schabe! Amri ya mungu!"

3n der afrikanischen Steppe.

Von Konrad Seiffcrt.

Du bist unterwegs. Der lange Zug deiner Trä­ger schleppt sich durch bie weiten, wenig bevölkerten Steppen am Ugalla.

Der Boy Achmeb ist erkrankt. Achmed ist etwa dreizehn Jahre alt, schmal, schwach, abgemagert. Er hilft dem Koch unb wird auch vom Kochbezahlt". Viel bekommt er nicht. Nun ist er krank unb kann nicht mehr helfen. Was ist er jetzt für ben Koch? Eine Last, bie man los werden muß!

Schicke ihn boch zurück nach Uganba! In Uganda wohnen seine Eltern!" sagt her Träaer Mkono zum Koch. Mkono spricht oft mit bem Koch. Denn her ist fein Verwanbter. Unb her Koch hört auf ben guten Rat feines Verwandten. Er schickt Achmeb weg, mitten in her Steppe.

Aber Achmed weigert sich, ben weiten Weg allein zurückzugehen. Er ist krank. Er kann nicht gehen. Ein gesunder Mann kann Uganba in zwei Wochen erreichen. In zwei Wochen! Achmed wirb Uganba nicht lebenb erreichen. Denn er ist krank, er wird unterwegs sterben. Er will jetzt noch nicht sterben.

Er will nicht gehen. Du hörst es boch", sagt her Koch zu Mkono,er hat Angst. Er wird unterwegs sterben!"

Vielleicht wirb er sterben. Vielleicht aber auch nicht. Amri ya mungu! (Befehl Gottes!)"

Zwei Tage später zählst bu bie Häupter beiner Lieden. Achmed fehlt. Wo ist Achmed? Niemanb weiß es. Auch her Koch nicht.Wie kann ich bas wissen, bwana (Herr)! Wir haben ihn gestern zu- rückgeschickt. Nach Uganda. Zu seinen Eltern. Denn er war, krank unb konnte nicht mehr arbeiten!"

Du tobst:Er wirb unterwegs sterben!"

Vielleicht, bwana. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht erreicht er Uganba, obwohl er krank ist. Insohollah! Auch kranke Boys können Uganba er. reichen!"

Zwei Trager werben zurückgeschickt. <5ie sollen Achmed wieder ins Lager bringen, tot ober leben» big. Sie bringen ihn am nächsten Tage angeschleppt. Leben. Er hatte sich an ben Weg gelegt unb auf Hilfe gewartet. Vielleicht wäre wirklich jemand ge­kommen, her ihm geholfen hätte. Wenn niemanb gekommen wäre, bann hätte er eben sterben müssen. Amri ya munguj

Italien dementiert schweizerische Falschmeldungen.

Rom, 2. Febr. (Europapreß.) Verschiedene schweizerische Tageszeitungen haben Nachrichten ver­öffentlicht, wonach der Hafen von Genua für den neutralen Schiffsverkehr wegen bevorstehender großer Operationen im westlichen Mittelmeer ge­schlossen bleiben werde. Diese tendenziösen Nach­richten werden von der zuständigen Stelle in Rom als vollkommen unzutreffend dementiert. Der Hafen von Genua bleibt fortdauernd bem neutralen Schiffsverkehr geöffnet. Die Handelsschiffe der Schweiz können baher ihre vorgesehenen Fahrten in jeder Weise ungestört fort­setzen. Die italienische Gesandtschaft in Vern ist an­gewiesen worden, die in der Schweiz veröffentlichten Pressenachrichten zu dementieren.__________________

Drei Tage später ist Achmed gesund. Der Koch freut sich, baß er nun wieder eine Hilfe hat. Ach­meb bentt nicht mehr baran, baß er krank in der Steppe ausgesetzt wurde. Der Koch auch nicht. Wo­zu benn!

Ein Dorf taucht am Fluh auf. Männer kommen. Büffel seien ganz in her Nähe, an einem Neben­arm des Flusses, behaupten sie, unb sie wollen dich dorthin führen.

Gut. Du schließt bich ihnen mit Rainer, beinern weißen Begleiter an. Sie traben vor euch her. Aber bie Büffel find nichtganz in der Nähe." Gegen Abend erst wird bie verheißene Stelle erreicht. Rainer schießt drei Bullen, zwei nicht alltägliche unb einen mittelmäßigen. Du selber kommst nicht zum Schuß.

Das Fleisch bes einen Tieres erhalten beine Leute, bie beiden andern Bullen überläßt bu ben Männern aus bem Dorf. Es sind nur wenige Män» ner. Es ist sehr viel Fleisch. Den Rückmarsch trittst du an diesem Tage nicht mehr an. Du bleibst bie Nacht über am Fluß.

Spät, kurz norm Einschlafen, gehst bu noch ein­mal zu ben Leuten vom Dorf hinüber. Die sitzen nm Feuer unb essen und plappern. Die großen Fleischberge sinb zu Hügeln zusammengeschrumpft. Dafür aber haben sich die Bäuche her Leute gewölbt wie Tonnen. Unb noch immer sinb sie dabei,, sich mit allen zehn Fingern Fleisch in bie Mäuler zu stopfen. Unb gleichzeitig plappern sie.

Du erschrickst. Du hast beinahe Angst vor ben Fressern, bie ja eigentlich keine Männer, bie nur Männchen sind. Bis auf ihre mächtigen Bäuche. Du sagst:Wallt ihr denn kein Fleisch mitnehmen ins Dorf? Für eure Frauen?"

Sie sehen bich an, überrascht, bestürzt, entsetzt. Sie hören sogar einen Augenblick auf zu essen. Du merkst es ihnen an: Sie benten darüber nach, was für ein eigenartiges Fragen diese Männer aus Uleia (Europa) am späten Abend zu stellen pflegen.

Wozu, bwana mkuba, brauchen bie Frauen Fleisch zu essen?" fragt enblich einer unb ißt schon roieber. Alle essen weiter.

Du rebeft ihnen ins Gewissen. Du sagst ihnen, daß es nicht recht sein, wenn sie alles auffressen, ohne ein paar anftänbige Stücke für ihre Frauen aufzuheben unb mitzunehmen.

Einige sehen sich roieber fassungslos an. (Ein paar blicken zur Seite unb barm, essend, zum Fleisch hin.

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sch im Ei m in ijiopang B bert i'ührun »on hoff Wijani mit Hilfe «meritc pn in ; »frühen Metteln.

Er ist klein, rotblond mtt Sommersprossen auf der weißen Haut, die bei der geringsten Gemüts­bewegung rosig bis bunkelglühend anläuft. Er trägt einen kurzen Bleistift hinter bem Ohr, was ihm etwas Seriös-Kontormäßiges verleiht. Sie ist noch kleiner, in ihrer Zierlichkeit fast hübsch. Als ich in das Städtchen kam, waren sie jung, heute, nach zwanzig Jahren und mehr, sind sie kaum älter ge­worben. Aber ihre Kinder find es geworben, zwei Buben, von klein auf dahin erzogen, jedermann, der in dem Laden mit der klimpernden Türschelle ein und ausging, in achtungsvoller Höflichkeit zu grü­ßen, wie es der Dienst am Kunden fordert. Der halbdunkle Laden ist nicht groß. Kisten mit Kar­toffeln, Fässer mit Sauerkraut und Bücklingen, Säcke mit Mehl und Kleie Unb Kukuruz machen ihn noch enger. Die Plakate, mit benen Ladentür unb Schau­fenster verhängt sind, machen ihn noch buntler. In feinem Dämmer wurden bie zwei Leben gelebt. Was wirb gefällig sein?", unb die geläufigen Hand­griffe wogen Salz unb Mehl, Grieß unb Graupen. Der Bleistift abbierte bie langen Zahlenkolonnen im La den buch mit denen im Kundenbüchel. Biswei­len stimmte es nicht, bann formte sich um ben Mund bei Frau ein feie überlegenes Lächeln:Gestatte,