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Oer neue Lustangriff auf Alexandria.

Berlin, 2. Juli. (DNB.) Deutsche Kampsflug- 3enge bombardierten in der Nacht zum 1. Juli wiederum den britischen Flottenstützpunkt Alexan­dria. Nach den erfolgreichen Angriffen in der Nacht zum 29. Juni, der Kai- und Dockanlagen sowie Schiffseinheiten zum Ziele hatte, wurde der An­griff in der letzten Nacht auf den Westhafen fortgesetzt. Eine große Anzahl abgeworfener Spreng- und Brandbomben riefen schnell sich ausbreitende Brände hervor, deren Flammen das westliche Hafenbecken weithin erleuchteten. In diesem Teil des Hafengebietes liegen die großen Holz­lager, die für das holzarme Aegypten und die Versorgung ftir die britische Armee von größter Bedeutung sind. Die Gleisanlagen, die von den Holzkais nach den ausgedehnten Zimmerplätzen fuhren, sind bereits wiederholt von Bombentreffern zerstört worden. Die durch die Brände vernichteten Holzlager sind u. a. ein unersetzlicher Ver - Iu ft für die Schiffswerften Alexandrias.

Britischer Stoßtrupp bei Tobruk zurückgeschlagen.

Berlin, 2. Juli. (DNB.) Vorgeschobene Posten des Deutschen Afrikakorps wiesen in der Nacht vom 29. zum 30. Juni einen Versuch der Briten, aus Tobruk in die deutschen Stellungen einzubrechen, mit schweren Verlusten für den Gegner zurück. Der britische Stoßtrupp mußte eine Anzahl Gefallener auf dem Kampffeld zurücklassen und sich schon nach kurzem Feuerwechsel auf seine Ausgangsstellungen zurückziehen.

Aufruf des poglawnik zum Kampf gegen den Bolschewismus.

Agram, 3. Juli. (Europapreß.) Der Poglavnik richtete einen Aufruf an das kroatische Volk. Er forderte alle jungen Männer von 20 bis 32 Jahren

auf, sich freiwillig bei den Ergänzungs-Bezirkskom- mandos zu melden, um Schulter an Schulter mit den Kroatien verbündeten glorreichen Armeen des Großdeutschen Reiches gegen den gemeinsamen Feind, den zersetzenden jüdischen Bolschewismus zu kämpfen, diesen Feind, der die Zerstörung Euro­pas im Sinne hatte und insbesondere beabsichtigte, den Bolschewismus in den Südosten Europas zu tragen. Der Bolschewismus, so heißt es in dem Auf­ruf, unterstützte Belgrad deutlich vor dem serbischen Krieg, als der serbisch-russische Pakt abgeschlossen wurde, der den Zweck hatte, auch die kroatischen Freiheitsbestrebungen zu zerstören. Es ist die Pflicht jedes Kroaten, an der Seite der Verbündeten zu kämpfen! Der Poglavnik kündigte eine Unterstützung der Familienangehörigen aller Freiwilligen an, die an der Seite der Verbündeten gegen den Bolsche­wismus kämpfen.

Oie Anerkennung Wangifchingweis.

Große Befriedigung in Nanking und Tokio.

M a i l a n d , 2. Juli. (Europapreß.) Die Anerken­nung der chinesischen Nationalregierung durch Deutschland und Italien sowie durch ihre Verbün­deten ist in Nanking und Tokio, wie der(Sortiere della Sera" meldet, mit großer Befriedigung aus­genommen worden. Die Anerkennung erscheine als die logische Folge der Haltung der Achsenmächte seit dem Beginn des chinesisch-japanischen Konflik­tes; sie sei praktisch schon vollzogen gewesen, seit­dem Graf Ciano im Jahre 1939 dem Leiter der neuen Regierung von Nanking brieflich seine Soli­darität ausgesprochen habe und sei infolge der durch den Krieg mit Sowjetrußland entstandenen neuen Lage unvermeidlich geworden. Die Hauptrichtlinie der Regierung von Nanking bestehe in ihrem ent­schlossenen Antibolschewismus. Der Präsident Wang- schingwei habe erklärt, diese Anerkennung durch Deutschland, Italien und ihre Verbündeten sei als ein großer Beitrag für den Weltfrieden zu betrach­ten. In einer Mitteilung betone der Außenminister der Nanking-Regierung deren Willen, mit den

Achsenmächten für eine neue Weltordnung zusam­menzuarbeiten. Als wahrscheinlicher erster Bot­schafter der Nanking-Regierung in Rom werde der Sprecher der Regierung, Leangli, genannt.

Oer Besuch Carmonas auf den Azoren.

Lissabon, 3.Juli. (Europapreß.) Der portu­giesische Staatspräsident General Carmona wird sich am 23. Juli an Bord des Dampfers Carvalho Arauja" nach den Azoren einschiffen. Der Dampfer wird von portugiesischen Kriegsschiffen be­gleitet werden. Es ist geplant, alle Körperschaften der Insel zu den Empfangsfeierlichkeiten heranzu­ziehen, um auch auf diese Weise die enge Ver­bundenheit der Azoren mit dem Mutterlande zu bekräftigen. General Carmona wird sämtliche Inseln besuchen, so daß sein Aufenthalt auf den Azoren fast einen Monat dauern wird. Die Rückkehr des Staatspräsidenten nach Lissabon ist für den 20. August vorgesehen.

Britische Flagge verschwindet aus dem südamerikanischen Hafenverkehr.

Berlin, l.Juli. (DNB.) Die Statistiken über die Schiffseingänge von Januar bis Mai 1941 in Rio de Janeiro und Santos zeigen gegenüber den entsprechenden Zahlen des Vorjahres ein katastro­phales Absinken des britischen Flaggenanteils. Wäh­rend der Gesamthafenoerkehr i n R i o d e I a - neiro in diesem Zeitraum von 3 711698 Tonnen auf 2 690 419 Tonnen, d. h. auf 72 v. H. und in Santos von 3610466 Tonnen auf 2346455 Tonnen, also auf 65 v. H. zurückgegangen ist, ist der Anteil der britischen Schiffahrt gegenüber 1940 in Rio de Janeiro um 41 v. H. von 315150 Ton­nen auf 155 860 Tonnen gefallen und in Santos um 75 v. H. von 481 392 Tonnen auf 121571 Ton­nen. Der Anteil der englischen Flagge an den ge­samten Schiffseingängen beläuft sich damit in Rio de Janeiro auf nur 8,5 und in Santos sogar nur auf 5,8 v. H. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache für die gewaltigen Erfolge der deutschen

See- und Luftktiegführung, die England zwingen, ständig weitere Schiffe aus den überseeischen Schis» fahrtslimen zurückzuziehen.

Kleine politische Nachrichten,

Im Rahmen der Weimar-Festspiele der deutschen Jugend feiert die Hitler-Jugend am 3. und 4. Juli die 15. Wiederkehr des Tages ihrer Namensgebung. Reichsleiter Baldur von Schirach und Stabs­führer Möckel werden die Bedeutung dieses Tages für die deutsche Jugend würdigen.

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Die Abteilung Rundfunk im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda veranstaltete eine Arbeitstagung, die ihren Höhepunkt fand in einem Empfang der Teilnehmer durch Reichs­minister Dr. Goebbels, der in einer Ansprache eine großangelegte Schilderung der politischen Lage gab.

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Der Führer hat für die Stadt Heidelberg die städtebaulichen Maßnahmen angeordnet, die zum Ausbau und zur planvollen Gestaltung der Stadt erforderlich sind. Mit der Durchführung hat er den Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt, Archi­tekt Albert Speer, beauftragt, dessen Heimatstadt n Heidelberg ist.

Im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda begann eine Arbeitstagung der In­tendanten des Großdeutschen Rundfunks, der Rund- funfbeauftragten in den befreiten und besetzten Ge­bieten sowie zahlreicher Sachbearbeiter.

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Der türkische Staatspräsident I n ö n ü empfing in Anwesenheit des Außenministers den französischen Unterstaatssekretär Mechin, wobei alle beiderseits interessierenden Probleme erörtert wurden.

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Der Duce hat die in Italien weilende Abordnung des Deutschen Handwerks empfangen, die ihm von Nationalrat Gazzotti vorgestellt wurde. Anschlie­ßend besuchte die Abordnung auch den Sekretär der Faschistischen Partei.

Schmarotzer an der Seife?

Meistens kennen Sie diese Schmarotzer gar nicht, und doch fressen sie laufend an Ihren Seifenbeständen, einerlei, ob es sich um Stück­seife handelt oder um die Seife, die im Wasch­pulver enthalten ist. Sie selber sind daran schuld, daß die Seife immer so schnell zu Ende geht, ohne daß Sie es sich erklären können. Da ist zunächst der Schmarotzer Kalk. Sie wissen: erst wenn die Seife gut schäumt, kann sie auch gut reinigen! In vielen Städten Deutsch­lands, zum Beispiel in Berlin, Hannover, Braunschweig, Leipzig, Köln, Stuttgart usw., hemmt das kalkhaltige Wasser die Schaum­kraft. Ein großer Teil der Seifenwirkung wird vernichtet. Man hat ausgerechnet, daß dis zu % Pfund Seife in einem mittel­

großen Waschkessel bei hartem Wasser ver­lorengeht. Wenn man hier nichts tut, ver­liert man einen großen Teil seiner Seifen­bestände, ohne von der Seife eine Wirkung zu haben. Man muß deshalb das Wasser vor dem Waschen weichmachen, damit die Schaum­und Waschkraft der Seife entwickelt werden kann. Das geschieht mit Vleichsoda. Am Abend vor dem Waschtag verrührt man einige Handvoll davon im Waschkessel, über Nacht, wird das Wasser wundervoll weich. Morgens merkt man bann, wieviel besser die Lauge schäumt und um wieviel kräftiger sie reinigt.

Durch Weichmachen des Wassers kann man in einem mittelgroßen Haushalt im Jahre mehr als 10 Pfund Seife sparen!

Es gibt noch einen weiteren Schmarotzer an der Seife: das ist Teer, Öl, Schmier und ähnliches an den Händen. Sie haben's sicher schon mal ausprobiert, wie lange man reiben

mutz, wenn man Teer und Öl von den Fingern kriegen will. Immer wieder ent­wickelt man ein warmes Schaumbad und der Teer bleibt doch dran! Auch das ist un­nötiger Seifenverbrauch. Ein Griff nach einem guten Scheuerpulver und schon löst sich auch der zäheste Öl- und Teerschmutz wie von selber. Da, wo schmutzige Hände gewaschen werden, soll stets ein bewährtes Scheuerpulver zur Hand sein.

Für das Scheuern von Fußböden, Fliesen und Fensterrahmen darf man heilte auf keinen Fall Seife nehmen! Mit gebrauchter Waschlauge geht es genau so gut. Bei hart­näckigen Flecken nimmt man etwas Scheuer­pulver auf den Lappen. Die kostbare Seife hebt man für Gesicht und Körper auf!

Heute im Kriege heißt es für alle: mithelfen, um durch richtiges und sinnvolles Arbeiten im Haushalt sich selber und unsere Wirtschaft vor Verlusten zu bewahren.

02220

Im Dienst für Führer, Volk und Vaterland starb am 28. Juni in Frankreich infolge eines Unglücks­falles mein herzensguter Mann, unser lieber Pflegesohn, Schwager und Onkel

Gefreiter Ludwig Wagenpfeil

In tiefer Trauer: Frau Lina Wagenpfeil Henriette Appel und alle Angehörigen.

Gießen, München, den 2. Juli 1941.

Nach langem, schwerem Leiden verschied gestern mein lieber unvergeßlicher Mann, unser guter, treusorgender Vater und Großvater

Heinrich Kraft

Lokomotivführer a. D.

im 67. Lebensjahre.

In tiefer Trauer:

Katharine Kraft, geb. Klotz Wilhelm Kraft, Verw.-Angestellter Gertrud Bourkarde, geb. Kraft Hermann Kraft, Stabsarzt, z.Z.i. Felde

Dr. Heinrich Kraft, Notar,z.Z.i. Felde und 6 Enkelkinder.

Gießen (Lahnstr. 15), Groß-Gerau, Fulda, den 2. Juli 1941.

Die Trauerfeier findet am Samstag, dem 5. Juli, 11.45 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt.

02225

Plötzlich und unerwartet ist meine liebe Gattin, unsere treu­sorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Marie Haas

im Alter von 54 Jahren von uns gegangen.

In tiefer Trauer:

Heinrich Haas

Heinrich Haas und Familie

Robert Haas, Gefr. in einer Luft-Nachr.-Abt, und Familie

Otto Haas, Obergefr. in einer Flakabt., und Frau

Gießen (Marktplatz 7), Watzenborn-Steinberg, 3. Juli 1941.

Die Beerdigung fand in aller Stille statt.

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