Ausgabe 
3.2.1941
 
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Montag, 3 Zebruar MI

Deutsche Lufiangnffe aus nvldasnkanische Häsen

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^Hommomet

Trapani B'J

den alten bewährten Kreuzer mit Dynamit in die Luft.

Die britische Propaganda ist jetzt eifrig am Werke, um die in Rom nicht geleugneten Erfolge an der nordafrikanischen Front als einen durchschlagenden Sieg und den beginnenden Zusammenbruch des ost- afrikanischen Imperiums hinzustellen. Diese Pro­paganda ist nur allzu deutlich barour abgefteUt, vor allem In den Vereinigten Staaten

Die Annahme des japanischen Vermittlungsange­botes durch Thailand (Siam) und Jnbochina zwecks Schlichtung von Grenzstreitigkeiten, die als ein gro­ßer politischer Erfolg Japans zu buchen ist, weil die Machenschaften Englands und Amerikas in Bangkok und Saigon dadurch als gescheitert zu betrachten sind, lenkt insbesondere die Aufmerksamkeit auf Thailand. Denn es ist das einzige Staatswesen Hinterindiens, das seine politische Unabhängigkeit bewahrt hat. Während Birma, die Shan-Staaten, Laos, Annam, Kambodscha und die malaiischen Für­stentümer alle unter fremde Botmäßigkeit gerieten, ist Thailand heute noch, wie sein einheimischer Name anzeigt, Muang-ThaiDas Land der Freien",

Das erscheint wie ein Wunder, wenn man sich vergegenwärtigt, daß Thailand ringsum von den Besitzungen europäischer Kolonialstaaten umgeben ist, die jede Gelegenheit benutzen, um sich auf feine Kosten zu vergrößern. Die völlige Austeilung des Landes unter seine Nachbarn schien nur eine Frage der Zeit zu sein, und nur die Eifersucht zwischen Frankreich und England mit seinen Nimmersatten, ländergierigen Polypenarmen schien das vorläufige Fortbestehen des Reiches zu gewährleisten. Doch

ten Grenzstreitigkeiten geführt hat.

Heute haben sich die Verhältnisse von Grund aus geändert, Thailand hat seine außenpolitische Stel­lung in den letzten Jahren wesentlich gefestigt. Am I. April 1927 wurden alle Verträge abgeschafft, die den Fremden eine bevorzugte Stellung einräumten, und trie große Umwälzung im Juli 1932 schlug em neues Blatt in der Geschichte Thailands auf. Der Staatsstreich richtete sich nicht gegen die monarchische Staatsform, sondern nur gegen den Absolutismus der Dynastie. Dem König gehörten theoretisch das Leben und der Besitz aller seiner Untertanen, die Krone selber mißbrauchte ihre Rechte nicht, aber mehrere Prinzen, die hohe Staatsämter bekleideten, taten dies in einer Weise, die zur Katastrophe füh­ren mußte. Schon im März 1932 waren anläßlich der Feier des 150. Jahrestages der damaligen Dy­nastie Gerüchte über eine bevorstehende Revolution im Umlauf. Sie waren nur etwas verfrüht. Außer der Mißwirtschaft der Prinzen erregte in den Krei­sen der Intellektuellen, die meistens in Europa oder in Amerika ihre Bildung empfangen hatten, beson­deren Unwillen, daß die Prinzen immer noch auf ein Zeremoniell und auf Vorrechte Anspruch erho­ben, deren Form für modern denkende Menschen

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten?) Rom, Ende Januar 1941.

Großbritannien verfolgt gegenwärtig im östlichen Ritteimeerraum bestimmte 'Ziele, deren militärisch- rategischer und politisch-propagand.stocher Eharak- er jetzt immer deutlicher zutage tritt. Je gefahrvoller ich die Lage des englischen Jnselreiches gestaltet und » mehr unter den Schlägen der deutschen Luftwaffe ie Vernichtung des englischen Derteidigungssystems nd des englischen Kriegspotenziells fortschreitet, m so zwingender sieht sich das englische Oberkom- ianbo vor die Notwendigkeit gestellt, der Welt-

Madrid, l.Febr. (Europapreß.) Vierzehn eng- lische Kriegsschiffe verschiedener Klassen liefen am Frntagnachmittag aus Gibraltar in Richtung auf das Mittelmeer aus. Im Kriegshafen sind nur noch ein Panzerschiff, ein Kreuzer und verschie­dene Zerstörer zurückgeblieben. Das vor einiger Zeit eingelaufene, schwer havarierte britische Schlachtschiff Malaya" scheint notdürftig repariert zu sein und unternimmt Probefahrten. Am Freitagabend wurden in Algeciras schwer eDetonationen aus Gibraltar vernommen, die sich als Explosio­nen einer oder mehrerer Minen bei Bauarbeiten 3ur Errichtung neuer Luft chutzräume berausstellten.

in die Hand zu nehmen. Malta ist von den deut­schen Bombenfliegern bereits mehrfach mit vernich-

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Sizilien Ausgangspunkt für Mittelmeerfiüge.

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Ein Teil der in Italien eingesetzten deutschen Flieger hat seinen Stützpunkt auf der Insel Sizilien. Don hier aus steigen auch die Stukas auf, die der englischen Flotte immer wieder empfindliche Verluste beibringen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Oie britische Flotte

von G fcralfar auöaelaufen.

Kampffeld Libyen

Bon unterem v. H.-Berichterstatter.

von Barbla wurde ein 10 OOO-BRI.-Bampfer ver­senkt. Am Nachmittag des 31. Januar haben die Abteilungen des deutschen Fliegerkorps intensive Angriffe gegen feindliche Schiffe längs der Küste und in den Häfen der 211 ar- marlfa durchgeführt. Drei Dampfer mittlerer Tonnage wurden versenkt, weitere drei schwer be­schädigt.

Lines unserer im Atlantik unter dem Befehl von Fregattenkapitän Prima Langabardo operierendes U-Boot hat einen aus vier englischen Dampfern bestehenden gesicherten Geleitzug angegriffen und drei der Dampfer mit insgesamt etwa 15 000 BRT. torpediert und versenkt.

3n Oftafrita Fortdauer der Schlacht an der flort f ont Rom, 1. Febr. (DNB.) Der italienische Dehr- machtbericht vom Samstag hat folgenden Wortlaut: laut:

An der griechischen Front die übliche Ar­tillerie- und Spähkrupptäli'-keit. Feindliche Trup- penanfammlungen sind im Tiefflug angegriffen und wirksam mit Bomben belegt worden.

In der L y r e n a i k a haben unsere Panzerein­heiten im Süden des Dschebel feindliche Ein­heiten angegriffen und zurückgeworfen, die außer­dem von unserer Luftwaffe bombardiert wurden.

In O st a f r l k a dauert die Schlacht an der Nordfront an. In erbitterten Kämpfen haben unsere tapferen weißen und farbigen Truppen dem Feind beträchtliche Verluste beigebracht. Auch unsere Verluste sind beträchtlich. Die Luflwafte hat weiter- hin in unermüdlichem Einsatz ihren wirksamen Bei­trag zum Kampf geleistet.

Im Verlauf einer nächtlichen Kreuzfahrt unserer Torpedoboote in den Gewä 'ern des A e g ä i s ch e n Meeres hat ein unter dem Befehl von Korvetten­kapitän Francesco Mimbelli stehendes Tor­pedo b o o t einen gesicherten Geleitzug feindlicher Dampfer gesichtet und angegriffen. Ein mindestens 1 0 000 Tonnen großer Dampfer wurde aetroffen und sank sofort. Trotz der heftigen Abwehr der Begleitschiffe sind unsere (Einhei'en un- beschädigt zu ihrem Stützpunkt znrückgekehrt.

Die Kamvfe bei® WM.

91- Jahrgang Nr. 28 irfrtjeiiit tnahet), außer >onntags und Feiertags eilagen: DieJlluftnerte lieftenerftamilienblntter eimnt imBild DieSclrolle lonats-BezugovreiS: lit 4 Beilagen :USDL 1.95 hne Illustrierte 1.80 iustellgebühr... -.25 ucb bei Nichterscheinen on einzelnen Nummern ifolfle höherer Gewalt ernivrechanschlust 2251 Drahtanschrift:Anzeiger" soüfcheck 116na krankt. M

Berlin, 2.Febr. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Auch am 1. Februar setzte die Luftwaffe ihre be­waffnete Aufklärung über England fort. 3m Tief­flug wurden zwei Flugplätze angegriffen und dabei zahlreiche feindliche Kampfflugzeuge zer­stört ober befchäbigt. Auch hallen und Unterkünfte wurden getroffen. In Ostcngland wurden zwei Fabriken und ein Hafen wirksam mit Bom­ben belegt Deutsche Jäger schossen ein feindliches Flugzeug beim Einflug in das besetzte Gebiet ab. Fernkarnpfartillereie des Heeres beschoß kriegswich­tige Ziele in Südostengland.

3m Mittelmeer griffen deutsche Kampfflug­zeuge mehrere Hafenanlagen an der norb- afrikanischen Küste, die der englischen Ver­sorgung dienten, mit großem Erfolg an. Dabei würden drei feindliche Handelsschiffe mit zusammen 14 000 BRT. versenkt drei weitere schwer beschä­digt

In der vergangenen Nacht flog der Feind weder in das besetzte noch in bas Reichsgebiet ein. Zwei eigene Flugzeuge kehrten von ihrem Einsatz am 31. Januar nicht zurück.

Der ttalienWe Bericht

Rom, 2.Febr. (DNB.) Der italienische wehr Machtbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut:

An der griechischen Front haben wir bei Spähtruppaktionen Gefangene gemacht und viel Material, das von einer in den letzten Tagen ge­schlagenen Abteilung zurückgelasien wurde, erbeutet Wie festgestellt worden ist, hat der Feind beträcht­liche Verluste erlitten. In einem einzigen Abschnitt des Tomorihatales wurden 200 lote, darunter drei Offiziere, geborgen. Feindliche Flugzeuge haben das Lazarettviertel von valona bombardiert und Schä­den und Opfer verursacht Es find zehn Tote und einige Verwundete zu beklagen.

In der L y r e n a i f a nichts Erwähnenswertes. Abteilungen unserer Luftwaffe haben stellenweise motorisierte Abteilungen mit Bomben belegt Zwei Flugzeuge vom Hurricane-Typ wurden von unseren Zögern abgeschossen. Vom Feind unternommene Einflüge auf unsere Flugplätze hatten Schäden, aber roeber Tote noch Verwundete zur Folge.

In O st a f r i k a fanden am gestrigen Tage harte Kämpfe in der westlichen Ebene Eritreas zwischen Agordat und Barentu statt Die Luftwaffe hat ununterbrochen am Kampf teilgenommen, indem sie feindliche Stellunaen und Truppenkolonnen mit Bomben und MG.-Feuer belegte und zahlreiche Kraftwagen des Feindes vernichtete. Un'ere Jäger haben ein Flugzeug vom Hurricane-Typ abge- schosien.

Die Verbände des deutschen Flieger­korps haben mit sichtlichen und wirksamen Ergeb­nissen die Anlagen und die Häfen von

die dort immer weiter um sich greifende äußerst tenber~ bombarbiert roorben. Englische

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tung der in angelsöchffschen Ländern unb Dominien "k ÄÄ ^ßte, Thoilond^sich

fmtenben Hoffnungen auf einen englffchen Sieg. ^nt bleibt ber italienische Wiberltanb bestehen, j

In Rom wird demgegenüber immer wieder dar- bleibt das faschistische Italien weiter fest

auf hinqewiesen, daß die Vorgänge an der nord- den Krieg zur Brechung der englischen Mittelmeer- afrikanischen Front voraussehbar wären und vor-, Herrschaft mit dem Einsatz aller verfügbaren Kräfte ausgesehen wurden und daß eine entscheidende Be-1 zum siegreichen Ende zu bringen.

einfach unerträglich geworden war.

Aber die Siamesen haben König Chulalong­korn (18681910) und seinen Nachfolgern Ra­ma VI. und Prajadhipok die Einführung eu- ropäischer Derwaltungsmethoden, europäischer H^e- resorganisation und europäischer Technik zu ver­danken. Thailand verfügt heute über eine gut aus« gerüstete Armee und über eine beträchtliche Luft­flotte. Besonderen Wert hat man auf den Ausbau und die ständige Verbesserung des Eisenbahnnetzes sowie den Bau von Autostraßen gelegt. Zeigt sich in all diesen Maßnahmen der Wunsch, die Errun­genschaften des Westens einzuführen,so tritt anderer­seits in der gesamten Kulturpolitik Thailands der feste Wille hervor, das geistige Erbe der Vorfahren zu erhalten. In Thailand ijt der Buddhismus die Staatsreligion; er beherrscht nicht nur das ganze öffentliche Leben, sondern er durchdringt aufs Heffte Denken und Fühlen aller Volkskreise. Da das Dolksbildungswesen zum großen Teil in den Händen der Mönche liegt und die met-

ffentlichkeit gegenüber im östlichen Mittelmeer- < aum gewisse Erfolge aufweisen zu können, deren > rategische Bedeutung allerdings weit hinter der ( ropayandistischen Auswertung zurückbleibt.

Es ist den Engländern unzweifelhaft gelungen, n Laufe des letzten halben Jahre» an der nord- frikanischen Küste starke Truppenkontin­ente zu konzentrieren. Ununterbrochen sind in en letzten Monaten in Port Said und Alexan- rien englische Geleitzüge eingetroffen, die aus allen 'eilen des Weltreiches Truppen- und Materi'loer- ärkungen nach Aegypten schickten. Großbritannien at heute an der nordafrikanischen Küste dezeich- lenderweise in erster Linie Trupven der großen nglischen Dominien, vor allem Australier, teuseeländer, Rhodesier und auch indische Kontin­ente eingesetzt, die aus klimatischen Gründen für ie Kämpfe in den afrikanischen Wüstengebieten esonders geeignet sind T):e Gesamtstärke d"r briti- chen Armee wird nach fachverständiger Beurtei- ung auf rund 300 000 Mann geschätzt. Die Eng- ander Haben es ferner verstanden, eine enge Z u - ammenarbeit zwischen der Mittelmeer- l o t t e, der britischen Luftwaffe und den an »er nordafrikanischen Küste operierenden moto­risierten Divisionen Herzustellen.

Die Graziani - Armee befand sich daher von tnfang des Krieges an gegenüber den Engländern n einer schwierigen Sage. Während sie ausschließ- ich auf die Transporte aus der Heimat angewiesen toar und das gesamte Kriegsmaterial und die Trup- lenoerftärfungen auf dem Seewege nach Libyen lefchafft werden mußten, konnte die britische Aegyp- en-Armee die bereits in Vorkriegszeiten auf eng» ische Forderung hin von Aegypten gebauten Eisen­ahnlinien und Derkehrsstraßen entlang der nord- frikanischen Küste verwenden. Das in dem nord- isrikanischen Wüstenkrieg außerordentlich bedeut- ame Problem der Material- und Truppenheran- chaffung war vom ersten Tage des italienischen Weges an somit für die Engländer weit günstiger [elagert als für die italienischen Truppen.

Das englische Weltreich hat nun tatsächlich an der nordafrikanischen Front die volle Wucht der zur Oerfügung stehenden Kräfte eines über die ganze Welt ausgedehnten Imperialismus eingesetzt. Nach talienischen Berechnungen war das Kräfteverhält­nis in den letzten Kämpfen vor Tobruk 1 :5 zu '.Ingunsten Italiens. Die Graziani-Armee hat den überlegenen englischen Offensivstreitkräften einen heroischen Widerstand entgegengesetzt, obgleich man sich von vornherein über die Heftigkeit der zu er­wartenden englischen Offensive im klaren war und mit dem Masseneinsatz mo'orisierter englischer Ver­bände rechnete, hat die Graziani-Armee zunächst bei Sidi el Barani, dann bei Sollum. h'nn bet Barbia und jetzt bei Tobruk die englische Offensive um Wochen aufgehalten und nach eigenen Darstellungen des englischen Oberkommandos den britische Trupven schwere Verluste zugefüzt Mit größter Tapferkeit und unvergleichlichem Mut haben die italienischen Truppen und Schwarzhem- ben sich der motorisierten englischen Offensive ent-

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Mailand, 2. Febr. (Europavreß.) Aus einem Frontbericht des(Karriere della Sera" geht hervor, daß die Besatzung der Oase Giarabub, etwa 250 km südöstlich von Tobruk, englischen Angriffen weiter heldenmütig Wider st and lei-, ft e t. Seit einem Monat sei die Oase das Ziel von Angriffen englischer Panzerabteilungen und der englischen Luftwaffe, die es besonders auf die Dcrpflegungskolonnen abgesehen habe. Die Besatznn" beschränke sich nicht nur auf die Abwehr, sondern ' iWnebne auch Ausfälle, bei den-n -.........o

den Engländern empfindliche Verluste beigebracht, Vier Sollten und zwei Arbeiter fielen den ExM- würben, qionen zum Opfer, mehrere wurden schwer verleg

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ber englischen Offensive in der nordafrikanischen fonq^fcr5 und dem Uebergreifen einer französischen nn.k»rGAnh be^ftehen, 3nt-erenenfpf)äre Quf ' rechte Mekong-Ufer be- tswlolsen, quemen was das Land nie verschmerzt und zu ste-

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Taten von einzigartigem Heldentum sind von ita­lienischen Soldaten und Offizieren in ber nordafri- tanischen Wüste vollbracht worden. In Bardia wie in Tobruk hat die italienische Besatzung wochenlang der unerhört schweren Beschießung durch orofp fülibrige englische Schiffsgeschütze und durch Bom­benabwürfe standgehalten. Erst als die letzte Mu­nition verschossen und die letzten Vorräte aufgezehrt waren, wurde der nutzlos gewordene Widerstand aufgeqeben. Nach den letzten Frontberichten war der Widerstand heftiger und hartnäckiger als die Berteidigung von Bardia. Heber 14 Tage lang haben fünf englische Divisionen, unterstützt von Schlachtschiffen und Kreuzern der englischen Mittel­meerflotte, mit einem Masseneinsatz englischer Flugzeuge Tobruk angegriffen, das nur von niner italienischen Division verteidigt wurde. Das strategische Ziel, das auf italienischer Seite mit der Berteibigung von Bardia unb Tobruk angeftrebt würbe, ist zweifellos erreicht worben: Die Graziam- Urmee hat nunmehr Zeit g e w o n n e n , die rück­wärtigen Verbindungen und Verteidigungslinien auszubauen und einen verschärften W i berftanb gegen die englische Offensive vorzube- leiten. Die Engländer sind jetzt qezwun^n, die einzige zur Verfügung stehende Straße, die von Tobruk entlang der Küste führt, zu benutzen, eine Straße, die durch zerklüftetes Gebirge fuhrt und daher für Derteidigungszwecke besonders geeignet 'st.

Ein Kapitel heldenhafter Verteidigung und eästen Soldatentums ist ber Untergang des italienischen KreuzersSan G i o r g i o". Dieser 35 2ahre alte und daher längst aus dem aktiven Dienst ausgeschie- iene Kreuzer war vor dem Hasen von Tobruk nur gement auf Grund gesetzt und hatte die Funktion, einer Küstenbatterie übernommen. Die Dffi3tere oes .San Gioraio" hatten sich gegenseitig geschworen, das in ein Fort verwanbelte Schiff nur bei Knecis- inbe zu verlassen oder im äußersten Fall zur Selbstvernichtung zu schreiten. Dis zum lenten lluoenblif feuerten bie Batterien des .San Hior» eiow auf die Tobruk angreifenden englischen Divi- iionen und fügten den Engländern schwere -Ver­luste bei. Erst als die Australier bereits in dcn in- ireren Feftunasgürtes von Tobruf * 1So11um unb Bardia angegriffen. 3m Hafen

waren, sprengte die Besatzung desSan Giorgio i

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Valetta

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emflu fung der Kriegslage im östlichen Mittelmeer ® dtlblUtlfl

durch bie englischen Erfolge keineswegs einge- yi

treten ist. Dor allem zeichnet sich seit dem Ein­treffen des deutschen Fliegerkorps m Sizilien Immer deutlicher eine neue Phase in den Mittelmeerkämpfen ab. Der deutschen Luftwaffe ist es gelungen, bereits wenige Tage nach ihrem Ein­treffen in Sizilien in engster Zusammenarbeit mit der italienischen Luftwaffe unb, ber italienischen Flotte bie See st raße von Sizilien und da­mit bie englischen Transportverbindungen von Gibraltar nach dem östlichen Mittelmeer zu unter- binben, ber britischen Mittelmeerflotte schwere, äußerst empfindliche Verluste zuzufügen und die Kontrolle in dem mittleren Teil des Mittelmeeres

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